Für den Raspberry Pi benötigt man, wie du schon festgestellt hast, eine
Zusatzplatine, die S/PDIF zur Verfügung stellt. Der Raspberry selbst hat
nur analogen Ton via 3,5mm-Klinke und digitalen über HDMI. Das geht ohne
Löten und Selbstbau nicht nur mit der in dem von dir verlinkten Thread
angesprochenen IQaudIO Pi-DAC+ (die Platine kannte ich noch nicht),
sondern auch - allerdings auch nur über Koax - mit der Wolfson/Cirrus
Logic Audio Card:
http://www.element14.com/community/community/raspberry-pi/raspberry-pi-accessories/wolfson_pi
Die Karte wird auch einfach auf den Erweiterungsport des Raspberry
gesteckt; bis zu 24 bit Auflösung bei 192kHz sind möglich. Aufpassen, es
gibt zwei Versionen der Karte, eine für die älteren Raspberrys mit der
26-poligen Erweiterungspfostenleiste und eine neuere für die aktuell
verfügbaren Raspberrys (A+/B+/2). Der Linux-Support für die Karte ist
leider etwas Gebastel mit Kernelpatches, wenn man nicht das von
element14 angebotene komplette SD-Karten-Image verwenden mag.
Mit rund 35-40€ für die Karte + nochmal 25-40€ für einen Raspberry
(+SD-Karte, Gehäuse, Akku für mobilen Betrieb und evtl. noch ein Display
und/oder Tasten zur Bedienung) ist das allerdings schon eine recht teure
Lösung und ein Stück(chen) Software braucht's ja auch noch, wobei das im
einfachsten Fall ein kleines Shellskript sein kann, je nach deinen
Anforderungen.
-- Michael