Florian schrieb:
> Ich versuche mich daran, die Funktionsweise eines diskret (!)
> aufgebauten Schmitt-Triggers technisch korrekt aber einfach und
> verständlich zu erklären
Wem? Wem möchtest Du das erklären?
Die Frage ist ernst gemeint; vom Zielpublikum hängt nämlich ab,
welches Wissen Du (unausgesprochen) voraussetzen darfst bzw.
musst, und in welcher Tiefe Du Dinge erklären musst.
> ohne mich dabei zu sehr in Details zu verzetteln.
Äh... hmmm. Das tust Du aber...
Es ist sehr unschön, den Leser mit dem Kopf voran in einen
ihm zunächst völlig unbekannten Zusammenhang zu werfen (z.B.
direkt der Anfang: "An R_E fällt eine ..."). Deutlich angenehmer
sind ein paar einleitende Worte bzw. Sätze, in denen man z.B.
sagen sollte, was das genaue Thema ist, in welchen Teilschritten
man das Thema zu behandeln gedenkt und welches Vorwissen man
voraussetzt.
Außerdem ist eine "strukturierte Programmierung" nützlich. Man
sollte also das Ganze, das man erklären will, nicht sofort in
die Atome zerlegen, sondern erstmal in handliche Einzelteile.
Beim Schmitt-Trigger wäre das der Hinweis, dass es sich um einen
zweistufigen mitgekoppelten Verstärker handelt. Alternativ kann
man die Schaltung auch als mitgekoppelten Differenzverstärker
auffassen.
Wichtig ist, die Mitkopplung zu erwähnen, denn die führt zu
dem scharfen Umschalten, dem Sprungverhalten.
Aus der strukturierten Darstellung, die das Ganze in mehreren
Stufen in Einzelheiten zerlegt, folgt auch die übliche Gliederung
des Textes in Kapitel. Die hat den Vorteil, dass der Leser die
Teile, die ihm schon geläufig sind, beim Lesen überspringen kann.
In Deinem ungegliederten Text geht das nicht.
> Als Anhang mein Entwurf dazu.
Ich habe ihn nur angelesen; dabei sind mir die Punkte oben
aufgefallen.
> Ich würde mich über konstruktive Hinweise freuen.
Ich hoffe, ich war nicht zu destruktiv... :)
Und - ja, einen klaren, gut lesbaren Text zu verfassen, das ist
richtig Arbeit.