Hallo, hoffe es kann mir einer weiterhelfen! Habe hier ein ASRock SBC-210 Bord und eine 6.5" NEC TFT Display, die ich gerne aus Platzgründen direkt über den vorhandenen LVDS1- Anschluß verbinden möchte. Leider habe ich keinen Plan ob das überhaupt geht, oder wie die PINs verbunden werden müssen? Kann mir da einer weiterhelfen? Wäre sehr nett! Wenn gewünscht kann ich die einzelnen Datenblätter als PDF zusenden!
Das TFT-Display hat keine LVDS-Schnittstelle, sondern wird parallel angesteuert. Daher kannst Du es nicht ohne zusätzliche Elektronik mit Deinem "Bord" verbinden. Die zusätzliche Elektronik besteht aus einem LVDS-Empfänger mit parallelem Ausgang, der aber zu Deinem Display passen muss - das ist ein 18-Bit-Display.
@rufus, vielen Dank für die Rückantwort, suche dann noch ein wenig weiter nach einer Lösung zum Anschluß des TFT!
Hier hat jemand so ziemlich das gleiche Problem: Beitrag "Converter VGA oder LVDS nach 44-pin LCD Connector"
Hallo, danke für die vielen Antworten! Habe in meiner Schatzkiste da noch diesen Transmitter gefunden, der wohl aber genau umgegehrt arbeitet (Parallel zu LVDS), oder? Kennt jemand das Teil? Auf der Patine ist dieser Chip: Double pixel LVDS display interface transmitter/receiver DS90C387VJD
Der DS90C387 ist ein LVDS-Transmitter ("Sender"), also in der Tat nicht, was Du brauchst. Obendrein ist die Kombination 387/388 ein Relikt aus der Frühzeit der Displayansteuerung, der wurde verwendet um den Weltstandard OpenLDI umzusetzen. Dieser Weltstandard wurde von im wesentlichen einem einzigen Monitormodell verwendet, dem SGI 1600SW, der um die Jahrtausendwende herum das schickste vom schicken war, jetzt aber völlig irrelevant ist (ein 17.3"-Display mit 16:10 und 1600x1024 Pixeln Auflösung, das nur mit der zugehörigen Spezialgraphikkarte --eben einer OpenLDI-Karte-- verwendbar war).
@Rufus, danke für die Rückantwort! Gibt es zu diesem Teil hier: http://www.ti.com/product/ds90cf366/description einen Schaltplan vom LVDS zum Anschluss des TFT und wäre jemand bereit, mir da weiter zu helfen? Bin da leider nicht so fit wie Ihr!
Zunächst musst Du klären, wie und ob Du Dein Arock-Board so konfigurieren kannst, daß es ein für Dein Display brauchbares Timing ausgibt. Der LVDS-Anschluss Deines Asrock-Boards hat 2 Kanäle mit jeweils fünf LVDS-Paaren (das sind die Paare _DATA0/_DATA0# .. _DATA3/_DATA3# und _CLK/_CLK# jeweils für LVDS_A und LVDS_B) Für Dein Display ist nur ein LVDS-Kanal zu verwenden, der wiederum am LVDS-Receiver-Baustein anzuschließen ist: http://www.ti.com/ds_dgm/images/fbd_snls055i.gif (links sind die LVDS-Paare zu sehen, rechts die TTL-Signale für Dein Display). Der LVDS-Empfänger ist ein 24-Bit-Empfänger, also muss Dein Asrock-Board auch dazu gebracht werden, 24-Bit-Signale auszugeben. Dein Display hat nur 6 Bit pro Grundfarbe, um es mit dem 24-Bit-Empfänger zu verbinden, musst Du die 6 Bit des Displays mit den sechs höherwertigen Bits (7-2) des Empfängers verbinden. Es gibt LVDS-Empfänger auch mit 18 Bit, was besser zu Deinem Display passen würde, aber dann muss Dein Asrock-Board anders konfiguriert werden. Zusätzlich sind die verschiedenen Takteingänge Deines Displays mit dem LVDS-Empfänger zu verbinden, das sind CLK, HSYNC & VSYNC. Entscheidende Hausaufgabe für Dich: Finde heraus, wie der LVDS-Port Deines Asrock-Boards konfiguriert wird. Du musst folgende Parameter konfigurieren können: Auflösung (640x480) Anzahl LVDS-Kanäle (einer) Bittiefe (24, wenn Du den DS90CF366 verwenden willst) Oh, und nochwas: Du brauchst auch eine Hintergrundbeleuchtung. Das Display verwendet eine CCFL-Röhre; hast Du einen passenden "Inverter" dafür und weißt Du, wie der anzusteuern ist?
@Rufus, vielen Dank für Deine Hilfe. Werde das einmal alles durchgehen und bei Fragen werde ich mich nochmals melden! Der "Backlight Inverter" wird mit 5V angesteuert und vom einem Netzteil für Board mit versorgt!
@Rofus, laut PDF-Doku ist der DS90CF366 aber 18bit RGB + 3 bit (Hsync, Vsync u. DE)? Muss ich dann den DS90CF386 nehmen? Will mir da noch einen Schaltplan machen, den ich hier dann auch poste! Mit den Bios- Einstellungen des Asrock muss ich noch klären, da steht nur, dass die LVDS Enabled/Disabled werden kann und eine Auswahl an TFTs hat, die aber in der Doku nicht spezifiziert sind! (Kann ich noch nicht testen, habe das Board noch nicht hier!)
R. S. schrieb: > laut PDF-Doku ist der DS90CF366 aber 18bit RGB Ah, das ist dem ... Gemeinschaftstext von TI zu '366/'386 zu verdanken. Gut hingeguckt. Ja, der '366 passt zu Deinem Display, aber Du musst dann halt auch den LVDS-Ausgang passend konfigurieren können. Wenn da nur eine Auswahl an TFTs genannt wird, wirst Du anhand deren Bezeichnungen Dir die Datenblätter zusammensuchen müssen und dann vergleichen, was Deinen Anforderungen nahekommt. Was ist eigentlich das Ziel der Übung? Willst Du aus reinem Ehrgeiz heraus ein altes Display weiterbetreiben? Das Display ist über 15 Jahre alt, der Betrachtungswinkel ist mit 100°/80° auch eher erbärmlich ... und die Standard-VGA-Auflösung ist für viele Zwecke auch eher ungenügend. (Für 60 EUR bekommt man ein 8"-Display mit XGA-Auflösung inklusive kompletter Ansteuerungselektronik, die DVI-, HDMI-, VGA- und sogar FBAS-Signale verdaut, und das Display hat die heutzutage üblichen 170° Betrachtungswinkel auf beiden Achsen)
@Rofus, Ziel der Übung ist, alles in ein vorhandenes Gehäuse zu packen wo nur das Display, Mainbord u. Netzteilplatz hat. Ein AD-Board passt da nicht mehr hinein! Das Display benötige ich in 6.5", weil davor eine Metallplatte mit Öffnung ist, die genau den Ausschnitt des Displays abdeckt! Finde aber im Netz kein Display 6.5" mit LVDS zu einem vernünftigen Preis!
Naja, das mit der Versorgungsspannung musst Du Dir natürlich noch mal ansehen -- der 'F366 erzeugt natürlich nicht die Versorgungsspannung Deines Displays, deswegen sind die Verbindungen zwischen GND und VCC, äh, zwar nicht falsch, aber so auch Unfug. Richtiger Unfug ist die Verdrahtung der Pins 12, 19 und 26 des Displays mit dem 'F366. Und ob DE (Display Pin 27) wirklich mit RxOut20 verbunden werden will? Mal mal ein logisches Schema, also nicht eines, wo die physische Anordnung der Pins am IC-Gehäuse vorgibt, was wohin kommt, sondern die Funktion.
@Rofus, vielen Dank für Deine Mühe. Warte jetzt einmal ab, ob der Grafikcontroller so konfigurierbar ist, dass die Bildgröße nativ vom Grafikcontroller ausgegeben werden kann!
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