Hallo, beim lesen dieses Threads Beitrag "Welcher Controller bin ich?" ist mir die vordergründig naive oder sogar dumme(?) Frage im Sinn gekommen: Warum wird "jede" fertige µC Anwendung geschützt ? Das eine aufwendige Entwicklung in der die meisten Kosten in der Firmware stecken geschützt wird ist mehr als nachvollziehbar - auch das sicherheitsrelevante Sachen geschützt werden ist schon rein aus Versicherungsrechtlichen Gründen leider der Standard. Aber warum auch z.B. bei so einer billigen Blinkschaltung die man selbst als Endverbraucher für viel weniger Geld kaufen kann als schon alleine die Bauteile kosten würden (für mich als privaten Bastler)? Das ein "offener" µC nur das sehr schwer auswertbare hex File liefert und natürlich nicht das "echte" Programm (wie und in welcher Sprache programmiert wurde wird sowieso nur schwer bis gar nicht erkennbar sein) soll nicht Thema der Diskussion sein. Bitte beachten: Die Blinkschaltung dient nur als ->Beispiel<- für einfache µC Anwendungen und deren Schutz - er geht nicht darum wie man eine Blinkschaltung programmiert oder das es gefühlt 1000 fertige und offene Blinkschaltungen für "jede" µC Familie im Netz gibt. mfg Naiv?
Da man den uC sowieso falshen muss, kostet es nicht mehr dabei die Code-Protection Fuse zu setzen. Wieso sollte es der Hersteller dann nicht machen?
Naiv ? schrieb: > Aber warum auch z.B. bei so einer billigen Blinkschaltung Weil die chinesische Hinterhofklitsche das "Design" vor ihrem unmittelbaren Konkurrenten schützen will, der chinesischen Hinterhofklitsche im Stockwerk drüber/drunter oder auf der anderen Straßenseite.
die Kollegen aus Fernost kopieren alles, sogar den Kopierschutz ;-) Glaubt mir, die Jungs da drüben machen sich da keinen Kopf drüber. Die verstehen unsere "Probleme" hier nicht. Allein über dieses kleine philosophische Pupsthema kann man mit denen 5h diskutieren bis es kocht. Am nächsten Tag wissen die nicht mal mehr warüber wir mit denen gesprochen haben... Die "lernen" das so und aus, das wird nicht hinterfragt. Was von oben kommt oder in irgendwelchen Büchern steht ist gesetzt - egal wie sinnvoll, wichtig oder FALSCH es ist. Nur so am Rande, als kurzen Extrakt aus meiner realen Erfahrung mit den Jungs.
Zumal es eine Schutzreaktion davor ist, verklagt zu werden. Sei es, weil man wirklich urheberrechtlich geschützten code kopiert hat, oder auch nur aus Angst in irgendwelche Trivialpatente zu tappen.
Matthes schrieb: > Was von oben kommt oder in irgendwelchen Büchern steht ist > gesetzt - egal wie sinnvoll, wichtig oder FALSCH es ist. Seien wir doch froh darüber. Gelle? Innovation hat immer auch mit dem bewußten (und wohlüberlegten) Übertreten irgendwelcher althergebrachter Schranken zu tun - oder wenigstens mit dem scharfen Hinterfragen selbiger. W.S.
Einfache Begründungen: "Das ham' we scho immä so g'macht". Wenn es nicht kostet... Ein weiterer Grund: In jedem Betrieb gibt es ein Cleverle. Der lädt sich den Code runter und "verbessert" ihn. "Das muss doch auch schneller gehen" - ein paar Konstanten befummeln. Das geht einige Zeit gut und hinterher will's keiner gewesen sein. Letzteres hatten wir schon. Zwar im Zusammenhang mit einer SPS und einer Maschine mit Totalschaden, aber das Prinzip ist das Gleiche. Aus diesem Grund ist es sogar sinnvoll den Schutz zu verwenden. Bei uns hatte keiner das Gefühl, dass gerade seine kompositorischen Ergüsse, besonders schützenswert wären.
Der Nutzen* ist gering, die Kosten aber noch viel geringer... * Nutzen ist in diesem Fall, das Risiko auszuschliessen, dass das Programm kopiert wird oder dass jemand das Programm deassembliert und einem danach patentrechtliche oder sicherheitstechnische Vorwürfe macht.
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