Forum: Offtopic Nissan und Mitsubishi planen günstiges Elektroauto 2016 / 2017


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von Jörg S. (joerg-s)


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Arc N. schrieb:
> Was haben die anderen Konzerne in den 13 Jahren gemacht seit
> Tesla gegründet wurde?
Elektro-Autos entwickelt und auf den Markt gebracht, Fabriken für Akkus 
gebaut, in Forschung investiert, Elektromotoren selbst gebaut, 
Karbonkarosserien in die Serie gebracht...

> 3) den 465 Mio USD Kredit, den Tesla mal vom Staat bekommen hatte,
> hatten sie 4 Jahre später zurückgezahlt.
Aber nicht mit Geldern aus Gewinn.

von Axel L. (axel_5)


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Jörg S. schrieb:
> Arc N. schrieb:
>> Was haben die anderen Konzerne in den 13 Jahren gemacht seit
>> Tesla gegründet wurde?
> Elektro-Autos entwickelt und auf den Markt gebracht, Fabriken für Akkus
> gebaut, in Forschung investiert, Elektromotoren selbst gebaut,
> Karbonkarosserien in die Serie gebracht...
>
Und mit all dem Aufwand haben sie dann 160km Reichweite hinbekommen.

Irgendwie scheinen mir die Prioritäten optimierungspotential zu haben.

Gruss
Axel

von J.-u. G. (juwe)


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Axel L. schrieb:
> Und mit all dem Aufwand haben sie dann 160km Reichweite hinbekommen.

Angesichts der Zeit und all des Aufwands, die bisher in Kfz mit 
Verbrenner investiert wurden, um damit auf 800 bis 1000km Reichweite zu 
kommen, sind die 160km doch gar nicht mal so schlecht.

von G. C. (_agp_)


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Axel L. schrieb:
> Da hat wohl gerade jemand für zigtausende Euros einen EURO-5 Diesel mit
> grüner Plakette gekauft und stellt jetzt fest, dass das ein ziemlicher
> Schuss in den Ofen war.

Da muss ich dich enttäuschen. Ich fahre einen alten Benziner (mit grüner 
Plakette). Ich mag nur solche Willkür nicht, zumal ich das was hier 
abläuft bereits mit meinem letzten Benziner durchleben durfte. Der war 
zwar auch alt (ohne grüne Plakette), hatte aber gerade mal rund 100 Tsd. 
Km auf dem Tacho. Der fährt heute vermutlich irgendwo in Afrika herum 
und verbreitet dort munter seine Stickoxide weiter. So gesehen ein gutes 
Werk für die dort lebenden Mitbürger, die sich den deutschen grünen 
Umweltwahn nicht leisten können (oder wollen). Dem Planeten Erde ist es 
übrigens scheiß egal wo genau die Emissionsstelle ist. Aber hauptsache 
das grüne (deutsche) Gewissen ist jetzt beruhigt.

"Blaue Plakette : "An der Realität vorbei": Politik und Industrie laufen 
Sturm"

http://www.focus.de/finanzen/news/politik-und-industrie-kritisieren-plaene-fuer-blaue-plakette_id_5425019.html

: Bearbeitet durch User
von Timm T. (Gast)


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G. C. schrieb:
> So gesehen ein gutes
> Werk für die dort lebenden Mitbürger, die sich den deutschen grünen
> Umweltwahn nicht leisten können

Nun, dann hätten wir auch das bleifreie Benzin, den 3-Wege-Kat, den 
Rußpartikelfilter nicht einführen müssen, schließlich fahren in China 
bestimmt noch Autos ohne rum. Alles grüner Umweltwahn und Willkür. 
Genauso Emissionsfilter an Schornsteinen, Kläranlagen für Abwässer.

Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem eine Menge Zweitakter mit 
verbleitem Benzin rumfuhren, die Braunkohlekraftwerke ungehindert ihren 
Dreck abliesen und das Saalewasser jeden Tag eine andere Farbe hatte, je 
nachdem, was die Porzellanfabrik oder Schott oder Jenapharm gerade mal 
wieder loswerden wollten.

Mein bescheidener Eindruck ist, daß die Leute das nicht unbedingt 
wiederhaben wollen.

von G. C. (_agp_)


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Timm T. schrieb:
> Nun, dann hätten wir auch das bleifreie Benzin, den 3-Wege-Kat, den
> Rußpartikelfilter nicht einführen müssen

Das waren Innovationen, die Neuwagen betrafen und nicht wie bei den 
vorher angesprochenen Willkürgesetzen von heute auf morgen zu 
willkürlichen Fahrverboten in Innenstädten führten. Wenn man eine breite 
Akzeptanz für Belange der Umwelt herstellen möchte braucht es großzügige 
Übergangsfristen. Autos sind nun mal langlebige Gerätschaften (zumindest 
war das mal so), da kann man nicht plötzlich völlig neue Vorschriften 
aus dem Hut zaubern und sich dann wundern, wenn überall gemault wird. 
Wer mir als Bürger sowas aufs Auge drückt bekommt übrigens auch meine 
Wahlstimme nicht mehr. Weder auf Bundesebene, noch auf Landesebene, 
nicht mal bei Kommunalwahlen. Never.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Matthias x. schrieb:
> Politiker denken ....
?

von Arc N. (arc)


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Chris D. schrieb:
> Arc N. schrieb:
>> Kosten für Module z.Z.: 1280 €/kWp
>
> Davon abgesehen, dass der Kommentar hinter Falks Link schon einiges
> weglässt und überzieht, empfinde ich die angegebenen 90 kWh/Jahr für 1m²
> Solarzellenfläche als doch erfreulich hoch.
>
> Wenn ich das auf unsere Haus hier umrechne (3800kWh/a), dann hieße das,
> dass wir hier mit 43m² Fläche autark wären - vorausgesetzt, man hätte
> einen Energiespeicher.
>
> Sagen wir, ich hätte eine passende Batterie + Umrichter im Keller. Dann
> sollte man mit 50m² gut auskommen (wobei hier sicher noch Sparpotenziale
> beim Strom vorhanden sind).
>
> 50m² sind nicht so viel - unsere Südseite hier hat etwa 70m² Dachfläche.
>
> Nimmt man die 1280€/kWp als Grundlage und geht von 15% Wirkungsgrad aus,
> dann sind das etwa 7m² Solarzellen, die Investition in unsere
> Solarzellen betrüge also um die 9000€.
>
> Man könnte also zumindest Einfamilienhäuser durchaus so komplett mit
> elektrischer Energie versorgen.

Machbar wäre das, nur, und um wieder auf das Thema des Threads 
zurückzukommen, reicht das nicht, um auch noch das/die Elektroauto/s zu 
laden...
Bei 15000 km/Jahr und 15 kWh/100 km (Leaf) wären 2250 kWh zusätzlich 
nötig... Wobei die 15 kWh/100 km auch nur die Herstellerangabe ist. Beim 
ADAC brauchte der Leaf 1) 17.05 kWh/100 km in der Stadt, 24.81 kWh/100 
km auf der Autobahn und insg. 20.39 kWh/100 km.
Teslas Model S 85D 2) nicht wesentlich mehr: 21.7 kWh/100 km Stadt, 31.7 
kWh/100 km Autobahn, insg. 24.2 kWh/100 km
Was dann im Mittel etwa 3058 kWh (Leaf) bzw. 3630 kWh zusätzlich wären.

Ob das "Minicar" 3) 4), das Nissan und Mitsubishi elektrifizieren 
wollen, wesentlich weniger braucht... eher unwahrscheinlich, da dort 
fast nur der Rollwiderstand ausschlaggebend ist...
überschlägig, mal angenommen die kommen mit 1000 kg 4) aus, sind bei 50 
km/h der Rollwiderstand ~ 147 N (Leaf ~220 N, Tesla S ~309 N) und Fluft 
dagegen nur etwa 69 N, 85 N (Leaf), 87 N (Tesla S)

1) 
https://www.adac.de/_ext/itr/tests/Autotest/AT4719_Nissan_Leaf/Nissan_Leaf.pdf
2) 
https://www.adac.de/_ext/itr/tests/Autotest/AT5022_Tesla_Model_S_Performance/Tesla_Model_S_Performance.pdf
3) 
http://www.mitsubishi-motors.com/publish/pressrelease_en/corporate/2015/news/detailfa16.html
4) https://en.wikipedia.org/wiki/Mitsubishi_eK so sieht das aktuelle 
Modell aus

> Der Knackpunkt ist der Speicher.
> Meines Eindrucks nach wird da viel zu wenig geforscht :-/

"Overview of current development in electrical energy storage 
technologies and the application potential in power system operation" 
liefert einen ganz guten Überblick
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306261914010290

Beim Speicher sehe ich auch nicht die Probleme, da Platz und Gewicht 
kaum eine Rolle spielen und sich mehrere 
Parteien/Straßenzüge/Siedlungen/etc. entsprechend große Anlagen teilen 
könnten.

Jörg S. schrieb:
>> 3) den 465 Mio USD Kredit, den Tesla mal vom Staat bekommen hatte,
>> hatten sie 4 Jahre später zurückgezahlt.
> Aber nicht mit Geldern aus Gewinn.

Einfach mal in die Zahlen schauen...
https://beta.finance.yahoo.com/quote/tsla/financials?ltr=1

2015
Total Revenue 4.046 Mrd USD
Cost of Revenue 3.122 Mrd USD
Gross Profit 0.923 Mrd USD
2014 GP 0.881 Mrd USD
2014 GP 0.456 Mrd USD
dazu noch z.Z. 1.219 Mrd USD Cash And Cash Equivalents
Würden die nicht so viel investieren, hätten die noch mehr auf der hohen 
Kante (was aber nicht der Strategie und Persönlichkeit von Musk 
entsprechen würde..)

von Robert L. (lrlr)


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>dazu noch z.Z. 1.219 Mrd USD Cash And Cash Equivalents

wenn man sich aber "Income or Loss" anschaut, und vorallem den Trend, 
ist das bald mal aufgebraucht ...

und mit jedem Auto das sie bauen, machen sie mehr Verlust..

(er hat jetzt natürlich auch pech mit dem ölpreis)

ich bin ja auch begeistert vom model3 (so wie es auf dem Papier steht)
aber das was man jetzt als Prototyp sieht, ist schon irgendwie weit weg 
von einem massen- SerienAuto..

weiß eigentlich jemand WO die das model3 bauen wollen, da müsste ja 
schön langsam eine RIESEN Baustelle sein??

von Axel L. (axel_5)


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Robert L. schrieb:
>>dazu noch z.Z. 1.219 Mrd USD Cash And Cash Equivalents
>
> wenn man sich aber "Income or Loss" anschaut, und vorallem den Trend,
> ist das bald mal aufgebraucht ...
>
> und mit jedem Auto das sie bauen, machen sie mehr Verlust..

Nein, man schätzt, daß er an jedem Model S etwa 25% Marge hat, also etwa 
25000 US$. Und er steckt jeden Cent in die Entwicklung des Model 3.

Im Übrigen dürfte er mit 300.000 Bestellungen im Rücken gar kein Problem 
haben, an Kapital zu kommen.

Ein echter Unternehmer im Gegensatz zu den Managern, die unsere 
Autofirmen leiten.

> ich bin ja auch begeistert vom model3 (so wie es auf dem Papier steht)
> aber das was man jetzt als Prototyp sieht, ist schon irgendwie weit weg
> von einem massen- SerienAuto..
Naja, so ein paar Verbesserungen fallen mir ja auch noch ein.

>
> weiß eigentlich jemand WO die das model3 bauen wollen, da müsste ja
> schön langsam eine RIESEN Baustelle sein??
In der gleichen Fabrik wie das Model S, die ist für 500.000 Autos im 
Jahr ausgelegt.

Gruss
Axel

von Axel L. (axel_5)


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G. C. schrieb:
> Timm T. schrieb:
>> Nun, dann hätten wir auch das bleifreie Benzin, den 3-Wege-Kat, den
>> Rußpartikelfilter nicht einführen müssen
>
> Das waren Innovationen, die Neuwagen betrafen und nicht wie bei den
> vorher angesprochenen Willkürgesetzen von heute auf morgen zu
> willkürlichen Fahrverboten in Innenstädten führten. Wenn man eine breite
> Akzeptanz für Belange der Umwelt herstellen möchte braucht es großzügige
> Übergangsfristen. Autos sind nun mal langlebige Gerätschaften (zumindest
> war das mal so), da kann man nicht plötzlich völlig neue Vorschriften
> aus dem Hut zaubern und sich dann wundern, wenn überall gemault wird.

Wieso plötzlich ? Das war doch für jeden halbwegs intelligenten Menschen 
absehbar, spätestens als die Plaketten eingeführt wurden. Ich hatte hier 
schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass in anderen europäischen 
Stadten  Fahrverbote verhängt wurden und dass das bei uns auch kommen 
würde. Habe ich eine Menge "-" für eingesammelt, jetzt heulst Du hier 
rum, dass das unfair wäre.

Und was heisst Willkür ? Es gibt eine Menge Menschen in den Städten, die 
gesundheitliche Probleme mit der Luftqualität haben, es gibt 
ernstzunehmende Studien, dass es eine relevante Anzahl von Menschen 
gibt, die daran sterben. Und Du kommst jetzt hier ernsthaft an, und 
willst weiter Menschen vergasen, nur weil Du zu bequem bist ?

Ich finde es sowieso spannend, dass es immer noch Leute gibt, die z. B. 
VW Diesel kaufen, ich würde so einen nicht mehr mit der Kneifzange 
anfassen.

> Wer mir als Bürger sowas aufs Auge drückt bekommt übrigens auch meine
> Wahlstimme nicht mehr. Weder auf Bundesebene, noch auf Landesebene,
> nicht mal bei Kommunalwahlen. Never.
Naja, Du kannst natürlich weiter die Dobrints dieser Welt wählen, aber 
bisher hat die Erfahrung gezeigt, dass das lediglich später zu 
wesentlich härteren Einschränkungen kommt, die für diese Leute dann 
total überraschend kommen.

Gruss
Axel

von Timm T. (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Wieso plötzlich ? Das war doch für jeden halbwegs intelligenten Menschen
> absehbar, spätestens als die Plaketten eingeführt wurden. Ich hatte hier
> schon vor Jahren darauf hingewiesen

Du, das nennt man Konservative. Für die ist jede Änderung, die sich seit 
20 Jahren ankündigt, plötzlich und völlig überraschend.

Die sind auch mit Frau Merkel vor ein paar Jahren plötzlich und völlig 
unvorhergesehen vom Klimawandel überrascht worden. Obwohl die blöden 
Grünen, diese Miesepeter, davon schon in den 80er Jahren des letzten 
Jahrhunderts geredet haben*. Und auch vor den Folgen wie Dürren, 
zunehmenden Überschwemmungen, Völkerwanderungen, Kriegen gewarnt haben. 
Nun und einige Konservative haben es immer noch nicht geschnallt.

*) Jonathan Weiner: Die nächsten hundert Jahre - Wie der Treibhauseffekt 
unser Leben verändern wird. 1990.

von Falk B. (falk)


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@Timm Thaler (timm-thaler)

>Die sind auch mit Frau Merkel vor ein paar Jahren plötzlich und völlig
>unvorhergesehen vom Klimawandel überrascht worden. Obwohl die blöden
>Grünen, diese Miesepeter, davon schon in den 80er Jahren des letzten
>Jahrhunderts geredet haben*.

So wie vom Waldsterben und so . . .

von G. C. (_agp_)


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Axel L. schrieb:
> Wieso plötzlich ? Das war doch für jeden halbwegs intelligenten Menschen
> absehbar, spätestens als die Plaketten eingeführt wurden.

Da bist du aber ein schlechter Beobachter der Politik. In der Politik 
ist überhaupt nichts "absehbar". Erstens kommt es anders und zweitens 
als man denkt. Das beste Beispiel dafür ist Merkels 100% Kehrtwende 
ihrer bisheringen Zuwanderungspolik im September vergangenen Jahres. 
Oder wenn du ein anderes Beispiel möchtest, die verruchte Kopfpauschale, 
mit der sie mal warb oder Dobrints schnelle Mautpläne oder ..

> Es gibt eine Menge Menschen in den Städten, die
> gesundheitliche Probleme mit der Luftqualität haben, es gibt
> ernstzunehmende Studien, dass es eine relevante Anzahl von Menschen
> gibt, die daran sterben.

Was meinst du woran - "Dank" unseres Gesundheitssystems - Menschen noch 
alles sterben. Schert doch in Wahrheit keine Sau. Warum also hier 
plötzlich der große grüne Aufschrei? Achja, weil es eben mal wieder vom 
besserverdienenen Grünklientel kommt, die sich im Gender-Like wohnen 
gestört fühlen, nachdem sie die einfachen Normalbürger an die 
Stadtränder verdrängt haben. Sieht man ja schön an den Mieten im 
innerstädtischen Bereich. Frage übrigens mal was die Ladenbesitzer von 
deiner Vertreibungsstrategie halten. Wenn schon, dann sperren wir ganz 
demokratisch die Innenstadt FÜR ALLE. Dann gibt es keine Bevorzugung für 
neue Luxusfahrzeuge, sondern nur noch eine große Fußgängerzone und Ruhe 
ist. DAS ist dann wenigstens demokratisch. Gleiche Pein für alle ohne 
Außnahmen.

> Und Du kommst jetzt hier ernsthaft an, und
> willst weiter Menschen vergasen, nur weil Du zu bequem bist ?

Nein, ich möchte einen Volksentscheid darüber. Dann werden wir sehen wer 
sich durchsetzt. Die Niederlande haben bei ihrem letzten Referendum ja 
gezeigt was sie von bestimmten Entwicklungen halten. Es wird Zeit sich 
nicht mehr von bestimmten Lobbygruppen wie beispielsweise pro Asyl oder 
euch Grün-Fundamentalisten auf der Nase herumtanzen zu lassen.

> Naja, Du kannst natürlich weiter die Dobrints dieser Welt wählen, aber
> bisher hat die Erfahrung gezeigt, dass das lediglich später zu
> wesentlich härteren Einschränkungen kommt, die für diese Leute dann
> total überraschend kommen.

Sowas habe ich vor allem bisher bei den Sozialdemokraten bemerkt. Links 
blinken und dann scharf rechts abbiegen. Solche "Linken" brauche ich 
nicht. Die können gerne in der Versenkung verschwinden.

: Bearbeitet durch User
von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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G.C,

wie frustriert muß man eigentlich sein, um ständig solche politischen 
Rundumschläge abzusondern. Gender, Kopfpauschale, alles dabei.

Ach ja, und bei der ersten Wahl von Kretschmer wurde von deinen 
Gesinnungskumpanen der Untergang des Abendlandes, zumindest von BaWü 
vorhergesagt.

Und jetzt sind die Grünen im Stammländle der CDU stärkste Partei.

Mit Leuten wie dir würden wir immer noch verbleites Benzin fahren.

von G. C. (_agp_)


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Kara B. schrieb:
> Ach ja, und bei der ersten Wahl von Kretschmer wurde von deinen
> Gesinnungskumpanen der Untergang des Abendlandes, zumindest von BaWü
> vorhergesagt.

Da bist du im Irrtum. Ich habe nichts gegen Winfried Kretschmann. Im 
Gegenteil. Der ist nämlich so ziemlich das Gegenteil eines durch und 
durch grünen Ideologen. Einem Boris Palmer höre ich immer gerne zu, 
gerade weil er so oft aneckt bei seiner Partei.

von Axel L. (axel_5)


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G. C. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Wieso plötzlich ? Das war doch für jeden halbwegs intelligenten Menschen
>> absehbar, spätestens als die Plaketten eingeführt wurden.
>
> Da bist du aber ein schlechter Beobachter der Politik. In der Politik
> ist überhaupt nichts "absehbar". Erstens kommt es anders und zweitens
> als man denkt. Das beste Beispiel dafür ist Merkels 100% Kehrtwende
> ihrer bisheringen Zuwanderungspolik im September vergangenen Jahres.
> Oder wenn du ein anderes Beispiel möchtest, die verruchte Kopfpauschale,
> mit der sie mal warb oder Dobrints schnelle Mautpläne oder ..
>
Du hast jetzt nicht ernsthaft erwartet, dass die Plaketten wieder 
abgeschafft würden, oder ?

Aus den drei Optionen Abschaffen, Beibehalten oder Ausbauen war doch nun 
wirklich jedem intelligenten Menschan klar, dass die dritte Option nur 
eine Zeitfrage war.

>
>> Und Du kommst jetzt hier ernsthaft an, und
>> willst weiter Menschen vergasen, nur weil Du zu bequem bist ?
>
> Nein, ich möchte einen Volksentscheid darüber. Dann werden wir sehen wer
> sich durchsetzt. Die Niederlande haben bei ihrem letzten Referendum ja
> gezeigt was sie von bestimmten Entwicklungen halten. Es wird Zeit sich
> nicht mehr von bestimmten Lobbygruppen wie beispielsweise pro Asyl oder
> euch Grün-Fundamentalisten auf der Nase herumtanzen zu lassen.

Was hat jetzt pro Asyl mit den blauen Plaketten zu tun ?

Grundsätzlich schützt das Grundgesetz die Atemluft der Stadtbewohner, 
die haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, dagegen gibt es kein 
Recht darauf, mit umweltverpestenden Autos in die Innenstadt zu fahren. 
Daher ist da aus gutem Grund  mit Volksentscheiden nichts.

Gruss
Axel

von Le X. (lex_91)


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Axel L. schrieb:
> Grundsätzlich schützt das Grundgesetz

Gott sei Dank deckt das GG nicht China oder den sonstigen Arsch-der-Welt 
ab denen wir unsere Probleme aufbürden.
Oder das französische AKW dass den Strom für unsre E-Autos produziert.

Hauptsache wir haben gute Luft in den Innenstädten. Jeder ist sich 
selbst der Nächste...

von Robert L. (lrlr)


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Axel L. schrieb:
> Aus den drei Optionen Abschaffen, Beibehalten oder Ausbauen war doch nun
> wirklich jedem intelligenten Menschan klar, dass die dritte Option nur
> eine Zeitfrage war.

wobei die Blaue Plakette, damit sie auch etwas bringt, alle 
"Prüfstandoptimierten" autos ausschließen muss, also auch die EURO6

erst ein EURO7/8 Auto, welches auch im realen Betrieb, nicht nur am 
Prüfstand, sauber ist darf Fahren

Elektroautos natürlich auch nicht... der Feinstaub (der ja nicht nur von 
Autos erzeugt wird) kommt ja nicht nur aus dem Auspuff, sondern wird von 
den Reifen von der Straße aufgewirbelt..

: Bearbeitet durch User
von Axel L. (axel_5)


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Robert L. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Aus den drei Optionen Abschaffen, Beibehalten oder Ausbauen war doch nun
>> wirklich jedem intelligenten Menschan klar, dass die dritte Option nur
>> eine Zeitfrage war.
>
> wobei die Blaue Plakette, damit sie auch etwas bringt, alle
> "Prüfstandoptimierten" autos ausschließen muss, also auch die EURO6
>
> erst ein EURO7/8 Auto, welches auch im realen Betrieb, nicht nur am
> Prüfstand, sauber ist darf Fahren

Das wird alles kommen. Vielleicht kommt dann als nächstes eine violette 
Plakette, die nur abgasfreie Fahrzeuge bekommen. In Kalifornien war das 
schon geplant.

Alles nur eine Zeitfrage. Mein Tesla ist jedenfalls reserviert.

>
> Elektroautos natürlich auch nicht... der Feinstaub (der ja nicht nur von
> Autos erzeugt wird) kommt ja nicht nur aus dem Auspuff, sondern wird von
> den Reifen von der Straße aufgewirbelt..

Was die aufwirbeln ist wohl egal, das ist ja schon da. Problematisch ist 
Abrieb bei Reifen und Bremsen.

Wobei E-Autos auch weniger Bremsstaub erzeugen als Verbrenner.

Gruss
Axel

von Korax K. (korax)


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Axel L. schrieb:
> Wobei E-Autos auch weniger Bremsstaub erzeugen als Verbrenner.

Genau!

Vor Ort (in der Stadt) ist die Luft sauberer durch E-Mobile. Die 
Energieerzeugung in den Kraftwerken kann sicher sauberer sein als die 
vielen kleinen (VW-Diesel) Motoren.

von Matthias L. (limbachnet)


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Nur mal am Rande: Die hier so "sachlich" diskutierte blaue Plakette hat 
mit Feinstaub gar nichts zu tun, sondern wird gegen die Stickoxide ins 
Feld geführt. Und wenn die Werte echt gemessen werden, dann können 
sich die Benziner-Besitzer keineswegs zurücklehnen, denn die 
Magermix-Direkteinspritzer produzieren davon auch nicht wenig.

Lustig (?) bei diesen Debatten ist ja nur, dass der 
3-Zylinder-Minidiesel eines älteren Kleinwagens dann als umweltschädlich 
herauskommt, der nagelneue Monster-Pseudo-SUV aber nicht, weil der 
ANTEIL an Irgendwasböses im Abgas bei der Riesenschüssel unter dem 
Grenzwert liegt - er absolut aber mehr Sprit verbraucht und mehr Dreck 
verbläst als der kleine Stinker...

von Timm T. (Gast)


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Robert L. schrieb:
> kommt ja nicht nur aus dem Auspuff, sondern wird von
> den Reifen von der Straße aufgewirbelt..

Das stimmt, und deswegen sollten wir Fußgänger, Kinderwagen und 
Fahrräder auch mit Plaketten versehen.

von Axel L. (axel_5)


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Matthias L. schrieb:
>
> Lustig (?) bei diesen Debatten ist ja nur, dass der
> 3-Zylinder-Minidiesel eines älteren Kleinwagens dann als umweltschädlich
> herauskommt, der nagelneue Monster-Pseudo-SUV aber nicht, weil der
> ANTEIL an Irgendwasböses im Abgas bei der Riesenschüssel unter dem
> Grenzwert liegt - er absolut aber mehr Sprit verbraucht und mehr Dreck
> verbläst als der kleine Stinker...

Komisch, soweit ich weis werden die Grenzwert in mg/km angegeben, der 
SUV darf also nicht mehr ausstossen.

Gruss
Axel

von Matthias X. (current_user)


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Aber km auf dem Prüfstand. Dort schafft der Posche Cayenne Hybdrid ja 
auch sein 3,4l Normverbrauch. Nicht schlecht für einen 3,0 Liter  333PS 
V6 Motor und 2,5t. Ist halt VW Technik;)

: Bearbeitet durch User
von Matthias L. (limbachnet)


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Axel L. schrieb:
> Komisch, soweit ich weis werden die Grenzwert in mg/km angegeben, der
> SUV darf also nicht mehr ausstossen.

Eieiei, du hast Recht. Mein Fehler.

von Falk B. (falk)


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@ Fra Nk (korax)

>Vor Ort (in der Stadt) ist die Luft sauberer durch E-Mobile.

Die nutze ich doch schon seit Jahren!!! Sogar mit Limousinenservice und 
Chauffeur!

http://91.194.91.197/~adm4446/Dresden/2817_Altmarkt.jpg

: Bearbeitet durch User
von Korax K. (korax)


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Rischtsch. Leider fährt die nicht überall hin und in kleineren Städten 
fahren -noch zu wenig- (tendiert gegen Null) Straßenbahnen. Selbst der 
O-Bus (60er Jahre) in unserer Kleinstadt bediente nur eine Linie. Selbst 
der (elektrifizierten) Bahn wird durch die Fernbusse Konkurrenz gemacht.

Lenin: "Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen 
Landes"

Die Elektrifizierung die wir haben wird nicht genutzt und weitere wird 
verschleppt. Ein Netz aus Steckdosen ist ja wohl das einfachste der 
Welt; eine Form der Bezahlung muss doch heutzutage machbar sein (ne 
kleine Box mit GSM und EC-Terminal oder GSM mit Eingabe von 
Personen-Kennnummer + PIN). In DE gibt es keine "Pampa" die nicht mit 
100km Reichweite bedienbar wäre.

von Le X. (lex_91)


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Fra N. schrieb:
> Die Elektrifizierung die wir haben wird nicht genutzt und weitere wird
> verschleppt. Ein Netz aus Steckdosen ist ja wohl das einfachste der
> Welt;

Und der Strom wächst in der Steckdose?

von Fabian F. (fabian_f55)


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Le X. schrieb:
> Fra N. schrieb:
>> Die Elektrifizierung die wir haben wird nicht genutzt und weitere wird
>> verschleppt. Ein Netz aus Steckdosen ist ja wohl das einfachste der
>> Welt;
>
> Und der Strom wächst in der Steckdose?

Quasi, ja. An sonnigen, windigen Tagen wären die Netzbetreiber froh, 
wenn sie einige GWh in einigen Mio. E-Autos ablegen könnten.
Wenn es in D nur 20 Mio E-Autos gäbe(Also jedes 3. Auto), von denen 10 
Mio. angesteckt sind, die je 5kWh Reserve frei halten, könnte man mal 
eben 50GWh Strom speichern, also so viel wie alle derzeit existierenden 
Pumpspeicherwerke zusammen (Und die Autos könnten rund 100GW geladen 
werden, wärend die Pumpspeicherwerke max. 7GW schaffen).

Selbst ohne Netzrückspeisung könnten E-Autos so dazu beitragen den 
Nutzungsgrad der Regenerativen Energien massiv zu erhöhen.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Interessnt wird, wo denn der Strom für 20 Mio Autos herkommen soll.
DANN haben wir erst knapp die 50% elektromobil (50% vom Autobestand 
heute).

Der Deutsche möchte keine Atomkraftwerke haben.

Kohle? igitt, soviel CO2.

Windräder? -aber doch nicht bei Wohngebieten.
(BTW ich wohne in S-H, ich weiss wie das aussieht)

Bleibt Wasserkraft. Nur im Gebirge,
aber er will keine Stromleitung über sich haben.
Ansonsten: die aaarmen Fische, die werden ja alle zerschreddert.

's wird wirklich interessant, wo der ganze Strom herkommen soll.
Ich meine, nicht jeder hat ein Carport,
das man mit Solarzellen bestücken kann. (im Winter btw...)

eine Wasserstoff-Wirtschaft scheidet ja aus ideologischen Gründen aus.
Die Sonne scheint ja leider nur bei den Muselmanen einigermassen 
verlässlich.

interessant, interessant...

;)

von Fabian F. (fabian_f55)


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▶ J-A von der H. schrieb:
> Interessnt wird, wo denn der Strom für 20 Mio Autos herkommen soll.
> DANN haben wir erst knapp die 50% elektromobil (50% vom Autobestand
> heute).

20 Mio. E-Fahrzeuge sprießen ja nicht über Nacht aus dem Boden. Selbst 
bei extrem optimistischen 1 Mio. E-Neu-fahrzeugen braucht's noch 20 
Jahre bis dahin. Der Durschnittspendler braucht elektrisch rund 
6kWh/Tag, also alle zusammen rund 75Mio KWh/Tag  Um diesen Mehrbedarf zu 
decken brauchts durchschnittlich 3GW mehr Leistung. Sollte in 20 Jahren 
machbar sein

> Der Deutsche möchte keine Atomkraftwerke haben.
>
Zu recht.

> Windräder? -aber doch nicht bei Wohngebieten.
> (BTW ich wohne in S-H, ich weiss wie das aussieht)

Legitimes Problem. Ich meine, dass jeder, der gegen ein Windrad klagt 
einen inteligenten Schütz in sein Haus bekommt. Wenn der Strom knapp 
wird, wir das Haus stromlos geschaltet. Mal schauen wie lange es dauert 
bis die sich selbst ein Windrad bauen...

> Bleibt Wasserkraft. Nur im Gebirge,
> aber er will keine Stromleitung über sich haben.

Hier genauso...

> Ansonsten: die aaarmen Fische, die werden ja alle zerschreddert.
>
> 's wird wirklich interessant, wo der ganze Strom herkommen soll.
> Ich meine, nicht jeder hat ein Carport,
> das man mit Solarzellen bestücken kann. (im Winter btw...)
>
> eine Wasserstoff-Wirtschaft scheidet ja aus ideologischen Gründen aus.
> Die Sonne scheint ja leider nur bei den Muselmanen einigermassen
> verlässlich.

Afrika und Arabien kann man in der Tat in die Tonne treten, was 
Verlässlichkeit angeht. Bleibt aber noch das offene Meer. Um den Äquator 
scheint auch auf dem Meer meistens die Sonne. Hier könnte man dann H2 
produzieren und mit Tankschiffen "ernten". Leider noch Zukunftsmusik.

von Falk B. (falk)


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@Fabian F. (fabian_f55)

>> Der Deutsche möchte keine Atomkraftwerke haben.
>Zu recht.

Ansichtsache. Der deutsche Atomausstieg ist, wie so viele andere Dinge, 
ein deutscher Sonderweg. Der Rest der Welt sieht das anders.

>produzieren und mit Tankschiffen "ernten". Leider noch Zukunftsmusik.

Also muss man doch wieder schnöde Realpolitik machen. Auch mit 
"dreckugen" Euro5 Verbrennungsmotoren ;-)

Jaja, unsere lieben Luxusprobleme.

von Axel L. (axel_5)


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Falk B. schrieb:
> @Fabian F. (fabian_f55)
>
>>> Der Deutsche möchte keine Atomkraftwerke haben.
>>Zu recht.
>
> Ansichtsache. Der deutsche Atomausstieg ist, wie so viele andere Dinge,
> ein deutscher Sonderweg. Der Rest der Welt sieht das anders.
>

Schwachsinn.

Aber ich habe keine Lust, dass zum hundertsten Mal zu belegen.

Gruss
Axel

von Fabian F. (fabian_f55)


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Falk B. schrieb:

>>produzieren und mit Tankschiffen "ernten". Leider noch Zukunftsmusik.
>
> Also muss man doch wieder schnöde Realpolitik machen. Auch mit
> "dreckugen" Euro5 Verbrennungsmotoren ;-)
>
> Jaja, unsere lieben Luxusprobleme.

Schiffe können auch mit Gas fahren. Machen fast alle Tankschiffe so.

von Falk B. (falk)


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@ Axel Laufenberg (axel_5)

>> Ansichtsache. Der deutsche Atomausstieg ist, wie so viele andere Dinge,
>> ein deutscher Sonderweg. Der Rest der Welt sieht das anders.

>Schwachsinn.

Ein wie immer sehr substantielles Argument.

>Aber ich habe keine Lust, dass zum hundertsten Mal zu belegen.

Daß der Rest der Welt andere Ansichten zum Thema Kernkraftnutzung hat? 
Hmmm. Hab ich mal wieder was verpasst?

Wohl gemerkt, wir reden hier nicht über möglicherweise technische und 
logistische Probleme, sondern über die aktuelle Politk der Atomnutzung 
(Anzahl AKWs, Planungen, Neubau).

von Icke ®. (49636b65)


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Falk B. schrieb:
> Daß der Rest der Welt andere Ansichten zum Thema Kernkraftnutzung hat?

Daß der Rest der Welt nichts aus der Geschichte gelernt hat, macht die 
deutsche Entscheidung nicht falscher.

von Falk B. (falk)


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@ Icke ®. (49636b65)

>> Daß der Rest der Welt andere Ansichten zum Thema Kernkraftnutzung hat?

>Daß der Rest der Welt nichts aus der Geschichte gelernt hat, macht die
>deutsche Entscheidung nicht falscher.

Welche Geschichte meinst du denn? Die deutsche? Von 1933-45? Oder eher 
die RUSSICHE aus dem Jahr 1986? Oder die japanische aus dem Jahr 2011?

Und den Oberlehrer spielen kommt weder im zwischenmenschlichen noch im 
international politischen Leben sonderlich gut an. Wenn "Deutschland", 
genauer, einige Interessengruppen, meinen, ohne AKWs, Kohle und Gas zur 
Energieversogrung auszukommen, dann sollen sie es mal in der Praxis 
beweisen. Das Ganze ist recht ähnlich zur Elektromobilität. Klingt 
ideologisch wunderbar, hat nur leider ein paar handfeste technische wie 
ökonomische Nachteile.

von Korax K. (korax)


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Le X. schrieb:
> Und der Strom wächst in der Steckdose?

Nee, bei mir läuft der raus, ich muß Eimer drunterstellen..

Lesen:

Fra N. schrieb:
> Energieerzeugung in den Kraftwerken kann sicher sauberer sein als die
> vielen kleinen (VW-Diesel) Motoren.


Fabian F. schrieb:
> Selbst ohne Netzrückspeisung könnten E-Autos so dazu beitragen den
> Nutzungsgrad der Regenerativen Energien massiv zu erhöhen.

Es muss nur sichergestellt sein, das das Netz das Auto nicht wieder 
entlädt, wie machne so rumspinnen quasi als Netzpuffer den Akku 
kaputtladen/-entladen.

von Korax K. (korax)


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▶ J-A von der H. schrieb:
> Interessnt wird, wo denn der Strom für 20 Mio Autos herkommen soll.

Wird nicht jetzt schon tagsüber (Sonnen-)Strom verschenkt? Da war doch 
mal was?
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-33861/energiewende-absurd-wie-deutschland-seine-nachbarn-mit-strom-ueberflutet_aid_1117590.html

von Axel L. (axel_5)


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Falk B. schrieb:
> @ Axel Laufenberg (axel_5)
>
>>> Ansichtsache. Der deutsche Atomausstieg ist, wie so viele andere Dinge,
>>> ein deutscher Sonderweg. Der Rest der Welt sieht das anders.
>
>>Schwachsinn.
>
> Ein wie immer sehr substantielles Argument.
>
>>Aber ich habe keine Lust, dass zum hundertsten Mal zu belegen.
>
> Daß der Rest der Welt andere Ansichten zum Thema Kernkraftnutzung hat?
> Hmmm. Hab ich mal wieder was verpasst?
>
> Wohl gemerkt, wir reden hier nicht über möglicherweise technische und
> logistische Probleme, sondern über die aktuelle Politk der Atomnutzung
> (Anzahl AKWs, Planungen, Neubau).

Nur 30 Länder weltweit nutzen überhaupt Kernenergie. Was widerum 
bedeutet, dass 163 das nicht tun. Der weit überwiegende "Rest der Welt" 
hat nie AKWs besessen und kann deswegen gar nicht aussteigen.

AKW sind in nennenswerte Anzahl nur in so lupenreinen Demokratien wie 
China, Saudi Arabien oder Russland im Bau, wo sich die Menschen nicht 
wehren können.

Bei den beiden Neubauten in Europa explodieren die Kosten, nicht einmal 
die Franzosen planen, eines ihrer Kraftwerke zu ersetzen, die wollen die 
Kernenergie in den nächsten Jahren drastisch reduzieren. Die Japaner 
haben immer noch alle Kraftwerke abgeschaltet. Die USA haben 23 AKW 
abgeschaltet und bauen 2. Auch bei den beiden explodieren die Kosten, 
was wohl der Grund dafür ist, dass man bei den drei anderen genehmigten 
Neubauten noch nicht mal angefangen hat.

Es ist richtig, dass nicht alle so offensiv wie die Deutschen den 
Ausstieg betreiben, aber faktisch steigen alle Demokratien aus. Die paar 
Neubauten ersetzen die ausser Betrieb gehenden bei weitem nicht.

Gruss
Axel

von Paul B. (paul_baumann)


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Man könnte doch die Energiespeiecherung in Spiralfedern dazu nutzen, ein 
Auto anzutreiben. Das gab es doch vor Jahrzehnten schon:
http://www.historytoy.com/bilder/produkte/gross/Distler-542-a-Fahrzeuge-Sonstige-Komische-Figur-im-Auto-mit-Uhrwerk-lithografiert-in-gelb-a.jpg

Ich meine: Sommerreifen werden doch jetzt auch aufgezogen -da kann man 
auch gleich das ganze Auto aufziehen.
;-)
MfG Paul

von Falk B. (falk)


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@Axel Laufenberg (axel_5)

>Nur 30 Länder weltweit nutzen überhaupt Kernenergie. Was widerum
>bedeutet, dass 163 das nicht tun. Der weit überwiegende "Rest der Welt"
>hat nie AKWs besessen und kann deswegen gar nicht aussteigen.

Stimmt, aber arg unterentwickelte Länder haben auch keine Autobahnen, 
gescheite Infratruktur und Ökonomie. Hmmm. Alles sehr erstrebenswert.

>AKW sind in nennenswerte Anzahl nur in so lupenreinen Demokratien wie
>China, Saudi Arabien oder Russland im Bau, wo sich die Menschen nicht
>wehren können.

Glaub ich nicht so ganz. Quelle?

>Bei den beiden Neubauten in Europa explodieren die Kosten, nicht einmal
>die Franzosen planen, eines ihrer Kraftwerke zu ersetzen,


> die wollen die
>Kernenergie in den nächsten Jahren drastisch reduzieren.

Und wie? Durch australische Kohle?

> Die Japaner
>haben immer noch alle Kraftwerke abgeschaltet.

Die werden schon seit einiger Zeit wieder hochgefahren. Im Moment haben 
sie Glück, der Ölpreis ist verdammt niedrig, trotzdem wollen sie diese 
Schiene nicht weiter fahren.

>Die USA haben 23 AKW
>abgeschaltet und bauen 2. Auch bei den beiden explodieren die Kosten,
>was wohl der Grund dafür ist, dass man bei den drei anderen genehmigten
>Neubauten noch nicht mal angefangen hat.

Mag sein, sind halt politisch unstete Zeiten. Ändert aber wenig an der 
Existen und dem Betrieb von ~400 AKWs weltweit. Und die werden sicher 
NICHT in den nächsten 20 Jahren abgeschaltet.

>Es ist richtig, dass nicht alle so offensiv wie die Deutschen den
>Ausstieg betreiben, aber faktisch steigen alle Demokratien aus.

Jaja, in den grünen Träumen. ;-)

von Timm T. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Stimmt, aber arg unterentwickelte Länder haben auch keine Autobahnen,
> gescheite Infratruktur und Ökonomie.

Du meinst jetzt so arg unterentwickelte Länder wie Österreich, Irland, 
Dänemark, Portugal, Norwegen? Oder Länder, in denen der Ausstieg läuft, 
wie Schweiz, Belgien, Spanien?

Als ich letzten ins Österreich bzw. Belgien war, hatten die da 
Autobahnen und sogar schon elektrisch Licht. Ich denke, sie werden 
demnächst auch den Sprung in die Zivilisation schaffen.

von Michael B. (alter_mann)


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Timm T. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Stimmt, aber arg unterentwickelte Länder haben auch keine Autobahnen,
>> gescheite Infratruktur und Ökonomie.
>
> Du meinst jetzt so arg unterentwickelte Länder wie Österreich, Irland,
> Dänemark, Portugal, Norwegen? Oder Länder, in denen der Ausstieg läuft,
> wie Schweiz, Belgien, Spanien?
>
> Als ich letzten ins Österreich bzw. Belgien war, hatten die da
> Autobahnen und sogar schon elektrisch Licht. Ich denke, sie werden
> demnächst auch den Sprung in die Zivilisation schaffen.

Ist das nicht ein wenig primitiv? Uns ein schlecht gewähltes Beispiel 
ist es auch noch.
Wo das KKW steht ist nämlich Nebensache.
Mal so als Denkanstoß: 
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/182166/umfrage/struktur-der-bruttostromerzeugung-in-belgien/

von Icke ®. (49636b65)


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Falk B. schrieb:
> Welche Geschichte meinst du denn? Die deutsche? Von 1933-45? Oder eher
> die RUSSICHE aus dem Jahr 1986? Oder die japanische aus dem Jahr 2011?

33-45 gab es noch keine AKWs, somit bleibt wenig Spielraum für 
Mißinterpretationen.

> Und den Oberlehrer spielen kommt weder im zwischenmenschlichen noch im
> international politischen Leben sonderlich gut an. Wenn "Deutschland",
> genauer, einige Interessengruppen, meinen, ohne AKWs, Kohle und Gas zur
> Energieversogrung auszukommen, dann sollen sie es mal in der Praxis
> beweisen. Das Ganze ist recht ähnlich zur Elektromobilität. Klingt
> ideologisch wunderbar, hat nur leider ein paar handfeste technische wie
> ökonomische Nachteile.

Nun, bis Fukushima war ich auch der Meinung, daß Atomkraft zumindest in 
hochtechnisierten und sicherheitsbewußten Ländern beherrschbar wäre. 
Aber Japan hat endgültig bewiesen, daß dem nicht so ist. Die Details 
haben wir in den einschlägigen Threads bereits ausführlich diskutiert. 
Vielleicht legst auch du deine Ignoranz ab, wenn sich mitten in 
Zentraleuropa ein GAU ereignet oder in deinem Umkreis ein Loch gebuddelt 
wird, um den Strahlenmüll zu verscharren.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Icke ®. schrieb:
> Nun, bis Fukushima war ich auch der Meinung, daß Atomkraft zumindest in
> hochtechnisierten und sicherheitsbewußten Ländern beherrschbar wäre.

Das wäre durchaus beherrschbar, wenn nur die Technik stimmen würde.
Nicht etwa Wasserstandssensoren (fürs Kühlwasser), die auch auf den 
Dampfdruck ansprechen und den Stand=Voll anzeigen.

200 Liter Rest-Wasser machen auch noch Dampfdruck,
guggste aber quasi rein
...-öh is ja doch leer.
so in der Art soll das dort ja wohl abgegangen sein

Dabei kann jeder Grundschüler einen Schalter zusammenlöten,
der Dir Wasserstände detektiert.

von Axel L. (axel_5)


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▶ J-A von der H. schrieb:
> Icke ®. schrieb:
>> Nun, bis Fukushima war ich auch der Meinung, daß Atomkraft zumindest in
>> hochtechnisierten und sicherheitsbewußten Ländern beherrschbar wäre.
>
> Das wäre durchaus beherrschbar, wenn nur die Technik stimmen würde.
> Nicht etwa Wasserstandssensoren (fürs Kühlwasser), die auch auf den
> Dampfdruck ansprechen und den Stand=Voll anzeigen.
>
> 200 Liter Rest-Wasser machen auch noch Dampfdruck,
> guggste aber quasi rein
> ...-öh is ja doch leer.
> so in der Art soll das dort ja wohl abgegangen sein
>
> Dabei kann jeder Grundschüler einen Schalter zusammenlöten,
> der Dir Wasserstände detektiert.

Spätestens seitdem rausgekommen ist, dass in Philippsburg und wohl auch 
in Biblis die Kontrollen jahrelang nur vorgetäuscht wurden, hat sich das 
Thema doch nun wirklich erledigt.

Meine Erwartung an die Zuverlässigkeit der Beteiligten war nie hoch, 
aber DAS hätte ich mir dann doch nicht vorstellen können.

Gruss
Axel

von N. N. (clancy688)


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Falk B. schrieb:
>> Die Japaner
>>haben immer noch alle Kraftwerke abgeschaltet.
>
> Die werden schon seit einiger Zeit wieder hochgefahren. Im Moment haben
> sie Glück, der Ölpreis ist verdammt niedrig, trotzdem wollen sie diese
> Schiene nicht weiter fahren.

Es sind exakt zwei Reaktoren in Betrieb, die beiden Blöcke in Kagoshima. 
Da wo übrigens jetzt die beiden Erdbeben waren. :)

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernreaktoren_in_Japan#Leistungsdaten


> Das wäre durchaus beherrschbar, wenn nur die Technik stimmen würde.

Nein. Fukushima war in erster Linie, so wie auch nahezu alle anderen 
kerntechnischen Unfälle davor, ein menschliches Versagen. Und der erste 
Schritt in der Fehlerkette war immer die Annahme, dass die Kerntechnik 
beherschbar wäre, wenn nur die Technik stimmen würde.

von Jörg S. (joerg-s)


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Axel L. schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Arc N. schrieb:
>>> Was haben die anderen Konzerne in den 13 Jahren gemacht seit
>>> Tesla gegründet wurde?
>> Elektro-Autos entwickelt und auf den Markt gebracht, Fabriken für Akkus
>> gebaut, in Forschung investiert, Elektromotoren selbst gebaut,
>> Karbonkarosserien in die Serie gebracht...
>>
> Und mit all dem Aufwand haben sie dann 160km Reichweite hinbekommen.
> Irgendwie scheinen mir die Prioritäten optimierungspotential zu haben.
Vielleicht haben die auch eingesehen das 2t schwere Panzer nicht das 
Optimum für Elektroautos sind ;)

von Johannes O. (jojo_2)


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Es ist schockierend, was heutzutage als Innovation verkauft wird. Mir 
ist das vor ein paar Wochen mal richtig aufgefallen und bewusst 
geworden, wie weit das mittlerweile auseinandergeht.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb über das neue angekündigte Tesla Modell, 
linke Hälfte der Doppelseite.
Schräg gegenüber auf der rechten Hälfte hatte Audi eine Werbeanzeige 
geschaltet. Aussage war: Bei unseren innovativen Fahrzeugen gibts jetzt 
sogar schon eine Rückfahrkamera und Standheizung! (*kostenpflichtige 
Sonderausstattung).

(NB: Viele japanische Kleinwagen(!) haben eine Rückfahrkamera bereits 
serienmäßig... seit Jahren...)


Dann nochmal weiter zur Innovation: Was wird aktuell beworben, falls 
doch mal Elektro- und Hybridfahrzeuge beworben werden? Große SUVs. Das 
ist Grünwäscherei. Diese Fahrzeuge verursachen mit höchster 
Wahrscheinlichkeit mehr CO2-Emissionen als ein kleiner, sparsamer 
Beziner oder Diesel.
Mal ganz davon abgesehen, dass auch die Emission durch Bremsenabrieb, 
Reifenabrieb und vor allem mal der Platzbedarf (bzw. Sichtbehinderung 
für andere Verkehrsteilnehmer) nochmal deutlich höher sind.
Aber eine Argumentation, die über Elektro==gut und Verbrenner==böse 
hinausgeht ist beim heutigen Sachverstand meist gar nicht möglich.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich kenne noch Zeiten, in denen deutsche Hersteller hochnäsig einen
Aufschlag verlangten, wenn man ein Radio mit drin haben wollte,
während das auch bei Autos aus anderen Nationen ebenfalls längst 
serienmäßig war.

's hat sich in der Machart also nicht viel getan.

von Robert L. (lrlr)


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>ich kenne noch Zeiten, in denen deutsche Hersteller hochnäsig einen
>Aufschlag verlangten, wenn man ein Radio mit drin haben wollte,

ja, lang ist es her.. ;-)

http://www.motor-talk.de/news/die-grosse-golf-kaufberatung-t5665730.html

Im Basismodell gibt es eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber und 
fünf Kopfstützen. Ein Radio kostet 410 Euro Aufpreis, Fußmatten 103 
Euro.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ich kenne mich mit Neuwagen nicht mehr aus,
man kann 10k€ (+x) sinnvoller ausgeben,
 als nur den Wertverlust im ersten Jahr zu verfeuern.

von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Hallo,

na wenn die so etwas rausbringen wollten, dann fahr ich fast lieber 
Fahrrad.

http://www.computerbild.de/videos/cb-News-Internet-15506375.html


Bernd_Stein

von Uwe S. (regionalligator)


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Dai hat zu! Aber kommste mit zu Bishi, vielleicht ist Maz da?

von Korax K. (korax)


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Naja, doppelt soviel Sitzplätze als der smart ed...
Aber stimmt: in ein indisches Auto, äh Gerät setz ich mich auch nicht.

von Paul B. (paul_baumann)


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Uwe S. schrieb:
> Dai hat zu! Aber kommste mit zu Bishi, vielleicht ist Maz da?

Willy Astor ist der beste Mann für solche Sachen!

MfG Paul

von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Es scheint doch was Wahres drann zu sein, mal sehen was dabei rauskommt.

http://ecomento.tv/2016/05/31/imiev-elektroauto-nachfolger-mitsubishi-nissan/


Bernd_Stein

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Anscheinend hat die Deutsche Post/DHL jetzt die Faxen dicke und hat ein 
eigenes Fahrzeug entwickelt - bzw. 3 Fahrzeuge, wenn man das E-Bike und 
das E-Trike mit hinzuzählt:

http://www.streetscooter.eu/
http://www.dpdhl.com/de/presse/specials/elektromobilitaet.html

Wenn die Sache funktioniert, ist das ein herber Verlust für die 
Nutzfahrzeug Hersteller, denn die Flotte der DP/DHL Gruppe ist eine 
grosse.
Die Tests fangen jetzt an und wir werden sehen, wie wirtschaftlich die 
Sache ist und ob das den unbeweglichen Automobilherstellern dann eine 
Warnung ist.

: Bearbeitet durch User
von Paul B. (paul_baumann)


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Matthias S. schrieb:
> Die Tests fangen jetzt an...

Diese Fahrzeuge sind hier (Nordthüringen) seit ca. 2 Monaten in Betrieb 
und zwar diese Sorte:
http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_77435278/deutsche-post-baut-elektroautos-transporter-fuer-2016-geplant.html

MfG Paul

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Paul B. schrieb:
> Diese Fahrzeuge sind hier (Nordthüringen) seit ca. 2 Monaten in Betrieb
> und zwar diese Sorte

Ja, genau, das ist diese Kiste (StreetScooter). Ich bin ja mal gespannt, 
ob sich das alles so entwickelt, wie die DP/DHL Jungs sich das 
vorstellen. KA, wie lange die Testphase laufen soll, aber auch hier in 
Berlin stehen einige von den Fahrzeugen bereit.
Meine Päckchen kamen aber bis jetzt noch mit Dieseln angequalmt.

von Falk B. (falk)


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Ein ketzerischer Kommentar für Freunde der gepflegten Skepsis . . . ;-)

http://www.achgut.com/artikel/elektromogelitaet_die_nachhaltige_moehre

"Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, was es für den 
Staatshaushalt bedeutet, wenn sich die Elektromobilität wirklich 
durchsetzt? Der Staat nimmt heutzutage mehr als 40 Milliarden Euro pro 
Jahr aus der Steuer auf Kraftstoffe ein – der Autofahrer war schon immer 
die Melkkuh der Nation. Glaubt irgendjemand, das würde sich ändern, wenn 
jetzt alle elektrisch fahren? Ich sehe schon die Forderung der Grünen: 
„eine Kilowattstunde Strom muss schrittweise auf fünf Euro angehoben 
werden“."

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:

> "Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, was es für den
> Staatshaushalt bedeutet,...

und du hast wirklich nur das letzte 3/4 Jahr benötigt das zu erkennen?

Namaste

von Falk B. (falk)


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@Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)

>> "Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, was es für den
>> Staatshaushalt bedeutet,...

>und du hast wirklich nur das letzte 3/4 Jahr benötigt das zu erkennen?

Du Plinse!

von Paul B. (paul_baumann)


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Falk B. schrieb:
> Du Plinse!

Hmmm! Namm, namm, namm! Mit Apfelmus bitte.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Plinse.jpg

MfG Paul

von Timm T. (Gast)


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Ein dümmlicher Kommentar für Freunde des gepflegten Dünnschiss. . . ;-)

http://www.achgut.com/artikel/elektromogelitaet...achscheissderhunddrauf

von Le X. (lex_91)


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Falk B. schrieb:
> "Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, was es für den
> Staatshaushalt bedeutet, wenn sich die Elektromobilität wirklich
> durchsetzt? Der Staat nimmt heutzutage mehr als 40 Milliarden Euro pro
> Jahr aus der Steuer auf Kraftstoffe ein – der Autofahrer war schon immer
> die Melkkuh der Nation. Glaubt irgendjemand, das würde sich ändern, wenn
> jetzt alle elektrisch fahren? Ich sehe schon die Forderung der Grünen:
> „eine Kilowattstunde Strom muss schrittweise auf fünf Euro angehoben
> werden“."

Ach Falk, das hatten wir doch zu Genüge.

Klar wird sich an der Besteuerung von (Fahr-)Strom da was ändern müssen.
Aber kein Mensch kann sagen wann und wie, deswegen sind Kostenrechnungen 
was die E-Mobilität betrifft bestenfalls Kaffeesatzleserei.

von Jörg S. (joerg-s)


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Matthias S. schrieb:
> Wenn die Sache funktioniert, ist das ein herber Verlust für die
> Nutzfahrzeug Hersteller, denn die Flotte der DP/DHL Gruppe ist eine
> grosse.
> Die Tests fangen jetzt an und wir werden sehen, wie wirtschaftlich die
> Sache ist und ob das den unbeweglichen Automobilherstellern dann eine
> Warnung ist.
Nun ja, der StreetScooter ist von der ersten Schraube angefangen 
speziell als Auslieferfahrzeug konzipiert. Die klassischen Hersteller 
bauen aber eher Fahrzeuge die universeller sind. Spezial-Sachen haben 
die schon immer selten gebaut. Selbst die Cabrio Produktion hat man 
gerne andere machen lassen. Elektrotransporter bauen können die 
Nutzfahrzeug Hersteller auch, nur halt allgemeine und keine auf 
spezielle Bereiche zugeschnittene.

von Cyblord -. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Ein ketzerischer Kommentar für Freunde der gepflegten Skepsis . . . ;-)

https://www.welt.de/wirtschaft/article162600538/Die-Energiewende-droht-zum-oekonomischen-Desaster-zu-werden.html

Schön ist auch diese Live-Karte:

https://www.electricitymap.org/

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jörg S. schrieb:
> Nun ja, der StreetScooter ist von der ersten Schraube angefangen
> speziell als Auslieferfahrzeug konzipiert.

Häh? Wo ist der Unterschied zu einem anderen Lieferwagen? Auch ein Vito 
oder Berlingo ist speziell als Auslieferfahrzeug gebaut.

von Korax K. (korax)


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Der Unterschied wird die Kurzstrecke sein. Aber ich denke auch, das es 
einen größeren Markt für Kurzstreckenlieferfahrzeuge gibt. Den hätte ja 
Opel bedienen können (mit GM).

von Jörg S. (joerg-s)


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Matthias S. schrieb:
> Häh? Wo ist der Unterschied zu einem anderen Lieferwagen?
Der Streetscooter hat eine Ladefläche die z.B. absichtlich nicht durch 
Radkästen unterbrochen ist und höher liegt, dreiseitigen Zugriff auf die 
Ladefläche, speziellen Stauraum für Briefe, kein Radio, keine Klima, 
dreigeteilte Stoßstange, max 85km/h, maximal 80km Reichweite, keine Akku 
Schnellladung usw.

> Auch ein Vito oder Berlingo ist speziell als Auslieferfahrzeug gebaut.
Na ja, ein Berlingo teilt sich z.B. viel Technik von Citroën C4 und ist 
auch sonst ein "normales" Fahrzeug. Der Vito ebenso. Da gibt es 
Versionen wo der Innenraum für Handwerker etc. passend vorbereitet ist, 
aber das Design an sich, ist sicherlich nicht auf Auslieferung 
konzipiert.

von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Schön zu sehen, das wir deutschen da nicht so ein Wirbel gemacht haben, 
aber dafür Fakten geschaffen. Der Sion ist wirklich eine Option, wenn 
ich die Möglichkeit habe ihn irgendwo sicher laden zu können.

Beitrag "Re: Das Studenten-Elektroauto"


Bernd_Stein

von Paul B. (paul_baumann)


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Bernd S. schrieb:
> Schön zu sehen, das wir deutschen da nicht so ein Wirbel gemacht haben,
> aber dafür Fakten geschaffen.

Wir Deutschen...

Wie groß ist denn Dein Anteil an den geschaffenen Fakten?

Fragt mal ganz vorsichtig
-Paul-

von Old P. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Bernd S. schrieb:
>> Schön zu sehen, das wir deutschen da nicht so ein Wirbel gemacht haben,
>> aber dafür Fakten geschaffen.
>
> Wir Deutschen...
>
> Wie groß ist denn Dein Anteil an den geschaffenen Fakten?
>
> Fragt mal ganz vorsichtig
> -Paul-

Er hält sich seit Jahren für den selbst ernannten Marketing-Chef der 
E-Autohersteller. Vielleicht ist er auch nur zwielichtiger Lobbyist...
Zumindest tut er dem Thema mit seinem Gewäsch in einigen Foren keinen 
Gefallen. Eher im Gegenteil.

Old-Papa

Beitrag #6101002 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7313105 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Icke ®. (49636b65)


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Bernd S. schrieb im Beitrag #7313105:
> Seht selbst

Ich sehe nur bedingte Fortschritte. Das Design wurde verbessert, 
trotzdem bleibt der Sion eine häßliche Karre mit dem Charme eines Dacia. 
Das Märchen vom enormen Reichweitengewinn durch die integrierten 
Solarzellen wird dreist aufrechterhalten, obwohl jeder E-Auto-Fahrer mit 
solartechnischem Verständnis sich an einer Hand abfingern kann, daß 
einmal Laden in 8 Wochen eine rotzfreche Lüge ist (außer man fährt damit 
nur 1x die Woche zum nächstgelegenen Supermarkt).

https://www.auto-motor-und-sport.de/fahrbericht/sono-motors-sion-2023-solarauto-prototyp-probefahrt-technische-daten/

Zitat:
"Die Energiegewinnung über Solarzellen ist eines der wichtigsten 
Alleinstellungsmerkmale des Sion – und dieses Merkmal konnten wir an 
einem dunkelgrauen Dezembertag nicht ausprobieren. Der zentrale 
Infotainment-Monitor zeigt auf Wunsch die Energiegewinnung der einzelnen 
Solarzellenmodule an – an einem verschneit grauen Tag waren es null 
Watt. Aber der Sion ist extern nachladbar, die Solarzellen helfen 
zusätzlich beim massiven Einsparen von CO2 und beim Aufladen der 
Antriebs- und sogar der Zwölf-Volt-Batterie fernab jeder Steckdose. Bei 
einer Fahrt mit einem ersten Protoyp im Sommer 2021 begeisterte sich 
Vollmer für die Leistungsangabe der Solarpanele auf dem Zentraldisplay, 
die zwischenzeitlich auf fast 400 Watt schoss. Durchziehende Wolken 
ließen den Wert allerdings zwischenzeitlich auch mal auf 100 Watt 
sinken.

Immerhin hat der Sion etwas mit dem Euro gemeinsam, er muß alle paar 
Jahre mit viel Geld gerettet werden...

von Old (old_newcomer)


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Icke ®. schrieb:
> Bernd S. schrieb im Beitrag #7313105:
>> Seht selbst
>
> …
> Das Märchen vom enormen Reichweitengewinn durch die integrierten
> Solarzellen wird dreist aufrechterhalten, obwohl jeder E-Auto-Fahrer mit
> solartechnischem Verständnis sich an einer Hand abfingern kann, daß
> einmal Laden in 8 Wochen eine rotzfreche Lüge ist (außer man fährt damit
> nur 1x die Woche zum nächstgelegenen Supermarkt).
> …

So ist es, jeder der ein E-Auto hat oder sich mal für die 
„Verbrauchswerte“ interessiert, weiß, dass man grob mit durchschnittlich 
15…20kWh pro 100km rechnen muss.

von A. S. (achs)


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Wer stoppt den Irrsinn der E-Auto Threadfledderei?

Beitrag #7315230 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Icke ®. schrieb:

> Ich sehe nur bedingte Fortschritte. Das Design wurde verbessert,
> trotzdem bleibt der Sion eine häßliche Karre mit dem Charme eines Dacia.

Der Punkt das E-Autos aktuell alle hässlich UND unpraktisch sind ist 
schon ein Problem. Wenigstens sind dafür auch sehr teuer.

> "Die Energiegewinnung über Solarzellen ist eines der wichtigsten
> Alleinstellungsmerkmale des Sion

Und immer eindeutiger Indikator für Hipster statt Nutzen. Denn das 
bringt mal wirklich gar nichts. Hört sich aber für den 
Otto-Normalversager schick an. E-Auto und Solarzellen, da wächst 
zusammen was zusammen gehört. Wenn man Physik abgewählt hat.

> Bei
> einer Fahrt mit einem ersten Protoyp im Sommer 2021 begeisterte sich
> Vollmer für die Leistungsangabe der Solarpanele auf dem Zentraldisplay,
> die zwischenzeitlich auf fast 400 Watt schoss. Durchziehende Wolken
> ließen den Wert allerdings zwischenzeitlich auch mal auf 100 Watt
> sinken.

400 Watt Peak auf der Eingangsseite, mehr muss man zu diesem Feature 
nicht wissen. Damit kann man schon die 12V Batterie nicht aufladen 
(sowieso ein Witz dass E-Autos sowieso immer noch haben).

Beitrag #7315267 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thorsten M. (pappkamerad)


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Cyblord -. schrieb:
> 400 Watt Peak auf der Eingangsseite, mehr muss man zu diesem Feature
> nicht wissen.

Pi mal Daumen wären das 400kWh im Jahr. Oder 2000km bei 20kWh/100km 
Verbrauch. Bei 10kkm/Jahr wäre das schon 20% des Verbrauchs. Allerdings 
sollte man sich dann eine Glasgarage aufs Dach oder in den 
Schottergarten bauen.

von Icke ®. (49636b65)


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Thorsten M. schrieb:
> Pi mal Daumen wären das 400kWh im Jahr. Oder 2000km bei 20kWh/100km
> Verbrauch. Bei 10kkm/Jahr wäre das schon 20% des Verbrauchs.

Mein Mathelehrer hätte gesagt: "Bitte den Rechenweg aufzeigen"

von Falk B. (falk)


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Icke ®. schrieb:
> Mein Mathelehrer hätte gesagt: "Bitte den Rechenweg aufzeigen"

Du meinst den des weiblich gelesenen Auszubildenden im Molkereiwesen?

von Cyblord -. (cyblord)


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Thorsten M. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> 400 Watt Peak auf der Eingangsseite, mehr muss man zu diesem Feature
>> nicht wissen.
>
> Pi mal Daumen wären das 400kWh im Jahr.

Schon diese erste Annahme ist extrem schön gerechnet. Aber ok, nur so 
funktioniert PV und E-Auto.

von Falk B. (falk)


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Cyblord -. schrieb:
> Schon diese erste Annahme ist extrem schön gerechnet. Aber ok, nur so
> funktioniert PV und E-Auto.

So wie auch der Sozialismus . . .

von Cyblord -. (cyblord)


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Thorsten M. schrieb:
> Oder 2000km bei 20kWh/100km
> Verbrauch. Bei 10kkm/Jahr wäre das schon 20% des Verbrauchs. Allerdings
> sollte man sich dann eine Glasgarage aufs Dach oder in den
> Schottergarten bauen.

Abgesehen davon dass man früher immer versucht hat, sein Auto im 
Schatten zu parken. Gerade zuhause unter dem Carport z.B.
Heute muss es in der prallen Sonne stehen. Dann kann man das fitzelchen 
Energie welche man da eingesammelt hat, nach dem losfahren direkt in der 
Klimaanlage um den Faktor 100 verballern.

: Bearbeitet durch User
von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Cyblord -. schrieb:
> Abgesehen davon dass man früher immer versucht hat, sein Auto im
> Schatten zu parken. Gerade zuhause unter dem Carport z.B.
> Heute muss es in der prallen Sonne stehen. Dann kann man das fitzelchen
> Energie welche man da eingesammelt hat, nach dem losfahren direkt in der
> Klimaanlage um den Faktor 100 verballern.
>
Früher hatte ich dann einfach die Fenster runtergekurbelt, dies hatte 
auch gereicht um keinen Hitzetod oder ähnliches zu erleiden.

Heutzutage hätte ich mit diesem Auto die freie Wahl zwischen Luxus oder 
mehr Kilometern.

Man muss auch mal Umdenken können !


Bernd_Stein

von Cyblord -. (cyblord)


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Bernd S. schrieb:

> Man muss auch mal Umdenken können !

Du meinst Rückschritte machen. Nein Danke ich passe.

von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Cyblord -. schrieb:
> Bernd S. schrieb:
>
>> Man muss auch mal Umdenken können !
>
> Du meinst Rückschritte machen. Nein Danke ich passe.
>
Du hälst die Wahl zu haben, also selbst zu entscheiden, für einen 
Rückschritt?

Vielleich auch mal dies hier lesen ( darunter nur ein kleiner Auszug ) :

https://sonomotors.com/de/blog/park-the-sion-in-the-sun-and-charge-free-solar-energy/




Welche Energie wird zur Kühlung des Innenraums benötigt?

Nun aber zurück zur Ausgangsfrage des Artikels. Lohnt es sich, den Sion 
in der Sonne zu parken, oder benötigt er die gesamte durch die Sonne 
gewonnene Energie, um den Innenraum herunter zu kühlen? Die kurze 
Antwort: Ja, es lohnt sich!

Warum es sich lohnt, zeigen wir euch hier. 

Vorweg möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass der Sion sich durch 
die Solar Integration in der Karosserie nicht so sehr aufheizt wie ein 
schwarzes Auto mit einer herkömmlichen Karosserie. Das liegt daran, dass 
ungefähr 22 % der Sonnenstrahlung in Energie statt in Hitze umgewandelt 
wird.



Bernd_Stein

: Bearbeitet durch User
von Icke ®. (49636b65)


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Bernd S. schrieb:
> Nun aber zurück zur Ausgangsfrage des Artikels. Lohnt es sich, den Sion
> in der Sonne zu parken, oder benötigt er die gesamte durch die Sonne
> gewonnene Energie, um den Innenraum herunter zu kühlen? Die kurze
> Antwort: Ja, es lohnt sich!

Zunächst, Zitate sollten als solche gekennzeichnet werden, auch das 
gehört zur Netiquette.

In dem Artikel wird ausgesagt:
"In einem Sommer in München benötigt die Klimaanlage des Sion bei voller 
Stärke für zehn Minuten Kühlung 0,7 kWh."

Um wieviel Grad sich die Innentemperatur in zehn Minuten verringert, 
wird aber nicht verraten. Doll wirds nicht sein, denn üblicherweise 
haben Autoklimaanlagen Leistungen ab ca. 6kW aufwärts und haben Mühe, in 
10 Minuten ein in der Sommersonne geparktes Auto angenehm 
runterzukühlen. Die vom Sion hat rechnerisch 4,2kW.

https://www.kfztech.de/kfztechnik/sicherheit/klima/klimaanlage.htm

"Generell gilt unter optimalen Bedingungen: um 0,7 kWh aus Solarenergie 
zu gewinnen, muss der Sion 50 Minuten lang in der direkten Sonne geparkt 
sein."

Sono scheint wohl generell immer von optimalen Bedingungen auszugehen. 
0,7kWh in 50 Minuten entsprechen einer durchschnittlichen Ladeleistung 
von 840 Watt. Das erscheint mir nicht realistisch.

von Falk B. (falk)


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https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/mobilitaet/tesla-in-der-rabattfalle/

"Neben den technischen und Haftungsproblemen bei Lagerfahrzeugen hält 
die Betriebswirtschaftslehre, Abteilung Marketing und kognitive 
Dissonanzen, noch einige Fallstricke beim Rabattverkauf von Neuwagen 
bereit. "

Schön gelacht! ;-)

"Laut CNN haben allein in Shanghai etwa 200 Käufer des Tesla Model Y und 
Model 3 vor einem Tesla-Auslieferungszentrum wütend mit Plakaten 
protestiert,"

Naja, was sind 200 Protestler in China? Da macht der Sack Reis, der 
umfällt, mehr Wellen.

"Denn gerade das Auslaufen der staatlichen Kauf-Subvention Ende 2022 hat 
viele dazu bewogen, ihre Käufe abzuschließen."

Geht weg wie geschnitten Brot!

: Bearbeitet durch User
von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Bernd S. schrieb:
> Warum muss ich mich für ein Post entscheiden?
> Es geht mir darum Informationen zu verbreiten.

>>Zitat aus den Nutzungsbedingungen, mit Hervorhebung:

>>Der Zweck dieses Forums ist der Austausch über Themen aus dem Bereich
>>Elektronik, Informatik, sowie Technik und Wissenschaft im weiteren Sinne.

>>Für das Verbreiten von Informationen (bzw. Meinungen) bist du hier
>>nicht an der richtigen Adresse.

Ich denke Offtopic gelten etwas andere Regeln, sonst müsten hier 80% der 
Threads geschlossen werden.

Und meine Meinung ist nun mal :
Walta S. schrieb:
> Und warum soll ich mir nach 7 Jahren ein Video ansehen?
>
> Walta
>
1. Weil der Link im Eröffnungsposting noch funktioniert und das Video
sehr gut die Realität beschreibt. Du musst dem Mann halt mal zuhören und
darüber nachdenken. Dann erst in so einem Thread evtl. was schreiben.

http://www.umweltbrief.org/neu/html/Elektroautos_Autoindustrie.html

2. Jetzt sieht man an Hand des Sions bzw. Sono Motors, dass nicht dass
auf den Straßen herumfährt was benötigt würde, sondern Angeberkarren die
nichts mit dem Umweltschutz oder Resourcen einsparen zu tun haben,
sondern einfach weiter *SUV*'s ( Super Unnötige Vehikel ) in neuer
Aufmachung. Nämlich als eCar.

3.An der ganzen eMobilität sieht man, dass unsere Staatsvertreter nicht
unsere Interessen vertreten, sondern die der Industrie.
Hätte man den Automobilbauern vorgegeben einheitliche Batterieformate in
ihre eCar's einzubauen und die Tankstellen so umgebaut, dass man einfach
über eine Grube fährt die automatisch den Akku wechselt, dann würden
jetzt so viele eCar's herumfahren, dass eMobilität kein Thema mehr wäre.

Aber Nein, man schreibt uns indirekt vor zu Fuß zu laufen oder mit Bus,
Bahn und dem Fahrrad zu fahren, weil wir uns natürlich kein eCar leisten
können, die sind nämlich super teuer.
Außerdem haben wir ( die Masse ) kein Haus mit Lademöglichkeit,
Solarzellen auf dem Dach die unsere Powerwall aufladen usw.
Wir sollen einfach mit unseren Steuergeldern dafür sorgen, dass die
eMobilitätsinfrastruktur für die Besserverdiendenden und Reichen
ausgebaut wird, damit diese schön weiter machen können wie bisher, halt
nur mit weniger Autos auf den Straßen.

Die ganzen, durch den Pöbel verursachten Staus - Ist ja schrecklich !

Oder wieso wird genau bei den Kleinstwagen, in D damit angefangen sie
nicht mehr als Verbrenner zu produzieren und nicht bei den
Spritschleudern?

https://www.youtube.com/watch?v=Mn-vNd6Z1PI


Bernd_Stein

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd S. schrieb:
> Die Zensur hat wieder mal zugeschlagen !
Du postest deine persönliche MEINUNG mit Politkgejammer in mehreren 
Threads und schreist dann "Zensur, Zensur, nieder mit der Zensur!", wenn 
einer davon gesperrt wird? Wie quer hängt denn das im Kopf?

Als Antwort auf dein "der man aus der Politik solls richten"-Lamento 
siehe dort:
Beitrag "Re: Elektromotorauto versus Verbrennungsmotorauto"

Und ebendort im verlinkten Thread eine Kleinigkeit runter erklärt dann 
der Besitzer dieses Forums was er eigentlich hier haben will: eine 
technische Diskussion und kein tumbes "die anderen sind 
Schuld"-Gejammer.

: Bearbeitet durch Moderator
von Bernd S. (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) (bernd_stein)


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Lothar M. schrieb:
> ...
> eine
> technische Diskussion und kein tumbes "die anderen sind
> Schuld"-Gejammer.
>
Es geht nicht um Gejammer, es geht darum, dass der Mann aus dem 
verliktem Video, dier durchaus auch technisch begabt wie auch 
interressiert ist, erst jetzt vom Sion bzw. Sono Motors erfahren hat, es 
sich also offensichtlich noch nicht weit genug herumgesprochen hat, weil 
wie z.B. auch hier Andersdenkende mit Meinungen der Allgemeinheit 
Mundtot gemacht werden, indem einfach Beiträge gelöscht werden oder die 
Diskussionen geschlossen.

Wäre mal interessant zu erfahren, ob der Admin in einem Mietshaus wohnt 
und was er für ein Auto fährt.


Bernd_Stein

: Bearbeitet durch User
von A. S. (achs)


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Lothar M. schrieb:
> Du postest deine persönliche MEINUNG mit Politkgejammer in mehreren
> Threads

Für mich sieht das nach einfacher Werbung mit kommerziellem Interesse 
aus. Egal ob er einen Sono angezahlt hat oder Aktien am Unternehmen 
besitzt. Anders ist der Kreuzzug für ein unnötiges weiteres Auto mit 
seit den 90ern obsoleten Konzepten nicht erklärlich.

Dass z.b. elon musk eine Batteriewechselstelle baut, um ein Vielfaches 
an Subvention zu erhalten, ist unternehmerisch sinnvoll. Damit 
technikfremden Kunden zu imponieren ist ein Marketing -Coup.

Sowas hier zu propagieren, ohne jedes rationale Argument oder 
Verständnis, ist nervend.

Klar verirren sich auch Leute hierhin, die Handwärme per Peltier ins 
Netz einspeisen wollen. Aber selbst die treten dabei nicht auf als 
wollten sie damit die Welt retten.

von Jörg S. (joerg-s)


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Bernd S. schrieb:
> Hätte man den Automobilbauern vorgegeben einheitliche Batterieformate in
> ihre eCar's einzubauen und die Tankstellen so umgebaut, dass man einfach
> über eine Grube fährt die automatisch den Akku wechselt, dann würden
> jetzt so viele eCar's herumfahren, dass eMobilität kein Thema mehr wäre.
Nicht der Quatsch schon wieder... Die massiven Nachteile von so was 
sollten sich doch langsam rumgesprochen haben.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Cyblord -. schrieb:
> Thorsten M. schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>> 400 Watt Peak auf der Eingangsseite, mehr muss man zu diesem Feature
>>> nicht wissen.
>>
>> Pi mal Daumen wären das 400kWh im Jahr.
>
> Schon diese erste Annahme ist extrem schön gerechnet. Aber ok, nur so
> funktioniert PV und E-Auto.

Es ist eine Annahme unter Idealbedingungen, also nie im Schatten. Es 
entspricht etwa einer Balkonsolaranlage, scheint mir plausibel.

Ich bin halt der Meinung, dass man das was man rechnen kann auch einfach 
mal rechnen sollte.

Dass man das Auto nicht das ganze Jahr unbeschattet in idealer Lage 
abstellen kann, ist auch klar. Für einen Straßenparker, der 
typischerweise zwischen Häusern im Teilschatten steht, würde ich noch 
eine Ernte von höchstens einem Viertel davon schätzen, also bleiben noch 
250km/Jahr. Bei 10000km Jahreslaufleistung also 2,5%.

Die Zahlen sind natürlich sehr mit Vorsicht zu genießen, aber werden 
hoffentlich auch nicht um einen Faktor 10 daneben liegen.

von Falk B. (falk)


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Thorsten M. schrieb:
>>> Pi mal Daumen wären das 400kWh im Jahr.
>>
>> Schon diese erste Annahme ist extrem schön gerechnet. Aber ok, nur so
>> funktioniert PV und E-Auto.
>
> Es ist eine Annahme unter Idealbedingungen, also nie im Schatten. Es
> entspricht etwa einer Balkonsolaranlage, scheint mir plausibel.

Idealbedingungen sind NIE realistisch und plausibel! Es sind rein 
theoretische Papierwerte, die nur der Vermarktung dienen!
Allein der nicht immer optimale Anstellwinkel von Solarpanelen 
verhindert einen Idealwert beim Wirkungsgrad.

von Falk B. (falk)


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Thorsten M. schrieb:
> Ich bin halt der Meinung, dass man das was man rechnen kann auch einfach
> mal rechnen sollte.

Schön, Und dann? Mit dem Ergebnis der Milchmädchenrechnung in der Gegend 
rumtanzen und Märchen erzählen?

> Dass man das Auto nicht das ganze Jahr unbeschattet in idealer Lage
> abstellen kann, ist auch klar. Für einen Straßenparker, der
> typischerweise zwischen Häusern im Teilschatten steht, würde ich noch
> eine Ernte von höchstens einem Viertel davon schätzen, also bleiben noch
> 250km/Jahr. Bei 10000km Jahreslaufleistung also 2,5%.

AHA! Da kommen wir der Sache schon näher! Und rechne mal den Gewinn an 
Energie und Laufleistung gegenüber den Aufwand und Kosten des 
Solardachs.

von Falk B. (falk)


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https://www.elektroauto-news.net/2023/tesla-deutschland-senkt-preise-um-bis-zu-9100-euro

" „Unser Fokus auf kontinuierliche Produktverbesserung durch originelle 
Konstruktions- und Herstellungsprozesse hat unsere Fähigkeit, das beste 
Produkt zu branchenführenden Kosten herzustellen, weiter optimiert“, so 
Tesla in seiner Mitteilung weiter. Hierdurch sei es dem Hersteller 
gelungen eine Normalisierung eines Teils der Kosteninflation zu 
erreichen. Was man nun zur Entlastung an die eigenen Kunden weitergeben 
wird.“ "

Das halte ich für eine glatte Lüge. Man muss es halt nur so verkaufen, 
um nicht zugeben zu müssen, daß die Nachfrage schwächelt.

von Thomas U. (charley10)


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Falk B. schrieb:
> 
https://www.elektroauto-news.net/2023/tesla-deutschland-senkt-preise-um-bis-zu-9100-euro
>
> " „Unser Fokus auf kontinuierliche Produktverbesserung durch originelle
> Konstruktions- und Herstellungsprozesse hat unsere Fähigkeit, das beste
> Produkt zu branchenführenden Kosten herzustellen, weiter optimiert“, so
> Tesla in seiner Mitteilung weiter. Hierdurch sei es dem Hersteller
> gelungen eine Normalisierung eines Teils der Kosteninflation zu
> erreichen. Was man nun zur Entlastung an die eigenen Kunden weitergeben
> wird.“ "
>
> Das halte ich für eine glatte Lüge. Man muss es halt nur so verkaufen,
> um nicht zugeben zu müssen, daß die Nachfrage schwächelt.

Ursache?

Wer künftig in einer warmen Bude noch was zu futtern haben möchte, muss 
sich um Mobilität keine Gedanken mehr machen...

von Falk B. (falk)


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Thomas U. schrieb:
>> Das halte ich für eine glatte Lüge. Man muss es halt nur so verkaufen,
>> um nicht zugeben zu müssen, daß die Nachfrage schwächelt.
>
> Ursache?

Das weiß ich nicht so genau. Fakt ist, beim Wegfall der Kaufprämien, 
auch in China, kaufen weniger Leute. Und warum wohl "verkauft" Tesla 
soviele Prämien incl. relativ viel Ladevolumen? Aus Menschenliebe? Eher 
nicht.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Falk B. schrieb:
> Thorsten M. schrieb:
>> Es
>> entspricht etwa einer Balkonsolaranlage, scheint mir plausibel.
>
> Idealbedingungen sind NIE realistisch und plausibel!

Der Nominalwert ist aber plausibel.

> Allein der nicht immer optimale Anstellwinkel von Solarpanelen
> verhindert einen Idealwert beim Wirkungsgrad.
Dort sind (laut Hochglanzprospekt) über 1kW-Peak an Solarzellen verbaut, 
der "Anstellwinkel" ist also schon berücksichtigt.

Falk B. schrieb:
> Thorsten M. schrieb:
>> Ich bin halt der Meinung, dass man das was man rechnen kann auch einfach
>> mal rechnen sollte.
>
> Schön, Und dann? Mit dem Ergebnis der Milchmädchenrechnung in der Gegend
> rumtanzen und Märchen erzählen?

Falk, du bist Ingenieur, schon vergessen?
Ich bin auch der Meinung, dass so eine Solarverkleidung Blödsinn ist, 
aber jetzt habe ich grobe Zahlen und nicht nur ein Bauchgefühl. Und die 
Zahlen sind sogar besser, wie ich gedacht hätte.

> AHA! Da kommen wir der Sache schon näher! Und rechne mal den Gewinn an
> Energie und Laufleistung gegenüber den Aufwand und Kosten des
> Solardachs.
Ob du 1000EUR für die Solarisierung zahlst oder 1000EUR für den Name ist 
doch egal. Allerdings wöllte ich keine Kunststoffkarosserie mit 
aufgeklebten Modulen. Vorstellbar wäre noch ein Glasdach und Heck- und 
Seitenscheiben als Dünnschichtzellen ausgeführt. Dann ist man zwar 
ertraglich noch viel weiter weg, hat aber keine fahrzeuglichen 
Einschränkungen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Machen wir uns nichts vor - die Solarzellen sehen vllt. toll aus, sind 
aber genau zu der Zeit, wo man sich sowieso viel um die Akkus kümmern 
muss (Herbst und Winter) Unsinn und nur zusätzliches Gewicht. Das mag in 
Nevada oder Kalifornien besser funktionieren, ist aber bei uns Unsinn, 
den man bezahlen muss.
Hier kannste froh sein, wenn im Jahresdurchschnitt 50W aus einem 
Quadratmeter moderne Solarzellen kommen.
Guckt euch an, was im Moment von der PV in den Netzverbund gespeist 
wird:
https://www.smard.de/home
Die gelben Flächen sinds - kann man zur Zeit vergessen.

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