Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik seltene oder ungewöhnliche alte Bauelemente


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von Johannes R. (oa625)


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Hallo!

Da ich nicht den Thread von Karl-Heinz M.
( Beitrag "Nostalgie: Transistoren und Dioden" ) kapern wollte, 
möchte ich Euch hier einige alte Bauelemente (nicht nur Halbleiter) 
zeigen:

- eine gasgefüllte Miniatur- Fotozelle NK/3394 mit OVP und Prüfschein
  Herst.: DGL Pressler, 1960er Jahre , Preis 16,45 DDR-Mark

- einen 4-fach Glimmstabilisator StR 280/80
  280V/80mA, mit 4x70V Glimmstrecken,
  Herst.: WF (Werk für Fernsehelektronik)
  selten, bisher konnte ich im iNet nur Glimmstabis mit 280V/40mA finden

- Quarz glasgekapselt, QD8FS  574,975kHz
  Herst.: NARVA

- Transistor KT318, Si-NPN, 20V/20mA/30mW/430MHz
  hergestellt 1977 in der UdSSR
  Gehäuse: Plastik ca. Ø0,7mm, Anschlussdrähte Ø0,05mm

- ein Ge- Diodenpärchen 2OA646 aus einem teiltransistorisiereten
  S/W- Fernsehgerät "Sybille 108" aus den 1960ern
  Die Ge-Dioden wurden damals auf solchen Abstandshaltern auf
  Leiterplatten verbaut, um die Hitzeeinwirkung  beim Schwall-Löten der
  Leiterplatte zu reduzieren.

Vielleicht finden sich woanders noch einige Raritäten?

Viele Grüße
Johannes (der Alte)

von michael_ (Gast)


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Johannes R. schrieb:
> - eine gasgefüllte Miniatur- Fotozelle NK/3394 mit OVP und Prüfschein
>   Herst.: DGL Pressler, 1960er Jahre , Preis 16,45 DDR-Mark

Solche Photozellen nicht starken Licht/Tageslicht aussetzen!
Schnell wieder rein in die Schachtel!

von 0815 (Gast)


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Der Transistor ist ja krass. Warum hat der denn so ein riesiges Gehäuse 
mit dadurch ewig langen Drähten?

von 0815 (Gast)


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Ok, das ist nur die Verpackung...verstehe. In dem Fall ist das ja ein 
superkleines Gehäuse, warum ist sowas 40 Jahre später meist immer noch 
deutlich größer??

von Tom (Gast)


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Johannes R. schrieb:
> - Transistor KT318, Si-NPN, 20V/20mA/30mW/430MHz [...]
>   Gehäuse: Plastik ca. Ø0,7mm, Anschlussdrähte Ø0,05mm

Krass.
Wo hat man sowas eigentlich verbaut? Irgendwelche 
Militär-/Spionage-Geschichten? 430MHz schafft man auch mit handlicheren 
Gehäusen und Plastik war in der UdSSR wohl auch nicht dermaßen knapp ;).

von Ulrich H. (lurchi)


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Der große Kunststoff-Teil dürfte nur die Verpackung sein, damit das gute 
Teil nicht verloren geht, oder die Beinchen verbiegen.

von U. M. (oeletronika)


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Hallo,
> 0815 schrieb:
> warum ist sowas 40 Jahre später meist immer noch
> deutlich größer??
meinst du diese Größe:
http://www.hardware-infos.com/img/startseite/klein/intel_core_i7-3930k.jpg
-> Kleiner Unterschied, das sind ein paar Millarden Transistoren

oder meist du diese in der Größe ca. 1mm x 1mm
http://www.nxp.com/documents/data_sheet/PMXB40UNE.pdf
-> Kleiner Unterschied, der ist nicht für 20mA, sondern für 3A.

oder meist du diese in der Größe 5mm x 6mm
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/irfh6200pbf.pdf
-> Kleiner Unterschied, der ist nicht für 20mA, sondern für 100A.

Gruß Öletronika

von sporadischerBesucher (Gast)


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U. M. schrieb:
> Hallo,

> meinst du diese Größe:
> http://www.hardware-infos.com/img/startseite/klein/intel_core_i7-3930k.jpg
>
> oder meist du diese in der Größe ca. 1mm x 1mm
........blabla
>
> Gruß Öletronika

Nein, ich denke das alles meinte er nicht. Er meinte einen ganz normalen 
Transistor mit bedrahteten Anschlüssen.

Aber nett daß nochmal jemand darauf hingewiesen hat, daß es inzwischen 
Mikroprozessoren gibt, das wäre mir glatt entfallen...

von Johannes R. (oa625)


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Ulrich H. schrieb:
> Der große Kunststoff-Teil dürfte nur die Verpackung sein, damit das gute
> Teil nicht verloren geht, oder die Beinchen verbiegen.

@ Ulrich H.:
Genauso ist es!
Der kleine grüne Fliegendreck ist der Transistor, übrigens ein Si-NPN.
Und durch die 3 Löcher im durchsichtigen Deckel kann man mit Tastern die 
Anschlüsse kontaktieren, um das Bauelement auszumessen. Ein Herausnehmen 
und Anschließen zu Meßzwecken ist nämlich so gut wie unmöglich.

Ich denke, der Chip wurde getaucht oder die Vergussmasse 
daraufgetröpfelt, denn jedes Bauelement sieht etwas anders aus. Die 
meisten meiner Exemplare sind kugelförmig im Gegensatz zum Foto und 
teilweise noch etwas kleiner.

Ich bin kein Grobmotoriker, aber ich möchte die Dingerchen nicht 
verarbeiten müssen! Ich kann mir nur eine Fixierung des "Körpers" auf 
der Platine mit Kleber und danach das Verlöten vorstellen.
Aus eigener Erfahrung bestätigen kann ich jedoch, dass unvorsichtiges 
Hantieren mit der Pinzette die Teile auf Nimmerwiedersehen davonhüpfen 
lässt und dass der Versuch, verbogene Beinchen wieder auszurichten, 
meist mit einem "Beinbruch" endet.

Wo die Transistoren eingesetzt wurden, wird man wohl kaum erfahren.
Raumfahrt wäre möglich wegen des (nicht vorhandenen ;-)) )Gewichtes, 
Spionage- wer weiß?

@ Oeletronika:
Wie 0815 schon schrieb:
> warum ist sowas 40 Jahre später meist immer noch deutlich größer??
Es geht um ein fast 40 Jahre altes Bauelement! Wenn NXP heute MOSFETs in 
1mm*1mm herstellt, umso besser für uns!

Gruß
Johannes

von Praktiker (Gast)


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Hallo,

wobei beachtet werden sollte, das "nur so" die kleinen Baugrößen nicht 
praktisch nutzbar sind - ein entsprechender Kühlkörper, und sei es nur 
als geeignetes Platinendesign, ist immer noch notwendig...
Leider auch das Hauptproblem bei Leistungsstarken LED was wirklich 
kleine und gleichzeitig helle Strahler, im Sinne von Leuchten und 
Lampen, verhindert.

Praktiker

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