Hallo, meine Fritzbox ist so eingestellt, dass sie nachts das WLAN abschaltet. Ein permanent eingeschalteter WiFi Music Player versucht dann die ganze Nacht, Verbindung mit der Fritzbox herzustellen und häufig hängt er sich dabei auf, denn es kommt dann keine Verbindung mehr zustande, wenn sich das WLAN wieder einschaltet - ich muss den Music Player also kurz von der Stromversorgung trennen. Jetzt habe vor, ihn entsprechend WLAN Status ein/-auszuschalten. Dazu würde sich die Fritzbox WLAN LED anbieten, die man evtl. anzapfen und als Steuersignal verwenden könnte. Der Mikrocontroller, der das WLAN LED Steuersignal auswerten soll, soll vom 5V Adapter des Music Players mit versorgt werden - ist also ein anderer Stromkreis als der der Fritzbox. Wie muss ich vorgehen, wenn - die WLAN LED über + geschaltet wird (+ Steuersignal an Mikrocontroller-Eingang und die GNDs beider Stromkreise zusammenschliessen?) - die WLAN LED über GND geschaltet wird (?!?!?) Danke für alle Antworten Matthias
Wenn du das wirlich machen willst: fritzbox LED durch einen optokoppler ersetzen (einen der mit 1mA auskommt!) - was danach okommt kann der box egal sein. aber mal die prakmatische lösung: zeitschaltuhr benutzen oder wlan einfach eingeschaltet lassen (du wirst emv technisch sowieso gegrillt...mit oder ohne wlan...)
Warum schaltest Du den Player nicht mit einer Zeitschaltuhr nachts ab? WS
Matthias schrieb: > Wie muss ich vorgehen, wenn Wenn du einen Optokoppler verwendest, ist das egal, dessen Eingangs-LED ist ja potentialfrei und funktioniert wie die LED der Fritzbox. Es kann allerdings sein, dass die Spannung nicht für den Betrieb von 2 LEDs in Serie ausreicht, dann müsstest du mit dem Optokoppler eine eigene WLAN-LED ansteuern (wenn du es nicht sowieso an deinem Player siehst). Georg
WS schrieb: > Warum schaltest Du den Player nicht mit einer Zeitschaltuhr nachts > ab?... Weil ich so nichts zu basteln habe und da ich gerade beginne, mich mit Elektronik / Mikrocontrollern zu beschäftigen! Georg schrieb: > Wenn du einen Optokoppler verwendest, ... Gibt es da fertige Bausätze/Bauteile? Habe Optokoppler schon häufig gehört, kann im Moment aber (noch) nichts damit anfangen Grüsse Matthias
Matthias schrieb: > WS schrieb: >> Warum schaltest Du den Player nicht mit einer Zeitschaltuhr nachts >> ab?... > Weil ich so nichts zu basteln habe und da ich gerade beginne, mich mit > Elektronik / Mikrocontrollern zu beschäftigen! Dann vergiss bitte die Idee, jeden Pups mittels MC machen zu wollen. Manchmal kann das bei Massenproduktion aus Kostengründen sinnvoll sein, aber in der heimischen Bastelbude darf es -IMO- gerne auch noch KISS sein, insbesondere als Anfänger. > Georg schrieb: >> Wenn du einen Optokoppler verwendest, ... > Gibt es da fertige Bausätze/Bauteile? Habe Optokoppler schon häufig > gehört, kann im Moment aber (noch) nichts damit anfangen Suchmaschine, Optokoppler eintippern?
Jupp schrieb: > Suchmaschine, Optokoppler eintippern? Das hatte ich schon getan -> 440000 Ergebnisse s. meinen 2. Post > ... ich gerade beginne, mich mit > Elektronik / Mikrocontrollern zu beschäftigen! Evtl. ist ja jemand so freundlich, mir bei der Auswahl des richtigen Optokopplers für diese Anwendung zu helfen Gemessen habe ich an der LED 3,2 V/1,9 V vor/nach Vorwiderstand Wenn ich das im Artikel Gelesene richtig verstanden habe, kann ich den passenden Optokoppler mit Vorwiderstand (???) direkt parallel zur WLAN LED anschliessen und die Sekundärseite als Steuereingang für Mikrocontroller/Transistor nutzen - korrekt? Grüsse Matthias
Du könntest auch einen LDR über der WLAN LED anbringen mit einem Transistor dahinter. Dann müsstest du du Fritz Box nicht öffnen und drin rumlöten.
Lochrasterfan schrieb: >... Dann müsstest du du Fritz Box nicht öffnen und drin rumlöten. Schon passiert - WLAN LED ist an K und A angezapft vor dem Vorwiderstand und eine zus. externe Low Current LED mit 330 Ohm Vorwiderstand beeinflusst die interne bzgl. Helligkeit nicht Wie geht's weiter - bekomme ich Hilfe bei Auswahl des richtigen Optokopplers?? Matthias
Ich würde da einen TLP627 nehmen. Den gibt's in 1-fach-, 2-fach- und 4-fach-Ausführung; 1-fach reicht bei Dir. Andernfalls hättest Du noch Kanäle frei, falls Du zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere LED anzapfen willst. Vorteil bei dem Typ ist die große Current Transfer Ratio wegen der Darlington-Schaltung in der Ausgangsstufe. D.h., es reicht ein kleiner Strom durch die Optokoppler-LED, z.B. 1 mA. Flussspannung ist in der Größenordnung 1 V.
Habe ein 5V Reed Relais mit 510 Ohm Spulenwiderstand gefunden und getestet. Zieht sauber an und würde 3,2 V / 510 Ohm = 6,3 mA benötigen (wenn meine Anfängerkenntnisse das richtig sehen). Freilaufdiode ist auch drin - könnte das eine Dauerlösung sein? Grüsse Matthias
Das ist aber etwas "auf Kante genäht" mit 3,2 V für ein 5 V-Relais. KANN funktionieren, muss aber nicht...
Habe mich in Sachen Optokoppler versucht einzulesen und zu berechnen mit folgenden Ergebnissen: Der vorgeschlagene TLP627 bei den einschlägigen Händlern nicht verfügbar Gewählt und bestellt: TLP 621 Typ. Vorwärtsspannung: 1,15 V Typ. Vorwärtsstrom: 10 mA Max. Vorwärtsspannung: 1,3 V Max. Vorwärtsstrom: 60 mA Collector-Emitter-Spannung: 55 V Collector-Strom: 50 mA CTR: 50 - 600 % Gemessende Spannung nach Leitungsverlusten: 3,17V Vorwiderstand: (3,17V - (1,15V + 1,3V) / 2) / 10mA = 195 Ohm -> 220 Ohm Anschluss an Mikrocontroller wie hier http://www.mikrocontroller.net/attachment/194966/schaltung_1.png aus Thread Beitrag "Eingang Attiny von Optokoppler" Ist das so korrekt? Falls ja, könnte ich den Widerstand zwecks Stromverbrauch noch erhöhen und bis zu welchem Wert wäre es möglich - 1k5 wären ca. 1,3mA Das getestete Reed Relais benötigt wie erwähnt nur 6,3mA, somit wäre Optokoppler mit 10mA verschwenderischer. Grüsse Matthias
Wieso schreibst Du "(1,15V + 1,3V) / 2"? Soll das eine Art Mittelwert sein? --> Die typischen 1,15 V beziehen sich auf den typischen Strom von 10 mA, kannst also mit 1,15 V bei 10 mA rechnen. Die Schaltung im verlinkten Bild passt, würde ich auch so machen. Mit einer CTR von im Worst Case 50 % (habe das Datenblatt nicht angesehen, ich beziehe mich auf Deine Angaben) könntest Du bei 1,3 mA LED-Strom bis zu 0,65 mA schalten. Da Du am Ausgang mit 10 kOhm deutlich weniger Strom schalten musst, sollte das klappen. Mir fällt gerade auf, dass für diese Anwendung ein Darlington-Optokoppler nicht mal notwendig ist. Da reicht also sogar ein Wald und Wiesen-Optokoppler.
Danke für die Antwort - Optokoppler funktioniert mit 1k5 einwandfrei. Allerdings neues Problem: solange am Ausgang nur eine LED angeschlossen ist, funktioniert die ganze Schaltung tadellos. Wenn ich aber den Music Player anschliesse und Pin2 auf HIGH geht, führt der Mikrocontroller einen Reset durch. Vermute, dass der Music Player beim Einschalten zuviel Leistung benötigt und habe - ohne wirklich zu wissen was ich tue - mit Kondensatoren experimentiert (s. Anhang). Der 1000uF direkt am Platineneingang schafft Abhilfe, der 47uF am Mikrocontrollereingang schafft Besserung. Bin ich mit den Kondensatoren auf dem richtigen Weg und falls ja, wo ist die korrekte Einbauposition? An dieser Stelle möchte ich mich selbst von weiter oben zitieren Matthias schrieb: > ... und da ich gerade beginne, mich mit > Elektronik / Mikrocontrollern zu beschäftigen! Das ist auch der Grund, warum ich nicht mit einem professionellen Schaltplan dienen kann Danke für alle Anzworten Matthias
Falls der Programmcode relevant ist
1 | #include <avr/sleep.h> |
2 | #include <avr/interrupt.h> |
3 | |
4 | const int dRWLAN = 0; |
5 | |
6 | const int dWPowerOff = 1; |
7 | const int dWPowerOn = 2; |
8 | const int dWPoti = 3; |
9 | |
10 | const int aRDelay = A2; |
11 | |
12 | |
13 | void setup() {
|
14 | |
15 | pinMode(dRWLAN, INPUT); |
16 | |
17 | pinMode(dWPowerOn, OUTPUT); |
18 | digitalWrite(dWPowerOn, LOW); |
19 | |
20 | pinMode(dWPowerOff, OUTPUT); |
21 | digitalWrite(dWPowerOff, HIGH); |
22 | delay(500); |
23 | digitalWrite(dWPowerOff, LOW); |
24 | |
25 | pinMode(dWPoti, OUTPUT); |
26 | digitalWrite(dWPoti, LOW); |
27 | |
28 | pinMode(4, INPUT); |
29 | |
30 | } |
31 | |
32 | |
33 | void sleep() {
|
34 | |
35 | GIMSK |= _BV(PCIE); // Enable Pin Change Interrupts |
36 | PCMSK |= _BV(PCINT0); // Use PB0 as interrupt pin |
37 | ADCSRA &= ~_BV(ADEN); // ADC off |
38 | set_sleep_mode(SLEEP_MODE_PWR_DOWN); // replaces above statement |
39 | |
40 | sleep_enable(); // Sets the Sleep Enable bit in the MCUCR Register (SE BIT) |
41 | sei(); // Enable interrupts |
42 | sleep_cpu(); // sleep |
43 | |
44 | cli(); // Disable interrupts |
45 | PCMSK &= ~_BV(PCINT0); // Turn off PB0 as interrupt pin |
46 | sleep_disable(); // Clear SE bit |
47 | ADCSRA |= _BV(ADEN); // ADC on |
48 | |
49 | sei(); // Enable interrupts |
50 | |
51 | } |
52 | |
53 | |
54 | ISR(PCINT0_vect) {
|
55 | } |
56 | |
57 | |
58 | //Schaltet, wenn sich einstellbar 2-10sek der LED Status nicht ändert |
59 | ///(um das Geblinke beim Starten/Beenden des WLAN zu puffern |
60 | void SetPower() {
|
61 | int dR; |
62 | int dRTmp; |
63 | int chkdelay; |
64 | int cnt = 0; |
65 | int blinkcnt = 0; |
66 | int state = HIGH; |
67 | digitalWrite(dWPoti, state); |
68 | chkdelay = 20 + analogRead(aRDelay)/12.7875; |
69 | dR = digitalRead(dRWLAN); |
70 | while (cnt < chkdelay) |
71 | {
|
72 | delay(100); |
73 | dRTmp = digitalRead(dRWLAN); |
74 | if (dRTmp != dR) |
75 | {
|
76 | cnt = 0; |
77 | dR = dRTmp; |
78 | } |
79 | else |
80 | {
|
81 | cnt++; |
82 | } |
83 | blinkcnt++; |
84 | if (blinkcnt % 5 == 0) |
85 | {
|
86 | state = 1 - state; |
87 | digitalWrite(dWPoti, state); |
88 | } |
89 | } |
90 | digitalWrite(dWPoti, LOW); |
91 | digitalWrite(2 - dR, HIGH); |
92 | delay(250); |
93 | digitalWrite(2 - dR, LOW); |
94 | } |
95 | |
96 | |
97 | void loop() {
|
98 | |
99 | SetPower(); |
100 | |
101 | sleep(); |
102 | |
103 | } |
Blöde Frage, aber was soll es ernsthaft bringen, WLAN nachts auszuschalten? Die Einsparungen beim Stromverbrauch sollten sich auf den Bruchteil eines Watts beschränken.
Es gibt keine blöden Fragen, nur ab und zu dumme Antworten. drama schrieb: > Die Einsparungen beim Stromverbrauch sollten sich auf den > Bruchteil eines Watts beschränken. Nicht, wenn man alle permanent eingeschalteten WLAN Geräte dazurechnet - der Music Player ist ja nur ein Beispiel. Ist doch auch bequem, wenn alle WLAN Geräte bei eingeschaltetem WLAN automatisch mit verfügbar sind. Ausserdem geht es vorrangig darum, dass ich mich - als komplett branchenfremder - etwas in das Thema Elektronik/Mikrocontroller einarbeiten will und bevor ich einfach LEDs blinken lasse, suche ich mir lieber ein Ziel mit - zumindest etwas - Sinn.
Wird der Music Player von dem Relais geschaltet? Es kann natürlich sein, dass die (leeren) Kondensatoren auf der Versorgungsschiene beim Einschalten zu viel Strom ziehen und deshalb die Spannung einbricht. Sowas kann man mit einem Digitaloszi sehr gut sehen. Gehört sich eh zur Grundausstattung eines (zukünftigen) Hobbyelektronikers. :-) Ein Widerstand zur Strombegrenzung würde evtl. helfen. Leider ist dies nicht möglich, wenn der Player zu viel Strom zieht, weil dann der Spannungsabfall zu groß wäre. Ich habe mir den Quellcode nicht genau angesehen. Evtl. ist auch da was falsch und der Controller führt einen Reset durch. Das kannst Du aber relativ leicht testen, indem du den Player abklemmst und siehst, ob es dann geht.
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