Hallo, ich möchte definierte Temperaturrampen (linear) abfahren. Was für einen Reglertyp nimmt man da? Ich habe von PID mit Doppelintegrator gelesen. Allerdings, was ist ein Doppelintegrator und wie wirkt sich der aus? Wer kann helfen?
Was spricht gegen eine digitale Ansteuerung ? Wenn du nicht weisst was ein Integrator ist, ist das eh nicht die richtige Methode
Manuel schrieb: > ich möchte definierte Temperaturrampen (linear) abfahren. Das ist schön. Bei der Wahl des Reglers kommt es sehr auf die Regelstrecke drauf an. Was hast du also für ein System, sind Totzeiten vorhanden, wo kommen die Ist-Werte für die Temperatur her, wie heizt du - kurz Netiquette ist gefragt.
Morz Nilp schrieb: > Was spricht gegen eine digitale Ansteuerung ? Dem Reglertyp ist das ziemlich egal, ob die Steuerung letztendlich digital oder analog erfolgt. Erstmal muss die Strecke bekannt sein, wenn der Regler dazu passen soll und irgendetwas optimiert werden soll. Auch über die Höhe der zulässigen Fehler sollte man sich klar werden.
Manuel schrieb: > Hallo, > > ich möchte definierte Temperaturrampen (linear) abfahren. > > Was für einen Reglertyp nimmt man da? Für diesen Zweck gibt es sogenannte Programm-Regler. Das ist völlig unabhängig von der Reglerstruktur (P, PI, PD, PID).
Ich bekomme jede Millisekunde von einem Sensor den Istwert (ist etwas verrauscht). Die Rampe muss mal in 10s, mal in 100s oder so in der Richtung gefahren werden. Es kommt auf eine möglichst genaue Linearität an. Normalerweise müsste ich da jede Millisekunde auch einen neuen Sollwert vorgeben.
Manuel schrieb: > Normalerweise müsste ich da jede Millisekunde auch einen neuen Sollwert > vorgeben. Genau so ist es, und dafür steht das "Programm". Das gibt nämlich in den gewünschten Zeitabständen den neuen Sollwert vor. Nur ist 1ms schon reichlich schnell, da dürfte am Markt nicht allzuviel auffindbar sein.
Manuel schrieb: > Ich bekomme jede Millisekunde von einem Sensor den Istwert (ist etwas > verrauscht). Die Rampe muss mal in 10s, mal in 100s oder so in der > Richtung gefahren werden. Es kommt auf eine möglichst genaue Linearität > an. > > Normalerweise müsste ich da jede Millisekunde auch einen neuen Sollwert > vorgeben. Wie schnell heizt den die Installation überhaupt, kannst Du innerhalb von 1ms wirklich nachlegen mit echtem Effekt? Temperaturbezogene Dinge bewegen sich eigentlich eher im 1s-Bereich.
Ein thermisches System, das auf Millisekundenskala operiert ist eher klein... kleiner als ein Kubikmillimeter. Das kann man schon machen. Der Regler wird sinnvollerweise auch ein digitaler Regler sein. Fuer Weiteres muesste man mehr von System wissen.
@Manuel Kann es sein, dass Du gedanklich, auf der falschen Seite des Reglers stehst? Ein Regler stellt eine definierte Beziehung zwischen Soll und Ist her. Sagst Du dem Regler: Mach mal 30°, so sollte er, abhängig vom System, die 30° hinkriegen. Sagst Du ihm mach mal 40° - dito. In beiden Fällen sollte der Regler auf das tatsächliche System abgestimmt sein. Also ein, z.B. definierter Sägezahn (einseitig) oder ein definiertes Dreieck (beidseitig), welches die "elektrischen" Vorgaben für 30 bis 40° (oder 30 bis 40 bis 30°) beinhaltet sollte reichen. Einen definierten Sägezahn bzw. ein Dreieck ist mit einfachen Operationsverstärkern realisierbar - sogar variabel. Wird er nicht überfordert, so sind keine Änderungen am bestehenden Regler erforderlich. Alternativ kommt auch ein µP (D/A oder PWM) infrage.
Manuel schrieb: > Allerdings, was ist ein > Doppelintegrator und wie wirkt sich der aus? Ein Doppelintegrator sind zwei, in Serie geschaltete, Integratoren. Wie die sich auswirken? Hässlich, wenn man naiv an die Sache rangeht.
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