Hallo community, auf meinen Recherchen zum FBAS Standard bin ich auf dieses PDf im Anhang gestoßen. Auf der zweiten Seite ist eine Grafik, die die prinzipielle Verschaltung einer Set-Top-Box mit einem TV-Gerät darstellt. Die Grafik habe ich euch auch nochmal mit drangehängt. Aus der Grafik, und natürlich auch aus dem Text, entnehme ich, dass jedes Gerät, welches standardisiert ist, ein FBAS-Signal von 2 Vp-p rausgibt. Alles was eben diesem Pegel nicht entspricht, entspricht auch nicht dem Standard. Auf der Seite des Widergabegerätes muss dann eben ein 75 Ohm Terminierungswiderstand vorhanden sein, der das Signal um die Hälfte reduziert. Auch das ist eine standardisierte "Vorgehensweise". Ok, soweit so gut. Wenn ich mir jetzt allerdings die technischen Daten von sämtlichen Überwachungskameras oder Platinenkameras oder Kameras für den FPV-RC-Modellbau ansehe, sind dort als Ausgangspegel nur 1Vp-p angegeben. Heisst das dass diese Kameras schlicht und ergreifen nicht dem Standard entsprechen ? Und ist mein oben geschildertes Verständis richtig ? Vielen Dank schonmal für die Antworten.
Im Prinzip ist schon alles richtig, was du sagst. Dein Mißverständnis entsteht dadurch, daß die 1Vpp mit Abschlußwiderstand gemessen werden müssen und nicht am offenen Ausgang. Und schon hat sich der Kreis geschlossen :-))
Gut, bin ich doch nicht so blöd! :-D Ich hatte nämlich mal eine Probeaufbau mit einem MAX4314 von Maxim gemacht. Dort steht nämlich auch dass der 75 Ohm Widerstand an jeden Eingang dran muss. Seltsamerweise hatte es mit einigen Kameras funktioniert, mit anderen wieder nicht. Als ich den Widerstand allerdings rausgelötet hatte, lieft die ganze Sache.... Kann sich das jemand erklären ?
Wenn man es korrekt macht, wird die Quelle im Leerlauf 2Vss an einem 75 Ohm Quellwiderstand liefern und der Empfänger (Monitor) einen Abschlusswiderstand von ebenfalls 75 Ohm haben. Also kommen bei angeschlossenem Monitor 1Vss an. Die Idee hinter 2 x 75 Ohm ist, dass ein einmal gesendetes Signal am Ende der Leitung möglichst nicht reflektiert wird. Dafür müssen Abschlusswiderstand und Kabelimpedanz überein stimmen. Das tun sie in der Praxis natürlich nicht ganz exakt, so dass ein kleiner Teil doch reflektiert wird. Läuft der jetzt auf einen weiteren Abschlusswiderstand am Sender, wird dort wieder nur ein kleiner Teil des kleinen Teils reflektiert, so dass so gut wie nichts mehr am Empfänger vom doppelt reflektierten Signal ankommt. Wenn man am Sender den Abschlusswiderstand weg lässt - das ist ja immerhin 0,02 Cent billiger - und die gesendete Spannung auf 1Vss reduziert, könnte der am Empfänger reflektierte Rest vom Signal in voller Höhe am Sender wieder reflektiert werden und am Empfänger deutlich stärker (bzw. überhaupt) sichtbar werden. Rush ... schrieb: > Heisst das dass diese Kameras schlicht und ergreifen nicht dem Standard > entsprechen ? Es entspricht dem Standard, ist aber einfach nur billig gemacht. Rush ... schrieb: > Als ich den Widerstand allerdings rausgelötet hatte, lieft die ganze > Sache.... > > Kann sich das jemand erklären ? Mit mehr Informationen auf jeden Fall. So einfach aber nicht.
Ok. Welche Infos wären denn noch von Nöten. Ich habe den MAX4324 identisch dem Referenzdesign wie im Datenblatt beschrieben aufgebaut. Viel ist da ja nicht. Lediglich der 75 Ohm Widerstand am Eingang und ein 75 Ohm in Reihe am Ausgang.
Rush ... schrieb: > Ok. Welche Infos wären denn noch von Nöten. Ich habe den MAX4324 > identisch dem Referenzdesign Du meinst MAX4314. Was mir im Referenzdesign auffällt, ist, dass es keine negative Spannungsversorgung gibt. Da Videosignale normalerweise DC-frei sind*, d. h., positiv und negativ sind, kann diese Schaltung mit normalen FBAS-Signalen gar nicht funktionieren. Also VEE = -5V und VCC = +5V. Bei unipolarer Versorgung ist eine so eine Schaltung nicht unerheblich aufwändiger. *Auch diesbezüglich gibt es hochintelligente Hersteller, die wissen, dass man einen Elko sparen kann und dass das trotzdem mit den meisten Empfängern zusammen spielt
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