Eeprom in großen Mengen beschreiben

Gast #4026963
Lesenswert?

Hallo Freunde der Elektronen,

ich habe mal eine Frage aus reinem Interesse und zwar geht es um die 
Programmierung von Eeproms. Um meine Daten dadrauf zu bekommen, gibt es 
ja die verschiedensten Möglichkeiten, aber wie macht denn die 
mittelgroße Industrie? Die ganz großen lassen die Eeproms wahrscheinlich 
schon mit den Daten drauf fertigen oder? Die ganz kleinen bespielen 
jeden Eeprom von Hand, aber was ist, wenn die Auflage z.B. "nur" 1000 
Stück ist? Müssen dann 1000 Eeproms peer Hand programmiert werden oder 
gibts da Dienstleister, die sowas übernehmen? Kann man bei den 
Herstellern die Eeproms mit Wunschimage drauf bestellen?

Würde mich freuen, wenn jemand sein Wissen mit mir teilen würde ;)

Beste Grüße,

Icke halt.
#4026966
Lesenswert?

Icke_Wa schrieb:


> jeden Eeprom von Hand, aber was ist, wenn die Auflage z.B. "nur" 1000
> Stück ist?

Dann hängt man an der nächsten Uni einen Aushang aus: "Suche Student für 
leichte Tätigkeit. Wer will sich in 4 Stunden 100 Euro verdienen?"
Oder man setzt einen Azubi ran. D.h. sofern man einen hat.

Mann, mann. Ihr stellt euch an. Was denkt ihr, wie die Kuverts befüllt 
werden, die die Firmen gerade an Jahreswechsel verschicken? Nicht für 
alles gibt es Maschinen. Vieles ist immer noch Handarbeit, auch in 
größeren Stückzahlen.
In der Zeit, in der du einen Anbieter suchst, hat der Azubi zusammen mit 
seinen 3 Kumpels, die sich nebenbei was fürs Wochenende verdienen 
wollen, die Sache mit ein paar Brennern schon längst über die Bühne 
gebracht.
Gast #4026989
Lesenswert?

Also hier bei mir in der Firma können wir niemanden mal für nen 
Wochenende oder die Sommerferien einstellen. Ich denke auch, dass das 
jedem anderen etwas größeren Betrieb ähnlich geht.

@Rene: So Beschreibergeräte kenne ich nur für DIP Gehäuse. Es würde mich 
ja fast wundern wenn nicht, aber gibts sowas auch für SMD oder gar BGA?
#4027012
Lesenswert?

Icke_Wa schrieb:
> Also hier bei mir in der Firma können wir niemanden mal für nen
> Wochenende oder die Sommerferien einstellen. Ich denke auch, dass das
> jedem anderen etwas größeren Betrieb ähnlich geht.

:-)
Wenn der Arbeitgeber meiner Ex-Holden wieder mal ein 
Entschuldigungsschreiben an alle seine Kunden rausgibt, weil der 
Strompreis wieder mal angehoben werden muss, dann haben meine Holde, ich 
und manchmal auch noch einer der Juniors das an einem Samstagnachmittag 
erledigt. Beim Arbeitgeber taucht dann eine zusätzliche Spesenrechnung 
für ein schönes Abendessen in einem der besseren Restaurants auf und 
alle haben ihre Freude. Klein ist der Arbeitgeber nicht gerade. Nö, kann 
man bei ca 1500 Angestellten wirklich nicht sagen.
Gast #4027040
Lesenswert?

Icke_Wa schrieb:
> @Rene: So Beschreibergeräte kenne ich nur für DIP Gehäuse. Es würde mich
> ja fast wundern wenn nicht, aber gibts sowas auch für SMD oder gar BGA?

Die Geräte sind zwar bei uns noch aufgebaut aber sagen wir es so, ich 
habe diese Geräte in den 1 1/2 Jahren wo ich schon für meine Firma 
arbeite nicht in Betrieb gesehen (naja abbauen von solchen 
Arbeitsplätzen ist eh sinnlos, wir haben genügend Platz und ziehen eh 
nächstes Jahr um), sind wie du erwähnt hast auch nur für DIPs, bezüglich 
SMD ist mir in der Richtung nichts bekannt
Gast #4027075
Lesenswert?

@ Karl Heinz: Ich brauch deinen Chef :P Wenn ich das hier vorschlagen 
würde, kriege ich nen tödlichen Blick, ne Moralpredigt und meine 
Entlassungspapiere :P In Sachen Bürokratie ist der Laden hier so richtig 
gut ^^ aber ich merks mir das wenn ich mal den Arbeitgeber wechsle :P

@Frank: Der Microchiplink sieht interessant aus. Da werd ich mal etwas 
weiter drinne rumschauen.

@Peter: Klar so kann mans auch machen, allerdings ist ja grade heut zu 
Tage wo alles kleiner werden soll, so ne Programmierschnittstelle auch 
schonmal nen no go.

@Rattle: Mein Gedankengang lag eher auf Chips, die sich ihre Firmware 
vom Eeprom holen. Vorher geht bei solchen Chips in der Regel nicht viel.
Gast #4027084
Lesenswert?

Also ich kenne folgende Varianten:

- man kauft sie programmiert. Microchip bietet den Service auch für 
geringere Stückzahlen an
- man programmiert sie am ICT-Adapter
- man programmiert sie am Funktionstest durch den Controller oder 
wasauchimmer
- Die Firmware macht das beim ersten Booten.

Für die zweite und dritte Variante muss das auch in der Schaltung 
möglich sein. Man muss z.B. den Controller im Reset halten.

Ich habe es schon gehabt, dass der Prüfer händisch einen Nadeladapter 
draufhalten musst. Das ist meiner Meinung nach aber eine Lösung für 
wenige Stück.
Gast #4027100
Lesenswert?

Frag mal bei Deinen Distributoren nach. Ich habe das schon von 
verschiedenen Distributoren gehört, dass sie einen Programmierservice 
anbieten. Dort wird das direkt von der Maschine gemacht. Gerade bei so 
stupiden Tätigkeiten wie 1000* das Eeprom in den Brenner stecken werden 
die Leute schnell abgestumpft, und dann wird das Eeprom schon mal aus 
dem Brenner genommen, kurz bevor der fertig ist.

Gruß, Stefan
Gast #4027417
Lesenswert?

Icke_Wa schrieb:
> Müssen dann 1000 Eeproms peer Hand programmiert werden oder
> gibts da Dienstleister, die sowas übernehmen?

Damit verlagerst du das Problem aus deinem Horizontbereich zum 
Dienstleister, löst es aber nicht wirklich. Der Dienstleister stände 
wieder vor dem Problem, dass er 1000 EEProms liegen hat, die 
programmierst werden müssen.
#4027514
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> ICT-Tester schrieb:
>> Pins über entsprechende Testpunkte kontaktierbar sind.
>
> KontaktSICHER? Bei 1000 Stück? Das halte ich eher für ein
> Elektronik-Lotto.

Wenn Du wüsstest, dass das in der Handyproduktion Standard ist, und wenn 
Du die Stückzahlen dort betrachten würdest, dann würdest Du anderer 
Meinung sein.

fchk
Gast #4027554
Lesenswert?

> Bei mir in der Firma wurden immer 10 EEPROMS auf einmal gebrannt,
> hatten da so ne Maschine mit 11 ZIF-Sockel, einer für den Master,
> 10 für die zu programmierenden
Der Fachbegriff lautet Gang-Programmierer (Gang = Gruppe).

> Der Dienstleister stände wieder vor dem Problem, dass er
> 1000 EEProms liegen hat, die programmierst werden müssen.
Da dieser aber öfters Kunden mit diesem Wunsch hat, lohnt es sich für 
ihn, einen Programmier-Vollautomat zu beschaffen.

TO: handelt es sich um ein serielles oder paralleles Eeprom?
Bei parallel kann man darüber nachdenken, einen kleinen µC 
danebenzusetzen, der die Daten seriell entgegennimmt und das Eeprom 
programmiert. Software ändert sich ab und zu, dann sind Updates fällig.
Wie praktisch, wenn das einfach geht.
Gast #4027564
Lesenswert?

Bed-of-nails hat man normal sowieso zum testen... dort z.B "nebenbei" 
den controller mit mini-bootloader beschreiben und nach dem einbau dann 
über ein sowieso zum endtest benötigtes interface mit der für das 
jeweilige gerät benötigten firmware flashen...

damit steht dann die richtige seriennummer, type, usw auch gleich im 
gerät...

alternativ alles per jtag zusammen hängen und so alles flashen... nur 
ist bei sowas jtag oft langsamer da man schnell lange leitungen und 
viele chips auf der chain hat... darum lieber kleine firmware drauf die 
gerade reicht um den rest dann etwas parallelisierter zum bestimmungsort 
zu schieben :)


73

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren