Man muss zwischen dynamischem und statischem Rastmoment unterscheiden.
Normalerweise setzt sich Mechanik erst ab einem gewissen Druck in
Bewegung und rutscht dann weiter, auch wenn der wieder geringer ist. Das
ist bei solchen Motoren vernachlässigbar. Nur das, was dranhängt,
verhält sich so und wird bei schlauen Motorsteuerungen berücksichtigt.
Der Motor selber ist da fast anders herum: Eine geringe Elongation ist
quasi mit Nullkraft möglich.
Ein Kurzschluss erhöht damit das dynamische Moment, will heissen, das
dranhängende Gestänge ist besser gegen Erschütterungen geschützt. Das
ist es um so mehr, wenn noch Getriebe dazwischen ist, weil das als Feder
wirkt, die Kraftspitze verteilt und zudem ja auch noch kräftig
übersetzt!
Das kann aber auch nachteilig sein, wenn man z.B. eine solche
Lageänderung der Last nicht haben möchte, wie bei hochgenauen Optiken.
Dann wird man das Getriebe weglassen, bzw es kürzer = härter machen und
die Verbindung so direkter mit dem Motor koppeln. Der muss dann besser
überwacht werden und aktiv gegenregeln, wenn sich was tut - gfs selber
"Feder" spielen, den Schub weich auffangen, um das Moment auf den Motor
zu limitieren und Schrittverluste zu vermeiden oder anders herum,
verlorene Schritte zählen und wieder hindrehen. Kann man beliebig
komplex, genau, schnell und zudem leise machen:
Patent:
http://www.google.com/patents/US20110133682
Oder eben einfach brute force und richtig Saft drauf! Bei
Hybridschrittmotoren mit fine step gfs auch etwas gegen die
Fahrtrichtung aufsteuern.
Weiteres hier:
Beitrag "Rastmoment Kompensation Schrittmotor"