Aus DC-Spannungen definierte Pegel erzeugen

Gast #4600286
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Hallo zusammen,

ich habe in meiner Schaltung zwei Zustände die ich möglichst einfach zur 
Anzeige (LED an/aus) bringen will. Dabei handelt es sich einmal um 40V 
DC und einmal um 60V DC. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer 
Schaltung die mir ab 50V ein high Signal zum Transistor ansteuern gibt 
und darunter ein low Signal. Eine Referenzspannung von 50V habe ich 
nicht zu Verfügung.

Mit einem einfachen Transistor als Schalter kommt man hier ja nicht 
weit, da der Transistor sowohl bei 40V als auch bei 60V durchgeschalten 
ist.

Könnte hier ein Schmitt-Trigger zum Einsatz kommen oder gibt es evtl. 
eine andere Möglichkeit?

Grüße
Chris
Gast #4600291
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Chris schrieb:
> Mit einem einfachen Transistor als Schalter kommt man hier ja nicht
> weit, da der Transistor sowohl bei 40V als auch bei 60V durchgeschalten
> ist.

Wenn du in die Basiszuleitung eine Z-Diode legst, klappt das. Natürlich 
weiterhin in Reihe mit einem Basiswiderstand, nicht stattdessen!
Gast #4601572
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Chris schrieb:
> Könnte hier ein Schmitt-Trigger zum Einsatz kommen oder gibt es evtl.
> eine andere Möglichkeit?

Könnte, aber nicht mit nur einem Transistor. Ein Schmitt-Trigger hat 
auch nicht eine Umschaltschwelle, sondern zwei verschiedene - je nach 
Schaltrichtung.
#4601594
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Hallo Chris

Die Idee mit der Zenerdiode ist einfach und erstaunlich gut.

Wenn Du die Sache sauber machen willst, dann kannst Du die 60V bzw. die 
40V über Spannungsteiler (und das geht beliebig genau, wenn Du genaue 
Widerstände mit wenig Temperaturgang nimmst, bzw. noch ein Trimmpoti 
dazu, um wirklich genau zu kalibrieren) auf einen Komparator-IC (z.B. 
LM393) legst und die Spannungen mit einer Referenzspannung (z.B. 2.5V 
aus einem LM336) vergleichst.

FireHeart
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Gast #4601817
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Zwei Transistoren, eine Zener-Diode, eine normale Diode, ein paar 
Widerstände und die LED, mehr braucht man nicht.

Da Zener-Dioden nicht super-genau sind, sollte man in der Praxis den 
Spannungsteiler R4/R2 mit einem Trimmer versehen. Mit R3 kann man den 
Strom der LED einstellen, aktuell ca. 6.5 mA. R6 und R5 muss man dann 
auch anpassen. Die Zener-Diode hat 20 Volt; eine andere geht natürlich 
auch; Widerstände eben anpassen.
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Persönliche Seite #4601902
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@Signalverarbeiter

Sehr schöne klassische Schaltung. Analog bin ich nicht so stark, daher 
eine Frage zur Funktion:
R7 ist mir klar, damit wird eine Hysterese gemacht (gut 1,2V). Welche 
Aufgabe aber hat D2?

Meine Erklärung: D2+D1 bilden, zusammen mit Q2, R3 eine 
Konstantstromquelle für die LED mit I ca. (Ud1 + Ud2 - UbeQ2)/R3, den 
Basisstrom von Q1 in R3 jetzt mal unberücksichtigt.
Richtig?

Andererseits passt der Strom im Komparator doch eh schon einigermaßen, 
R6, R3 (und auch R5) sind groß genug.


Eine andere Erklärung wäre, die Sättigung von Q2 zu begrenzen, damit der 
Komparator schneller auf Q1 umschalten kann. Dann verstehe ich aber 
nicht warum.
Gast #4601964
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@Tilo:

Genau, D2 sorgt für einen konstanten Strom durch die LED. Sobald der 
Differenzverstärker "umgekippt" ist, hat Q1 ja praktisch keine Funktion 
mehr. Es bleibt also in der Tat nur noch eine Konstantstromsenke aus Q2 
und R3 übrig.

Der "Übergang" zur Konstantstromsenke findet bei ca. 50 Volt statt. Da 
bei weiterem Spannungsanstieg auf 60 Volt (immerhin +20%) der 
Spannungsteiler R4/R2 die Basis von Q2 auch weiter ansteigen lassen 
würde, würde der Strom in der Konstantstromsenke aus Q2 und R3 ja auch 
um diese 20% steigen.

Nun kommt aber eben D2 ins Spiel. Diode D2 und Zener-Diode D1 sind dem 
R2 effektiv parallel geschaltet und Klemmen so die Basis von Q2 auf 
einen festen Pegel, so dass Q2 jetzt eine "echte" Konstantstromsenke 
wird.

R6 und R7 "schonen" die Transistoren, damit sie nicht alle Leistung 
verbraten müssen. R7 dient, wie richtig erkannt, der Hysterese bzw. 
hauptsächlich dem schnellen Umschalten bei den ca. 50 Volt. Ansonsten 
braucht der Diff.-Verstärker fast 2 Volt um komplett umzuschalten.
Gast #4602416
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Ich möchte die gezeigten Lösungen mit mehr als einem Transistor oder gar 
mit Komparator und Spannungsreferenz überhaupt nicht schlechtreden, aber 
Chris hat doch wirklich nur nach einer möglichst einfachen Lösung 
gefragt. Versteht mich nicht falsch, die anderen Lösungen hier sind 
nicht schlecht und haben sicherlich an anderer Stelle absolut ihre 
Berechtigung, eingesetzt zu werden! Aber im vorliegenden Fall von Chris 
finde ich das overkill. Z-Diode an die Basis und gut ist. So sehr 
streuen die nun wirklich nicht, dass bei 20V Unterschied bei den zu 
messenden Potentialen da irgendwas schief gehen könnte.

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