Problemstellung: Übertragung digitalisierter Signale im Bereich 10 kHz bis ca. < 1 MHz von einer um einige cm mit variabler Frequenz oszillierenden Mechanik zu einem Stator und umgekehrt. Zwei Kanäle hin, zwei Kanäle her. Die zu übertragende Strecke ist ein paar cm, alles ist metallisch umgeben. Die Energieübertragung vom Stator zum Oszillator ist induktiv und funktioniert: Energy is provided. Mangels Platz fällt die induktive Übertragung der Signale wegen Übersprechen aus, hat nicht funktioniert. Viel Metall in der Umgebung, Telemetrie/Funk geht aus verschiedenen Gründen nicht. Motoren im kW-Bereich in der Nähe. Bleibt optisch, aber davon hab ich nicht viel Ahnung. Nach erster Recherche IR Sender und Empfänger, aber ich habe nichts gefunden, was Temperaturen bis ca. 100...120 °C aushält. Hat jemand ne Idee?
grübler schrieb: > Zwei Kanäle hin, zwei Kanäle her. Und warum nicht seriell auf einem Kanal? > aber ich habe nichts gefunden, was Temperaturen bis > ca. 100...120 °C aushält Muss das Ding nach Datenblatt und MIL sicher funktionieren oder ist das ein experimenteller Aufbau. In zweiten Fall würde ich es einfach mal drauf ankommen lassen.
Takt, Data in, Data out, Status. Geht nicht seriell. MIL ist wurscht, aber funktionieren muss es zuverlässig.
grübler schrieb: > Takt, Data in, Data out, Status. Geht nicht seriell. Es gibt genug Übertragungsarten, bei denen Takt und Status (was auch immer) nicht separat übertragen werden müssen. Jede RS232-Schnittstelle kommt mit einer Datenleitung hin und einer zurück aus, 1-Wire sogar mit nur einer für beide Richtungen.
@ grübler (Gast) >Problemstellung: Übertragung digitalisierter Signale im Bereich 10 kHz >bis ca. < 1 MHz Geht es um Steuersignale oder digitale Daten? >Die Energieübertragung vom Stator zum Oszillator ist induktiv und >funktioniert: Energy is provided. Mangels Platz fällt die induktive >Übertragung der Signale wegen Übersprechen aus, hat nicht funktioniert. Wieso? Eine gebastelte Lösung oder was vom Profi? Schau dort mal nach. https://www.mikrocontroller.net/articles/Royer_Converter#Weblinks >Viel Metall in der Umgebung, Telemetrie/Funk geht aus verschiedenen >Gründen nicht. Motoren im kW-Bereich in der Nähe. Nicht so schnell alles ausschließen, das ist schon mal der 1. Fehler. >Recherche IR Sender und Empfänger, aber ich habe nichts gefunden, was >Temperaturen bis ca. 100...120 °C aushält. Naja, Kunststoffgehäuse haben bei dieser Temperatur dauerhaft ein Problem. Aber es gibt auch Metallgeäuse und einige Exoten mit Keramikgehäusen.
Seriell hab ich vor Jahren durchprobiert, zu geringe Datenrate (vom 16 bit ADC + ein paar Konrollbits). Hab damals keine gescheite Lösung für > 3000 Digitalisierungen pro Sekunde gefunden, speziell auf der Empfängerseite war es schwierig. Heute sind die Anforderungen etwas komplexer, kann ich hier nicht präzisieren. Das Hauptproblem scheint mir eine optische Übertragung für die hohe Temperatur zu finden. Bis 85 °C kein Thema, aber drüber.
Falk B. schrieb: > Naja, Kunststoffgehäuse haben bei dieser Temperatur dauerhaft ein > Problem. Wobei wir wieder bei der Frage nach dem Einsatzzweck sind. Welche Betriebsstundenzahl ist bei welcher Temperatur erforderlich? Vielleicht kann man auch aktiv kühlen und den Sensor durch ein Fenster gucken lassen. Mit einem kleinen Lasermodul ginge das über ein paar Meter. Ein Opto-Sender/-Empfänger stirbt nicht gleich, wenn die Temperatur mal 1/10°C über die Datenblattangabe geht. Die Dinger werden trotz Konststoffgehäuse auch per Reflow gelötet.
ich wette du kannst ir leds + phototransistoren für >120°C finden. wenn nicht sogar fertige module. ausserdem leidet in dem temperaturbereich vielleicht die lebensdauer, aber funktionieren wird auch ein 75°C Bauteil "relativ" lange. Bei den geringen Bauteilkosten evtl. von vornherein eine schublade voll ersatzteile/ platinen einkalkulieren und alle paar monate tauschen, wenn sich die gelegenheit ergibt. Oder erstmal abwarten, ob überhaupt etwas ausfällt, du verrätst ja nicht wie kritisch die anwendung ist. Oder wie die Laufzeiten sind? 24/7 oder alle paar Monate mal ein Experiment von ein paar minuten???
grübler schrieb: > Hab damals keine gescheite Lösung für 3000 Digitalisierungen pro Sekunde > gefunden 3000 Digitalisierungen pro Sekunde mit 16 Bit sind weniger als 100kHz Bandbreite. LWL schaffen mit optischen Sendern/Empfängern THz. Da ist also noch etwas Luft.
grübler schrieb: > Heute sind die Anforderungen etwas komplexer, kann ich hier > nicht präzisieren. Na dann eben nicht :-(
Wenn das so einfach zu beantworten wäre. Wenn die Anforderungen klarer definiert wären und wenn man wüsste was die Kunden alles treiben. Wie das halt so ist. Schlimmstenfalls schätze ich mal ca. 10 000 bis 20 000 h bei 100..120 °C. Keine aktive Kühlung, kein Fenster. Der bewegte Teil der Elektronik muss in ein Volumen zwischen zwei konzentrischen Rohren mit den ca-Maßen d=20 mm und D=35 mm passen. Länge 50 bis 70 mm, evtl. mehr. @Falk: Danke, aber Energie klappt.
@ grübler (Gast) >Schlimmstenfalls schätze ich mal ca. 10 000 bis 20 000 h bei 100..120 >°C. Keine aktive Kühlung, kein Fenster. Hart. >Der bewegte Teil der Elektronik Welche Bewegung? Durchgehende Drehung oder nur Hin und Her Schwingen? "oszillierenden Mechanik" Axial oder Radiales Schwingen? >muss in ein Volumen zwischen zwei >konzentrischen Rohren mit den ca-Maßen d=20 mm und D=35 mm passen. Länge >50 bis 70 mm, evtl. mehr. Naja, nicht so viel Platz >@Falk: Danke, aber Energie klappt.
Komplexer Bewegungsablauf. Bisschen Vibration. Kabel aufwickeln ist nicht :-)
Hört sich irgendwie nach Bohrkopf an. Optisch bei hohen Temperaturen ist nur ein Problem wenn die Lebensdauer ein Problem ist. So weit ich weiß ist die Elektronik bei Bohrköpfen ein Wegwerfteil das nur ein paar Stunden halten muß. Man weiß halt zuwenig über Seine Applikation, die baulichen Gegebenheiten und den Verschmutzungsgrad. Eine einzelne manchester codierte serielle Übertragung ist bis auf die Bandbreite simpler als mehrere sich gegenseitig beeinflussende Signale die taktsynchron laufen müssen. Ist aber schwierig was zu raten wenn die Applikation zu geheim ist um Details zu erfahren. grübler schrieb: > Mangels Platz fällt die induktive > Übertragung der Signale wegen Übersprechen aus, hat nicht funktioniert. Hier würde ich nochmal ansetzen. Die Induktive Strecke ist bereits vorhanden und funktioniert für Power. Z.B. der Qi standard bringt bis zu 120W und 2K Datenübertragung. Das wird Dir nicht reichen, aber schau mal wie weit Du die Daten packen kannst um die Anforderungen an die Datenstrecke zu senken.
Werkzeugmaschine. Verschmutzungsgrad gering. Manchester hatte ich schon, wie gesagt zu langsam, brauche auch bidirektionale Signale.
grübler schrieb: > Werkzeugmaschine. Verschmutzungsgrad gering. Mit welchen Maßstäben gemessen? > Manchester hatte ich schon, wie gesagt zu langsam, Das liegt aber nicht an Manchester ... > brauche auch bidirektionale Signale. Voll- oder Semiduplex? Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.
Wenn man nicht sehr vorsichtig ist, fragt der Kunde das nächste Mal selbst bei uc.net nach kostenloser Bauteilsuche, Design und Expertise. Das muss man doch verstehen.
Sorry, es gibt Grenzen der Auskunftsfreudigkeit. Manche Fragen waren überraschend, einige abgefragte Infos hielt ich für nebensächlich, die wenigsten sind zielführend. Und Klaus, ich weiß nicht wievielen Leuten ich hier schon (nicht unter diesem Namen) auf die Sprünge geholfen habe, es waren einige. Nein, es hat nichts gekostet. Und wenn es dir damit besser geht: Deine Hilfestellung ist nicht zwingend erforderlich - wird aber gerne genommen. Ich brauche auch kein fertiges Design, ich sammle nur Ideen und den einen oder anderen Tipp. Das ist alles.
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