5V AVR mit 3,3V programmieren

OP #4293932
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Jim M. schrieb:
> Die Frage ist zu allgemein.
> Die Richtung 3V3 Ausgang -> 5V Eingang ist wie oben erwähnt kein
> Problem.

Dann könnte man beim Programmiergerät ja generell bei 3,3V bleiben. Ohne 
umständliche Pegelwandler. Also 3,3V für die AVR's bis 5V und die neuen 
XMegas mit 3,3V.

> Die Richtung 5V Ausgang -> 3V3 Eingang kann aber ein Problem sein, wenn
> der Eingang keine 5 Volt mehr verträgt. Genau da müsste man Datenblätter
> studieren.

Ja.
#4294554
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Rainer S. schrieb:
> Udo schrieb:
>> probiere doch mal und berichte
>
> Dazu sind etwas Umbaumaßnahmen notwendig, da ich die 5V momentan direkt
> vom USB Stecker nehme und da kein Spannungsregler drauf ist. Habe einen
> eigenen Programmer mit ISP entwickelt. Wollte jetzt einen bauen, der
> ebenfalls PDI kann und dann generell mit 3,3V arbeitet. Dazu halt die
> Frage.

Ohne weitere Maßnahmen darfst Du an ein IC mit einer bestimmten 
Versorgungsspannung nur Signale anlegen, die die Versorgungssspannung 
nicht oder nur um max eine Diodenspannung (ca 0.3-0.5V) übersteigt. 
Anderenfalls wird das IC beschädigt.

Üblicherweise enthalten Programmer für ISP, JTAG etc Pegelwandler wie 
74LVC1T45, die die Signale korrekt umsetzen. Sowas braucht Dein 
ISP-Programmer auch.

fchk
#4294606
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Rainer S. schrieb:
> Nein, ich wollte das möglichst einfach halten.
> Tiefer als 3,3V wollte ich mit meinen Schaltungen erst mal nicht gehen.

Das ist egal. Die Spannungen sind unterschiedlich, das zählt.

> Die Frage ist, ob man mit einem 3,3V Programmiergerät eine 5V Schaltung
> programmierern kann.

Hab ich doch geschrieben: Nicht ohne weitere Schutzmaßnahmen. 
Anderenfalls gibts Bruch.

Pegelwandler sind die sauberste Lösung.
74LVC und AHC Gatter werden mit 3.3V betrieben, sind aber 5V-tolerant. 
74HC mit 3.3V betrieben sind NICHT 5V-tolerant.
Sparschweine gehen mit der Geschwindigkeit herunter und verwenden 
Strombegrenzungswiderstände, die so ausgelegt sind, dass die 
Schutzdioden das ganze überleben, oder Widerstand+Z-Diode.

Irgendwas wirst Du machen müssen.

fchk
#4294808
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Basti schrieb:
> ich arbeite auf meinem steckbrett öfters mit 3.3v - ist überhaupt gar
> kein problem.
>
> weiss auch nicht wieso-. spezifikation ist 2.8-5v in dem bereich muss
> alles gehen ALLES

Der kritische Punkt ist das Anlegen eines 5V-Signals an einen mit 3.3V 
versorgten Chip. Wir wollen ja keine Einweg-Leuchttransistoren bzw 
-Dioden erzeugen...

Dass Du noch keine Schäden beobachtet hast, ist noch lange kein Beweis 
dafür, dass das die korrekte Vorgehensweise ist. Manche Leute haben mehr 
Glück als Verstand.

fchk
Gast #4300278
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Rainer S. schrieb:
> Hat das schon jemand ausprobiert?

Habe ich probiert, das funktioniert ...
Habe dazu den Raspberry Pi B+ genommen um einen Atmel Atmega8 zu 
programmieren. Eine Anleitung dazu findest du hier:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Raspberry_Pi_als_Universalprogrammer

Frank K. schrieb:
> Ohne weitere Maßnahmen darfst Du an ein IC mit einer bestimmten
> Versorgungsspannung nur Signale anlegen, die die Versorgungssspannung
> nicht oder nur um max eine Diodenspannung (ca 0.3-0.5V) übersteigt.
> Anderenfalls wird das IC beschädigt.

Guter Hinweis, ich hatte den Atmega mit den 3,3V des Raspi versorgt.
Allerdings nicht weil ich mir um den Atmega sorgen gemacht habe sondern 
weil ich keine 100%ige Aussage gefunden haben ob die GPIO des Raspi die 
5V vertragen ;)
Gast #4300281
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mein avr mk2 hat einen pegelwandler am eingang,

deshalb muss man den programmierer ja auch aus der schaltung mit vcc 
versorgen, eben weil der pegelwander die getrennte vcc der schaltung 
nutzt

http://www.atmel.com/webdoc/avrispmkii/avrispmkii.hardware_blocksch.html

die diskussion mit dem programmieradapter hat nicht der threadowner 
gepostet, daher gehe ich davon aus der to halbwegs professionelles 
equipment nutzt.
OP #4300425
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Sebastian schrieb:
> die diskussion mit dem programmieradapter hat nicht der threadowner
> gepostet, daher gehe ich davon aus der to halbwegs professionelles
> equipment nutzt.

Ich habe wie gesagt einen eigenen Programmierer gebaut, der entweder vom 
PC direkt gesteuert wird oder eigenständig arbeiten kann. Da ist ein 
64kByte EEprom eingebaut zum speichern der Programme. Zur Zeit alles auf 
5V Basis. Jetzt wollte ich da zusätzlich das PDI Protokoll integrieren 
für die XMegas.

Es macht wohl Sinn mit den Schaltungen generell auf 3,3V zu gehen. Die 
neuen XMegas laufen nur noch mit 3,3V.

Wenn der neue Programmierer auf 3,3V Basis läuft programmiert er die 
XMegas direkt mit 3,3V. Bei den älteren 5V Schaltungen mit ISP 
Schnittstelle bräuchte dann nur der MISO Pin, also der Rückweg vom 
Controller zum Programmer von 5V auf 3,3V gewandelt werden.
#4300547
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Rainer S. schrieb:

> Ich habe wie gesagt einen eigenen Programmierer gebaut, der entweder vom
> PC direkt gesteuert wird oder eigenständig arbeiten kann. Da ist ein
> 64kByte EEprom eingebaut zum speichern der Programme. Zur Zeit alles auf
> 5V Basis. Jetzt wollte ich da zusätzlich das PDI Protokoll integrieren
> für die XMegas.

In der Zeit, in der Du hier rumhampelst, hättest Du Dir schon längst ein 
Tütchen 74LVC1T45 (für ISP braucht Du 4 Stück) im SOT23-6 und 8 100n im 
0603 oder 0805 besorgen und vor Deinen Programmer schalten können, wie 
es alle anderen auch machen. Dann würde Dein Teil von 1.8 bis 5.5V 
einfach so vollautomatisch funktionieren, ohne großes Nachdenken, ohne 
weitere Klimmzüge.

http://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn74lvc1t45-ep.pdf

fchk

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