Mal so aus interesse wo ich gerade de Threed
Beitrag "Es wird immer bekloppter." gelesen hatte.
4km zur Arbeit mit einem One wheel.
Ich habe mir vor ~4 Monaten ein E-bike gekauft und fahre rund 12km zur
Arbeit. Durch die Verkehrssituation und die mangelnden Parkplätze
brauche ich nur gut 10 Minuten länger für den weg.
Das Auto teile ich mir nun mit meiner Frau. Bislang sage ich noch gute
Endscheidung.
Wie fahrt ihr so und wie weit?
Ich fahre 6km einfach mit dem Fahrrad. Keine Steigungen. Während der Uni
bin ich auch schon 17km einfach gefahren, aber das ist lange her ...
Meine Frau fährt 40 Minuten mit der S-Bahn. Die Kinder bringen wir zu
Fuß in den Kindergarten.
Mein Fahrradweg verläuft durch ein Tal, ein paar hundert Meter von der
Straße entfernt. Da kann ich fast jeden Morgen einen Super-Stau
beobachten und freue mich, dass ich mir das nicht antun muss.
Ich habe 8km mit dem Bus. Brauche dafür zwar 45 Minuten, aber mit dem
Auto ginge es auch nicht so viel schneller. Wir haben auch nur noch ein
Auto im Haushalt. Ich finde das ganz toll: nur die halben Kosten und der
halbe Aufwand für Service etc. Allerdings steht in nächster Zeit mal ein
Umzug an, da werde ich vielleicht auch den Job wechseln um nicht pendeln
zu müssen.
Ich fahre jeden Tag 40km bis 44km one way, zu 95% Autobahn im Rhein-Main
Gebiet. Bedingt durch "sehr früh hin, damit ich früh zurück kann" hab
ich allerdings auch kaum bis wenige Probleme mit Stau. ;-)
30 Minuten Bus + 15 Minuten laufen One-Way.
Da hab ich keinen Bock mehr drauf, Auto wird jetzt angeschafft. Dann
sind's je nach Verkehrslage 15 Minuten hin und 20 zurück. Fast eine
Stunde Pendelzeit gespart jeden Tag, das is schon was...
Stell dir vor, ich lese da auch Oldschool Bücher.
Es nervt trotzdem. Ist ein bekackter, wackeliger, überfüllter, im Sommer
unklimatisierter Stadtbus mit Plastikschalensitzen. Fahren darin ist
nicht angenehm, lesen dann auch nicht. Ich tu's trotzdem um die Zeit
rumzukriegen und weil ausm Fenster zu starren doof ist. Daheim im Bett
oder aufm Sofa lesen ist viel angenehmer und macht im Gegensatz dazu
auch Spaß.
Die 15 Minuten laufen sind ebenfalls nervig. Im Sommer und bei schönem
Wetter sehr nett, aber wehe es stürmt und regnet (geht über freies Feld,
nicht eine urbane Umgebung).
Nope, hier gönne ich mir jetzt einen Spritzer Dekadenz. Ich hatte schon
ein paar Mal ein Auto ausgeliehen und bin damit zur Arbeit getuckert.
Ich stand zwar im Stau, aber es war immer noch unvergleichlich besser
als die Busfahrt. So entspannt zur/von der Arbeit wie mitm Auto komm ich
nicht mal ansatzweise mitm Bus.
BUS heißt ja auch "Beförderung unterster Standard"
Solche Vehikel meide ich selber wie die Pest, lieber was
schienengebundenes.
Im Stau stehen kann ich nämlich selber ;)
Icke ®. schrieb:> hannes schrieb:>> Ich habe mir vor ~4 Monaten ein E-bike gekauft und fahre rund 12km zur>> Arbeit.>> Auch im Winter oder wenn es in Strömen regnet?
Ja auch ich fahre bei jedem Wetter mit dem Rad 4km zur Arbeit. Du wirst
dich wundern wie wenig es regnet (ähh.. zumindest in Freiburg :-) ).
Ich fahr jeden tag knapp 40km / 35 bis 45 Minuten pro Richtung mit dem
Auto.
Ich würde sehr gerne mit Öffentlichen Verkehrsmitten Fahren, leider
Ändert sich die Fahrtzeit dadurch auf 2:15 bis 2:45 Minuten :(
Du Glücklicher mit deinen 2,5 Stunden. Ich müsste um morgens um 9 auf
der Arbeit zu sein Abends um 9 losfahren für meine 60Km. Übernachten
müsste ich dann auf einen zugigen Bahnsteig :)
Fahre mit dem Auto ( zwei Mann Fahrgemeinschaft ).
25 Minuten / 25 km pro Richtung über Landstraße.
Zum Glück ist die Fahrtrichtung entgegen dem sonstigen Berufsverkehr,
daher nie Stau.
Schlimmstenfalls im Herbst mal ein paar Rübentrecker.
"Öffis" kommen alternativ kaum in Frage, da nur mit Umwegen und
mindestens 3facher Fahrzeit möglich.
Am Arbeitsort wären es dann auch nochmal 1,5km zu Fuß vom Bahnhof zu
Arbeitstätte.
Hab zuerst in München gearbeitet, bin dorthin mit dem Zug gefahren
(Haustür -> Auto -> Zug -> Ubahn1 -> UBahn2) . Waren ca. 20km (Auto)
40km (Zug) einfach.
Das konnte ich mir dann aber schon recht bald nicht mehr leisten - nicht
etwa finanziell sondern organisatorisch: Immer mehr Ausfälle,
Verspätungen, Fahrplanänderungen (lies: Verschlechterungen),
unflexiblen/unpraktischen Fahrkarten/Tarifmodellen und steigenden Kosten
(letztendlich war sogar das PARKEN am Bahnhof kostenpflichtig...) usw.
Bin ab da selbst mit meinem Auto gefahren (50km einfach) und war richtig
erstaunt, wie viel Zeit ich auch unter der Woche wieder hatte und wie
stark der Stress nachgelassen hat. Finanziell war kaum ein Unterschied
feststellbar, das Geld wars auf jeden Fall wert. Beste Entscheidung.
Mittlerweile arbeite ich näher an meinem Wohnort, hab noch ca. 30km
einfach.
Öffentliche fahren da gar nicht bzw. nicht in meine Richtung. Der
Arbeitsplatz hat aber perfekte Autobahnanbindun inkl. kostenlose
Parkplätze.
Bus bin ich auch mal lang gefahren, das war aber noch zu Schulzeiten.
War aber erstaunlich zuverlässig.
Das war auch meine Beobachtung; Öffis kosten fast immer Zeit. Ob die
Kosten/Nutzenrechnung mit einem Privat-PKW aufgeht steht auf einem
anderen Blatt. Als ich noch in einem Vorort wohnte war die Reisezeit
Haustür-"Arbeits"tür mit PKW 14min, mit Öffi 45min inkl 15min zum Bus
hasten. Brauchte ich zum Glück nur für 2-3 Wochen, haben mich aber
geheilt.
15km pro Strecke mit dem Rad, etwa 45min Fahrzeit. Schneller wär
möglich, müßte mich dann aber gründlich waschen.
Ja, auch bei Regen, Schnee, Glatteis etc. Ne Karre hab ich, da würde
eine Strecke bestenfalls 20min dauern, schlechtestenfalls 1,5h oder
mehr. Auch schon gehabt.
Stefan M. schrieb:> Fahre mit dem Auto ( zwei Mann Fahrgemeinschaft ).>> "Öffis" kommen alternativ kaum in Frage, da nur mit Umwegen und> mindestens 3facher Fahrzeit möglich.> Am Arbeitsort wären es dann auch nochmal 1,5km zu Fuß vom Bahnhof zu> Arbeitstätte.
Wenn ich einen weiteren Weg hätte und kein ÖPNV da wäre, würde ich auch
sowas ausprobieren. Wieviele von euch machen denn Fahrgemeinschaften mit
privat-PKWs? Wieviele Personen machen da dann mit? Habt ihr gute oder
schlechte Erfahrungen damit gemacht?
Nachdem ich jahrelang mit dem Fahrrad 3 km in 10 Minuten gefahren bin
(auch im Winter!), habe ich nun den Job gewechselt.
jetzt sinds 35km pro Richtung.
Mit Fahrrad/Bus + S-Bahn 60+x Minuten und 1,2kEUR/Jahr (Jahreskarte)
mit Auto sinds 35+x Minuten und 1,1kEUR/Jahr (bei 5,3l/100km und
1,3EUR/l)
Komplett mit dem Fahrrad: 1,75-2,25h pro Weg. 300 Hoehenmeter. Das ist
fuer mich selbst mit einem E-Bike too much. Vorallem zeitlich.
x liegt derzeit bei ca 15 Minuten aufgrund der permanenten Ueberlastung
der Verkehrswege und aktueller Rueckbautaetigkeit an der
Schieneninfrastruktur (S21)
Nach einem Jahr S-Bahn habe mir jetzt ein Auto gekauft. Komme zwar nicht
mehr so viel zum Lesen, hoehre dafuer viel Deutschlandradio Kultur.
Mein Oekogewissen habe ich totgeschlagen und im Keller verbuddelt.
Andi M. schrieb:> mit Auto sinds 35+x Minuten und 1,1kEUR/Jahr (bei 5,3l/100km und> 1,3EUR/l)
Dass die Betriebskosten eines Autos ungefähr das Doppelte der
Kraftstoffkosten sind, ist dir aber bewusst, oder?
Bei mir sind's 4,5 km für einen Weg, mit dem Fahrrad in ca. 15 Minuten
gefahren. Auto würde genauso lange dauern, nicht wegen großartiger
Staus, sondern weil ich sowohl früh auf Arbeit als auch abends zu
Hause aufwändig einen Parkplatz suchen muss, von dem ich dann im Mittel
wohl nochmal 3 Minuten Fußweg hätte. ÖPNV bisschen länger, vor allem
weniger genau prognostizierbar, da die Busse auf einer Studentenlinie
liegen und daher zu „Rudelverkehr“ neigen (erster Bus braucht so lange
zum Fahrgastwechsel, dass der nächste bereits dahinter fährt, ab da
fahren sie dann „Tandem“).
Eigentlich sind die 4,5 km schon fast zu wenig, damit das Fahrrad
einigermaßen ein körperlicher Ausgleich zum Schreibtisch ist.
> Dass die Betriebskosten eines Autos ungefähr das Doppelte der> Kraftstoffkosten sind, ist dir aber bewusst, oder?
ja, ist es :-)
Der Tausch Auto gegen OePNV ist in meinem Fall tatsaechlich vornehmlich
aus der Zeitersparnis motiviert. Wenn man ploetzlich am Tag 1,5 Stunden
weniger Zeit zur Verfuegung hat, ist das bei allem "das habe ich vorher
gewusst" schon eine ziemliche Umstellung.
Der fehlende koerperliche Ausgleich durch Fahradfahren motiviert mich
gerade dazu ab Fruehjahr eine Auto-Fahrrad-Hybridloesung zu versuchen:
Mit dem Auto (und Rad im Kofferraum) den groebsten Stau mitnehmen, um
dann mit dem Fahrrad noch den dicken Berg zu bezwingen. Mal schauen, wie
das so wird.
> 4,5 km,
da war ja mein Schulweg weiter und den bin ich zumeist schneller zu Fuß
gegangen als auf den ÖPNV zu warten der mir nicht mal die Hälfte davon
abnahm. das lohnte nicht auf den Bus oder zuvor die Straßenbahn zu
warten. und wenn ich eh den ganzen Tag in einer von zwei Hütten sitze.
Ist das Auto reiner Luxus.
für mich ist es Werkzeug um verschiedene Arbeitsorte welche oft weit von
einander entfernt sind (bis zu maximal 150 km) überhaupt in angemessener
Zeit erreichen zu können, zu dem Schleife ich mein halbes Arsenal mit.
Namaste
Ich laufe 2km.
Soweit so gut, aber das morgendliche Radiohören im Stau fehlt einem
schon. Man verkümmert mit der Zeit zu einem uninformierten,
unpolitischen Menschen.
Dafür hat man viel frische Luft und wird selten krank ;-)
Martin W. schrieb:> Ich fahre 30km mit Elektro.> Mit 2.400kW ;)Roland E. schrieb:> Ich habe ~60km und 3.500kW.. :-P
Was sagen denn die Herren in Uniform dazu? Oder bemerken die den
Unterschied zwischen 250W und 3KW nicht?
Bin am überlegen, selber eins zu bauen, aber 250W und nur als
Unterstützung ist nur halber Spaß, das geht besser!
IncreasingVoltage .. schrieb:> Was sagen denn die Herren in Uniform dazu? Oder bemerken die den> Unterschied zwischen 250W und 3KW nicht?
Er wird die 3500kW kaum in seinem Fahrrad eingebaut haben. Es kommt
sicherlich auch nicht oft vor, dass sich Uniformträger seinem Fahrzeug
in den Weg stellen. Aber ich denke, dass dein Nick der Sache näher
kommt.
hehe!
2.400kW hat nen Vollzug aus dem hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_270
Zudem lesen lernen, da standen Punkte und nicht Kommatas.
Also 2.400kW oder 3.500kW sind 2,4MW oder 3,5MW ;)
A. K. schrieb:> Aber ich denke, dass dein Nick der Sache näher> kommt.
With great voltage comes great power.
Naja, erst mal muss ich noch meine Elektro-supermoto fertig bekommen.
Ca. 4km mit Fahrrad, durch die Stadt auf 90% Radweg und Rest
Nebenstraße. Brauche für die Strecke rund 20min.
Wenn wirklich richtig kalt ist oder es regnet steige ich auf die
Straßenbahn um. Die braucht auch so 20-30min...
Im Keller von der Firma gibt übrigens es Umkleiden mit
Duschmöglichkeiten und persönlichen Spinden.
Oliver S. schrieb:> Ich laufe 2km.> Soweit so gut, aber das morgendliche Radiohören im Stau fehlt einem
Habe gehört, das es seit einiger Zeit auch tragbare Radios geben soll..
;o)
Ich habe ca. 9,5km/200hm Fahrradstrecke durch den Wald. Mit dem Ebike
dauert das im Sommer 18min, im Winter 20-22min.
Ganz selten fahre ich auch mit dem Auto, dann sind es 13km, für die ich
zwischen 15 und 25min je nach Verkehr brauche. Allerdings nicht durch
den Wald und wesentlich weniger entspannend.
Den Preis und Unterhalt des Ebikes habe ich nach 1 3/4 Jahren schon fast
drin, wenn man 30ct pro gespartem Autokilometer ansetzt.
Gruß, Stefan
Matthias L. schrieb:> Zwanzig Ohm auf 9,5km ist ein ganz brauchbares Kabel.
Mit wieviel Überhöhung mußt Du da reingehen, damit noch was am E-Bike
ankommt?
Nungut, er könnte beidseitig einspeisen...
Fra N. schrieb:> Oliver S. schrieb:>> Ich laufe 2km.>>> Soweit so gut, aber das morgendliche Radiohören im Stau fehlt einem>> Habe gehört, das es seit einiger Zeit auch tragbare Radios geben soll..> ;o)
Marke: Ghettoblaster
22km, mit dem Auto je nach Uhrzeit 18-25 Minuten, selten 30-40 (kommt
auf Uhrzeit an) und 1x in zwei Wochen brauche ich für eine Strecke mal
1-1,5h wegen Unfall osä etc.
Mit den öffentlichen 2x Umsteigen, wenns gut läuft 55 Minuten von
Einstieg-Haltestelle zu Ausstieg-Haltestelle + 10-15 Minuten laufen, je
nach motivation.
Parkplatz in der Firma direkt im Gebäude, die sind zugewiesen, ich muss
also nicht mal suchen. Zur Autofahrzeit also 1 Minute dazu wenn ich
bummle.
Somit ist mir Regen egal, ich spare massig Zeit (die mir wichtiger ist
als die Kosten) und ich bin wesentlich flexibler.
Dazu hole ich mir weniger Schnupfen/Grippe. Keine Idioten mit lauter
Musik etc pp.
Matthias x. schrieb:> 8mm² Kupfer;)
Ist natürlich ein Flachkabel, damit es den Tag über auf der Fahrbahn
nicht so aufträgt ...
Das Hauptproblem ist das Koordinieren mit den andern Kabelradlern: der
erste auf Arbeit muss natürlich auch am längsten bleiben, sonst gibt es
ziemlichen Kabelsalat auf der Strecke.
Gruß, Stefan
Stefan K. schrieb:> der> erste auf Arbeit muss natürlich auch am längsten bleiben, sonst gibt es> ziemlichen Kabelsalat auf der Strecke.>> Gruß, Stefan
Das führt doch nur dazu Lange zu schlafen und Früh Feierabend zu machen
:D
Habe 12km zur Arbeit, meistens mit dem Auto, sind ca. 12min und nur
Überland. 5-6 Mal im Jahr fahre ich auch mit dem Rad, das wären dann
ohne zu sehr zu schwitzen 35min + umziehen.
Überlege mir schon länger ein Ebike zu kaufen, aber die guten fangen bei
2k an. Da müsste ich grob überschlagen 3 Jahre Vollzeit radeln. Aber
realistisch sind eher 7-8 Jahre, bei uns ist es oft neblig, glatt und
hat Schnee. Und ob mein Auto jetzt auf dem Stellplatz daheim oder auf
der Arbeit rostet ist auch unerheblich, deshalb rechne ich nur mit der
Spritersparnis ;)
Aber mein Leben besteht aus mehr als nur dem Werterhalt meines Autos und
auf ein Ebike habe ich schon Lust.
Aktuell etwa 6 km.
Wenns schön ist bzw. warm wird mit dem Roller gefahren (10 Minuten),
wenn es glatt sein könnte oder regnet mit dem Fahrrad (20-25 Minuten).
Mit dem Fahrrad stürzen ist billiger.
Wenn ich es eilig habe dann laufe ich, ansonsten schiebe ich das
Fahrrad. Beides dauert bei mir nur 8 Minuten, dann bin ich da.
Das ist der Vorteil wenn man im öffentl. Dienst der Stadt angestellt
ist.
Eencock N. schrieb:> Wenn ich es eilig habe dann laufe ich, ansonsten schiebe ich das> Fahrrad.
Dann lass doch das Fahrrad zu Hause. Warum schindest Du Dich denn so.
;-)
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Dann lass doch das Fahrrad zu Hause. Warum schindest Du Dich denn so.
Damit man am Abend das Gefühl genießen kann, dass man auch etwas
geleistet hat.
Grüße
Richard
Richard H. schrieb:> Damit man am Abend das Gefühl genießen kann, dass man auch etwas> geleistet hat.
Genau, nur ein fürstliches Gehalt allein genügt doch nicht.
Man muss schon etwas dafür tun damit es so bleibt und man sich vom
gemeinen Volk unterscheidet.
die crux an der Sache ist doch, dass so ziemlich alle Leute täglich
pendeln müssen, obwohl vergleichbare Arbeit viel dichter vorhanden ist
alle, die halbwegs universell einsetzbar sind, also Einzel-/Großhandel,
allgemeine Dienstleistungen (Frisöre), Mediziner, Buchhalter, Sekretäre,
Lehrer, Amts"arbeiter", Autoschlosser, Klempner, Bauleute müssten nicht
durch die Gegend kutschen müssen
(die "Innen" möge jeder selbst dranhängen)
da fährt einer 26km oneway täglich von Stadt A nach Stadt B und einer
von B nach A nur um genau die selbe Arbeit auf dem Amt zu machen
oder als Frisör 50km oneway
oder jemand, die oneway 70km fährt obwohl sie diesselbe Arbeit in der
Stadt 5km von zu Hause haben könnte, nur eben an der neuen Stelle (wegen
anderem Bundesland) mit dem kompletten Gehalt und allen Zulagen wieder
bei 0 anfangen müsste
oder Buchhalter, die täglich 60km oneway fahren und ihnen in der
Gegenrichtung jeden Morgen welche entgegen kommen die genau dasselbe
machen
selbst in Großstädten muss nicht einer von Bad Cannstatt nach Vaihingen
gondeln während ein anderer von Filderstadt nach Zuffenhausen daddelt,
für dieselben Arbeiten
das ist politisch so gewollt (Stichwörter Autoindustrie, Werkstätten,
Tankstellen), sonst hätte man wegen der täglich gesparten 1Mio km. in
Bezug auf Klimaziele schon längst mal eine Initiative (so seit 30 Jahren
jährlich 1x) ins Leben rufen können
geht nicht für alle Berufe, ist klar, aber für sehr viele
und dann hätten sehr viel mehr Leute sehr viel mehr Zeit für so
strategisch unwichtige Sachen wie Nachwuchs, Bildung, Gesundheit
Mike B. schrieb:> das ist politisch so gewollt
Das muss gar nicht mal sein. Angenommen Du arbeitest seit jahren als Xy
20 km weit weg.
Und dann macht eine Firma mit Xy in deinem Dorf auf würdest du wirklich
wechseln ? Ich denke 90% würden das erst überlegen wenn sie
Schwierigkeiten in der eigenen Firma hätten oder von bekannten hören
würden das die neue Firma besser bezahlt und toller ist.
Naja und bis dahin hat die neue Firma dann einen Arbeiter aus weit weit
weg.
Es gibt auch Menschen die viele Kilometer zu ihren Partnern fahren jedes
Wochenenden obwohl andere mögliche Partner um die ecke wohnen :~)
Ich Selber fahre auch mit einem E-Bike zur Arbeit weil das einfach
bequemer ist als im Stau stehen und Parkplätze suchen. Es regnet
garnicht so oft
Mike B. schrieb:> das ist politisch so gewollt
Setzt allerdings vorraus dass die Güter gleichwertig sind, sowohl der
Arbeitsplatz als auch der Arbeiter. Bei Kleinbetrieben höre ich oft
"Mein Chef ist der letzte Abzocker" und bei Unternehmen höre ich oft
"Wir brauchen auch jemanden der perfekt ins Team passt". Soo einfach ist
das auch nicht.
genau deswegen hätte es ja einer politisch gewollten Initiative auf
übergeordneter Ebene bedürft
eine Art Tauschbörse mit IST-Zustand bzgl. Arbeitsort, Anforderungen,
Gehalt, usw.
wenn nur 5% aller Erwerbstätigen, also 42Mio * 5% = 2,1Mio. jeden Tag
10km oneway = 20km/Tag bzw. 20min sparen würden, wären das 42Mio. km/Tag
bzw. 42Mio min./Tag=79,85Jahre/Tag
davon würden auf "Bauer sucht Frau", SuperNanny usw. wahrscheinlich
60Jahre entfallen, aber manch einer beschäftigt sich ja doch ganz gerne
mal mit was anderem
z.B. einem Buch oder einem Lötkolben, oder beidem
(hui, so viel?)
Mike B. schrieb:> eine Art Tauschbörse mit IST-Zustand bzgl. Arbeitsort, Anforderungen,> Gehalt
Bist Du des Wahnsinns? Gehalt? Darüber redet man in Deutschland nicht.
Schließlich wäre das was Du forderst ein freier Markt. Gottseibeiuns!
Nachher merken die Arbeitnehmer noch, wie sie regelmäßig über den Tisch
gezogen werden.
Vor ein paar Jahren ein Bewerbungsgespräch: Man würde mich ein Jahr
einarbeiten, dann müsse ich in die alten Bundesländer zur Stammfirma
wechseln. Meine Ablehnung stieß auf völliges Unverständnis, das könne
doch nicht sein, daß die Leute im Osten so unflexibel sind, so kann das
ja nichts werden.
Zum Glück war ich schon auf dem Weg in die Selbständigkeit und konnte
dieses großzügige Angebot ablehnen.
Die Firmen haben kein Interesse an einem freien Arbeitsmarkt.
Timm Thaler meinte
> Bist Du des Wahnsinns? Gehalt? Darüber redet man in Deutschland nicht.
falsch ausgedrückt: es schickt sich nicht, obwohl es jeder gern wüßte
vom anderen!
> Schließlich wäre das was Du forderst ein freier Markt. Gottseibeiuns!
nur Kleinkarierte begreifen das nicht!
> Nachher merken die Arbeitnehmer noch, wie sie regelmäßig über den Tisch> gezogen werden.
Ironie und Sarkasmus könnte da drin sein?
> Vor ein paar Jahren ein Bewerbungsgespräch: Man würde mich ein Jahr> einarbeiten, dann müsse ich in die alten Bundesländer zur Stammfirma> wechseln.
und du warst nicht froh, das auch gleich so mitgeteilt bekommen zu
haben?
Es gibt AG, die machen das ganz geschickt, da wird die Probezeit zur
wirklichen Erkenntnis über den Sinn bei der Firma.
> Meine Ablehnung stieß auf völliges Unverständnis, das könne doch nicht> sein, daß die Leute im Osten so unflexibel sind, so kann das ja nichts> werden.
Weil es genügend Kleingeister gab und noch gibt, nicht nur diesseits der
ehemaligen Grenze.
Mit solchen AG hat man aber i.d.R. noch viel mehr Überraschungen, als
nur diese Unstimmigkeit!
> Die Firmen haben kein Interesse an einem freien Arbeitsmarkt.
doch doch, den Markt den nur sie allein gern lenken und leiten würden!
> Zum Glück war ich schon auf dem Weg in die Selbständigkeit und konnte> dieses großzügige Angebot ablehnen.
Deinen Logik darin ist aber nicht immer so einfach wie bei dir! Es
zwingt den größten Teil derer, genau den Weg gehen zu müssen, den du
ausschlugst! Durch oder wegen der Arbeit weg von Heim und Haus wg. dem
"freien" Markt.