Hallo Leute,
ich habe am Primärkreis meiner Zündspule vom Motorrad folgendes Signal
aufgezeichnet. Das möchte ich mit einen Mikrocontroller auswerten, wozu
ich es aber erstmal etwas verändern muss.
Ich habe hier schon ein paar Beiträge gelesen, aber meistens waren das
nur Ansätze oder Vorschläge, ohne das derjenige das mal komplett fertig
vorstellt.
Mir geht es nur darum, das Signal mit OPV , Optokopller o.ä zu einen
Rechtecksignal umzuwandeln. Ich hatte überlegt einen Schmitt Trigger zu
verwenden, aber:
"The inputs tolerate voltages up to 7.0 V".
Da bin ich ja 393 V zu hoch. ^^
393 V? Ist ja ne ziemlich genaue Angabe für die Abreissspannung, wenn
der Unterbrecher aufmacht, falls du ne Unterbrecherzündung hast.
Abreissspannung ist vielleicht der nicht ganz richtige Begriff, ich
meine samit die Spannung, welche auftritt, wenn man eine Spule plötzlich
entstromt, also quasi ein Relais abschaltet.
Da du eh schon mit einem OPV arbeiten möchtest, dann hast du ja die
Möglichkeit, ein paar windungen um das Zündkabel zu wickeln, und dort
die induzierte Spannung von dieser Spule zu verwerten.
Eine Blitzpistole zum Zündung einstellen, macht das auch nach diesem
Verfahren. Könnte sogar auch mit einem Hallsensor funktionieren.
Bei der AU läuft das u. A. auf diesen Verfahren, um die Drehzahl
abzugreifen, tlw auch auf die getaktete Spannung der Lichtmaschine, da
es sich ja nur um eine gleichgerichtete, nicht geglättete Spannung
handelt.
Die Batterie glättet zwar gewaltig, aber eine Restwelligkeit ist dennoch
vorhanden, welche man auswerten kann.
Setze da mal an.
Hi,
die 393 V waren nur so in den Raum geworfen, da das Oszi so pi mal
Daumen 400 V anzeigt.Die Idee ist vielleicht nicht schlecht. Ich werde
mal mit ein paar Windungen an der Sekundäsrseite schauen, wie das Signal
ausschaut.
Matthias Peters schrieb:> Ich habe hier schon ein paar Beiträge gelesen, aber meistens waren das> nur Ansätze oder Vorschläge, ohne das derjenige das mal komplett fertig> vorstellt.
Dann hast du nicht richtig gelesen. Es gibt mehrere bewährte (und
obendrein äußerst simple) Schaltungen zum kapazitiven Abgriff des
Zündimpulses. Nur setzen die eben einfach dort an, wo es wirklich
einfach und deswegen besonders sinnvoll ist: Auf der Sekundärseite der
Zündspule.
> ich habe am Primärkreis meiner Zündspule vom Motorrad folgendes Signal> aufgezeichnet. Das möchte ich mit einen Mikrocontroller auswerten, wozu> ich es aber erstmal etwas verändern muss.
Wenn du aus unerfindlichen Gründen darauf bestehst, die Primärseite zu
behelligen, kann dir folgender Tipp am ehesten weiterhelfen: Hier steckt
die Information im Strom durch die Spule, bzw. eigentlich: in dessen
Gradienten, also der Geschwindigkeit, mit der er sich ändert.
Wenn du deinen faulen Arsch also mal zu einer Strommessung aufraffst,
wirst du sofort sehen, was zu tun ist (ein Minimum an Kenntnissen der
Elektronik sei mal hoffnungsvoll vorausgesetzt).
Willste im Endeffekt nur die Drehzahl messen?
Dann Zapf die Wechselspannungsseite der Lima an, da sind die Signale
"schöner".
Altes Bild mit grotten alten USB Oszi im Anhang ;)
c-hater schrieb:> Wenn du aus unerfindlichen Gründen darauf bestehst, die Primärseite zu> behelligen,
Nur mal zur Info, die Primärseite einer Zündspule ist durchaus die Seite
am Bordnetz. Die Sekundärseite ist die mit der Hochspannung zur Kerze.
c-hater schrieb:> Wenn du deinen faulen Arsch
Deine Ausdrucksweise ist eines Forenteilnehmers unwürdig - du solltest
mal ein wenig dran arbeiten. Immerhin hat der TE nichts davon
geschrieben, das er das in C auswerten will.
Ist doch simpel, über einen Widerstand verbinden und controllerseitig
mit einem C und Diode (Z oder normal gegen Vcc) auf Portpegel begrenzen.
Die Schwinger kannst du rausrechnen.
Ich würde mich auch lieber mal den Stromfluss konzentrieren, denn der
bringt die Spule zum Funktionieren. Die Spannung ist nur eine Wirkung
des Stromes.
Dazu müsste es schon genügen, die Eingangsleitung zur Zündspule durch
eine Ringkern-Spule zu stecken.
batman schrieb:> Naja, die Spannung kommt von der Batterie und das auch ganz ohne> Strom.
Ohne Strom kein Impuls. Also ist es schon besser, den Strom zur
Zündspule zu überwachen...
So ein Quatsch, die Batterie und der Unterbrecher allein würden auch
ohne Stromfluß ein Spannungssignal liefern. Und ein CMOS-Port kann
bekanntlich auch mit einer Spannung gesteuert werden.
batman schrieb:> Sorry aber ich hab gerade keine Zeit zum Trollehüten.
Musst du auch nicht, nachdenken reicht schon.
Nächste Frage: Wie ändert sich der Stromfluss in der Zuleitung zur
Zündspule?
Antwort: Zwischen Null und 100%
Und wie ändert sich die Spannung?
Antwort: Sie bricht nur ein wenig ein.
Und jetzt die entscheidende Frage: Was läßt sich besser auswerten, eine
Stromänderung zwischen 0 und 100% oder eine Spannungsänderung zwischen
100% und vielleicht 98% ?
oszi schrieb:> Kannst Du das Oszi auch richtig bedienen?> Wo ist denn die "0"?
Ich habs so getriggert, das es bei der positiven Flanke anfängt,
vielleicht bei 200 V. Logischerweise sind die 0 V davor also nicht zu
sehen.
Ich bekomme bei meinen Kawasaki 4 Zylindermotor in 1000 U/min ca 16
Signale pro Sekunde an einer Zündspule.
Eine Periode ist also ca 62 ms lang.
Wohlgemerkt die Periode, das eigentlich interessante Signal ist nur 1,5
ms lang. D.h ich habe 60,5 ms lang 0 V. Wenn ich die Zeitachse jetzt
kleiner mache, um mehr Signale aufzuzeichnen damit man die 0 V vor einen
Signal sieht, sehe ich vom Signal aber nichts mehr.. Die Frequenz ist
einfach zu gering im Standgas.
Wenn man das dennoch einstellen kann, bin ich über ein Tipp dankbar.
Das Auswerten des Stromes ist ein guter Tipp.
Ich werde mich damit beschäftigen aber mir vorher die Sekundärseite mal
anschauen. Nases Danke für den Link!