Forum: Offtopic Die Faszination der Scharlatane


von Mein grosses V. (vorbild)


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Aus aktuellem Anlass:

Warum antwortet man solchen Scharlatanen?

Jemand behauptet etwas, was gegen die akzeptierte Lehrmeinung verstösst, 
ohne es belegen zu können oder zu wollen und erklärt den Rest der Welt 
zu Idioten. Viele lesen es, manche antworten, andere kämpfen um die 
Zurückhaltung, das nicht zu tun.

Eine Diskussion kommt überhaupt nicht zustande, da jedes noch so gut 
gemeinte und vorgebrachte Argument mit den immer gleichen Phrasen 
gekontert wird.

Jeder dürfte wissen, welcher Thread gemeint ist. Ähnlich verlief auch 
die vorweihnachtliche "Diskussion" über etwas, was angeblich wieder auf 
dem Weg nach vorn ist.

Wobei es sich bei dem Vorweihnachtsthema bekanntlich um eine 
Auseinandersetzung eines Laien mit Fachleuten handelte, die dann ab dem 
2001. Beitrag für den Threadersteller im Desaster endete. Während 
aktuell ein Laie mit irgendwelchen verqueren Behauptungen andere Laien 
auffordert, ihm das Gegenteil zu beweisen. Das kann sich natürlich nur 
im Kreise drehen.

Warum liest man sowas überhaupt?

Ich kann mich dem auch kaum entziehen. Was ist daran so faszinierend?

von Teo D. (teoderix)


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Du hast es doch AUCH gelesen, erkläre es dir doch erst mal selber!

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Freude am Argumentieren...
Freude am Widerspruch...
Leute veräppeln...

Oder der übliche Katstrophentourismus, der Leute zu Gaffern macht...

Keine Ahnung...

von Le X. (lex_91)


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Teo D. schrieb:
> Du hast es doch AUCH gelesen, erkläre es dir doch erst mal selber!

Ehrliche Antwort: weils Spaß macht.

Schwer zu beschreiben welche Art von Spaß. Realsatire? Galgenhumor? 
Keine Ahnung.
Jeder hat ja bestimmt schon mal in das Nachmittagsprogramm von 
Pro7/RTL2/VOX gezappt. Du denkst dir "So'n Blödsinn, alles gestellt". 
Aber wegschalten kann man doch nicht. Ist wie ein Autounfall: du kannst 
nicht hinsehen aber wegsehen geht auch ned.
Du fragst dich wie schräg die Leute drauf sind, aber im Hinterkopf 
weisst du dass das alles nicht echt ist.

Anders hier bei den einschlägigen Usern.
Das ist Realsatire vom feinsten.

Traurig, sich an sowas zu belustigen, aber so ist der Mensch halt.

Wolfgang R. schrieb:
> Oder der übliche Katstrophentourismus, der Leute zu Gaffern macht...

Schön formuliert!

von Bernd G. (Gast)


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Nach dem Einführungsbeitrag des mir namentlich bekannten Autors habe ich 
die weiteren Beiträge ignoriert. Vertane Zeit.

von Michael B. (laberkopp)


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le x. schrieb:
> Aber wegschalten kann man doch nicht

Doch. Man schafft es sogar, gar nicht erst einzuschalten.

Du musst an dir arbeiten.

le x. schrieb:
> Traurig, sich an sowas zu belustigen, aber so ist der Mensch halt.

Du bist so. Andere haben an dem Thread gar nicht erst teilgenommen.

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Mein grosses V. schrieb:
> Aus aktuellem Anlass:
>
> Warum antwortet man solchen Scharlatanen?
>
> Jemand behauptet etwas, was gegen die akzeptierte Lehrmeinung verstösst,
> ohne es belegen zu können oder zu wollen und erklärt den Rest der Welt
> zu Idioten. Viele lesen es, manche antworten, andere kämpfen um die
> Zurückhaltung, das nicht zu tun.

Je einfacher die These, desto größer der Widerspruch den diese 
generiert.

Zudem muss man an die Formulierung der These keine Sekunde verschwenden; 
die These wird einfach rausgehauen und das BussShit-Karussell dreht sich 
augenblicklich los.

> Eine Diskussion kommt überhaupt nicht zustande, da jedes noch so gut
> gemeinte und vorgebrachte Argument mit den immer gleichen Phrasen
> gekontert wird.

Ja, nach dem Motto: "Du bist blöd" -- "Nein, du bist blöd" -- "Du bist 
noch viel blöder" -- "Aber du bist am blödsten" -- ...

Eine Argumentation kommt nicht zustande.  Der Aufsteller der These ist 
nicht an einer Vertiefung seiner Kenntnisse interessiert, es geht wohl 
zum Großteil ums Verarschen der anderen Teilnehmer.

Die anderen Teilnehmer wiederum wissen aus vielfacher Erfahrung, dass es 
absolut nichts bringt, gute, erklärende Beiträge auszuarbeiten.  Der 
einzige Grund zu antworten ist, den Unsinn nicht unkommentiert stehen zu 
lassen.

> Warum liest man sowas überhaupt?
> Ich kann mich dem auch kaum entziehen. Was ist daran so faszinierend?

Jeder ist eben ein bissl Maso.

von Paul B. (paul_baumann)


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Johann L. schrieb:
> Ja, nach dem Motto: "Du bist blöd" -- "Nein, du bist blöd" -- "Du bist
> noch viel blöder" -- "Aber du bist am blödsten" -- ...

Wir gründen den Idioten-Club
und laden dazu ein:
Bei uns kann jeder Mitglied wer'n
nur blöde muß er sein!
Bei uns heißt die Parole:
Seid blöde bis zum Tod!
und wer der Allerblödste ist,
wird Oberidiot!

https://www.youtube.com/watch?v=34-y0hgcJSM

MfG Paul

von Mein grosses V. (vorbild)


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Johann L. schrieb:
> Der
> einzige Grund zu antworten ist, den Unsinn nicht unkommentiert stehen zu
> lassen.

...was wiederum dazu führt, daß der nächste Unsinn
...nicht unkomentiert stehen gelassen wird
...was wiederum...

von Richard H. (richard_h27)


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Paul B. schrieb:
> und wer der Allerblödste ist,
> wird Oberidiot!
>
> https://www.youtube.com/watch?v=34-y0hgcJSM

https://www.youtube.com/watch?v=1V4YfrA-czE

Viele Grüße
Richard

von Asko B. (dg2brs)


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Mein grosses V. schrieb:
> Warum liest man sowas überhaupt?
>
> Ich kann mich dem auch kaum entziehen. Was ist daran so faszinierend?

Das ist wie ein Hochhausbrand, absolut schrecklich,
aber keiner kann wegsehen ...


Gruss Asko

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, "Mein grosses V.",

> Warum antwortet man solchen Scharlatanen?

Sollte das "man" eine Vielzahl von Ursachen ausdrücken, die allenfalls 
jeder Antworter selbst kennt, dann stimme ich zu.
Sollte es ausdrücken, jeder täte das wegen derselben Ursache, dann 
bräuchte diese Unterstellung ein prüfbares Argument.

Zweitens: "Scharlatan" ist ein starker Ausdruck, dessen vorzeitiger 
Gebrauch Gegeneinander verursachen kann.
Solange es keinen Anlass für den Verdacht der Selbstbereicherung auf 
Kosten anderer gibt, könnte "Irrender" passender sein, wo einer 
behauptet, alle anderen seien Geisterfahrer. Auch "Rebell" könnte 
geeignet sein.

Drittens: Max Planck galt auch mal "Geisterfahrer", bis er seine 
Beobachtungen an der Fotodiode vorführte und so die "UV-Katastrophe" 
auslöste und die Tür zur Quantenphysik öffnete. Dies Beispiel zeigt: Im 
Fortschritt steckt das Verlassen des bekannten Standpunktes, und das 
erscheint erst mal wie "Geisterfahrt".

Meine Motive, wozu ich manchen "Rebell" erst mal ernst nehme und eine 
konstruktive Diskussion versuche: 1. Es könnte ja eine Neuauflage eines 
Max Planck sein. 2. Der Reiz, die spezielle Form des Irrtums zu 
erkennen.

Ansonsten halte ich mich an jene, die dasselbe Problem schon in 
vergangenen Jahrhunderten ausgedrück haben:

"Kommt zum Festüberzeugtsein noch der grillenhafte Eigensinn, so gehn 
beide eine unzertrennliche Verbindung mit der Narrheit ein." (Baltasar 
Gracián)

„Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.“ 
(Arthur Schopenhauer)


Ciao
Wolfgang Horn

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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@Wolfgang: Bravo!

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Wolfgang H. schrieb:
> Max Planck galt auch mal "Geisterfahrer", bis er seine
> Beobachtungen an der Fotodiode vorführte und so die "UV-Katastrophe"
> auslöste und die Tür zur Quantenphysik öffnete. Dies Beispiel zeigt: Im
> Fortschritt steckt das Verlassen des bekannten Standpunktes, und das
> erscheint erst mal wie "Geisterfahrt".

Unser "Geisterfahrer" scheut jedoch die sachliche und wissenschaftliche 
Diskussion und versucht seine Theorien im falschen Forum an den Mann zu 
bringen. Im Quantenforum ist er mir noch nicht untergekommen.
Warum macht er das?
Vermutlich weil es wie bei den Esotherikern ist: warum sich mit den 
richtigen Experten auseinander setzen, wenn man ihnen gleich 
Unverständniss unterstellen kann?
Es ist doch einfacher zu sagen: "Es ist so, wie ich es behaupte, und 
damit basta! Beweise? Brauch ich nicht. Die anderen Wissenschaft liefert 
auch keine Beweise, die ich anerkenne."

... und da die Anzahl der "Geisterfahrer" wesentlich höher ist, als die 
der "Max Plancks", lohnt es sich nicht seine Zeit an einen 
"Geisterfahrer" zu verschwenden - schon garnicht, wenn er auf einem 
Feldweg unterwegs ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Wolfgang H. schrieb:
> Drittens: Max Planck galt auch mal "Geisterfahrer",

Das Galileo Gambit kannte ich schon.
Nun kommt also das Planck Gambit. ;-)

> bis er seine
> Beobachtungen an der Fotodiode vorführte und so die "UV-Katastrophe"
> auslöste und die Tür zur Quantenphysik öffnete.

Genau da kommen wir der Sache näher. Der "Geisterfahrer" ist in der 
Pflicht, seine These zu belegen. Nicht andersrum.

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, Wolfgang E.,

> Unser "Geisterfahrer" ... Warum macht er das?
Außer ihm kann das nur ein Telepath wissen.

> Vermutlich weil es wie ...
Mag sein. Ein gemeinsamer Irrtum oder eine gemeinsame Wissens- oder 
Kompetenzlücke könnte gemeinsames Fehlverhalten erklären.

Ich reduziere diese Lücke auf den Unwillen oder die Unfähigkeit zur 
Unterscheidung des besten Erklärung von der zweitbesten.

Diese Definition ist eben nicht leicht nachzuvollziehen:
„Von zwei Thesen, die dasselbe Phänomen hinreichend erklären, möge 
diejenige als eher wahr gelten, die mit weniger Unbekannten auskommt 
oder bei gleicher Anzahl Unbekannter schlichter ist.“ (Wilhelm von 
Ockham, um 1300-1349)

John Waine wird für seine Treffsicherheit so bewundert, wie er mit 
seiner Winchester aus der Hüfte schießt. Wenn jemand dies bewunderte 
Verhalten auf die Physik anwendet, tja, Fehlgriff, Rohrkrepierer.

> ... wenn man ihnen gleich Unverständniss unterstellen kann?
Ist diese Deutung nötig? Wäre auch diese Deutung zulässig:
1. Eine Person P kommt auf eine Idee. Dazu reichen ihr Wissen und Können 
aus.
2. Ihr Wissen und Können reichen auch zu Erkenntnissen wie: "Diese Idee 
ist toll! Sie ist neu! Sie ist noch nie patentiert worden!"
3. Wissen und Können reichen aber nicht zur Selbstreflektion: "Was 
könnte der Machbarkeit meines Perpetuum mobiles entgegen stehen?"
4. "Ich habe meine Idee geprüft, kein Hindernis gefunden, frag ich doch 
in einer Runde von Leuten, die ähnlich denken wie ich."
5. "Die Arschlöcher wollen mir meine Idee ausreden. Argumente von 
Arschlöchern nehme ich nicht mehr ernst."

Dieen Prozess habe ich in Ansätzen schon an mir selbst beobachtet. Aber 
ich bilde mir ein, noch jedesmal vor dem Überschreiten des Grates zum 
Wahnsinn die Reißleine gezogen zu haben.

> Es ist doch einfacher zu sagen: "Es ist so, wie ich es behaupte, und
> damit basta! Beweise? Brauch ich nicht.
Lesen wir doch fast jeden Tag an unserem Vorbild PHB, Dilberts "pointed 
hairy boss" und Quälgeist, der Vernichter aller human resources.

Der Fortschritt von der Willkür zur Vernunft gelingt halt nicht jedem.

> ... und da die Anzahl der "Geisterfahrer" wesentlich höher ist, als die
> der "Max Plancks", lohnt es sich nicht seine Zeit an einen
> "Geisterfahrer" zu verschwenden - schon garnicht, wenn er auf einem
> Feldweg unterwegs ist.
Klar. Hier droht denen, die sich auf solche einlassen, sogar dieser 
Schaden:
"Streite dich nie mit einem Dummkopf; es könnte sein, dass die Zuschauer 
den Unterschied nicht bemerken." (Mark Twain)

Die Anwendung der Regel "Don't feed the trolls" ist als Notwehr legitim.
Aber bitte keine vorschnellen Verurteilungen "aus der Hüfte". Bitte 
"give the troll one chance to prove his idea".

Ciao
Wolfgang Horn

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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> Unser "Geisterfahrer" ... Warum macht er das?
ADHS?

von Jan H. (jan_m_h)


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Winfried J. schrieb:
>> Unser "Geisterfahrer" ... Warum macht er das?
> ADHS?

Vielleicht lacht er sich auch dumm und dämlich, weil immer so schön 
viele Leute drauf eingehen.

von John D. (Gast)


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Wolfgang H. schrieb:
>
> Die Anwendung der Regel "Don't feed the trolls" ist als Notwehr legitim.
> Aber bitte keine vorschnellen Verurteilungen "aus der Hüfte". Bitte
> "give the troll one chance to prove his idea".

Das passt hier aber so gar nicht. Kurt hatte viele Jahre, viele Foren 
und noch viel mehr Diskussionspartner lang Zeit, seine Ideen zu 
"proven".

von Bernd S. (bernds1)


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Wolfgang H. schrieb:
>
> Die Anwendung der Regel "Don't feed the trolls" ist als Notwehr legitim.
> Aber bitte keine vorschnellen Verurteilungen "aus der Hüfte". Bitte
> "give the troll one chance to prove his idea".
>
Die Chance hat er schon seit vielen Jahren, in denen er sich in diversen 
Foren rumtrieb. Bis jetzt war noch nicht mal ein Ansatz einer logisch 
nachvollziehbaren Erklärung vorhanden. Jeder Erklärungsversuch wurde 
innerhalb kürzeszer Zeit vollständig entkräftet. Und Fragen, die auf 
Widersprüche hinwiesen, wurden von ihm vollständig ignoriert.

In diesem Sinne würde ich sagen, daß er schon viele Jahre lang die 
Chance hatte und keinerlei "vorschnelle Verurteilungen aus der Hüfte" 
vorliegen...

von Wolfgang E. (Firma: janeeisklar) (whattheheck)


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Wolfgang H. schrieb:
> Diese Definition ist eben nicht leicht nachzuvollziehen:
> „Von zwei Thesen, die dasselbe Phänomen hinreichend erklären, möge
> diejenige als eher wahr gelten, die mit weniger Unbekannten auskommt
> oder bei gleicher Anzahl Unbekannter schlichter ist.“ (Wilhelm von
> Ockham, um 1300-1349)

Ich halte es lieber mit Karl Pooper: „Die Objektivität der 
wissenschaftlichen Sätze liegt darin, daß sie intersubjektiv nachprüfbar 
sein müssen“.
Einen Ansatz zur Falsifizierbarkeit liefert der "Geisterfahrer" leider 
nicht.

von Le X. (lex_91)


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Jan H. schrieb:
> Vielleicht lacht er sich auch dumm und dämlich, weil immer so schön
> viele Leute drauf eingehen.

Das glaube ich nicht.

"Gutes Trollen" zeichnet sich ja unter anderem dadurch aus, mit wenig 
Aufwand eine Lawine loszutreten.
Beispiele gibts im A&B-Forum: ein guter Troll schafft es, mit einigen 
wenigen Beiträgen viele Leute in eine Diskussion zu verwickeln. 
Idealerweise entwickelt diese sich noch zu einem Selbstläufer und die 
Diskussionsparteien giften sich gegenseitig an ohne zu merken, auf einen 
Troll reingefallen zu sein.
Dann kann sich unser Troll ausklinken und dumm und dämlich lachen, ja.

Bei unserem Geisterfahrer hier sieht die Realität anders aus:
Er, obwohl selbst schon ein älterer Herr, steckt mittlerweile viele 
Jahre seiner Lebenszeit in seine Thesen, in zig Foren und tausenden 
Beiträgen.
Das Ganze ist teilweise schon ein Vollzeitjob was er da betreibt.

Er würde also maximal sich selbst trollen da er ungleich mehr Zeit in 
das Thema steckt als er seinen "Opfern" kostet.

Glaube nicht dass er trollt. Eher Altersstarrsin und leichter Wahn 
aufgrund von mangelndem Lebensinhalt.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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So lang er nur Foren belästigt und nichts Ärgeres treibt ist er hier gut 
aufgehoben. Man sollte mehr Foren betreiben und so die Wahnsinnigen von 
der Strasse holen, dann richten sie weniger Schaden an.
Namaste

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Wolfgang H. schrieb:
> Drittens: Max Planck galt auch mal "Geisterfahrer", bis er seine
> Beobachtungen an der Fotodiode vorführte und so die "UV-Katastrophe"
> auslöste

Plack löste keine UV-Katastrophe aus, sondern:
Plack löste die UV-Katastrophe.

> Im Fortschritt steckt das Verlassen des bekannten Standpunktes,
> und das erscheint erst mal wie "Geisterfahrt".

Der Geisterfahrer sieht gerne mal schon im Verlassen eines bekannten 
Standpunktes einen Fortschritt, unterliegt also dem Irrtum, 
Geisterfahrerei sei bereits Fortschritt.

Zudem ist Geisterfahrerei kein notwendiges Kriterium für Fortschritt.

> 1. Es könnte ja eine Neuauflage eines Max Planck sein.

Du hast entweder noch nie etwas von Planck gelesen, oder noch nie etwas 
vom Geisterfahrer gelesen.  Oder beides.


Wolfgang E. schrieb:
> Unser "Geisterfahrer" scheut jedoch die sachliche und wissenschaftliche
> Diskussion

Ja, es ist keine Diskussion.  Es ist ein unreflektiertes Wiederholen von 
"X existiert nicht" oder "Y gilt weil Z schwingt".

> und versucht seine Theorien

Zum Großteil sind es nicht nicht einmal Theorien.  Das, was man mit viel 
gutem Willen als Theorie durchgehen lassen kann wie seine 
Gravitationstheorie, wurde bereits vor Jahrhunderten durchgekaut 
(Le-Sage-Gravitation) und auch quantitativ begutachtet, und das sogar 
von Koryphäen wie Riemann, Poincaré oder Feynman:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanische_Erklärungen_der_Gravitation

Die Behauptungen unseres Spezis sind außerdem sehr bequem da Konzepte 
wie Energie oder Impuls abgelehnt werden und damit auch keine 
entsprechenden Betrachtungen angestellt werden (müssen).  Falls die 
Energieerhaltung nicht gilt oder thermodynamische Betrachtuungen zu 
irrwitzigen Resultaten führen würden (siehe Poincarés Analyse der 
Le-Sage-Gravitation), stört das nicht im mindesten.

> "Es ist so, wie ich es behaupte, und damit basta!
> Beweise? Brauch ich nicht. Die anderen Wissenschaft liefert
> auch keine Beweise, die ich anerkenne."

Sehr gute Zusammenfassung von weit über 1000 Beiträgen!

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, Winfried,

>> Unser "Geisterfahrer" ... Warum macht er das?
> ADHS?


Dies ADHS halte ich für eine geschickte Kombination aus

1. Arbeitsverweigerung der Therapeuten oder deren Selbstbezichtigung, 
hier seien  sie mit ihrer Weisheit am Ende.

2.Quacksalberi im Verstoß gegen diese Ärzteweisheit:
„Ursachenbekämpfung schlägt Symptombekämpfung!“ (Ärzteweisheit)

3. Abzockerei, indem der Therapoeute nicht die Ursache löst, sondern 
seinen Patientenmit einer Psycho-Droge kalt stellt.

Ich vermute, ADHS ist nur ein Symptiom von Reizüberflutung.


Ciao
Wolfgang Horn

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, John,

>> Bitte "give the troll one chance to prove his idea".
>
> Das passt hier aber so gar nicht. Kurt hatte viele Jahre

Deshalkb schrieb ich "one Chance". Die im  konkreten  Fall längst 
verbraucht ist.

Ciao
Wolfgang Horn

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, Wolfgang E.,

> Ich halte es lieber mit Karl Pooper: „Die Objektivität der
> wissenschaftlichen Sätze liegt darin, daß sie intersubjektiv nachprüfbar
> sein müssen“.

Ja, dieser Satz von Karl Popper ist auch gut. Occam's Razor hat den 
Vorteil der Unterscheidung zwischen bester Erklärung und zweitbester.


Ciao
Wolfgang Horn

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, Johann L.,

> Plack löste keine UV-Katastrophe aus, sondern:
> Plack löste die UV-Katastrophe.
Ist es hier wichtig zu wissen, ob er das Phänomen der 
Lichtempfindlichkeit über die Wellenlänge selbst erstmals beobachtet hat 
oder gar erklärt?
>
> Der Geisterfahrer sieht gerne mal schon im Verlassen eines bekannten
> Standpunktes einen Fortschritt, unterliegt also dem Irrtum,
> Geisterfahrerei sei bereits Fortschritt.
Ja, so kann ich das auch bestätigen. Aus eigener Erfahrung. Bildhaft an 
der Autobahn beschrieben: "Wozu soll ich unter der breiten Brücke 
durchfahren und dann in die Gegenrichtung abbiegen? Ich will doch bloß 
nach Berlin. Also kürze ich vor der breiten Brücke ab und fahre gleich 
links ab. Hurra, ich habe eine Abkürzung gefunden!"

> Zudem ist Geisterfahrerei kein notwendiges Kriterium für Fortschritt.
Klar, das ist sie nicht. Sie ist es aber so wahrscheinlich, wie diese 
Weisheit wahr ist: "Das bewährte Gute ist des besseren ärgster Feind."


>> 1. Es könnte ja eine Neuauflage eines Max Planck sein.
>
> Du hast entweder noch nie etwas von Planck gelesen, oder noch nie etwas
> vom Geisterfahrer gelesen.  Oder beides.
Diese trollhafte Wertung übergehe ich mit dem Hinweis, dass Max Planck 
von seinen Professoren hörte, die Physik sei abgeschlossen, es gäbe 
nichts mehr zu erforschen - und dann fand er doch etwas.


>> Unser "Geisterfahrer" scheut jedoch die sachliche und wissenschaftliche
>> Diskussion
Das muss tun, wem die Voraussetzungen dazu fehlen - und der sich den 
Mangel nicht eingestehen will.

> Zum Großteil sind es nicht nicht einmal Theorien.
Geschenkt, weil ein weiteres Symptom mangelnden Wissens und mangelnden 
Könnens.


Ciao
Wolfgang Horn

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Wolfgang H. schrieb:
> Hi, Johann L.,
>
>> Plack löste keine UV-Katastrophe aus, sondern:
>> Plack löste die UV-Katastrophe.
> Ist es hier wichtig zu wissen, ob er das Phänomen der
> Lichtempfindlichkeit über die Wellenlänge selbst erstmals
> beobachtet hat oder gar erklärt?

Es war lediglich eine Richtigstellung.  Verbuch's unter Erbsebzählerei 
:-)

>>> 1. Es könnte ja eine Neuauflage eines Max Planck sein.
>>
>> Du hast entweder noch nie etwas von Planck gelesen, oder noch nie etwas
>> vom Geisterfahrer gelesen.  Oder beides.
> Diese trollhafte Wertung übergehe ich mit dem Hinweis, dass Max Planck
> von seinen Professoren hörte, die Physik sei abgeschlossen, es gäbe
> nichts mehr zu erforschen - und dann fand er doch etwas.

Es ging mir nicht um das, was Planck von irgendjemand (in diesem Fall 
von Philipp von Jolly) gehört hat, sondern um Plancks Arbeit selbst:

Seine Arbeit war wissenchaftlich.  Er hatte ein breites 
Hintergrungwissen was klassische Physik angeht, von klassischer Machanik 
über statistische Machanik zur Elektrodynamik Maxwells sowie 
Experimentalphysik und deren Ergebnissen.  Seine mathematischen 
Fähigkeiten endeten nicht beim Dreisatz, und nicht nur ihm war klar, 
dass die theoretische Beschreibung der Schwarzkörperstrahlung nach dem 
Äquipartitionsprinzip nicht mir den Messergebnissen übereinstimmte bzw. 
sogar klar erkennbare Probleme aufwies wie die genannte UV-Katastrophe.

Planck war am Puls der Zeit was die entsprechenden Messungen anging, 
z.B. von Kurlbaum und Rubens, und er war der erste, der eine Darstellung 
dieser Messergebnisse schaffte, d.h. Widerspruch zwischen Experiment und 
theoretischer Darstellung beseitigte.

Überträgt man das Verhalten des Zeitgenossen, den du mit Planck 
vergleichst, auf die Zeit Plancks, hätte dieser überall Flugblätter 
verteilt mit "Physik ist falsch, alles besteht aus XYZ!".

von Wolfgang H. (Gast)


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Da rennst Du offene Scheunentore ein, Johann L.,

>>>> 1. Es könnte ja eine Neuauflage eines Max Planck sein.

> Seine [Plancks] Arbeit war wissenchaftlich....
Ja, ja, ja.
Ich schrieb ja auch nur von der Hoffnung, die aufkeimt, wenn jemand die 
Physik angreift mit Argumenten, die auf den ersten Blick "Hand und Fuss" 
zu haben scheinen.

Eine posthume Beleidigung Plancks wäre natürlich, ihn mit einer Person 
zu vergleichen, die den Grat zum Wahnsinn schon bei 1/10 geistiger Höhe 
über Normal Null überschritten hat.
Anscheinend ist dieser Grat in bequemen Höhen untertunnelt.

Ist Dein Zorn nun verraucht?

Als mir Kurt B. hier zum ersten Mal auffiel, weil ich ihn noch nicht 
ignorierte, da bin ich gegen seine Verbannung eingetreten mit dem 
Argument, die Wildheit einer Theorie allein dürfe noch keinen Rauswurf 
legitimieren, denn auch die spezielle Relativitätstheorie des Knaben 
Alfred Einstein klang damals verboten abenteuerlich und unmöglich.

Deshalb hasse ich orthodoxe Kleingeister, die ihr Schulwissen für ihr 
ein und alles halten und allen Fortschritt torpedieren.

Aber natürlich darf eine irrende Person nicht zur Plage werden. Ich 
hoffe, falls ich vor meinen Demenz nicht gestorben bin, werde ich mich 
friedlich zurückziehen.

Ciao
Wolfgang Horn

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Wolfgang H. schrieb:
> Ich schrieb ja auch nur von der Hoffnung, die aufkeimt, wenn jemand die
> Physik angreift mit Argumenten, die auf den ersten Blick "Hand und Fuss"
> zu haben scheinen.

Noch nicht mal beim ersten Blick hatte ich den Eindruck, dass es auch 
nur ansatzweise Hand & Fuß hätte.  Es sind lediglich metaphysisch 
verbrämte Scheinerklärungen, Anderanderreihungen von Sätzen die das 
Wörtchen "weil" enthalten.  Mehr nicht.  Überkompensation von 
Unwissenheit und Ignoranz gesalzen mit verschwörungstheoretischen 
Anwandlungen und Geltungshunger.

Das Faszinosum besteht einerseits in der Banalität der Aussagen und 
andererseits darin, dass offen der etablierten Theorie widersprochen 
wird.  Oder vielmehr wird diese schlicht unreflektiert verneint.  Die 
meisten Teilnehmer an entsprechenden Threads dürften einen 
wissenschaftlichen Hintergrund haben und zumindest während des Studiums 
wissenschaftlich gearbeitet haben.  Die etablierte Theorie bildet die 
Grundlage für dieses Arbeiten und bildet zumindest einen Teil des 
wissentschaftlichen Selbstverständnisses.  Das Verneinen dieser 
Grundlage soll natürlich Widerspruch generieren — was auch vortrefflich 
gelingt.

> Als mir Kurt B. hier zum ersten Mal auffiel, weil ich ihn noch nicht
> ignorierte, da bin ich gegen seine Verbannung eingetreten mit dem
> Argument, die Wildheit einer Theorie allein dürfe noch keinen Rauswurf
> legitimieren,

Für "Rauswurf sehe ich auch heute noch keinen Grund — sofern er nicht 
andere Diskussionen stört.  Wenn er jedoch erst einmal in eine andere 
Diskussion eingefallen ist dann gibt es kein Halten mehr, und eine 
Rückkehr zum Thema der eigentlichen Diskussion oder dem Anliegen der 
Fragenstellers ist fast unmöglich — wofür allerdings alle Teilnehmer 
verantwortlich sind, die auf den Stuss immer wieder eingehen anstatt den 
Plunder zu ignorieren.

> denn auch die spezielle Relativitätstheorie des Knaben
> Alfred Einstein klang damals verboten abenteuerlich und unmöglich.

Alfred? Ich würde die SRT weder als "abenteuerlich" oder "unmöglich" 
bezeichnen, sondern die Zeit war einfach reif.  Die Lorentz-Trafo ist 
keine Erfindung Einsteins, und dass Elektrodynamik und Mechanik nicht 
zusammenpassten war auch kein Geheimnis.

von Falk B. (falk)


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Wenn du nicht überzeugen kannst, dann verwirre wenigstens!

;-)

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Dass er absichtlich verwirrt glaub ich garnicht mal.  Siegal hat das 
ganz gut zusammengefasst:
1
Quacks are dogmatists: Their point of view is a belief. A belief is
2
something one assumes to be true because one wants it to be true.
3
They only come up with "proofs" or "evidence" to sway non-believers
4
to their belief. So you can waste your time disproving all their
5
fallacies, but it won't matter to them, because they were invented
6
only for you, & are totally irrelevant to their conviction. 
7
8
It is easy to distinguish the quacks; although they may seem reasonable
9
at first, they degenerate into absurdity progressively with any
10
conversation. This is because quacks are organic forms of artificial
11
intelligence: They would not pass the Turing test applied to a physics
12
conversation.

http://insti.physics.sunysb.edu/~siegel/quack.html

von Sven B. (scummos)


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Ich hab' bei Diskussionen mit solchen Leuten schon viel gelernt. Nicht 
von diesen Leuten, aber dadurch, dass ich mir selber noch einmal genau 
angeschaut habe, wie's eigentlich ist, bevor ich etwas erkläre. Dass der 
Troll kein Interesse an meiner Erklärung hat ist vorher klar, aber 
darauf kommt es nicht an. Ich schreibe solche Beiträge um für mich 
selbst die Antwort auf unsinnige Behauptungen nochmal klar zu 
formulieren, und für Leute, die über den Thread drüberlesen und sich 
vielleicht tatsächlich für das Thema interessieren.

von Wolfgang H. (Gast)


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Schön, Johann L.,

> Noch nicht mal beim ersten Blick hatte ich den Eindruck, dass es auch
> nur ansatzweise Hand & Fuß hätte.

Schön, dann hast Du einen klaren Blick, wo ich noch etwas romantisiere.

> Es sind lediglich ...
All diese Tricks kennen wir bereit aus der Antike. Von solchen Leuten 
wie Tetzel mit seinen Ablassbriefen: "Wenn das Geld im Kasten klingt, 
die Seele aus dem Fegefeuer springt". Wobei nach v. Ockham sowohl 
"Seele" als auch "Fegefeuer" Unbekannte sind. Deshalb ist die Aussage 
gar keine - und trotzdem haben sie damals gezahlt, wie vor kurzem für 
Lehmann-Zertifikate - und andere hochmodern für Zertifikate für 
irgendwelche Managementsysteme.

Die Dummheit stirbt nicht aus, sie trifft mich auch immer wieder. Wer 
ohne Schuld, der werfe den ersten Stein.

Unwichtig sind die zahlreichen Tricks derer, die so klug erscheinen 
wollen, wie sie ihrer Meinung nach sind.
Enttarnen können wir die Qualität ihrer Thesen prüfen.


> Das Faszinosum besteht einerseits in der Banalität der Aussagen und
> andererseits darin, dass offen der etablierten Theorie widersprochen
> wird.
Du magst dies Faszinosum so empfunden haben. Aber schließt das andere 
Deutungen aus?
Nostradamus war ein Meister verwirrender Nichts-Aussagen, die jeder 
Leser noch heute mit seinem erfundenen Sinn anfüllen und deshalb für 
Prognosen halten kann.

Ich mag die Cabaret-Zauberer, denn das sind wenigstens ehrliche 
Schwindler.

> Die meisten Teilnehmer an entsprechenden Threads dürften einen
> wissenschaftlichen Hintergrund haben ...
Ja. Das Erstaunliche - und auch faszinierende - am Cabaret-Magier ist, 
dass Erwachsene leichter auf seine Tricks reinfallen als Kinder.
Weil ermit seinen Illusionen die Vorurteile der Erwachsenen mißbraucht.
Äh, ja, vielleicht auch, weil die Kinder recht immun sind gegenüber den 
Reizen seiner Assistentin ...

So gibt es auch Vorurteile im wissenschaftlichen Denken, die sich 
mißbrauchen lassen.

> Wenn er jedoch erst einmal in eine andere
> Diskussion eingefallen ist dann gibt es kein Halten mehr, und eine
> Rückkehr zum Thema der eigentlichen Diskussion oder dem Anliegen der
> Fragenstellers ist fast unmöglich
Das liegt an denen, die auf ihn herein fallen. Lehrgeld.

>> denn auch die spezielle Relativitätstheorie des Knaben
>> Alfred Einstein klang damals verboten abenteuerlich und unmöglich.
>
> Alfred?
Äh, ja, mea culpa, Albert natürlich.

> Ich würde die SRT weder als "abenteuerlich" oder "unmöglich"
> bezeichnen, sondern die Zeit war einfach reif.
Das ist mir zu einfach. Erwachsene stritten noch über den Weltäther, 
Albert hörte zu und fragte sich, ob er sich im Spiegel vor seinem 
Gesicht sehen könnte, wenn er auf einem Lichtstrahl säße.
Gott sei Dank ging er nicht nach Methode "Kurt B." vor, sondern 
studierte Physik und reichte eine Arbeit zur Veröffentlichung ein. 
Gottseidank war die so gut geschrieben, dass der Redakteur sie drucken 
ließ.
Mit dem Druck gewann sie Anerkennung und verlor so ihre 
Abenteuerlichkeit und Wildheit. Bestätigt wurde sie dann ja mit 
Messungen anläßlich einer totalen Sonnenfinsternis.
Nein, die Zeit war meiner Meinung nach damals noch nicht reif, aber das 
Genie Einstein hat sie mit einem Schlag reif gemacht.

Außerdem halte ich die Vorstellung, die Zeit könne reifen, für so 
falsch, wie es die gar nicht gibt. Wohl aber gibt es die Erde, die um 
sich selbst und um die Sonne rotiert. Allerdings ohne Ahnung von Physik.

Ciao
Wolfgang Horn

von Wolfgang H. (Gast)


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Genau Sven B.,

> Ich hab' bei Diskussionen mit solchen Leuten schon viel gelernt.
> Nicht von diesen Leuten, aber dadurch, dass ich mir selber noch einmal
> genau angeschaut habe, wie's eigentlich ist, bevor ich etwas erkläre.

das ist der vielleicht größte Nutzen des Beobachters oder Diskutanden.

Allerdings muss man kein Stock-car-Rennen besuchen, um zu lernen, wie 
man anderen Verkehrsteilnehmer eben nicht in die Seite kracht. Unsere 
Fahrlehrer haben da ein viel besseres Konzept.

Ciao
Wolfgang Horn

von Sven B. (scummos)


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Wolfgang H. schrieb:
>> Ich würde die SRT weder als "abenteuerlich" oder "unmöglich"
>> bezeichnen, sondern die Zeit war einfach reif.
> Das ist mir zu einfach. Erwachsene stritten noch über den Weltäther,
> Albert hörte zu und fragte sich, ob er sich im Spiegel vor seinem
> Gesicht sehen könnte, wenn er auf einem Lichtstrahl säße.
> Gott sei Dank ging er nicht nach Methode "Kurt B." vor, sondern
> studierte Physik und reichte eine Arbeit zur Veröffentlichung ein.
> Gottseidank war die so gut geschrieben, dass der Redakteur sie drucken
> ließ.
> Mit dem Druck gewann sie Anerkennung und verlor so ihre
> Abenteuerlichkeit und Wildheit. Bestätigt wurde sie dann ja mit
> Messungen anläßlich einer totalen Sonnenfinsternis.

Ach naja, ich weiß nicht. Einstein hat die SRT ja nicht allein aus dem 
Hut gezaubert. Ich würde sagen ein ganz wesentlicher Teil dieser ganzen 
Entwicklung fällt eigentlich Maxwell zu, und natürlich den ganzen Leuten 
die die Dinge herausgefunden haben auf die Maxwell aufbauen konnte, wie 
etwa Coulomb und Ampere.
Vergiss nicht, die Maxwell-Gleichungen sind konform mit der 
Relativitätstheorie und Lorentz-invariant! Und das 50 Jahre bevor die 
Theorie überhaupt entwickelt wurde. Es gibt schon einen kontinuierlichen 
Weg, der zur Entwicklung der SRT führte, das ist nicht plötzlich 
passiert.

Ich weiß auch gar nicht ob die SRT so unglaublich kontrovers war, ist 
mir eigentlich gar nicht so bekannt (sorry, bin kein Geschichts-Mensch). 
Ich denke das größere Kunststück und das was auch wirklich kontrovers 
war war die ART später dann.

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, Sven,

> Ach naja, ich weiß nicht. Einstein hat die SRT ja nicht allein aus dem
> Hut gezaubert.

Ja und nein.
Aus dieser Quelle: Dilts, Robert B.: "Einstein, Geniale Denkstrukturen & 
Neurolinguistisches Programmieren", Junfermann Verlag, Paderborn, 1992

Einstein hat sich seinen Ritt auf dem Lichstrahl vorgestellt, als er 
noch zur Schule ging. Hier in München.
Damit hatte der die Widersprüche in den Ergebnissen des 
Michelson-Morley-Experiments gelöst.
Dilts hat in seinem Buch zusammen getragen, wie Einstein die Art und 
Weise dieser "kindlichen" Lösung beschrieb.

Aber die Lösung behielt er erst mal für sich und studierte Physik.

Dann beschrieb er seine Lösung mit dem, was er als Student gelernt 
hatte.

Deshalb ja und nein:
a) "Ja" wegen seiner kindlichen Lösung.
b) "Nein", weil er in seiner für die Veröffentlichung bestimmten Fassung 
der Lösung natürich auf seinen "Lehrern" aufbaute.

„Wenn ich mich frage, woher es kommt, daß gerade ich die 
Relativitätstheorie gefunden habe, scheint es an folgenden Umstand zu 
liegen: Der normale Erwachsene denkt nicht über Raum und Zeit nach. 
Alles, was darüber nachzudenken ist, hat er bereits in der frühen 
Kindheit getan. Ich dagegen habe mich derart langsam entwickelt, daß ich 
erst anfing, mich über Raum und Zeit zu wundern, als ich bereits 
erwachsen war.“ (Albert Einstein)

"Kein wirklich produktiver Mensch denkt so papieren... Die Art, wie in 
dem Buch von Einstein und Infeld die zwei Gruppen von je 3 Axiomen 
einander gegenübergestellt werden, stellt ganz und gar nicht dar, wie 
die Dinge sich im tatsächlichen Denkprozeß abspielten. Dies war 
lediglich eine spätere Formulierung des Gegenstandes; dabei war nur die 
Frage, wie die Sache nachträglich am besten dargestellt werden kann. Die 
Axiome drücken das Wesentliche in einer verdichteten Form aus. Wenn man 
einmal solche Dinge gefunden hat, macht es Spaß, sie so zu formulieren; 
aber in diesem Prozeß [der Entwicklung der Relativitätstheorie] gingen 
sie nicht aus irgendeinem Manipulieren von Axiomen hervor. [4, S. 16f]". 
(Einstein über sein Denken)

Vielleicht mag es mancher für Gotteslästerung halten, äh, 
Genielästerung, wenn Einsteins Genie nicht so betrachtet wird, als hätte 
es lediglich mit Axiomen jongliert und daraus eine Lösung gefunden.
Nein, wie Kekulé mit seinem Benzolring war zuerst die bildhafte 
Vorstellung da, und die musste dann in der Sprache der Physiker 
ausgedrückt werden.

Die Entdeckung der speziellen Relativitätstheorie war eben keine 
Eingebung, sondern geschah in einem Prozess von der Schulzeit über das 
Studium bis zur Veröffentlichung.

Daran ist all das wichtig, was den Redakteur bewog, die Veröffentlichung 
zum Druck freizugeben.

Ciao
Wolfgang Horn

von Moby A. (moby-project) Benutzerseite


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Menschen als Scharlatane abzuqualifizieren ist doch pure Scharlatanerie. 
Der Reiz liegt natürlich darin, sich durch Erniedrigung des 
vermeintlichen Scharlatans selbst zu erhöhen. Jeder, der sich 
einigermaßen ernsthaft und ausdauernd mit einem Thema beschäftigt wird 
immer zu einer Position kommen, die zumindest alles andere als 
diskussions-un-würdig ist. Ganz egal ob mehr oder weniger schräg (und 
interessant) gestellt zu gängigen Lehrmeinungen.  Entsprechend sind dann 
die Teilnehmerzahlen in solchen Threads! Mit Recht!

von Kurt B. (kurt-b)


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Wolfgang H. schrieb:

> Daran ist all das wichtig, was den Redakteur bewog, die Veröffentlichung
> zum Druck freizugeben.

Sollte uns das nicht allen zu denken geben?

(was wäre wenn dieser njet gesagt hätte?)


 Kurt

von Kurt B. (kurt-b)


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Wolfgang H. schrieb:

>
> Die Entdeckung der speziellen Relativitätstheorie

Was wurde denn da entdeckt?

 Kurt

von (prx) A. K. (prx)


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Kurt B. schrieb:
>> Die Entdeckung der speziellen Relativitätstheorie
>
> Was wurde denn da entdeckt?

Man kann zwar auch Dinge entdecken, die nicht existieren. Über die 
Geschichte der Menschheit betrachtet ist das sogar eher die Regel als 
die Ausnahme gewesen und die Aufdeckung von deren Nichtexistenz konnte 
die eigene Nichtexistenz zur Folge haben.

In diesem Fall wurde allerdings keine Sache entdeckt, sondern eine 
Regel. Und da ist dann erstaunlicherweise egal, was es gibt und was es 
nicht gibt, was existiert und was nicht existiert, was real ist und was 
eingebildet. Sondern ob man mit der Regel etwas anfangen kann oder 
nicht. Es stellte sich heraus: man konnte.

von Kurt B. (kurt-b)


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A. K. schrieb:
> Kurt B. schrieb:
>>> Die Entdeckung der speziellen Relativitätstheorie
>>
>> Was wurde denn da entdeckt?
>
> Man kann zwar auch Dinge entdecken, die nicht existieren. Über die
> Geschichte der Menschheit betrachtet ist das sogar eher die Regel als
> die Ausnahme gewesen und die Aufdeckung von deren Nichtexistenz konnte
> die eigene Nichtexistenz zur Folge haben.
>
> In diesem Fall wurde allerdings keine Sache entdeckt, sondern eine
> Regel.

Eine Regel entdeckt?
Oder eine Regel aufgestellt!


 Kurt

von (prx) A. K. (prx)


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Kurt B. schrieb:
> Eine Regel entdeckt? Oder eine Regel aufgestellt!

In gewisser Hinsicht beides. Nacheinander.

von Kurt B. (kurt-b)


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A. K. schrieb:
> Kurt B. schrieb:
>> Eine Regel entdeckt? Oder eine Regel aufgestellt!
>
> In gewisser Hinsicht beides. Nacheinander.

Was zuerst?

 Kurt

von Mani W. (e-doc)


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Kurt B. schrieb:
> Eine Regel entdeckt?
> Oder eine Regel aufgestellt!

Jeder hier hat sicher schon mal eine Regel entdeckt,
aber aufgestellt hat sie die Natur...

von Kurt B. (kurt-b)


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Mani W. schrieb:
> Kurt B. schrieb:
>> Eine Regel entdeckt?
>> Oder eine Regel aufgestellt!
>
> Jeder hier hat sicher schon mal eine Regel entdeckt,
> aber aufgestellt hat sie die Natur...

Du bist dir da sicher?

 Kurt

von Mani W. (e-doc)


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Ganz sicher!


Beweise das Gegenteil...

von Carl D. (jcw2)


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Die einfache Regel (für die Regelaufsteller) lautet:
je mehr Ablehnung und Verriss, desto wahrer die Behauptung.

von Kurt B. (kurt-b)


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Mani W. schrieb:
> Ganz sicher!
>

Schön für dich.


> Beweise das Gegenteil...


Habe ich behauptet dass die Regel von der Natur kommt?

 Kurt

von Wolfgang H. (Gast)


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Ach, Mani W.,

> Kurt B. schrieb:
>> Eine Regel entdeckt?
>> Oder eine Regel aufgestellt!
>
> Jeder hier hat sicher schon mal eine Regel entdeckt,
> aber aufgestellt hat sie die Natur...

Sorry, Fahrlässigkeiten in eigenen Aussagen sind offene Wunden, die 
einen Quack geradezu einladen, mit seinem Finger in ihr genüsslich zu 
bohren.

Insofern hat er Quack noch einen weiteren, wenn wohl auch ungewollten 
Nutzen: Prüfung der Qualität wissenschaftlicher Aussagen.


Konkret: Natürlich stellt die Natur keine Regeln auf, weil die Fähigkeit 
zur Abstraktion eine menschliche ist.
Sondern seit dem vermuteten Urknall verhalten sich Protonen, Neutronen, 
Elektronen und andere Kernteilchen so, wie es an ihnen erkannt und in 
Naturgesetzen beschrieben wurde.


Ciao
Wolfgang Horn

von Mani W. (e-doc)


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Ist ja eh egal, denn mit KB ist jede Diskussion sinnlos geworden...

Genauso könnte man über die Farbe "Rot" bei einer Ampel
einen elend langen Thread erstellen, dass Rot nicht Rot ist....


Mir ist das jetzt wurscht...

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Wolfgang E. schrieb:
> Warum macht er das?

Eine mögliche Ursache könnte eine Persönlichkeitsstörung sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

von Kurt B. (kurt-b)


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Wolfgang H. schrieb:
> Ach, Mani W.,
>
>> Kurt B. schrieb:
>>> Eine Regel entdeckt?
>>> Oder eine Regel aufgestellt!
>>
>> Jeder hier hat sicher schon mal eine Regel entdeckt,
>> aber aufgestellt hat sie die Natur...
>
> Sorry, Fahrlässigkeiten in eigenen Aussagen sind offene Wunden,

Die mich überhaupt nicht interessieren.

Die Fragerei geht in die Richtung wer denn die Regel, und hier müsste 
doch jedem klar sein dass damit die RT (Relativität) gemeint ist 
"aufgestellt" hat.
War es die Natur, also ist es ihr Grundprinzip, oder waren es Denker die 
sich das eingebildet haben.

Nunja, die Natur war es nicht.


 Kurt

von Mein grosses V. (vorbild)


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Kurt B. schrieb:
> Nunja, die Natur war es nicht.

Kurt, das Thema dieses Threads ist doch der Überschrift klar zu 
entnehmen. Verbreite deinen Unsinn bitte weiterhin hier:

Beitrag "Photon Realität oder Einbildung?"

Da weiss jeder von vornherein, worauf er sich einlässt.

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