Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Digitales Multimeter


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von Markus (Gast)


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Hallo Leute,

ich wollte mir ein Digitales Multimeter zulegen.
Bin mir aber nicht sicher, welches.

Hatte folgendes ins Auge gefasst:

http://de.benning.de/de/corporate/produkte-dienstleistungen/pruef-und-messtechnik/digital-multimeter/benning-mm-11.html

Gibt es zwischen Benning und Fluke Qualitätsunterschiede?

Vielleicht hat ja jemand sogar das Messgerät von Benning und kann ein 
paar Erfahrungen schreiben.

Gruß Markus

von Marc E. (mahwe)


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Benning ist ganz ordentlich hatte auch mit dem MM11 geliebäugelt hab 
dann nen Gossen Metrawatt X-tra genommen, da es unter anderem die 
Zugänge verschließt wenn man von Spannung auf Strommessung umschaltet, 
es eine Ladebüchse besitzt, sowie normale 2*AA AKKUS (Enneloops) 
benötigt, DK Prüfsiegel.
Ist auch etwas genauer aber das braucht man nicht unbedingt. .....und 
ein paar andere Sachen.
Mit Benning Stromzangen bin ich zufrieden gute Verarbeitung.
Als Fluke wäre das 87V äquivalent, allerdings keine Ladebuchse kein 
Daten loggen, kein RDT, keine verschlossenen Messbüchsen und kostet das 
selbe wie das Xtra.
Wenn es dir die 200€ mehr Wert sind nimm Xtra, ansonsten reicht auch das 
Benning, vor allem ist da der USB Infrarot Dongle mit dabei.

Gibt lustige Test Videos bei DAVE JONES www.eevblog.com.
Falls du das Benning nimmst, stell bitte mal Bilder vom Innenleben rein, 
würde mich interessieren vor allem Sicherung, Aufbau und Verarbeitung.

von herbert (Gast)


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Die Frage welches Multimeter kannst du nur selber beantworten. Für Heim 
und Technik muss man keine 200 Euro hinlegen. Natürlich sind Fluke und 
Co robust verarbeitet und taugen für gewerblichen Einsatz lange Jahre. 
Aber auch für knapp unter 100 Euro bekommst du brauchbares und zum Teil 
genaueres als Fluke aber halt nicht so edel und haltbar verarbeitet.Für 
seltenen Einsatz mit einfachen Messaufgaben reicht auch ein 30-40  Euro 
Teil.

von Der Andere (Gast)


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herbert schrieb:
> und zum Teil genaueres

Wohl eher welche wo das Marketing unverschämter lügt.

von herbert (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Wohl eher welche wo das Marketing unverschämter lügt.

... das lässt sich doch überprüfen...0,1% Widerstände reichen und 
Spannungsreferenzen gibt es auch die mit 0,05% im Datenblatt 
spezifiziert sind und real wohl genauer sind denn die 0,05% sind ja 
maximal mögliche  Toleranzen. Ja , das verändert sich auch , aber auch 
für die teuren gilt das Kalibrierzertifikat nicht für ewig un drei Tage. 
So eine gewerbliche Kalibrierung kostet ja manchmal soviel wie die 
Hardware...

von Der Andere (Gast)


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herbert schrieb:
> ... das lässt sich doch überprüfen...0,1% Widerstände reichen und
> Spannungsreferenzen gibt es auch die mit 0,05% im Datenblatt
> spezifiziert sind und real wohl genauer sind denn die 0,05% sind ja
> maximal mögliche  Toleranzen.

Das heisst, du hast das also überprüft und hast deutlich preiswertere 
Geräte gefunden, die genauer sind als das Fluke Beispiel.

Und wenn wir dann aber schon von einer Allgemeinheit sprechen (die 
Geräte sind genauer), dann reicht es nicht ein Gerät zu messen, sondern 
du musst eine Anzahl Geräte messen, denn dass dein eines Gerät genauer 
ist könnte Zufall sein.

Bei den Markengeräten wird meist ein realistischer Fehler angegeben, bei 
den Fernost Dingern schreibt die Marketingabteilung oft nur den Fehler 
des Wandlers und/oder den Fehler des Spannungsteilers rein, der dann 
aber gerne einen 5 mal schlechteren Tk hat und auch viel mehr altert.

von Markus (Gast)


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Also momentan habe ich das Benning MM2 und bin damit soweit zufrieden. 
Gibt es denn qualitätsunterschiede zwischen Fluke und Benning.
Wenn ich das MM11 kaufe lade ich Bilder hoch ;)
Finde es sehr interessant das Gerät an den Rechner zu schließen.

von Der Andere (Gast)


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Markus schrieb:
> Gibt es denn qualitätsunterschiede zwischen Fluke und Benning.

Sind beides teure Markengeräte.
Da machst du nichts falsch wenn du soviel Geld ausgeben willst.

von herbert (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Bei den Markengeräten wird meist ein realistischer Fehler angegeben, bei
> den Fernost Dingern schreibt die Marketingabteilung oft nur den Fehler
> des Wandlers und/oder den Fehler des Spannungsteilers rein, der dann
> aber gerne einen 5 mal schlechteren Tk hat und auch viel mehr altert.

Die welche ich überprüft habe waren meistens innerhalb der Prospekt 
Daten oder sogar etwas besser. Du müsstest wissen, dass diese Angaben 
nur für ein Jahr gelten. Bei den teuren wird das nicht anders sein oder? 
Man muss halt regelmäßig sein Equipment überprüfen und sich Notizen 
machen. Ich zweifle nicht an der guten Verarbeitung von Fluke, aber eine 
Grundgenauigkeit von 2% ist einfach selbst für das günstigste aus deren 
Serie nicht mehr Zeitgemäss. Das liegt halt auch daran ,dass das Konzept 
nicht mehr das jüngste ist. Mein 25 jahre altes Metex liegt immer noch 
innerhalb seiner Spezifikation. Kalibriert habe ich es noch nie, weil 
mir der zerlege Aufwand zu groß ist. In modernen DMM´s ist es luftiger 
und man kommt leichter an die Spindeltrimmer. Das UT61E ist teilweise 
besser ebenso ein Conrad Produkt das gerade im Keller liegt ...VC 
irgendwas...

von Harald W. (wilhelms)


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herbert schrieb:

> In modernen DMM´s ist es luftiger und man kommt leichter an die
> Spindeltrimmer.

"Moderne DMM´s" haben keine Spindeltrimmer, sondern werden per
Programm kalibriert. Damit dürfte wohl auch die Drift deutlich
kleiner sein. Theoretisch könnte die Kalibrierung sogar voll-
automatisch ablaufen, was sie zumindest theoretisch deutlich
billiger machen sollte.

von herbert (Gast)


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Harald W. schrieb:
> "Moderne DMM´s" haben keine Spindeltrimmer, sondern werden per
> Programm kalibriert.

Richtig,du solltest das aber noch präziser formulieren denn es fehlt der 
Hinweis auf die gehobene Preisklasse. Wie viele es gibt die 400,600 oder 
mehr Euronen für ein DMM hinlegen und wo dann dein Hinweis zur Realität 
wird, weiß ich nicht. Bei DMM um die 100 Euronen die auch "modern" sind 
muß man tatsächlich noch am Spindeltrimmer drehen... Bei 1x im Jahr ist 
mir das aber auch wurscht.

von Wolfgang (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Theoretisch könnte die Kalibrierung sogar voll-
> automatisch ablaufen, was sie zumindest theoretisch deutlich
> billiger machen sollte.

Aber nur für das Kalibrierlabor. Auf der Rechnung merkt man das eher 
weniger. Frag mal bei Keysight an, was die Kalibrierung eines 34401A, 
34450A oder 34461A kostet.

von Klaus (Gast)


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Zu den besten Handmultimetern gehört das Fluke 187 bzw. 189.
Werden leider nicht mehr hergestellt, sind auf dem Gebrauchtmarkt aber 
noch zu haben. Das 287 bzw 289 kann da leider nicht mehr mithalten 
(Stromfresser, lange Startzeit).

von Markus M. (adrock)


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Will auch mein altes DMM (Metex/Voltcraft M-3650) in den Ruhestand 
schicken.

Insbesondere möchte ich mich bei der Genauigkeit verbessern, somit wäre 
eine Grundgenauigkeit >=0,05% eigentlich meine harte Anforderung.

Brauchbar und gut bzgl. Preis/Leistung scheint das Brymen BM867S zu 
sein.

Bei den Markenprodukten wäre ein Keysight U1241B schon preislich 
wirklich an meiner Schmerzgrenze (250 EUR) und scheint rein von den 
technischen Daten eher schlechter zu sein als das Brymen.

Das og. Fluke 187 / 189 sieht von den Daten gut aus, aber auch die 
Gebrauchtpreise sind nicht ohne.

Gibt es noch andere Vorschläge? (UNI-T und Peaktech scheidet aus)

: Bearbeitet durch User
von Markus M. (adrock)


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Habe mir jetzt mal das Brymen 867 bei TME geholt...

von Thomas G. (thomasge)


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Hallo Leute,

auch ich suche ein (Einsteiger-)Multimeter und habe ein Gebrauchtangebot 
für ein ISO-TECH IDM71 und ein IDM73. Über diese Marke bzw. von diesen 
Modellen habe ich bisher nichts gelesen. Das habe ich gefunden: 
http://at.rs-online.com/web/p/multimeter-software/6974045/

Hat jemand von euch Erfahrung damit, oder kann etwas dazu sagen?

Danke, Thomas

von Sni T. (sniti)


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herbert schrieb:
> Die Frage welches Multimeter kannst du nur selber beantworten. Für Heim
> und Technik muss man keine 200 Euro hinlegen. Natürlich sind Fluke und
> Co robust verarbeitet und taugen für gewerblichen Einsatz lange Jahre.

Inzwischen bekommt man ein einfaches Fluke für 60€, für 100€ dürften die 
meisten Wünsche mit dem 17B+ erfüllt sein, nur TRMS fehlt dann leider 
noch. Dafür bekommt man schon einen Frequenzzähler und alle sinnvollen 
Funktionen die man sich bei einem Multimeter wünschen kann in guter 
Qualität. Einschliesslich Fluke-Durchgangsprüfer, da habe ich bisher 
noch keinen besseren erlebt, das war für mich auch einer der 
Hauptgründe, mindestens ein Fluke zu haben.

Einziger Kritikpunkt bzgl Qualität den ich bei Reviews zu den günstigen 
von Fluke die ich gesehen habe; Schrauben gehen direkt ins Plastik. 
Überraschung; das ist bei meinem 87V nicht anders und für den Preis 
tatsächlich etwas mager, hatte aber zugegeben noch keine Probleme damit.

von Alexander V. (avogra)


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mein Preis/Leistungs Favorit ist das Brymen 257s. Bietet alle Funktionen 
die man braucht, incl. true RMS, gute Grundgenauigkeit und eine 
Verarbeitung, die Fluke kaum nachsteht. Hab mir selber das 867s gekauft 
aber letztendlich hätte  ich die zusätzlichen Funktionen und Genauigkeit 
nicht wirklich gebraucht

von Elektroniker (Gast)


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Hallo zusammen,
kennt jemand eine günstige Bezugsquelle für Brymen-Geräte, vorzugsweise 
in Deutschland? TME hat sein Hauptlager in Polen und hat recht hohe 
Versandkosten.

Grüße,
Andreas

von Markus M. (adrock)


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Mir ist nur TME oder eBay bekannt. Allerdings finde ich die 
Versandkosten (7 EUR) in Relation zum Gerätepreis OK.

von Alexander V. (avogra)


Angehängte Dateien:

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In Deutschland gibts Brymen bei www.welectron.com. Ich habe dort 
bestellt, als der Shop gerade am Entstehen war. Abwicklung etc. war 
alles sehr gut und zuvorkommend.

Hab gerade nochmal rein geschaut, und ich hab ehrlich gesagt keine 
Ahnung mehr, warum ich nur das BM257 und nicht das BM235 empfehle. Das 
BM257 hat anscheinend zusätzlich Max/Min, Peak und Bargraph. Wer das 
nicht braucht, kann sich wohl die 20€ sparen und bekommt stattdessen die 
schönere Displaybeleuchtung.
Ich selbst hab auch gar nicht das BM867 sondern das BM829 genommen, da 
das auch Temperaturmessung mit Thermolement hat. Dass das beim 876 
fehlt, ist echt doof.

Die größeren Geräte sind übrigens echte Brummer, hier mal zum Vergleich 
das BM829 neben Tastatur, DVD-Hülle und Raspberry Pie 1. Die Geräte mit 
zwei Zeilen sind glaube ich alle so groß. Ein Kollege von mir hat das 
BM257 mitbestellt, das ist sehr schön kompakt im Vergleich.

von herbert (Gast)


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Brymen werden von der Verarbeitung her auf Fluke Nivau gehandelt. Da 
werde ich demnächst auch noch zuschlagen, da mein über 20Jahre altes 
Metex M-3650 anfängt Kontaktprobleme im 2V Bereich zu haben. Ich habe 
zwar noch ein UT61E das recht genau ist aber Multimeter die 
funktionieren,davon sollte man besser zwei haben wenn nicht drei. 
Welectron ist günstiger als TME. Achja,bei der suche nach den billigsten 
Teilen ist echt Vorsicht geboten. Ich habe dieser Tage mal nach Polaroid 
Sonnenbrillen gesucht und bin auf einige Fake Webseiten gelandet. Da 
kann man ADIDAS Brillen für 12 Euro bestellen die normal ziemlich teuer 
sind ebenso welche anderer Top Marken. Was man dann bekommt wenn man 
bezahlt hat kann nur Schrott sein und die Kohle ist auch futsch weil in 
China. Das selbe auch bei Duftwässer Namhafter Hersteller wie Aqua die 
selva oder Silvestre. Nachgepanschtes Zeug welches die wenige Kohle 
nicht wert ist. Klar suche ich auch immer nach günstigen Anbietern von 
zb. Messgeräten aber man muß die Augen schon offen halten weil Geschenke 
gibt es nirgends.

von Chris (Gast)


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Ich habe mein BM867s auch dort bestellt:
https://www.welectron.com/Brymen-BM867s-Multimeter

Bin sehr zufrieden, laut eigener Aussage ist der Händler eng mit Brymen 
in Kontakt. Kann Herberts Bedenken da nicht nachvollziehen.

Mein Gerät hat eine aktuelle Seriennummer und kommt in einer 
gepolsterten Brymen Tasche mit den hochwertigen Silikon-Testleitungen 
(aufschraubbare Bananenstecker).

Besonders die hohe Auflösung gefällt mir beim BM867 gut. Das mit der 
Größe stimmt schon, aber unhandlich find ichs jetzt nicht. Für unterwegs 
und zur Temperaturmessung hole ich mir vielleicht noch ein BM235 oder 
257.

von herbert (Gast)


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Chris schrieb:
> Bin sehr zufrieden, laut eigener Aussage ist der Händler eng mit Brymen
> in Kontakt. Kann Herberts Bedenken da nicht nachvollziehen.

Meine Bedenken beziehen sich nicht auf Welecton sondern ich wollte auf 
die Risiken hinweisen welche auf den "geiz ist geil freak" neuerdings 
haufenweise lauern. Hatte eine Fakeseite, die hatte den Namen "Bayern" 
im Firmennamen eingebaut aber ansonsten jede Menge Schreibfehler im 
Programm. China lässt grüßen und dein Geld ist weg wennst da was 
bestellst.Aber super Preise fast geschenkt und alles Marke...

von Manfred (Gast)


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Markus schrieb:
> Gibt es zwischen Benning und Fluke Qualitätsunterschiede?

Nach meiner Einschätzung klebt Benning seinen Namen auf Chinaprodukte 
und erfüllt eher die Anforderungen des Elektrikers denn die des 
Elektronikers. Fluke sehe ich da deutlich positiver.

Markus M. schrieb:
> Insbesondere möchte ich mich bei der Genauigkeit verbessern, somit wäre
> eine Grundgenauigkeit >=0,05% eigentlich meine harte Anforderung.

Träum weiter oder nimm deutlich vierstellige Euro in die Hand.

herbert schrieb:
> China lässt grüßen und dein Geld ist weg wennst da was
> bestellst.Aber super Preise fast geschenkt und alles Marke...

Quark, in China kauft man über Aliexpress, da ist zumindest die 
Lieferung abgesichert. Gewährleistung / Garantie kann man natürlich 
weitestgehend vergessen, die Versandkosten stehen dem im Wege.

von Chris (Gast)


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Manfred schrieb:
> Markus M. schrieb:
>> Insbesondere möchte ich mich bei der Genauigkeit verbessern, somit wäre
>> eine Grundgenauigkeit >=0,05% eigentlich meine harte Anforderung.
>
> Träum weiter oder nimm deutlich vierstellige Euro in die Hand.

Mein BM867s hat eine Grundgenauigkeit von +-0,03%. Das BM869s ist sogar 
mit 0,02% angegeben. Datenblatt: 
https://www.welectron.com/mediafiles/datasheets/brymen/BM860s-catalog.pdf

Für vierstellige Beträge gibt es bereits sehr gute Tischmultimeter mit 
noch besseren Specs...

von Peter M. (r2d3)


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Markus schrieb:
> Hallo Leute,
>
> ich wollte mir ein Digitales Multimeter zulegen.
> Bin mir aber nicht sicher, welches.

Weiter unter im Faden kann man lesen, dass Du schon ein Benning MM-2 
besitzt.

Da es sich ja offensichtlich nicht um Dein erstes Multimeter handelt, 
solltest Du in der Lage sein, eine Reihe von Kriterien anzugeben, die 
Dir wichtig sind.

Dann lichtet sich der Multimeter-Wald und Du kannst auch mit der 
folgenden Liste etwas anfangen:

http://www.eevblog.com/forum/testgear/multimeter-spreadsheet/

von Lanzette (Gast)


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Reichelt hat das UT61D momentan stark verbilligt.

http://www.reichelt.de/Multimeter-digital/UT-61D/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=4058&ARTICLE=97150&OFFSET=16&;

Habe mir mal eines bestellt. Für 44 Tacken bekomme ich nicht am Markt 
nichts besseres und laut EEVBlog Dave kann man gar nicht genug DMM 
besitzen.

;)

von Harald W. (wilhelms)


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Lanzette schrieb:

> laut EEVBlog Dave kann man gar nicht genug DMM besitzen.

Genau, das ist so ähnlich wie der Trend zum Zweitbuch.
Bei beiden hat man irgendwann das Problem, das man dann
ein Spezialregal zur Aufbewahrung solcher lebenswichtigen
Gegenstände braucht. Siehe auch Aufruf der Bundesregierung:
"Denk daran, schaff Vorrat an." :-)

von Old P. (Gast)


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Lanzette schrieb:
> Reichelt hat das UT61D momentan stark verbilligt.
>
> ...
>
> Habe mir mal eines bestellt. Für 44 Tacken bekomme ich nicht am Markt
> nichts besseres und laut EEVBlog Dave kann man gar nicht genug DMM
> besitzen. ;)

Ha, unfreiwillige Komik: Doppelte Verneinung! Du bekommst also überall 
was besseres und das stimmt wohl ;-)

Old-Papa

von herbert (Gast)


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Manfred schrieb:
> Quark, in China kauft man über Aliexpress, da ist zumindest die
> Lieferung abgesichert. Gewährleistung / Garantie kann man natürlich
> weitestgehend vergessen, die Versandkosten stehen dem im Wege.

Du bringst zwei Dinge durcheinander. Dein Alienexpress hat sicher nichts 
mit den auf deutsch gestylten chinesischen (oder welcher anderen 
Ursprungs)  Fakeseiten zu tun. Und nur auf diese bezieht sich mein 
Hinweis. Mußt nicht glauben, dass jede Fakeseite sofort zu sehen ist. 
Klar an den Superpreisen schon ,aber da hört das Hirn ja oft auf zu 
denken...

von Chris (Gast)


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Lanzette schrieb:
> Reichelt hat das UT61D momentan stark verbilligt.
> Habe mir mal eines bestellt. Für 44 Tacken bekomme ich nicht am Markt
> nichts besseres und laut EEVBlog Dave kann man gar nicht genug DMM
> besitzen.

Die UNI-T Geräte haben wenig bis keine Eingangsschutzschaltungen. Das 
angegebene CAT Rating ist sogar einfach falsch!

Siehe: Beitrag "Multimeter von Uni-T von EEVBlog total zerissen, aber was taugt dann noch der TÜV?"

Beim UT61D sieht's vermutlich nicht besser aus als beim großen Bruder 
UT61E, wenn nicht noch schlechter. An höhere Spannungen, geschweige denn 
Netzspannung, würde ich mich mit einem solchen Gerät nicht wagen.

Das Brymen BM235 gibts bereits ab 79€, und das hat eine ordentliche 
Einstufung CAT II 1000V, CAT III 600V, CAT IV 300V AC/DC! Dazu eine 
bessere Grundgenauigkeit von 0,3%, beleuchtetes Display, ordentliche 
Messleitungen usw.

von spess53 (Gast)


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Hi

>Die UNI-T Geräte haben wenig bis keine Eingangsschutzschaltungen. Das
>angegebene CAT Rating ist sogar einfach falsch!

>Siehe: Beitrag "Multimeter von Uni-T von EEVBlog total zerissen, aber was >taugt 
dann noch der TÜV?"

>Beim UT61D sieht's vermutlich nicht besser aus als beim großen Bruder
>UT61E, wenn nicht noch schlechter. An höhere Spannungen, geschweige denn
>Netzspannung, würde ich mich mit einem solchen Gerät nicht wagen.

Aus Beitrag "Multimeter von Uni-T von EEVBlog total zerissen, aber was taugt dann noch der TÜV?" :

>Wesentlich bemängelt wurde aber auch beim UT-61E die fehlende Sicherheit.
>(keine MOV Protection, minderwertige Sicherungen aus Glas usw.)

Die Austattung des UT61D von Reichelt sieht so aus:

mA-Bereich: F1, 1 A 600 V, flink 6,35 x 31,8 mm, Keramiksicherung
10 A-Bereich: F2, 10 A 600 V, flink 10 x 38 mm, Keramiksicherung

Reden wir vom gleichen Gerät?

MfG Spess

von Chrs (Gast)


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spess53 schrieb:
> Reden wir vom gleichen Gerät?

Deutsche UNI-Ts haben anscheinend Keramik- statt Glassicherungen, 
trotzdem wenig MOVs zum Überspannungsschutz etc. Steht alles in dem 
Beitrag.

Hier ein Bild-Vergleich:

UNI-T UT61 (deutsches Modell):
http://www.eevblog.com/forum/blog/eevblog-712-uni-t-ut71e-multimeter-(why-uni-t-meters-suck)/msg604582/#msg604582

Brymen BM235:
https://www.flickr.com/photos/eevblog/sets/72157664100975342/with/24781245266/


Ich denke, die Bilder sprechen für sich. Ein BM235 bietet für wenig 
Aufpreis die höhere CAT Messklasse, bessere Genauigkeit und Verarbeitung 
usw...

von herbert (Gast)


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Chrs schrieb:
> Deutsche UNI-Ts haben anscheinend Keramik- statt Glassicherungen,
> trotzdem wenig MOVs zum Überspannungsschutz etc. Steht alles in dem
> Beitrag.

Die UNI-T Geräte mit "CE" haben in der Tat andere bessere Sicherungen 
verbaut.Geräte die man sich in China besorgt weil billiger haben diese 
Sicherungen nicht. Geizproblem! Im übrigen traue ich diesen 
amerikanischen Blogs nicht über den Weg. Diese you-tube Videos kann man 
teilweise in der Pfeife rauchen wenn einem davon nicht übel wird. Bei 
technischen Geräten insbesondere Messgeräte gibt es aus china immer zwei 
Versionen.Die bessere für Europa und die schlechtere für den Rest der 
Welt und Dierektimporte.

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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In dieser Preisklasse (~400€) sind das Fluke 87V und das Gossen Metrahit 
Tech die zuverlässigsten Geräte. Oder MUSS das so einen Datenlogger und 
PC-Schnittstelle haben?

von Chris (Gast)


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herbert schrieb:
> Im übrigen traue ich diesen
> amerikanischen Blogs nicht über den Weg. Diese you-tube Videos kann man
> teilweise in der Pfeife rauchen

Nunja, damit erübrigt sich wohl eine angenehme Diskussion.

Nochmal langsam: Die oben verlinkten Bilder sind von einem UT61E, 
"bessere" deutsche Version, von Reichelt (Bemerkung am Rande: das 
"CE"-Zeichen tragen übrigens auch die "schlechten" UNI-T Geräte).

Ob einem UNI-T Multimeter für den tagtäglichen Gebrauch nun vertraut, 
muss jeder für sich entscheiden. Mir ist jedenfalls schleierhaft, warum 
das Gerät hier so verteidigt wird, wenn es für 25 EUR mehr etwas 
anständiges gibt (Stichwort "Geizproblem").

von herbert (Gast)


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Chris F. schrieb:
> In dieser Preisklasse (~400€) sind

So teuer kauft man nur wenn man als gewerblicher die Teile auch absetzen 
kann...Für "nur" Hobby zu teuer,da bekommt man mindestens zwei wenn 
nicht drei nicht schlechte von Brymen zb.

von Old P. (Gast)


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herbert schrieb:
> Chris F. schrieb:
>> In dieser Preisklasse (~400€) sind
>
> So teuer kauft man nur wenn man als gewerblicher die Teile auch absetzen
> kann...Für "nur" Hobby zu teuer,da bekommt man mindestens zwei wenn
> nicht drei nicht schlechte von Brymen zb.

Nö, man kauft sowas auch als Amateur, wenn man verrückt genug ist für 
gute Technik auch gutes Geld hinzulegen. Mein Fluke 8845a war noch etwas 
teurer ;-)

Old-Papa

von herbert (Gast)


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Old P. schrieb:
> Nö, man kauft sowas auch als Amateur, wenn man verrückt genug ist für
> gute Technik auch gutes Geld hinzulegen. Mein Fluke 8845a war noch etwas
> teurer ;-)

Naja, nachdem ein DMM meistens zwei zu wenig ist, sehe ich das auch von 
der praktischen Seite. Ein paar "billige " für 150 Euro das Stück wirst 
du sicher rumliegen haben... ich habe leider keine Ahnung was mir damals 
vor weit über zwanzig Jahren mein erst DMM ein Metex M-3650 gekostet 
hat.Das habe ich über Beziehungen bei "C" erstanden. Es geht immer noch, 
aber der 2 Volt Bereich hat Kontaktprobleme und spinnt manchmal. Ich muß 
mal reinschauen aber da ist mehr drinnen als die heutigen mit ihrem 
"Hühnerfutter" zu zeigen haben.

von BadimBadum (Gast)


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Für den privaten Bereich kann man sich meiner Meinung nach auch nach 
gebrauchten Geräten umschauen, ich habe hier eines von LEM/Norma 
(Normameter MP12) welches auch als Grundig DM62 oder auch als Siemens 
B1021 verkauft wurde, für die alltägliche Bastelei ausreichend, gut ich 
habe es mit abgerissenen Batterieclip geschenkt bekommen, die Preise die 
am Gebrauchtmarkt damit erzielt werden würde ich für so ein altes Gerät 
wahrscheinlich auch nicht bezahlen, aber man findet zum Beispiel öfters 
Geräte von Gossen aus der Metrahit Reihe für um die 100€ Und diesen 
Geräten vertraue ich mehr als denen von UNI-T

von Andreas H. (ahz)


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Sni T. schrieb:
> Einziger Kritikpunkt bzgl Qualität den ich bei Reviews zu den günstigen
> von Fluke die ich gesehen habe; Schrauben gehen direkt ins Plastik.
> Überraschung; das ist bei meinem 87V nicht anders und für den Preis
> tatsächlich etwas mager, hatte aber zugegeben noch keine Probleme damit.

Das kann Dir aber auch völlig egal sein, denn auf das 87V solltest Du 
lifetime warranty haben.

/regards

von Peter M. (r2d3)


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Andreas H. schrieb:
> Das kann Dir aber auch völlig egal sein, denn auf das 87V solltest Du
> lifetime warranty haben.
>
> /regards

Denglisch vom Feinsten.
Ich glaube, ich muss auch noch ein bisschen meine Future shapen.

von Lanzette (Gast)


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Chris schrieb:
> Ob einem UNI-T Multimeter für den tagtäglichen Gebrauch nun vertraut,
> muss jeder für sich entscheiden. Mir ist jedenfalls schleierhaft, warum
> das Gerät hier so verteidigt wird, wenn es für 25 EUR mehr etwas
> anständiges gibt (Stichwort "Geizproblem").

Ach Leute, was habt ihr nur wieder für Angst vor dem bisschen möglichen 
Kurzschluss an Haussteckdosen. Ich habe in meiner alten Tätigkeit an 
ganz anderen Kabeln unter Spannung gearbeitet (Arm dicke Kabel), ebenso 
an Kabelverteilern mit 300 A trägen NH-Sicherungen (wohlgemerkt unter 
Spannung). Wen wollt ihr denn nun mit eurem albernen 
Steckdosen-Kurzschlussstrom erschrecken?!

Abgesehen davon, Fluke habe ich bereits, Metex auch mehrere. Mir gefällt 
die PC-Anbindung des Uni-T. Brymen gefällt mir auch. Ich habe aber 
demnächst andere Ausgaben, die mir weh tun, also muss gespart werden. 
Bei Brymen würde ich eher mehr ausgeben, das muss also warten. Das Uni-T 
ist so wie im Angebot in seiner Preisklasse ein wahres Schnäppchen. Ich 
kenne kein DMM mit den Eigenschaften zu Preis.

Und ja, auch ich kenne ich die YouTube Videos vom UT61-E usw. zur 
Genüge. Na und? Nix ist perfekt. Wer viel an Netzspannung misst kauft 
sich eben eines dieser typischen Elektriker-Marken-DMM von Benning, Beha 
Amprobe usw. Die haben nur leider meistens deutlich schlechtere 
Eigenschaften als das Uni-T (das Kleingedruckte studieren) oder sie 
kosten ein "Vermögen" wie die Gossen Metrawatt.

Den ein- oder anderen wird das Reichelt Angebot möglicherweise auch 
interessieren und der Rest darf sein überflüssiges Geld gerne Fluke 
hinterherwerfen. Das wird Dave garantiert erfreuen.

von Lanzette (Gast)


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Sorry für die Verschreiber. Nach einer 9h Schicht ist die Luft raus. Die 
doppelte Verneinung war ebenfalls ein Lapsus. Das Touchpad am Lenovo 
macht öfter mal beim Schreiben ungewollt einen Cursorsprung irgendwohin 
im Text und nicht immer geht das gut aus und man übersieht leicht etwas 
trotz Korrektur. Es nervt ein wenig. Ich müsste das Pad besser 
abschalten solange die Maus aktiv ist. Keine Ahnung ob das geht ohne im 
Gerätemanager etwas zu deaktivieren.

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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herbert schrieb:
> ich habe leider keine Ahnung was mir damals
> vor weit über zwanzig Jahren mein erst DMM ein Metex M-3650 gekostet

Ich habe hier ein "Metex-4640A", das hat irgendwann Anfang der 90er etwa 
250DM bei ELV gekostet. 20k counts war damals richtig gut. Das Teil 
läuft immer noch!

von Zeno (Gast)


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Ich habe so den Eindruck das hier einige Leute zu viel Geld haben. Wir 
sind hier im Amateurbereich und nicht im Kalibrierlabor.
Für private Bastelprojekte ist ein DMM im Bereich von ca. 100€ mehr als 
ausreichend. Oftmals muß ich die Spannung nicht auf's mV genau wissen. 
Vielmehr sind in der täglichen Praxis Größenordnungen wichtig. Wenn ich 
z.B einen Spannungsteiler 1:2 gebaut habe, dann muß ich nur wissen das 
dieses auch wirklich eingehalten wird.

Eine einfache Überschlagsrechnung zeigt, wo von wir hier reden. Nehmen 
wir mal an das Messgerät hat eine Genauigkeit von 1%, dann bedeutet dies 
bei 5V +/-50mV. Dies bedeutet, wenn die reale Spannung genau 5V beträgt, 
dann kann der Messwert 5,05V oder 4,95V (Grenzwerte) betragen. Das sind 
Abweichungen, die bei normalen Elektronikprojekten keine Rolle spielen.
Die meisten DMM sind meist besser als 1%. Bei Conrad gibt es schon ein 
DMM für unter 30€ (0,5%Grundgenauigkeit). Für den Anfang ist dies im 
Amateurbereich mehr als ausreichend.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo wir mit Analogvielfachmessern 
gemessen haben - Genauigkeit bei guten Geräten zw. 2..2,5%, und die 
Geräte die wir damit abgeglichen haben, haben auch funktioniert wie sie 
sollten.

Ich persönlich habe mir vor einigen Jahren ein Voltcraft VC870 gegönnt 
(Preis ca. 190€ - mußte ich der Regierung schon klar machen). Daneben 
habe ich noch 2 Multimeter aus dem Baumarkt (deutlich unter 100€). Mit 
diesem Equipment konnte ich bisher alle Messaufgaben lösen

Fazit: Für normales Basteln reicht ein Multimeter in einer Preisklasse 
von 100-200€ bei weitem aus und es muß auch nicht unbedingt ein 
"Markengerät" sein. Wenn man zuviel Geld hat dann dieses lieber in 2 
Geräte investieren.

Zeno

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Zeno schrieb:
> Für private Bastelprojekte ist ein DMM im Bereich von ca. 100€ mehr als
> ausreichend.

Da stimme ich zu, dafür bekommt man bei Brymen, Extech oder Fluke und 
anderen auch Geräte die recht ordentlich gesichert sind.

Zeno schrieb:
> Bei Conrad gibt es schon ein
> DMM für unter 30€ (0,5%Grundgenauigkeit). Für den Anfang ist dies im
> Amateurbereich mehr als ausreichend.

Das kommt auf das Gerät an. Wenn sich ein Amateur ein Gerät kauft, 
welches seine Klassifizierung nicht einhält und keine vernünftigen 
Schutzmassnahmen hat, dann ist es eben doch nicht ausreichend.

Die 30€-Klasse ist eher etwas für Leute die genau wissen, dass sie mit 
dem angeblichen 1000V CAT-III-Gerät besser nichts oberhalb von 40V oder 
250mA messen.

Für Messaufbauten wo es einfacher ist mehrere Messungen parallel 
durchzuführen und keine Genauigkeit notwendig ist, nehme ich auch solche 
Billiggeräte dazu. Wenn Du das so siehst, kannst Du Dir auch ein paar 
7€-Gerät holen und nur so benutzen, dass es ungefährlich ist oder 
weitere Schutzmassnahmen ergreifen.

Ist jetzt die Frage ob der Anfänger das erkennt und versteht. Daher 
würde ich da eher Extech 505, Fluke 15B+ o.ä. im 80€-Bereich empfehlen. 
Von den Dingern kommt noch unverletzt weg, auch wenn sie total falsch 
bedient wurden.

von Zeno (Gast)


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@Chris
Also ich hatte noch nie Probleme , wenn ich mit einem Billiggerät 
Spannungen über 40V und Ströme >250mA gemessen habe. Das Problem ist 
oftmals nicht das Gerät selbst sondern das Zubehör (Messstrippen, 
Klemmen etc.).

Ich schrieb es ja schon das wir früher mit analogen Vielfachmessern also 
solchen mit Drehspulmesswerken gemessen haben und die hatten i.d.R. 1,5% 
bei Gleichstrom und 2,5% bei Wechselstrom. Und dann mV im 10V Bereich 
ablesen - vergiß es. Man konnte schätzen >0,5V oder <0,5V. Im 100mV 
Bereich war die kleinste Skaleneinheit 2mV. Trotz dieser Einschränkungen 
konnte man gut damit arbeiten, weil es oftmals eben nicht auf den 
Absolutwert, sondern auf die die Stimmigkeit der Spannungen in einer 
Schaltung zueinander.

Ich weine den analogen Teilen nun nicht hinterher und bin schon froh, 
daß es jetzt bezahlbare DMM gibt. In diesem Sinne sind die meisten DMM 
im Amateurbereich durchaus benutzbar, genau genug und auch ausreichend 
sicher. Wer in Netzschaltungen hantiert bekommt eher einen Stromschlag 
in der Schaltung selbst als am DMM - und wer mit Netzspannung arbeitet 
sollte schon wissen was er tut.

Ich rede hier nicht von der Industrie da gibt es ganz andere 
Anforderungen auch sicherheitstechnisch.

Zeno

von Jonas G. (jstjst)


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Hallo,

ich bin der Meinung einfache MM reichen für die meisten 
Hobbyanwendungen. Natürlich muss es nicht das günstigste von eBay für 3€ 
sein. Aber für 20€ bekommt man schon was brauchbares mit dem man sich 
mit Vorsicht auch an Netzspannung trauen kann. Aber am sichersten ist 
bei hohen Spannungen immer noch alles anschließen, dann ein schalten und 
messen und nichts anlangen. Mit selbstgebauten Spannungsteiler kann man 
dann auch ein paar kV messen.

Wenn man aufpasst dann passiert da auch nichts. Und ja jetzt kommen 
sicher gleich die Kritiker...

Gruß Jonas

von Harald W. (wilhelms)


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Jonas G. schrieb:

> ich bin der Meinung einfache MM reichen für die meisten
> Hobbyanwendungen.

Jein, wenn man Ladegeräte für Li-Akkus bauen will, sollte man
schon ein Multimeter benutzen, das genauer als 1% messen kann.

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Natürlich soll sich jeder selber heraussuchen was ihm passt.

Ich sage ja nur, dass ich nicht guten Gewissens ein Gerät empfehlen kann 
bei dem die Messkategorie ein Fantasiewert ist.

von Zeno (Gast)


Angehängte Dateien:

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Also ich hab mal alle Multimeter zusammengetragen, die in meinem Fundus 
so verfügbar waren.
Dazu habe ich dann noch ein altes Taschenuhrenvoltmeter 
(Dreheiseninstrument, ist von meinem Opa und müßte noch Vorkriegsware 
sein).  Alle Messgeräte habe ich parallel geschalten und ans 
Labornetzteil angeschlossen. Die Spannung habe ich an dem 
Digitalpanelmeter des Netzteils einmal auf 5,00V und dann noch auf 
15,00V eingestellt.
Wenn ich die Anzeige des Netzteiles als Referenz nehme, dann ist die 
maximale Abweichung 0,05% bei 5V und 0,5% bei 15V. Nehme ich den Wert 
des Metrawatt (wurde mir vom Arbeitgeber gestellt, gilt allgemein als 
recht solide und hat mittlerweile 25 Servicejahre auf dem Buckel) als 
Referenz, dann verbessern sich sich Abweichungen sogar noch 0,02%/0,4%.
Schaut man dazu noch auf das Taschenuhrenvoltmeter, dann sieht man das 
dieses auch nicht so schlecht mißt. Die Werte würde ich in der Praxis 
als 5V und 15V interpretieren.

Fazit alle DMM sind für die Bastelpraxis bestens geeignet. Die 
Abweichungen der Multimeter zur Referenz bzw. untereinander liegen 
durchweg unter 1% und da kann man auch (@Harald) Ladegeräte für Li-Akkus 
bauen.

Kurze Liste der Geräte (v.l.n.r, untere Reihe zuerst):
   Mastech MS2115B  (Preis bei Pollin 55€, Genauigkeit lt. Herst. 0,8%)
   Metrawatt M2032  (Genauigkeit lt. Herst. 0,1%)
   Unitec 45645 (ich meine Preis unter 50DM ist schon einige Jahre her)
   Voltcraft VC870 (Preis bei Conrad 230€, Genauigkeit lt. Herst. 0,1%)
   Taschenuhrenvoltmeter (denke mal so um 2..2,5%)
   M-940 (Baumarktgerät, brauchte mal unterwegs schnell was zum Messen,
          meine unter 20DM - ja ist auch schon ne Weile her)

Zeno

von Alexander V. (avogra)


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Naja, die Genauigkeit ist aber ja in der Regel das kleinste Problem bei 
den günstigen Multimetern. Eher eben eine ordentliche Absicherung. Es 
ist gerade für jemand der das gelegentlich aber nicht oft macht sehr 
schnell passiert, dass man abwechselnd Spannung und Strom misst. Einmal 
nicht aufgepasst und man hängt im Ampere-Messbereich an der Netzleitung. 
Mit einem der hochwertigen MM bin ich damit auf der sicheren Seite, 
vermutlich wird auch das Uni-T zuverlässig unterbrechen. Bei den 5..20€ 
Geräten wär ich mir da überhaupt nicht mehr sicher.

Für mich persönlich wäre darüber hinaus dann True-RMS, sowie 
peak-detection einfach Pflicht.
Und was die Genauigkeit angeht: Die meisten DMM glänzen im 
1..2-stelligen Voltbereich. Bei Strom- und Widerstandsmessung wirds dann 
deutlich schlechter und/oder wenns dann auch noch ein kleinerer 
Messbereich wird.
Apropos, was oft übersehen wird, ist der kleinstmögliche 
Strom-Messbereich. Viele günstige bieten minimal 0,1mA Auflösung (nicht 
Genauigkeit), was mir schon oft nicht ausgereicht hätte, z.B bei einer 
kleinen Schaltung, die aus ner Knopfzelle versorgt wird, die 
Stromaufnahme im Sleep messen, um die Batterie-Lebensdauer abzuschätzen.
Was er tatsächlich benötigt, muss natürlich jeder selber wissen.

von michael_ (Gast)


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Alexander v. G. schrieb:
> Eher eben eine ordentliche Absicherung. Es
> ist gerade für jemand der das gelegentlich aber nicht oft macht sehr
> schnell passiert, dass man abwechselnd Spannung und Strom misst. Einmal
> nicht aufgepasst und man hängt im Ampere-Messbereich an der Netzleitung.

Wenn du als Bastler hinter der Wohnungssicherung hantierst, dann 
brauchst du den ganzen CAT-Quark nicht.
Selbst mit einem ungesicherten 20A-Bereich, was passiert da hinter der 
Wohnungssicherung?
Na?

Bei Strommessung sollte man sowieso wissen, was man tut.
Egal ob an der Autobatterie oder bei 230V.
Gut, ich komme noch aus der Zeit, wo bei Fehleinstellung der Zeiger um 
die Achse gewickelt wurde.

von Zeno (Gast)


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michael_ schrieb:
> Gut, ich komme noch aus der Zeit, wo bei Fehleinstellung der Zeiger um
> die Achse gewickelt wurde.

Und wie oft mußtest Du Dein MM wechseln?

Also mein Vielfachmesser III ist damals nicht durch eine Fehlbedinung 
kaputt gegangen, obwohl das mehr als einmal passiert ist, sondern durch 
eine ZAnge die versehentlich drauf gefallen ist. Ergebnis: Scheibe 
gesprungen, Zeiger da aus GLas abgebrochen. Scheibe hat mir der Glaser 
meines Vertrauens gemacht und den Zeiger habe ich mir aus einer 
Glaspipette über der Gasflamme selber gezogen. Bekommt man nach ein 
wenig probieren hin. Nach dem Ziehen kurz in schwarze Tusche getunkt und 
schon hat man einen niegel nagel neuen Glaszeiger. Auf diese Art habe 
ich mehrere Drehspulinstrumente repariert - blieb einem ja auch nichts 
anderes übrig, da damals schwer beschaffbar und schweineteuer.

Ansonsten stimme ich Dir schon zu: Wer ein DMM benutzt sollte schon 
wissen was er tut.

Alexander v. G. schrieb:
> Apropos, was oft übersehen wird, ist der kleinstmögliche
> Strom-Messbereich. Viele günstige bieten minimal 0,1mA Auflösung

Naja das ist ja schon eher ein Spezialfall und wer das öfter macht muß 
sich sein Equipment eben passend aussuchen.
Peakdetection habe ich bei meinem Multimeter bisher noch nicht vermißt 
bzw. habe ich in meiner bisherigen Bastelpraxis auch noch nicht 
benötigt, aber wer's halt unbedingt braucht muß halt darauf achten aber 
auch dies sind i.d.R. Leute die dann wissen worauf es ankommt.
Apropos Stromauflösung <0,1mA ist doch nun wirklich keine Sensation. 
Mein alter Vielfachmesser III hat im 50µA Bereich 1µA/pro Scalenteilung, 
heißt man konnte auf 0,5µ abschätzen. Selbst mein billiges Unitec (s. 
mein Post oben) hat als kleinsten Strommeßbereich 20µA, das sollte doch 
locker reichen - ich habe den Bereich noch nie gebraucht. Wir wollen 
hier doch basteln und kein EKG des Bastlers machen.


Zeno

von Old P. (Gast)


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Zeno schrieb:

> Also mein Vielfachmesser III ist damals nicht durch eine Fehlbedinung
> kaputt gegangen, obwohl das mehr als einmal passiert ist, sondern durch
> eine ZAnge die versehentlich drauf gefallen ist. Ergebnis: Scheibe
> gesprungen, Zeiger da aus GLas abgebrochen. Scheibe hat mir der Glaser
> meines Vertrauens gemacht und den Zeiger habe ich mir aus einer
> Glaspipette über der Gasflamme selber gezogen. Bekommt man nach ein
> wenig probieren hin. Nach dem Ziehen kurz in schwarze Tusche getunkt und
> schon hat man einen niegel nagel neuen Glaszeiger. Auf diese Art habe
> ich mehrere Drehspulinstrumente repariert - blieb einem ja auch nichts
> anderes übrig, da damals schwer beschaffbar und schweineteuer.

Mein erstes III (hellgraue Version) hat (so um 1982) nur einen Tag 
überlebt! Monatelang über verschwiegene Kanäle die Beschaffung 
organisiert, dann beim ersten Test durch Blödheit ein kleiner 
Schraubenzieher aus Brusttasche gefallen und den IIIer nur gestreift. 
Fazit: Spannband gerissen!
Reparieren mit meinen damaligen Mitteln unmöglich, musste meine Kanäle 
ein zweites Mal aktivieren.
Das es bei Dir den Bruch der Glasscheibe überlebt hat, ist schon ein 
Wunder.

Da sind mir heutige Billigheimer deutlich lieber ;-) Lange Zeit tat es 
dann ein G-1004.500 (3,5-stelliges DMM exDDR) und später kamen Flukes in 
allen Versionen und auch ein paar Billigheimer dazu.
Und Ja, auch mit Billigheimern kann man arbeiten, man muss nur wissen 
was man tut. Netzspannung ist bei denen für mich aber tabu.

Old-Papa

von Zeno (Gast)


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Old P. schrieb:
> Fazit: Spannband gerissen!

Ja das ist übel. Ist mir irgendwann auch passiert und dann war das Teil 
Schrott. Dennoch es war ein gutes Gerät und hat mir viele gute Dienste - 
ich war überglücklich das ich so was. Ein Vergleich mit einem DMM hinkt 
natürlich immer und auch ich möchte die heutigen nicht mehr missen. 
Einen Vorteil hatten die analogen Dinger man konnte Tendenzen schneller 
erkennen.

Gruß Zeno

von Zeno (Gast)


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Old P. schrieb:
> Netzspannung ist bei denen für mich aber tabu.

Och ist auch bei denen kein Problem. Ich habe mit allen die ich in den 
Fotos gepostet habe schon Netzspannung gemessen - auch mit dem 
Taschenuhrenvoltmeter.
 Ich hatte es ja schon ein paar Posts weiter vorn geschrieben: Problem 
ist meist das zugehörige Equipment. Das G-1004.500 war doch das Teil aus 
dem Funkwerk Erfurt. Da gab es auch noch eines mit Nixieröhren als 
Anzeige und integriertem Referenzelement. Für den Privatmann allerdings 
so gut wie nicht beschaffbar, mal von exorbitanten Preis abgesehen.

Zeno

von Chris (Gast)


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Ist ja rührend wie die Opis hier aus den alten Tagen plaudern. Früher, 
als die Gummistiefel noch aus Holz waren... Macht euch doch einen netten 
Plauder-Thread auf, dieser hier geht jedenfalls um digitale 
Multimeter. Jedenfalls ursprünglich.

von Old P. (Gast)


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Chris schrieb:
> Ist ja rührend wie die Opis hier aus den alten Tagen plaudern. Früher,
> als die Gummistiefel noch aus Holz waren... Macht euch doch einen netten
> Plauder-Thread auf, dieser hier geht jedenfalls um *digitale*
> Multimeter. Jedenfalls ursprünglich.

Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht meistern!
Auch Du "junger Spacken" wirst mal alt und dann von Smartfones und 
Digitaloszis erzählen, wärend die jungen Leute den Kopf schütteln!
Und ja, das G-1004.500 ist ein Digitalvoltmeter. Im Übrigen vor 30 
Jahren mit dem gleichen uC gebaut, wie einige noch heute handelsübliche 
Teile auch. Und nochmal ja, davon schlummern bei mir noch 3-4 
funktionierende in den Werkstätten (ein paar defekte auch). Wegwerfen? 
Nö, mein erstes hat mich gut 600 Mark gekostet...... Sowas erzieht zur 
Demut!
Die Dinger gibbet heute noch beim iBäh und ich kann die nur empfehlen 
(darum ging es im Thread)

Old-Papa

von Harald W. (wilhelms)


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michael_ schrieb:

> Wenn du als Bastler hinter der Wohnungssicherung hantierst, dann
> brauchst du den ganzen CAT-Quark nicht.
> Selbst mit einem ungesicherten 20A-Bereich, was passiert da hinter der
> Wohnungssicherung?

Nun, da können durchaus 10.000 Ampere fliessen. Ich weiss nicht,
was Dein Multimeter dazu sagen wird. Selbst wenn der Strombereich
mit den üblichen 5x20 Glasröhrchen abgesichert ist, können die
m.W. nur ca. 500A abschalten.

von Zeno (Gast)


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Chris schrieb:
> Ist ja rührend wie die Opis ...

Du bist einfach nur ein ungehobelter Klotz.

von Harald W. (wilhelms)


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Zeno schrieb:

> Apropos Stromauflösung <0,1mA ist doch nun wirklich keine Sensation.
> Mein alter Vielfachmesser III hat im 50µA Bereich 1µA/pro Scalenteilung,

50 µA waren bei analogen Multimetern ja praktisch Standard. Ich habe
noch eins mit 10 µA Vollausschlag. Durch die starke Dämpfung hatte
dieses aber mehrere Sekunden Einschwingzeit.

von Zeno (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Nun, da können durchaus 10.000 Ampere

Hinter der Wohnungssicherung ??? Das erkläre mir bitte mal. 
Hausanschlüsse in Wohnhäusern sind in D mit 3x35..63A abgesichert. Da 
können keine 10000A fließen auch nicht kurzzeitig. Bei dieser 
Stromstärke braucht es dann auch keine Sicherung im DMM mehr, weil sich 
vorher Deine Meßstrippen incl. die Leitungen Deiner Elektro in Rauch 
auflösen.

Die im DMM verbaute Sicherung "5x20" für den Strommessbereich ist da 
schon ein ganz guter Schutz und die kommt auch flink, wenn der zulässige 
Strom massiv überschritten wird. Kritisch könnte es nur bei leichten 
Überschreitungen werden, also dann wenn die Sicherung gerade noch nicht 
anspricht.
Bis hatte ich aber noch keine diesbezüglichen Probleme und ich messe 
auch ab und an im Netzbereich und KFZ-Bereich, also Bereiche wo schon 
mal größere Ströme unterwegs sind. Gut ich klemme mein MM nun nicht 
zwischen Akku und Anlasser und betätige anschließend der Starter. Wer 
das mit Standardequipment macht dem ist eh nicht zu helfen.

Zeno

von Zeno (Gast)


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Zeno schrieb:
> Deiner Elektro

Korrektur : Deiner Elektroinstallation

von Harald W. (wilhelms)


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Zeno schrieb:

>> Nun, da können durchaus 10.000 Ampere
>
> Hinter der Wohnungssicherung ??? Das erkläre mir bitte mal.
> Hausanschlüsse in Wohnhäusern sind in D mit 3x35..63A abgesichert. Da
> können keine 10000A fließen auch nicht kurzzeitig.

Hmm, und warum werden die Leitungsschutzschalter auf typisch
15kA ausgelegt (steht normalerweise sogar drauf)?

> Bei dieser
> Stromstärke braucht es dann auch keine Sicherung im DMM mehr, weil sich
> vorher Deine Meßstrippen incl. die Leitungen Deiner Elektro in Rauch
> auflösen.

Leiterbahnen schmelzen schon vorher durch.

> Die im DMM verbaute Sicherung "5x20" für den Strommessbereich ist da
> schon ein ganz guter Schutz und die kommt auch flink,

Aha, hast Du Dir schon mal ein (gutes) Datenblatt einer Sicherung
angesehen?

> Bis hatte ich aber noch keine diesbezüglichen Probleme

Dann hattest Du eben immer Glück. Ich hatte das bisher auch,
obwohl ich mit Spannungen bis 100.000 Volt gearbeitet habe.

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
>> Da können keine 10000A fließen auch nicht kurzzeitig.
> Hmm, und warum werden die Leitungsschutzschalter auf typisch
> 15kA ausgelegt (steht normalerweise sogar drauf)?

Das ist der maximale Kurzschlussstrom den die zuverlässig abschalten 
können. 15kA ist recht hoch. Standard sind glaube ich 6-10kA.

>> [..]Meßstrippen in Rauch auflösen. [..]
> [..]Leiterbahnen schmelzen schon vorher durch.[..]

Mit Meßwandlern oder Zangen-DMMs ist so eine Strommessung bis zu 
mehreren hundert A für jeden erschwinglich und das ganz ohne Rauchen und 
Schmelzen.

von Eppelein V. (eppelein)


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Es ist und war nie die Rede vom Mittel-/Hochspannungsbereich!

von Harald W. (wilhelms)


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Chris F. schrieb:

> Mit Meßwandlern oder Zangen-DMMs ist so eine Strommessung bis zu
> mehreren hundert A für jeden erschwinglich und das ganz ohne Rauchen und
> Schmelzen.

Es ging nicht darum, Kurzschlussströme zuverlässig zu messen,
sondern darum, Kurzschlussstöme sicher zu trennen. Und solche
Ströme können bei Fehlbedienung deutlich höher sein als der
aufgedruckte Nennstrom der Sicherungen.

: Bearbeitet durch User
von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
> Es ging nicht darum, Kurzschlussströme zuverlässig zu messen, sondern
> darum, Kurzschlussstöme sicher zu trennen. Und solche Ströme können
> bei Fehlbedienung deutlich höher sein als der Aufdruck der Sicherungen.

Achso, eine Sicherung ist dazu da um Ströme zu trennen die oberhalb der 
Stromstärke liegen die auf der Sicherung aufgedruckt ist? hihihi

---

Dann erkläre mir doch gleich mal inwiefern im Hausanschlussbereich 10kA 
fliessen und wie Du auf diese 10kA kommst. Das hat auch nichts mit der 
Messkategorie zu tun. Du kannst doch nicht einfach vom Schaltvermögen 
einer Schutzeinrichtung auf die dort üblichen Ströme schliessen. Hier 
nochmal der Post von Dir:

Harald W. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> [..] was passiert da hinter der Wohnungssicherung?
>
> Nun, da können durchaus 10.000 Ampere fliessen. Ich weiss nicht,
> was Dein Multimeter dazu sagen wird. Selbst wenn der Strombereich
> mit den üblichen 5x20 Glasröhrchen abgesichert ist, können die
> m.W. nur ca. 500A abschalten.

von Harald W. (wilhelms)


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Chris F. schrieb:

> Dann erkläre mir doch gleich mal inwiefern im Hausanschlussbereich 10kA
> fliessen und wie Du auf diese 10kA kommst.

Das sind Grundlagen. Schau in ein passendes Lehrbuch.

von Andreas B. (buyman)


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Um wieder zurück auf das ursprüngliche Thema zu kommen: ich suche ein 
neues Multimeter und habe mein ursprünglich geplantes Budget deutlich 
erhöht.

Keysight U1282A (539€ mit Thermoelement)
Keysight U1281A (488€ mit Thermoelement)
Hioki DT4282 (580€ mit PC-Software, ohne 420€)
Fluke 287 (580€)

Welches würdet ihr nehmen? PC-Interface ist eigentlich etwas, das ich 
gerne hätte. Die Frage ist halt wie oft man es dann wirklich verwendet 
...

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Andreas B. schrieb:
> Welches würdet ihr nehmen? PC-Interface ist eigentlich etwas, das ich
> gerne hätte.

Bei Deiner Auswahl würde ich das Keysight U1281A nehmen.

von Alexander V. (avogra)


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Hat das U1281A nen besseren Durchgangsprüfer als das 1242A? Davon hab 
ich auf Arbeit zwei angeschafft und ärgere mich regelmäßig darüber, dass 
der Durchgangsprüfer mit gefühlt 200ms Verzögerung anschlägt. Wenn man 
z.B. eine Stiftreihe durchpiepst um zu einer Leitung den zugehörigen Pin 
zu finden heißt es also immer Pin kontaktieren, warten, weiterrutschen, 
warten,...

von Thomas G. (thomasge)


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Thomas G. schrieb:
> Hallo Leute,
>
> Das habe ich gefunden:
> http://at.rs-online.com/web/p/multimeter-software/6974045/

Darf ich nochmal um Rückmeldung von Erfahrungen bzw. eine Einschätzung 
der technischen Daten lt. Datenblatt bitten?

Thx, Thomas

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Alexander v. G. schrieb:
> Hat das U1281A nen besseren Durchgangsprüfer als das 1242A? Davon hab
> ich auf Arbeit zwei angeschafft und ärgere mich regelmäßig darüber, dass
> der Durchgangsprüfer mit gefühlt 200ms Verzögerung anschlägt.
Könnte sein, hier aus dem Datenblatt:
124X: "7  Messungen pro Sekunde"
128X: "40 Messungen pro Sekunde"

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Thomas G. schrieb:
>> http://at.rs-online.com/web/p/multimeter-software/6974045/
> Darf ich nochmal um Rückmeldung von Erfahrungen bzw. eine Einschätzung
> der technischen Daten lt. Datenblatt bitten?

? 6000 count digital display
? Backlit, large scale display
? True RMS reading on AC mode
? 0.5% basic DCV accuracy
? Capacitance measurement
? Optical RS232 interface
? CAT.IV 600V/CAT.III 1000V Safety standard
Input Impedance 10MΩ 10MΩ//<100pF
Accuracy ±(0.5%+2dgt) ±(0.9%+5dgt)
Sampling Rate: 1.5 times/sec

Wenn das alles einhält was es verspricht und die Messkategorie stimmt 
ist es befriedigend. Keine Ahnung was Du vorhast aber achte auf die 
kleinsten Messbereiche, Kapazität: 6000nF, Spannung 600,0mV und bei 
Widerstand 600,0Ω.

Da hätte ich mir jetzt jeweils noch wenigstens einen Messbereich drunter 
gewünscht, das war aber wohl nicht mehr drin.

Für Alexander: "gibt es nichts besseres als 5-7x pro Sekunde", wäre das 
Gerät auf jeden Fall garnichts. ;-)

von Alexander V. (avogra)


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Chris F. schrieb:
> Für Alexander: "gibt es nichts besseres als 5-7x pro Sekunde", wäre das
> Gerät auf jeden Fall garnichts. ;-)

Das würde ja gut zu meinen gefühlten 200ms passen :-/

Ich hab mal ein paar Spezifikationen durchforstet:
Für das U1242A hab ich keine Angabe gefunden.
Das U1281A garantiert <1ms.
Unser Fluke 189 garantiert ebenfalls <1ms.
Mein Brymen BM829 verspricht <100µs.
das Brymen BM527 verspricht <32ms.

Das Fluke reagiert hervorragend. Das BM829 sehr gut, aber kommt nicht an 
das Fluke ran. Das BM527 ist ganz ok, aber schon eine klasse träger.

Ich geh also mal davon aus, dass das U1281A ebenfalls sehr gut reagiert. 
:)

von Andreas B. (buyman)


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Ich hab hier ein Hioki DT4282 und das reagiert ebenfalls sehr schnell. 
Nur leider gehört es nicht mir, sondern der Firma. Also brauche ich 
privat auch noch was.

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Alexander v. G. schrieb:
> Ich geh also mal davon aus, dass das U1281A ebenfalls sehr gut reagiert.

Ja, auf jeden Fall. Echt schnell sind auch die Gossen "Metrahit", die 
geben beim Durchgangsprüfer < 50 ms an und halten das auch ein.

Zumindest schaffe ich das nicht die Spitzen so schnell 
aufeinanderzuklicken, dass es nicht mehr reagiert und ich hatte auf dem 
C64 alle Olympiagames gespielt. :-D

von Jörg R. (solar77)


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Andreas B. schrieb:
> Keysight U1282A (539€ mit Thermoelement)
> Keysight U1281A (488€ mit Thermoelement)
> Hioki DT4282 (580€ mit PC-Software, ohne 420€)
> Fluke 287 (580€)
>
> Welches würdet ihr nehmen?

In der Preisklasse kannst Du auch das Fluke 87V und vielleicht auch das 
Fluke 289 in Deine Liste aufnehmen.

Bei fast 600,- Euro lohnt sich aber auch die Suche nach einen guten 
gebrauchten. Suchst Du ein Handmultimeter oder kann es auch ein 
Tischgerät sein?

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (buyman)


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Eigentlich Hand, da es doch flexibler ist. Tischmultimeter nur, wenn 
auch eine passende Schnittstelle dabei ist. GPIB ist ja doch etwas 
schwierig, da teuer nachzurüsten.

Warum sollte ich das 87V mit aufnehmen. In Sachen Auflösung und 
Genauigkeit kommt es nicht annähernd an die anderen genannten ran.
Das 289 dagegen würde passen. Die 100€ Aufpreis bieten für mich aber 
keinen wirklichen (nutzbaren) Mehrwert an Funktionen. Oder habe ich da 
was essentielles übersehen im Unterschied zwischen 289 und 287?

von Zeno (Gast)


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Andreas B. schrieb:
> Keysight U1282A (539€ mit Thermoelement)
> Keysight U1281A (488€ mit Thermoelement)
> Hioki DT4282 (580€ mit PC-Software, ohne 420€)
> Fluke 287 (580€)

Ich glaube Du hast zu viel Geld übrig! Willst Du nur basteln oder 
brauchst Du das um Deine Brötchen zu verdienen.

Ich habe mir mal gerade das Datenblatt vom Keysight U1281A angesehen und 
da frage ich mich schon ob man 0.025% Genauigkeit braucht. Hast Du mal 
ausgerechnet was dies in der Praxis bedeutet? Bei 5V bedeutet das 
+/-125µV und das interessiert keine Sau. Dein Schaltungs- und Messaufbau 
alleine wird schon einen größeren Fehler produzieren.
Von den Messbereichen her ist das Teil ja sogar schlechter als das VC870 
für den halben Preis. Kleinster Strommessbereich beim VC870 0,01µA, 
kleinster Spannungsbereich 1mV. Leistungsmessung kann das Teil gar nicht 
- das VC870 schon. Frequenzmessung ist beim VC870 auch besser 
(10Hz...40Mhz). Gut bei R und C schneidet das VC870 schlechter ab, 
zumindest was die Obergrenze betrifft, aber wann muß ich schon mal 
60MOhm messen. Dafür beginnt beim VC870 der Messbereich für Widerstände 
bei 10mOhm bei Kapazitäten bei 1pF.
Ich meine das VC870 reicht für die normale Bastelpraxis bei weitem aus. 
Ich habe den Funktionsumfang des Gerätes bisher noch nicht ausgenutzt, 
weil's in der täglichen Bastelpraxis einfach nicht vorkommt.

Zum PC-Anschluß:
Kann das VC870 auch, habe ich aber noch nie benötigt. So was braucht man 
nur wenn man umfangreiche Messreihen über einen großen Zeitraum machen 
muß, was im Hobbybereich so gut wie nicht vorkommt.

Gut wenn Du so viel übrig hast, dann kaufe Dir ein solch teures Gerät - 
ausnutzen wirst Du es aber nie und nimmer. Gut Du kannst dann sagen " 
Mein DMM ... ". Kaufe Dir für das Geld lieber 2 oder 3 DMM, denn das 
braucht man öfter.

Zeno

von Jörg R. (solar77)


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Andreas B. schrieb:
> Warum sollte ich das 87V mit aufnehmen. In Sachen Auflösung und
> Genauigkeit kommt es nicht annähernd an die anderen genannten ran.
> Das 289 dagegen würde passen. Die 100€ Aufpreis bieten für mich aber
> keinen wirklichen (nutzbaren) Mehrwert an Funktionen. Oder habe ich da
> was essentielles übersehen im Unterschied zwischen 289 und 287?

Ok, das 87V schneidet schlechter ab.
Das 289 bekommst Du bei Voelkner für ca. 600,- Euro, also "nur" 20,- 
Euro mehr als für das 287. Für die beiden spricht die 
Darstellungsmöglichkeit auf dem Display. Das 289 hat einen etwas 
besseren Niederohm-Messbereich. Für das Keysight spricht unter anderem 
die deutlich bessere Batterielaufzeit.

: Bearbeitet durch User
von Eppelein V. (eppelein)


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Zeno schrieb:

>
> Ich glaube Du hast zu viel Geld übrig! Willst Du nur basteln oder
> brauchst Du das um Deine Brötchen zu verdienen.
>
> Ich habe mir mal gerade das Datenblatt vom Keysight U1281A angesehen und
> da frage ich mich schon ob man 0.025% Genauigkeit braucht. Hast Du mal
> ausgerechnet was dies in der Praxis bedeutet? Bei 5V bedeutet das
> +/-125µV und das interessiert keine Sau. Dein Schaltungs- und Messaufbau
> alleine wird schon einen größeren Fehler produzieren.

> Gut wenn Du so viel übrig hast, dann kaufe Dir ein solch teures Gerät -
> ausnutzen wirst Du es aber nie und nimmer. Gut Du kannst dann sagen "
> Mein DMM ... ". Kaufe Dir für das Geld lieber 2 oder 3 DMM, denn das
> braucht man öfter.
>
> Zeno

Moin Zeno,

kann man nur zustimmen!

Eppelein

von Old P. (Gast)


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Zeno schrieb:
>
> Ich meine das VC870 reicht für die normale Bastelpraxis bei weitem aus.
> Ich habe den Funktionsumfang des Gerätes bisher noch nicht ausgenutzt,
> weil's in der täglichen Bastelpraxis einfach nicht vorkommt.

Ein paar Fragen:
Kleinster Messbereich: Wirklich 1pF? Oder doch nur 40nF und letzte 
Stelle ist 1pF..
Gilt auch für Ohm und Strom....

Wie verhält sich diese bescheuerte "Gummierung" im Praxisalltag? Bei 
einigen meiner technischen Geräte löst die sich wegen Handschweiß 
ruck-zuck auf.... Und ewig dreckig ist sie auch.

> Zum PC-Anschluß:
> Kann das VC870 auch, habe ich aber noch nie benötigt. So was braucht man
> nur wenn man umfangreiche Messreihen über einen großen Zeitraum machen
> muß, was im Hobbybereich so gut wie nicht vorkommt.

Zustimmung!
Wenn auch ich früher unbedingt sowas haben wollte (nie wirklich genutzt)

> Gut wenn Du so viel übrig hast, dann kaufe Dir ein solch teures Gerät -
> ausnutzen wirst Du es aber nie und nimmer. Gut Du kannst dann sagen "
> Mein DMM ... ". Kaufe Dir für das Geld lieber 2 oder 3 DMM, denn das
> braucht man öfter.

Mehrere DMM kommen irgendwann von alleine ;-)
Wenn ich alle meine DMM "auf Strecke" lege, reicht ein Tisch nicht aus 
;-)
Dürfte meine Frau nie sehen... ;-)))

Old-Papa

von (prx) A. K. (prx)


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Old P. schrieb:
> Wenn ich alle meine DMM "auf Strecke" lege, reicht ein Tisch nicht aus
> ;-)
> Dürfte meine Frau nie sehen... ;-)))

Solange es nicht mehr sind als sie Schuhe hat...

von Old P. (Gast)


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A. K. schrieb:
>
> Solange es nicht mehr sind als sie Schuhe hat...

Es sind mehr!

Old-Papa

von X.O. (Gast)


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"In der Preisklasse kannst Du auch das Fluke 87V und vielleicht auch das
Fluke 289 in Deine Liste aufnehmen."

Ich verwende das 289 für den Privatgebrauch. Die Punkte, die es evtl. zu 
bemängeln gibt wurden hier ja schon angeführt.

- Relativ hoher Stromverbrauch
- relativ unhandlich
- Startzeit

Für mich stellt eigentlich keiner der Punkte ein KO Kriterium dar, der 
Stromverbrauch mag etwas höher sein als bei anderen DMMs, die Batterien 
lassen sich aber leicht entfernen. Durch die Akkuanzeige sieht man immer 
den Ladezustand. Bei häufiger Anwendung kann man die Batterien ja alle 
paar Wochen mal über Nacht nachladen.
Bei der Größe kommt es natürlich darauf an was du damit vor hast. Ich 
hatte es auch zeitweise Beruflich im Außendienst verwendet und ich muss 
sagen, dass es schon ein ziemlich klobiges Teil ist.
Bei Starten dauert es einige Sekunden, aber da man das Gerät eh nicht 
andauernd an und aus macht ist das weniger schlimm.

Einen Punkt den ich hier noch anfügen möchte und der meiner Meinung 
wirklich ein Minus darstellt wäre das Ghosting des Displays. Hierzu gibt 
es Videos auf Youtube. Je nach Messung kann das schon sehr nervig sein.

Ich würde das Gerät trotzdem wieder kaufen, das die Genauigkeit, 
Verarbeitung und der Funktionsumfang einfach passen. Die oberen drei 
Punkte sind nicht relevant für mich und mit dem Ghosting kann ich leben.

Auf Ebay werden das 287 und 289 als Neugeräte oder neuwertige 
Gebrauchtgeräte immer wieder mal deutlich unter Neupreis gehandelt. Mein 
Fluke 289 war neu und hatte mit den Strippen 345€ gekostet.

von Andreas B. (buyman)


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Jörg R. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
> Ok, das 87V schneidet schlechter ab.
> Das 289 bekommst Du bei Voelkner für ca. 600,- Euro, also "nur" 20,-
> Euro mehr als für das 287. Für die beiden spricht die
> Darstellungsmöglichkeit auf dem Display. Das 289 hat einen etwas
> besseren Niederohm-Messbereich. Für das Keysight spricht unter anderem
> die deutlich bessere Batterielaufzeit.

Jein, bekomme ich nicht. Wie gesagt, ich hätte gerne die PC Software 
dazu. Das ist also ein anderes Paket, nämlich das Fluke-289/Fvf/Eur - 
und das kostet statt 600€ leider 710€. Beim Fluke 287 sind lustigerweise 
beide Pakete gleich teuer (Fluke-287/Eur und Fluke-287/Fvf/Eur), obwohl 
der Lieferumfang sich deutlich unterscheidet.

Die Unterschiede zwischen 287 & 289 sind ja eher marginal:
http://www.eevblog.com/forum/beginners/difference-between-fluke-289-and-287/
Einzig der kleinere Ohmmessbereich wäre von Vorteil für mich.

Zum Thema Genauigkeit: ja, wofür braucht man das. Man weiß es erst, wenn 
es mal fehlt. Das Voltcraft hat auch schon 40.000 Counts - spielt also 
auch (fast) in der Liga der genannten Produkte. Allerdings will ich 
bewusst keinen Chinabomber ins Haus holen, sondern einen der "großen" 
Hersteller. Alternativ hätte ich wie gesagt Brymen noch in der Liste 
gehabt, oder auch eines der kleineren Hiokis der DT425x Serie (DT4256 um 
genau zu sein), aber die 6000 Counts waren mir dann zu wenig. Brymen 
würde ich z.B. den Peaktech vorziehen - ist mir aber auch noch zu 
unbekannt. Vor allem, was Service anbelangt.

Außerdem ist auch die Bedienung ein Thema. Und die Schnelligkeit und die 
AutoHold Funktion ist etwas, das man auch als Hobbyist spürt und das 
leben erleichtert.

Grundsätzlich ist aber ein kleiner & genauer Strommessbereich wichtig, 
da ich ein Projekt mit langer Akkulaufzeit und Funksensoren vor habe. Da 
hat mein aktuelles, uraltes Multimeter deutlichen Aufholbedarf (gut, bei 
2000 Counts hat es Aufholbedarf in allen Belangen ...)

: Bearbeitet durch User
von Andreas H. (ahz)


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Old P. schrieb:
> Mehrere DMM kommen irgendwann von alleine ;-)
> Wenn ich alle meine DMM "auf Strecke" lege, reicht ein Tisch nicht aus
> ;-)
> Dürfte meine Frau nie sehen... ;-)))

A. K. schrieb:
> Solange es nicht mehr sind als sie Schuhe hat...

Old P. schrieb:
> Es sind mehr!
>
> Old-Papa

YMMD, alle beide.

Das ist dass, was ich an diesem Forum echt mag :-D

/regards

von Harald W. (wilhelms)


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Andreas B. schrieb:

> Oder habe ich da was essentielles übersehen

Ja, ein "Fluke" für den Bastler ist wie eine "Rolex" für den Yuppie.
Eigentlich sollte man das abends in der Disko offen im Holster
mit sich tragen. :-)

von Eppelein V. (eppelein)


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Im Swinger-Club wäre das der Hingucker -

Eppelein

von Zeno (Gast)


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Old P. schrieb:
> Kleinster Messbereich: Wirklich 1pF?

Schau mal hier: 
https://www.conrad.de/de/hand-multimeter-digital-voltcraft-vc870-cat-iii-1000-v-cat-iv-600-v-anzeige-counts-40000-124603.html

Dort steht 0,001nF - 4mF und 0,001nF sind doch 1pF oder ? Gut ob man das 
dann wirklich exakt messen kann sei mal dahin gestellt, allein schon 
wegen parasitärer Kapazitäten.
Bei Strom und Ohm siehe Link. Im Datenblatt bzw der mit gelieferten 
Bedienungsanleitung steht nichts anderes.
Ich habe es aber auch noch nicht praktisch ausprobiert da derartige 
Werte bei mir noch nicht vorgekommen sind. Ich schrieb es ja oben: "Ich 
habe den Funktionsumfang des Gerätes bisher noch nicht ausgenutzt,
weil's in der täglichen Bastelpraxis einfach nicht vorkommt."

Mit der Gummierung habe ich bis jetzt keine Probleme. Allerdings steht 
das Teil die meiste Zeit auf dem Arbeitplatz in 45° Stellung. Mein 
Handmessgerät ist meist das Mastech MS2115 (s. paar Post weiter oben 
Foto)


Andreas B. schrieb:
> Allerdings will ich
> bewusst keinen Chinabomber ins Haus holen, sondern einen der "großen"
> Hersteller.
Bist Du Dir da sicher, daß die "großen Hersteller" ihre Produkte 
wirklich nicht in China fertigen lassen. Schau einfach mal auf die 
Rückseite eines iPhones, iPads oder MacBook. Was meinst Du was da drauf 
steht? - Assembled in China. Und mal schön auf den Teppich bleiben die 
Chinesen sind nicht blöd. Unser Firma läßt Geräte in USA und China 
fertigen (hauptsächlich für die dortigen Märkte, für Europa wird es in D 
gemacht) und was meinst Du wo da wohl die bessere Qualität her kommt - 
definitiv nicht aus den USA.
Schlafe da lieber noch mal eine Nacht drüber und überlege Dir genau ob 
Du das wirklich alles brauchst - die tägliche Praxis sagt da was anderes 
seit vielen Jahren schon.

Andreas B. schrieb:
> da ich ein Projekt mit langer Akkulaufzeit und Funksensoren
Lange Akkulaufzeit und Funksensor beißen sich eigentlich. Zur 
Ansteuerung des Funkmoduls wirst Du einen µC benutzen und die brauchen 
ja auch ein bissel was (der MSP430 ja als sehr sparsam gilt braucht im 
Schlafbetrieb zwar nur 350nA, aber wenn er richtig wach ist ca. 
95µA/MHz) + Strom für das Funkmodul und den Rest der Schaltung. Das sind 
Größenordnungen die man mit 0815 DMM ausreichend genau misst. Um bei dem 
Beispiel zu bleiben : Der MSP mit 20MHz getaktet braucht ca. 2mA. Wenn 
Du jetzt ein Instrument mit 2,5% Genauigkeit (was ja für ein DMM schon 
sehr viel ist, das ist die Genauigkeitsklasse von Drehspulinstrumenten) 
zu Grunde legst, dann reden wir bei 2mA von einem Messfehler von 5µA, 
was den Akku wenig anheben dürfte. Im Rest Deiner Schaltung verbrätst Du 
wahrscheinlich deutlich mehr. Die Rechnung mal nur von welchen 
Größenordnungen hier geredet wird. Mal abgesehen davon das bei  diesen 
Größenordnungen und geforderten Genauigkeiten der Messaufbau eine 
entscheidente Rolle spielt. Aber vielleicht solltest Du auch noch den 
Fluke Messleitunssatz (bei RS für schlappe 190€) mit in Erwägung ziehen.
Wenn Du da mit HF-Geraffel hantieren willst, dann sind ein guter Oszi, 
Frequenszähler, Prüfgenerator, Messsender möglicherweise wichtiger als 
so ein sündhaft teures DMM.

Aber ich will Dich nicht abhalten Dir das Teil zu kaufen. Jeder gibt 
sein Geld halt anders aus - mir wäre es für ein DMM zum Basteln, 
Betonung auf Basteln, zu viel, da Aufwand und Nutzen nach meinenm 
Empfinden in keinem Verhältnis zu einander stehen

Zeno

von John D. (drake)


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Zeno schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Kleinster Messbereich: Wirklich 1pF?
>
> Schau mal hier:
> https://www.conrad.de/de/hand-multimeter-digital-v...

Der kleinste Messbereich ist 40nF - die Auflösung ist dort 0,001nF.

von Jörg R. (solar77)


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Andreas B. schrieb:
> Zum Thema Genauigkeit: ja, wofür braucht man das. Man weiß es erst, wenn
> es mal fehlt. Das Voltcraft hat auch schon 40.000 Counts - spielt also
> auch (fast) in der Liga der genannten Produkte. Allerdings will ich
> bewusst keinen Chinabomber ins Haus holen, sondern einen der "großen"
> Hersteller. Alternativ hätte ich wie gesagt Brymen noch in der Liste
> gehabt, oder auch eines der kleineren Hiokis der DT425x Serie (DT4256 um
> genau zu sein), aber die 6000 Counts waren mir dann zu wenig

Du verwechselst Genauigkeit mit Auflösung.

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (buyman)


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Jörg R. schrieb:
> Du verwechselst Genauigkeit mit Auflösung.

Mir sind die Begriffe und die Unterschiede durchaus bekannt. Genauigkeit 
nützt ohne die entsprechende Auflösung nichts - und umgekehrt. Bei den 
Messgeräten steigt mit der Auflösung (meistens) auch die Messgenauigkeit 
(und natürlich auch der Preis).

Beispiel anhand von Hioki:

Das DT4256 hat z.B. 0,3% + 3 Digits für DC und 6000 Counts. Der kleinste 
Messbereich ist 600mV DC, 600 Ohm und 60mA.

DT4253 dagegen hat 0,8% + 5 dgts bei ebenfalls 6000 Counts. Die 
Messbereiche sind aber teilweise besser, teilweise schlechter. 600mV 
(also in Verbindung mit der Genauigkeit schlechter), 60µA (deutlich 
besser), 600 Ohm (gleich).

Das DT4282 ist dann bei 0,025% und 60mV, 0,05% bei 600µA, und 0,03% bei 
60Ohm.

: Bearbeitet durch User
von Zeno (Gast)


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John D. schrieb:
> Der kleinste Messbereich ist 40nF - die Auflösung ist dort 0,001nF.

Stimmt! Hast recht. Habe es mir gerade mal bei meinem in der Praxis 
angeschaut (mal mit nem 4,7pF kleiner hat ich nicht). Der Messfehler den 
man da macht ist ist aber schon nicht mehr zu vernachlässigen. Hängt ja 
schon davon ab wie das Messobjekt positioniert, anfasst etc.

Ist allerdings dann im Datenblatt nicht richtig geschrieben. Da müßte 
dann stehen: Messbereich   40nF - 4mF, kleinste Auflösung 1pF. Aber 
0,001nF - 4 mF hört sich natürlich viel besser an.


Aber ich schrieb es ja bereits gebraucht habe ich das bisher nicht 
wirklich. Wir reden ja hier vom Hobbybereich und da sind DMM in der 
Preisklasse 100-150€ bei weitem schon ausreichend. Selbst mein VC870 ist 
da schon überdimensioniert.
Im Entwicklungslabor ist das schon wieder eine ganz andere Sache. Dort 
arbeitet man, wenn es darauf ankommt, nicht mit Hand DMM, sondern mit 
Messgeräten die auf den jeweiligen Verwendungszweck spezialisiert sind, 
wie Digitalvoltmeter mit teilweise sehr aufwändigen 
Kompensationsmechanismen, Frequenzähler, RLC-Messbrücken etc.
Hand-DMM sind eigentlich eher für den mobilen Einsatz gedacht -z.B. 
Service, und da kommt es meist auch nicht auf extreme  Genauigkeit an. 
Da ist eher wichtig, daß es mechanisch robust ist, gut in der Hand liegt 
und eine möglichst große kontrastreiche Anzeige (auch bei schlechten 
Lichtverhältnissen) hat. Ich benutze beruflich das ABB Metrawatt M2032 
und das hat bisher (25 Jahre) bei weitem gereicht. Heutzutage macht man 
eh keine aufwändige Fehlersuche mehr. Unsere Steuerung besteht aus einem 
PC und 2-3 PCI Karten, da kann man eh nichts machen und außer 
Verdrahtungsplänen gibt es in den Serviceunter auch nichts mehr. Also 
muß wohl oder übel die komplette Platine getauscht werden (try and 
Error). Die Messaufgaben beschränken sich im wesentlichen auf das 
Überprüfen der Versorgungsspannungen und durchklingeln von Leitungen. Ob 
die Versorgungsspannung nun exakt 12V oder 11,5 oder 12,5 hat ist eh 
wurscht, in der Praxis alles 12V.
Ich kenne aber auch noch andere Zeiten wo wir den Fehler auf der Platine 
gesucht haben und Bauteile getauscht haben. Aber auch da kam es nicht 
auf das Millivolt an. Da ging es eher um Größenordnungen und 
Verhältnisse der Messwerte zueinander. Klassiches Beispiel : 
Arbeitspunkt beim Transistorverstärker (oftmals Uc rund Ub/2).


Zeno

Zeno

von Zeno (Gast)


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Oh je in meinem letzten Post sind ja einige Rechtschreibkrücken drin.

Entschuldigung!

von Holm T. (Gast)


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Alexander v. G. schrieb:
> Naja, die Genauigkeit ist aber ja in der Regel das kleinste Problem bei
> den günstigen Multimetern. Eher eben eine ordentliche Absicherung. Es
> ist gerade für jemand der das gelegentlich aber nicht oft macht sehr
> schnell passiert, dass man abwechselnd Spannung und Strom misst. Einmal
> nicht aufgepasst und man hängt im Ampere-Messbereich an der Netzleitung.
> Mit einem der hochwertigen MM bin ich damit auf der sicheren Seite,
> vermutlich wird auch das Uni-T zuverlässig unterbrechen. Bei den 5..20€
> Geräten wär ich mir da überhaupt nicht mehr sicher.
>
> Für mich persönlich wäre darüber hinaus dann True-RMS, sowie
> peak-detection einfach Pflicht.
> Und was die Genauigkeit angeht: Die meisten DMM glänzen im
> 1..2-stelligen Voltbereich. Bei Strom- und Widerstandsmessung wirds dann
> deutlich schlechter und/oder wenns dann auch noch ein kleinerer
> Messbereich wird.
> Apropos, was oft übersehen wird, ist der kleinstmögliche
> Strom-Messbereich. Viele günstige bieten minimal 0,1mA Auflösung (nicht
> Genauigkeit), was mir schon oft nicht ausgereicht hätte, z.B bei einer
> kleinen Schaltung, die aus ner Knopfzelle versorgt wird, die
> Stromaufnahme im Sleep messen, um die Batterie-Lebensdauer abzuschätzen.
> Was er tatsächlich benötigt, muss natürlich jeder selber wissen.

...und das Alles muß ein einziges Meßgerät können?

Was soll das? Ich habe Tischmultimeter aus der DDR, polinische solche 
mit Riesennixie Anzeigen für die man garantiert keine Brille braucht, 
genaue Tischmultimeter von Prema, analoge und digitale "Vielfachmesser" 
und ich liebe das "Voltcraft 90S" Stiftmultimeter genauso wie ich seine 
Schalter hasse.

Ich gehe eher weniger in E-Verteilungen um, habe aber in zu 
reparierenden Geräten schon mal mit Hochspannung zu tun, dafür gibts 
Tastköpfe, genauso wie für HF oder Temperatur.

Ich brauche kein Handmultimeter mit 0,1% Genauigkeit und kein CAT III 
Panzerteil weil ich nicht an Stromschienen messe...

Warum darf ich nicht mehrere Geräte für verschiedene Zwecke haben?

Das ist IMHO der selbe Blödsinn wie Spezialgeräte wie "USB Oszilloskope" 
oder Epromer zu verschrotten (oder in die Bucht zu werfen) nur weil es 
keinen passenden $heutiges$innlo$-Treiber für das aktuelle Kachelsystem 
mehr gibt.
Ich habe da alte, irgendwo ausrangierte Notebooks auf denen 
entsprechende Software weiter lebt. Man sortiert doch auch keine CNC 
Maschine aus nur weil auf der SPS kein Windows läuft und man nimmt keine 
CNC Drehbank um eine Schraube zu lösen.

Analogmultimeter brauchen i.A. keinen Strom aus Batterieen, die nehme 
ich durchaus wenn ich längere Zeit auf einen Ladestrom aufpassen will, 
da interessiert mich die Tendenz. Veränderliche Größen ergeben auf DMM 
Anzeigen wie in einer mexikanischen Würfelbude, da ist mir ein 
wackelnder Zeiger auch lieber.

Röhrenvoltmeter habe ich auch noch, die vertragen Störeinstrahlungen bei 
denen Fluke schon lange das Licht ausmacht (siehe Daves Videos).

Ich halte die ganze Diskussion für Unsinn, Man kann einem Meßgerät eine 
Gruppe von Meßaufgaben zuordnen aber ein Ding was Alles möglichst gut 
kann will ich gar nicht haben.

Gruß,

Holm

von Zeno (Gast)


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Holm T. schrieb:
> Das ist IMHO der selbe Blödsinn wie Spezialgeräte wie "USB Oszilloskope"
> oder Epromer zu verschrotten (oder in die Bucht zu werfen) nur weil es
> keinen passenden $heutiges$innlo$-Treiber für das aktuelle Kachelsystem
> mehr gibt.
> Ich habe da alte, irgendwo ausrangierte Notebooks auf denen
> entsprechende Software weiter lebt. Man sortiert doch auch keine CNC
> Maschine aus nur weil auf der SPS kein Windows läuft und man nimmt keine
> CNC Drehbank um eine Schraube zu lösen.

Uneingeschränkte Zustimmung!

Völlig maßlos und übertrieben. Da wird wahnsinnig viel Geld für 
Equipment ausgegeben, was man nie und nimmer braucht ( im Hobbybereich) 
und andererseits wird dann Billigkram in der Buch gekauft weil's da ja 
so schön billig ist. Und da ist es dann Scheiß egal ob da gefaktes CE 
drauf ist oder ob das die Normen beim Umgang mit Netzspannung einhält, 
spielt alles keine  Rolle. Schönes Beispiel gibt es hier 
Beitrag "Re: China-Netzteil des Todes entschärfen". Aber 
man macht sich dann ewig Gedanken wie das Teil entschärft kann oder man 
es doch noch dazu bringt das es läuft und und .... . Dabei gibt es bei 
dem Beispiel nur eines - Tonne auf oder keine Gedanken machen und damit 
leben. Da werden sogar Oszillogramme über die Restwelligkeit angefertigt 
und nachgeschaut wie wohl die Spannung unter Last zusammen bricht - 
natürlich mit einem DMM der Spitzenklasse gemessen. Geht's eigentlich 
noch?

Zeno

von Alexander V. (avogra)


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Holm T. schrieb:
> ...und das Alles muß ein einziges Meßgerät können?
Na zum zweiten Teil hab ich ja geschrieben "Für mich persönlich...", 
also nicht muss.

Wenn jetzt jemand sein erstes Multimeter kauft bzw. sein einziges 
ersetzt und man "das Alles" für 80€..100€ haben kann, wieso denn nicht?

Ich hatte lange Zeit ein schrottiges Mastech MS8229G und habe es jetzt 
durch das Brymen BM829 ersetzt, von dem ich sicher bin, dass es alle 
meine Bedürfnisse in den nächsten 20 Jahren erfüllen wird. Und ganz 
wichtig für mich: Ich habe Vertrauen in das Ding, im Gegenteil zu meinem 
alten China-Kracher und freue mich jedes Mal darüber, wenn ich es in die 
Hand nehme. Das alleine ist mir sehr viel wert.
Das alte habe ich zwar noch und vielleicht werde ich es sogar ab und zu 
raus holen um mal Strom und Spannung gleichzeitig zu messen aber nur, 
wenns unbedingt sein muss.

Wahrscheinlich ist das alles auch eine Philosophie-Frage:

Für mich wären fünf verschiedene Multimeter und alte Notebooks fürs Oszi 
ganz schrecklich, allein schon weil ich privat genau 6 m2 für 
Elektronik-Basteln, 3D-Drucken und Schreinern habe. Dann nehm ich lieber 
ein bisschen Geld in die Hand und mach jemand anderem ne Freude wenn ich 
das alte Zeug verkauf oder auch verschenk.
Für dich können ja wieder ganz andere Kriterien gelten. Wenn ich wie du 
bereits mehrere Geräte hätte und mir nur noch was für eine 
Spezial-Anwendung fehlt, würde ich vermutlich gezielt in die Richtung 
kaufen. Ich nehme mal an, dass du auch deutlich mehr Platz zur Verfügung 
hast.

von Jörg R. (solar77)


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Alexander v. G. schrieb:
> Wahrscheinlich ist das alles auch eine Philosophie-Frage:

Sehe ich auch so. Es ist halt ein Hobby und für viele aus dem Forum wohl
auch der Beruf. So wie andere viel Geld für HighEnd, Autos, Briefmarken,
teuren Sport usw. usw. ausgeben geben hier viele ihr Geld für teure
Messgeräte und Werkzeug aus. Da spielt die Vernunft oft keine Rolle ;-)

von Zeno (Gast)


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Jörg R. schrieb:
> Da spielt die Vernunft oft keine Rolle ;-)

Natürlich bleibt beim Hobby die Vernunft oft außen vor, das man dies aus 
Spaß an der Freude tut und man gibt da an Stellen Geld aus wo andere 
einem einen Vogel zeigen würden.

Aber der TE hatte ja nach unserer Meinung gefragt und da bleibe ich 
dabei ein DMM für sagen wir mal max. 200€ reicht bei weitem. Und das 
Geld das ich da spare kann ich in was anderes nützliches für mein Hobby 
investieren wie gutes Werkzeug oder auch ein 2. oder gar 3. DMM. Bei mir 
kommt der Fall sehr oft vor, das ich 2 Spannungen möglichst gleichzeitig 
messen muß. Aber wie gesagt das ist seine Sache und wenn er soviel Geld 
dafür ausgeben möchte dann ist das gut. Was wird wohl seine Holde dazu 
sage? Die wird es in Schuhe umrechnen, was ja nun auch wieder so eine 
Sache der Vernunft ist. Die holde Weiblichkeit sieht das natürlich ganz 
anders.
Man könnte es natürlich auch in Bier umrechnen, was dann in der 
mittleren Bierklasse ungefähr ein Jahresvorrat ist.
Zum Ende gibt jeder irgendwie sein Geld aus, von dem eh immer zu wenig 
da ist, egal wie groß der Haufen ist.


Zeno

PS: Da fällt mir noch ein schöner Spruch meines Messtechnikprofs ein, 
der ganz gut hier her passt : Messen kommt von Mist und wer viel mißt, 
mißt Mist.

von hello. (Gast)


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Hallo ich würde dir Brymen ans Herz legen. Robust, hohe CAT, genau, 
relativ billig.
https://www.welectron.com/Brymen-BM869s-Multimeter

sieh dir mal die Werte an.
Unangnehm is der Weichmachergeruch in ca 20cm Entfernung.

Von EEbloc schon gut geheißen. + Referenzliste is lang

Grüße ...

von Holm T. (Gast)


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Was war an dem Mastech schrottig? Ich kenne das Ding nicht, aber meine 
Erwartungen in solche "Handgeräte" sind sowieso nicht allzu hoch.

Wie kommst Du auf den Trichter das ein Brymen "alle  deine Bedürfnisse 
in den nächsten 20 Jahren" erfüllen wird? Du hast nicht vor in den 
nächsten 20 Jahren was dazu zu lernen das Du jetzt noch nicht absehen 
kannst?


> Und ganz
> wichtig für mich: Ich habe Vertrauen in das Ding, im Gegenteil zu meinem
> alten China-Kracher und freue mich jedes Mal darüber, wenn ich es in die
> Hand nehme. Das alleine ist mir sehr viel wert.

Du bist Jemand dem die Zeit einer 5 Euro Armbanduhr nicht genau genug 
ist, es muß schon eine Rolex sein? Du bist ein Goldkettchenträger..? Ein 
auf den Mercedes-Stern Wert leger?

> Das alte habe ich zwar noch und vielleicht werde ich es sogar ab und zu
> raus holen um mal Strom und Spannung gleichzeitig zu messen aber nur,
> wenns unbedingt sein muss.
>
> Wahrscheinlich ist das alles auch eine Philosophie-Frage:
>
> Für mich wären fünf verschiedene Multimeter und alte Notebooks fürs Oszi
> ganz schrecklich, allein schon weil ich privat genau 6 m2 für
> Elektronik-Basteln, 3D-Drucken und Schreinern habe. Dann nehm ich lieber
> ein bisschen Geld in die Hand und mach jemand anderem ne Freude wenn ich
> das alte Zeug verkauf oder auch verschenk.

Siehst Du das ist bei mir anders. Ich investiere mein Geld lieber in 
bessere Arbeitsbedingungen als in Highend Equipment das ich nicht 
benötige.
Jemand der 6 Quadratmeter für 3 verschiedene Hobbies zur Verfügung hat 
braucht auch kein Brymen.


> Für dich können ja wieder ganz andere Kriterien gelten. Wenn ich wie du
> bereits mehrere Geräte hätte und mir nur noch was für eine
> Spezial-Anwendung fehlt, würde ich vermutlich gezielt in die Richtung
> kaufen. Ich nehme mal an, dass du auch deutlich mehr Platz zur Verfügung
> hast.

Ja klar, aber ich habe kein Brymen.
Ich habe auch kein USB Oszilloskop, ein Ozi ist für mich was gänzlich 
anderes und hat mit USB nichts zu tun.

Jemand "der sein erstes Meßgerät kauft" braucht ein Ding wie Du es hast 
auch nicht. Das ist ein Profiwerkzeug das sich bezahlt machen muß.
Du investierst Deine Kohle an der falschen Stelle. Um am Auto oder 
Mopped mal was zu messen tuts auch ein gelbes 9 Euro China Teil, da hält 
sich der Ärger auch in Grenzen wenn versehentlich was drauf fällt, aber 
ich habe da auch mit der Gurke bisher alles herausgefunden was ich 
messen wollte, käme aber nicht auf den Trichter damit die 
Nachbeschleunigungsspannung eines Oszis oder einer Röhrenglotze zu 
messen.

Für die meisten Elektronikprobleme die ich habe benötige ich mehr als 
ein Meßinstrument gleichzeitig. Es gibt kein Gerät das Alles kann, schon 
gar nicht für die Anforderungen der nächsten 20 Jahre.


Gruß,

Holm

von Harald W. (wilhelms)


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Holm T. schrieb:

> ein Ozi ist für mich was gänzlich anderes

Meinst Du vielleicht Uzi?
https://de.wikipedia.org/wiki/Uzi
SCNR

von Holm T. (Gast)


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Würde aus Erfahrung diese Nähmaschine bevorzugen:

images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fruss-guns-de.net%2Fimages%2Fproduct_images%2Fpopup_images%2F67_2.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fruss-guns-de.net%2Fpopup_image.php%3FpID%3D67%26imgID%3D2&h=357&w=800&tbnid=2c5_OIYyRjxn-M%3A&docid=aXKH2dYfAl076M&ei=5eDLV7-uNsiUgAbd1IbgCg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1113&page=4&start=80&ndsp=24&ved=0ahUKEwj_tK-Dq_XOAhVICsAKHV2qAawQMwiPAShXMFc&bih=854&biw=1181

(hab keinen Bock den Google Link zu entnazifizieren)

Gruß,

Holm

von Alexander V. (avogra)


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@Holm
wieso denn so aggressiv? Aber bitte:

Das Mastech ist ein klassisches China-Multimeter, vollgepackt mit 
Features, die eigentlich niemand braucht, dafür miserable 
Verarbeitungsqualität und kostet trotzdem 50€. Wenn ich damals die 30€ 
für das kleine Brymen draufgelegt hätte, hätte ich mir jetzt nicht 
nochmal ein neues gekauft.

Die nächsten 20 Jahre kann ich mir selbst natürlich nicht garantieren, 
aber ich bin guten Mutes ;-) Ich arbeite mittlerweile auch beruflich mit 
Elektronik und mache hier Projekte, die ich privat nie umsetzen werde. 
Auch für diese käme ich mit dem Brymen gut zurecht, ergo...
Dazu lernen tu ich täglich, aber selten bedeutet das, dass ich auf 
einmal viel tolleres Equipment brauche und wenn, dann kein besseres 
Multimeter, sondern Sachen die ich noch gar nicht habe.

Den nächsten Absatz finde ich unangebracht, kein Kommentar.

Deinen Kommentar zu den 6m2 verstehe ich nicht. Was hat der Verfügbare 
Platz mit der Ausstattung zu tun? Und was sollte ich daran für in meinem 
Fall 160€ ändern?

Ich verstehe gar nicht, wo dein Problem ist. Ich sage doch nicht, dass 
jeder dumm ist der, nicht mindestens 500€ für ein Fluke ausgibt. Es geht 
hier um ein Gerät für 80 bis 100€, das meiner Meinung ein sehr gutes 
Preis-/Leistungsverhältnis hat. Was hat denn dein Prema gekostet?
Und wenn jemand anderes gerne 500€ ausgibt wie Andreas B. dann sei ihm 
das gegönnt. Es darf doch hoffentlich jeder sein Geld so ausgeben wie er 
gerne möchte.

von Holm T. (Gast)


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Meine  2 Premas haben gar nichts gekostet ..logischerweise ein nicht zu 
verallgemeinernder Sonderfall.

Ich bin der Meinung das es nicht ein "Supermeßgerät" für alle 
Lebenslagen gibt und ich bin der Meinung das man andere Probleme hat 
wenn man 4,7pf auf eine Zehntelstelle genau messen will oder einer 6qm 
Werkstatt für Elektronik, Holz und Anderes hat.
In so einer Werkstatt bekommt man so wenig unter das auch ein teures 
Meßinstrument nicht wirklich hilft.

Sie zu ob Du nicht irgendwo einen zusätzlichen Keller oder eine Garage 
anmieten kannst.

Gruß,

Holm

von Alexander V. (avogra)


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Ich rede ja gar nicht von Supermeßgeräten. Die von mir empfohlenen 
kleinen Brymen (BM257 oder BM235) sind ganz normale Multimeter mit 
6000counts / 0,2% bzw. 0,3% Grundgenauigkeit, TrueRMS, richtigen 
Sicherungen und robustem Aufbau. Es ist halt kein schlecht verarbeiteter 
China-Schrott, aber auch bei weitem kein Rolls-Royce wie das Fluke 287 
oder das Keysight U1281.

Ich hab mir ein bisschen Luxus gegönnt mit dem größeren BM829 für 140€. 
Das zwei-zeilige Display (z.B. Gleich- und Wechselspannungsanteil), die 
LoZ-Spannungsmessung fürs Hausnetz, die zwei Temperatur-Eingänge 
(->Temperatur-Differenzen im 3D-Drucker) und vor allem der schnellere 
Durchgangstest haben mich dann rumbekommen. Die Auflösung / Genauigkeit 
ist gar nicht soo viel besser: 10000counts / 0,08% Grundgenauigkeit.

Mit meinem Bastelzimmer komme ich soweit schon zurecht, ist halt alles 
sehr effizient eingerichtet, mit 2,60m Regalen bis zur Decke, mehreren 
zusätzlichen Regalbrettern etc. Ich empfinde es sogar als Luxus, in 
München einen eigenen Raum nur zum Basteln zur Verfügung zu haben :)

von Amin S. (ammmin)


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من یک مولتی متر  می خواهم بخرم .این مولتی متر چشم من را گرفته هست ایا 
ارزش خریدن دارد؟دفترچه ان را کسی دارد؟
Metrawatt M 2032

von Amin S. (ammmin)


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Ich möchte ein Multimeter kaufen. Dieses Multimeter ist mir aufgefallen. 
Lohnt sich der Kauf? Hat jemand das Handbuch?Metrawatt M 2032

von Michael O. (michael_o)


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35 Jahre alt und nicht kalibriert würde ich die Genauigkeit zwischen 
altem Zeigerinstrument und der Zunge einordnen.

mfG
Michael

von DCF 7. (dcf77)


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UNI-T würde ich nicht mehr kaufen. Rausgeschmissenes Geld. Zwei 
unterschiedliche Multimeter gekauft, kaum benutzt, nach ca. 2 Jahren 
ohne ersichtlichen Grund defekt. Gegoogelt und siehe da, ich bin nicht 
der Einzige. Es hat mehr Leute mit demselben Defekt erwischt.
Wer billig kauft, kauft doppelt, stimmt nicht immer, aber bei UNI-T 
stimmt es wohl.

von Wf88 (wf88)


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Markus M. schrieb:
> (UNI-T und Peaktech scheidet aus)

Ich denke, dann braucht man dir mit anderen China-Krachern auch nicht 
kommen. Dennoch, meine Empfehlung für ein Wald-und-Wiesen Multimeter:

Owon OW18B

+ Bluetooth (nutze es mit Android App)
+ C Messung
+ F Messung

- Die Hintergrundbeleuchtung frisst Batterien wie Bonbons, ist aber per 
default aus
- Das Piepen bei automatischer Abschaltung stört
- es lässt sich, anders als im Handbuch beschrieben, nicht mehr mit den 
Buttons wieder einschalten, sondern nur durch drehen am Wahlschalter


Abgesehen davon bin ich äusserst zufrieden mit zweien davon. Habe die 
schon mehrere Jahre.

von Frank G. (frank_g53)


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DCF 7. schrieb:
> UNI-T würde ich nicht mehr kaufen. Rausgeschmissenes Geld.

Die Erfahrung habe ich zum Glück nicht gemacht.
Nutze UT210E, UT70A, UT181A und die funktionieren prima.

von Ralf X. (ralf0815)


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DCF 7. schrieb:
> Wer billig kauft, kauft doppelt, stimmt nicht immer, aber bei UNI-T
> stimmt es wohl.

Und deswegen machst Du hier Werbung ausgerechnet für Temu?

von Ralph B. (rberres)


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Andreas B. schrieb:
> ich suche ein
> neues Multimeter und habe mein ursprünglich geplantes Budget deutlich
> erhöht.
>
> Keysight U1282A (539€ mit Thermoelement)
> Keysight U1281A (488€ mit Thermoelement)

wenn es auch ein Tischmultimeter sein darf, würde ich mal nach HP34401A 
schauen.

Das ist ebenfalls fernsteuerbar, sowohl über RS232 als auch über IEEE488

und schnell ist es auch.

Ralph Berres

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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DCF 7. schrieb:
> Wer billig kauft, kauft doppelt, ...

... und wer doppelt kauft, kann Spannung und Strom gleichzeitig messen
:)

von Peter M. (r2d3)


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Hallo DCF,

DCF 7. schrieb:
> UNI-T würde ich nicht mehr kaufen. Rausgeschmissenes Geld. Zwei
> unterschiedliche Multimeter gekauft, kaum benutzt, nach ca. 2 Jahren
> ohne ersichtlichen Grund defekt. Gegoogelt und siehe da, ich bin nicht
> der Einzige. Es hat mehr Leute mit demselben Defekt erwischt.
> Wer billig kauft, kauft doppelt, stimmt nicht immer, aber bei UNI-T
> stimmt es wohl.

wichtig ist vor allem, dass Du auf keinen Fall - selbst unter 
lebensbedrohlicher Folter nicht - die betroffenen Modelle nennst, auch 
nicht die Defektsymptome. Niemand sollte durch Deinen Beitrag etwas 
lernen dürfen, oder überprüfen können, ob Dein Defekt auch anderen 
unterlaufen ist!

Niemand darf Deine Erfahrungen kennen!

Viele Grüße!

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