Guten Tag,
Ich arbeite zurzeit an einem Projekt, um einen Alkoholsensor mit dem
Arduino zu bauen. Code, sowie Elektronik klappt auf dem Breadboard
, allerdings habe Ich noch nie mit einer CAD Software ein PCB designet.
Da der Transport auf dem Breadboard nur minder gut funktioniert,
wollte Ich nun ein PCB für das Projekt erstellen.
Angehängt habe ich 1 Bild. Jene zeigt eine mit Fritzing
vektorisierte Darstellung meines aktuellen Aufbaus auf dem Breadboard.
In dieser Zeichnung ist nicht zu sehen, dass auf dem Arduino
noch ein LCD Shield sitzt. Da jenes jedoch einfach auf den Arduino
draufgesteckt wird, ist das für das PCB irrelevant.
Nun mal zum groben Verständnis wie der Sensor funktioniert: Zu Beginn
schreibt das LCD "Bereit". Wenn ein Knopf gedrückt wird,
biept ein Buzzer kurz und der Benutzer wird aufgefordert in den
Alkoholsensor zu pusten. Nach x Sekunden ertönt der Buzzer erneut,
um zu signalisieren, dass der Benutzer aufhören kann zu pusten. Der
Sensorwert wird gemessen und anhand des Wertes wird eine
Reihe von LEDS (grün,gelb,rot) beleuchtet. Da die Reihe aus mehr als 3
LEDS besteht (siehe Bild) werden jene mit 2 Schieberegistern
angesteuert.
Meine großen beiden Fragen sind eigentlich: Wie löse ich es am besten,
sodass das Projekt handlich und transportfähig wird ?
Da wäre meine momentane Antwort ein PCB, jedoch wenn es noch bessere
Möglichgkeiten gibt gerne her damit.
Die Verbindung zum Arduino ist benötigt, da ich den Sensorwert auch über
den SerialPort an ein Programm schicken muss.
Denkbar wäre hier aber auch auf den Arduino zu verzichten, dann müsste
jedoch ein programmierbarer Chip + ein LCD und ein USB-Connector mit
aufs Board.
Frage 2: Wie würdet ihr das PCB designen ? Denn dadurch das die Logik
auf dem Arduino läuft müsste ich ja sämtliche Komponenten, um sie
ansteuern zu können auch mit dem Arduino
verbinden, was wieder zu einigen Kabeln führen würde die ich dann löten
müsste an das LCD Shield, damit es transportfähig wird.
Ich warte gespannt auf eure Ideen wie ich das am besten realisiere und
falls jemand eine Idee & Zeit & Lust hat bin ich auch nicht abgeneigt
für einen Betrag X das Designen und Erstellen des
Boards in Auftrag zu geben.
Jetzt Nicht schrieb:> Den Arduino gleich durch einen Controller ersetzen und alles auf einem> kleinen Board.. aber das wird deine Moeglichkeiten uebersteigen.
Sad but true.
Da du dich mit Arduino dafür entschieden hast, dass dir der eigentliche
Controller, seine Beschaltung und die Möglichkeiten seiner
Programmierung (z.B. ISP) herzlich egal sind, hast du nun die Quittung.
Du kannst ohne dein Board den Controller nicht betreiben und bist eben
dazu verdammt ständig mit losen Platinchen zu hantieren.
Du kannst jetzt natürlich diesen Weg, der von großem Übel ist, verlassen
und in Zukunft deine Schaltungen ohne Arduino Bördchen aufbauen. Dann
ist es sehr einfach, ein eigenes kleines PCB für seine Anwendung zu
erstellen.
Aber wenn du das könntest oder auch nur wolltest, hättest du gar nicht
erst mit Arduino angefangen.
Mach doch erst mal einen Schaltplan, entweder mit Fritzing oder
besser mit einem Layoutprogramm wie Eagle. o.a.. Dann kann man
das abschätzen. Statt Ardunio würde ich es mal mit einem passenden
Atmega versuchen. Den könnte man dann vermutlich leichter mit deiner
Schaltung in ein handliches Gehäuse unterbringen.
Hallo ctfw,
ganz so abwegig ist dein Unterfangen nicht. Du solltest dir erst
überlegen, ob du öfter eine Schaltung aufbauen möchtest, oder nur
gelegentlich.
Hast du vor dir öfter eine Platine zu machen, dann arbeite dich in ein
Layoutprogramm, wie Eagle ein. Das ist etwas zeitaufwändig, aber der
Aufwand lohnt sich. Du brauchst dafür auch einiges an Equipment.
Hast du vor nur gelegentlich etwas aufzubauen, so kannst du die
Schaltung auf eine Lochrasterplatine löten und die Verbindungen mit
Fäfeldraht herstellen. Das geht auch mit Arduino und du brauchst nur
Lochrasterplatinen, Fädeldraht und Lötkolben.
Beide Methoden sind im Internet hinreichend beschrieben. Ich mache von
komplexeren Schaltungen meist erst eine gefädelte Version und wenn alles
richtig Funktioniert, eine Platine.
Gruß. Tom
Vielen Dank schonmal euch. Ja habe mal mit dem Arduino angefangen weil
ich das Thema spannend fand und eher aus der Softwareentwicklung komme.
Jetzt merke ich aber auch selber die Limitierung dieser Plattform. Da
ich den Arduino noch hier liegen hatte, habe ich das erstmal damit
gemacht aber merke jetzt selber was Ihr jeweils geschrieben habt.
Naja ich würde es schon gern richtig machen, deswegen werde ich mich mal
bemühen das auf eine Platine zu bekommen und den steinigeren Weg zu
gehen.
Evtl auf Lochraster aufbauen... Vorprogrammierte Atmegas mit
Arduinobootloader bekommt man bei ebay. Ein FTDI IC um noch auf USB zu
kommen fertig.
Viel Erfolg.
G Ert
Verzichte auf das LCD, dein " Bereit " kannst auch mit den LEDs
anzeigen, einfach alle blinken lassen und wieder ausschalten, das sollte
dann der Start für die Messung sein.
Nimm ein kleineren Arduino (clone) nano oder was es sonst noch gibt, was
deine Arduino Software Umgebung unterstützt. Mache dafür eine kleine
Platine mit Schieberegister die genau auf die kleine passt.
andere Möglichkeit ist, schaue ob du nicht low currend LEDs nehmen
kannst und genug freie Pins hast, um die LEDs ohne Schieberegister zu
steuern.
ctfw schrieb:> Wie löse ich es am besten,> sodass das Projekt handlich und transportfähig wird ?
Arduino weg, richtigen uC drauf.
Aber Achtung, deine Schaltung ist keineswegs tauglich. So ein Sensor
braucht eine Temperaturkompensation, weil der Messwert stark
temperaturabhängig ist.
@ctfw (Gast)
>In dieser Zeichnung ist nicht zu sehen, dass auf dem Arduino>noch ein LCD Shield sitzt. Da jenes jedoch einfach auf den Arduino>Meine großen beiden Fragen sind eigentlich: Wie löse ich es am besten,>sodass das Projekt handlich und transportfähig wird ?
Mit einer gescheint Platine und einem gescheiten Steckverbinder. Es sind
ja nicht sooo viele leitungen, 5 Signale + VCC/GND.
>Da wäre meine momentane Antwort ein PCB, jedoch wenn es noch bessere>Möglichgkeiten gibt gerne her damit.
Eine Zwischenlösung ist eine Lochrasterplatine. Auch robust und man muss
sich erstmal nicht in ein PCB Programm einarbeiten.
Als Steckverbinder eignen sich 10pol. Wannenstecker. Die gibt es überall
und man kann sie einfach crimpem (Im Schraubstock).
>Denkbar wäre hier aber auch auf den Arduino zu verzichten, dann müsste>jedoch ein programmierbarer Chip + ein LCD und ein USB-Connector mit>aufs Board.
Lohnt sich nicht in diesem Fall. Du erfindest das Rad neu.
Den Button rechts oben mit der Beschriftung Leiterplatte hast du schon
entdeckt?
Ja ich weiss, Eagle und CO ist viiiiieeel besser! Ich selber komme bis
jetzt mit den Leiterplatten, über Fritzing designt, ganz gut zurecht.
Walta
Cyblord ---- schrieb:> Jetzt Nicht schrieb:>> Den Arduino gleich durch einen Controller ersetzen und alles auf einem>> kleinen Board.. aber das wird deine Moeglichkeiten uebersteigen.>> Sad but true.>> Da du dich mit Arduino dafür entschieden hast, dass dir der eigentliche> Controller, seine Beschaltung und die Möglichkeiten seiner> Programmierung (z.B. ISP) herzlich egal sind, hast du nun die Quittung.> Du kannst ohne dein Board den Controller nicht betreiben und bist eben> dazu verdammt ständig mit losen Platinchen zu hantieren.>> Du kannst jetzt natürlich diesen Weg, der von großem Übel ist, verlassen> und in Zukunft deine Schaltungen ohne Arduino Bördchen aufbauen. Dann> ist es sehr einfach, ein eigenes kleines PCB für seine Anwendung zu> erstellen.>> Aber wenn du das könntest oder auch nur wolltest, hättest du gar nicht> erst mit Arduino angefangen.
@Cybloard
du hast zuviel 'rudi' beiträge gelesen, das färbt ab -
was wolltest du jetzt eigentlich damit sagen?
was soll der TE jetzt machen?
*kopfschüttel
@ctfw
mach weiter so, wenn der arduino dir passt und du klar kommst damit,
bau deine schaltungen so auf.
du kannst die pins, die von deinem streckboard zum arduino gehen z.b.
auf ein stiftleiste oder buchse zeichnen, später kannst du dann von dort
aus, den arduino von deinem neuem PCB verbinden. z.b. mit einem
Pfostenstecker und nummerierten aderenden, dir dir zeigen, wohin diese
dann am arduino gesteckt werden müssen.
wenn es dir dann so gelingt, hast du ein PCB wo dein ganzer breadboard
aufbau drauf ist, eine schnittstelle für die verbindung zu einem
arduino, und den arduino selber.
wenn du ein proto shield nimmst, z.B. sowas:
http://www.electrodragon.com/product/arduino-mega-protoshield-pcb/
da kannst theoretisch und praktisch den aufbau auf dem breadboard
nachbauen, deine bauteile fest verbauen, verzinnen, kontaktieren und es
dann auf den arduino stecken. das wäre sozusagen eine vorabversion
deines PCB*S.
wie du es dann letzten endes machst, bleibt dir überlassen; wobei die
variante, atmega mit arduino bootloader dir insoweit hilft, beim arduino
konzept zu bleiben, nicht alles was man macht, muss schlecht sein,
manche hier verstehen nur nicht, wie man sich arduino antuhen kann und
andere verstehen die leute nicht. ich z.B.
dir geht es in erster linie um breadboard auf pcb bringen, dann mach das
im ersten schritt, und wer weiss, vieleicht im nächsten schritt packst
du den atmega auch gleich dazu.
nur mut!
;-)
Lass dich nicht zu sehr von den Leuten beeindrucken, die hier nur bei
Nennung des Namens "Arduino" zu hyperventilieren anfangen. Die mögen
vielleicht kompetent sein, verstehen Arduino aber nicht und können dir
daher deine Frage auch nicht beantworten. Das Problem ist: Arduino ist
eine hervorragend geeignete Plattform, um genau das, was du machen
willst, zu machen. Du gewinnst absolut nichts, wenn du auf
Hardcore-Microcontroller-Programmier-Code umsteigst, der Dank dafür ist,
dass du einen etwas kleineren Controller einsetzen kannst, der in
Stückzahlen weniger kostet. Ganz großes Kino.
Daher! Erster Schritt: Besorg dir einen Arduino-Nano-Klon. Der passt auf
ein Breadboard. Die Klone kosten so wenig, dass es wirklich sinnlos ist,
da noch mit Microcontroller und USB-UART uswusf. was aufzubauen, wenn
man keine besonders speziellen Anforderungen hat. Und die hast du ja
nicht. Der Arduino-Nano-Klon kann alles, was der Arduino auch kann, ist
aber deutlich kleiner. Deine Software ist also kompatibel und kann
einfach so übernommen werden.
Zweiter Schritt: Besorg dir ein LCD. Es ist nicht leicht, das LCD-Shield
in irgendein Projekt zu bauen, da die Arduino-Shield-Pinabstände etwas
... ungewöhnlich sind. Wenn du alles richtig verdrahtest (ich gehe jetzt
mal davon aus, dass du das hinkriegst, bei den anderen Komponenten hat's
ja auch geklappt), sollte die Software weiterhin ohne Änderung
funktionieren.
Dritter Schritt: Bastel dir die Platine. Da du jetzt die zwei größten
und nervigsten Komponenten (Arduino, LCD) klein bzw. über Kabel
anschließbar hast, muss auf die Platine wirklich nur noch das, was auf
deinem Breadboard sitzt. Wenn du sehr interessiert bist, kannst du
natürlich eine richtige Platine entwerfen. Alternativ dazu bieten sich
Loch- oder Streifenraster an. Ich finde das immer schrecklich, aber
viele Leute benutzen das wohl gerne. Wenn du Platz ohne Ende hast, gibt
es auch Lochrasterplatinen in der Konfiguration von Breadboards, d.h. du
kannst die Anordnung und Verdrahtung deiner Komponenten auf dem
Breadboard 1:1 übernehmen. Mir sind die immer zu teuer und zu
platzverschwenderisch, es ist aber zugegeben eine elegante Lösung.