Hi,
ich wollte fragen ob hier jemand Erfahrungen mit kompakten FPGA-Moduln
vom Schlag Kintex/Virtex7 o.ä. hat bzw. mir einen guten Hersteller
empfehlen kann?
Ich brauche ein PCBs auf dem nur das Nötigste drauf ist, also FPGA,
Flash, RAM, evtl. PHY und der Rest über einen entsprechenden
high-speed/high-density Stecker nach draußen geführt ist.
Ich habe natürlich schon im Web gesucht und ein paar Anbieter aber wenig
Erfahrungsberichte gefunden (ich möchte keine Links posten damit es
nicht nach Werbung riecht ;))
Grüße
Von Trenz gibts da schön kompakte Boards (die Micromodule). Bis auf die
beknackten Zwitter-Stecker da dran kann man eigentlich nix negatives
berichten. Preis ist auch voll OK.
Christian R. schrieb:> Von Trenz gibts da schön kompakte Boards (die Micromodule). Bis> auf die> beknackten Zwitter-Stecker da dran kann man eigentlich nix negatives> berichten. Preis ist auch voll OK.
Die hatte ich schon im Auge ;)
Welche Problem hattest du mit den Steckern?
Linear2 schrieb:> Welche Problem hattest du mit den Steckern?
Unsere Techniker haben gelegnetlich Probleme, die ordentlich anzulöten.
Und stecken und ziehen erfordert ganz schön viel Kraft. Das geht auf die
Leiterplatte...
Duke
Die stecker sind gut, aber die PCB technologie und Löten muss stimmen.
Aushebeln nur mit schrauben von unten, wenn geht und nicht zu viele male
wenn es nicht sein muss.
Die stecker wurden ausgewähtl weil die wirklich gut sind, mit ganz
vielen anderen typen gabe es mehr probleme.
Die neueren Automotive zynq module sind aber mit anderen stecker,
SEM/TEM Tigereye, die haben kleinere kräfte.
Vielen Dank für die Antworten!
Bzgl. Signalintegrität und/oder Wackelkontakt muss man sich aber keine
Sorgen machen? (ich kenne einen Fall mit anderen Steckern von
Sa*tech...)
Ich frage weil ich ich das Board vor allem für ADCs mit hohen Datenraten
verwenden möchte (z.B. JESD204B das schon sehr am Limit der offiziellen
Spec des Steckers sein dürfte).
Das Hauptproblem ist, dass man einen Knoten im Kopf bekommt, wenn man
die Gegenseite zu den Boards erstellt, denn da muss man entweder im Kopf
alle Pins tauschen (1 mit 2 usw.) oder sich ein Reversed-Modell
erstellen, das die Pins schon gedreht hat. Ansonsten wie gesagt, relativ
hohe Steckkräfte.
Linear2 schrieb:> Bzgl. Signalintegrität und/oder Wackelkontakt muss man sich aber keine> Sorgen machen?
Wackelkontakt ist absolut kein Problem. Signalintegrität schon eher.
Im Anhang mal ein Augendiagramm von einem 200 MSps-Signal (ADC ->
Flachbandkabel -> Board -> Briefmarke -> FPGA). Ein Teil der
Reflektionen kommt auch vom FPGA. Mit anderen Timing-Contraints und
IO-Delays war das bei dieser Frequenz in Griff zu bekommen.
Duke
https://wiki.trenz-electronic.de/display/TE0712/IBERT+Testing
bei 1.25 GBs ist die blaue auge wirklich extrem gross und eckig :)
bei höheren datenrate geht es schnell zu, etwas kann man da aber
"nachbessern" mit GTX tuning auch.
JESD204B wie hoch willst du da gehen?
Christian R. schrieb:> Das Hauptproblem ist, dass man einen Knoten im Kopf bekommt, wenn> man> die Gegenseite zu den Boards erstellt, denn da muss man entweder im Kopf> alle Pins tauschen (1 mit 2 usw.) oder sich ein Reversed-Modell> erstellen, das die Pins schon gedreht hat. Ansonsten wie gesagt, relativ> hohe Steckkräfte.
Verständlich, ich hoffe das es am Ende nicht daran scheitert ;)
Duke Scarring schrieb:> Wackelkontakt ist absolut kein Problem. Signalintegrität schon eher.> Im Anhang mal ein Augendiagramm von einem 200 MSps-Signal (ADC ->> Flachbandkabel -> Board -> Briefmarke -> FPGA). Ein Teil der> Reflektionen kommt auch vom FPGA. Mit anderen Timing-Contraints und> IO-Delays war das bei dieser Frequenz in Griff zu bekommen.
Um welche Datenrate handelt es sich hierbei genau? (bzw. welche
Auflösung hat dein ADC?)
Antti Lukats schrieb:> JESD204B wie hoch willst du da gehen?
So viel wie möglich :)
Ich habe noch keine konkreten Anforderungen sondern bin für meine
Abschlussarbeit nur ein bisschen am Suchen. Ein 12.5GbPS Link wäre
natürlich genial.
Für die ADCs (und andere Komponenten) würde ich gerne ein PCB erstellen
auf das man das FPGA-Modul einfach direkt drauf stecken kann und hätte
daher auch entsprechend kurze Leitungen zwischen ADC und FPGA.
mein fehler, die ADC die man kaufen kann gehen über 10Gbs bis zu den
maximalen 12.5Gbs. Ich hatte es falsch im Kopf.
Wir machen gerade eine Rev 2 von einer platine wo 2 mal 2.4GSPS ADC/DAC
drauf sind. Da haben wir auch die JESD204B in betracht. Leider gibt es
keinen JESD204B DAC der 2.4GSPS ohne upsample macht, der beste JESD204B
DAC macht in RAW mode nur 2.130 GSPS :(
die LVDS parallel DAC gehen höher in RAW mode
JESD204B aufpassen, die IP cores sind kostenpflichtig, bei X und bei A
http://www.esistream.com/
ist VIEL VIEL einfacher, die ersten esi ADC/DAC kommen aber 2015 :(
hallo
leider weiss ich den Preis nicht, es war auf der todo liste
nachzufragen, aber ist runtergefallen. Einen preis wird es nicht geben
ist immer abhängig von Art. Und ob Projekt basiertes oder site-lizenz,
den dard man dann im Umfeld von 5 km von dem byro verwenden..
Auf jeden ist das JESD204B IP core und kosten ein Problem was in manchen
Projekten gegen JESD204B spricht.
rein theoretisch ist 1 lane JESD204B immer einfacher auf dem PCB als
parallel lvds, wenn die IP einfache und kostenlos oder mindestens
günstig wäre..
Das ist im Ibert integriert, der MGT kann die intern erstellen. Sehr
praktisch. Einstellen und auslesen über ChipScope bzw. den Hardware
Manager von Vivado.
Christian R. schrieb:> Das ist im Ibert integriert, der MGT kann die intern erstellen.
Ja, schon klar. Aber da wird doch nicht gesampelt, wie beim Scope.
Die verwenden eine andere Messmethode. Welche? Wie funktioniert das
prinzipiell?
Duke
man kann den sample zeit und pegel schieben, damit wir scan gemacht.
es gibt auch möglichkeit ein wirkliches scope bild zu bekommen, das hat
aber bis jetzt niemand gemacht. Möglich ist es aber.
Ui das klingt ja interessant. Habe auch mal gelesen dass ein SerDes als
ADC verwendet werden kann, hat das mal Jemand hier ausprobiert und
möchte Details schildern? Ist das sehr schwer? Würde man damit einen
halbwegs vernünftigen ADC bekommen, also so >100MS/s bei >= 8Bit?
Danke!
jaein :)
der SERDES hat einen 2 ten "comparator" der einstellbar ist.
man kann damit ein bild bekommen, mit eine sagen wir 5GHz eingangs
signal, das ist möglich
aber es ist nicht ein ADC dh mann kann einen "sampling" scope bauen,
wenn man entweder mit dem CDR and das signal locken kann, ist es
einfach, wenn nicht dann wird es sehr spannend mit syncen.
aber spass würde so was wirklich machen, hätte ich nur zeit :)
TLK110 ethernet PHY hat auch ADC drin den man auselesen kann um signal
bild zu sehen, die anderen phys haben nur TDR support
Die Augendiagramme zu generieren geht übrigens nicht sonderlich
schnell...
Ist nicht so wie bei einem guten Oszi wo sich das schnell aus der
Überlagerung der Wellenformen aufbaut ;-)
Naja, durch die JTAG Geschichte und das dauernde Neueinstellen der MGT
Parameter über den DRP ist das nicht wahnsinnig schnell. Das ist ja auch
nicht das gleiche wie ein Augendiagramm am Oszi. Was der interne Eyescan
Mechanismus macht, ist das Verschieben des Sample-Punktes und das
Verstellen der Emphasis-Parameter in den angegebenen Schritten. Zusammen
mit dem PRBS Checker und der daraus kommenden BER wird das Augendiagramm
erstellt. Man kann so recht schnell die optimale Einstellung für den MGT
finden. Hat die VIVADO 2014.4 eigentlich immer noch den Bug, dass das
Augendiagramm nur funktioniert, wenn die Windows Systemsprache auf
Englisch gestellt ist? Manchmal hat man den Eindruck dort programmieren
Roboter oder Hunde...