Hallo Freunde der Elektronen, ich habe mal eine Frage aus reinem Interesse und zwar geht es um die Programmierung von Eeproms. Um meine Daten dadrauf zu bekommen, gibt es ja die verschiedensten Möglichkeiten, aber wie macht denn die mittelgroße Industrie? Die ganz großen lassen die Eeproms wahrscheinlich schon mit den Daten drauf fertigen oder? Die ganz kleinen bespielen jeden Eeprom von Hand, aber was ist, wenn die Auflage z.B. "nur" 1000 Stück ist? Müssen dann 1000 Eeproms peer Hand programmiert werden oder gibts da Dienstleister, die sowas übernehmen? Kann man bei den Herstellern die Eeproms mit Wunschimage drauf bestellen? Würde mich freuen, wenn jemand sein Wissen mit mir teilen würde ;) Beste Grüße, Icke halt.
Icke_Wa schrieb: > jeden Eeprom von Hand, aber was ist, wenn die Auflage z.B. "nur" 1000 > Stück ist? Dann hängt man an der nächsten Uni einen Aushang aus: "Suche Student für leichte Tätigkeit. Wer will sich in 4 Stunden 100 Euro verdienen?" Oder man setzt einen Azubi ran. D.h. sofern man einen hat. Mann, mann. Ihr stellt euch an. Was denkt ihr, wie die Kuverts befüllt werden, die die Firmen gerade an Jahreswechsel verschicken? Nicht für alles gibt es Maschinen. Vieles ist immer noch Handarbeit, auch in größeren Stückzahlen. In der Zeit, in der du einen Anbieter suchst, hat der Azubi zusammen mit seinen 3 Kumpels, die sich nebenbei was fürs Wochenende verdienen wollen, die Sache mit ein paar Brennern schon längst über die Bühne gebracht.
Bei mir in der Firma wurden immer 10 EEPROMS auf einmal gebrannt, hatten da so ne Maschine mit 11 ZIF-Sockel, einer für den Master, 10 für die zu beschreibenden, die Daten wurden dann vom Master einfach auf die 10 kopiert
Also hier bei mir in der Firma können wir niemanden mal für nen Wochenende oder die Sommerferien einstellen. Ich denke auch, dass das jedem anderen etwas größeren Betrieb ähnlich geht. @Rene: So Beschreibergeräte kenne ich nur für DIP Gehäuse. Es würde mich ja fast wundern wenn nicht, aber gibts sowas auch für SMD oder gar BGA?
Ich mache es so, das auf jeder Platine eine kleine 2-reihige SMD-Stiftleiste ist, an die das Programmiergerät angeschlossen wird.
Icke_Wa schrieb: > Also hier bei mir in der Firma können wir niemanden mal für nen > Wochenende oder die Sommerferien einstellen. Ich denke auch, dass das > jedem anderen etwas größeren Betrieb ähnlich geht. :-) Wenn der Arbeitgeber meiner Ex-Holden wieder mal ein Entschuldigungsschreiben an alle seine Kunden rausgibt, weil der Strompreis wieder mal angehoben werden muss, dann haben meine Holde, ich und manchmal auch noch einer der Juniors das an einem Samstagnachmittag erledigt. Beim Arbeitgeber taucht dann eine zusätzliche Spesenrechnung für ein schönes Abendessen in einem der besseren Restaurants auf und alle haben ihre Freude. Klein ist der Arbeitgeber nicht gerade. Nö, kann man bei ca 1500 Angestellten wirklich nicht sagen.
Schau Dir das mal an: http://www.microchipdirect.com/ProductDetails.aspx?Catalog=BuyMicrochip&Category=25LC256&mid=1&treeid=3 Da hast Du überall einen Link, um den Flashinhalt hochzuladen. Alle Prozessoren und Speicherbausteine kannst Du vorprogrammiert bestellen, auch wenn es nur 100 oder 1000 Stück sind. fchk
Kommt doch auch auf die EEPROMS draufan. Soll der EEPROM "NUR" vom uC oder Prozessor als Datenspeicher benutzt werden, so kann der uC oder Prozessor beim ersten Start "Defaultwerte" in den EEPROM schreiben.
Icke_Wa schrieb: > @Rene: So Beschreibergeräte kenne ich nur für DIP Gehäuse. Es würde mich > ja fast wundern wenn nicht, aber gibts sowas auch für SMD oder gar BGA? Die Geräte sind zwar bei uns noch aufgebaut aber sagen wir es so, ich habe diese Geräte in den 1 1/2 Jahren wo ich schon für meine Firma arbeite nicht in Betrieb gesehen (naja abbauen von solchen Arbeitsplätzen ist eh sinnlos, wir haben genügend Platz und ziehen eh nächstes Jahr um), sind wie du erwähnt hast auch nur für DIPs, bezüglich SMD ist mir in der Richtung nichts bekannt
@ Karl Heinz: Ich brauch deinen Chef :P Wenn ich das hier vorschlagen würde, kriege ich nen tödlichen Blick, ne Moralpredigt und meine Entlassungspapiere :P In Sachen Bürokratie ist der Laden hier so richtig gut ^^ aber ich merks mir das wenn ich mal den Arbeitgeber wechsle :P @Frank: Der Microchiplink sieht interessant aus. Da werd ich mal etwas weiter drinne rumschauen. @Peter: Klar so kann mans auch machen, allerdings ist ja grade heut zu Tage wo alles kleiner werden soll, so ne Programmierschnittstelle auch schonmal nen no go. @Rattle: Mein Gedankengang lag eher auf Chips, die sich ihre Firmware vom Eeprom holen. Vorher geht bei solchen Chips in der Regel nicht viel.
Also ich kenne folgende Varianten: - man kauft sie programmiert. Microchip bietet den Service auch für geringere Stückzahlen an - man programmiert sie am ICT-Adapter - man programmiert sie am Funktionstest durch den Controller oder wasauchimmer - Die Firmware macht das beim ersten Booten. Für die zweite und dritte Variante muss das auch in der Schaltung möglich sein. Man muss z.B. den Controller im Reset halten. Ich habe es schon gehabt, dass der Prüfer händisch einen Nadeladapter draufhalten musst. Das ist meiner Meinung nach aber eine Lösung für wenige Stück.
Frag mal bei Deinen Distributoren nach. Ich habe das schon von verschiedenen Distributoren gehört, dass sie einen Programmierservice anbieten. Dort wird das direkt von der Maschine gemacht. Gerade bei so stupiden Tätigkeiten wie 1000* das Eeprom in den Brenner stecken werden die Leute schnell abgestumpft, und dann wird das Eeprom schon mal aus dem Brenner genommen, kurz bevor der fertig ist. Gruß, Stefan
@Stefan: Eben! Deswegen hatte ich mich auch gewundert, dass das bei mittelgroßen Stückzahlen nicht anders gehen soll. Das spricht auf jedenfall für Microchip @WehOhWeh: Der ICT ist das Dingen was ich nur für DIP kenne oder? Wie schauts aus mit SMD und BGA?
Icke_Wa schrieb: > @Peter: Klar so kann mans auch machen, allerdings ist ja grade heut zu > Tage wo alles kleiner werden soll, so ne Programmierschnittstelle auch > schonmal nen no go. http://www.tag-connect.com/
Wenn deine Platine ein JTAG Interface hat und die Eproms über Boundary Scan irgenwie ansprechbar sind, macht dir das dein Bestücker beim In-Circuit Test gleich mit.
Icke_Wa schrieb: > @WehOhWeh: Der ICT ist das Dingen was ich nur für DIP kenne oder? Wie > schauts aus mit SMD und BGA? Das ist doch scheißegal, was für ein Gehäuse der Chip hat, solange die Pins über entsprechende Testpunkte kontaktierbar sind.
Genau wie Stefan sagt: EBV machts, Future machts, Arrow machts usw
Icke_Wa schrieb: > Müssen dann 1000 Eeproms peer Hand programmiert werden oder > gibts da Dienstleister, die sowas übernehmen? Damit verlagerst du das Problem aus deinem Horizontbereich zum Dienstleister, löst es aber nicht wirklich. Der Dienstleister stände wieder vor dem Problem, dass er 1000 EEProms liegen hat, die programmierst werden müssen.
ICT-Tester schrieb: > Pins über entsprechende Testpunkte kontaktierbar sind. KontaktSICHER? Bei 1000 Stück? Das halte ich eher für ein Elektronik-Lotto. Entweder programmiert bestellen oder evtl. über Leiterplatte während des Funktionstests eingelötet betanken (was mehr Zeit braucht).
oszi40 schrieb: > ICT-Tester schrieb: >> Pins über entsprechende Testpunkte kontaktierbar sind. > > KontaktSICHER? Bei 1000 Stück? Das halte ich eher für ein > Elektronik-Lotto. Wenn Du wüsstest, dass das in der Handyproduktion Standard ist, und wenn Du die Stückzahlen dort betrachten würdest, dann würdest Du anderer Meinung sein. fchk
> Bei mir in der Firma wurden immer 10 EEPROMS auf einmal gebrannt, > hatten da so ne Maschine mit 11 ZIF-Sockel, einer für den Master, > 10 für die zu programmierenden Der Fachbegriff lautet Gang-Programmierer (Gang = Gruppe). > Der Dienstleister stände wieder vor dem Problem, dass er > 1000 EEProms liegen hat, die programmierst werden müssen. Da dieser aber öfters Kunden mit diesem Wunsch hat, lohnt es sich für ihn, einen Programmier-Vollautomat zu beschaffen. TO: handelt es sich um ein serielles oder paralleles Eeprom? Bei parallel kann man darüber nachdenken, einen kleinen µC danebenzusetzen, der die Daten seriell entgegennimmt und das Eeprom programmiert. Software ändert sich ab und zu, dann sind Updates fällig. Wie praktisch, wenn das einfach geht.
Bed-of-nails hat man normal sowieso zum testen... dort z.B "nebenbei" den controller mit mini-bootloader beschreiben und nach dem einbau dann über ein sowieso zum endtest benötigtes interface mit der für das jeweilige gerät benötigten firmware flashen... damit steht dann die richtige seriennummer, type, usw auch gleich im gerät... alternativ alles per jtag zusammen hängen und so alles flashen... nur ist bei sowas jtag oft langsamer da man schnell lange leitungen und viele chips auf der chain hat... darum lieber kleine firmware drauf die gerade reicht um den rest dann etwas parallelisierter zum bestimmungsort zu schieben :) 73
Also ich kenne das sowohl als Dienstleistung zum Beispiel www.semitron.de oder man leistet sich eben mal einen inline programmer www.dataio.de Wobei natürlich klar ist das man so was nicht für ein Taschengeld bekommt :-)
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