Wie auch bei Beitrag "Autobatterie mit Labornetzgerät laden" will ich meine
Starterbatterie so laden. Sie hat 100 Ah/12V. Obwohl sie recht neu ist,
ist sie ständig leer (ca. 35% lt. Batterietester). Der Händler hat sie
getestet und auch mein einfaches Batterietestgerät sagt, daß sie OK ist.
Etwa 5 mOhm Innenwiderstand.
Im Auto gibt's auch keine Leck-/Kriech-/Ruheströme, die groß sind und
fahren tue ich auch öfter.
Wenn ich die Batterie an einem Controller-geregelten Ladegerät auflade,
beendet dieses nach wenigen Stunden die Ladung. Der Säureanzeiger zeigt
immer "laden" an. Da sie wartungsarm ist, kommt man auch nirgends ran
:-( (Sch... Industrie, die einfachste Wartungsmöglichkeiten abschafft.)
Wenn ich am Labornetzgerät 14,4 V Spanungsbegrenzung einstelle, zieht
die Batterie nur 0,3 A. So habeich sie jetzt ca. 30 Stunden geladen.
Aber die Säureanzeige hat sich nicht geändert. Auf die Weise bekomme ich
ja auch nur ca. 9 Ah "rein", müßte also fast eine Woche warten - wenn es
denn was bringt.
Da ist es ja auch kein Wunder, daß die Automatikladegeräte abschalten.
Ebenso, daß die Lichtmaschine das Teil nie voll bekommt, egal, wie lange
ich fahre, denn auch der Laderegler wird abschalten bzw. so lange fahre
ich dann doch nicht ;-)
Gehe ich auf 1,5..2,0 A Strombegrenzung, geht die Spannung auf ca.
15,5..16 V hoch.
Was ist nun besser? Zielführender? Wieso ist die Batterie so merkwürdig
leer?
Ich halte es für wahrschlich das die Batterie platt ist.
O.3A bei 14.4V sind zuwenig bei eine 100Ah Batterie.
Erhöhe mal testweise die Spannung für 1min auf 15V. Wenn die Batterie
nicht sofort viele Ampere zieht dann kannst du sie beerdigen.
Olaf
olaf schrieb:> Erhöhe mal testweise die Spannung für 1min auf 15V. Wenn die Batterie> nicht sofort viele Ampere zieht dann kannst du sie beerdigen.
Das habe ich ja schon im Grunde gemacht, wie beschrieben.
Mein Netzteil liefert "nur" 2,5 A (und das besser nicht stundenlang). Ab
16,2 V ist die Stromaufnahme am Anschlag.
Wie sieht es denn im umgekehrten Fall aus? Wenn du die Batterie mit
einer H4 Lampe oder einem vergleichbaren Verbraucher belastet, bricht
dann die Spannung genau so stark zusammen?
Olaf
Florian schrieb:> Was ist nun besser? Zielführender? Wieso ist die Batterie so merkwürdig> leer?
Die Frage ist erstmal, ob sie das wirklich ist. Wie wurde die Ladung
ermittelt? Das geht sicher nur durch Stromzählen beim Komplettentladen.
Dem Säureheber und irgedwelchen Schnelltestern würde ich nicht
vertrauen. Hatte gerade eine neue Sonnenschein-Batterie (Testsieger 2011
oder so) gekauft, deren Säuredichte nicht über 1,22 (kompensiert) zu
bringen ist. Heißt nach Skala "halb voll". Testweise habe ich sie dann
mal auf 25% Nennkapzität entladen - alles ok. Die ausgemusterte Car Tech
Batterie hatte bis zum Schluß durchgängig 1,29.
Achso, die hat ein "magic eye", das den Ladezustand anzeigt. Naja dann
soll der Händler sie doch mal voll laden, wenn er meint, daß die ok ist,
obwohl sie nie "voll" wird. Da beißt sich doch logisch was.
Btw. meine Exide hat auch so eine Entlüftungsleiste mit den Stopfen
unten dran. Man kann sie zum Säuremessen abheben, was aber schon wegen
der Gewährleistung nicht empfehlenswert ist.
> Obwohl sie recht neu ist, ist sie ständig leer (ca. 35% lt.> Batterietester).
ein Kfz-Starter-Akkus ist ja auch kein Experimentierobjekt für einen
Batt.Tester, entweder der Akku erfüllt seinen Zweck - von dem du hier
noch nichts geschrieben hast, oder er macht Probleme.
Mit 2,5 A einen 100 Ah-Akkus laden zu wollen .... die Formel für die
Standardladung kennst du aber schon? C in Ah / 10 also 1x Zehntel der
Kapazität ohne h > Std. wäre der Normal-Ladestrom. das macht min. 10 A
Jetzt darfst du uns mal erklären welches Problem dein Auto oder Akku so
hat.
Als Ratschlag, wenn die Gewährleistung noch greift, das Ding zurück zum
Verkäufer und Geld zurück.
Anderenfalls würde ich den Akku mal richtig "trainieren", vllt. kommt
der dann wieder oder überhaupt zu seiner wirkl. Leistung > Kapazität.
Wie hoch liegt denn die Spannung wenn die Batterie 24h in Ruhe war?
Wenn sie dann noch >12,6 - 12,9V liegt sollte sie gut sein und dein
Batterietester dich in die Irre führen!
So richtig hilfreich fand ich das jetzt alles nicht.
Exide ist durchaus ein Markenhersteller
http://de.wikipedia.org/wiki/Exide. Glaubt irgendwer, daß da wo Varta
oder Sonnenschein drauf steht, das auch drin ist? Die Batterie war auch
mal Testsieger, weshalb ich sie gekauft hatte.
Im Auto zeigt sich die geringe Ladung dadurch, daß die Standheizung
nicht anspringt, weil Unterspannung oder nach 10 Minuten
Innenraumbeleuchtung (ein T5 hat da ein paar Lampen mehr als ein
durchschnittlicher Pkw), der Starter nicht mehr will. Das sind die
Momente, in denen man sich freut, wenn man sich selbst Starthilfe geben
kann, weil die Kiste noch ne zweite Batterie verbaut hat.
Ich habe jetzt einfach mal 24h mit 2,5 A @ 16 V geladen. Garantie ist
nicht mehr und mehr als kaputt kann sie ja auch nicht mehr werden.
Der Säureanzeiger (der ja vom Hersteller verbaut ist, sicher nicht genau
ist, aber zur Dichte der Batterie passen wird) zeigt immerhin jetzt grün
an. Ein erster Test (mit vorhandener Oberflächenspannung) ergab nun 3,3
mOhm, 13,18 V, 820 A und 98 % Ladung. Jetzt werde ich mal eine H4 Lampe
oder einen dicken Widerstand ran hängen und sehen, was nach ein paar
Stunden zu sehen ist.
Florian schrieb:> So richtig hilfreich fand ich das jetzt alles nicht.> Exide ist durchaus ein Markenhersteller
Ich hatte schon mal den Fall, dass die Lichtmaschine bzw. deren Regler
die erforderliche Spannung nicht zusammengebracht hat. Da wurde dann ne
neue Batterie gekauft und nach nem Monat war wieder Sense.
Tipp: Es gibt so kleine Voltmeter, die kann man in den
Zigarettenanzünder stecken und so die Spannung bei Stillstand und
Betrieb bequem mitverfolgen.
Kosten keine 5 Euro, müssen ggf. "geeicht" werden (also mit Multimeter
vergleichen) und dann gehts los.
Wenn der Ladestrom bei 14,4V schon unter 0,3A geht, wenn die Batterie
erst 1/3 voll ist, ist sie wohl nicht mehr ganz so "neu" und muß mal zum
Ausgleichen und Desulfatieren länger und mit höherer Spannung geladen
werden.
Idealerweise hat man ein Lade/Meßgerät, auf dem das Konvergieren von
Strom oder Spannung gut ablesen kann, um den "nun iss wirklich voll -
Zustand" zu erkennen.
Florian schrieb:> Jetzt werde ich mal eine H4 Lampe> oder einen dicken Widerstand ran hängen und sehen, was nach ein paar> Stunden zu sehen ist.
Wieso externe H4 -Lampe dranhaengen?
Dein Auto ist doch bestimmt standardmaessig mit Beleuchtung
ausgestattet.
Schalte das Abblend- oder Fernlicht ein und entlade darueber die
(vollgeladene)Batterie.
Angenommen beide Lampen haben zusammen 300W (nachsehen im Handbuch..)
dann wird die Batterie mit mindestens I = P/U = 300W/12V = 25A
belastet.(die Ruecklichter etc vernachlaessigt)
Die Akkukapazitaet betraegt 100Ah = 25A * h => h = 100Ah/25 = 4h.
rein theoretisch sollte die Akku also 4 Stunden lang die Lampen mit
"Strom" versorgen koennen.Das duerfte utopisch sein: ich denke mal 3h
sollten ok sein....Spannung waehrend der Aktion messen um Tiefentladung
zu vermeiden und in ein schoenes Diagramm einzeichnen fuer spaetere
Referenzmessungen.
Das ist nur eine pi x Daumenmessung - aber gibt Dir eine realistische
Einschaetzung der Batteriekapazitaet.
Mit 25A Belastung wird der 100Ah Autosammler vielleicht 3 Stunden
durchhalten! Die 100Ah gibts mit viel Glück, ganz neuer Batterie und
unter Laborbedingungen bei max 5A Belastung.
senke schrieb:> Mit 25A Belastung wird der 100Ah Autosammler vielleicht 3 Stunden> durchhalten!
Liest du auch manchmal die Beiträge, die du zu "verbessern" gedenkst?
Toxic schrieb:> ich denke mal 3h sollten ok sein.
Toxic schrieb:> Angenommen beide Lampen haben zusammen 300W (nachsehen im Handbuch..)> dann wird die Batterie mit mindestens I = P/U = 300W/12V = 25A> belastet.(die Ruecklichter etc vernachlaessigt)> Die Akkukapazitaet betraegt 100Ah = 25A * h => h = 100Ah/25 = 4h.> rein theoretisch sollte die Akku also 4 Stunden lang die Lampen mit> "Strom" versorgen koennen....
Kann man aus dem Spannungsabfall bei Belastung nicht den Innenwiderstand
der Batterie ausrechnen und sich so ein Bild über den Zustand derselben
verschaffen?
J. Ad. schrieb:> Kann man aus dem Spannungsabfall bei Belastung nicht den Innenwiderstand> der Batterie ausrechnen und sich so ein Bild über den Zustand derselben> verschaffen?
Ri = deltaU/deltaI - kann man machen.Aber den hat der Threadstarter
offensichtlich eh schon ermittelt: 5mOhm.....
Ob's stimmt - keine Ahnung.