Ich kam da (wieder mal) etwas ins Schleudern als ich den Beitrag "PTB auf der MAKER FAIRE" las. > Maker Faire Ist das wieder mal eine Wortkreation, die es nur in Deutschland gibt? Sowas wie das "Handy"? Denn laut meiner Recherche gibt es zwar den englischen "Maker" als "Schöpfer, Hersteller". Es gibt in England aber blöderweise keine "Faire", sondern nur eine "Fair", die "Messe, Markt, Rummel, Kirmes" bedeutet. In Frankreich gibt es das dann das Verb "faire", das bedeutet "tun". Also ist das entweder eine fehlgeleistete Übersetzung, die eigentlich "Hersteller-Messe" bedeutet, oder eine französisch englische Kooperation, die "Schöpfer tun" heißt. Oder es ist nur das übliche denglische Geschwurbel mit irgendwelchen neudeutschen Anglizismen und es soll eigentlich "Bastler-Ausstellung" heißen? Weitere Fragen wären: wer hat diese Wortkombination geschaffen? Wo tauchte das zum ersten Mal auf?
Entweder das: Lothar M. schrieb: > Oder es ist nur das übliche > denglische Geschwurbel mit irgendwelchen neudeutschen Anglizismen und es > soll eigentlich "Bastler-Ausstellung" heißen? oder es ist nur ein Schreibfehler und sollte "faire Macker" heißen ;)
Lothar M. schrieb: > Ich kam da (wieder mal) etwas ins Schleudern als ich den > Beitrag "PTB auf der MAKER FAIRE" las. >> Maker Faire > Ist das wieder mal eine Wortkreation, die es nur in Deutschland gibt? > Sowas wie das "Handy"? Nein, kommt 1:1 von den Amerikanern die es "erfunden" haben. Erfinder ist angeblich ein gewisser Dale Dougherty, selbsternannter Begründer des "Maker Movement". Der behauptet er hätte auch die Maker Faire erfunden. > Denn laut meiner Recherche gibt es zwar den englischen "Maker" als > "Schöpfer, Hersteller". Ist die Bezeichnung für Hipster-Kiffer-Bastler die nicht Bastler genannt werden wollen. Maker Movement ist im Prinzip eine Hipster-Kiffer-Bastler-Religion. > Es gibt in England aber blöderweise keine > "Faire", sondern nur eine "Fair", die "Messe, Markt, Rummel, Kirmes" > bedeutet. Da musst du den Dale Dougherty fragen. > Also ist das entweder eine fehlgeleistete Übersetzung, > "Hersteller-Messe" bedeutet, oder eine französisch englische > Kooperation, die "Schöpfer tun" heißt. Oder es ist nur das übliche > denglische Geschwurbel mit irgendwelchen neudeutschen Anglizismen und es > soll eigentlich "Bastler-Ausstellung" heißen? Nein, zur Beruhigung, diesmal haben nicht wir Deutsche das Wort verunstaltet. > Weitere Fragen wären: wer hat diese Wortkombination geschaffen? > Wo tauchte das zum ersten Mal auf? Dale Dougherty, 2006 Maker Faire San Mateo County.
Hannes J. schrieb: > Ist die Bezeichnung für Hipster-Kiffer-Bastler die nicht Bastler genannt > werden wollen. Maker Movement ist im Prinzip eine > Hipster-Kiffer-Bastler-Religion. Ich finde an "Bastler" gibt's nichts auszusetzen. Leute die sich nur hobbymäßig mit Elektronik beschäftigen (wie auch ich, zumindest bisher) und sich auf den Schlips getreten fühlen, weil man sie als "Bastler" bezeichnet hätten halt ne ordentliche Ausbildung absolvieren sollen. lg, couka
Leider geht kein direkter Link auf das Ergebnis, aber wer möchte kann die US Markennamen-Datenbank durchsuchen: http://www.uspto.gov/trademarks-application-process/search-trademark-database http://tmsearch.uspto.gov/bin/gate.exe?f=login&p_lang=english&p_d=trmk Basic Word Mark Search (New User) Search Term: Maker Faire > Goods and Services IC 041. US 100 101 107. G & S: Arranging of > exhibitions, seminars, and conferences; entertainment services, namely, > conducting fairs. FIRST USE: 20060422. FIRST USE IN COMMERCE: 20060422 > ... > Filing Date May 25, 2006 ... > Owner (REGISTRANT) O'Reilly Media, Inc. CORPORATION DELAWARE > 1005 Gravenstein Highway Sebastopol CALIFORNIA 95472 > > (LAST LISTED OWNER) MAKER MEDIA, INC. CORPORATION DELAWARE 1005 > GRAVENSTEIN HIGHWAY NORTH SEBASTOPOL CALIFORNIA 95472 ... > Disclaimer NO CLAIM IS MADE TO THE EXCLUSIVE RIGHT TO USE "FAIRE" > APART FROM THE MARK AS SHOWN Sieht man den Disclaimer, dann könnte "FAIRE" alleine sogar älter sein.
Hannes J. schrieb: >>> Maker Faire >> Ist das wieder mal eine Wortkreation, die es nur in Deutschland gibt? >> Sowas wie das "Handy"? > Nein, kommt 1:1 von den Amerikanern die es "erfunden" haben Ah, ok, danke. > zur Beruhigung, diesmal haben nicht wir Deutsche das Wort verunstaltet. So ein Glück. Wir haben es nur unbedarft übernommen ;-)
Lothar M. schrieb: > Es gibt in England aber blöderweise keine "Faire", sondern nur eine > "Fair" Das ist eine (künstlich) altertümliche Schreibweise, die insbesondere in den USA sehr beliebt ist. Wie auch "Ye olde shoppe", oder ein "ck" anstelle des "c" z.B. in "image magick".
Hannes J. schrieb: > Ist die Bezeichnung für Hipster-Kiffer-Bastler die nicht Bastler genannt > werden wollen. Na, die Arroganz des teutschen Inscheniörs gegenüber allen, die nicht mit dem Rechenschieber im Mund geboren wurden trieft ja wieder aus allen Pixeln. Aber klar doch, eine LED anschließen darf man natürlich erst nach 4 Jahren Studium der Etechnik. Inzwischen begeistern die Kiffer-Bastler mehr Schüler für Technik und Nawis als ihr alten Knacker mit eurem Rumgenöle. Und ja, es ist eine alte Schreibweise für Fair = Messe. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Namenswahl bei Heise mal mit markenrechtlichen Gründen erklärt, aber ich finde den Artikel in dem das erwähnt wurde auf die Schnelle nicht.
Also ich bin auch kein Inschenjör, ja nichtmal ansatzweise habe ich beruflich mit Elektronik zu tun. Das hat mich in den letzten über 45 Jahren dennoch nicht von Strom und Spannung abgehalten. ;-) Allerdings konnte ich bisher mit diesem dämlichen "Maker-Faire" auch null-komma-nüscht anfangen. Ich bezeichne mich als Elektronikamateur, meinetwegen auch als Bastler. Naund? Meine Bestätigung finde ich in den gelungenen Projekten und nicht in irgendeinem denglischen Begriff! Mögen sich die Schulhofprozigen damit schmücken, mir ist das zu doof. Old-Papa
Timm T. schrieb: > Aber klar doch, eine LED anschließen darf man natürlich erst nach 4 > Jahren Studium der Etechnik. das ist unfair, ich war jedenfalls sauer als mein "kleiner" Bruder eine LED vor etlichen Jahren an einen Inputport vom Atari anschloß und sich freute das sie leuchtete, ich war nur froh das der Portbaustein die derartige Stromentnahme überlebt hatte. Timm T. schrieb: > Inzwischen begeistern die Kiffer-Bastler mehr Schüler für Technik und > Nawis als ihr alten Knacker mit eurem Rumgenöle. ne ich finde auch toll was Erstsemester so bauen oder erfinden hier: Schüler Idee: elektronisch überwachte Türöffner im Auto voxnow Automobil gestern. @T.T. verurteile nicht alle pauschal.
Hannes J. schrieb: > Ist die Bezeichnung für Hipster-Kiffer-Bastler die nicht Bastler genannt > werden wollen. Maker Movement ist im Prinzip eine > Hipster-Kiffer-Bastler-Religion. Danke, Du hast das zum Ausdruck gebracht, was ich sofort immer irgendwie denke, wenn ich "Maker" höre. Sehr schön. Für mich sind es alles Bastler. Zum Teil mit "Erfindungen", die es schon vor mindestens 20 Jahren gab, die nun aber erneut auftauchen, weil sie evtl. mit einem µC realisiert wurden. Nicht das all das unsinnig wäre, nein, sicher nicht. Es sind auch wirklich tolle neue Ideen dabei. Man denke z.B. nur an Quadrocopter. Die wurden nicht von der Modellbauindustrie erfunden.
Lothar M. schrieb: > Denn laut meiner Recherche gibt es zwar den englischen "Maker" als > "Schöpfer, Hersteller". Es gibt in England aber blöderweise keine > "Faire", sondern nur eine "Fair", die "Messe, Markt, Rummel, Kirmes" > bedeutet. 1977 gab es in US&A die "West Coast Computer Faire" https://en.wikipedia.org/wiki/West_Coast_Computer_Faire Da wurden die ersten privat erschwinglichen Computersysteme vorgestellt. MITS Altair 8080, Apple-1, usw. > Weitere Fragen wären: wer hat diese Wortkombination geschaffen? > Wo tauchte das zum ersten Mal auf? Den Namen hat man gewählt, weil man an diese Selberbasteln-und-mit-allen-teilen - Tradition anknüpfen wollte. Das die deutsche Veranstaltung genauso heisst wie die amerikanische (und nicht etwa "Hobby Tronic") mag am Veranstalter liegen. Man will halt globalisiert wirken.
Hi, danke Euch, wieder was gelernt. Ich dachte bisher, "faire" wäre die Hippster-Schreibweise von "fairy"!? Cheerio, marcus
@MaikerFaireHann (Maker Faire Hannover) sagt auf Anfrage dazu: "So viel wie Jahrmarkt, Festival. Es ist die alte englische Schreibweise, damit es mehr nach Spaß klingt als nach Messe." Quelle: Twitter lg, couka
Timm T. schrieb: > Hannes J. schrieb: >> Ist die Bezeichnung für Hipster-Kiffer-Bastler die nicht Bastler genannt >> werden wollen. > > Na, die Arroganz des teutschen Inscheniörs gegenüber allen, die nicht > mit dem Rechenschieber im Mund geboren wurden trieft ja wieder aus allen > Pixeln. Nein. Es geht nicht darum dass die Bastler keine Ingenieure sind sondern darum dass eine Teilmenge der Bastler plötzlich meint der Begriff Bastler sei nicht mehr gut genug für einen Bastler und man möge fortan Maker genannt werden. Das wirkt lächerlich. Nicht nur auf Ingenieure sondern auch auf normal gebliebene Bastler. Daher der verdiente Hohn. PS: Ich glaube aber nicht dass die kniffen, Kiffer sehen alles etwas lockerer und haben in der Regel keine derart verkrampften Ego-Probleme.
Bernd K. schrieb: > > Es geht nicht darum dass die Bastler keine Ingenieure sind sondern darum > dass eine Teilmenge der Bastler plötzlich meint der Begriff Bastler sei > nicht mehr gut genug für einen Bastler und man möge fortan Maker genannt > werden. Ja, "Maker" die sich im "Hackerspace" treffen.... Hacken kenne ich vom Rübenfeld oder auch vom Computereinbruch, warum man inzwischen an Elektronik hackt (statt verändert oder bastelt) will mir auch nicht in den Kopf. > Das wirkt lächerlich. Nicht nur auf Ingenieure sondern auch auf normal > gebliebene Bastler. Daher der verdiente Hohn. Zustimmung! Old-Papa
Bernd K. schrieb: > dass eine Teilmenge der Bastler plötzlich meint der Begriff Bastler sei > nicht mehr gut genug für einen Bastler und man möge fortan Maker genannt > werden Es geht doch nichts über ein gut abgehangenes Vorurteil. "Tüftler und Bastler begeistern schon Kinder auf eine kreative und spielerische Weise für Wissenschaft, Technik und einen lustvollen Umgang mit Materialen und Werkzeugen." (http://www.makerfaire-ruhr.com/maker-faire-ruhr/) "... ob du zuhause, im Makerspace oder an der Schule bastelst – auf der Maker Faire findest du Gleichgesinnte..." (http://maker-faire.de/berlin/) Wenn Du den Weiterleitungen an Deinem Klapprechner im Zwischennetz folgst, wird Du feststellen, daß diese Maker sich selbst nicht scheuen, den Begriff Bastler zu benutzen. Es ist wohl reichlich sinnlos, die weltweit gebrauchte Bezeichnung "Maker Faire" nun gerade für Deutschland zu "Bastlertreffen" einzudeutschen, nur weil einige Leute noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind.
Timm T. schrieb: > Es ist wohl reichlich sinnlos, die weltweit gebrauchte Bezeichnung > "Maker Faire" nun gerade für Deutschland zu "Bastlertreffen" > einzudeutschen, da gebe ich dir Recht, es ist auch sinnlos hoch und tiefsetz Steller zu schreiben findest du es nicht witzig das nur in D ein mobil phone Handy heisst aber man in aller Welt Kindergarten kennt.
Old P. schrieb: > Hacken kenne ich vom Rübenfeld oder auch vom Computereinbruch, warum man > inzwischen an Elektronik hackt (statt verändert oder bastelt) will mir > auch nicht in den Kopf. https://de.wikipedia.org/wiki/Hack
Joachim B. schrieb: > Handy heisst aber man in aller Welt Kindergarten kennt. "Tesafilm" und "Tempotuch" kennt der Ausländer auch nicht. Das sind genau solche Markennamen wie "Handy", die ebenso für eine ganze Produktgattung namensgebend wurden. Ich erinnere mich noch gut an das dumme Gesicht der Tante im Kopierladen, als dort ein Ami nach "Scotch" fragte. Das ist nichts zum Trinken, sondern deren "Tesa"
soul e. schrieb: > als dort ein Ami nach "Scotch" fragte. Das ist nichts zum > Trinken, sondern deren "Tesa" hier kennt kaum einer duct tape (oder doch ducktape?) oder gaffer tape
Bernd K. schrieb: > PS: Ich glaube aber nicht dass die kniffen, Kiffer sehen alles etwas > lockerer und haben in der Regel keine derart verkrampften Ego-Probleme. Na ja, bis zu dem Punkt wo sie sich das Gehirn weggekifft haben. Vielleicht sollte ich aber eher von Anbauern denn nur von Konsumenten reden. Auffällig war nämlich, dass mit der Verbreitung der Maker-Religion die öffentlichen Nachfragen nach Hilfe bei Arduino indoor automatic watering systems, water irrigation systems, soil moisture measurement usw. stark anstiegen. Nun kann man davon ausgehen, dass normale Bastler oder durchschnittliche Studenten nicht plötzlich in großen Gruppen zeitgleich ihre Liebe zu Zimmerpflanzen entdeckt haben. Zumindest nicht zu Zimmerpflanzen, die nur rein optisch zur Erbauung dienen.
Eigentlich sollte ich es in Ausbildung & Beruf posten. Soviel zu Gehirn wegkiffen: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/polizei-student-will-joint-ausgerechnet-im-polizeibus-rauchen-1.3011906
Old P. schrieb: > Ja, "Maker" die sich im "Hackerspace" treffen.... > Hacken kenne ich vom Rübenfeld oder auch vom Computereinbruch, warum man > inzwischen an Elektronik hackt (statt verändert oder bastelt) will mir > auch nicht in den Kopf. Der war gut.. :-) Nun ja sie wollen sich ein bischen interessanter machen, und ein bischen so sein wie Ihre Filmhelden, die wie wild mit allen Fingern auf unschuldige Tastaturen einhacken, während ein Linux bootet, damit man meint, sie schreiben das alles und bekommen damit Zugriff auf überhaupt alle Systeme.. (außer Frauen) Und wenn dann die LED fertig gedimmt ist, philosophiert man über den Helligkeitsverlauf. Lasst sie machen, ist doch lustig.
Old P. schrieb: > warum man > inzwischen an Elektronik hackt (statt verändert oder bastelt) will mir > auch nicht in den Kopf. Vielleicht liegt es ja auch daran dass die Bastlergemeinde (oder Hackerszene, suchs dir aus) internationaler geworden ist. Früher hast du mit deinem Schulfreund in einem Elektronikladen über Radios und Transistorschaltungen philosophiert, heute machtst du das übers Netz mit Jonny aus den USA, Ali aus dem Iran und Limeng aus China. Also muss man sich auf eine gemeinsame Sprache einigen, sonst kommt man nicht weit. Generell hat das Internet wohl die "klassischen" Medien zur Informationsbeschaffung abgelöst. Dabei wäre es sehr unsinnig, sich nur auf deutschsprachige Seiten zu beschränken. Um nur mal ein populäres Beispiel zu nennen: http://elm-chan.org/ Meinetwegen noch stackoverflow.com wenns um tiefergehende Fragen geht. Wenn dieser Trend an dir vorbei gegangen ist, OK, sei's drum. Du wirst allerdings durch Lamentieren über die pöse Jugend diesen Trend nicht stoppen können. Versuch also still zu halten und ein wenig Restwürde zu bewahren. Old P. schrieb: >> Das wirkt lächerlich. > > Zustimmung! Was vor allem lächerlich wirkt sind Erwachsene Herren oder Senioren die meinen, die 2-3 Jahrzehnte die ihre Jugend geprägt haben wären für alle Zeiten der Weisheit letzter Schuss. Das zeugt eher von Altersstarrsinn. Wieso sollte dein Wortschatz das "entgültige" Deutsch definieren? Was würde Goethe sagen wenn er dich reden hört oder liest? Rainer U. schrieb: > Der war gut.. :-) Nun ja sie wollen sich ein bischen interessanter > machen, und ein bischen so sein wie Ihre Filmhelden... Nein, wollen sie nicht. Sie tauschen sich mit ihren Freunden so aus wie sie's gelernt haben. So, wie es aktuell in der Jugend Usus ist. Da die Community (für dich: Gemeinde) heute internationaler geprägt ist als in den goldenen 70er haben sich Anglizismen stärker eingebürgert.
Le X. schrieb: > > Früher hast du mit deinem Schulfreund in einem Elektronikladen über > Radios und Transistorschaltungen philosophiert, heute machtst du das > übers Netz mit Jonny aus den USA, Ali aus dem Iran und Limeng aus China. > Also muss man sich auf eine gemeinsame Sprache einigen, sonst kommt man > nicht weit. Ok, da gehe ich mit. Allerdings kann ich mit Engljsch nicht viel anfangen, wie wäre es denn mit Russisch? Zumindest hatte ich das in der Schule (zwangsweise, und daher kaum was gelernt) > Generell hat das Internet wohl die "klassischen" Medien zur > Informationsbeschaffung abgelöst. Dabei wäre es sehr unsinnig, sich nur > auf deutschsprachige Seiten zu beschränken. Um nur mal ein populäres > Beispiel zu nennen: http://elm-chan.org/ Kenn ich, dank Google-T kann ich auch manches verstehen. > Wenn dieser Trend an dir vorbei gegangen ist, OK, sei's drum. Ganz und gar nicht! Ich tobe seit 1992 durch das Netz (damals noch Fido- und Usenet! Später Compuserve mit nur 3stelliger Usernummer!) Internet? Kannte damals keiner ;-) > Du wirst allerdings durch Lamentieren über die pöse Jugend diesen Trend > nicht stoppen können. Versuch also still zu halten und ein wenig > Restwürde zu bewahren. Oooch, Restwürde habe ich immer. Micht stört nur dieses "Anglizismen um jeden Preis" Selbst in einer Deutschen Fachzeitschrift.... > Was vor allem lächerlich wirkt sind Erwachsene Herren oder Senioren die > meinen, die 2-3 Jahrzehnte die ihre Jugend geprägt haben wären für alle > Zeiten der Weisheit letzter Schuss. Das zeugt eher von Altersstarrsinn. > Wieso sollte dein Wortschatz das "entgültige" Deutsch definieren? Solange es der Deutsche Wortschatz ist, ist doch ok... Maker-Faire steht nicht im Duden ;-) > Was würde Goethe sagen wenn er dich reden hört oder liest? Selber! ;-) > Nein, wollen sie nicht. Sie tauschen sich mit ihren Freunden so aus wie > sie's gelernt haben. So, wie es aktuell in der Jugend Usus ist. Ja, die reden ja heute schon in "SMS-Sprech" > Da die Community (für dich: Gemeinde) heute internationaler geprägt ist > als in den goldenen 70er haben sich Anglizismen stärker eingebürgert. Bei mir waren es die "goldenen 60er!" (Ätsch!) Old-Papa
Old P. schrieb: > Bei mir waren es die "goldenen 60er!" (Ätsch!) sorry auch da hatten sie ihren Jugendsprech, Rock n' Roll, Entenschnabelfrisur, Lederklamotten und die alten Omas erschreckt. OK im Westen CocaCola + Chewing Gum und englisch in der Schule, das erleichert heute aber.
Joachim B. schrieb: > sorry auch da hatten sie ihren Jugendsprech, Rock n' Roll, > Entenschnabelfrisur, Lederklamotten und die alten Omas erschreckt. Eben. Ich glaube dass die Eltern- oder Großelterngeneration über die "Jugend von heute", genauer, deren Sprache lamentiert ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das war vor 2000 Jahren so und wird in 2000 Jahren immer noch so sein. Auch ich störe mich manchmal an Verhalten oder Ausdrucksweisen der heute 18-Jährigen. Vor allem die Frisuren sind teilweise lustig ;-) Aber ich versuche immer, nicht in das selbe Früher-war-alles-besser-Schema zu verfallen. Denn das zeugt nur von Kurzsicht und einem egozentrischen Weltbild. Früher war nicht alles besser, nur anders. Und wenn ich in 30 Jahren Fotos von meinem heutigen Ich sehe werde ich mich bestimmt auch für meine Frisur und meinen Bart schämen, wie schon mein Vater vor mir ;-)
Le X. schrieb: > Aber ich versuche immer, nicht in das selbe > Früher-war-alles-besser-Schema zu verfallen. so gehts mir auch! Wer denkt denn noch das Anfang des 20. Jahrhundert in D streikende Arbeiter vor Werkstoren von der Polizei zusammengeschossen wurden? Wer denkt den noch an Etagenklo oder auf dem Hof? Wer denkt denn noch an Kohlen schleppen? Zugegeben früher waren die Autos schmaler und die Strassen breiter, da konnte man meist 2-spurig fahren, heute wo die Autos breiter werden ist es ja verständlich das bei mehr Verkehr die Strassen schmaler gemacht werden (OMG)
Old P. schrieb: > Solange es der Deutsche Wortschatz ist, ist doch ok... Maker-Faire steht > nicht im Duden ;-) Who cares? Der Duden ist nicht der Deutsche Wortschatz, sondern nur eine Teilmenge.
Die wenigsten Produktmarkennamen stehen im Duden. "Hobby Tronik" steht auch nicht drin. So hiess die "Maker Faire" vor 20 Jahren, mit anderem Veranstalter.
Ich kriege Ausschlag wenn ich dieses Pseudo-Substantiv "Sprech" lese oder höre. War ja noch ok in SiFi Filmen aber wieso nicht einfach das fast gleich lange Wort "Sprache" benutzen? Ansonsten ist es mir egal wie die Kids heute das Hobby nennen. Am Ende stellen sie hier im Forum ihre Fragen und wer sich zu benehmen weiß, kriegt auch brauchbare Antworten.
Old P. schrieb: > Solange es der Deutsche Wortschatz ist, ist doch ok... Maker-Faire steht > nicht im Duden ;-) Spätestens als der Duden "selbstständig" - mit st-st - als gültige Schreibweise für selbständig aufgenommen hat, ist er als Referenz für den deutschen Wortschatz unbrauchbar geworden.
Der Begriff ist geklärt. Der Rest ist eine Diskussion über den Tellerrand, über den die Einen sehen und den andere meiden. Na und? Arroganz zu unterstellen entspringt da wohl eher der eigenen Borniertheit. Namaste
Aber danke für die Erinnerung. Habe mir die Faire in Berlin gleich mal eingetragen. Fällt zwar wieder mit der MHS in Leipzig zusammen, aber da muß man halt Prioritäten setzen.
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