Ich habe den Verdacht, das mein Labornetzteil 0-15V, 0-3A beim
Einschalten für kurze Zeit eine Spannungsspitze erzeugt, weil mir schon
einige Male beim einschalten kleinere Schaltungen hopps gegangen sind.
Ich dachte mir ich setze am Ausgang (Bananenklemmen) einen dicken Elko
hin, der müßte doch die Spannungsspitzen abfangen, weil er ja anfangs
leer ist und man könnte von seinem "Kurzschluß" profitieren.
Könnte das so einfach klappen?
Ansonsten muß ich mir angewöhnen, erst Netzteil einschalten, dann die
Schaltung dranklemmen.
Ein solches Vorgehen (Schaltung anklemmen und dann LNG einschalten) wird
normalerweise mit 100 Liegestützen bestraft!
Sowas macht man einfach nicht.
Schon beim Einstöpseln der Kabel könnte man versehentlich einen Regler
verdreht haben.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Schon beim Einstöpseln der Kabel könnte man versehentlich einen Regler> verdreht haben.
Und das tut weniger weh, wenn man das macht währen das Netzteil schon
läuft?
Man macht es nicht und den Grund hat der TE selbst festgestellt, grad
billige Netzteile verhalten sich bein Ein- und Ausschalten undefiniert
aber ein verdrehter Knopf ist ein schlechter Grund.
Daniel V. schrieb:> Ich dachte mir ich setze am Ausgang (Bananenklemmen) einen dicken Elko> hin, der müßte doch die Spannungsspitzen abfangen, weil er ja anfangs> leer ist und man könnte von seinem "Kurzschluß" profitieren.
Zumindest erreichst du damit, dass die Strombegrenzung vom LNG defacto
außer Gefeht gesetzt ist, weil du alleine mit der Ladung aus dem Elko
kurzzeitig erhebliche Ströme bereitstellst, die nicht der eingestellten
Strombegrenzung unterliegen.
Je nach dem, wie dein Netzteil gegen Überstrom am Ausgang gesichert ist,
kann es auch passieren, dass es wegen des anfänglich erheblichen
Ladestroms des Elkos gar nicht erst startet. Das hängt vom (geheimen)
Typ ab.
Wenn ein Netzteil bei einer Laständerung eine Spannungsspitze raushaut,
gibt es zwei Möglichkeiten:
a) man hat den Ehrgeiz und die Möglichkeiten, den Regelkreis neu
auszulegen
b) man hat das Geld, sich ein anderes Netzteil zu kaufen
Das Netzteil zu behalten und mit diesem Problem zu leben ist meiner
Meinung nach keine Option. Labornetzteile haben keinen Überschwinger zu
haben.
Oliver R. schrieb:>> Und das tut weniger weh, wenn man das macht währen das Netzteil schon> läuft?
Natürlich nicht. Aber wenn eingeschaltet sieht man zumindest die
aktuelle Spannungslage. ;-)
> Man macht es nicht und den Grund hat der TE selbst festgestellt, grad> billige Netzteile verhalten sich bein Ein- und Ausschalten undefiniert> aber ein verdrehter Knopf ist ein schlechter Grund.
Ist auch ein Grund, mehr hatte ich nicht geschrieben....
Old-Papa
Grundsätzlich sehe ich das auch so, wie Kevin(Gast). Dafür isses ja ein
Labornetzgerät für empfindliche Schaltungen. Und wenn man den Zustand
immer akzeptiert, gibts keinen Fortschritt sondern nur Muckis bei
old-papa.
Zeitverzögerung und Relais, was den Ausgang erst nach 1 Sekunde
zuschaltet? Bei Lautsprecherverstärkern hat man das "früher" auch
gemacht, um den Einschalt-Plopp zu verhindern (hatte aber andere
Ursachen).
abc.def schrieb:> Grundsätzlich sehe ich das auch so, wie Kevin(Gast). Dafür isses ja ein> Labornetzgerät für empfindliche Schaltungen.
Wenn man ein Solches gekauft hat, dann ok. Wenn man aber billig-billi1g,
dann.....
> Und wenn man den Zustand> immer akzeptiert, gibts keinen Fortschritt sondern nur Muckis bei> old-papa.
Man akzeptiert das ja indirekt über den Preis.
Mukkis sind aber auch ok ;-)
> Zeitverzögerung und Relais, was den Ausgang erst nach 1 Sekunde> zuschaltet? Bei Lautsprecherverstärkern hat man das "früher" auch> gemacht, um den Einschalt-Plopp zu verhindern (hatte aber andere> Ursachen).
Könnte man ja nachrüsten.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Ein solches Vorgehen (Schaltung anklemmen und dann LNG einschalten) wird> normalerweise mit 100 Liegestützen bestraft!> Sowas macht man einfach nicht.
Bei uns Eskimos wird der "*Konstrukteur*", der eine solche
Mist-Schaltung fabriziert hat, mit 100 Liegestützen bestraft, weil man
sowas einfach nicht macht!
;-)
(Haltet mal Ausschau nach Kulturen, in denen viele Männer mit dicken
Muckis rumlaufen...
;-))
Daniel V. schrieb:> Ansonsten muß ich mir angewöhnen, erst Netzteil einschalten, dann die> Schaltung dranklemmen.
Das solltest Du tun. Alternativ baust Du ein dickes KFZ-Relais an den
Ausgang und lässt das entweder zeitverzögert oder per Taster
einschalten.
Such mal nach Einschalt-Plopp-Unterdrückung für Audio-Verstärker -- das
ist die gleiche Problemstellung.
Daniel V. schrieb:> Könnte das so einfach klappen?
Könnte. Ob es tut, mußt Du testen.
> Ansonsten muß ich mir angewöhnen, erst Netzteil einschalten, dann die> Schaltung dranklemmen.
Oder halt ein besseres LNG benutzen.
Andrew T. schrieb:> Daniel V. schrieb:>> Könnte das so einfach klappen?>> Könnte. Ob es tut, mußt Du testen.>>> Ansonsten muß ich mir angewöhnen, erst Netzteil einschalten, dann die>> Schaltung dranklemmen.>> Oder halt ein besseres LNG benutzen.
Schäm: Jetzt mache ich mal " Eigenwerbung "
Das von mir beschriebene LNG30 hat, wie die Schirmbildoszilloskopbilder
beweisen, beim Ein- und Ausschalten absolut keine Überschwinger. Hier
ist der Link zu den besagten Bildern:
Beitrag "Re: Nachbausicheres Klein Labornetzgeraet"
Mfg,
Gerhard
Kevin schrieb:> Labornetzteile haben keinen Überschwinger zu> haben.
Das ist wünschenswert, hat aber so gut wie kein Labornetzteil. OK, bei
guten Labornetzteilen ist der Überschwinger nur schwer sichtbar zu
machen weil der verdammt schnell ist. Einfach ein Netzteil in der
Strombegrenzung betreiben und ihm dann mal die Last, die es in die
Strombegrenzung getrieben hat, abklemmen. Da gibts praktisch immer einen
Überschwinger.
Michael K. schrieb:> Kevin schrieb:>> Labornetzteile haben keinen Überschwinger zu>> haben.>> Das ist wünschenswert, hat aber so gut wie kein Labornetzteil. OK, bei> guten Labornetzteilen ist der Überschwinger nur schwer sichtbar zu> machen weil der verdammt schnell ist. Einfach ein Netzteil in der> Strombegrenzung betreiben und ihm dann mal die Last, die es in die> Strombegrenzung getrieben hat, abklemmen. Da gibts praktisch immer einen> Überschwinger.
Diese Ausregelungsüberschwinger sollten aber bei guten Geräten nicht
größer als 50mV sein und 50 us nicht übersteigen. Siehe HP Appnote 90B.
Dort sind auch dafür die standartisierten Testbedingungen dokumentiert.
Michael K. schrieb:> Kevin schrieb:>> Labornetzteile haben keinen Überschwinger zu>> haben.>> Das ist wünschenswert, hat aber so gut wie kein Labornetzteil. OK, bei> guten Labornetzteilen ist der Überschwinger nur schwer sichtbar zu> machen weil der verdammt schnell ist. Einfach ein Netzteil in der> Strombegrenzung betreiben und ihm dann mal die Last, die es in die> Strombegrenzung getrieben hat, abklemmen. Da gibts praktisch immer einen> Überschwinger.
Ich glaube nicht, daß Dein vorgeschlagener Test ohne besondere
Vorkehrungen ausschlagkräftig ist, weil, wenn nicht die Spannung genau
eingestellt ist, nach Abschalten der Last die Spannung sofort auf die
eingestellte Spannung im CV Modus übergeht. Ein ganz kleiner
Überschwinger im mV Bereich ist unter solchen Umständen normal oder
überhaupt praktisch nicht vorhanden.
Regelungsuntersuchungen werden normalerweise zwischen 50% und 100% Last
im Constant Voltage Modus durchgeführt.
Daniel V. schrieb:> Ich dachte mir ich setze am Ausgang (Bananenklemmen) einen dicken Elko> hin, der müßte doch die Spannungsspitzen abfangen, weil er ja anfangs> leer ist und man könnte von seinem "Kurzschluß" profitieren.
Lege noch eine fette Diode in Reihe mit dem Elko und verpasse dem Elko
noch einen Entladewiderstand (zB. 10k).
Der Elko kann dann Spannungsspitzen abfangen,
sich aber bei Kurzschluss am Ausgang nicht über den Ausgang entladen.
Und auch nicht revers über das Netzteil nach dessen Abschalten.
Manchmal lassen sich solche Überschwinger durch zweckmäßige
Modifikationen eliminieren. Z.B. das beschriebene Original Funkschau
12/73 LNG hatte genau diese Probleme. Um das zu verhindern koppelte
Author eine Abschaltung des DC Eingangskreises mit dem Netzschalter, was
unschön ist und nicht funktioniert wenn jemand das Netzkabel ohne
Abschalten rauszieht.
Durch eine kleine Änderung läßt sich aber ein solcher Schönheitsfehler
total beheben.
Meist ist es nur notwendig sicherzustellen, dass bei
Netzspannungsverlust die Endstufe wegen versagender Regelung nicht
hochfahren kann. Das erreicht man indem durch zweckdienliches Design
sichergestellt wird, dass der Längstransistor beim Abfall der
Versorgungsspannung keinen Steuerstrom mehr bekommt. Ein Hochschnellen
beim Einschalten wäre ein sehr schlechtes Design.
Bei einem kommerziellen Gerät wäre für solche Änderungen natürlich ein
Schaltplan zweckdienlich. Machbar ist es aber auch ohne. Kostet halt nur
mehr Zeit.
Erst muß man rausfinden was die Problemursache überhaupt ist.
Hm,
ich baue eigentlich bei jeder Schaltung gleiche eine Stromversorgung /
Schutzbeschaltung mit ein. Spannungsregler, Sicherung, Z-Diode je nach
Anwendung. Damit erledigt sich das Problem von alleine, und wenn man die
Schaltung später dann irgendwo verbaut ist die Versorgung auch schon mit
dabei und getestet. Zudem überlebt die Schaltung normalerweise, wenn man
sich mal verhaut.
Und bei Schaltungen die eine sehr genaue, saubere Spannung benötigen,
muß man eh einen Versorgungsteil bauen, dann macht man den halt als
erstes.
Gruß
Gast
Gerhard O. schrieb:> Ich glaube nicht, daß Dein vorgeschlagener Test ohne besondere> Vorkehrungen ausschlagkräftig ist, weil, wenn nicht die Spannung genau> eingestellt ist, nach Abschalten der Last die Spannung sofort auf die> eingestellte Spannung im CV Modus übergeht. Ein ganz kleiner> Überschwinger im mV Bereich ist unter solchen Umständen normal
Siehst du, genau das wollte ich damit auch sagen. Und wie du sicher
siehst schrieb Kevin, dass Labornetzteile keine Überschwinger haben
sollen/dürfen.
Natürlich sind bei halbwegs ordentlichen Labornetzteilen diese
Überschwinger in bestimmten Situationen total unerheblich und irrelevant
sofern das Design auch "vernünftig" ist. ;)
Hallo nochmal, da es nicht klar war um welches Netzteil es sich genau
handelt:
http://www.amazon.de/Labornetzger%C3%A4t-regelbar-Digitalanzeige-0-30V-QJ3003E/dp/B007X2LGJC
Es ist optisch gesehen so wie dieses hier.
In dem Netzteil hats Relais drin, die klicken zB wenn ich die Spannung
erhöhe...beim Einschalten hörer ich aber kein Relais das verzögert
klickt.
Ich habe 2-3 Mal den 2n3055 innen abgeschossen, und seit etwa 1 jahr
habe ich jetzt eine IGBT mit 200A drin, ein Doppeltransisteor in einem
Gehäuse so groß wie ne Zigarettenschachtel:-)
Ich weiß nicht ob es beim Einschalten Spitzen gibt...ich habe es nur
vermutet...kann auch gut sein das meine china-module sich nur einfach
vom europäischen Strom erschreckt haben:-)
Ich muß mal mein altes Hameg entstauben und die Sache prüfen.
Gast schrieb:> ich baue eigentlich bei jeder Schaltung gleiche eine Stromversorgung /> Schutzbeschaltung mit ein. Spannungsregler, Sicherung, Z-Diode je nach> Anwendung. Damit erledigt sich das Problem von alleine, und wenn man die> Schaltung später dann irgendwo verbaut ist die Versorgung auch schon mit> dabei und getestet. Zudem überlebt die Schaltung normalerweise, wenn man> sich mal verhaut.>> Und bei Schaltungen die eine sehr genaue, saubere Spannung benötigen,> muß man eh einen Versorgungsteil bauen, dann macht man den halt als> erstes.
Ich hatte es schon mal hier genannt, das es Unsinn ist, ein LNT mit
5-10A auf eine 50mA Prozessorschaltung loszulassen.
Dafür kann man doch kleine Festspannungsnetzteile mit 3,3V, 5V, 12V
machen.
Bei Verwendung der späteren Stromversorgung ist man sowieso vor
Überaschungen sicher.
Daniel V. schrieb:> Ich habe 2-3 Mal den 2n3055 innen abgeschossen, und seit etwa 1 jahr> habe ich jetzt eine IGBT mit 200A drin, ein Doppeltransisteor in einem> Gehäuse so groß wie ne Zigarettenschachtel:-)
???
Und die Regelung ist "original"?
Daniel V. schrieb:>> Es ist optisch gesehen so wie dieses hier.
Also doch ein "billig-billig"
> In dem Netzteil hats Relais drin, die klicken zB wenn ich die Spannung> erhöhe...beim Einschalten hörer ich aber kein Relais das verzögert> klickt.
Die schalten nur Trafoanzapfungen um oder den Gleichrichter auf
Spannungsverdopplung.
> Ich habe 2-3 Mal den 2n3055 innen abgeschossen, und seit etwa 1 jahr> habe ich jetzt eine IGBT mit 200A drin, ein Doppeltransisteor in einem> Gehäuse so groß wie ne Zigarettenschachtel:-)
Ich hau mich weg! Und dann hier maulen, dass das Ding Überschwinger beim
Einschalten produziert.... einen steinalten NPN durch IGBT zu ersetzen
hätte ich mir nicht getraut.
Erstaunlich, das es den gehimmelt hatte. Besch***ne Schaltung?
> Ich weiß nicht ob es beim Einschalten Spitzen gibt...ich habe es nur> vermutet...kann auch gut sein das meine china-module sich nur einfach> vom europäischen Strom erschreckt haben:-)>> Ich muß mal mein altes Hameg entstauben und die Sache prüfen.
Du hast ein Hameg und hampelst mit diesem Billigmörkel herum?
Ich bin hier raus...
Old-Papa
Dniel V. schrieb:> http://www.amazon.de/Labornetzger%C3%A4t-regelbar-Digitalanzeige-0-30V-QJ3003E/dp/B007X2LGJC>> Es ist optisch gesehen so wie dieses hier.
Ja sehr schön. Ist halt ein 89 Euro billigteil,
und Du erwartest ernsthaft Überschwingerfreiheit wie bei 900 euro
Keysight LNG?
sorry, aber das ist so als ob man einen indischen Kleinwagen kauft, und
erwartet das dies Teil eine Fahrqualität wie ein Oberklasse Mercedes
hat.
Ist nicht drin!!
Die Abhilfe-Möglichkeiten wurden schon genannt (Deine Elkoversion
probieren, Gerhard's Schaltung einsetzen, Deine regelschaltung
rauszeichnen und den Fehler beseitigen).
Entscheide Dich einfach.
Andrew T. schrieb:> und Du erwartest ernsthaft Überschwingerfreiheit wie bei 900 euro> Keysight LNG?
Er hat doch aber den 3055 durch einen zigarettenschachtelgrossen
sündhaft teuren 200A-IGBT ersetzt.
Wahrscheinlich ohne irgendetwas an der Ansteuerung zu ändern...
Und ohne uns etwas davon zu sagen.
Und der Hameg stand auch die ganze Zeit im Keller...
Old Papa hatte schon recht:
> wird normalerweise mit 100 Liegestützen bestraft!
Lachender Eskimo schrieb:> Old Papa hatte schon recht:>> wird normalerweise mit 100 Liegestützen bestraft!
Ich erhöhe auf 200!
Daniel V. schrieb:> mein Labornetzteil 0-15V, 0-3A
...
> den 3055 durch einen zigarettenschachtelgrossen> sündhaft teuren 200A-IGBT ersetzt
Also, keine Ahnung von gar nix zu haben ist ja völlig in ordnung. Hatte
ich auch mal. Aaaaber...
Tany schrieb:>> den 3055 durch einen zigarettenschachtelgrossen>> sündhaft teuren 200A-IGBT ersetzt
...zu denken, das sei in ordnung, ja sogar: "macht keinerlei Unterschied
in der Funktion, sondern hält einfach mehr aus", ist nicht ahnungslos,
sondern abergläubisch.
"Jede hinreichend ... von Magie nicht zu unterscheiden." ... scheint
ohne Ausnahmen zu stimmen.
Ich habe das gleiche Problem und wunderte mich 2 Tage lang, warum mein
Sensor immer zerstört wird und das I2C auf 0,4 Volt zieht.
Betrieben habe ich mit 3,0V, Sensor geht bis 3.5 Volt.
Beim Einschalten des Netzteils gibts einen kurzen Peak (siehe Anhang,
teils bis 8V), wahrscheinlich zerstört das meinen Pin.
Es ist ein günstiges Labornetzteil (Sako SK-1715SL2A 15V 2A)...
Gibt es diese Spannungspeaks auch bei hochwertigen Netzteilen?
Viele Grüße!
Old P. schrieb:> Ein solches Vorgehen (Schaltung anklemmen und dann LNG einschalten) wird> normalerweise mit 100 Liegestützen bestraft!
Wer ein neues Netzteil kauft, sollte dieses prüfen solange noch Garantie
ist. Es nützen auch tausend Liegestützten nichts, wenn kurzzeitig die
230V~ weg waren und eine böse Spannungsspitze die am LNG angeschlossene
wertvolle Schaltung zerlegt! Wenn Murks nicht zurück zum Verkäufer
kommt, wird der Verkäufer weiterhin solchen Murks verkaufen.
oszi40 schrieb:> Wer ein neues Netzteil kauft, sollte dieses prüfen solange noch Garantie> ist. Es nützen auch tausend Liegestützten nichts, wenn kurzzeitig die> 230V~ weg waren und eine böse Spannungsspitze die am LNG angeschlossene> wertvolle Schaltung zerlegt! Wenn Murks nicht zurück zum Verkäufer> kommt, wird der Verkäufer weiterhin solchen Murks verkaufen.
Richtig! Dennoch werden Schaltungen immer erst nach Power-ON des LNGs
angestöpselt.
Natürlich gibt es immer noch Situationen in denen nichts mehr rettet.
Und wenn der Himmel runter fällt, sind eh alle Spatzen tot ;)
Old-Papa
Die etwas besseren Labornetzteile haben in der Regel einen extra
Abschaltung des Ausgangs. Nach dem Einschalten über den Netzschalter
muss man dann noch einmal extra den Eingang aktivieren, bevor Spannung
anliegt. In der Regel sollte dann kein oder nur sehr wenig Überschwingen
auftreten. Auch bei einem guten Netzteil sollte man aber selber noch
einmal nachmessen ob Überschwinger auftreten, bzw. wie stark.
Gerade bei viel Kapazität am Ausgang kann man ggf. eher Überschwinger
bekommen, wenn auch i.A. nicht hoch.
Lurchi schrieb:> Die etwas besseren Labornetzteile haben in der Regel einen extra> Abschaltung des Ausgangs. Nach dem Einschalten über den Netzschalter> muss man dann noch einmal extra den Eingang aktivieren, bevor Spannung> anliegt.
Mein neues Rigol DP832 macht genau das. Aber nicht "Eingang" Du meintest
sicher Ausgang ;-)
> In der Regel sollte dann kein oder nur sehr wenig Überschwingen> auftreten. Auch bei einem guten Netzteil sollte man aber selber noch> einmal nachmessen ob Überschwinger auftreten, bzw. wie stark.
Sollte ich wirklich mal nachmessen.
> Gerade bei viel Kapazität am Ausgang kann man ggf. eher Überschwinger> bekommen, wenn auch i.A. nicht hoch.
Hmmm, meine Eigenbauten hatten so um die 10-100uF, das Rigol habe ich
noch nicht offen gehabt (passiert mir selten ;-)).
Old-Papa
Nautilus schrieb:> Welches Netzteil?> Statron ?> Dort aber beim Ausschalten!
Hab zwei Stück die zuverlässig beim Einschalten alles abmurksen was sich
nicht schützt. Beim Ausschalten hab ich das noch nicht beobachtet.
Sehr ich darwinistisch. Eine Schaltung die nicht mal diese kleinen
Killer überlebt taugt nix. Testschaltungen lass ich da natürlich nicht
ran, wird auf die Dauer zu teuer.
Old P. schrieb:> Dennoch werden Schaltungen immer erst nach Power-ON des LNGs> angestöpselt.
Das muss einem doch mal jemand sagen :-(
Meine armen drei Sensoren, ich dachte die ganze Zeit ich hätte bei der
Programmierung irgendwas falsch gemacht...bis ich dann mal auf die Idee
kam, dass es Abends ging und am nächsten Morgen war der Sensor kaputt.
Nun mach ich das so :-)
Niine schrieb:> Old P. schrieb:>> Dennoch werden Schaltungen immer erst nach Power-ON des LNGs>> angestöpselt.>> Das muss einem doch mal jemand sagen :-(> Meine armen drei Sensoren, ich dachte die ganze Zeit ich hätte bei der> Programmierung irgendwas falsch gemacht...bis ich dann mal auf die Idee> kam, dass es Abends ging und am nächsten Morgen war der Sensor kaputt.>> Nun mach ich das so :-)
Bahnhof? Satiere oder Verzweiflung? ;-)
Old-Papa
#42 schrieb:> wie ist es bei Festspgreglern 78xxx? Da wird der Ausgang ja auch nicht> von der nachfolgenden Schaltung abgeklemmt.
Nö, aber im Vergleich mit einem LNG sind diese simpel gestrickt. Dennoch
passiert das auch bei denen, wenn auch in geringerem Maße. Ein Blick ins
Datenblatt bringt Klarheit. Bei hochempfindlichen (oder auf Kante
genähten) Schaltungen würde ich auch diese hinter einem 78xx verzögert
zuschalten.
Old-Papa
#42 schrieb:> wie ist es bei Festspgreglern 78xxx? Da wird der Ausgang ja auch nicht> von der nachfolgenden Schaltung abgeklemmt.
Die sind so lahmarschig, dass da kaum was passiert.
Bei Schaltreglern ist es ein Problem. Das bekommt man durch sinnvolle
Auslegung der Regelschleife in den Griff. Das ist das Kapitel im
Datenblatt mit dem Bodediagramm und den Polen und Nullen, wo alle
schnell weiterblättern und die Defaultwerte von der ersten Seite nehmen.
Die 78xx Regler sind im Vergleich zu den meisten Labornetzteilen eher
schnell. Durch die fehlende präzise Stromregelung und die Auslegung für
eine gutmütige Last (man sollte / muss den Ausgangskondensator an den
Regler anpassen) gibt es bei den einfachen Reglern i.A. nur kleine oder
kleine Überschwinger.
Gerade Schaltregler haben ggf. eine Schaltung die den Regler erst
verzögert aktiviert wenn die Versorgung schon stabil genug ist.
Spannungsstoß beim Abschalten in Größe von Uamax >30V gnadenlos !
Ursache: Induktive Spitzen des abschaltenden Netztrafos, induktive
Einstreu-ung in die restliche sekundäre Regelschaltung, Regelstrecke
wird kurz nochmal leitend. Abhilfe durch SV-Widerstand primär ( zB. S
14/ 275 und oder spannungsfestes RC- Glied ) ,Faust- Werte mit 100nF /
1KOhm - irgendwo ebenmal mal genauer abgucken. Zusätzlich bei Bedarf die
Sekundärseite ähnlich RC-schutzbeschalten. Das ist mit dem Oszi kaum
vernünftig zu finden. Versuch macht "kluch" Abschalten probieren und die
Ausgangsspannung dabei mit einem Zeigermessgerät belauern. Das kann
sein, muss aber nicht überall so sein!
soul e. schrieb:> #42 schrieb:>>> wie ist es bei Festspgreglern 78xxx?>> Die sind so lahmarschig, dass da kaum was passiert.Lurchi schrieb:> Die 78xx Regler sind im Vergleich zu den meisten Labornetzteilen eher> schnell.
Lahmarschig...schnell....dehnbare Begriffe.