Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Microchip µC Entwicklungsboard DIP-Package


von Robert (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

ich möchte ein Heimprojekt mit einem µC starten. (Ziel noch offen)

Erfahrung habe ich nur von Microchip, PIC18F25K22. Kann mir jemand ein 
gutes Entwicklungsboard empfehlen, das wenig kostet und evtl. ohne 
teures PicKit auskommt?

Sehr gern würde ich Controller im DIP Package einsetzen, da ich dises 
auswechseln kann, falls was kaputt geht..  Hab keine Lust was umzulöten 
bzw. die Platine neu zu kaufen.

Eine Kopie von PicKit aus China will ich mir nur ungern hertun...

Danke für eure Tipps

von Timmo H. (masterfx)


Lesenswert?

Robert schrieb:
> Eine Kopie von PicKit aus China will ich mir nur ungern hertun...
Warum nicht?

Ansonsten ist natürlich alles was mit Atmel oder STM zu tun hat eine 
ganze Ecke günstiger als die PIC Sachen.

von Volker S. (vloki)


Lesenswert?

Robert schrieb:
> Eine Kopie von PicKit aus China will ich mir nur ungern hertun...

Falls nur aus Angst, das das nicht richtig funktioniert - Ich habe 
welche getestet und die tun genau wie die originalen. Sind mehr oder 
weniger geklont. (wenn auch das Layout grausig geroutet ist)

Was soll den auf dem Kit schon drauf sein?
Spartanisch aber mit Debugger:
-> MICROCHIP  DM164137  DEV KIT, CURIOSITY DEBUGGER

Ansonsten habe ich auch noch kein wirklich billiges PICboard gefunden.
An der Hochschule bieten wir einen Bausatz für 10€ an, aber leider nur 
für Studierende. Natürlich ohne PICkit aber auf Wunsch mit Bootloader.

http://www.hs-ulm.de/wir/Personal/PersonalSaSchr/vschilli/Mikrocontroller/uCQ/
Wenn jemand mal was ähnliches kennt oder irgendwo sieht, bitte hier 
posten.
(darf auch 20€ kosten)

von Frank K. (fchk)


Lesenswert?

Kopieren können die Chinesen inzwischen. Die PicKIT Clones sind wirklich 
1:1.

von W.S. (Gast)


Lesenswert?

Robert schrieb:
> ich möchte ein Heimprojekt mit einem µC starten. (Ziel noch offen)
>
> Erfahrung habe ich nur von Microchip, PIC18F25K22.

Es kommt wohl doch sehr auf dein Heimprojekt an, was man dir da 
empfehlen könnte. Ansonsten bleib doch bei deinem PIC18 und lies dir die 
Programmierspezifikationen durch. Das ist alles kein Hexenwerk und wenn 
du kein PIC-Kit haben willst, dann bau dir einen Programmer selbst. Im 
Grunde mußt du nur MCLR, Datenpin und Taktpin richtig ansteuern, das ist 
alles. Früher wurde für sowas der Druckerport benutzt, heute kann man 
sowas mit passendem FTDI-Chip per Usb tun.

Aber ein "Entwicklungsboard" und dann noch mit einer DIL Variante drauf 
- das ist ein bissel aus der Zeit gekommen. Heutzutage macht man sich 
seine LP passend zum Projekt, setzt dort neben all dem anderen Zeugs 
auch einen µC im SMD-Gehäuse drauf und programmiert diesen direkt in 
seiner Schaltung.

W.S.

von Volker S. (vloki)


Lesenswert?

W.S. schrieb:
> Das ist alles kein Hexenwerk und wenn
> du kein PIC-Kit haben willst, dann bau dir einen Programmer selbst.

Für das Geld für einen China Klon baut man keinen vernünftigen 
Programmer (mit Debugger)


W.S. schrieb:
> Aber ein "Entwicklungsboard" und dann noch mit einer DIL Variante drauf
> - das ist ein bissel aus der Zeit gekommen.

Entwicklungsboard würde ich das auch nicht nennen. Eher Trainingsboard, 
Spielwiese ... Für den Einstieg finde ich es trotzdem ok. Leider weiß 
ich, wie schon gesagt, kein 8Bit PIC Board das wirklich viel für richtig 
wenig Geld bietet.

von Axel S. (a-za-z0-9)


Lesenswert?

Robert schrieb:
> ich möchte ein Heimprojekt mit einem µC starten. (Ziel noch offen)
> Erfahrung habe ich nur von Microchip, PIC18F25K22.

Offenes Ziel ist blöd. Zumindest ist es dann ganz schwer, einen 
passenden µC zu empfehlen. Im Zweifel dann doch gleich einen dicken 
Fisch nehmen. Abspecken kann man so ein Design am Ende ja immer noch. 
Wenn überhaupt nötig.

> Eine Kopie von PicKit aus China will ich mir nur ungern hertun...

Das ergibt dann in meinen Augen keinen Sinn. So ziemlich der einzige 
Vorteil der PICs ist ja das billige PicKit und daß man damit Debuggen 
kann. Wenn du diesen Vorteil nicht nutzen willst, warum dann überhaupt 
bei PIC bleiben?

Nimm lieber einen Cortex-M, z.B. so ein STM32F103 Board für EUR 3,- wie 
wir es nebenan [1][2] gerade diskutieren. Das hat ca. die Größe eines 
40-poligen DIL IC, ist mit eingelöteten Stiftleisten auch breadboard- 
tauglich. Software gibt es (im Gegensatz zu PIC auch unverkrüppelt) frei 
zum Download. Und ein Debug-Adapter (ST-Link2) kostet auch nur EUR 3,-. 
Für den Anfang kann man seine Programme aber auch über den Bootloader 
und eine serielle Schnittstelle raufschieben.

[1] Beitrag "Welcher ARM?"
[2] Beitrag "Basteltip: STM32F103 DIP40 Board"

von karll (Gast)


Lesenswert?

Mikroe.com hat einiges im Programm

von Volker S. (vloki)


Lesenswert?

karll schrieb:
> Mikroe.com hat einiges im Programm

Hmmm, ich finde das zum rumspielen alles viel zu teuer. Bzw. viel zu 
wenig drauf um schön spielen zu können.



Robert schrieb:
> Kann mir jemand ein
> gutes Entwicklungsboard empfehlen, das wenig kostet

Vielleicht sollte "wenig kostet" noch mal näher spezifiziert werden.



Axel S. schrieb:
> Software gibt es (im Gegensatz zu PIC auch unverkrüppelt) frei
> zum Download.

Als die ersten Versionen der XC Compiler raus kamen war das richtig 
extrem. Ich hatte da mal eine kleine Diskussion im Microchip Forum.
Lag natürlich alles nicht am absichtlichen Verkrüppeln, nur am 
absichtlichen nicht Optimieren ...

Inzwischen hat sich da aber auch einiges getan und die freien Versionen 
scheinen mir weniger sch... als das persönliche Verhältnis zu 8-Bit PICs 
von einigen in diesem Forum ;-)

Bei den PIC18 (wenn nicht gerade die aller, aller neuesten) kann man 
auch gut noch den älteren C18 Compiler verwenden. Da ist der Unterschied 
zwischen Free und Full Version meiner Meinung nach gar nicht relevant. 
Die kleinere Code Größe der Full Version hat meistens den Nachteil einer 
langsameren Ausführung. An Speicher fehlt es dagegen selten...

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.