Hallo liebe mikrocontroller.net Community, ich möchte eine kleine Motorsteuerung bauen und habe mir dazu ein Motor (Nanotec ST4118M1206 mit HEDS-5540 E06 Encoder) und einem Treiber-Board (Nanotec SMCI35) besorgt. Im technischen Handbuch steht, dass ein Ladekondensator von mind. 4700 μF anzuschließen ist. Ich bin mir nicht ganz sicher wie der Ladekondensator korrekt angeschlossen wird. Ich habe nun alles so angeschlossen wie ich es aus der Zeichnung und Kennzeichnung des Kondensators entnommen habe, aber würde mich gerne nochmal bei euch Experten absichern, dass es so korrekt ist und ich nicht doch aus Versehen die Polung oder Schaltung verdreht habe. Ich habe Kabelfarben blau für GND und braun für die Betriebsspannung verwendet. SMCI35-Anschlüsse (5) Betriebsspannung +12 V DC ... +48 V DC (6) GND Habt vielen Dank für eure Hilfe! Gruß, Herbert PS: Ich hoffe ich habe das Bild in dem richtigen Format abgespeichert und es wird korrekt angezeigt.
Hallo, die von Dir benutzte Stromversorgung, wo die 12V...48V herkommen, hast Du ja nicht gezeigt. Minus ist ja auf dem Elko gut genug gekennzeichnet, da kann man ja kaum was falsch machen. So als Anmerkung: ich würde nie ein Orinales Netzkabel als Niederspannungsverbindung nehmen. Die Verwechslungsgefahr gerade bei Experimenten, wäre mir zu groß. Wenn ich etwas dickere Leitung brauche, nehme ich durchaus auch Draht von einem alten Netzkabel, da werden bei mir aber das Kabel komplett zerlegt und die Adern als Einzeladern genommen. Gelb/Grün nehme ich da generell nicht, es sei denn, es ist ein echter Schutzleiter. Gruß aus Berlin Michael
Hallo Michael, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Das Gelb/Grüne-Kabel ist in dem Aufbau quasi überflüssig und mit den Klemmen in der Mitte verbunden, die nicht angeschlossen sind. Der Rat zur Verwendung eines anderen Kabels werde ich mir zu Herzen nehmen und kann ich gut nachvollziehen. Hatte gerade leider nur noch ein solches parat. Ich werde mir mal neue Kabel zu legen müssen. Zum Thema zurück: Die obere Kurve des Kabels führt vom Elko zum SMCI35 und das Kabel, das von unten kommt, geht an ein DC-Netzteil (braun +, blau -, V24). Also müsste doch alles so passen, ne? Hatte mich kurz gewundert ob der Elko tatsächlich einfach zwischen die Kontakte kommt und ob er richtig herum ist. Ist mein erster Elko den ich verbaue und hab ein wenig Respekt vor Polungsfehlern... Hab nochmal besten Dank! Liebe Grüße Herbert
Herbert schrieb: > Im technischen Handbuch steht, dass ein > Ladekondensator von mind. 4700 μF anzuschließen ist Richtig, er nimmt die Bremsenergie auf, und muss so gross sein, daß auch beim Bremsen die Spannung nicht über die zulässige Spannung für die Komponenten steigt. Wenn er zu gross ist, schaltet allerdings das Schaltnetzteil zu Beginn ab, weil es glaubt, einen Kurzschluss am Ausgang zu sehen, dann braucht man eine extra Schaltung (laden des Elkos über Widerstand, überbrücken des Widerstandes de Relais oder Transistor wenn der Elko fast voll ist).
Vielleicht ist die Frage nun etwas dumm, aber woher weiß ich wie groß der Kondensator und das Netzteil dimensioniert sein muss? Ich habe nun ein Kondensator (4700 μF, 50V) verwendet so wie er auf der Nanotec Seite zu finden ist und vorgeschlagen wird. Kann ich mit einem 24V Netzteil, dem SMCI35 (max. 4A) und dem Motor (0.85A, ST4118M1206) was falsch machen bzw. können da zu große Bremskräfte entstehen oder ein zu großer Elko für das Netzteil, sodass es zum Kurzschluss kommt? Habt vielen Dank, dass Ihr mir so aufgeschlossen helft!
Hallo, wir kennen die Daten Deines 24V-Netzteil noch nicht (oder habe ich die übersehen?), Also 24V und welcher MAximalstrom? Schaltnetzteil oder Trafonetzteil? Gruß aus Berlin Michael
Herbert schrieb: > aber woher weiß ich wie groß > der Kondensator und das Netzteil dimensioniert sein muss? Niemand ausser dir weiss es, denn niemand ausser dir weiss was am Motor hängt und ggf. als Generator ihn antreibt. Wenn er einen Lastwagen am Berg antreibt, und der 40 Tonner nun rückwärts den Berg runterrollt, gibt es eine Menge Bremsenergie. Wenn kein Elko reicht (der fängt höchstens die eigene Masseträgheit des Motors, dafür wird Nanotecs Vorschlag passen obwohl auch die nicht wissen, wie weit die Spannung steigen dürfte, von nominaler Betriebsspannung 12V bis zerstörender Überspannung 40V ist mehr möglich, reicht ein kleinerer Elko mit 40V, also von nominaler Betriebsspannung 35V bis zerstörender Maximalspannung 40V) dann braucht man einen Bremschopper.
Hallo Michael, vielen Dank für deine erneute Antwort. Ich hab derzeit noch kein passendes Netzteil hier und habe an ein 24V MeanWell Schaltnetzteil gedacht. Mit wie viel Ampere wäre es denn gut dimensioniert? Kannst Du mir ein Kauftipp geben? Ich dachte es müsste mindestens 4A haben, da dass die maximale Leistung ist die das Nanotec SMCI35 Board ziehen kann, oder täusche ich mich da? Liebe Grüße Herbert
Herbert schrieb: > Ich dachte es müsste mindestens 4A haben, Bei dem kleinen Motor reicht 24 V / 1 A völlig aus.
Für diesen kleinen Motor reicht auch eine viel kleinere Ansteuerung aus; ich verwende diese mit A4982: Beitrag "Schrittmotoransteuerung mit A4982 und ATmega328" Dabei reichen dann auch 1000 µF für den Kondensator.
Herbert schrieb: > Mit wie viel Ampere wäre es denn gut dimensioniert? Wir wissen doch nicht, was dein Motor antreiben soll, das musst du schon selbst berechnen Das nötige Netzteil zur Versorgung eines stromgeregelten Schrittmotors im Mikroschrittbetrieb berechnet sich durch folgende Rechenschritte: Maximaler effektiver Motorstrom I, Innenwiderstand der Motorwicklung R, Widerstand des oberen und unteren Schalttransistors der Endstufe (angenommen synchrone Gleichrichtung, also derselbe Spannungsabfall in der Freilaufzeit), Faktor F (im Vollschrittbetrieb 2, im Mikroschrittbetrieb 1.4), erzeugtes Drehmoment M in Nm laut Motordiagramm bei Drehzahl n in upm. P(Netzteil) = (R(Motor) + R(Endstufe)) * I^2 * F + M*2*3.14*n/60 Beispielsweise Nanotec Nema23 ST5709X2508 mit 3.5A 0.42Ohm und 0.5Nm bei 300upm im Mikroschrittbetrieb an einem TB6560 mit 0.4 Ohm und 0.5 Ohm: (0.42 + 0.4+0.5) * 3.5*3.5 * 1.4 + 0.5*2*3.14*300/60 = 38.33W http://de.nanotec.com/support/faq/ (Plug & Drive Motore und Motorcontroller:Welches Netzteil ist erforderlich ?)
Michael B. schrieb: > Wir wissen doch nicht, was dein Motor antreiben soll, das musst du schon > selbst berechnen Laberkopp != Lesekopp Es ist ein NEMA17 Motor; damit sind die Randbedingungen gegeben. Deine NEMA23 Beispielrechnung ist mal wieder nur Gelaber.
Hallo zusammen, entschuldigt vielmals die Ungenauigkeiten von mir an einigen Stellen. Also der Einsatz meines Aufbaues wollte ich zum Testen des sogenannten Nanotec Drehmomemtmodus des SCMI35 Controllers nutzen, sodass sich etwas auf- und abwickeln lässt. Wie in dem Handbuch des Treibers beschrieben kann man den Analogeingang zur Regulierung verwenden und der Motor verhält ähnlich einer Feder. In wie weit nun der Drehmomentmodus mit einem ab- und aufwickeln große oder kleinere Bremskräfte entwickelt weiß ich nicht, sodass ich deshalb auf Nummer sicher mit dem vom Hersteller vorgeschlagnen 4700 μF Kondensator gehen wollte. Zwecks der Amperezahl bin ich nun ein wenig verunsichert. Also 1A reichen nun definitiv für meine Anwendung? Spricht was gegen eine größere Amperezahl? Gruß Herbert
Herbert schrieb: > weiß > ich nicht, sodass ich deshalb auf Nummer sicher mit dem vom Hersteller > vorgeschlagnen 4700 μF Kondensator gehen wollte. > > Zwecks der Amperezahl bin ich nun ein wenig verunsichert. Also 1A > reichen nun definitiv für meine Anwendung? Spricht was gegen eine > größere Amperezahl? Warum fragst Du, wenn Du der Antwort nicht traust? Mach es, wie Du meinst - mir ist es egal. Achte nur darauf, daß bei der Steuerung der Strom auf 20 % eingestellt ist. Mit der 90 % Grundeinstellung und einem 4 A Netzteil ist der Motor schnell verbrannt.
m.n. schrieb: > Es ist ein NEMA17 Motor; damit sind die Randbedingungen gegeben. Deine > NEMA23 Beispielrechnung ist mal wieder nur Gelaber. Na m.n. dann könntest du es ja mal für den NEMA17 von Herbert ausrechnen. Aber dazu bist du zu faul und zu dumm. Typisch m.n., Beiträge die die Welt nicht braucht.
@ m.n.: Natürlich glaube ich hier den Antworten. Ich wollte nur nochmal erwähnen, dass ich vor habe den Drehmomentmodus zu verwenden und war nicht sicher ob das die Dimensionierung der Ampere verändert... Habt vielen Dank. Gruß Herbert
Herbert schrieb: > nicht sicher ob das die Dimensionierung der Ampere verändert... Der SMCI35 kann viel stärke Motore und auch BLDC ansteuern, als den, den Du Dir ausgesucht hast. Für diese hat Nanotec die 4700-10000 µF gefordert. Gleiches gilt für das Netzteil. Da die Kosten für Netzteil und Elko eher gering sind, kannst Du auch die größeren Ausführungen nehmen, um vielleicht für später alle Möglichkeiten offen zu haben. Du brauchst sie aber nicht. Wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob Du zur Ansteuerung per Poti nicht noch eine negative Spannung brauchst. Hier würde ich auch -10 bis +10 V zur Ansteuerung erwarten, um neben Drehmoment auch die Richtung vorgeben zu können. Das wirst Du ja selber sehen.
Super, dann weiß ich wegen dem Netzteil und dem Elko bescheid :) Wegen dem Drehmoment und dem Poti habe ich auch gelesen, dass entsprechend des Pegels am Analogeingang (-10V, +10V) ein festes Drehmoment eingestellt wird. Aus dem Programmierhandbuch geht leider nicht hervor, ob sich dieser Parameter auch per Software einstellen lässt. Ich habe keine Option oder Passage dazu gefunden. Im Zweifel müsste ich mir noch ein kleinen Arduino mit einem DAC anschließen um den Drehmoment mit meinem Computer steuern zu können. Um den Motor nicht durchzubrennen, ist eine 20% Stromeinstellung eine gute Idee. Gibt es Erfahrungen ob man das besser direkt an der Hardware (via DIP-Schalter Codes) oder mit der Hersteller Software konfigurieren sollte. Ich denke nur daran, dass es vermutlich schlecht wäre, dass es im Moment des Anschlusses 100% o.Ä. eingestellt ist und dann bereits der Motor überhitzt wäre, sodass die DIP-Schalter Variante vielleicht die bessere ist?! Habt noch einmal vielen Dank für eure unermüdliche Unterstützung Beste Grüße Herbert
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