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Forum: HF, Funk und Felder Notfunk aktuell


Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo.

Ein aktuelles Beispiel über den Sinn von "Uralttechnologie":
http://fm4.orf.at/stories/1761897/

Mit freundlichen Grüßen: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Wonko (Gast)
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> Alleine das Netz aus militärischen Feldtelefonen, für das viertausend
> Meter Leitung auf dem Camp verlegt worden waren, zeigte sich vom Inferno
> völlig unbeeindruckt.

Tja, wer Funk kennt nimmt Draht.

Schade daß der Katastrophenschutz das vergessen hat und die meisten 
Fernmeldezüge eingestampft wurden.

Autor: Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite
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Wonko schrieb:
>> Alleine das Netz aus militärischen Feldtelefonen, für das viertausend
>> Meter Leitung auf dem Camp verlegt worden waren, zeigte sich vom Inferno
>> völlig unbeeindruckt.
>
> Tja, wer Funk kennt nimmt Draht.
>
> Schade daß der Katastrophenschutz das vergessen hat und die meisten
> Fernmeldezüge eingestampft wurden.

Ich würde allerdings während des Gewitters auch kein Feldtelefon 
anfassen ;-)

Autor: doedel (Gast)
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steht übrigens sogar in der DV, dass bei Gewitter der Fernmeldebetrieb 
einzustellen ist :-)

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Gab es nicht noch Blitzschutzzubehör zum Feldtelefon? Mit 
auswechselbaren "Patronen", ich nehme an Überspannungs-Funkenstrecken? 
Allerdings lag unser eines Exemplar beim THW irgendwo im Regal rum. Die 
lange Leitung musste zuerst über diesen Blitzschutz geführt werden und 
dann ans Telefon oder die Vermittlungsanlage.

Die EME-Doppelyagi auf dem Foto war ja sicher mit den vorschriftmässigem 
2*3m-Staberdern verbunden.

Autor: Ham (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Die EME-Doppelyagi auf dem Foto war ja sicher mit den vorschriftmässigem
> 2*3m-Staberdern verbunden.

Auch den dazugehörigen Artikel gelesen?

"Durch die tagelange Hitze war der berüchtigte Sandboden der Mark 
Brandenburg so ausgetrocknet, dass alle zum Blitzschutz getroffenen 
Maßnahmen konterkariert wurden. Der Boden hatte schlicht keine 
Leitfähigkeit mehr"

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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SO ich habs mal durchgelesen.
Es erinnert mich an eine Szene diese Woche im TV, vom Woodstock-Festival 
damals 1969. Da kam auch ein Unwetter auf, die größte Sorge für dem Mann 
am Mikrofon waren allerdings Besucher, die auf die Scheinwerfergerüste 
geklettert waren. Der Sturm drohte die Dinger umzuwerfen und noch 
Danebenstehende zu erschlagen.

Im Sand kann man die Blitzbahn anschließend ausbuddeln, da verglast der 
Sand regelrecht.

PS.: https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibsand
"...der Spitzname des Kurfürstentums Brandenburg, aufgrund des sandigen 
Bodens wurde es Streusandbüchse des Reichs genannt."

Autor: Martin P. (billx)
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Wir haben Dienstag noch Feldkabel in die Landschaft gelegt ... na gut 
anschließend auch wieder aufgerollt...

Allerdings haben wir keine Feldtelefone ausgebaut sondern AWITEL

Autor: Marek N. (bruderm)
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Kilovolt pro Ampere.
Aha!

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Auf dem Display stand es noch richtig, auch die Zahl war eine Ziffer 
länger.

<Schiller> Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort </Schiller>
http://gutenberg.spiegel.de/buch/wallenstein-3306/13
So sind's halt, die Journalisten. Wäre ja nur 381 kOhm.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jürgen (Gast)
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Aktuell:

Hurrikan Matthew in Fort Lauterdale: Amateurfunknetz via broadcastify
http://www.broadcastify.com/listen/feed/1215

Autor: Böser Bub (Gast)
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Hallo

Ach was, was soll der alte, barrierefreie analoge Dreck der ohne 
Providerverträge mit monatlicher Gebühr und ohne automatischen 
Terrorschutz (böse Zungen nennen es auch Massenüberwachung und 
Vorratsspeicherung) funktioniert?
Und viel schlimmer von Amateuren ohne Gewinnabsicht und im schlimmsten 
Fall sogar mit selbst gebauten Gerätschaften betrieben wird...

Dahinter muss ein gut überwachtes, privatwirtschaftliches Netz stehen 
das geheime oder zumindest Lizenz geschützte Codecs zur 
Sprachübertragung nutzt und auf ein dichtes Netz von Relaisstationen und 
funktionierenden Kabelverbindungen zum Internet angewiesen sind.
Weil so ein Netz halt teuer ist ist es natürlich selbstverständlich das 
die Relaisstationen keine Notstromversorgung und/oder einen ernsthaften 
Batteriepuffer mehr haben können.
Es hat auch jeder ein Handy oder Smartphone - die kosten ja nichts 
genauso wie die Netzgebühren nur eine Urban Legend sind.
Das nebenbei diese schönen Gerätschaften sehr leicht ausgenutzt werden 
können um Bewegungsprofile zu erstellen und massive Verletzung der 
Privatsphäre auszuüben ist auch nur Propaganda irgendwelche paranoider 
Verschwörungstheoretiker.

Nein es ist schon gut das für die Katastrophenvorsorge immer mehr auf 
Apps, Handys, Smartphones und kommerzielle, ausfallsichere schnelle 
Datennetze vertraut wird.


Achtung: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten

Böser Bub

Autor: Mani W. (e-doc)
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Alleine schon die Textpassage, wonach die Funker kaum Empfang
hatten bzw. massive Störungen, zeigt ja schon, dass neue Technik
wie Schaltnetzteile und Led-Leuchten sich nicht unbedingt vertragen,
die analoge Technik aber zuverlässiger ist im Katastrophenfall...

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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die vom CCC hatten die kabelgebundenen Feldtelefone nur aufgebaut, weil 
sie genau wussten, dass der ganze neumodisch digitale Krams sowieso 
gehackt werden würde

Morsecode versteht aus der aktuellen Hackerszwene sowieso keiner mehr, 
für die junge Generation unmöglich zu hacken

(und schon weg-getrollt...)

Autor: Kai A. (kaiand1) Benutzerseite
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Das Camp ist ein gutes Beispiel was passiert wenn Kommunikation 
(Digitales System) ausfällt sowie der Strom wegfällt.

Bei schlechten Empfang ist mit zb UKW immer noch mit Rauschen was zu 
verstehen aber wenn das Digitale Signal Fehler hat bleiben Information 
weg da diese Fehlerhaft sind.

Bei Regenwetter war früher bei Analog Sat das Bild immer noch was 
erkennbar aber bei Digital sind nur noch Klötze und Bildhänger zu sehen 
(bei schlechter Verbindung)...

http://www.derwesten.de/staedte/hattingen/umstellu...
Feuerwehr und Polizei haben da ja mit Digital auch so Empfangsprobleme 
was mit dem Analogen Funk nicht gab...

Digital hat schon seine Vorteile da einiges einfacher wird jedoch auch 
anfälliger.

Und wer weiß schon was noch kommt bei einen Krieg. Ein EMP über dem Land 
wird uns quasi in die Steinzeit zurückversetzten.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Mike.

Mike B. schrieb:

> Morsecode versteht aus der aktuellen Hackerszwene sowieso keiner mehr,
> für die junge Generation unmöglich zu hacken

Da wäre ich nicht so sicher.....ich kenne einige. Alleine der Spass, so 
eine Codierung/Decodierung im Kopf zu machen, kann Nerds reizen. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Kai.

Kai A. schrieb:

> Digital hat schon seine Vorteile da einiges einfacher wird jedoch auch
> anfälliger.

Nachteile Digital:

Die Infrastrucktur im Hintergrund für das Funknetz ist im Vergleich viel 
wichtiger als bei analog. Ad hoc ein Netzt aufzubauen wie bei Analog ist 
viel schwerer. Bei Tetra wurde ich soviel ich weiss extra dafür etwas 
nachgeflickt. Wie das funktioniert, weiss ich nicht, und es müsste wohl 
auch regelmäßig geübt werden, damit es im Ernstfalle funktioniert.

Das Signal ist breitbandiger. Dadurch wird es empfindlicher gegenüber 
Mehrwegeempfang. D.h. es gibt möglicherweise mehr "Funklöcher", obwohl 
die Feldstärke dort eigentlich ausreichend wäre. Feldstärke alleine ist 
es eben nicht.

Bei Störungen durch Mehrwegeempfang wird erst einmal die 
Datenübertragung langsamer, bevor sie dann komplett abreisst. Inwieweit 
das "Langsamer werden" eine Warnung auslöst, weiss ich nicht. Direkt 
"hören" kann man es wohl nicht, solange ausreichend Puffer da ist. Bei 
Analog merkt man es am verstärkten Rauschen.
Das könnte dazu führen, dass ein digitals Netz bei Hochlast schneller in 
die Überlastung rutscht als es vermutet wird. Weil Datenverluste und 
Requests durch Reserven bei mittlerer Last noch ausgeglichen werden 
können, bleibt eben dieser Zustand möglicherweise unentdeckt.

Bei Analog kann man sich eine "gute Stelle" anhand von Feldstärke" und 
"wenig Rauschen" suchen. Mit etwas Übung hat man das schnell raus. Das 
ist aus obigen Gründen bei digital nicht so einfach. Ob die Funkgeräte 
entsprechende Tools dafür bereithalten, weiss ich nicht. 
Feldstärkeanzeige ist auch nur die halbe Miete....

Shannon lässt sich halt nicht verarschen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Shannon-Abtasttheorem
https://de.wikipedia.org/wiki/Shannon-Hartley-Gesetz

>
> Und wer weiß schon was noch kommt bei einen Krieg. Ein EMP über dem Land
> wird uns quasi in die Steinzeit zurückversetzten.

Ein NEMP ist, wie auch ein LEMP eine Art Dirac Stoss und damit sehr 
breitbandig, d.h. seine Energieinhalt wird über einen weiten 
Frequenzbereich verschmiert.
Darum ist eine der Techniken, mit einem solchen Puls klarzukommen eine 
schmalbandige Filterung. Schmalbandig Filtern lässt sich aber nur auf 
schmalbandige Signale, weil breitere dabei verstümmelt werden.
d.h. ein breitbandiges Digitalsignal lässt sich von der Filterung her 
wesentlich schlechter gegen einen EMP schützen als ein schmales analoges 
Signal.


Was leicht anderes:

Bei der letzten Verkehrskontrolle durch die Polizei habe ich beobachtet, 
dass die Personendatenabfrage im digitalen Netz auch nicht schneller 
abläuft als unter dem analogen. Meine Vermutung (die ich auch anderswo 
immer Bestätigt sehe): Der Flaschenhals ist NICHT die Leitung am 
Clienten, sondern eher das zusammenlaufen vieler Datenkanäle am Server 
UND die direkte Abfrage an der Datenbank selber. Auch wenn letzteres von 
den Datenbankleuten immer vehement bestritten wird....;O)

Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob und wie weit bei 
Einsatzfahrzeugen
Digitaltechnik wirklich nötig ist, oder ob nicht Lobbys nur teuer etwas 
verkaufen wollten. Die Fehlerkorrekturmöglichkeiten machen Digital ja 
erst einmal sehr gut aussehend.....die Probleme durch die höhere 
Komplexität *) kommen ja erst, wenn man in Grenzsituationen damit 
umgehen muss.

Noch ein Aspekt: Analog lässt sich leichter abhören. Auch wenn es 
verboten war und ist, unter Analog wurde es weit praktiziert. Das ist 
aber indirekt auch eine Kontrolle der Polizei und anderer 
Sicherheitsorgane durch die Öffentlichkeit. Diese fällt nun weg....
Als Bürger sollte ich aber auch gegen den Staat selber und seine 
Vertreter ein gehöriges Misstrauen haben. Speziell die deutsche 
Vergangenheit bietet ja mehrfach Ansatzpunkte zum Lernen dieses 
Misstrauens.

*) Selbst im analogen Funk kann die Komplexität durch Techniken, die den 
Operator eigentlich entlasten soll, so gesteigert werden, dass Probleme 
entstehen. Zum Beispiel durch die von mir immer kritisierte 
Subaudio/Tonesquelch Technik. Fallbeispiel: Der Yarnell Hill Waldbrand 
in den USA. Einen Untersuchungsbericht findet man hier: 
http://wildfiretoday.com/documents/Yarnell_Hill_Fi... oder 
hier 
https://www.documentcloud.org/documents/800043-yar... 
auf Seite 2:
"Radio communications were challenging throughout the incident. Some 
radios were not programmed with appropriate tone guards. Crews 
identified the problem, engaged in troubleshooting, and developed 
workarounds so they could communicate using their radios. Radio traffic 
was heavy during critical times on the fire."
Persönlich finde ich diese Technik im Amateurfunk nur lästig. In obigem 
Feuerwehr Beispiel war sie tödlich.

Mit freundlichem Gruß und gestreubten Nackenhaaren: Bernd Wiebus alias 
dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Dussel (Gast)
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Kai A. schrieb:
> Feuerwehr und Polizei haben da ja mit Digital auch so Empfangsprobleme
> was mit dem Analogen Funk nicht gab...

Vielleicht hättest du mal etwas mehr als nur die Überschrift lesen 
sollen.

Zitat:
"Die Polizei, bei der der Digitalfunk schon mehrere Jahre eingesetzt 
wird, kennt die Verbindungsprobleme, auch wenn die mit der Umstellung 
deutlich abgenommen haben. In der dicht bebauten Altstadt sei der 
Empfang aber stellenweise schwierig. Das beschränke sich allerdings 
jeweils nur auf wenige Meter..."

Kai A. schrieb:
> Bei Regenwetter war früher bei Analog Sat das Bild immer noch was
> erkennbar aber bei Digital sind nur noch Klötze und Bildhänger zu sehen

Man kann sich fast völlig verrauschte Bilder immer noch schön reden. 
Objektiv betrachtet hat man unter den selben Empfangsbedingungen mit 
digitalen Signalen länger ein besseres Bild als mit analog.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Bernd W. schrieb:

Nachtrag:

> Ein NEMP ist, wie auch ein LEMP eine Art Dirac Stoss und damit sehr
> breitbandig, d.h. seine Energieinhalt wird über einen weiten
> Frequenzbereich verschmiert.

Der Dirac-Stoß hat viele verschiedene Namen: In der Wikipedia ist er 
unter "Delta-Distribution" erklärt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Delta-Distribution

Mit freundlichem Gruß und gestreubten Nackenhaaren: Bernd Wiebus alias
dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite
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Dussel schrieb:
> Kai A. schrieb:
>> Feuerwehr und Polizei haben da ja mit Digital auch so Empfangsprobleme
>> was mit dem Analogen Funk nicht gab...
>
> Vielleicht hättest du mal etwas mehr als nur die Überschrift lesen
> sollen.
>
> Zitat:
> "Die Polizei, bei der der Digitalfunk schon mehrere Jahre eingesetzt
> wird, kennt die Verbindungsprobleme, auch wenn die mit der Umstellung
> deutlich abgenommen haben. In der dicht bebauten Altstadt sei der
> Empfang aber stellenweise schwierig. Das beschränke sich allerdings
> jeweils nur auf wenige Meter..."

Wie macht das die Armee? Haben die auch digital?
Früher trug einer einen Rucksack mit Funkgerät und hatte halbwegs 
Empfang.
Bei digital fürfte wie oben beschrieben "halbwegs" Empfang etwas wenig 
sein, da kommen dann nur noch knirschende Halbsätze bei raus, und so 
Halbsätze a la stille Post machen sich im Kampf wirklich nicht gut, 
zumal man auch nicht immer alles 5 mal wiederholen kann

und gerade die wenigen Meter bis zum besseren Empfang sind im 
Kampfgetümmel eben NICHT immer möglich

ein Funknetz besteht da aus einer Funkleitstelle mit großer Antenne und 
den Endgeräten, und je nach Frequenz ist die Reichweite auch bei 
geringer Sendeleistung entsprechend hoch

natürlich kann man digital besser verschlüsseln, aber ging das nicht 
auch mit analog?

> Man kann sich fast völlig verrauschte Bilder immer noch schön reden.
> Objektiv betrachtet hat man unter den selben Empfangsbedingungen mit
> digitalen Signalen länger ein besseres Bild als mit analog.

schon mal am Fernseher mit SAT-Schüssel gesessen und versucht genau 
diesen einen Beitrag zu sehen, also z.B. Fußball-Übertragung, Formel1 
oder sonstewas, z.B. gemütlich zu Weihnachten alle beisammen
Und du sitzt da und kriegst auf jedem Kanal nur noch Klötzen-Standbilder 
nur weil es draußen schneit...
Bei Analog hat man den Griesel auf dem Bildschirm als gegeben 
hingenommen, konnte man doch trotzdem immer noch was erkennen, und zwar 
durchgängig

Autor: Ex-Fernmelder (Gast)
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> Wie macht das die Armee? Haben die auch digital?
Die haben analog, digital, viel alten Schrott und Personalmangel ...

> Früher trug einer einen Rucksack mit Funkgerät
Heute nennt sich das Manpack und arbeitet meist auf KW.

http://www.greenradio.de/

Autor: chris (Gast)
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Polizei, Tetra, da ist ein Repeater im Auto montiert und Handfunkgeräte 
haben nur 500mW.
Datenverbindung, da es ein peer to peer Netz ist und es grosse 
Ressourcen für Sprache und Routing braucht ist die Datenkapazitat 
begrenzt. Bei Bündelung aller Kanäle wird max 10kbit/sec erreicht, 
normalerweise jedoch 2.5kbit auf Anwenderebene.
In DE musste schon mehrmals auf alte Technik zurückgegriffen werden weil 
das Tetra Netz kollabiert ist, wie auch in anderen Staaten. Dass die 
Beamten mit der alten Technik nicht mehr zurecht kamen war blöd.
Digital wurde eingeführt mit dem Argument, nicht abhörbar,
EU Länderübergreifend, extrem teuer, wird von Eu Antiterrorismusfond 
bezahlt, weltweiter Standard, extrem zuverlässig, und Hauptargument, 
Führungskrafte können Konferenzen oder point to point kommunizieren ohne 
dass normale Polizisten davon was mitbekommen.
Militär nutzt es nicht da unzuverlässig und richtig blöd, keine 
Kommunikation mit Hubschrauber oder Flugzeug möglich.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo böser Bub.

Böser Bub schrieb:

> Nein es ist schon gut das für die Katastrophenvorsorge immer mehr auf
> Apps, Handys, Smartphones und kommerzielle, ausfallsichere schnelle
> Datennetze vertraut wird.
>
>
> Achtung: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten

Zum Thema Infrastruktur und Katastrophenschutz hat ein Herr Saurugg aus 
Österreich ein paar Sachen geschrieben:

http://www.saurugg.net/wp/wp-content/uploads/2016/...

http://www.saurugg.net/wp/wp-content/uploads/2016/...

http://www.herbert.saurugg.net/strom-blackout

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Mike.

Mike B. schrieb:

> Wie macht das die Armee? Haben die auch digital?
> Früher trug einer einen Rucksack mit Funkgerät und hatte halbwegs
> Empfang.

Das ist heute immer noch so ähnlich. Die Rucksäcke sind allerdings etwas 
kleiner und handlicher geworden.

Die Digitalisierung hat in erster Linie in einer "ALE" (Automatic Link 
Establishment) genannten Technik einzug gehalten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Automatic_Link_Establishment

Die Stationen senden auf bestimmten, weit über die Kurzwelle verteilten 
Frequenzen kurze Datenpakete als Bake, und hören auch auf andere Baken, 
und wechseln auch automatisch immer die Frequenz. Daraus ergibt sich 
automatisiert ein Überblick, welche Stationen auf welcher Frequenz am 
besten zu erreichen sind. Diese Stationen werden gelistet, und man kann 
sich mit diesen Stationen dann via SSB-Sprechfunk oder einen Datenlink 
verbinden. Eine Norm dazu könnte z.B. "Stanag 5066" sein.
Siehe: http://everyspec.com/NATO/NATO-STANAG/STANAG_5066_v2_6298/
bzw.
Sowas geht dann teilweise auch indirekt, weil für Stationen, die sich 
direkt nicht hören, eine Station, die beide hört, eine Relaisfunktion 
übernehmen kann. Datenpakete können sowieso weitergeschleust werden.

Für den Sprechfunk wird immer noch SSB verwendet, und für den 
Datenverker werden Modems nach verschiedenen Normen verwendet. Eine 
davon ist z.B.
MIL-STD-188-110B.
Siehe: http://hflink.com/standards/MIL_STD_188_110B.pdf

Eigentlich reitet jeder Hersteller von solcher Ausrüstung sein eigenes 
Verfahren, und um eine gewisse Kompatibilität zu gewärleisten, gibt es 
dann z.B. in den USA die MIL-Standards dazu. Für die Nato sind das dann 
"Standard Agreements" (Stanag).
Bei anderen Organisationen, Staaten oder Staatenverbünden sieht das 
wieder anders aus.

Und weil man ja wissen möchte, wass die Gegenseite so treibt, ist es 
opportun, sich auch mit deren Standards und Verfahren vertraut zu 
machen.

Im Einzelfall wird auch die klassische Morsetelegrafie noch zum Einsatz 
kommen.

Dazu gibt es immer noch für die Marine Längstwellenfernschreiben und 
ansonsten Satellitenlinks auf UKW.
Und der Trupp hat natürlich immer noch UKW-Sprechfunk unverschlüsselt 
oder digitalisiert verschlüsselt (Luxus) für kurze Distanzen.
Und, nicht zu vergessen, der Flugfunk der Luftwaffe kann immer noch wie 
jeder Flugfunk AM im UKW Bereich.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Kai A. (kaiand1) Benutzerseite
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Funkstille Orte: Das Sorgenkind der bayerischen Polizei | Kontrovers | 
BR
Youtube-Video "Funkstille Orte: Das Sorgenkind der bayerischen Polizei | Kontrovers | BR"

Autor: Oliver S. (phetty)
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Mike B. schrieb:
> Wie macht das die Armee? Haben die auch digital?

Whatsapp....

Autor: Marek N. (bruderm)
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Bernd W. schrieb:
> Und, nicht zu vergessen, der Flugfunk der Luftwaffe kann immer noch wie
> jeder Flugfunk AM im UKW Bereich.

Nee! Militärischer Flugfunk ist bei 200 bis 300 MHz und in FM.
Heute wahrscheinlich auch verschlüsselt oder zumindest verschleiert.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Ich bin davon überzeugt, dass alle Länder, die über Militär verfügen
auch AM-Sendegeräte besitzen samt Röhrentechnik - nur für den Notfall!

Und nicht nur deshalb...

Man kommt ja weiter, besonders nachts...


Wenn man schon nichts mehr tun kann nach einem EMP, dann zumindest
mit einigen kommunizieren...

Autor: Kai A. (kaiand1) Benutzerseite
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Notfälle passieren oft.
Letztens erst durch Hochwasser wo die ganze Strom/Kommunikation in den 
Betroffenen Bereichen zusammen gebrochen ist.
Und gegen ein EMP bringt es ja auch schon was Geräte in geschirmte Lager 
zu Lagern.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Kai A. schrieb:
> Und gegen ein EMP bringt es ja auch schon was Geräte in geschirmte Lager
> zu Lagern.

Bei Röhrengeräten wird es wohl nicht notwendig sein...

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> Man kommt ja weiter, besonders nachts...

Was hat das mit der Modulationsart zu tun?

Ansonsten ist die Zeit der übers ganze Band durchstimmbaren
Mittelwellensender schon lange vorbei (gewesen).  Die letzten
Sender, die existierten, waren für genau eine Frequenz, für genau
einen Standort gebaut.  Alles andere hätte die Kiste nur sinnlos
verteuert, denn die Frequenzzuteilungen waren international
festgezurrt.

Dass man nach dem Krieg mit viel Aufwand komplett durchstimmbare
Sender gebaut hatte, lag wohl vor allem daran, dass Deutschland
als Kriegsverlierer im Kopenhagener Wellenplan praktisch nicht
vertreten war, sodass man dann für jeden einzelnen Standort zusehen
musste, wie man sich behaupten kann.  Der Aufwand für einen 1:3
durchstimmbaren Sender ist aber beträchtlich.  Das kannst du dir
an den vorhandenen Bildern des Senders „SM8“ aus dem Funkwerk
Köpenick ansehen.

p.s.: Diese alten durchstimmbaren Sender kann man nicht einfach
irgendwo „einmotten“.  Damit sie betriebsfähig bleiben, bedürfen
sie einer permanenten Wartung, und genau wegen der dadurch
anfallenden hohen Kosten hat man sie ja außer Betrieb genommen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Mani W. (e-doc)
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Und worauf greift man dann bei Notfall (GPS, GSM, Internet ausgefallen)
zurück?

Welche Sender könnten weit reichen?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> Und worauf greift man dann bei Notfall (GPS, GSM, Internet ausgefallen)
> zurück?

Amateurfunk …

Damit hat Bernd ja den Thread angefangen.

Rundfunk kann man damit natürlich nicht machen, aber zumindest
Funknetze organisieren.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Mani.

Mani W. schrieb:
> Und worauf greift man dann bei Notfall (GPS, GSM, Internet ausgefallen)
> zurück?
>
> Welche Sender könnten weit reichen?

Für welchen Zweck? Rundfunk?

Ohne Infrastruktur geht dann eigentlich nur Kurzwelle und Mittelwelle 
mit kleinen bis mittleren Leistungen, und nicht regelmäßig.
Langwelle ging theoretisch auch, aber nur mit viel Leistung.

UKW ginge mit sehr hoher Leistung über Troposcatter (Streuung an 
Inhomogenitäten in der Troposphäre). Im kalten Krieg gab es das Ace-High 
Netz, das überwiegend leitungsgebunden war, aber große Lücken mit UKW 
Troposcatter überbrückte. Dass ist aber so richtig Aufwand, und war für 
Telephonie und Fernschreibverbindungen gedacht, nicht für Rundfunk.
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/ACE_High

Tatsächlich wird man praktisch für Rundfunkzwecke auf nichts 
zurückgreifen können, wenn es Lang-, Mittel- und Kurzwelle nicht mehr 
gibt. UKW hat nur lokale quasioptische Reichweite, und die 
Basisbandmodulationsverfahren werden dort zunehmend durch 
Digitalverfahren ersetzt.
Auch wenn das eine bessere Ausnutzung des Kanales bedeutet, so ist das 
im speziellen Falle doch vermutlich eher ineffizient, weil die Digitale 
Bündelung hat nur wirklich Vorteile, wenn Du viele belegte Kanäle hast. 
Das wird dann nicht der Fall sein.
Wegen der besseren Energieausnutzung kannst Du schwächere Sender 
benutzen. Dafür steigt der Energiebedarf der Empfänger an, weil die alle 
einen kleinen Rechner zum Decodieren brauchen. Ich fürchte, dass 
insgesamt der erhöte Energiebedarf der Empfänger die Energieeinsparung 
auf der Senderseite überwiegt.....aber vieleicht gibt es in ein paar 
Jahren Decoder-ICs mit geringerem Stromverbrauch.

Zu Zeiten der staatlichen Post musste eine Vermittlungsstelle für fast 
eine Woche Batteriestrom haben (kalter Krieg und Überlegungen mit 
Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg), später wurde das auf wenige Tage oder 
Stunden reduziert.
Jetzt wird umgestellt auf VoIP. Selbst wenn das Fernmeldenetz noch 
funktionieren sollte, hätten die wenigsten User eine Batteriestützung 
für den Router.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Mani W. (e-doc)
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ich denke, dass Militär und andere Wichtige noch immer
L/MW/KW Sender und Emfänger verwenden, wenn auch verschlüsselt...

Autor: Gerd Giraffe (Gast)
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Östereischiche Notfunkübung morgen am 1. Mai:

https://oe4.oevsv.at/aktuelles/Mitteilung-des-Notf...

Mitteilung des Notfunkreferenten im ÖVSV zur Notfunkübung am 1. Mai

Werte OMs und YLs

am 1. Mai ist von 00:00 bis 23:59 Notfunkübung und ich bitte euch auch 
außerhalb des AOEC & Notfunkübung der Funkamateure QRV zu sein.

Es finden 3 Übungen statt:

- Stationen des Österr. Bundesheeres werden versuchen, möglichst viele 
Funkamateure zu erreichen um Verbindung mit den Bezirkshauptmannschaften 
herzustellen.

- Notfunkstationen der A1 Telekom werden - mit 2 mobilen Teams 
(Rufzeichen OET11 und OET12) welche von Wien/Arsenal (Rufzeichen OET01) 
aus losfahren - versuchen die Glasfaserleitungen Richtung Westen und 
Richtung Süden wieder herzustellen und von Vermittlungsstellen am Weg 
Funkbetrieb auf der Frequenz 3760kHz in LSB durchführen. Alle 3 
Stationen sind auf den 2m u 70cm 145.500MHz und 433.500MHz 
Anruffrequenzen QRV.
Beide mobile A1 Teams benötigen wahrscheinlich auch Weiterleitungen von 
Nachrichten an die Zentrale im Arsenal mit Hilfe der Funkamateure welche 
notstromversorgt sind.

- Die Funkamateure des Österreichischen Versuchssenderverbands üben die 
Übertragung von Nachrichten mit ihren Funkanlagen welche 
notstromversorgt sind.

Wie im Ernstfall sollte man auf den bekannten OE 
Amateurfunk-Notruffrequenzen Hörbereitschaft herstellen.
In dieser Übungsannahme sind das 80m und 40m Band, also 3643kHz 
(3760kHz) und 7085kHz (7110kHz) zu verwenden. Weiters sind 145.500MHz 
und 433.500MHz abzuhören.

Für das Gelingen der Übungen ist es wichtig, dass die Funkamateure 
Bereitschaft zeigen, zur Verfügung zu stehen wenn es darauf ankommt, und 
nicht nur Punkte sammeln um den AOEC zu gewinnen,
und ich bitte euch nach dem Contest & Notfunkübung der Funkamateure mit 
eurer Anlage weiterhin QRV zu sein.

Die Übermittlung von Nachrichten hat unter Anwendung des internationalen 
Buchstabieralphabets zu erfolgen.
Ich bitte euch besonders auf die Dokumentation der aufgenommenen und 
abgegebenen Funksprüche sowie deren Inhalt Wert zu legen.

Für den Funkbetrieb während Notfunkverkehrs gilt wie im Merkblatt 
angeführt:
• Höre den nächsten Umsetzer, Simplexfrequenzen, KW-Frequenzen ab
• Melde dich QRV und sende nur wenn nötig (Funkdisziplin)
• Halte Funkstille bis du angesprochen wirst
• Befolge die Anweisung der Funkleitstation
• Dokumentiere nachvollziehbar die aufgenommenen und abgesendeten 
Funksprüche sowie deren Inhalt
• Übermittle kurz, bündig und aussagekräftig, spreche klar und deutlich
• Verwende das internationale Buchstabieralphabet ohne 
amateurfunkspezifische Ausdrücke
• Versuche Emotionen zu beherrschen


Es wird ein spannender Tag und ich weiß, dass die Übung mit dem 
Bundesheer und A1 Telekom ein Meilenstein in der Entwicklung des 
Notfunks in Österreich - wenn nicht sogar in Europa sein wird,
und ich danke jedem der seinen Beitrag zum Gelingen der Übung macht.


73 de Herbert OE3KJN
Notfunkreferent des ÖVSV

Autor: Max (Gast)
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Und jeder Funkamateur hat seine Station über Stunden Notstrom versorgt?

Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Max schrieb:
> Und jeder Funkamateur hat seine Station über Stunden Notstrom versorgt?

Jeder Notfunk Funkamateur, ja. Wir haben ein Notstromaggregat.

Grüsse,
René

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Max und Rene.

René H. schrieb:

> Max schrieb:
>> Und jeder Funkamateur hat seine Station über Stunden Notstrom versorgt?
>
> Jeder Notfunk Funkamateur, ja. Wir haben ein Notstromaggregat.

Ich bin beim Thema Notfunk nur Beobachter.

Ich habe kein Notstromaggregat, aber als Portabelfunker (wegen Antennen 
und dem ganzen Störnebel in Siedlungen) einige Akkus.

Diese kann ich auch mit dem 24V Handkurbelgenerator eines britischen 
Clansmanfunkgerätesatztes laden.

Mit 5W oder 10W kommt man da schon eine ganze Weile hin. Eine Mosquita 
zieht im Empfangsbetrieb ca. 50mA. Im Sendebetrieb sind es 700mA

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Solange noch genügend funktionstüchtige Verbrennungsmotoren mit
angeflanschtem Generator auf der Straße stehen, hat man auch dort
noch für eine ganze Weile Energiereserven. :)

Klar, irgendwann werden alle Energievorräte verbraucht sein (sofern
man nicht durch Photovoltaik oder Windkraft autark arbeiten kann),
aber die Idee hinter Notfunk ist ja nicht ein zehnjähriges Überleben
auf der Robinson-Insel, sondern die Organisation von Hilfe.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Baum (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Solange noch genügend funktionstüchtige Verbrennungsmotoren mit
> angeflanschtem Generator auf der Straße stehen, hat man auch dort noch
> für eine ganze Weile Energiereserven. :)

Motor an, batterie an die LiMa. Notfalls aus Schrott, Lima und ein paar 
Kleinteilen mit Wind/Wasserkraft (Ein bach in der nähe wirkt wunder) 
strom erzeugen.

Muss ja nich immer Brennstoff sein. Norfalls geht es auch mit einem 
alten Fass, bissl rohr (löten kann man ja auch noch mit feuer) und etwas 
geschick (Handbohrer usw.) Eine dampfturbine zu bauen.

Oder dwn alten Heimtrainer zum Generator umbauen, ein Fahrrad tut es 
auch.

Kreativ sein!

Autor: malsehen (Gast)
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Krieg oder Zombies?

Autor: Baum (Gast)
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malsehen schrieb:
> Krieg oder Zombies?

Weder noch!
Basteleien sind ein toller Zeitvertreib.

Ist wie sudoku oder lesen! Macht den Kopf fit, ohne erfindungsreichtum 
wären wir heute technologisch auch nicht auf dem Stand!

Und was tolleres als ein problem zu lösen und dabei erfolg zu haben gibt 
es ja kaum.

;)

Beitrag #5412915 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Martin M. (wellenkino)
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http://www.wellenkino.de/e104/e104-1.AVI

keine Sorge wir sind auchnoch da..   :-)
lG Martin

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Baum.

Baum schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Solange noch genügend funktionstüchtige Verbrennungsmotoren mit
>> angeflanschtem Generator auf der Straße stehen, hat man auch dort noch
>> für eine ganze Weile Energiereserven. :)
>
> Motor an, batterie an die LiMa. Notfalls aus Schrott, Lima und ein paar
> Kleinteilen mit Wind/Wasserkraft (Ein bach in der nähe wirkt wunder)
> strom erzeugen.

Ohne Infrastruktur im Hintergrund wird das hart und lang. ;O)

Du hast maximal etwas Strom für eine Taschenlampe, ein Funkgerät, und 
mit gaanz viel Glück für einen Laptop.

Für ein Schweissgerät oder eine aktuelle Werkzeugmaschine wird es nicht 
langen.

Auto Lichtmaschinen sind für vergleichsweise hohe Drehzahlen gebaut, und
die müsstest Du mit einer Übersetzung aus was anderem erst erzeugen. Der 
Keilriemen ist auch nur deshalb verwendet, weil er im KFZ kompakt ist. 
Ernergetisch ist er eine Katastrophe. Ein Flachriemen wäre angenehmer 
für den Fall.
Wärend Du etwas relativ langsam laufendes in eher scheibenförmiger 
Bauweise gut statisch auswuchten kannst, muss für schnelllaufendes, 
trommelförmiges dynamisch ausgewuchtet werden, was deutlich schwerer 
ist. Und das ist nötig, wenn dir nicht die Teile nach 3 Minuten Betrieb 
auseinanderfliegen sollen.

Orientiere Dich in der Technik an alten Mühlen. Aber die hatten sowas 
zwischen 2 und 20kW. Und waren extrem wartungsintensiv und zu ihrer Zeit 
Hightech.
Hightech sind sie im Prinzip sogar immer noch...Du braust eine Menge 
Fachwissen und Geschick*) um sowas nachzubauen und am Laufen zu halten.
Angefangen wurde damals oft damit, sich an Ort und Stelle eine 
Drechselbank zu bauen.....

>
> Muss ja nich immer Brennstoff sein. Norfalls geht es auch mit einem
> alten Fass, bissl rohr (löten kann man ja auch noch mit feuer) und etwas
> geschick (Handbohrer usw.) Eine dampfturbine zu bauen.

Löten geht im Feuer....ja. Schonmal probiert? ;O)
Mein Vater hatte die Idee, mir mit 10 Jahren das Löten mit so einem 
klassischen Kupferklotzlötkolben bei zu bringen. Es hat funktioniert, 
aber es ist ein Akt, und man muss sehr gut vorarbeiten....und üüüben.

Wenn die Turbine etwas an Leistung machen soll, wird es schnell schwer. 
Nicht Umsonst hat die Menschheit zuerst in größerem Umfange 
Dampfmaschinen und keine Turbinen gebaut.

Eine Modelldampfmaschine wäre für solche Situationen übrigens u.U. 
geeigneter als ein Notstromaggregat. Ein Notstromaggregat braucht 
Benzin, Diesel oder auch Flüssiggas. Das ist schnell aufgebraucht. Eine 
Dampfmaschine braucht lediglich (sauberes) Wasser, und irgendwas , was 
gut genug brennt. Und Modelldampfmaschinen (oder auch 
Stirling-Maschinen) gibt es bis mehrere hundert Watt, deutlich mehr als 
"Spielzeug".
Das ist gut ausreichend um mit Akkustützung Funkgeräte und Laptop zu 
betreiben.....

Zum improvisieren wäre wohl ein Göpel das einfachste, wenn es etwas 
Leistung sein soll.

Nachtrag:
Ein Bekannter hat das Gestell einer alte Tretnähmaschine mit einem 
Steppermotor**) verbunden und eine Gleichrichtung und eine PWM Regelung 
für einen Akku dahinter geschaltet.
Damit kann er mit den Füßen Strom machen, wärend er auf dem Tisch etwas 
anderes macht.
Diese Nähmaschinenanordnung macht so dauernd 15W. Spitze kurz auch 20, 
aber dann kann man eben her kaum noch arbeiten. Das neben her was 
anderes machen ist auch der Vorteil gegenüber der Heimtraineranordnung, 
die deutlich mehr Leistung bringen könnte.Wenn Du mit 10W einen Akku 
pufferst, kannst Du sogar Elektronikarbeiten machen, wenn Du den 
Lötkolben immer nur anschaltest, wenn Du damit wirklich löten willst. 
Für ein Raspberry würde es dicke langen, nur mit dem Monitor müsstest Du 
den Weg über ein Smartphonde Display gehen.

*) Zum trainieren verzichte mal beim Basteln auf Elektrohandwerkzeuge. 
Bohre mal was mit einer Handkurbelbokrmaschine. Und nicht nur Weichholz. 
Probier mal ein Hartholz. Bohre mal mit einer Handkurbelbohrmaschine ein 
10mm Loch in den Steg einer alten Eisenbahnschiene. Für das Sägen mit 
Handsägen gilt das gleiche. So kriegst Du ein Gefühl für das Material. 
Das ist wichtig, um einschätzen zu können, was machbar ist, und was 
nicht.

**) Steppermotore haben oft starke Permanentmagnete, so dass sie schon 
bei kleinen Drehzahlen eine nutzbare Spannung liefern. Nachteil ist 
dabei das hohe Rastmoment, dass z.b. ein Windrad am loslaufen hindert. 
Bei einem Tretnähmaschinenantrieb ist das Rastmoment bei einem 
adaequaten Generator kein Problem, Du hast genug in den Mauen. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo.

In Bezug auf den oben angesprochenen Notfunkcontest in Oesterreich hier 
im Aanhang die Ergebnisse eines Brainstormings, dass ich Anfang 2012 mal 
gemacht habe:

"EntwurfNotfunkContest_RevA_15Jan2012.pdf" und
"EntwurfNotfunkContest_BeispielParasitaerWAG-RevA_06Feb2012.pdf"

Es ist ein Brainstorming, und ich bin dafür schon Ausgeschimpft worden. 
;O) Insbesondere für die Idee, sich "parasitär" an einen anderen Contest 
anzuhängen. ;O)
Aber dafür ist Brainstorming ja da.

Da insbesondere "" auch Bemerkungen enthält, welche für den 
Nachbarthread: Beitrag "Junge Menschen für den Amateurfunk begeistern" 
interessant sein könnten, werde ich noch von dort nach hier verlinken.

Bevor sie ganz vergessen werden, stelle ich die Ausarbeitungen mal hier 
in die Öffentlichkeit, auch wenn sie mittlerweile etwas veraltet sind.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Baum (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> Probier mal ein Hartholz. Bohre mal mit einer Handkurbelbohrmaschine ein
> 10mm Loch in den Steg einer alten Eisenbahnschiene. Für das Sägen mit
> Handsägen gilt das gleiche. So kriegst Du ein Gefühl für das Material.
> Das ist wichtig, um einschätzen zu können, was machbar ist, und was
> nicht.

Es ging um allgemeine vorschläge.
Abgesehen davon kann ich mir auch noch gaaaanz andere sachen vorstellen.

Bei einem steppermotor würde sogr eine handkurbel gehen.

Oder der kurbelgenerator (hab noch einen ;) ) aus einem feldtelefon.

Autor: Baum (Gast)
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Übrigens: Die ideen im pdf sind meinen sogar sehr ähnlich. (Weiter 
gedacht, aber der grundgedanke stimmt.)

Für die SWL'S würde ich zb. den Kanal 9 (AM/FM/SSB) frei halten und 
darüber Kommunizieren.

Ich jedenfalls würde mich (im fall der fälle, weil notwendig) mit 100W 
Auf KW reinmelden.

Dazu würde ich meinen FT-857 + 15M GFK und Strom über Solar/Akku auf den 
nächstgelegenen berg stellen.
Da dürfte ich sofern ich nicht weggeweht oder andere unvorhergesehene 
Ereignisse passieren bis zu 10 Tage aufhalten können. (Ausrüstung wie 
Zelt, Nahrung, Wasser usw. Natürlich mit inbegriffen) zum Schutz vor den 
naturgewalten ist mein TRX in einem solchen (Säure, Laugen, Wasser 
-Dichten/Beständigen) koffer gepackt!(Siehe Bild: ist zwar nicht ganz so 
ordentlich, passt aber alles rein)

-> 
https://www.amazon.de/gp/aw/d/B06VVLY9W6/ref=mp_s_...

Für reisen und notsituationen sind die sehr gut geeignet.

Da kanns auch mal anfangen zu regnen. ;)

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Baum schrieb:
> Oder dwn alten Heimtrainer zum Generator umbauen

Bernd W. schrieb:
> alte Tretnähmaschine

mir fällt da die gute alte Töpferscheibe ein,

Diese klassischen manuellen Antriebe und Speicher sinnvoll kombiniert 
mit einem BL Motor von einem E-Bike nebst Akkumanagment, ev. noch 
kardanisch gelagert um verluste durch Koreoliskräfte zu verringern, 
sollten als Funknotstromversorgung ideal zu betreiben sein, falls nach 
dem EMP noch etwas verwendbar ist.

 Im militärisch eher irrelevanten Katastrophenfall wird das schwierigste 
sein, einen Lebenden Funker mit Equipment und ausreichen aktuellem 
Interesse am Notdienst zu finden.

Im allgemeinen wird ein totaler Verbindungsabbruch zu einer aktuellen 
Katastrophenregion als hinreichendes Indiz zu Notwendigkeit an Hilfe 
betrachtet, ein Aktives Hilfeersuchen ist zwar hilfreich aber in aller 
Regel nicht zielführender als akute Überlebenssicherung.

Es gibt keinen hinreichend gut erschlossenen Punkt auf der Erde,dessen 
verstummen nicht unmittelbar wahrgenommen würde.
dafür sorgen schon die Interessen des Militärs und der Politik welche 
Machtvakui nicht schätzen.

Namaste

: Bearbeitet durch User
Autor: Baum (Gast)
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Winfried J. schrieb:
> Diese klassischen manuellen Antriebe und Speicher sinnvoll kombiniert
> mit einem BL Motor von einem E-Bike nebst Akkumanagment, ev. noch
> kardanisch gelagert um verluste durch Koreoliskräfte zu verringern,
> sollten als Funknotstromversorgung ideal zu betreiben sein, falls nach
> dem EMP noch etwas verwendbar ist.

Permanenterregter (DC - Motor mit Magneten) mit 1300W habe ich noch als 
ersatz für meinen E-Scooter.
Den kann ich locker mit einem Wasser/Wind-Rad antreiben.

Notfalls würde ich mir eine "Batterie" aus schrott und Urin bauen. (Sind 
halt ein arsch voll "Zellen" parallel und seriell nötig um Strom und 
Spannung zu erzeugen.) Da urin Salz enthält (stinkt halt wie sau) würde 
das gehen.
Wäre halt viel aufwand, mindestens 20 leute müssten täglich die Zellen 
mit neuem Elektrolyt "Befüllen".

Alleine bist du aber so oder so aufgeschmissen! Also wäre es sinnvoll 
sich mit anderen zusammen zu tun.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Winffried.

Winfried J. schrieb:

> mir fällt da die gute alte Töpferscheibe ein,
>
> Diese klassischen manuellen Antriebe und Speicher sinnvoll kombiniert
> mit einem BL Motor von einem E-Bike nebst Akkumanagment, ev. noch
> kardanisch gelagert um verluste durch Koreoliskräfte zu verringern,
> sollten als Funknotstromversorgung ideal zu betreiben sein, falls nach
> dem EMP noch etwas verwendbar ist.

Ich glaube, die Coreoliskräfte kannst Du in dem Zusammenhang getrost 
vernachlässigen. Aber das Prinzip der klassischen Töpferscheibe ist 
durch seine relativ einfache Lagerung interessant. Allerdings könnte 
gerade die das Ankoppeln eines Generators erschweren.

>  Im militärisch eher irrelevanten Katastrophenfall wird das schwierigste
> sein, einen Lebenden Funker mit Equipment und ausreichen aktuellem
> Interesse am Notdienst zu finden.

Noch sind etliche da.....

>
> Im allgemeinen wird ein totaler Verbindungsabbruch zu einer aktuellen
> Katastrophenregion als hinreichendes Indiz zu Notwendigkeit an Hilfe
> betrachtet, ein Aktives Hilfeersuchen ist zwar hilfreich aber in aller
> Regel nicht zielführender als akute Überlebenssicherung.

Ja. Aber das ist dann ein "blinder" Fleck, über dessen Inhalt man zwar 
einen Verdacht, aber keine konkrete Angabe hat.
Konkrete Informationen aus diesem Fleck könnten die Effizienz von Hilfe 
stark verbessern.

> Es gibt keinen hinreichend gut erschlossenen Punkt auf der Erde,dessen
> verstummen nicht unmittelbar wahrgenommen würde.
> dafür sorgen schon die Interessen des Militärs und der Politik welche
> Machtvakui nicht schätzen.

Das mag zwar so sein, aber tun die ihre Bemerkungen auch kund? Gerade 
beim Militär hättest Du einen Mitspieler, der sich ungern in die Karten 
schauen lässt, und darum gerne Wissen zurückhält. Dem Militär kann man 
also in dieser Hinsicht auch nicht unbedingt trauen.
Komisch, ich bin in dem Punkt misstrauischer als Du ;O)

Und alles kriegen die auch nicht mit.

Aktuell wird nicht alles an Material ausgewertet. Satellitenzeit und 
Auswerterzeit sind teuer. Material wird daher nur da wirklich 
ausgewertet, wenn man einen hinreichenden Anlass hat zu vermuten, dass 
die Auswertung wichtige Erkenntniss vermittelt.
Daten über alles andere, was nicht in einem "Fokus" ist, wird 
zwischengespeichert und nach einer gewissen Zeit gelöscht. Darum konnte 
man einige Ereignisse erst im Nachhinein in den gespeicherten Daten 
finden.

Ein aktuelles, ziviles und relativ drastisches Beispiel wäre der 
Untergang der Cemfjord im Januar 2015.
Wärend eines Sturmes kenterte der Frachter in einem durchaus häufig 
befahrenen Meeresgebiet zwischen Schottland und den Shetlandinseln, und 
sein Verschwinden wurde erst einmal überhaupt nicht bemerkt,
 trotz laufendem AIS-System und unter Radarüberwachung . Erst einen 
Tag später, als anderswo zufällig das kieloben treibende Wrack gesehen 
wurde, fiel das Unglück auf. Im Nachhinein konnten dann aus den 
vorhandenden Daten die Schiffsbewegungen vor dem Kentern rekonstruiert 
werden. Da das kieloben treibende Wrack von der Strömung zur Zeit der 
Sichtung 25h nach dem Kentern schon über 100km abgetrieben worden war, 
und auch weiterhin noch einige Zeit im Meer trieb, bis es endgültig 
versank, wäre das Wrack nie gefunden worden, wenn es nicht zufällig 
gesehen worden wäre.
Der Report zum Untergang der Cemfjord ist hier:
https://assets.publishing.service.gov.uk/media/571...
und hier sind noch Anhänge zum Report:
https://assets.publishing.service.gov.uk/media/571...
Da verschwindet ein Frachter mit 2000t Zement einfach mal so aus dem 
Blickfeld.....ok, das war nun nicht die Unfallursachem aber eine 
interessante Nebeneinsicht. Tatsächlich hätte wohl auch ein direktes 
Eingreifen keine Aussicht auf Erfolg gehabt.

Ein anderer bekanterer Fall ist das Verschwinden von Flug MH370:
https://de.wikipedia.org/wiki/Malaysia-Airlines-Flug_370

Auch beim Verschwinden der San Juan wurden die argentinischen Behörden 
erst über eine Woche später von US amerikanischen Stellen davon 
unterrichtet, dass man im fraglichen Gebiet ein Explosionsgeräusch 
geortet habe.
https://de.wikipedia.org/wiki/San_Juan_(S_42) und hier
http://www.tagesschau.de/ausland/u-boot-meeresgrund-107.html

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

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Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Baum.

Baum schrieb:

> Bei einem steppermotor würde sogr eine handkurbel gehen.
>

Eigentlich ist eine Handkurbel konstruktiv schon recht aufwändig.
Mindestens seit dem Neolithikum wurden aber Bohrer mit einer "Fiedel"
angetrieben.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Fiedelbohrer

Damit wurden z.B. Löcher in Steine gebohrt, als Schäftung für eine 
Steinaxt. Oder durch Reibung Feuer gemacht: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerbohren Letzteres wahr wohl der 
Hauptanwendungsfall, sogar heute wohl noch in einigen Gegenden der Erde.

Auch Fiedelbohrer wahren in Europa noch bis in die Neuzeit in Gebrauch, 
z.b. bei Uhrmachern und Feinmechanikern.


Die Achse vom Steppermotor mit einem passenden Stück Holz verlängern und 
verdicken, und eine solche Fiedel ansetzten. Das dreht wohl deutlich 
schneller als eine Kurbel ohne Untersetzung.

Bin die Nacht auf einmal wach geworden, und hatte diese komische Idee. 
;O)


> Oder der kurbelgenerator (hab noch einen ;) ) aus einem feldtelefon.

Das Teil macht viel Spannung, aber wenig Strom. Die Frequenz des 
Wechselstromes ist für einen Transformator aus dem Schrott auch etwas 
niedrig. Also Gleichrichten und einen Kondensator laden. Wenn der voll 
genug ist, springt ein Stepdown Wandler an.....

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Mani W. (e-doc)
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Winfried J. schrieb:
> Es gibt keinen hinreichend gut erschlossenen Punkt auf der Erde,dessen
> verstummen nicht unmittelbar wahrgenommen würde.
> dafür sorgen schon die Interessen des Militärs und der Politik welche
> Machtvakui nicht schätzen.

Da würde ich mich nicht darauf verlassen!

Baum schrieb:
> Alleine bist du aber so oder so aufgeschmissen! Also wäre es sinnvoll
> sich mit anderen zusammen zu tun.

Mit Funk ist das sicher machbarer als ohne...

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Winfried J. schrieb:
> Im allgemeinen wird ein totaler Verbindungsabbruch zu einer aktuellen
> Katastrophenregion als hinreichendes Indiz zu Notwendigkeit an Hilfe
> betrachtet, ein Aktives Hilfeersuchen ist zwar hilfreich aber in aller
> Regel nicht zielführender als akute Überlebenssicherung.

Winfried, es geht doch nicht in erster Linie darum, überhaupt
irgendeinen Notruf abzusetzen.  Beim Notfunk geht es darum, so viel
Kommunikation zu ermöglichen, dass die Hilfe brauchbar organisiert
werden kann und dort in dem Maße ankommt, wie sie auch benötigt wird.

Autor: soso... (Gast)
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Naja, Manche wollen glauben, ihr Hobby hätte Sinn.

Davon muss man sich freimachen, sonst macht ein Hobby keinen Spass.

Ich mache zum Beispiel folgendes:

Selber Gemüse ziehen:
Ja, das Gemüse ist echtes Geld wert. Nein, es lohnt sich wirtschaftlich 
nicht (und zwar sowas von nicht!!!), weil wenn ich die Arbeitszeit 
rechne, bekomme ich das im Bioladen oder vom Bauern in gleicher Qualität 
billiger.
Im Fall Hungersnot wäre ich längst verhungert, bevor die ersten 
Pflänzchen überhaumt gekeimt hätten.
Es ist fast völlig nutzlos, trotzdem tue ich es gern.

Elektronikbasteln:
Die gebauten Geräte sind so teuer, da würde ich besseres einkaufen 
können.
Trotzdem tue ich es gern.

Bergsteigen:
Dazu muss man nicht viel sagen. Joggen wäre gesünder und billiger.

Will heißen:
Wer versucht sich einzureden, ein Hobby müsse einen tieferen Zweck 
haben, tut sich keinen Gefallen. Versucht es also gar nicht.
Und versucht insbesondere auch Anderen nicht einzureden, euer Hobby wäre 
ach so wichtig und würde die Welt retten. Dem ist nicht so, und es ruft 
Ablehnung hervor.
Ich habe nichts gegen Funker und möchte dem auch keinen gewissen 
Nutzwert absprechen (mein Gemüst hat ja auch einen gewissen Nutzwert), 
aber dieses elitäre Getue und die Weltrettermission finde ich persönlich 
WIRKLICH abstoßend.

Warum könnt ihr nicht zugeben, dass das Gefunke es ein relativ nutzloses 
Hobby ist? Das ist ja nicht negativ zu sehen, drum ist es ja ein Hobby.

Autor: dfa (Gast)
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Der Notfunk der Funkamateure ist sicher etwas in den Hintergrund 
geraten, da vorallem die Ausstattung der zivilen Einsatzorganisationen 
immer besser wird.

BOS-Digitalfunk hatte seine Kinderkrankheiten, funktioniert mittlerweile 
aber gut und ist auch entsprechend "krisenresistent" z.B. bei lokalen 
Funkprobleme  oder bei großflächigen Stromausfällen.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Mit dem Hobby ist es wie mit der Kunst, wenn sie  zum Geschäft verkommen 
oder nur scheinbaren Zweck erzeugen sollen wird aus der Kür eine Pflicht 
mit all dem was auch den Amateurfunk auszeichnet.

En aufgerückter Zweck Kastriert Kunst wie Hobby, denn deren beider Wesen 
ist die Zwecklosigkeit an sich.


Namaste

: Bearbeitet durch User
Autor: Baum (Gast)
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soso... schrieb:
> Warum könnt ihr nicht zugeben, dass das Gefunke es ein relativ nutzloses
> Hobby ist? Das ist ja nicht negativ zu sehen, drum ist es ja ein Hobby.

Weil es für uns gleich mehrere zwecke hat.
Der Notfunk ist ein Nützliches zusatzelement.
Zum einen ist das basteln mit Elektronik immer lustig, zum anderen die 
Herausforderung (Schaffe ich es mit meiner antenne und kleiner leistung 
zum nächsten funkpartner?) Und natürlich wie bei deinem gemüse: Ja cool, 
es klappt!

P.S
Letzten jahre mit 4 Zucchini pflanzen über 40Kg gemüse geerntet.
Die Nachbarn hat es tierisch gefreut das wir einen karton voll an die 
Straße gestellt haben und die sich gratis welche mitnehmen durften. Seit 
dem stellen andere zb. Einen korb voll Äpfel an den zaun usw....

Also es nützt schon was! Und wenn es nur für gute nachbarschaft sorgt.

Autor: Marc Horby (Gast)
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soso... schrieb:
> Warum könnt ihr nicht zugeben, dass das Gefunke es ein relativ nutzloses
> Hobby ist? Das ist ja nicht negativ zu sehen, drum ist es ja ein Hobby.

Warum sollten sie? Es ist ein Hobby! Golfspielen ist ebenso nutzlos, 
aber es macht demjenigen Spaß der es ausübt! Extrembeispiel: derjenige 
der dem Angler beim Angeln zusieht.

Beim Amateurfunk kann man anderen Menschen sogar noch helfen (siehe 
Notfunk). OK, beim Golfspielen geht das auch, wenn man einem Verbrecher 
den Golfschläger über die Rübe zieht :-D

Autor: Chris S. (aaa)
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Hier lokal ist alles schon seit geraumer Zeit auf Tetra umgestellt.
Früher waren Feuerwehr und Katastrophenschutz (Rettung) mit generischen 
und starken Funkgeräten ausgerüstet und es gab Repeater mit dtmf 
Steuerung auf Bergen. Dies für die Hallen wo die Fahrzeuge untergebracht 
sind. Einsatzzentrale ist nochmals was anderes. Mittlerweile ist längst 
schon alles auf Tetra-2 umgestellt und es gibt keine offentliche Organe 
mehr welche mit Ziviler unverschlüsselter sowie wo die Frequenz 
einstellbar wäre ausgerüstet ist. Auch die Bergwacht ist von Funk weg zu 
Handy oder Satellitentelefon über gegangen. Dies ist erst vor zwei 
Monaten passiert und die analogen Funkrepeater wurden demontiert. 
Angeblich Kostenersparung weil die jährlichen Wartung der Repeater 
wegfallen und auch durch Tourismusverband gefördert weil so jede 
Berghütte mail und Telefon besitzt, sowie für Kunden 
whatsapp/viber/Telegramm messaging mittels verzögerten proxy sowie 
trivago über WLAN weitergeben kann was dann indirekt Werbung sein soll. 
Bei einer Katastrophe gibt es aber garantiert keine Zusammenarbeit mehr 
zwischen Behorden und Funkern, leider.

Autor: Mani W. (e-doc)
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soso... schrieb:
> Naja, Manche wollen glauben, ihr Hobby hätte Sinn.
>
> Davon muss man sich freimachen, sonst macht ein Hobby keinen Spass.

Und wie viele Hobby-Funker, CB-Funker, Amateurfunker haben schon
Leben gerettet durch ihr HOBBY?

Autor: Mani W. (e-doc)
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Warum verlassen sich so viele Menschen auf eine Technik, die
im Notfall nicht funktionieren kann, und zwar die heutige Technik,
Digitalismus pur?


Ja, es ist scheinbar nicht mehr gefragt, analoge Geräte zu betreiben,
aber genau diese können im Fall des Falles noch Leben retten und
Hilfe bringen, wenn der Staatsfunk und Internet ausfällt...


Ich brauche nur auf den Fernseher sehen, jetzt, wo gerade dichte
Wolken und Blitze erscheinen...

Der Empfang fällt für einige Sekunden aus, die Nachricht konnte ich
nicht hören!

Beim analogen "Kram", wie es heute von vielen bezeichnet wird, ist
immer noch ein Bild (wenn auch verrauscht oder Ameisenbildschirm)
zu erkennen, der Ton vielleicht auch verrauscht, aber noch hörbar...

Beitrag #5420585 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Mani W. (e-doc)
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Wie viele Bergsteiger und Wanderer sind wohl nicht mehr nach Hause
gekommen, weil sie nur ihr Handy mit hatten?

Ohne Empfang ist eben keine Hilfe zu erwarten...

Da wäre wohl ein Satellitentelefon oder ein CB-Funkgerät geeigneter...

Oder Amateurfunk...

Autor: Georg A. (georga)
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Mani W. schrieb:
> Der Empfang fällt für einige Sekunden aus, die Nachricht konnte ich
> nicht hören!
>
> Beim analogen "Kram", wie es heute von vielen bezeichnet wird, ist
> immer noch ein Bild (wenn auch verrauscht oder Ameisenbildschirm)
> zu erkennen, der Ton vielleicht auch verrauscht, aber noch hörbar...

Ach jetzt kommt schon wieder das Märchen der Ewiggestrigen... Bei 
vergleichbarem SNR ist digital viel zuverlässiger. Schau du mal 
Analog-Fernsehen mit 6dB SNR. Da bekommst du Augenkrebs, vermutlich 
gibts noch nicht mal einen Sync. Bei DVB-S2 (QPSK) hast du da 
üblicherweise noch nicht mal unkorrigierbare Fehler.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Georg A. schrieb:
> Ach jetzt kommt schon wieder das Märchen der Ewiggestrigen... Bei
> vergleichbarem SNR ist digital viel zuverlässiger. Schau du mal
> Analog-Fernsehen mit 6dB SNR. Da bekommst du Augenkrebs, vermutlich
> gibts noch nicht mal einen Sync. Bei DVB-S2 (QPSK) hast du da
> üblicherweise noch nicht mal unkorrigierbare Fehler.

Gut!

Ich kann es nur so sagen, wie ich es erfasst habe:

Analoges FS - Bild weg, Ton noch da...

Digitales FS - Bild weg, Ton weg...


Und wie weit sind digitale Sender weg vom Empfänger, damit sinnvolles
heraus kommt?

Nein, ich bin kein Ewiggestriger...

Und es ging um Notfall...

: Bearbeitet durch User
Autor: Chris M. (yoblid) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> Und wie weit sind digitale Sender weg vom Empfänger, damit sinnvolles
> heraus kommt?

Im Fall von SAT-TV: etwa 36.000 km.
Beim Amateurfunk gibt es auch digitale Betriebsarten (PSK, RTTY, CW, 
etc.). Die brauchen in der Regel deutlich weniger Leistung als 
Sprechfunk und überbrücken mit wenigen Watt auch schon mal einige 
Tausend Kilometer. Etwas mehr Watt und via Erde-Mond-Erde-Verbindung 
auch mal 760.000 km.
;-)

Autor: Mani W. (e-doc)
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Chris M. schrieb:
> Im Fall von SAT-TV: etwa 36.000 km.

Nach einem EMP wohl nicht mehr...

Autor: Georg A. (georga)
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Mani W. schrieb:
> Ich kann es nur so sagen, wie ich es erfasst habe:
>
> Analoges FS - Bild weg, Ton noch da...
>
> Digitales FS - Bild weg, Ton weg...

Das sind eben Äpfel und Birnchen. Zum einen ist DVB-* und gerade die 
enthaltenen Codecs nicht für schnelles Recovery nach Störungen 
ausgelegt. Allein der AV-Sync kostet je nach Empfänger 1-3s, die meisten 
halten den Ton auf, bis das Bild loslaufen kann. Anderseits ist zB. über 
SAT das SNR eigentlich nie besser als ca. 15dB, das ist selbst mit 
FM-Ton schon recht anstrengend (an der FM-Schwelle).

Dieses empfundene Missverhältnis (analog kann man immer noch hören und 
digital ist es schon weg) kommt IMO daher, dass digital meistens mit 
deutlich weniger Sendeleistung gearbeitet wird und die digitalen 
"Massensysteme" (DVB-*, DAB) einfach aus Kostengründen maximal viel 
Datenrate unterbringen wollen.

> Und es ging um Notfall...

Gerade im Notfall könnte man im digitalen Rundfunk mit weniger 
Sendeleistung deutlich weiterkommen, einfach Programme rauswerfen und 
Fehlerschutz hochsetzen. DVB-T2 kommt im "besten" Modus (QPSK, FEC 1/2) 
mit 0.7(!)-2dB SNR quasi-fehlerfrei bei 7Mbit/s. Macht halt im 
Normalbetrieb keiner, weil damit eben auch nur so 1-2 Programme 
reingehen.

Dasselbe gilt natürlich auch für digitale "Individualkommunikation", da 
gehts auch besser als morsen und vor allem prinzipiell auch adaptiv 
(hohe Bandbreite bei guter Verbindung).

Das eigentliche Problem ist da nur die Sache mit den Standards. Gibt ja 
soviele und vor allem proprietäre Standards ;) Und deswegen landet man 
doch wieder bei AM/FM.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Wir machten uns vor Jahren für Alpine Bergtouren an der Westküste einen 
Windgenerator aus einem umgebauten Motorola Drei-Phasen Handie 
Handkurbel Ladegerät. Damit ließen sich bei katabatischen Gletscherwind 
dauernd an die 10W oder mehr rausziehen. Diese Winde sind ja relativ 
gleichmäßig und eine gute Quelle von Energie. Damit war während der 
Nacht genug Leistung für Beleuchtung und Laden der Kamerabatterien und 
des Funkgerätes garantiert.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Georg A. schrieb:
> Das eigentliche Problem ist da nur die Sache mit den Standards. Gibt ja
> soviele und vor allem proprietäre Standards ;) Und deswegen landet man
> doch wieder bei AM/FM.

Danke für die Erklärungen...

Also hätte man im Notfall doch wieder Probleme mit digitalen
Übertragungsarten...


Mir geht nur der Punkt nicht aus dem Sinn, wie ich eine Nachricht
verstehen soll, wenn dann 1 bis 3 Sekunden fehlen!

Aber sonst ist wieder alles klar...

Autor: Georg A. (georga)
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Mani W. schrieb:
> Mir geht nur der Punkt nicht aus dem Sinn, wie ich eine Nachricht
> verstehen soll, wenn dann 1 bis 3 Sekunden fehlen!

Die würden analog noch früher fehlen ;) Digital ist ja gerade der Gag, 
dass man die Nachricht so über die Zeit verwürfeln kann, dass beim 
Empfänger nach dem De-Verwürfeln nur kleine Löcher auftauchen, die der 
Fehlerschutz problemlos ausbügeln kann. Wenn man keine besonderen 
Anforderungen an die Latenz hat (die es bei den meisten 
Broadcastsystemen aber gibt...), kann man das beliebig lang verwürfeln 
und damit auch längere Ausfälle tolerieren.

Es gibt übrigens für geloopte Messages auch spezielle Codes 
(Fountain-Codes), wo man zu jedem beliebigen Zeitpunkt "einsteigen" kann 
und nach Zusammenstückeln beliebiger "Restchen" bis etwas über die Länge 
der Originalmessage wieder alles einwandfrei zusammenbauen kann.

Autor: Chris M. (yoblid) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> Chris M. schrieb:
>> Im Fall von SAT-TV: etwa 36.000 km.
>
> Nach einem EMP wohl nicht mehr...

Das kommt auf den EMP an.

Der entscheidende Punkt ist: Digitale Betriebsarten brauchen in der 
Regel deutlich weniger Leistung als Sprechfunk, um die gleiche Nachricht 
verständlich zu übermitteln und können trotzdem große Entfernungen 
überbrücken.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Danke für eure Erklärungen!

Aber wie siehts aus im Fall der Fälle?

Doch wird das niemand beantworten können, denke ich...

Eigentlich können wir nur hoffen, dass im Worst case noch irgend
eine Kommunikation stattfinden kann...

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo soso Und Winfried.

soso... schrieb:

> Naja, Manche wollen glauben, ihr Hobby hätte Sinn.
>
> Davon muss man sich freimachen, sonst macht ein Hobby keinen Spass.
>

Das geht im die gleiche Richtung wie Winfried:

Winfried J. schrieb:
> Mit dem Hobby ist es wie mit der Kunst, wenn sie  zum Geschäft verkommen
> oder nur scheinbaren Zweck erzeugen sollen wird aus der Kür eine Pflicht
> mit all dem was auch den Amateurfunk auszeichnet.
>
> En aufgerückter Zweck Kastriert Kunst wie Hobby, denn deren beider Wesen
> ist die Zwecklosigkeit an sich.

Ich für meinen Teil kann Euch da weitestgehend zustimmen, mit einer 
Einschränkung, aber davon später.
Sobald ich irgendwo ein Ziel habe, kommt auch Druck auf, und dann werde 
ich nevös, und das ganze wird nichts mehr.
Darum kann ich mich tatsächlich bei (weitestgehend) zweckfreihen 
Tätigkeiten am besten entspannen.

Darum betreibe ich Notfunk ja auch nur als Beobachter. Mal abgesehen 
davon, das solche Aktivitäten immer Teamarbeit sind, und Teamarbeit 
bereitet mir mächtig Stress. Ich mag sie nicht besonders.
Ausserdem fehlt es mir mittlerweile auch an der körperlichen Fitness, 
und das ist auch nicht durch Training wiederherstellbar.
Irgendwie gelingen mir auch Wettbewerbe oder dergleichen am besten, wenn 
sie mir eigentlich egal sind. Gewinnen kann ich dann damit aber trozdem 
nicht.
Egal, ich schau mir das ganze halt an, äußere meine Gedanken und spiele 
etwas herum. Das ist mein Weg und mein Ziel. ;O)

Nun zu der Einschränkung:
Aber was für mich gilt, muss für andere nicht unbedingt zutreffen, wenn 
diese eben psyschich anders gestrickt sind. Darum würde ich die 
Forderung nach allgemeiner "Zweckfreiheit" eines Hobbys einschränken auf 
Forderung nach "kommerzieller Zweckfreiheit" eines Hobbys.

Mit letzterer Forderung währe ich aber in der MaCarty Ära der USA schon 
Kommunist gewesen, und für Utiliaristen ist eine solche Einstellung auch 
schon moralisch extrem Grenzwertig. ;O)

Und das leitet über zu

soso... schrieb:

> Warum könnt ihr nicht zugeben, dass das Gefunke es ein relativ nutzloses
> Hobby ist? Das ist ja nicht negativ zu sehen, drum ist es ja ein Hobby.

Weil wir in einer Gesellschaft leben, die von solchen wie oben 
beschriebenen Utiliaristen bestimmt wird. Und damit die zufrieden sind 
und nicht rumnerven
lassen wir uns eben Pseudogründe einfallen, die manchmal für manche 
Leute sogar echt sind. ;O)

soso... schrieb:
> Elektronikbasteln:
> Die gebauten Geräte sind so teuer, da würde ich besseres einkaufen
> können.
> Trotzdem tue ich es gern.

Und oft haben die Geräte spezielle Eigenschaften, die man am Markt nicht 
findet, weil sich Märkte im allgemeinen nach Massenbedarf richten.
Würde man dafür eine Spezialanfertigung bauen lassen, wäre sie 
vermutlich ähnlich teuer wie etwas selbstgebautes. ;O)

> aber dieses elitäre Getue und die Weltrettermission finde ich persönlich
> WIRKLICH abstoßend.

Ich auch, aber so treten auch nur die wenigsten auf (diese dann aber 
sehr laut). Aber ich muss auch damit leben, das der Nachbar X Häuser 
weiter rechts ein Alkoholiker ist und der Y Häuser weiter links ein 
Nationalist.
Ändern kann ich beide nicht, und wenn ich mit eier Rotkreuz Büchse 
Spenden sammeln würde, würde ich sie trozdem ansprechen.

Abgesehen davon ist die Forderung an andere Leute, sich zu ändern, in 
99,99% aller Fälle von diesen nicht umsetzbar.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Mani meinte:

> Aber wie siehts aus im Fall der Fälle?
> Doch wird das niemand beantworten können, denke ich...
> Eigentlich können wir nur hoffen, dass im Worst case noch irgend
> eine Kommunikation stattfinden kann...

Leider ist die ganze Digitalwelt von mehr oder
weniger zentralen Strukturen abhängig.
Signalspreizung und Raptor - Code nützen nix, wenn
dann im Notfall nur noch inkopatible Gerätesysteme
zur Verfügung stehen, die keine Notstromversorgung
vorgesehen haben.
Und wenn die Einfachsysteme, weggeworfen wurden,
wie FM - Funkgeräte oder Ackerschnacker.

Und wenn, wie in Fuciama, die Verantwortlichen sich
aus dem Staub machen oder die Ausführenden sterben,
da sie absichtlich geopfert wurden, wie 1945 von
Ian Fleming, dem Erfinder von "James Bond".

mfg

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Chris, Mani und Georg.


Chris M. schrieb:


>> Nach einem EMP wohl nicht mehr...
>
> Das kommt auf den EMP an.


Dazu ebenfalls von oben:


Bernd W. schrieb:
>> Und wer weiß schon was noch kommt bei einen Krieg. Ein EMP über dem Land
>> wird uns quasi in die Steinzeit zurückversetzten.
>
> Ein NEMP ist, wie auch ein LEMP eine Art Dirac Stoss und damit sehr
> breitbandig, d.h. seine Energieinhalt wird über einen weiten
> Frequenzbereich verschmiert.
> Darum ist eine der Techniken, mit einem solchen Puls klarzukommen eine
> schmalbandige Filterung. Schmalbandig Filtern lässt sich aber nur auf
> schmalbandige Signale, weil breitere dabei verstümmelt werden.
> d.h. ein breitbandiges Digitalsignal lässt sich von der Filterung her
> wesentlich schlechter gegen einen EMP schützen als ein schmales analoges
> Signal.

Mit der Ergänzung:
Tatsächlich gehen aktuelle Szenarien davon aus, das 40-60% aller 
Elektronik mehr oder weniger statistisch verteilt einen EMP überstehen, 
und schlimmstenfalls ein "Reset" benötigen (Ein benötigter "Reset" kann 
aber Problem genug sein). Dooferweise finde ich jetzt den Link nichrt 
mehr, wo ich das gelesen habe.
DMR ist auch nicht breitbandiger als ein üblicher Sprechfunkkanal.

Chris M. schrieb:
>
> Der entscheidende Punkt ist: Digitale Betriebsarten brauchen in der
> Regel deutlich weniger Leistung als Sprechfunk, um die gleiche Nachricht
> verständlich zu übermitteln und können trotzdem große Entfernungen
> überbrücken.

Sie brauchen aber dafür mehr Leistung bei der Codierungs- und bei der 
Decodierung.
Ohne einen halbwegs knackigen Rechner geht das nicht, und der braucht 
Leistung. Und nicht nur für den Rechner selber, auch z.B. für die 
Visualisierung des Geschehens auf einem Bildschirm.

Aber mein Ansatzpunkt ist noch ein anderer:
Das alles fügt Komplexität ins System ein. Und Komplexität ist das 
letzte, was man in kritischen Situationen, wenn sowieso alle am Rad 
drehen, braucht.

Mani W. schrieb:

> Mir geht nur der Punkt nicht aus dem Sinn, wie ich eine Nachricht
> verstehen soll, wenn dann 1 bis 3 Sekunden fehlen!

Letztlich genauso wie beim analogen: Durch Wiederholen und 
Rekonstruktion der Verluste durch Vergleich verschiedener Aussendung des 
gleichen Datenpacketes. Das ist machbar. Das kostet Zeit, aber eine 
analoge Wiederholung kostet auch Zeit. Und es kostet Rechenleistung. Im 
analogen Fall würde es Sendeleistung (in Form von Zeit die gesendet 
wird) kosten.
Bleibt das Problem der zusätzlichen Komplexität.

Georg A. schrieb:

> Das eigentliche Problem ist da nur die Sache mit den Standards. Gibt ja
> soviele und vor allem proprietäre Standards ;) Und deswegen landet man
> doch wieder bei AM/FM.

Standards und Kompatibilität sind mit eine der Hauptprobleme bei 
Komplexität.

Dazu ebenfalls von oben mit Hinweis auf ein Beispiel, wo die geringe 
zusätzliche Komplexität der Verwendung eines Subaudiosystems in einem 
analogen Netz fatale Folgen hatte:

Bernd W. schrieb:
> Selbst im analogen Funk kann die Komplexität durch Techniken, die den
> Operator eigentlich entlasten soll, so gesteigert werden, dass Probleme
> entstehen. Zum Beispiel durch die von mir immer kritisierte
> Subaudio/Tonesquelch Technik. Fallbeispiel: Der Yarnell Hill Waldbrand
> in den USA. Einen Untersuchungsbericht findet man hier:
> http://wildfiretoday.com/documents/Yarnell_Hill_Fi... oder
> hier
> https://www.documentcloud.org/documents/800043-yar...
> auf Seite 2:
> "Radio communications were challenging throughout the incident. Some
> radios were not programmed with appropriate tone guards. Crews
> identified the problem, engaged in troubleshooting, and developed
> workarounds so they could communicate using their radios. Radio traffic
> was heavy during critical times on the fire."
> Persönlich finde ich diese Technik im Amateurfunk nur lästig. In obigem
> Feuerwehr Beispiel war sie tödlich.

Wohlgemerkt, die "mangelnde Kompatibilität" war nicht die Technik 
"Subaudio",
sondern deren konkrete Umsetzung: Welcher Subaudioton muss gesendet bzw. 
ausgewertet werden,
und wie biege ich mir jetzt ad hoc einen passenden Codeplug hin und 
krieg den ins Gerät?
Das ist aber ein systemimmanentes Problem, und das wird durch hinzufügen 
von noch mehr Möglichkeiten nicht kleiner.

Ich laufe seit gut über einem Jahr mehr oder weniger abwechselnd mit 
einem analogen und einem DMR Gerät zur Arbeit.
Und da sehe ich immer: DMR ist im Vergleich zu analog FM verdammt 
komplex.
Über diesen direkten paraktischen Vergleich werde ich (hoffentlich) 
anderswo mal etwas schreiben jönnen.

Irgendwie sähe ich schon grundsätzlich das Bedürfnis nach einem Fallback 
auf ein analoges System.


Mit freundlichem Gruß : Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Baum (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> Irgendwie sähe ich schon grundsätzlich das Bedürfnis nach einem Fallback
> auf ein analoges System.

Hier in der gegend ist es sogar teilweise so das bei fehlender abdeckung 
(Ja noch gibt es den ein oder anderen fleck mit tetra funkloch) sogar 
noch auf analog 4m "Umgeschaltet" wird.(Meist mit den Worten: Mal wieder 
kein netz, ich komm über draht)
Mann, die können richtig bitter fluchen wenn da nix geht ;)
Wobei hier mitterweile sogar die FFW auf Tetra umgestiegen ist.
Verbessert hat sich dabei aber nix.

Autor: Georg A. (georga)
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Bernd W. schrieb:
> Sie brauchen aber dafür mehr Leistung bei der Codierungs- und bei der
> Decodierung.

Wir reden hier ja nicht um Datenraten im Bereich hunderter MBit/s. Und 
solange das wesentliche in customized HW abläuft, ist das eigentlich 
recht übersichtlich. Schau doch mal, was heutige Decoder zB. für DVB-T2 
an Rechenleistung für OFDM und den LDPC-Kram brauchen, das liegt unter 
500mW für >50MBit/s. Beim PC dürfte man da sicher mit >20W rechnen, 
gerade der Fehlerschutz ist in SW sehr ineffizient implementierbar. 
Codierung kostet dagegen fast nichts...

> Ohne einen halbwegs knackigen Rechner geht das nicht, und der braucht
> Leistung. Und nicht nur für den Rechner selber, auch z.B. für die
> Visualisierung des Geschehens auf einem Bildschirm.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir hier immer noch auf Basis der 
Technik der 80er diskutieren. Schon so ein oller Raspi3 hat >5GFLOPs. 
Das ist  fast das 10fache der ersten Cray.

Autor: Martin M. (wellenkino)
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dann nimm doch die Basis der späten 60er,
ein gepflegter Collins hat nichtmal ein FlipFlop und läßt sich von NEMP 
auch nicht beeindrucken :-)
lG Martin

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Autor: Chris M. (yoblid) Benutzerseite
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Bernd W. schrieb:
> Chris M. schrieb:
>>
>> Der entscheidende Punkt ist: Digitale Betriebsarten brauchen in der
>> Regel deutlich weniger Leistung als Sprechfunk, um die gleiche Nachricht
>> verständlich zu übermitteln und können trotzdem große Entfernungen
>> überbrücken.
>
> Sie brauchen aber dafür mehr Leistung bei der Codierungs- und bei der
> Decodierung.
> Ohne einen halbwegs knackigen Rechner geht das nicht, und der braucht
> Leistung. Und nicht nur für den Rechner selber, auch z.B. für die
> Visualisierung des Geschehens auf einem Bildschirm.

Kommt darauf an, was du mit "knackigen Rechner" meinst. PSK oder RTTY 
kann man prima mit einem RasPi + Display mit <10W dekodieren und 
visallisieren.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Georg.

Georg A. schrieb:

>> Sie brauchen aber dafür mehr Leistung bei der Codierungs- und bei der
>> Decodierung.
>
> Wir reden hier ja nicht um Datenraten im Bereich hunderter MBit/s. Und
> solange das wesentliche in customized HW abläuft, ist das eigentlich
> recht übersichtlich. Schau doch mal, was heutige Decoder zB. für DVB-T2
> an Rechenleistung für OFDM und den LDPC-Kram brauchen, das liegt unter
> 500mW für >50MBit/s.

Eben. 500mW zusätzlich sind eine Menge.
Und die spezialisierte Hardware gibt es nur für Rundfunkanwendungen wie 
DAB. Für Nischenprodukte eher nicht, bzw. die Codecs sind nicht offen.

> Beim PC dürfte man da sicher mit >20W rechnen,
> gerade der Fehlerschutz ist in SW sehr ineffizient implementierbar.
> Codierung kostet dagegen fast nichts...

Was aber das Problem hinter so manchem SDR ist. Und hinter so mancher 
Schmalbandbetriebsart im AFU.

>> Ohne einen halbwegs knackigen Rechner geht das nicht, und der braucht
>> Leistung. Und nicht nur für den Rechner selber, auch z.B. für die
>> Visualisierung des Geschehens auf einem Bildschirm.
>
> Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir hier immer noch auf Basis der
> Technik der 80er diskutieren. Schon so ein oller Raspi3 hat >5GFLOPs.
> Das ist  fast das 10fache der ersten Cray.

Das Stimmt schon. Aber Du brauchst mindestens ein rudimentäres Display 
und eine Hintergrundbeleuchtung. ;O)

Und wie Du selber oben schon schriebst, es gibt Kompatibilitätsprobleme 
ohne Ende.

Mit freundlichem Gruß : Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Baum.

Baum schrieb:
> Bernd W. schrieb:

> Hier in der gegend ist es sogar teilweise so das bei fehlender abdeckung
> (Ja noch gibt es den ein oder anderen fleck mit tetra funkloch) sogar
> noch auf analog 4m "Umgeschaltet" wird.(Meist mit den Worten: Mal wieder
> kein netz, ich komm über draht)

Gibt dem Begriff "Airwire" eine komplett neue Bedeutung. ;O)

> Mann, die können richtig bitter fluchen wenn da nix geht ;)

Das ist ja hier in Deutschland so, dass Du, wenn Du mehr als ein halbes 
dutzend Kilometer von der nächsten Autobahn/Bundesstrasse weg bist, und 
in einer dünn besiedelten Gegend bist, Du auch keine GSM Abdeckung mehr 
hast.

Nein, nicht nur im wilden Osten, sondern in Hessen und NRW schon. ;O)
Und hier im Bergischen gibt es rein von der Topographie her Unmengen von 
Löchern.

> Wobei hier mitterweile sogar die FFW auf Tetra umgestiegen ist.
> Verbessert hat sich dabei aber nix.

Ich halte Tetra von der Idee her für das schlechteste System, im 
Vergleich zu APCO25 und DMR. Grundsätzlich sind sie aber von der 
Übertragungsleistung her schon sehr ähnlich. Das Problem ist eher das 
drumherum und die Organisation mit Infrastruktur im Hintergrund.

Mit freundlichem Gruß : Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Chris.

Chris M. schrieb:

>>> Der entscheidende Punkt ist: Digitale Betriebsarten brauchen in der
>>> Regel deutlich weniger Leistung als Sprechfunk, um die gleiche Nachricht
>>> verständlich zu übermitteln und können trotzdem große Entfernungen
>>> überbrücken.
>>
>> Sie brauchen aber dafür mehr Leistung bei der Codierungs- und bei der
>> Decodierung.
>> Ohne einen halbwegs knackigen Rechner geht das nicht, und der braucht
>> Leistung. Und nicht nur für den Rechner selber, auch z.B. für die
>> Visualisierung des Geschehens auf einem Bildschirm.
>
> Kommt darauf an, was du mit "knackigen Rechner" meinst. PSK oder RTTY
> kann man prima mit einem RasPi + Display mit <10W dekodieren und
> visallisieren.

Ja, ein Raspi ist für mich schon ein "knackiger" Rechner. Und braucht 
sowohl im Empfangsbetrieb als auch im Sendebetrieb das ca. 1 1/2 fache 
einer Mosquita im Sendebetrieb.

Übrigens nichts gegen PSK oder RTTY. Mache ich auch gerne. Aber 
Mitnehmen im Rucksack auf eine Wanderung ist mit einer Mosquita alleine 
einfacher.

Mit freundlichem Gruß : Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

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Nachtrag:

Bernd W. schrieb:

> Ja, ein Raspi ist für mich schon ein "knackiger" Rechner. Und braucht
> sowohl im Empfangsbetrieb als auch im Sendebetrieb das ca. 1 1/2 fache
> einer Mosquita im Sendebetrieb.

Auch ein DSP oder DDS IC hat meistens eine Leistungsaufnahme des 
Mehrfachen einer klassischen VFO Schaltung.

> Übrigens nichts gegen PSK oder RTTY. Mache ich auch gerne. Aber
> Mitnehmen im Rucksack auf eine Wanderung ist mit einer Mosquita alleine
> einfacher.

PSK oder RTTY mit einem Mikrocontroller und Ausgabe auf einem 
LCD-Display würde mich aber schon reizen. Vermutlich käme man dort in 
Punkto Stromverbrauch mit einer Hybridtechnologie mit analoger 
Vorfilterung und digitaler Auswertung am weitesten.

Mit freundlichem Gruß : Bernd Wiebus alias dl1eic
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Bernd W. schrieb:

> Und oft haben die Geräte spezielle Eigenschaften, die man am Markt nicht
> findet, weil sich Märkte im allgemeinen nach Massenbedarf richten.
> Würde man dafür eine Spezialanfertigung bauen lassen, wäre sie
> vermutlich ähnlich teuer wie etwas selbstgebautes. ;O)

Ja das ist für mich auch ein wesentlicher Antrieb des Bastelns und gern 
greife ich dabei auf "Industrieabfall" und Fremdgebasteltes zurück. So 
auf den TFT-Maximite für welchen ich mir einen 4*4Bit DTMF Decoder 
gebastelt habe um Industrielle Notrufgeräte fernwarten zu können. 
Wahrscheinlich hätte ich ihn kaufen können aber er hätte dann nur schwer 
in meine Anwendung gepasst. Aber den Standard-Chip dafür habe ich 
freilich genutzt. Ich hätte auch eine komplette Notrufzentrale nebst SW 
erwerben können, aber ich wollte rausfinden wie es funktioniert, also 
revers entwickelt. ;)


> Abgesehen davon ist die Forderung an andere Leute, sich zu ändern, in
> 99,99% aller Fälle von diesen nicht umsetzbar.

... was aber eben jene 99,99% auch sich selbst nicht eingestehen wollen.
schon wenn man nur einen beobachtbaren wertfrei Sachverhalt schildert, 
folgen unmittelbar 2 Unterstellungen:

man würde haten (als Totschlagargument),
man wolle andere zur Verhaltensänderung zwingen wollen oder 
manipulieren,
ohne die eigentliche Intention überhaupt zu erfragen.
Und daraus abgeleitet man würde das Werk "der" Populisten treiben.

Eher spekuliert man über die Motivation des Gegenüber und sucht das Haar 
in der Suppe als den Fakt selbst zu untersuchen, geschweige denn die 
Motivation des Darstellenden zur Kenntnis nehmen zu wollen.

Diese 99,99% haben eine Meinung noch bevor sie eine Kenntnis besitzen.

Und ich wette, wenn ich das jetzt abschicke wird mir ein Spezialfreund 
gleich wieder Moralinsäure unterstellen, auch wenn ich nur meine 
Wahrnehmung darstelle.
 Deshalb mal gleich vorab, ich sehe mich nicht als Papst oder 
Lehrmeister, aber wohl als das Kind in des Kaisers Neue Kleider.
 Und sollte mir jetzt jemand mein Kindliches Gemüt vorhalten wollen, so 
sage ich ihm, dieses innere Kind erlaubt mir auch heute noch jeden Tag 
etwas zu lernen. Nur als Erwachsener bestimme ich selbst die Innhalte 
meines Lernens und folge nicht mehr wie ein Scholar fremden Dogmen.

Meine Dogmen errichte und zerstöre ich selbst und allein für mich.
Mögen andere die ihren Nach Belieben behandeln.

Namaste

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Den Decoder habe ich mal dort hinterlegt.
Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut"
Namaste

Autor: Baum (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> Nein, nicht nur im wilden Osten, sondern in Hessen und NRW schon. ;O)
> Und hier im Bergischen gibt es rein von der Topographie her Unmengen von
> Löchern.

Wahl Bayer, was berge so alles ausmachen. ;) von reflektion, 
auslöschung, toten zonen.... ja, hf und ihre seltsamen wege.

Bernd W. schrieb:
> Ich halte Tetra von der Idee her für das schlechteste System

Absolut!

Bernd W. schrieb:
> PSK oder RTTY mit einem Mikrocontroller und Ausgabe auf einem
> LCD-Display würde mich aber schon reizen. Vermutlich käme man dort in
> Punkto Stromverbrauch mit einer Hybridtechnologie mit analoger
> Vorfilterung und digitaler Auswertung am weitesten.

Gegen digitaltechnik ist ja grundsätzlich nix schlechtes zu sagen.
Aber die verbindung "Altbewährt mit neu gemischt" könnte effizienter und 
sicherer sein als:"Nur neu und 'Sicher'".....


Ich hab doch mit dem 857 alle Möglichkeiten. Digital, SSB, AM, FM, 
CW....
Notfalls über software alles andere auch. Wie blöd kann man(n) sein? 
Solche gut durchdachten möglichkeiten nicht zu nutzen!

Auf 4m waren die lücken "Akzeptabel" kombiniere das mit verschlüsselten 
digimodes..... uuuups! Billiger mit vorhandener infrastruktur.

Aber an KISS denkt ja kein mensch!

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> Wie viele Bergsteiger und Wanderer sind wohl nicht mehr nach Hause
> gekommen, weil sie nur ihr Handy mit hatten?
...
> Oder Amateurfunk...

Naja, aus einer Felsspalte heraus hast du auch damit schlechte Karten.

Ist was anderes, wenn du mitten in der Wüste von Namibia bist – dort
hatten wir die Kurzwellenfunke nicht nur des Hobbys wegen mit (hat
auch Spaß gemacht), sondern auch als Notfallabsicherung.

Aber solche Situationen sind eher selten, und nicht unbedingt das,
worum's in diesem Thread geht.

Georg A. schrieb:
> Dasselbe gilt natürlich auch für digitale "Individualkommunikation", da
> gehts auch besser als morsen und vor allem prinzipiell auch adaptiv
> (hohe Bandbreite bei guter Verbindung).

Von Morsen redet natürlich im Zusammenhang mit Notfunk wohl auch keiner.
Da ist entweder SSB oder sowas wie PSK31 angesagt.

Autor: Baum (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Von Morsen redet natürlich im Zusammenhang mit Notfunk wohl auch keiner.
> Da ist entweder SSB oder sowas wie PSK31 angesagt.

Daten und phonie mit möglichst hoher Effizienz!

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Im übrigen DTMF ginge sogar im  A3E Betrieb damit genügten 2 Adione als 
RX und TX. Der DTMF-Decoder hat mich überrascht. Er sieht den Doppelton 
egal wie mies die Leitung ist. Einzig die Echofilterung ist etwas 
problematisch im automatischen Betrieb. Mit 2 dualtönen sind 2 Nibble 
oder ein komplettes Byte übertragen, wobei ca. 2-3KHz Bandbreite (3 oder 
4 Bit)genügen.

Im realisierten Protokoll war die Tonlänge 100ms, die Tonpause 50. Nach 
10ms waren fasst alle Töne sicher erkannt. Anders mit dem 
Nayquistanalyseplugin von Audacity damit kommt es häufiger zu 
Auswertefehlern. besonders 1 und 4 werden dort gern verwechselt.

Das Programm auf meinem TFT Maximite hat etwa die Geschwindigkeit eines 
Lochstreifenfernschreibers.
Man kann mit lesen, muss sich aber beeilen.

Namaste

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Autor: L6PW de ACQ7 (Gast)
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Winfried J. schrieb:
> Das Programm auf meinem TFT Maximite hat etwa die Geschwindigkeit eines
> Lochstreifenfernschreibers.
> Man kann mit lesen, muss sich aber beeilen.

Lochstreifenleser an Fernschreibern arbeiteten meist mit 50Bd,
was 400 Zeichen/Minute entsprach.

Wurde mit dieser Geschwindigkeit gedruckt, so konnte man das
mühelos mitlesen. Grundschüler oder auch (erwachsene) funk-
tionale Analphabeten waren damit allerdings heillos überfordert.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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L6PW de ACQ7 schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Das Programm auf meinem TFT Maximite hat etwa die Geschwindigkeit eines
>> Lochstreifenfernschreibers.
>> Man kann mit lesen, muss sich aber beeilen.
>
> Lochstreifenleser an Fernschreibern arbeiteten meist mit 50Bd,
> was 400 Zeichen/Minute entsprach.
>
> Wurde mit dieser Geschwindigkeit gedruckt, so konnte man das
> mühelos mitlesen. Grundschüler oder auch (erwachsene) funk-
> tionale Analphabeten waren damit allerdings heillos überfordert.

Ja das kommt so hin, bei 150ms pro Zeichen sind das exakt 400 
Zeichen/min

Etwas schneller muss man aber mitlesen, da zwischendurch auch 
Standardtextausgaben erfolgen ohne die Übertragung zu unterbrechen und 
die klatscht der Maximite einfach hin, wie Funktionsnamen der aktuell 
übertragenden Routine z.B. "Lese Melderufnummer1: " oder "schreibe 
NRTUhr:"

Aber man kommt bequem mit.

allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass unser Fernschreibmaschinen 
bei der Marine im Funkkabinett etwas flotter liefen. Da mitzuschreiben 
war mitunter heftig, aber lesen und mitschreiben ist ja auch zweierlei.

Namaste

: Bearbeitet durch User
Autor: chris (Gast)
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telex, einstellbar von 50 bis 100 baud/sec.
Dies sind 4-5 Zeichen je Sekunde, maximum 6,667 Zeichen je Sekunde,
oder das doppelte bei 100 baud/sec. Baudod ist 7.5bits je Zeichen.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Bernd W. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>
>> Mir geht nur der Punkt nicht aus dem Sinn, wie ich eine Nachricht
>> verstehen soll, wenn dann 1 bis 3 Sekunden fehlen!
>
> Letztlich genauso wie beim analogen: Durch Wiederholen und
> Rekonstruktion der Verluste durch Vergleich verschiedener Aussendung des
> gleichen Datenpacketes. Das ist machbar. Das kostet Zeit, aber eine
> analoge Wiederholung kostet auch Zeit. Und es kostet Rechenleistung. Im
> analogen Fall würde es Sendeleistung (in Form von Zeit die gesendet
> wird) kosten.

Was hilft mir das zuhause, wenn ich nur Sat empfange, der nichts mehr
sendet?

Ein Radio wird wohl doch jeder haben, wobei viele schon Internetradio
nutzen, das dann auch nicht mehr funktioniert...

Also bleibt dann nur Digitalradio oder Analogradio übrig, um etwas
von der "Aussenwelt" zu erfahren oder noch zu wissen, dass es sie
gibt...

Vielleicht muss man dann stundenlang vor dem Gerät sitzen, um bei
digitalen Fehlern dann doch noch etwas zu verstehen, wenn auch nur
Wortfetzen...

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Mani.

Mani W. schrieb:

> Also bleibt dann nur Digitalradio oder Analogradio übrig, um etwas
> von der "Aussenwelt" zu erfahren oder noch zu wissen, dass es sie
> gibt...

Nö. Dich interessieren dan vermutlich nur Berichte und Meldungen aus dem 
Bereich, in dem Du bist......also das, was Du mit einem 
Mittelwellensender gut abdecken könntest....wenn es noch einen gäbe.
UKW kommt schlecht in Täler, aber Langwelle ginge auch. Kurzwelle je 
nach Frequenz und Tageszeit....ab 100km bist Du unter hinter dem 
Radiohorizont, unt möglicherweise in der toten Zone.


> Vielleicht muss man dann stundenlang vor dem Gerät sitzen, um bei
> digitalen Fehlern dann doch noch etwas zu verstehen, wenn auch nur
> Wortfetzen...

Du müstest einen Digitalempfänger haben, der genau das auswertet. 
Handelsübliche geben lange vorher auf. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Bernd W. schrieb:
> Nö.

das ist ja die Krux bei der Ganzen Notfunkerei. Es hatte einen gewissen 
Sinn  dass der Rundfunk sich genau in den Bändern und mit den Techniken 
welche jetzt eliminiert werden entwickelte.

Die Gründe dafür waren:

Einfachheit und Verfügbarkeit mit geringem technologischem Aufwand

Diese Gründe stehen aber einer weiteren Kommerzialisierung der Medien 
massiv im Weg, weshalb sie gegenwärtig eliminiert werden.

Dabei macht sich die Politik zum Werkzeug der Privatwirtschaft. der 
allgemeine Versorgungsauftrag der öffentlich Medien wird verstümmelt und 
gleichzeitig die
ehemals staatliche organisierte Finanzierung ad absurdum geführt.

Das Interesse der Bürger an öffentlichen Medien wird systematisch 
ausgehöhlt. der Öffentliche Rundfunk ist da fast schon die letzte 
Instanz.

Damit bricht auch die die technische Basis öffentlicher Kommunikation 
zusammen.

Man bedenke das heute nahezu alle Medien bis hin zum internet ganz oder 
mehrheitlich in privatwirtschaftlicher Hand liegen. Und auf dem Internet 
hat
der Staat mit seinen Machtinstrumenten die Hand. der öffentlich 
rechtliche Sektor der Nachkriegszeit ist ein Relikt eben seiner Zeit und 
mit ihm das Notfunkkonzept alter Prägung. Der AFU spielt dabei schon 
fast eine Statistenrolle. Weder Politik noch Allgemeinheit haben damit 
in einer durchkommerzialisierten Medien&Techniklandschaft ein mehr als 
marginales Interesse.

Eher wird man mit Glück im Notfall eine funktionierende 
Sattelitenverbindung bekommen als mit en Mitteln des letzten 
Jahrhunderts angesichts des Zusammenbruchs der Verbreitung dieser 
Technik und dem Aussterben von mit deren Technik vertrauten Nutzern. 
ganz einfach weil im Chaos kaum einer die Bänder abhören wird und dort 
Notrufe erwarten wird.

Es bräuchte schon Gesetze um derartige Technik für den Zivilschutz 
weiter vorzuhalten. Aber dort ist die Lobby der kommerziellen Hersteller 
von Funktechnik längst weiter und schottet ab was es geht siehe Tetra.

Mir wäre nicht bekannt, dass es AFU-lern zugestanden wird dazu 
kompatible  Technik zu entwickeln und zu betreiben.

Namaste

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Winfried.

Winfried J. schrieb:

> Diese Gründe stehen aber einer weiteren Kommerzialisierung der Medien
> massiv im Weg, weshalb sie gegenwärtig eliminiert werden.

Das denke ich mir auch.

> Das Interesse der Bürger an öffentlichen Medien wird systematisch
> ausgehöhlt. der Öffentliche Rundfunk ist da fast schon die letzte
> Instanz.

Leider sehe ich das auch so.

> Eher wird man mit Glück im Notfall eine funktionierende
> Sattelitenverbindung bekommen

Nur für den Empfangsfall "Rundfunk"

> als mit en Mitteln des letzten
> Jahrhunderts angesichts des Zusammenbruchs der Verbreitung dieser
> Technik und dem Aussterben von mit deren Technik vertrauten Nutzern.
> ganz einfach weil im Chaos kaum einer die Bänder abhören wird und dort
> Notrufe erwarten wird.

Du vergisst, dass es mehr als einen Funkamateur gibt. ;O)
D.h., es wird auch welche geben, die versuchen, dort zu hören.

>
> Es bräuchte schon Gesetze um derartige Technik für den Zivilschutz
> weiter vorzuhalten. Aber dort ist die Lobby der kommerziellen Hersteller
> von Funktechnik längst weiter und schottet ab was es geht siehe Tetra.

Ja. Die USA haben nach Katrina wohl teilweise daraus gelernt. Wie 
nachhaltig das Lernen war, wird die Zukunft zeigen.

>
> Mir wäre nicht bekannt, dass es AFU-lern zugestanden wird dazu
> kompatible  Technik zu entwickeln und zu betreiben.

DMR, APCO25 und auch TETRA sind vom Protokoll her offengelegt. D.h. man 
könnte sich, Zeit und Sachkenntnis vorausgesetzt, einen Codec dafür 
machen.
Teilweise ist das auch schon geschehen.

Ansonsten sind die AFU-Digitalrelais in erster Linie DMR Relais, die 
aber verschiedenen Netzen zugeordnet sind. "Brandmeister" ist dabei mit 
Abstand am verbreitesteten. Leider ist die Netzstruktur dahinter in 
erster Linie Internetbasiert. Hamnetverbindungen existieren zwar, sind 
aber eher selten.

Desweiteren gibt es auch einige APCO25 und auch TETRA Relais. Aber eher 
experimentell. Bei TETRA wird noch herumexperimentiert, um vom 
Zeitschlitzvollduplex wegzukommen, da die 10km Grenze wegen der Laufzeit 
zimlich nerfig ist.

Es gibt so einige ausgemusterte APCO25 und TETRA Geräte......passende 
Digitale Relais hätte ich aber nicht in Reichweite.

DMR habe ich ein wenig in Reichweite. Aber an der technischen 
Unterstützung der Betriebstechnik muss noch entwickelt werden. Die ist 
auf Betriebsfunk, und nicht auf Amateurfunk zugeschnitten. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Baum (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> D.h., es wird auch welche geben, die versuchen, dort zu hören.

Ich könnte FM (Narrow/Wide) auf 87-88Mhz machen und damit sogar 
informationen an ein UKW Radio senden.

Zur not habe ich gedruckte schaltpläne, bauteile und Genügend werkzeuge 
(Gaslötkolben für unterwegs, ja luxus und hält nicht lange - 5V 2A mini 
lötstation die ich via solar zum löten kleinerer schaltungen einsetzten 
kann)
für eine kleine "UKW Wanze"... die reicht nicht sonderlich weit. Aber 
mit guter Antenne und meinem (Relativ guten) standort würde ich damit 
locker den ort mit UKW versorgen können. Bin eben am Höchsten und Freien 
Punkt im ort.

Wenn es hart auf hart kommt würden sich die leute (Wie sie es so gut wie 
immer taten) etwas einfallen lassen.

Wobei ich heute während der Arbeit etwas erlebt habe was mich 
tatsächlich erschüttert!
Da lies sich eine Jugendliche (Geschätz ca. 14-16) tatsächlich die 
schuhe von einem anderen Jugendlichen binden!
Ich hab nicht nachgefragt ob sie nur zu faul war oder es tatsächlich 
nicht selbst kann. Aber beides wäre eine blamage für die "Jugend"....
Übrigens in der Pausenhalle eines Gymnasium! Noch viel peinlicher geht 
es fast nicht!

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Baum schrieb:
> Da lies sich eine Jugendliche (Geschätz ca. 14-16) tatsächlich die
> schuhe von einem anderen Jugendlichen binden!

Anmache? ;-)

Autor: Baum (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Anmache? ;-)

Ja auch denkbar.

Mir viel nur ein beitrag hier im forum ein bei dem es um genau darum 
ging.

Gut, Blumen (sofern nicht aus irgendeinem garten Stibitzt) und Pralinen 
sind bei weitem teurer als ein mal schuhe binden. Aber als Anmache finde 
ich das auch ziemlich "Seltsam". ;)

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Baum.

Baum schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Anmache? ;-)
>
> Ja auch denkbar.

Fast sicher.

>
> Mir viel nur ein beitrag hier im forum ein bei dem es um genau darum
> ging.
>
> Gut, Blumen (sofern nicht aus irgendeinem garten Stibitzt) und Pralinen
> sind bei weitem teurer als ein mal schuhe binden. Aber als Anmache finde
> ich das auch ziemlich "Seltsam". ;)

Jugendliche probieren sich halt aus. Und da wird manch seltsames 
probiert.

Gegenseitige Körperpflege, und da zähle ich mal in übertragenem Sinne 
sowas mit zu, zählt wohl zu den sozialen Paktiken von Primaten 
allgemein. Und warum sollte Homo Sapiens davon grundsätzlich abweichen?

Wesentlich merkwürdiger würde ich z.b. finden, wenn er sich auf die 
Brust getrommelt hätte. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Mani W. (e-doc)
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Bernd W. schrieb:
> Du müstest einen Digitalempfänger haben, der genau das auswertet.
> Handelsübliche geben lange vorher auf. ;O)

Und den hat wohl kein normaler Mensch zu Hause...

Damit bleibt uns dann kaum mehr Spielraum, wenn der Kinderspielplatz
mit Internet, Sat und Digitalradio nicht mehr existiert...


Gruß

Mani

Autor: Mani W. (e-doc)
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Baum schrieb:
> Gut, Blumen (sofern nicht aus irgendeinem garten Stibitzt) und Pralinen
> sind bei weitem teurer als ein mal schuhe binden. Aber als Anmache finde
> ich das auch ziemlich "Seltsam". ;)

Das war nur das Vorspiel, später kommt dann Reißverschluss zumachen
helfen...

;-)

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Mani meinte:

> Das war nur das Vorspiel, später kommt dann Reißverschluss zumachen
> helfen...

Eure Sorgen möcht' ich haben... ;-P

mfg

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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~Mercedes~ schrieb:
> Mani meinte:
>
>> Das war nur das Vorspiel, später kommt dann Reißverschluss zumachen
>> helfen...
>
> Eure Sorgen möcht' ich haben... ;-P
>
> mfg

daraus können sich echte Notlagen ergeben ;)

Namaste

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Es sieht so aus, als ob aktuell seit etlichen Stunden in ganz 
Deutschland das E-Netz tot ist.
Da kann man sich wunderbar mit einer zusammengerollten Zeitung als 
Flüstertüte behelfen...

https://www.netzwelt.de/ist-down/379-blau-de.html

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Feldkurat K. schrieb:
> Es sieht so aus, als ob aktuell seit etlichen Stunden in ganz
> Deutschland das E-Netz tot ist.

Das hat allerdings mit dem Thema dieses Threads nicht gerade viel zu
tun.  Nur, weil ein Netzbetreiber einen Blackout hat, wird niemand
ein Notfunknetz errichten. ;-)

Es zeigt in gewissem Maße, dass die Mobilfunknetze durchaus auch
großflächigen Störungen erlegen sein können, aber das hatte wohl
ohnehin kaum jemand bezweifelt.

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Jörg W. schrieb:
> Das hat allerdings mit dem Thema dieses Threads nicht gerade viel zu
> tun.

Ich denke schon.

> Nur, weil ein Netzbetreiber einen Blackout hat, wird niemand
> ein Notfunknetz errichten. ;-)

Das nicht.

> Es zeigt in gewissem Maße, dass die Mobilfunknetze durchaus auch
> großflächigen Störungen erlegen sein können, aber das hatte wohl
> ohnehin kaum jemand bezweifelt.

Es zeigt aber auch , daß die von ein paar Leuten hier durchschimmernde 
Ansicht, daß ein Verfahren umso zuverlässiger wird, je komplizierter es 
ist, so nicht haltbar ist.

Autor: Georg A. (georga)
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Feldkurat K. schrieb:
> Es zeigt aber auch , daß die von ein paar Leuten hier durchschimmernde
> Ansicht, daß ein Verfahren umso zuverlässiger wird, je komplizierter es
> ist, so nicht haltbar ist.

Das zeigt es nicht. Es zeigt nur, dass man alles kaputtsparen kann.

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Georg A. schrieb:

> Das zeigt es nicht. Es zeigt nur, dass man alles kaputtsparen kann.

Mir zeigt das, daß ein flächendeckender Ausfall von Mobilfunk wesentlich 
wahrscheinlicher ist, als es ein Ausfall der drahtgebundenen (und 
technisch einfacher beherrschbaren) "normalen" Telefontechnik.

Autor: Georg A. (georga)
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Wenn es dich glücklich macht, Sachen zu vergleichen, die nichts 
miteinander zu tun haben, gerne.

Nachdem neue Nutzer sich nicht mehr einbuchen können, ist offensichtlich 
bei O2 das HSS/HLR betroffen, quasi die Nutzerdatenbank. Kann man aus 
Kostengründen zentralisieren, muss man aber nicht. Aber egal ob eine 
Liste zugelassener Teilnehmer jetzt auf Papyrus oder auf Platte liegt, 
wenn sie weg ist, kommt keiner rein.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Es geht um Notfunk...

Autor: L.A. (Gast)
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Autor: Feldkurat Katz (feldkurat) aka Paul Baumann
Datum: 15.05.2018 20:10

> Mir zeigt das, daß ein flächendeckender Ausfall von Mobilfunk wesentlich
> wahrscheinlicher ist, als es ein Ausfall der drahtgebundenen (und
> technisch einfacher beherrschbaren) "normalen" Telefontechnik.

Bei längeren überregionalen Stromausfällen ist auch beim Festnetz
nach kurzer Zeit Feierabend.

Zwar besitzen alle Vermittlungsstellen eine USV. Die kann aber einen
Blackout nur kurzzeitig überbrücken. Aus Kostengründen steht hier
ganz selten mal ein dieselbetriebener Generator zur Verfügung.

Für längere Ausfälle muss deshalb ein mobiler Stromerzeuger her.
Da Stromausfälle überwiegend nur einen räumlich eng begrenzten
Raum betreffen, werden solche Spezialfahrzeuge lediglich in geringer
Anzahl an zentraler Stelle vorgehalten.

Autor: Georg A. (georga)
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Mani W. schrieb:
> Es geht um Notfunk...

Genau. Ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass man, wenn man ein System 
Notfall-tauglich auslegen will, das auch hinbekommt. Auch und gerade 
digital. Und wenn es digital ist, könnte es eine ganze Menge mehr 
Nützliches im Sinne von Betriebssupport und Störunempfindlichkeit 
bieten, als die analogen Betriebsarten.

Aber es ist kein technisches Problem, es ist ein kommerzielles bzw. 
politisches. Wenn da auch nur entfernt grosse Firmen mitspielen, geht 
alles im UseCase/Requirements-Engineering-Gewichse unter. Jeder will da 
unbedingt seine Haus-und-Hof-Techniken unterbringen. Dann werden da 
wieder aus Kostengründen 10 Baselines und 50 
High-Profile/Proprietary-Varianten definiert, wo schon die 
Baseline-Dinger overengineered aber praktisch nicht einsetzbar sind.

Die Politik will 1000%ige Versorgungssicherheit auch im 
Weltuntergangsfall juristisch festgedengelt haben. Und Vertragsstrafen. 
Und genau den Frequenzbereich, den der Rest der Welt hat, bitteschön auf 
keinen Fall. Und dann kommen die ganzen 
Public-Safety/Geheimdienst-Bedenkenträger ("dann kann ja jeder", "wie 
können wir uns abschotten", etc.).

Autor: Baum (Gast)
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Georg A. schrieb:
> Genau. Ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass man, wenn man ein System
> Notfall-tauglich auslegen will, das auch hinbekommt. Auch und gerade
> digital.

Rpi mit passender Software zb. Ja das geht ziemlich gut und ist dabei 
auch noch sparsam im verbrauch.
Mein kleines 9 Zoll display (Composite Video) hat eingeschaltet maximal 
0,7A bei 12V stromverbrauch. Ist bestimmt mit oled oder aktuellerer 
technik noch besser zu schaffen.

Georg A. schrieb:
> Und wenn es digital ist, könnte es eine ganze Menge mehr Nützliches im
> Sinne von Betriebssupport und Störunempfindlichkeit bieten, als die
> analogen Betriebsarten.

Das kann aber auch mit digimodes und einem TRX bzw. Sound Interface für 
einen TRX gehen. Software dafür gibt es ja genügend.

Gut, so gehen auch nicht alle digitalen übertragungsarten. Aber immerhin 
kann man daten übermitteln.

Georg A. schrieb:
> Und dann kommen die ganzen Public-Safety/Geheimdienst-Bedenkenträger
> ("dann kann ja jeder", "wie können wir uns abschotten", etc.).

Da haben die doch dank SDR technologie jetzt schon probleme. Bin mal 
gespannt ab wann tetra als geknackt gilt.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Georg A. schrieb:
> Genau. Ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass man, wenn man ein System
> Notfall-tauglich auslegen will, das auch hinbekommt.

Hinsichtlich der Stromversorgung sicherlich!

12 Volt DC Versorgung

Ladung durch Solarzellen und Wind, wenn kein Netz mehr vorhanden ist

Im schlimmsten Fall stehen Millionen von Fahrzeugen herum, die eine
12 Volt Lichtmaschine hat samt Regler, und ob man die dann mit
Muskelkraft, Windkraft oder durch ein noch startbares Fahrzeug in
Betrieb nimmt sind das doch einige positive Optionen...

Die Frage bleibt heutzutage:

Was mache ich als "Normalmensch" zuhause im Notfall?

Ich denke, ein LM/MW/KW/AM/FM Gerät (Universalradio) kann da sehr
behilflich sein, ebenfalls trage ich mich schon mit dem Gedanken,
ein CB-Funkgerät anzuschaffen, das auch die Länderspezifischen Codes
kennt und darauf einstellbar ist (gegockelt)...

Kann es sein, dass dies die einfachste Möglichkeit wäre?

Georg A. schrieb:
> Die Politik will 1000%ige Versorgungssicherheit auch im
> Weltuntergangsfall juristisch festgedengelt haben.

Und das soll dann WIE funktionieren?

Autor: Baum (Gast)
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Mani W. schrieb:
> Ich denke, ein LM/MW/KW/AM/FM Gerät (Universalradio) kann da sehr
> behilflich sein, ebenfalls trage ich mich schon mit dem Gedanken,
> ein CB-Funkgerät anzuschaffen, das auch die Länderspezifischen Codes
> kennt und darauf einstellbar ist (gegockelt)...

Ich bin mit meiner AE5890EU und einer 2290ASF ganz zufrieden.
Die AE5890EU ist auch erweiterbar (Leistung, Frequenzbereich) die 
2290ASF nur im Frequenzbereich.

Mani W. schrieb:
> Kann es sein, dass dies die einfachste Möglichkeit wäre?

So ziemlich, wenn es etwas "Großer" sein darf wäre meine zweite wahl ein 
FT-817, der hat gleich einen Akku bei. Kann aber im originalzustand nur 
5W.
(Kann man glaube auf 8W anheben...)
Den noch RX/TX erweitert hast du ein schönes gerät für alle fälle.

Wäre ich schneller an einen 817 rangekommen als an den 857 wäre es 
definitiv der 817 geworden. Ne endstufe dahinter kann man ja nachrüsten.
Obwohl mir abgeraten wurde da der 817 anscheindend ein paar 
"Kinderkrankheiten" an der endstufe hat/hatte.

Autor: Chris M. (yoblid) Benutzerseite
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Mani W. schrieb:
> ebenfalls trage ich mich schon mit dem Gedanken,
> ein CB-Funkgerät anzuschaffen, das auch die Länderspezifischen Codes
> kennt und darauf einstellbar ist (gegockelt)...

Da müssen die Ausbreitungsbedingung aber schon stimmen, damit man mit CB 
weiter als "bis zur nächsten Hausecke" kommt.
M.E. als Notfunk-Möglichkeit nicht unbedingt geeignet.

Autor: Baum (Gast)
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Chris M. schrieb:
> Da müssen die Ausbreitungsbedingung aber schon stimmen, damit man mit CB
> weiter als "bis zur nächsten Hausecke" kommt.

Der grundsatz:"Der beste verstärker ist die Antenne" gilt natürlich für 
jede Funkberbindung.
Wenn er nun also möglichst hoch und frei steht geht es auch auf 
bodenwelle einige Kilometer und nicht nur zur nächsten häuserecke.
Da geht es schon bei L/2 (Fuchskreis zur anpassung, Spartrafo o.ä ganz 
gut.
Eine Hyflex C27 (54cm - BNC) mit Koaxradial geht bei mir vom funkerhügel 
bis zu 60Km weit(Wenn akkus voll, FM 4W). Ohne überreichweite. Ich stehe 
dort aber auch mit komplett freier sicht zu den anderen stationen.
Zur zeit ist die sonne aber recht "Faul" was die Aktivität angeht. 
Überreichweiten sind zur zeit selten.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Baum schrieb:
> geht bei mir vom funkerhügel bis zu 60Km weit

Dennoch hättest du das gleiche (oder mehr) an dieser Stelle auch mit 
VHF, mit dem Vorteil kleinerer Antennen.  11 m bringt da keine weiteren 
Pluspunkte.

Reichweitenmäßig ist 11 m wirklich nur bei Raumwellenausbreitung 
interessant (weil man dann mit kleiner Leistung sehr weit kommt), aber 
die tote Zone ist für Notfunkanwendungen dann eher unpassend.

Autor: lächler (Gast)
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Mani W. schrieb:
> Ich denke, ein LM/MW/KW/AM/FM Gerät (Universalradio) kann da sehr
> behilflich sein, ebenfalls trage ich mich schon mit dem Gedanken,
> ein CB-Funkgerät anzuschaffen, das auch die Länderspezifischen Codes
> kennt und darauf einstellbar ist (gegockelt)...

Zum Nachrichtenhören wäre evtl. ein YAESU VR-160 o.ä. interessant. 
Klein, leicht, aufladbar und deckt von LW bis UHF durchgehend alles ab.
Über CB-Funk wirst du kaum überregionale Nachrichten empfangen können

Baum schrieb:
> Der grundsatz:"Der beste verstärker ist die Antenne" gilt natürlich für
> jede Funkberbindung.

Das ist richtig. Leider bedeutet ein stärkeres Signal nicht automatisch 
größere Reichweite.

Autor: Baum (Gast)
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lächler schrieb:
> Das ist richtig. Leider bedeutet ein stärkeres Signal nicht automatisch
> größere Reichweite.

Richtig, dafür ausreichend sichere verständigung. (Also ohne viel 
rauschen, klare sprache/fehlerfreie Daten)

Jörg W. schrieb:
> Dennoch hättest du das gleiche (oder mehr) an dieser Stelle auch mit
> VHF, mit dem Vorteil kleinerer Antennen.  11 m bringt da keine weiteren
> Pluspunkte.

Ja, meine halbwelle macht trotz 15m RG58 (lag eben gerade rum,ich weiß 
ist nicht optimal) am Mast 29dB bis zur ca. 120Km entfernten Zugspitze.
Mit einer VHF L/4 (Nach Art Schweißfuß GP) sind es aber nur noch 18dB.
Wobei das für sichere verständigung mehr als ausreichend ist.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Baum schrieb:
> lag eben gerade rum,ich weiß ist nicht optimal

Ja, ist ziemlicher Mist bei solchen Frequenzen.  Das taugt nur für
Kurzwelle, und selbst dafür gibt es besseres.

Autor: Baum (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Ja, ist ziemlicher Mist bei solchen Frequenzen.  Das taugt nur für
> Kurzwelle, und selbst dafür gibt es besseres.

Ich bestelle immer erst wenn ich mal 5-6 sachen in einem shop kaufen 
will bzw. kann.
Als nächstes gibt es noch mal 20m Highflexx7 ;)

Mir sind die N buchsen ausgegangen als ich die Antenne gebaut hatte. 
Daher ist das RG58 direkt verlötet. Im der not frisst der Teufel eben 
auch mal fliegen. ;)

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo.

Und natürlich kann alles mal ausfallen:

Heute (16. Mai 2018) kam es im Raum Lübeck zu einem größeren, 
längeranhaltendem Stromausfall, der auch eine DXT-Anlage und das BOS 
Alarmsystem mit einbezog.

http://www.ln-online.de/Lokales/Lauenburg/Luebecke...

Leiter nicht frei:
https://www.shz.de/regionales/ausfall-von-digitalf...

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Snow (Gast)
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Bei uns in der ÖEL haben wir immer noch Feldtelefone lagernd mit 
entsprechend langem Draht, für Notfälle.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Snow schrieb:
> Bei uns in der ÖEL haben wir immer noch Feldtelefone lagernd mit
> entsprechend langem Draht, für Notfälle.

Wer Funk kennt nimmt Draht.

Namaste

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Winfried J. schrieb:
> Wer Funk kennt nimmt Draht.

50 oder 100 km Draht (um aus der Katastrophenregion heraus zu kommen)
musst du aber auch erstmal ziehen. ;-)

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Jörg W. schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Wer Funk kennt nimmt Draht.
>
> 50 oder 100 km Draht (um aus der Katastrophenregion heraus zu kommen)
> musst du aber auch erstmal ziehen. ;-)

Jo, das zieht sich ;-)

Namaste

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Snow meinte:
> Bei uns in der ÖEL haben wir immer noch Feldtelefone lagernd mit
> entsprechend langem Draht, für Notfälle.

Habt Ihr auch an die Akkus / Batterien für die
Feldtelefone gedacht?
Die brauchen nämlich etwas Pflege, wenns im Notfall
funktionieren soll!

mfg

Autor: Klaus B. (forrestjump)
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beim lesen der Beiträge ist noch kein Wort über die Frequenzen auf denen 
der Notfunk betrieben werden soll gefallen. Gibt es da spezielle Kanäle?
Die allgemeinen Anruffrequenzen im jeweiligen Band?
Und ganz konkret, sagen wir mal ich brauch schnell einen Arzt oder die 
FW, wie kommuniziere ich dann ggf. per Amateur Funk auf welchen 
Frequenzen mit den entsprechenden Stellen, wenn diese alle auf Digital 
umgerüstet haben?
Da wäre es ja gut, selbst ein Tetrafähiges Gerät zu haben und für 
Katastrophenzwecke zpeziell dafür (Bundesweit behördlich) eingerichtete 
Kanäle frei zu haben um darüber entsprechend zB. mit der FW (gibt es in 
beinahe jedem Dorf) kommunizieren zu können. Ich denke alles in allem 
das man in de keinen Notfunkkoffer benötigt, wohl aber eine 
Schnittstelle was einem im speziellen Fall die Kommunikation mit den 
Behörden oder irgendwelchen Leitstellen bzw Hilforganisationen 
ermöglicht, was ja durch Wegfall der Analoggeräte nicht mehr möglich 
ist. Das würde aus meiner Sicht den meisten Sinn ergeben.

73de
Klaus

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Klaus B. schrieb:
> beim lesen der Beiträge ist noch kein Wort über die Frequenzen auf denen
> der Notfunk betrieben werden soll gefallen. Gibt es da spezielle Kanäle?

Gibt es, kannst du danach gugeln.

Ist aber eher im Sinne von: „Bei Notfunkbetrieb diese Frequenzen von
allgemeinem Funkverkehr frei halten“, nicht im Sinne eines Anrufkanals.

> Und ganz konkret, sagen wir mal ich brauch schnell einen Arzt oder die
> FW,

Solange die normale Infrastruktur funktioniert, nimmst du natürlich
dein Telefon und wählst die 112.

Beim Notfunk geht es nicht um irgendein permanentes Mithören auf
bestimmten Kanälen, sondern um größere Katastrophenfälle, bei denen
die reguläre Infrastruktur der BOS in größeren Teilen nicht benutzbar
ist.  Der Notfunkbetrieb muss dabei natürlich organisiert ablaufen,
es werden also Funknetze aufgebaut, über die die entsprechenden
Nachrichten weitergeleitet werden können, die ansonsten über die
reguläre Kommunikationsinfrastruktur dieser Organisationen vermittelt
würden.

Autor: Baum (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Der Notfunkbetrieb muss dabei natürlich organisiert ablaufen, es werden
> also Funknetze aufgebaut, über die die entsprechenden Nachrichten
> weitergeleitet werden können, die ansonsten über die reguläre
> Kommunikationsinfrastruktur dieser Organisationen vermittelt würden.

Zum beispiel duch die Bereitstellung eines Sprach oder Duplex Repeater.
:)

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Baum schrieb:
> Zum beispiel duch die Bereitstellung eines Sprach oder Duplex Repeater.

Das allein hilft nur bedingt, da diese Organisationen ja durch die
Digitalisierung ihrer regulären Infrastruktur keine Endgeräte mehr
hätten, die solch einen Repeater nutzen können. Die muss man also
ebenfalls mit bereit stellen.

Autor: Pessimist (Gast)
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Wenn es soweit ist helfen nur noch Brieftauben, Lagerfeuer (bei Nacht) 
und Buschtrommeln.

Wir bringen uns schon zurück in die Steinzeit.
Es ist nur die Frage: Wann?

Autor: Lauscher (Gast)
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Klaus B. schrieb:
> (...) die Kommunikation mit den
> Behörden oder irgendwelchen Leitstellen bzw Hilforganisationen
> ermöglicht, was ja durch Wegfall der Analoggeräte nicht mehr möglich
> ist.

Obwohl in den Digitalfunk der BOS bereits gewaltige Summen
investiert wurden, scheint das System noch nicht so recht zu
funktionieren.

Ich musste lachen, als ich gestern auf aktuellen Pressefotos
uralte Analog-Handfunkgeräte entdeckte, die von Beamten einer
Polizei-Eliteeinheit genutzt wurden. Ein SEK in Köln durchsuchte
die Wohnung eines terrorverdächtigen Tunesiers, der ein extrem
gefährliches pflanzliches Toxin hergestellt hatte.

Bei den Geräten handelte es sich um (nicht abhörsichere)
BOSCH FuG10-R (1992).

Autor: Baum (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Das allein hilft nur bedingt, da diese Organisationen ja durch die
> Digitalisierung ihrer regulären Infrastruktur keine Endgeräte mehr
> hätten, die solch einen Repeater nutzen können. Die muss man also
> ebenfalls mit bereit stellen.

Ich weiß zuverlässig (Nachbar ist bei der Polizei) das die auf grund 
dessen:

Lauscher schrieb:
> Obwohl in den Digitalfunk der BOS bereits gewaltige Summen investiert
> wurden, scheint das System noch nicht so recht zu funktionieren.

Ihre analoggeräte noch eingelagert haben.
(Zumindest hier in der gegend noch)
Ich hatte den nähmlich gefragt wann, wie und ob die geräte "Weg kommen" 
und ob ich da nicht einer Ergattern könne um es für 70Mhz umzubauen. 
Bzw. Mehrere weil da auch sicher der ein oder andere interessante 
Transistor oder Filter deinne Steckt.

Lauscher schrieb:
> BOSCH FuG

Hatten wir auf dem Bau als "Funkknochen" :)

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Baum.

Baum schrieb:

> Ich weiß zuverlässig (Nachbar ist bei der Polizei) das die auf grund
> dessen:
>
> Lauscher schrieb:
>> Obwohl in den Digitalfunk der BOS bereits gewaltige Summen investiert
>> wurden, scheint das System noch nicht so recht zu funktionieren.
>
> Ihre analoggeräte noch eingelagert haben.
> (Zumindest hier in der gegend noch)

Es ist wenige Jahre her, dass ich für eine freiwillige Feuerwehr einen 
Satz Teleport VI grundüberholt habe. ;O)

https://de.wikipedia.org/wiki/Teleport_VI

FuG 10 konnten/können die sich nicht leisten. Auf den Fahrzeugen hatten 
sie noch FuG 7.

Der BOS hat sich von allen Digitalverfahren (die grundsätzlich erstmal 
nicht so schlecht sind) mit Tetra das schlechteste ausgesucht. 
Vermutlich haben sich die Entscheider von der Idee des 
Relaisfunkbetriebs ohne aufwändige Duplexfilter durch die Ausnutzung der 
Zeitschlitze blenden lassen. Der Pferdefuss dabei ist aber, dass durch 
die Laufzeit ab ca. 10km Entfernung die Zeitschlitze 
ineinanderlaufen.....

Ansonsten besteht eigentlich technisch kein Zwang, Digital und Analog 
streng zu trennen. Es gibt genug Geräte, die sind umschaltbar. Und 
APCO25
ist extra dafür entwickelt, um halbwegs kompatibel zu analogem FM zu 
sein.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de



> Ich hatte den nähmlich gefragt wann, wie und ob die geräte "Weg kommen"
> und ob ich da nicht einer Ergattern könne um es für 70Mhz umzubauen.
> Bzw. Mehrere weil da auch sicher der ein oder andere interessante
> Transistor oder Filter deinne Steckt.
>
> Lauscher schrieb:
>> BOSCH FuG
>
> Hatten wir auf dem Bau als "Funkknochen" :)

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo

87kHz Langwellenverwendung bei Höhlenrettung in Thailand:
https://hackaday.com/2018/07/11/ham-designed-gear-...

Verwendet wurde ein "HeyPhone":
http://bcra.org.uk/creg/heyphone/

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Hallo Bernd

Geniales Gerät, interessant auch die Erdspiessantenne mit dem 10:100 
Ausgangsübertrager und der Umstand das die knapp 80 kHZ mit einem TDA 
205 als PA auskommen. Wenn die Erdspieße in 50 Abstand gesetzt werden 
ist als maximale Schrittspannung ca.24V zu erwarten.

Ich überlege gerade ob sich mit einer derartigen 
Übertragungseeinrichtung auch ein Modelluboot steuern ließe.

Namaste

Autor: Elektrofan (Gast)
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Dafür gibt es auch Literatur;
nachdem ich Blackout, M. Elsberg gelesen hatte, sah ich mich in meiner
(eigentlich reaktionären) Ansicht bestätigt, dass es falsch sei, nicht 
wenigstens einen starken Langwellensender (deutschlandweit empfangbar)
für "richtige" Katastrophenfälle in Betrieb zu erhalten.
(Mit dem könnte man ja im "Normalfall" Bundestagsdebatten, WM-Fussball,
oder Radio-Versionen von Lindenstrasse, Rote Rosen, Verliebt in Berlin 
oder sonstwo, also alles das, was ohnehin keinen juckt, übertragen ...)

Nur so gedacht, das ist sowieso unrealistisch, weil kaum jemand noch ein 
passendes Radio dafür bereit hätte.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Elektrofan.

Elektrofan schrieb:

> Nur so gedacht, das ist sowieso unrealistisch, weil kaum jemand noch ein
> passendes Radio dafür bereit hätte.

Nein, Die sind jetzt noch weit verbreitet. Weil die gibt es zusammen 
mit einem UKW Bereich, und der wird ja immer noch benutzt. Die meisten 
"Küchenradios", die noch im Umlauf sind, können das.
Und in anderen Gegenden ist Lang- und Mittelwelle ja noch üblich.

Abgesehen davon: Lang- und Mittelwellen Radios sind leicht zu 
improvisieren.
Bei manchen Verstärkern muss man sich ja Mühe geben, dass sie kein Radio 
werden. ;O)

Das "unrealistische" ist eher anzunehmen, dass sich die DAB Lobbyisten 
davon abbringen lassen, erfolgreich Leute zu manipulieren, so das sie 
denken, Basisbandmodulationsverfahren seine komplett altmodisch.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Baum (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> Nein, Die sind jetzt noch weit verbreitet. Weil die gibt es zusammen mit
> einem UKW Bereich, und der wird ja immer noch benutzt. Die meisten
> "Küchenradios", die noch im Umlauf sind, können das.

Und manchmal haben die leute noch kleine weltempfänger zuhause.
Die können manchmal sogar noch KW bis 10m.

Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Bernd W. schrieb:
> Hallo
>
> 87kHz Langwellenverwendung bei Höhlenrettung in Thailand:
> https://hackaday.com/2018/07/11/ham-designed-gear-...
>
> Verwendet wurde ein "HeyPhone":
> http://bcra.org.uk/creg/heyphone/
>
> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
> http://www.l02.de

Da wäre ein Nachbau (OpenSource) sicher interessant.

Grüsse,
René

Beitrag #5486201 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Kai A. (kaiand1) Benutzerseite
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René H. schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> Hallo
>>
>> 87kHz Langwellenverwendung bei Höhlenrettung in Thailand:
>> https://hackaday.com/2018/07/11/ham-designed-gear-...
>>
>> Verwendet wurde ein "HeyPhone":
>> http://bcra.org.uk/creg/heyphone/
>>
>> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
>> http://www.l02.de
>
> Da wäre ein Nachbau (OpenSource) sicher interessant.
>
> Grüsse,
> René


Da bei http://bcra.org.uk/creg/heyphone/documentation.html die 
Unterlagen ja Vollständig ist wie ich so gesehen habe mit Schaltplan 
Stückliste sollte dies ja Problemlos gehen.

Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Kai A. schrieb:
> Da bei http://bcra.org.uk/creg/heyphone/documentation.html die
> Unterlagen ja Vollständig ist wie ich so gesehen habe mit Schaltplan
> Stückliste sollte dies ja Problemlos gehen.

Ja, das ist schon so. Die wissen aber auch nicht wirklich was sie da 
haben oder ob es funktionieren würde. Ich weiss nicht ob das an 
mangelndem Wissen liegt oder weil die Infos zu wenig sind. So genau habe 
ich mir das nicht angeschaut. Die Schaltpläne sind allerdings doch recht 
"antik".

Ich würde so vorgehen als erstes mal die Schaltpläne zeichnen (KiCad) 
und dann die PCBs.

SMD wäre natürlich bevorzugt und man müsste im Vorfeld abklären was noch 
in SMD erhältlich ist resp. umbauen ....

Grüsse,
René

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo

Nach Angaben von HL-Live.de der haben beim großen Stromausfall in 
Lübbeck die digitalen BOS-Systeme nur knapp 3 Stunden durchgehalten. Die 
letzten 23 Minuten des Stromausfalles existierte kein funktionsfähiges 
BOS-Netz mehr.

Siehe: https://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=124281

Mein Kommentar: Nun, wenn es nur die Stromversorgung ist....dickere 
Akkus hinstellen und auf eine adaequate Notstromversorgung achten.

Die mangelnde Versorgung bei Stromausfall wurde aber schon vorher 
bemängelt...es bestand aber wohl ein Problem bei den Verantwortlichen, 
dieses als ein tatsächlich existierendes Problem zu sehen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Baum (Gast)
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Naja,das Problem war nicht das es nicht bekannt wäre. Die haben einfach 
nicht mit so langen Ausfällen des Stromnetz gerechnet.

Und die Leute (die diskussion gibt es des öfteren in der FF) die sagen 
"Schrottie wir brauchen mehr saft!" Werden beruhigt mit "Wann hättest du 
länger als X Stunden Stromausfall?"

Bin mal gespannt, klimapanik und schlechte Infrastruktur, 
unwetterschäden. Ob die nicht doch langsam aber sicher aufstocken oder 
als fallback sparsame geräte verwenden.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Baum.

Baum schrieb:

> Bin mal gespannt, klimapanik und schlechte Infrastruktur,
> unwetterschäden. Ob die nicht doch langsam aber sicher aufstocken oder
> als fallback sparsame geräte verwenden.

Wobei die Funkgeräte selber noch nicht einmals soviel Energie benötigen. 
Das ginge im Zweifel mit einem Handkurbelgenerator.

Das Problem ist das Netz im Hintergrund mit Servern und Linkstrecken.

DMR kann auch noch im "Inselbetrieb" laufen. Bei Tetra ist das schon 
Aufgrund der Zeitschlitzduplex-Reichweiteneinschränkung etwas 
problematischer, weil das eigentlich nur mit einem Repeater alle paar 
Kilometer sinnvoll ist, und die müssen dann auch noch vernetzt sein.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Baum (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> DMR kann auch noch im "Inselbetrieb" laufen. Bei Tetra ist das schon
> Aufgrund der Zeitschlitzduplex-Reichweiteneinschränkung etwas
> problematischer, weil das eigentlich nur mit einem Repeater alle paar
> Kilometer sinnvoll ist, und die müssen dann auch noch vernetzt sein.

Was bei den analogen Geräten nicht nötig war. Deren Umsetzer und 
Infrastruktur war zwar nicht abhörsicher aber dafür sehr zuverlässig. 
Und vor allem noch besser geplant. Da wären drei Stunden ohne Netz 
sicher weniger das Problem gewesen.
Man merkt es selbst beim funken mit Autobatterie und qrp. Macht laune, 
auch wenn die Bedingungen für DX nicht immer optimal sind.
Das kann auch mal (mit Solar natürlich) auch mal ein ganzes wochenende 
gehen.
Aber ich schleppe kein Aggregat mit, brauch keine steckdose...

Autor: Baum (Gast)
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Baum schrieb:
> Aber ich schleppe kein Aggregat mit, brauch keine steckdose...

Dazu muss ich was anmerken:USV durch Dieselmoppel austauschen! Das wäre 
vielleicht sinnvoll für solche Anlagen.

Den "wurst käse" fall mit einplanen haben sie einfach als zu 
unwarscheinlich eingestuft. "4 Stunden ohne Netz gibts ja kaum noch"...

Jetzt korrigieren sie ihre Fehlentscheidung hoffentlich.

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