Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schmitt-Trigger Funktionsbeschreibung


von Florian (Gast)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo
Ich versuche mich daran, die Funktionsweise eines diskret (!) 
aufgebauten Schmitt-Triggers technisch korrekt aber einfach und 
verständlich zu erklären ohne mich dabei zu sehr in Details zu 
verzetteln. Als Anhang mein Entwurf dazu. Ich würde mich über 
konstruktive Hinweise freuen.

von oszi40 (Gast)


Lesenswert?

Sobald T1 durch eine höhere Basisspannung leitend wird, sperrt T2. Über 
den Emitterwiderstand ergibt sich eine Hysterese. Der Rest steht in der 
Wiki oder im Elektronik-Kompendium sicher viel schöner.

von Possetitjel (Gast)


Lesenswert?

Florian schrieb:

> Ich versuche mich daran, die Funktionsweise eines diskret (!)
> aufgebauten Schmitt-Triggers technisch korrekt aber einfach und
> verständlich zu erklären

Wem? Wem möchtest Du das erklären?

Die Frage ist ernst gemeint; vom Zielpublikum hängt nämlich ab,
welches Wissen Du (unausgesprochen) voraussetzen darfst bzw.
musst, und in welcher Tiefe Du Dinge erklären musst.

> ohne mich dabei zu sehr in Details zu verzetteln.

Äh... hmmm. Das tust Du aber...

Es ist sehr unschön, den Leser mit dem Kopf voran in einen
ihm zunächst völlig unbekannten Zusammenhang zu werfen (z.B.
direkt der Anfang: "An R_E fällt eine ..."). Deutlich angenehmer
sind ein paar einleitende Worte bzw. Sätze, in denen man z.B.
sagen sollte, was das genaue Thema ist, in welchen Teilschritten
man das Thema zu behandeln gedenkt und welches Vorwissen man
voraussetzt.

Außerdem ist eine "strukturierte Programmierung" nützlich. Man
sollte also das Ganze, das man erklären will, nicht sofort in
die Atome zerlegen, sondern erstmal in handliche Einzelteile.
Beim Schmitt-Trigger wäre das der Hinweis, dass es sich um einen
zweistufigen mitgekoppelten Verstärker handelt. Alternativ kann
man die Schaltung auch als mitgekoppelten Differenzverstärker
auffassen.
Wichtig ist, die Mitkopplung zu erwähnen, denn die führt zu
dem scharfen Umschalten, dem Sprungverhalten.

Aus der strukturierten Darstellung, die das Ganze in mehreren
Stufen in Einzelheiten zerlegt, folgt auch die übliche Gliederung
des Textes in Kapitel. Die hat den Vorteil, dass der Leser die
Teile, die ihm schon geläufig sind, beim Lesen überspringen kann.
In Deinem ungegliederten Text geht das nicht.

> Als Anhang mein Entwurf dazu.

Ich habe ihn nur angelesen; dabei sind mir die Punkte oben
aufgefallen.

> Ich würde mich über konstruktive Hinweise freuen.

Ich hoffe, ich war nicht zu destruktiv... :)

Und - ja, einen klaren, gut lesbaren Text zu verfassen, das ist
richtig Arbeit.

von Axel S. (a-za-z0-9)


Lesenswert?

Florian schrieb:
> Ich versuche mich daran, die Funktionsweise eines diskret (!)
> aufgebauten Schmitt-Triggers technisch korrekt aber einfach und
> verständlich zu erklären ohne mich dabei zu sehr in Details zu
> verzetteln. Als Anhang mein Entwurf dazu. Ich würde mich über
> konstruktive Hinweise freuen.

Da wäre natürlich als erstes zu fragen, warum du das machen willst.
Also z.B. wer das Zielpublikum ist. Ich habe die Schaltung schon mal
hier erklärt:

Beitrag "Re: LDR Schaltung"

Natürlich :) gefällt mir meine Erklärung besser.

von Karl H. (kbuchegg)


Lesenswert?

Florian
Um ehrlich zu sein, hab ich deine Beschreibung nicht wirklich 
verstanden. Ich denke zb auch, dass einiges davon gar nicht richtig ist.
Das fängt schon mal damit an, dass Transistoren nicht spannungsgesteuert 
sondern stromgesteuert sind. Deine Betrachtung der Spannungen an den 
diversen Basen hinkt meiner Meinung nach daran, dass du nirgends 
betrachtet, was Spannungsänderungen für Folgen für den Stromfluss in die 
jeweiligen Basen haben (weil sich durch die Spannungsänderungen der 
Stromfluss durch den jeweiligen Basiswiderstand und damit in die Basis 
selber ergeben).

von Karl H. (kbuchegg)


Lesenswert?

Karl Heinz schrieb:

> verstanden. Ich denke zb auch, dass einiges davon gar nicht richtig ist.

Zum Beispiel der Teil hier
1
> Weil T2 ein wenig sperrt, fliesst auch etwas weniger Strom aus seinem Emitter und damit auch durch RE
2
> Ein kleinerer Strom durch RE lässt aber auch die an dem Widerstand abfallende Spannung steigen.

Entweder ich hab da einen massiven Denkfehler oder da stimmt was nicht.

Wenn ich durch einen Widerstand weniger Strom schicke, dann fällt über 
dem Widerstand weniger Spannung ab, nicht mehr.
1
  U = R * I
R ist konstant, I wird kleiner. Dann wird auch U kleiner.
(Oder ins Absurde getrieben. Bei 0 Strom fällt über einem Widerstand 
auch 0 Spannung ab und nicht unendlich viel)

Und ab da bin ich dann in deiner Beschreibung gedanklich ausgestiegen. 
Ab da stimmt sie dann nicht mehr und irgendwie macht es den Anschein, 
als ob du selbst da auch kämpfen musstest um die Kurve zum Kippen von T1 
zu kratzen. Denn wenn die Spannung am Emitter steigen würde, würde sich 
dadurch der Strom durch die Basis von T1 automatisch verringern (weil 
die Spannung an der Basis auch höher wird, wodurch die 
Spannungsdifferenz an R2 kleiner wird und damit weniger Strom durch R2 
und in weiterer Folge durch die Basis kommt) und T1 würde immer weniger 
leiten.

von Florian (Gast)


Lesenswert?

Danke.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.