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Forum: HF, Funk und Felder Fliegengitter als EMV-Abschirmung


Autor: Schirmträger (Gast)
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Hallo zusammen.

Wie ihr ja wisst sind Messkammern für die EMV etwas sehr teures.
Jetzt habe ich mir gedacht, dass ich mir für Vormessungen eine Kammer 
aus Holz und Metall-Fliegengitter Baue, dass wenigstens ein Teil des 
Frequenzbereichs abgeschirmt ist.
Ich weiß, dass man eigentlich EMV-Dichtungen braucht, dass es gut wird.
Aber das Fliegengitter müsste doch zumindest einen Teil ganz gut 
abschirmen.
Ich hab mal gelesen, dass die Maschenweite < ein Dreisigstel der 
Wellenlänge sein muss um 99,9% abzuschirmen.
Hat da jemand Erfahrungen?
Wie gesagt, es soll keine Norm-Messung werden. Ich will nur 
Störstrahlung von außen ein Wenig dämpfen.

Oder anders herum gefragt. Könnte ich mein 2,5 GHz W-LAN mit einem 
geschlossenen Kasten aus Fliegengitter abschirmen?
2,5 GHz ergibt eine Wellenlänge von 0,12 m.
Durch 30 ergibt 4 mm.
Wenn ich also eine Maschenweite von 1 mm verwende müsste es doch gehen. 
Oder nicht?

Danke schon mal für eure Antworten.

Autor: Dennis (Gast)
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Nimm doch Stahlblech :-)

Autor: Schirmträger (Gast)
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Ich hab erwartet, dass sich einige lustig machen.

Einfache Frage: Schirmt metallisches Fliegengitter ab?

Autor: Kiefer unten (Gast)
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Schirmträger schrieb:
> Ich hab erwartet, dass sich einige lustig machen.
>
> Einfache Frage: Schirmt metallisches Fliegengitter ab?

Nein es schirmt nicht ab, aber es dämpft.

Was du willst ist aber Abschirmung und keine undefinierte Dämpfung. 
Sonst geht's dir wie den Seemann der Wasser im Boot entdeckt und voller 
Panik nach dem leck sucht - dabei ist nur ein Glas wasser umgekippt.

Autor: Ich (Gast)
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Einfache Antwort: Ja.

Spannend ist die Schirmdämpfung. Langer hat so metallisiertes Gewebe und 
schafft damit 40-50 dB: https://langer-emv.de/de/category/pcb/39
=> Wieviel dB willst bzw. musst Du denn dämpfen können?

Ansonsten: Metallblech verlötet geht gut, z.B. Weißblech oder Kupfer 
(bzw. FR4 kupferkaschiert, lötet sich wegen der geringeren thermischen 
Masse leichter).

Autor: Schirmträger (Gast)
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Kiefer unten schrieb:
> Nein es schirmt nicht ab, aber es dämpft.

Ja richtig. Alles dämpft nur. Ist nur die Frage wie stark.

Kiefer unten schrieb:
> Was du willst ist aber Abschirmung und keine undefinierte Dämpfung.
> Sonst geht's dir wie den Seemann der Wasser im Boot entdeckt und voller
> Panik nach dem leck sucht - dabei ist nur ein Glas wasser umgekippt.

Schöner Vergleich.

Also wie stark dämpft das Fliegengitter mein 2,5 GHz W-LAN?

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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ein recht gutes "Schirmmittel" hat wohl jeder in der Küche.

Autor: Schirmträger (Gast)
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Ich schrieb:
> Ansonsten: Metallblech verlötet geht gut, z.B. Weißblech oder Kupfer
> (bzw. FR4 kupferkaschiert, lötet sich wegen der geringeren thermischen
> Masse leichter).

OK.
Fliegengitter wäre halt schön einfach zu verarbeiten.
Einfach auf einen Holzrahmen spannen.

Ich schrieb:
> 40-50 dB

Das wäre optimal. Aber mit Fliegengitter nicht denkbar (..geschätzt).
Das metallische Gewebe ist schweine-teuer.

Autor: Schirmträger (Gast)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> ein recht gutes "Schirmmittel" hat wohl jeder in der Küche.

Kochtopf?

Autor: Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)
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Naja, das mit dem Abschirmen ist irgendwie doch nur schwarze Magie.
Ich habs selbst ausprobiert. Handy in die Mikrowelle gelegt,
Tür zu, und dann von anderem Handy meins angerufen. Klingelt perfekt. 
Verbindung mit dem Sendemast muss also existieren.

Wie zum Geier kommen die Strahlen da rein, wenn eigentlich aus der 
Mikrowelle gar nix mehr rauskommen darf?
Handies haben doch ca 900MHz oder 1800MHz... Das ist länger als die 
2.4GHz der µWelle...

Autor: Kiefer unten (Gast)
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Ich schrieb:
> metallisiertes Gewebe

Fliegengitter ist aber kein HF-dichtes Gewebe, ich würd mich auch nicht 
darauf verlassen das es überall gut leitet. Da haste mal schnell durch 
Einschlüße im Gitterdraht elektrisch gesehen ein "Loch" im Gitter 
während äußerlich alles fein ausschaut. Oder dir rostet ein Drähtchen 
weg.

Abgesehen davon, wie willst du einen mechanisch stabilen Kasten aus 
Fliegengitter bauen?

Autor: Ich (Gast)
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Als Orientierung kannst Du hier mal schauen:
http://www.aaronia.de/produkte/abschirmungen/

Vorsichtiger Hinweis: Die Messungen der Firma sind in der EMV-Welt nicht 
unumstritten, als grobe Orientierung sollten die Werte aber taugen.

Autor: Kiefer unten (Gast)
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Schirmträger schrieb:
> Einfach auf einen Holzrahmen spannen.

Das geht mit Metallfolie auch.

Autor: Schirmträger (Gast)
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Martin G. schrieb:
> aja, das mit dem Abschirmen ist irgendwie doch nur schwarze Magie.
> Ich habs selbst ausprobiert. Handy in die Mikrowelle gelegt,
> Tür zu, und dann von anderem Handy meins angerufen. Klingelt perfekt.
> Verbindung mit dem Sendemast muss also existieren.

Interessanter Versuch.
Hätte nicht gedacht, dass es klingelt. Ich habe aber auch keine 
HF-Dichtung an meiner Mikrowelle ;-)

Martin G. schrieb:
> Handies haben doch ca 900MHz oder 1800MHz... Das ist länger als die
> 2.4GHz der µWelle...

Korrekt.

Kiefer unten schrieb:
> Fliegengitter ist aber kein HF-dichtes Gewebe, ich würd mich auch nicht
> darauf verlassen das es überall gut leitet. Da haste mal schnell durch
> Einschlüße im Gitterdraht elektrisch gesehen ein "Loch" im Gitter
> während äußerlich alles fein ausschaut. Oder dir rostet ein Drähtchen
> weg.

Ok. Könntest du recht haben.

Kiefer unten schrieb:
> Abgesehen davon, wie willst du einen mechanisch stabilen Kasten aus
> Fliegengitter bauen?

Wie oben erwähnt, Holzrahmen.

Autor: Schirmträger (Gast)
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Ich schrieb:
> http://www.aaronia.de/produkte/abschirmungen/

Aha. Aus der Esoterik-Ecke.
Ziemlich teuer das Zeugs. Aber eventuell ganz gut brauchbar.
Fliegengitter wäre halt sehr günstig.
Danke für den Tip.

Autor: Schirmträger (Gast)
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Kiefer unten schrieb:
> Schirmträger schrieb:
>> Einfach auf einen Holzrahmen spannen.
>
> Das geht mit Metallfolie auch.

War auch mein erster Gedanke -> Alufolie.
Aber das Zeug ist so empfindlich. Man bleibt ein mal dran hängen und 
schon kaputt.

Andere Frage noch.
Meiner Meinung nach muss die Schirmung nicht geerdet werden. Ich lese 
aber immer wieder, dass der Schirm von Schirmboxen geerdet wird. Woher 
kommt das?

Autor: Kiefer unten (Gast)
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Martin G. schrieb:

> Ich habs selbst ausprobiert. Handy in die Mikrowelle gelegt,
> Tür zu, und dann von anderem Handy meins angerufen. Klingelt perfekt.
> Verbindung mit dem Sendemast muss also existieren.
>
> Wie zum Geier kommen die Strahlen da rein, wenn eigentlich aus der
> Mikrowelle gar nix mehr rauskommen darf?

Lt. diesem Artikel darf schon was rauskommen - und für Handy reicht:

http://www.zeit.de/2009/22/Stimmts-Mikrowellenstrahlung

Autor: Kiefer unten (Gast)
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Schirmträger schrieb:
> War auch mein erster Gedanke -> Alufolie.
> Aber das Zeug ist so empfindlich. Man bleibt ein mal dran hängen und
> schon kaputt.

?Metallisierte Folie wie bspw. Rettungsdecke? Ist hier auch schonmal 
diskutiert worden: Beitrag "2.4GHz abschirmen mit Alubedampfter Folie?"

Autor: Karl (Gast)
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Schirmträger schrieb:
> War auch mein erster Gedanke -> Alufolie.
> Aber das Zeug ist so empfindlich. Man bleibt ein mal dran hängen und
> schon kaputt.

Mach ein Sandwitch. Holz (tragend), Alufolie, Zwischenlage, Alufolir, 
Zwischenlage, Holz (dünn).

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Schirmträger schrieb:
> ▶ J-A von der H. schrieb:
>> ein recht gutes "Schirmmittel" hat wohl jeder in der Küche.
>
> Kochtopf?

Alufolie?

gut, es gibt Leute die Ihren Haushalt etwas anders organisieren,
da muss man für Alufolie extra in den Keller gehen.

Ich hatte mir mal ein paar rollen "Lichtschachtabdeckung" in einem 
Discounter mitgenommen. Ist auch feinstes Drahtgewebe, da kommt ein 
Handyanruf nicht durch.

Handies in Alufolie, in Kochtöpfen (mit Metalldeckel drauf)
schreien sofort nach Hilfe.

Martin G. schrieb:
> Handy in die Mikrowelle gelegt,
> Tür zu, und dann von anderem Handy meins angerufen. Klingelt perfekt.
> Verbindung mit dem Sendemast muss also existieren.
> Wie zum Geier kommen die Strahlen da rein

das ist eben Voodoo ;)

Autor: Schirmträger (Gast)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> Ich hatte mir mal ein paar rollen "Lichtschachtabdeckung" in einem
> Discounter mitgenommen. Ist auch feinstes Drahtgewebe, da kommt ein
> Handyanruf nicht durch.

Also Fliegengitter!

Muss man es nun erden oder nicht?

Autor: soul e. (souleye)
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Schirmträger schrieb:

> Andere Frage noch.
> Meiner Meinung nach muss die Schirmung nicht geerdet werden. Ich lese
> aber immer wieder, dass der Schirm von Schirmboxen geerdet wird. Woher
> kommt das?

Große Metallteile, auf oder in denen mit Netzspannung hantiert wird, 
werden gerne auf ein definiertes Potential gelegt. So sind im Fehlerfall 
eindeutige Ableitbedingungen vorhanden.

Technisch reicht es, den Schirm auf HF-Masse zu legen. Das ergibt sich 
von selber, wenn ein paar N- oder BNC-Durchführungen verbaut sind.

Autor: Werner H. (werner45)
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Hallo Schirmträger!

Fliegengitter kann durchaus geeignet sein.
Edelstahlgitter nicht, verzinkte eventuell schon.

Wenn mit schon verzinktem Draht gewoben wurde - nein.
Wenn nach dem Weben verzinkt wurde - ja.

Man kann mit der Lupe erkennen, ob die Drähte an den Kreuzungsstellen 
mit Zink "verlötet" sind oder nicht.

Gruß   -   Werner

Autor: HF-Werkler (Gast)
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Fliegengitter alleine reicht ja nicht, um eine gute Schirmung (>60dB) 
bei 2.4Ghz zu erreichen. Zum Abschwächen von irgendwelchen GSM 900 und 
TV/Rundfunksender sollte es schon gehen, und da hat man meist ein 
Problem bei Freifeldmessungen.

Das Problem wird die Kontaktierung an jeder "Ecke" sein, nicht dass da 
ein Schlitz entsteht, der die Schirmung öffnet. Auch muss das Gitter 
dauerhaft leitfähig verbunden sein (über die ganzen Flächen). Da sehe 
ich mit wenig Aufwand eher ein Problem.

Auch gut geeignet ist ein Keller mit Stahlbetonwänden, da hat man dann 
meist eine natürliche Schirmung, die nicht soo schlecht ist.

Zum Mobiltelefon in der Mikrowelle:
Die Tür der Mikrowelle hat eine frequenzselektive Dichtung 
("Transformierte Leitung"), d.h. sie funktioniert nur bei ca. 2.44GHz 
gut, braucht aber dafür keine leitfähige Dichtung. Da Mobiltelefone für 
die Verbindung zum Sendemast aber gänzlich andere Frequenzen nutzen, ist 
die Schirmwirkung einer Mikrowelle eher sehr stark begrenzt.

Autor: Uwe M. (uwem)
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HF-Werkler schrieb:
> Zum Mobiltelefon in der Mikrowelle:
> Die Tür der Mikrowelle hat eine frequenzselektive Dichtung
> ("Transformierte Leitung"), d.h. sie funktioniert nur bei ca. 2.44GHz
> gut, braucht aber dafür keine leitfähige Dichtung. Da Mobiltelefone für
> die Verbindung zum Sendemast aber gänzlich andere Frequenzen nutzen, ist
> die Schirmwirkung einer Mikrowelle eher sehr stark begrenzt.

Was man allerdings machen kann, ein Smartphone in ein WLAN-Netz 
einbuchen und dann mit einer App die Feldstärke messen.

Aus Neugier habe ich mal ein DECT-Telefon genommen und mir die 
Feldstärke bei geöffneter und geschlossener Tür anzeigen lassen. Bei der 
einen Mikrowelle war der Unterschied etwas über und bei der anderen 
etwas unter 30 dB. Allerdings ist das wenig aussagekräftig, weil die 
Mikrowelle nicht gedreht wurde, so dass die Schirmung an einer anderen 
Stelle geringer ausfallen kann. Weiterhin ergeben sich in der Mikrowelle 
stehende Wellen, wodurch sich Additionen und Auslöschungen ergeben, die 
auch einen erheblichen Einfluss auf den Test haben. Natürlich passte 
auch die Sendefreqeunz mit ca. 1,9 GHz nicht ganz.

Daher wollte ich das auch mit einem Smartphone ausprobieren, aber 
irgendwie funktionierte die App nicht richtig. Sie zeigte immer den 
selben Pegel an, egal ob in der Mikrowelle, außerhalb oder gar in einem 
anderen Zimmer.


Zum eigentlichen Thema.
Wie hier schon geschrieben, ist es nicht nur wichtig welches Material 
man zur Schirmung verwendet, sondern auch, dass es keine Schlitze gibt, 
also eine Rundumkontaktierung sichergestellt ist. Weiterhin müssen alle 
in die Schirmkammer führenden Kabel gefiltert oder wenigstens über 
Durchführungskondensatoren geführt werden. Macht man dies nicht, so 
wirken die Kabel außerhalb der Kammer als Empfangsantenne und innerhalb 
der Kammer als Sendeantenne.


Gruß

Uwe

: Bearbeitet durch User
Autor: Hans W. (hans-)
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hat kein definiertes verhalten zwischen den einzelnen drähten...

darum nimm folie... alu ist nett, aber naja... hat oxid-schicht...

lieber Kupfer, Messing oder dergleichen... teurer, lässt sich aber 
verlöten

Kurzfristig zum probieren ist übrigens alufolie super weil billig :)

73

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Schirmträger schrieb:
> Wie ihr ja wisst sind Messkammern für die EMV etwas sehr teures.
> Jetzt habe ich mir gedacht, dass ich mir für Vormessungen eine Kammer
> aus Holz und Metall-Fliegengitter Baue, dass wenigstens ein Teil des
> Frequenzbereichs abgeschirmt ist.

achte drauf daß Deine "Kammer" groß genug werden muss. Denn sonst bist 
Du mit Deiner Antenne noch im Nahfeld Deines DUTs und misst daher keine 
brauchbaren Werte. Außerdem brauchst Du Absorber auf der Innenseite, 
ansonsten bauen sich da bei einigen Frequenzen stehende Wellen auf und 
Du bekommst auch wieder unbrauchbare Werte.

Bevor Du da irgendwas auch nur einigermaßen brauchbares rausbekommst, 
steckst Du da einen riesigen Haufen Geld rein.

Ich würde Dir eher 2 andere Varianten vorschlagen:

a) Such Dir irgendwo in Deiner Umgebung nen abgelegenes, unbewohntes 
Seitental. Desto steiler und unzugänglicher, desto besser. Dort wo es 
kein Handyempfang gibt und der Radioempfang schon schlechter wird. Dann 
besorgst Du Dir einen mobilen Spekki und meinetwegen einen kleinen 
Generator+lange Kabeltrommel und fährst dort hin um Deine Vorabmessungen 
zu machen. Das gibt eine Freifeldmessung, wenn Du ein paar Dinge 
beachtest können da ziemlich brauchbare Messwerte rauskommen.

b) Du baust Dir eine TEM-Zelle in welche Dein DUT reinpasst. Die 
Messwerte die Du da rausbekommst werden nicht so gut sein wie die aus 
oben beschriebener Freifeldmessung. Aber dafür kannst Du sie bei Dir auf 
dem Schreibtisch betreiben.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hp M. (nachtmix)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> ein recht gutes "Schirmmittel" hat wohl jeder in der Küche.

Aber nicht, das was du meinst, sondern Streckmetall 
https://de.wikipedia.org/wiki/Streckmetall vom Spritzschutz für die 
Bratpfanne.
Das wird nämlich aus einem Stück gefertigt und hat nicht 1000 
Wackelkontakte pro Quadratzentimeter.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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ich meinte Alufolie. wo hat die Wackelkontakte?

Autor: Hp M. (nachtmix)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> ich meinte Alufolie. wo hat die Wackelkontakte?

Ich hatte dies gelesen:
▶ J-A von der H. schrieb:
> Ich hatte mir mal ein paar rollen "Lichtschachtabdeckung" in einem
> Discounter mitgenommen. Ist auch feinstes Drahtgewebe, da kommt ein
> Handyanruf nicht durch.

Ich hatte angenommen, dass der TE während des Betriebs in den Kasten 
hineinsehen möchte.
Das geht mit Alufolie nicht besonders gut, und sie ist auch mechanisch 
empfindlich.

Wenn Sichtverbindung nicht nötig ist, kann man auch aus Platinenmaterial 
einen Kasten bauen, und lötet den ringsrum zu.
Fertig.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Schirmträger schrieb:
> Martin G. schrieb:
>> aja, das mit dem Abschirmen ist irgendwie doch nur schwarze Magie.
>> Ich habs selbst ausprobiert. Handy in die Mikrowelle gelegt,
>> Tür zu, und dann von anderem Handy meins angerufen. Klingelt perfekt.
>> Verbindung mit dem Sendemast muss also existieren.

Du hast vergessen, den Micro einzuschalten....

Autor: Schirmträger (Gast)
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soul e. schrieb:
> Große Metallteile, auf oder in denen mit Netzspannung hantiert wird,
> werden gerne auf ein definiertes Potential gelegt. So sind im Fehlerfall
> eindeutige Ableitbedingungen vorhanden.
>
> Technisch reicht es, den Schirm auf HF-Masse zu legen. Das ergibt sich
> von selber, wenn ein paar N- oder BNC-Durchführungen verbaut sind.

Verstehe ich dich richtig, dass die Erdung von Schirmboxen rein 
sicherheitsrelevante Gründe hat. Oder kann eine ungeschirmte Box 
irgendwie in Wechselwirkung mit EM-Felder treten, wenn sie kein 
definiertes Signal hat?

Werner H. schrieb:
> Fliegengitter kann durchaus geeignet sein.
> Edelstahlgitter nicht, verzinkte eventuell schon.
>
> Wenn mit schon verzinktem Draht gewoben wurde - nein.
> Wenn nach dem Weben verzinkt wurde - ja.
>
> Man kann mit der Lupe erkennen, ob die Drähte an den Kreuzungsstellen
> mit Zink "verlötet" sind oder nicht.

Danke für den Tipp.

HF-Werkler schrieb:
> Das Problem wird die Kontaktierung an jeder "Ecke" sein

Und wenn ich das Fliegengitter doppelt ausführe. Mit einem, sagen wir 
mal, 10 cm überlappenden Versatz. Die Tür wird natürlich zum Problem !?!

Uwe M. schrieb:
> Weiterhin müssen alle
> in die Schirmkammer führenden Kabel gefiltert oder wenigstens über
> Durchführungskondensatoren geführt werden. Macht man dies nicht, so
> wirken die Kabel außerhalb der Kammer als Empfangsantenne und innerhalb
> der Kammer als Sendeantenne.

Stimmt. Das kleine Gerät ist Batteriebetrieben und hat keine 
Anschlussleitungen. Ich will es komplett rein legen.

Gerd E. schrieb:
> achte drauf daß Deine "Kammer" groß genug werden muss. Denn sonst bist
> Du mit Deiner Antenne noch im Nahfeld Deines DUTs und misst daher keine
> brauchbaren Werte. Außerdem brauchst Du Absorber auf der Innenseite,
> ansonsten bauen sich da bei einigen Frequenzen stehende Wellen auf und
> Du bekommst auch wieder unbrauchbare Werte.

Was heißt bei dir groß genug.

Gerd E. schrieb:
> b) Du baust Dir eine TEM-Zelle in welche Dein DUT reinpasst. Die
> Messwerte die Du da rausbekommst werden nicht so gut sein wie die aus
> oben beschriebener Freifeldmessung. Aber dafür kannst Du sie bei Dir auf
> dem Schreibtisch betreiben.

Auch ziemlich teuer. Wie gesagt, relativ billig und trotzdem relativ 
hohe Dämpfung. Die Frage ist jetzt nur wie viel dB ich mit meinem 
Fliegengitter hin bekomme. Lohnt ein Bauversuch oder wäre das 
vergebliche Mühe?

Hp M. schrieb:
> ▶ J-A von der H. schrieb:
>> ein recht gutes "Schirmmittel" hat wohl jeder in der Küche.
>
> Aber nicht, das was du meinst, sondern Streckmetall
> https://de.wikipedia.org/wiki/Streckmetall vom Spritzschutz für die
> Bratpfanne.
> Das wird nämlich aus einem Stück gefertigt und hat nicht 1000
> Wackelkontakte pro Quadratzentimeter.

Super danke.

Hp M. schrieb:
> Ich hatte angenommen, dass der TE während des Betriebs in den Kasten
> hineinsehen möchte.

Wäre super, mein kleines Gerät hat nämlich ein Display.


Ich glaube das mit der Mikrowelle und dem Handy und der W-LAN-Verbindung 
probiere ich auch mal aus. Kennt jemnand eine brauchbare App für die 
Pegelanzeige?

Autor: Schirmträger (Gast)
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Ach noch was.
Wenn ich mein Handy vor die Mikrowellen-Tür halte während sie läuft, 
dann habe ich absolut keinen Empfang.
Erst wenn ich 50 cm weg gehe.

Autor: Kiefer unten (Gast)
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Schirmträger schrieb:

> Wenn ich mein Handy vor die Mikrowellen-Tür halte während sie läuft,
> dann habe ich absolut keinen Empfang.
> Erst wenn ich 50 cm weg gehe.

Sicher? Vielleicht hast du ja zuviel Empfang, meint das Handy regelt die 
Empfindlichkeit des Empfängers runter weil die Mikrowelle einstrahlt und 
den HF-Verstärker in die Sättigung treibt.


Oder es ist nicht der Mikrowellengenerator sondern der Motor des 
Drehtellers der die nähere Umgebung verseucht.
Bei uns in der Küche ist es die Kaffemaschine die beim mahlen den 
WLAN-Empfang des ca 50 cm daneben stehenden Internetradios abbrechen 
lässt.

Autor: Sven D. (sven_la)
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Schirmträger schrieb:
> Was heißt bei dir groß genug.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nahfeld_und_Fernfeld_%28Antennen%29

Schirmträger schrieb:
> Die Frage ist jetzt nur wie viel dB ich mit meinem
> Fliegengitter hin bekomme. Lohnt ein Bauversuch oder wäre das
> vergebliche Mühe?

Du willst wissen welche Dämpfung Du mit Metallgaze erreichst. Logisch 
lohnt sich dann der Versuch denn es heisst nicht umsonst "Versuch macht 
kluch".

Autor: Schirmträger (Gast)
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Kiefer unten schrieb:
> Sicher? Vielleicht hast du ja zuviel Empfang, meint das Handy regelt die
> Empfindlichkeit des Empfängers runter weil die Mikrowelle einstrahlt und
> den HF-Verstärker in die Sättigung treibt.

Keine Ahnung. Es hat zumindest keinen Empfang.

Kiefer unten schrieb:
> Oder es ist nicht der Mikrowellengenerator sondern der Motor des
> Drehtellers der die nähere Umgebung verseucht.
> Bei uns in der Küche ist es die Kaffemaschine die beim mahlen den
> WLAN-Empfang des ca 50 cm daneben stehenden Internetradios abbrechen
> lässt.

Wenn ich nur den Grill einschalte, dann hat das Handy noch Empfang.
Und der Teller dreht sich trotzdem.
Aber das mit dem Mahlwerk der Kaffeemaschine ist schon der Hammer.
Ich gehe davon aus, dass dein Radio und die Kaffeemaschine ein 
CE-Zeichen haben ;-)

Autor: soul e. (souleye)
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Schirmträger schrieb:

>> Technisch reicht es, den Schirm auf HF-Masse zu legen. Das ergibt sich
>> von selber, wenn ein paar N- oder BNC-Durchführungen verbaut sind.
>
> Verstehe ich dich richtig, dass die Erdung von Schirmboxen rein
> sicherheitsrelevante Gründe hat. Oder kann eine ungeschirmte Box
> irgendwie in Wechselwirkung mit EM-Felder treten, wenn sie kein
> definiertes Signal hat?

Die VDE Erdung hat nur eine Sicherheitsfunktion. Dein Prüfling kann 
nicht durch die Metallwand schauen, d.h. für den ist das die 
Bezugsmasse.

Eine gute (breitbandige) Anbindung an die HF-Masse ist natürlich 
Pflicht, sonst hast Du einen Hohlraumresonator.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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man stelle mal ein Radio (Teleskop oder Wurfantenne)
neben eine Leuchte mit LED-Lampe drin.

hatte hier mal einen Ersatz für eine 12V Halogen-Lampe besorgt.

*BRAAAAAH

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> man stelle mal ein Radio (Teleskop oder Wurfantenne)
> neben eine Leuchte mit LED-Lampe drin.
>
> hatte hier mal einen Ersatz für eine 12V Halogen-Lampe besorgt.

Wenn man die Prüfzeichen, mit denen die Gehäuse über und über bedeckt 
sind, aus Messing fertigen, untereinander verbinden und auf Masse legen 
würde, dann wären die Störungen minimiert.

;-)

MfG Paul

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Wenn in der Mikrowelle 600 Watt HF wüten, und aussen noch 60 Milliwatt 
zu messen sind, dann hat man 40 dB Schirmdämpfung. Das ist nicht so 
viel, wenn der Mobilfunkmast in der Nähe steht.

Als Fliegengitter würde ich Alu vorschlagen, kein verzinktes Eisen, das 
hat die bessere Leitfähigkeit.

: Bearbeitet durch User
Autor: Schirmträger (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Als Fliegengitter würde ich Alu vorschlagen, kein verzinktes Eisen, das
> hat die bessere Leitfähigkeit.

Ja an das hatte ich auch gedacht.

Autor: bernte (Gast)
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dünnes Kupferblech vom Dachdecker hab ich zu Abschirmungszwecken mal 
irgendwo gesehen

Pollin hat sowas gelegentlich im Angebot in der Ramsch Beilage

Autor: bernte (Gast)
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wie wäre es als Alternative Graphitpulver und Klarlack zu mischen und 
damit deine Box zu bepinseln, dürfte die günstige Variante sein
das richtige Mischungsverhältnis für deine Zwecke muss die aber erst 
ermitteln (Leitwert je nach Mischung)

Autor: Schirmträger (Gast)
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bernte schrieb:
> wie wäre es als Alternative Graphitpulver und Klarlack zu mischen und
> damit deine Box zu bepinseln, dürfte die günstige Variante sein
> das richtige Mischungsverhältnis für deine Zwecke muss die aber erst
> ermitteln (Leitwert je nach Mischung)

Ziemliche Sauerei, oder?
Ob ich das sauber flächig aufgetragen bekomme? Das bezweifle ich.
Es gibt fertiges EMV-Spray für das Beschichten von Gehäusen. Ist aber 
sehr teuer.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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in Bastelläden gibts auch diverse Metall-Folien.

Autor: Schirmträger (Gast)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> Bastelläden

??? Bastelläden ???
Was ist damit gemeint?
Für Kindergartenbedarf.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Schirmträger schrieb:
> Was ist damit gemeint?

Hier, solchen Laden meine ich:

http://www.gidf.de

;)

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Graphit ist viel zu hochohmig zur EMV-Schirmung. Nur zur 
elektrostatischen Ableitung geeignet.

Autor: bernte (Gast)
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kupferspray?
es gibt neben diesem schmierigen spray auch welches das angeblich lötbar 
ist und eher wie lack aushärtet
weicon kupferspray

oder

http://www.amazon.de/400-Kupfer-Spray-99%25-reines/dp/B01BOX6VPE/ref=sr_1_4?s=diy&ie=UTF8&qid=1461324141&sr=1-4&keywords=Kupfer-Spray

mit 99% Kupferanteil im Vergleich spottbillig

ich glaube muss mir selbst mal ne dose ordern

Autor: D. M. (da_miez)
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bernte schrieb:
> 
http://www.amazon.de/400-Kupfer-Spray-99%25-reines/dp/B01BOX6VPE/ref=sr_1_4?s=diy&ie=UTF8&qid=1461324141&sr=1-4&keywords=Kupfer-Spray
>
> mit 99% Kupferanteil im Vergleich spottbillig

HAHA Hab mir direkt mal eins gekauft. Das EMV 35 von Kontaktchemie ist 
ja auch auf Kupferbasis kostet bei Reichelt 23,60€ bei halber Füllmenge.

Mal schaun ob das für 5€ auch so niederohmig ist :D



Man beachte auch das Produktvideo auf reichelt dazu -->
http://www.reichelt.de/KONTAKT-260/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=9517&artnr=KONTAKT+260&SEARCH=EMV+35

Kann man unter dem Produktfoto abspielen.
Ne Frau in der Dusche. Schnallt sich danach den BH ran und schaut aus 
dem Fenster über die Skyline der Stadt. Stromausfall. Der Held im 
Kontaktchemie Shirt sprüht das Spray über die Hochhäuser und siehe da 
Strom und Licht sind wieder da. Nur der Lippenstift ist etwas 
verschmiert.

Was zum Geier? Wer denk sich sowas aus o_O Ich dachte erst die haben da 
was falsch verlinkt :D

: Bearbeitet durch User
Autor: Schirmträger (Gast)
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B. R. schrieb:
> Was zum Geier? Wer denk sich sowas aus o_O Ich dachte erst die haben da
> was falsch verlinkt :D

So einen Mist hab ich auch schon lange nicht mehr gesehen.
Dann kauf ich mir auf jeden Fall mal ein paar Dosen für den nächsten 
Stromausfall ;-)

Wenn es so gut abschirmt wie es Stromausfälle repariert, dann taugt es 
bestimmt.
Bin auf deine Tests gespannt.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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sowas wird doch eher gerade umgekehrt als "Stromausfall-Bombe" genutzt.

Metallfasern/-stäube, die sich überall niederschlagen und alles kurz 
schliessen.

Autor: Schirmträger (Gast)
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▶ J-A von der H. schrieb:
> sowas wird doch eher gerade umgekehrt als "Stromausfall-Bombe"
> genutzt.
>
> Metallfasern/-stäube, die sich überall niederschlagen und alles kurz
> schliessen.

Aah, ich verstehe also den Film falsch!
Der Stromausfall kam vom Spray, er wurde nicht durch das Spray behoben.

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Schirmträger schrieb:
> Fliegengitter wäre halt schön einfach zu verarbeiten.
> Einfach auf einen Holzrahmen spannen.
Aber es gibt wirkungsvollrere Materialien, die auch leicht zu 
verarbeiten sind, z.B. spezielles Abschirmvlies.
http://www.schirmung2000.de/index.php?seite=abschirmvlies
Gruß Öletronika

Autor: Schirmträger (Gast)
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U. M. schrieb:
> Hallo,
>> Schirmträger schrieb:
>> Fliegengitter wäre halt schön einfach zu verarbeiten.
>> Einfach auf einen Holzrahmen spannen.
> Aber es gibt wirkungsvollrere Materialien, die auch leicht zu
> verarbeiten sind, z.B. spezielles Abschirmvlies.
> http://www.schirmung2000.de/index.php?seite=abschirmvlies
> Gruß Öletronika

Ja du hast recht.
Aber der Preis spielt auch eine Rolle.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Ich würde Streckmetallgitter nehmen.
Das ist aus einem Teil gefertigt, d.h. die Maschen haben immer 
elektrischen Kontakt miteinander.

Je kleiner die Maschenweite ( Lochgröße ) desto besser die 
Dämpfungwerte.


Anderes Thema ( von weiter oben ):
Soweit ich weiss, haben Mikrowellenöfen eine "Resonanzdichtung".
Bei 2,4 Ghz komm da nix raus ( oder rein ).
Bei Mobiltelefonen aber schon, da die ja um 950 MHz bzw. 1800 MHz 
funken.
Darum bimmelt ein Telefon auch in er µWelle.

Autor: Schirmträger (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Anderes Thema ( von weiter oben ):
> Soweit ich weiss, haben Mikrowellenöfen eine "Resonanzdichtung".
> Bei 2,4 Ghz komm da nix raus ( oder rein ).
> Bei Mobiltelefonen aber schon, da die ja um 950 MHz bzw. 1800 MHz
> funken.
> Darum bimmelt ein Telefon auch in er µWelle.

W-LAN (2,4 GHz) sollte dann ja nicht funktionieren, tut es aber.
Wenn ich einen Film über W-LAN streame, dann mein Smartphone in die 
Mikrowelle lege und die Tür schließe, dann kann ich durch die 
Glasscheibe den Film weiter kucken.
Also bedämpft das Mikrowellengehäuse nur sehr schlecht, was mir ein 
Wenig Sorgen macht.
Oder gibts einen andere Erklärung dafür?

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Stefan M. schrieb:
> Soweit ich weiss, haben Mikrowellenöfen eine "Resonanzdichtung".
> Bei 2,4 Ghz komm da nix raus ( oder rein ).
> Bei Mobiltelefonen aber schon, da die ja um 950 MHz bzw. 1800 MHz
> funken.
> Darum bimmelt ein Telefon auch in er µWelle.

ist dann aber schon komisch, wie es andere Passiv-Strukturen,
die so garnix mit Funk/Hf zu tun haben, es schaffen,
den Handy-Empfang erfolgreich zu blockieren.

is' halt Voodoo ;)

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Hallo Sultan ;)

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Schirmträger schrieb:
> W-LAN (2,4 GHz) sollte dann ja nicht funktionieren, tut es aber.
> Wenn ich einen Film über W-LAN streame, dann mein Smartphone in die
> Mikrowelle lege und die Tür schließe, dann kann ich durch die
> Glasscheibe den Film weiter kucken.
> Also bedämpft das Mikrowellengehäuse nur sehr schlecht, was mir ein
> Wenig Sorgen macht.
> Oder gibts einen andere Erklärung dafür?

Ich meine, so eine einfache Ja-Nein Betrachtung bringt hier nix.

Funkgeräte im allg. und auch Mobillfunktelefone haben einen sehr großen 
Dynamikbereich bei der Empfangsleistung. Das ist auch norwendig, sonst 
könnten sie nicht einerseits direkt nahe dem Funkmast genauso 
funktionieren, wie einige km entfernt.
Mit 10 fachen Abstand verringert sich aber die Feldstärke auf etwa 
Hunderstel.

Wenn du also angenommen eine Empfangsfeldstärke hast, die 200 mal höher 
ist als die minimal notwendige, dann kann die Abschirmung 99% wegnehmen 
und nur ein 1% durchlassen, aber immer noch kann das Handy empfangen, 
weil die Feldstärke noch doppelt so hoch ist wie die minimal notwendige.

Eine 99% Abschirmung ist aber für eine Mikrowelle ausreichend, weil dann 
nur wenige W Leistung verteilt über alle Spalte und Löcher ringsum 
austreten können. Davon könntest du widerum mit dem Körper nur einen 
Teil absorbieren. Das ist dann weniger als die Handystrahlung, wenn du 
die Antenne dicht an den Körper hälst.

Abgesehen davon wurde ja schon festgestellt, dass die Frequenz der 
Mikrowellenstahlung noch ein Stück höher liegt, als die Wellenlange im 
Mobilfunkt, so dass die Abschirmung da auch noch ein Stück wirksamer 
ist.
Gruß Öletronika

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Schirmträger schrieb:
> Also Fliegengitter!
>
> Muss man es nun erden oder nicht?

Nach dem was ich weiß sollte man es unbedingt erden.

Wenn du nur eine große, ungeerdete Metallfläche verbaust, dann kann 
diese Metallfläche die ankommende HF-Strahlung auf einer großen Fläche 
verteilen und dient auch als Antenne.

Quasi so wie der lange Metalldraht in einem Tunnel der die HF-Strahlung 
vom Eingang bis in den Tunnel leitet und dort verteilt.
Die ganze Fläche wird dann zu einer gleichmäßigen Abstrahlfläche.
Hab das jedenfalls in einem Bericht zur Dämpfung von elektromagnetischen 
Feldern gelesen.

Wenn diese Metallfläche geerdet ist, dann wird ein Teil des Feldes gegen 
Erde abgeleitet, ein Teil reflektiert (bei guter Erdung) und es dringt 
so gut wie nichts durch.


Ich habe mal auf den beiden Fenstern in einem Zimmer eine Folie auf die 
Fenster gelegt und seitlich festgeklebt. Dann habe ich auf dieser Folie 
die Aluminiumfolie geklebt und diese nicht geerdet.
Als Ergebnis hatte ich drinnen jedenfalls keinen Radioempfang und keinen 
Handyempfang mehr obwohl Strahlung noch über die Küche durch die 
Zimmertür eindringen konnte.

Man muss dazu sagen dass der Empfang hier auf dem Dort eh recht 
bescheiden ist.

Autor: Schirmträger (Gast)
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Mike J. schrieb:
> Wenn du nur eine große, ungeerdete Metallfläche verbaust, dann kann
> diese Metallfläche die ankommende HF-Strahlung auf einer großen Fläche
> verteilen und dient auch als Antenne.

Das habe ich auch schon gehört, daher sicherheitshalber erden.

Mike J. schrieb:
> Ich habe mal auf den beiden Fenstern in einem Zimmer eine Folie auf die
> Fenster gelegt und seitlich festgeklebt. Dann habe ich auf dieser Folie
> die Aluminiumfolie geklebt und diese nicht geerdet.
> Als Ergebnis hatte ich drinnen jedenfalls keinen Radioempfang und keinen
> Handyempfang mehr obwohl Strahlung noch über die Küche durch die
> Zimmertür eindringen konnte.

Kein Radio- und kein Handyempfang?
Entweder sitzt du im Funkloch oder deine Wände sind alle aus Stahlbeton.
Hätte nicht gedacht, dass deine Maßnahme so stark bedämpft.

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Schirmträger schrieb:
> Kein Radio- und kein Handyempfang?
> Entweder sitzt du im Funkloch oder deine Wände sind alle aus Stahlbeton.
> Hätte nicht gedacht, dass deine Maßnahme so stark bedämpft.

Man kann das vielleicht nicht unbedingt vergleichen.
Ich habe da kaum Handyempfang und ja, wir sitzen hier im Dorf in einer 
Art Senke.

Wenn ich mit dem Handy telefonieren möchte habe ich draußen mit Glück 
drei Balken und im Haus muss ich am Fenster stehen, deshalb habe ich 
dafür dann auch das Headset oder nutze die Freisprecheinrichtung des 
Handys.
Ich habe extra einen Adapter gebaut der in der Mitte des Fensters 
befestigt wird.

Die Mauern sind auch noch mal 15cm dick und aus roten Backsteinen, die 
Decke aus Stahlbeton.

Ich hatte eigentlich gedacht dass wenigstens durch das ungeschirmte 
Fenster in der Küche noch indirekt etwas Strahlung in den Raum dringt 
und an den Wänden reflektiert wird.

Autor: Rainald62 (Gast)
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Wenn Du innen vom Gitter weit genug weg bleibst, dann reicht es, wenn 
die Gitterkonstante deutlich kleiner als die halbe Wellenlänge ist (von 
wegen 1/30). Die Drähte müssen auch untereinander keinen Kontakt haben 
(außer natürlich über den Türspalt hinweg und an Nähten); im Prinzip 
reichen zwei zueinander senkrechte Lagen paralleler Drähte, siehe 
Quelle.

http://www.hep.princeton.edu/~mcdonald/examples/polarizer.pdf

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