Kenwood KRV-999D - Stützkondensator Ersatz

OP #4632419
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Hallo,
ich möchte einen Kondensator (Schaltplan->C303) aus einem AV-Verstärker 
(Kenwood KRV-999D) tauschen (Stützkondensator für VDD 4.6V 
Mikrocontroller NEC-uPD78052 5MHz). Die genaue Bezeichnung des 
Kondensators lautet 'Kenwood C90-1826-05 BACKUP-C'(0,047F/5.5WV).

Kann ich dafür einen generischen Keramikkondensator aus dem nächsten 
E-Shop nehmen oder ist das was spezielles?
Keramikkondensatoren für diesen Zweck werden auf dieser Seite empfohlen: 
http://rn-wissen.de/wiki/index.php/Abblockkondensator

Wie viel Luft ist nach oben bezüglich Kapazität, falls nicht der genaue 
Typ da ist (100uF noch ok)? Der angebundene Controller hat max. 5MHz.

Kann man anhand der Bauform sagen, was das vermutlich für ein Typ auf 
dem Bild ist (nass, Plattenkondensator, gewickelt, nicht gewickelt...)?

Sind Keramikkondensatoren immer "trocken"?
Angehängte Dateien:
#4632476
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Stefan L. schrieb:
> Kann ich dafür einen generischen Keramikkondensator aus dem nächsten
> E-Shop nehmen oder ist das was spezielles?
Wie Hinz schon schrieb, ist das ein GoldCap.

> Keramikkondensatoren für diesen Zweck werden auf dieser Seite empfohlen:
> http://rn-wissen.de/wiki/index.php/Abblockkondensator
Nur daß es in deinem Falle nicht um einein Abblockkondensator geht,
sondern um einen Stützkondensator im Sinne von "Ersatz für eine 
Stützbatterie"!

Der soll das NVRAM vom Controller versorgen, wenn keine Netzspannung zur 
Verfügung steht, damit der Receiver nicht die Konfiguration, 
Senderspeicher usw. vergißt. Dieser Kondensator ersetzt eine Batterie 
bzw. einen Akku, den man früher (vor der Verfügbarkeit von Goldcaps) 
dort eingebaut hätte.


> Wie viel Luft ist nach oben bezüglich Kapazität, falls nicht der genaue
> Typ da ist (100uF noch ok)? Der angebundene Controller hat max. 5MHz.

Schauen wir mal: Im Schaltplan steht doch der Wert drin: 0,047F.
Also 0,047 Farad(!). Das sind 47mF oder auch 47000µF.

Deine 100µF wären also um den Faktor 470 zu klein!

Besorge dir einen entsprechenden GoldCap, der die benötigte 
Spannungsfestigkeit von 5,5V und mindestens die 47000µF Kapazität hat.
Größer geht, dann hält der Receiver länger durch bei Stromausfall...

Passender Ersatz ist billig erhältlich, z.B. bei Reichelt:
http://www.reichelt.de/Speicher-Elkos/SPK-100-000-F-V/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=45184&GROUPID=3148&artnr=SPK+100.000%C2%B5F-V

Und wenn das links im Foto der Elko C302 ist (220µF 6,3V) dann würde ich 
den auf jeden Fall auch gleich tauschen, der sieht aus, als hätte er 
schon seinen Deckel hochgewölbt...
Schadet übrigens auch nicht, bei dem Ding einen mit 10V zu bestücken,
der wird als modernes Teil nichtmal größer sein, als der alte mit 6V3.
z.B. der hier: 
http://www.reichelt.de/Elkos-radial-105-C-5000-10000h/RAD-LXZ-10-220/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=166345&GROUPID=5513&artnr=RAD+LXZ+10%2F220
OP #4632542
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Dank euch. Ist mir gar nicht aufgefallen, dass es milli ist. Das erklärt 
einiges. :)

Ja, der linke Kondensator ist der C302. Sieht auf dem Bild dramatischer 
aus als mit bloßem Auge, aber tausche ich auf jeden Fall auch.

Mal sehen, ob's hilft. Danke für die Hilfe.
OP #4632578
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Wenn's nur das wäre. Meist kommt beim Einschalten kein Ton (oder nur 
vorne) oder dir fliegen die Ohren weg, weil der irgendwie auf 
Vollauschlag steht. Ich mache dann in der Tat manchmal einen 
Softwarereset (5sec Powertaster) und meist geht's dann wieder. Früher 
war's selten, heute fast immer. Deutet schon stark auf den GoldCap, dass 
er die Konfiguration zerreißt (hat wohl 1KB RAM).

Ich werde berichten, falls er noch geht. Er hat noch mehr Baustellen und 
ich weiß nicht, ob da schon was ernsthaftes beschädigt wurde.
Beitrag "Kann man Schalttransistoren einfach überbrücken?"

Edit: Sorry Mods. Falschen Knopf (melden) gedrückt. :) Da kommt aber 
auch keine Bestätigungsmeldung vorher...
#4637052
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Schlecht starten???
Zieht das Lautsprecher-Relais erst nach langer Wartezeit oder mehreren 
Einschaltversuchen an? Dann hast du vermutlich DC-Offset an den 
Ausgängen.
Auch eine Folge von ausgetrockneten oder gar ausgelaufenen Elkos. Dann 
aber in der Endstufe . . .
Ein häufiger Fehler bei Geräten aus den 90er Jahren.

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