Ich habe festgestellt, das wenn ich für ca. 1/2 Sekunde etwa 4 KW an
Leistung ziehe, sich die Drehscheibe an meinem Stromzähler keinen
Millimieter bewegt. Das lässt sich jede Sekunde wiederholen. Ist in die
Mechanik in den Stromzählern wirklich so träge? Das könnte man
theoretisch zum Stromklau nutzen, indem man mit kurzen Impulsen einen
Kondensator auflädt. Mir geht es nur um die Theorie, nicht um die
Praxis.
Heißt das, du verkaufst bald Stromspargeräte für die Steckdose, die
tatsächlich das tun, was sie Versprechen?
Die werden zwar etwas klobiger ausfallen, als die bisher erhältlichen
Energy-Saver, aber der Nachteil ist ok.
:-)
Allerdings kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass wenn du jede
Sekunde für ne halbe Sekunde massiv Strom ziehst, das nicht gemessen
wird.
Heiko schrieb:> Ist in die> Mechanik in den Stromzählern wirklich so träge? Das könnte man> theoretisch zum Stromklau nutzen, indem man mit kurzen Impulsen einen> Kondensator auflädt. Mir geht es nur um die Theorie, nicht um die> Praxis.
Ja.
Es ist sogar noch schöner: Der Zähler hat eine Scheibe und diese Scheibe
hat einen roten Strich, und der dreht sich quasi im Freilauf immer bis
er vorne steht.
Zieht man nun Strom, so daß die Scheibe (die mechanisch durchaus träge
ist, aber nicht 4 Sekunden braucht sondern eher 1/4) sich nicht mal
halbrum drehte, dann wird sie danach wieder zurücklaufen bis der rote
Strich vorne steht, man zahlt also gar nichts für diese kurze
Stromentnahme.
WENN aber die Scheibe sich aber sowieso drehte (Grundlast,
Standby-Verbrauch) dann zählt sie auch allerkleinste Stromspitzen
richtig (sie muss das tun weil sie 100 Hz Blindstromspitzen richtig
zählt), denn das was du als mangelnde Beschleunigung siehst ist danach
auch mangelnde Abbremsung, also ausgeglichen.
Dein "Trick" funktioniert also nur wenn du normalerweise 0 Watt
brauchst. Auf gut deutsch: Es funktioniert bei niemandem zu Hause.
@Laberkopp: Ich habe schon etliche Ferrariszählöer von innen gesehen,
was da einfach nicht drin ist, ist die von Dir beschriebene
Rücklaufmimik samt "Freilauf".
Gruß,
Holm
Holm T. schrieb:> @Laberkopp: Ich habe schon etliche Ferrariszählöer von innen gesehen,> was da einfach nicht drin ist, ist die von Dir beschriebene> Rücklaufmimik samt "Freilauf".>
Die Scheibe läuft aber bis sie vorne sichtbar ist.
Kurt
und jetzt überlegen wir uns ganz schnell eine Schaltung, die die
benötigte Entnahme für den ganzen Haushalt im Sekundentakt auf eben die
1/4 Sekunde reduziert und irgendwo abspeichert...
Mike B. schrieb:> und jetzt überlegen wir uns ganz schnell eine Schaltung
L-a-n-g-s-a-am...#
Wer treibt Dich denn?
Schnell und gut ist nicht beisammen!
mfG Paul
Heiko schrieb:> Ich habe festgestellt
Du hast bestimmt nur vergessen, die Brücken rauszunehmen, die du vor
Jahren über den Zähler gelegt hast. Probiere dann nochmal! ;-)
Die Trägheit muss ggf. in der Zählmechanik sein, denn auch eine sehr
träge, aber leicht gelagerte Scheibe würde bei kurzer Krafteinwirkung
sofort anlaufen. Zwar nur auf geringe Drehzahl, aber dann eben auch
lange auslaufend...
Kurt B. schrieb:> Die Scheibe läuft aber bis sie vorne sichtbar ist.
Tut sie nicht.
Wobei die Scheibe sowieso immer sichtbar ist; ich nehme stark an, daß Du
die Markierung darauf meinst.
Rufus Τ. F. schrieb:> Kurt B. schrieb:>> Die Scheibe läuft aber bis sie vorne sichtbar ist.>> Tut sie nicht.>> Wobei die Scheibe sowieso immer sichtbar ist; ich nehme stark an, daß Du> die Markierung darauf meinst.
Doch, sie macht es, sie läuft solange bis die Markierung vorne sichtbar
ist.
Manche Zähler haben auch eine Rücklaufsperre drinnen, aber auch da ist
es so.
Im Zähler ist eine Mimik eingebaut die das mit dem "Markierung sichtbar"
bewerkstelligt.
Kurt
Kurt B. schrieb:> Doch, sie macht es, sie läuft solange bis die Markierung vorne sichtbar> ist.
Nein.
Kurt B. schrieb:> Im Zähler ist eine Mimik eingebaut die das mit dem "Markierung sichtbar"> bewerkstelligt.
Nochmal: Nein.
Wenn Dein Zähler sich so verhält, solltest Du mal mit Deinem EVU Kontakt
aufnehmen und das Ding auswechseln lassen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Kurt B. schrieb:>> Doch, sie macht es, sie läuft solange bis die Markierung vorne sichtbar>> ist.>> Nein.>> Kurt B. schrieb:>> Im Zähler ist eine Mimik eingebaut die das mit dem "Markierung sichtbar">> bewerkstelligt.>> Nochmal: Nein.>>> Wenn Dein Zähler sich so verhält, solltest Du mal mit Deinem EVU Kontakt> aufnehmen und das Ding auswechseln lassen.
Mach ich nicht weil ich weiss wie so ein Zähler funktioniert.
Ich habe aus etlichen Zählern genau die Funktion ausgebaut als ich sie
zum "Impulsgeberzähler" mit 75 Imp/Umdrehung umgebastelt habe.
Die "Nase" war im Wege weil da der 555 bzw. 741 reinkam der die
Impulsformung machte.
Die Nase bewirkt dass sich die Scheibe so dreht dass die Nase bei der
"Spannungsspule" ankommt.
Kurt
Rufus Τ. F. schrieb:> Kurt B. schrieb:>> Doch, sie macht es, sie läuft solange bis die Markierung vorne sichtbar>> ist.>> Nein.>> Kurt B. schrieb:>> Im Zähler ist eine Mimik eingebaut die das mit dem "Markierung sichtbar">> bewerkstelligt.>> Nochmal: Nein.
Auch ein Moderator darf mal zur Kenntnis nehmen, daß auch mehrmalige
Wiederholung von Stuss immer noch Stuss bleibt.
Die Fakten sind schon durch mehreree Links geklärt. Kurt Bindl hat recht
(und ich übrigens auch) selbst wenn Holm Tiffes das ebenfalls nicht
glaubt.
Komisch, ich habe hier einen Stromzähler (ungeeicht von Pollin, aber das
"übliche" schwarze Siemens Modell, vermutlich frühe 80er), der an der
Wand unangeschlossen seit ca. 5 Jahren mit derselben Scheibenstellung
schläft. Und die Stellung ist rot auf 90° (also seitlich). Wenn ich die
Scheibe von Hand verdrehe, gibt es keine Position, in der sie langsam
weiterkriecht.
Aber das ist vermutlich nur ein Ausnahmeexemplar, das so allein im
Universum existiert.
Michael B. schrieb:> Die Fakten sind schon durch mehreree Links geklärt. Kurt Bindl hat recht> (und ich übrigens auch) selbst wenn Holm Tiffes das ebenfalls nicht> glaubt.
glaube ich auch nicht, der Zähler in meiner Wohnung macht dieses
komische Verhalten nicht und als ich vor 30 Jahren in der Zählerbude
tätig war die auch nicht, offensichtlich sind in vielen Wohnungen noch
so altmodische Zähler die eben nicht wie beschrieben reagieren ist nun
mal Fakt und eine Beobachtung von 2 geht im Grundrauschen unter.
Georg A. schrieb:> schläft. Und die Stellung ist rot auf 90° (also seitlich). Wenn ich die> Scheibe von Hand verdrehe, gibt es keine Position, in der sie langsam> weiterkriecht.>> Aber das ist vermutlich nur ein Ausnahmeexemplar, das so allein im> Universum existiert.
Häng ihn halt an Spannung dann wird er wohl kein Ausnahmeexemplar mehr
sein.
Kurt
Georg A. schrieb:> der an der> Wand unangeschlossen seit ca. 5 Jahren mit derselben Scheibenstellung> schläft. Und die Stellung ist rot auf 90°
Der Zähler benötigt für das Weiterdrehen der Scheibe eine anliegende
Spannung.
Jungs, vielleicht machen eure Zähler das nicht, und vielleicht kann man
es heute auch schlecht sehen, weil ja immer irgendwelche Geräte etwas
Strom ziehen, aber: Daß sich der rote Strich ohne Verbraucher nach vorn
dreht habe ich schon vor 30 Jahren im Gartenhaus meiner Omma fasziniert
beobachten dürfen. Ich kann also Kurt bestätigen: Es gab mal vor 30
Jahren mindestens einen Zähler auf dieser Welt, der diese Funktion
hatte. Nun nehme ich nicht an, daß das eine Sonderanfertigung war...
> Der Zähler benötigt für das Weiterdrehen der Scheibe eine anliegende> Spannung.
Mit anderen Worten: Das Weiterdrehen ist ein simpler Dreckeffekt, weil
irgendwas in den Drehfeldern nicht exakt auf 0 ausgeglichen werden kann,
wenn kein Strom fliest oder die Drehscheiben nicht völlig ausgewuchtet
sind und die Achse schiefsteht. Das Leerlaufhäkchen an der Achse (dessen
Gegenstück bei meinem Zähler an einer Spule hängt) sorgt nur dafür, dass
es eine schwache Rastposition gibt, um ein dauerndes Vor- bzw.
Zurücklaufen im ersten Fall zu verhindern. Da es dafür auch ein
Permanentmagnet tun würde, wird das Magnetfeld wohl mit Strom/Spannung
moduliert sein, damit schwache Stromentnahmen trotzdem gezählt werden.
Georg A. schrieb:>> Der Zähler benötigt für das Weiterdrehen der Scheibe eine anliegende>> Spannung.>> Mit anderen Worten: Das Weiterdrehen ist ein simpler Dreckeffekt, weil> irgendwas in den Drehfeldern nicht exakt auf 0 ausgeglichen werden kann,
Lass halt dem Häckchen seine Grundfunktion.
Es dreht die Scheibe immer so dass die Markierung sichtbar ist.
Dass es auch noch eine Weglaufhemmung macht ist halt auch noch dabei.
Kurt
Das Käckchen hängt funktionsmässig an einer der drei "Spannungsspulen".
Mit dem Drehfeld hat das nichts zu tun. Dieses Prinzip funktioniert auch
bei 1-Phasen-Zählern.
.
> Lass halt dem Häckchen seine Grundfunktion.
Wenn es nur darum ginge, dass die Scheibe vorne "einrastet", wäre ein
winziger Permanentmagnet ausreichend. Nachdem es dafür aber keinen gibt,
geht es nicht um "rot vorne".
> Mit dem Drehfeld hat das nichts zu tun.
Naürlich, es geht um das Drehfeld zwischen Spannungs- und Stromspule.
Irgendwas muss ja die Integration der Multiplikation I(t)*U(t) machen.
Und wie bei jeder analogen Integration gibts Genauigkeitsprobleme,
deshalb der Trick mit dem Häkchen.
Georg A. schrieb:>> Lass halt dem Häckchen seine Grundfunktion.>> Wenn es nur darum ginge, dass die Scheibe vorne "einrastet", wäre ein> winziger Permanentmagnet ausreichend. Nachdem es dafür aber keinen gibt,> geht es nicht um "rot vorne".
Primär geht es wohl nur darum.
Warum einen Magnet einbauen wenn es ein kleines Metallstück mit Feder
auch tut!
>>> Mit dem Drehfeld hat das nichts zu tun.>> Naürlich, es geht um das Drehfeld zwischen Spannungs- und Stromspule.
Nein, was soll sich den da drehen, es wird nur die Spannungsspule einer
Phase verwendet.
> Irgendwas muss ja die Integration der Multiplikation I(t)*U(t) machen.
Es gibt keine Integration oder Multiplikation fürs Häckchen, diese wird
zur Wirkleistungsmessung benötigt, aber nicht um die Scheibe in ihre
Ruhelage zu bewegen.
> Und wie bei jeder analogen Integration gibts Genauigkeitsprobleme,> deshalb der Trick mit dem Häkchen.
Warum darf denn das Häckchen nicht das sein und das machen wozu es
eingesetzt worden ist!
Ist denn das wirklich so schwer zu akzeptieren?
Kurt
Kurt B. schrieb:> Georg A. schrieb:>>> Lass halt dem Häckchen seine Grundfunktion.>>>> Wenn es nur darum ginge, dass die Scheibe vorne "einrastet", wäre ein>> winziger Permanentmagnet ausreichend. Nachdem es dafür aber keinen gibt,>> geht es nicht um "rot vorne".>> Primär geht es wohl nur darum.> Warum einen Magnet einbauen wenn es ein kleines Metallstück mit Feder> auch tut!
Aja, aber dann einen fetten Magnet für die Wirbelstrombremse nehmen?
Hätte man doch gleich mit einem Eisenplättchen auf der Scheibe
kombinieren können, wozu eine extra Häkchen? Ausserdem was hat man
davon, dass das Ding vorne auf rot steht? Klingt alles nicht logisch.
>>> Mit dem Drehfeld hat das nichts zu tun.>>>> Naürlich, es geht um das Drehfeld zwischen Spannungs- und Stromspule.>>> Nein, was soll sich den da drehen, es wird nur die Spannungsspule einer> Phase verwendet.
Die Scheibe soll sich drehen, der Ferraris-Zähler ist eine Variante
eines Asynchronmotors. Dazu braucht es ein Drehfeld.
>> Irgendwas muss ja die Integration der Multiplikation I(t)*U(t) machen.>> Es gibt keine Integration oder Multiplikation fürs Häckchen, diese wird> zur Wirkleistungsmessung benötigt, aber nicht um die Scheibe in ihre> Ruhelage zu bewegen.
Das Häkchen ist offensichtlich zur Vermeidung des "Davonlaufens" bei
nahezu 0-Strom durch Asymmetrien. Wegen der Schönheit des roten Strichs
würde das keiner einbauen.
>> Und wie bei jeder analogen Integration gibts Genauigkeitsprobleme,>> deshalb der Trick mit dem Häkchen.>> Warum darf denn das Häckchen nicht das sein und das machen wozu es> eingesetzt worden ist!> Ist denn das wirklich so schwer zu akzeptieren?
Ich wusste bislang nicht, dass es das Häkchen gibt. Hatte auch noch
keinen Stromzähler zerlegt. Aber wenn man das macht und mal scharf
drüber nachdenkt, warum man sich die Mühe für diese ganze Mimik macht,
dann ist es relativ offensichtlich, dass es nicht um den roten Strich
geht.
Georg A. schrieb:> Ich wusste bislang nicht, dass es das Häkchen gibt. Hatte auch noch> keinen Stromzähler zerlegt.
Dann weisst du es jetzt, und es wurde dir in Wort und Bild gezeigt wo es
ist und welche Aufgabe es hat.
> Aber wenn man das macht und mal scharf> drüber nachdenkt, warum man sich die Mühe für diese ganze Mimik macht,> dann ist es relativ offensichtlich, dass es nicht um den roten Strich> geht.
Es ist offensichtlich dass es nur darum geht den roten Strich sichtbar
werden zu lassen wenn kein Strom zum Zählen durch den Zähler fliesst.
Und wenn du darüber nachdenkst dass dieses Häkchen nur von der Wirkung
der einen Spannungsspule beeinflusst wird, und nachdenkst was diese
Beeinflussung bewirkt, dann kannst du (wenn du praktisch und logisch
veranlagt bist) nicht auf die Idee kommen dass das irgendwas mit dem
Zählen des Verbrauchs an Wirkleistung zu tun haben kann.
Also bleibt nur die primäre Aufgabe des Häkchens übrig.
Das ist halt nunmal von dir zu akzeptieren, denn deine Argumente sind
nicht schlüssig.
Wenn dus nicht akzeptieren kannst dann ist das dein Bier, dem Häkchen
ist das egal, es dreht auch weiterhin die Scheibe so hin bis die
Markierung vorne sichtbar ist, heisst: es versucht sich möglichst nahe
an die Spannungsspule zu bringen.
Dass es dabei max. einen Halbkreis beschreibt, beschreiben muss, weiss
es ja nicht.
Kurt
(Dir ist sicherlich bekannt wie ein Wechselstromrelais oder Hubmagnet
funktioniert, da kannst du ähnliches Verhalten wie beim Häkchen
beobachten)
.
Georg A. schrieb:> Ausserdem was hat man> davon, dass das Ding vorne auf rot steht? Klingt alles nicht logisch.
Daß man auf einen Blick sehen kann, ob die Scheibe sich dreht oder
nicht. Ohne erst warten zu müssen, ob der Strich mal vorbeigedreht kommt
oder bei funzliger Beleuchtung im Keller versuchen die Riffelung der
Scheibe zu erkennen.
Du darfst nicht vergessen, das stammt noch aus Zeiten, da waren 2
Sicherungen pro Wohnung schon unerhörter Luxus, und Verbraucher zogen
definitive Lasten, nicht so Kram mit Ruhestromverbrauch und Wandwarzen,
da war Aus noch Aus.
Habe das heute mal im Garten an einem ziemlichen Uralt-Zähler getestet.
Weder hat die Scheibe überhaupt irgendeine erkennbare Verzögerung, noch
läuft sie irgendwohin weiter oder zurück. Also ehrlich gesagt genau so
wie erwartet, sonst wäre ein entsprechender Beschi** ja auch längst ein
Breitensport!
> Dann weisst du es jetzt,
Richtig, ich bin nämlich durchaus lernfähig, aber...
> und es wurde dir in Wort und Bild gezeigt wo es ist und welche Aufgabe> es hat.
... ich kann nachdenken und komme zum Ergebnis, dass die scheinbar
einfache Aufgabe keinen Sinn macht.
Nochmal: Wenn es nur darum geht, dass die Scheibe vorne einrastet, wäre
es einfacher gewesen, den schon vorhandenen Dauermagneten dafür zur
nutzen. Warum hätte man das mit dem Anlegen einer Spannung koppeln
sollen?
Nein, ich bin der Meinung, dass da deutlich mehr dahintersteckt.
> Daß man auf einen Blick sehen kann, ob die Scheibe sich dreht oder> nicht.
Häh? Wie soll das denn gehen? Entweder dreht sie sich oder nicht. Wenns
darum gegangen wäre, dass man die Drehung sieht, hätte man bequem
mehrere Striche aufbringen können oder die Riffelung stärker machen
können.
So wie es euch beide und noch viel mehr Gestalten gibt es eine Vielzahl
von Zählermodellen mit verschiedensten Ausstatungen für verschiedenste
Zwecke.
Einheitszähler, das war einmal.
Namaste
Georg A. schrieb:> Nochmal: Wenn es nur darum geht, dass die Scheibe vorne einrastet, wäre> es einfacher gewesen, den schon vorhandenen Dauermagneten dafür zur> nutzen.
Wie stellst du dir das vor?
> Warum hätte man das mit dem Anlegen einer Spannung koppeln> sollen?
Es wird keine Spannung irgendwo extra angelegt, es wird die vorhandene
Spule genutzt.
> Nein, ich bin der Meinung, dass da deutlich mehr dahintersteckt.>
Was meinst du das da noch dahinter steckt?
Kurt
> Wie stellst du dir das vor?
Entweder mit Eisenplättchen auf der Scheibe (über die der Magnet ohnehin
liegt) oder eben mit einer Verlängerung von dem Magnet weg.
> Es wird keine Spannung irgendwo extra angelegt, es wird die vorhandene> Spule genutzt.
Ein schneller Test mit einem stark magnetisierten Schraubenzieher hat
ergeben, dass das Fähnchen im Bereich +-40 Grad wohl angezogen wird,
darüber hinaus aber nicht mehr. Und bei 180 Grad kann sich auch nix mehr
rühren.
Und zum finalen Test: Ich habs jetzt einfach ausprobiert. Zähler
abgeschraubt und an garantiert stromfreie 230V gehängt, effektiv hängt
nur noch die Spule zur Fähnchenansteuerung dran. Das öminose
Achsenfähnchen habe ich einfach zur oberen Scheibe hochgeschoben, jetzt
ist es 4cm weit weg.
Ergebnis: Die Scheibe dreht sich. Immer noch. Gaaanz langsam. Aber
netterweise sogar so, dass sich der Abstand des Fähnchens noch
vergrössert. Und auch am roten Strich vorne vorbei, d.h. das Fähnchen
macht ganz sicher keine Rastung mehr.
Und das ist genau das, was ich meine: Durch irgendwelche Dreckeffekte
(zB. durch die Spannungsspule induzierte Magnetfelder in den
Stromspulen, Nicht-Linearitäten im Eisen, Wasseradern etc.) ergibt sich
ein ganz schwaches Drehfeld. Und damit würden auch ohne Strom im Laufe
der Zeit einige kWh aufsummiert werden.
Daher soll das Fähnchen wohl das langsame Davonlaufen durch "Einrasten"
verhindern. Und aus dem Faktum, dass es eben nicht per Permanentmagnet,
sondern mit der Spannungsspule funktioniert, schliesse ich, dass da wohl
jemand sich was ganz trickreiches ausgedacht hat. Kann evtl. was mit dem
Wechselfeld zu tun haben (das Fähnchen summt ganz leicht, wenn es na
ist, Verhinderung des Festfressens der Achse?) oder mit der Interaktion
mit der darunterliegenden Stromspule, keine Ahnung. Aber da ist was, was
aber auch gar nix mit dem blöden roten Strich zu tun hat. So als
Kontrolle dieser Trickfunktion vielleicht, aber mehr auch nicht.
Und ganz am Ende des Threads kommt dann doch raus, daß die 4KW-Last des
TO eine saubere Anlaufstrombegrenzung hatte...;-)
Ne halbe Sekunde bei 4KW ist nämlich kaum vorstellbar. Da würde mein
Zähler gefühlt eine ganze Umdrehung hinlegen, und zwar so knackig
angetrieben wie mit einem besseren Motor. Habe nur mit 1,8KW getestet,
und die Bewegung der Scheibe war optisch echt 1:1 zu jeder noch so
winzigen Schaltung. Es gelang kaum, den beobachteten Bereich der Scheibe
überhaupt im Sichtbereich zu halten, so schnell ging das.
Das mit dem Fähnchen hin oder her, das kann aber nie im Leben dazu
führen, daß sich die Scheibe gar nicht bewegt. Beschleunigen, Auslaufen,
wieder Zurückdrehen - ok. Kaum zu glauben, aber möglich. Komplett
stehenbleiben - no way.
dieses Thema ist mit neuen "Datenerfassungs-Zählern" ja gottseidank
gegessen ;)
hat eigentlich schon mal einer einen zusätzlichen Magneten
aussen an den Zähler gepappt? da kann man bei Scheiben-Zählern
durchaus ein paar % Einsparung erreichen.
Das darf natürlich nicht den internen Bremsmagnet beeinflussen,
sonst zählt der evtl sogar schneller und Du beisst dich selbst in'n
4rsch.
Michael B. schrieb:> Rufus Τ. F. schrieb:>> Kurt B. schrieb:>>> Doch, sie macht es, sie läuft solange bis die Markierung vorne sichtbar>>> ist.>>>> Nein.>>>> Kurt B. schrieb:>>> Im Zähler ist eine Mimik eingebaut die das mit dem "Markierung sichtbar">>> bewerkstelligt.>>>> Nochmal: Nein.>> Auch ein Moderator darf mal zur Kenntnis nehmen, daß auch mehrmalige> Wiederholung von Stuss immer noch Stuss bleibt.>> Die Fakten sind schon durch mehreree Links geklärt. Kurt Bindl hat recht> (und ich übrigens auch) selbst wenn Holm Tiffes das ebenfalls nicht> glaubt.
Ich heiße nicht so.
Gruß,
Holm
Rufus Τ. F. schrieb:> Kurt B. schrieb:>> Im Zähler ist eine Mimik eingebaut die das mit dem "Markierung sichtbar">> bewerkstelligt.>> Nochmal: Nein.
unterschreibe ich immer noch
"Im Zähler" gibt es nicht weil es "den Zähler" nicht gibt, ich bin
geneigt meinen Musterzähler den ich zum Abschied aus der Fa. bekam (ein
QS Exemplar zum Vermessen) zu zerlegen, es ist und war bei den Zählern
hier keine "Mimik" die "Markierung sichtbar" bewerkstelligt.
In D ehemals BRD gab es keine "Einheitszähler"
Ist schon lustig hier...
Fakt ist: Die Ferrariszähler, die ich einbaute, stammten entweder von
der Firma "Pafal" in Swidnica in Polen oder von der Firma "Iskra" im
ehemaligen Jugoslawien. ALLE zeigte das Verhalten, daß sie mit der roten
Markierung vorn im Sichtfeld zu Stehen kamen, wenn kein Strom mehr floß.
Das kann allerdings auch mal 1/2 Stunde dauern.
Vorhin traf ich einen ehemaligen Mitarbeiter (nun Rentier, äh Rentner)
des Energieversorgungsbetriebes, der u.A. auch die Zähler turnusmäßig
bzw. bei Defekt wechselte. Der bestätigte meine Erinnerung auch und
führte zur Begründung an, daß man dann in dunklen Räumen den (An)-Lauf
des Zähleres besser erkennen kann.
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Daß mir die Bewertung meiner Beiträge völlig Brust ist, dürfte
mittlerweile auch dem größten Nußpicker aufgegangen sein. Es ändert sich
dadurch Nichts.
MfG Paul