Hallo, ich finde auf folgende Frage keine richtige Antwort. Auch in meinen Büchern nicht. Vielleicht ist hier ja jemand dabei, welcher sich mit Schwingungen auskennt? Frage: Wieviele Frequenzgänge muss man jeweils messen, um die modalen Größen: – Eigenfrequenzen, – Eigenvektoren und – modale Dämpfung eines diskreten Schwingungssystems mit f = 3 ermitteln zu können? Vielen Dank! Niine
Im Prinzip nur drei. Das können sowohl die direkten als auch die Kreuzfrequenzgänge sein. Doch da du von Messen gesprochen hast, meine Einschränkung „im Prinzip“. Liegt ein oder mehrere Messpunkte auf einem Knoten oder in der Nähe eines Knotens, dann reichen drei Frequenzgänge nicht mehr aus um die Modalmatrix zu rekonstruieren. Mehr Theorie dazu hier [1]. [1] https://www.youtube.com/watch?v=O0WIJEU5i4I
Oha, tatsächlich jemand gefunden :-) Okay, so dachte ich es mir auch. Für jeden Freiheitsgrad eine Frequenzgangmessung (quasi die direkten). Vielen Dank für den YouTubelink, das gibt Hoffnung noch etwas mehr zu verstehen. Darf ich dich noch fragen, ob du zu folgender Frage eine Antwort weisst? Ich befürchte dazu muss ich zu tief nachforschen...: Nennen Sie drei systemtheoretische Schlussfolgerungen aus der Frequenzgangmatrix, die praktische Konsequenzen für die experimentelle Modalanalyse haben. Vielen Dank und beste Grüße, Niine
Niine schrieb: > Nennen Sie drei systemtheoretische Schlussfolgerungen aus der > Frequenzgangmatrix, die > praktische Konsequenzen für die experimentelle Modalanalyse haben. Ohne deine Hausaufgaben erledigen zu wollen, denke mal an die folgenden Eigenschaften und die daraus entstehenden Konsequenzen: - die Eigenvektoren sind linear unabhängig voneinander - die Eigenvektoren sind orthogonal - die Komponenten des jeweiligen Eigenvektor sind linear abhängig
Joe G. schrieb: > Ohne deine Hausaufgaben erledigen zu wollen Nicht ganz, ich lerne für meine allerletzte Prüfung im Studium, welche ich ein paar Semester vor mir hergeschoben habe und jetzt zum zweiten mal schreibe :-( Und die Fragen dienen zur Vorbereitung. Allerdings gibt es sie nur ohne Lösung... Jetzt habe ich mir zusätzlich noch die meisten der Videos angeschaut, ich versuche mich mal mit deiner Hilfestellung. Ich finde die Frage allerdings auch sehr kompliziert gestellt... > - die Eigenvektoren sind linear unabhängig voneinander Die Systemantwort ist die Summe der Eigenschwingungen, und die Eigenvektoren können durch die gemessenen Eigenfrequenzen mit der gemessenen Erregung berechnet werden, weil sie unabhängig sind. (?) > - die Komponenten des jeweiligen Eigenvektor sind linear abhängig Die Eigenschwingung einer Masse im System ist auch relativ an einer anderen Masse zu beobachten, dh man braucht nur an einer Masse die Schwingung messen. (?) > - die Eigenvektoren sind orthogonal Das Skalarprodukt der Eigenvektoren ist null. Hier fehlt mir allerdings die Idee :( Die Lehre zu dem Thema war bei uns leider eher miserabel, im Anhang ist das, was es bei uns zu dem Thema experimentelle Modalanalyse gab. Woher soll man es denn wissen, wenn sowas dort nicht erwähnt wird? Vielen Dank und beste Grüße, Niine
Niine schrieb: > Die Lehre zu dem Thema war bei uns leider eher miserabel, im Anhang ist > das, was es bei uns zu dem Thema experimentelle Modalanalyse gab. Vermutlich gab es außer der PPP auch eine Vorlesung, die üblicherweise inhaltlich deulich über die Stichworte in der Präsentation hinaus geht ;-)
War doch nicht schlecht. deine Antwort :-) Niine schrieb: >> - die Eigenvektoren sind linear unabhängig voneinander > Die Systemantwort ist die Summe der Eigenschwingungen, und die > Eigenvektoren können durch die gemessenen Eigenfrequenzen mit der > gemessenen Erregung berechnet werden, weil sie unabhängig sind. (?) Korrekt. Im Modalraum schwingen alle Einzelsysteme unabhängig voneinander, d.h. die Eigenschwingungen sind nicht miteinander verkoppelt und beeinflussen sich nicht gegenseitig. An dieser Stelle kann z.B. eine Systemoptimierung ansetzen. >> - die Komponenten des jeweiligen Eigenvektor sind linear abhängig > Die Eigenschwingung einer Masse im System ist auch relativ an einer > anderen Masse zu beobachten, dh man braucht nur an einer Masse die > Schwingung messen. (?) Korrekt. Im Idealfall würde tatsächlich für jeden Freiheitsgrad an jedem Schwerpunkt ein Messpunkt ausreichen (direkte Frequenzgänge) oder genau eine Messung zwischen Erregung und Messpunkt (Kreuzfrequenzgänge). Da bei der Modalanalyse von linearen Systemen ausgegangen wird, ist der Frequenzgang zwischen Erregerort und Messort gleich dem Frequenzgang zwischen Messort und Erregerort. In der Modalmatrix können also Zeilen mit Spalten getauscht werden. >> - die Eigenvektoren sind orthogonal > Das Skalarprodukt der Eigenvektoren ist null. Hier fehlt mir allerdings > die Idee :( Orthogonale Eigenvektoren bilden eine Orthogonalbasis aus der sich eine Orthonormalbasis ableiten lässt. Somit ist eine symmetrische Matrix nicht nur stets diagonalisierbar, sondern die Diagonalisierung ist sogar stets durch eine orthogonale Matrix möglich – die Modalmatrix. Die Orthogonalität ist somit die Basis der Modalanalyse. P.S.: Schön wenn die Videos geholfen haben :-)
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.