Hallo!
Ich versuche gerade ein Diac Modell in LT-Spice zu verwendet und komm
leider auch mit den Foren und Anleitungen nicht weiter.
Ich habe mir aus dem Netz eine Lib runtergeladen die ich "Diac.lib"
genannt habe und in einem Ordner auf meinem Rechner abgelegt hab. Sie
sieht folgendermaßen aus:
DIAC PSpice Models
***********************************************************************
.SUBCKT DIAC DIAC_IN DIAC_OUT PARAMS:
+Tr=0.342
+Vbo=13.6V
+Delta_V=19V
+Ibo=15uA
*
*Tr: Rise time (in µs)
*Vbo: Break over voltage
*Delta_V: Dynamic breakover voltage
*Ibo: Breakover current
C_C1 N02098 DIAC_OUT 1u IC=0
V_IDIAC1 DIAC_IN N01041 DC 0Vdc AC 0Vac
R_R1 N02098 TRG 1.462*{Tr}
D_D1 N06161 N01041 DZ19V
E_ABM1 TRG DIAC_OUT VALUE { IF(ABS(I(V_IDIAC1))>{Ibo},1,0)}
D_D2 N06161 N01060 DZ19V
D_D3 N10655 N01060 DZ14V
D_D4 N10655 DIAC_OUT DZ14V
S_S1 N01041 N01060 N02098 DIAC_OUT _S1
RS_S1 N02098 DIAC_OUT 1G
C_C2 DIAC_IN DIAC_OUT 10p
****************
Switch Model
****************
.MODEL _S1 VSWITCH Roff=1e7 Ron=2.2 Voff=0.1V Von=0.99V
****************
Diodes Model
****************
.model DZ14V D(Is=3.142f Rs=0.1 Ikf=0 N=1 Xti=3 Eg=1.11 M=.3282
+ Vj=.75 Fc=.5 Isr=1.973n Nr=2 Bv={Vbo} Ibv=.14467 Nbv=1.093
+ Ibvl=.1m Nbvl=1.2722 Tbv1=001433.3u)
*
.model DZ19V D(Is=6.994f Rs=5.612 Ikf=0 N=1 Eg=1.11 M=.2906
+ Vj=.75 Fc=.5 Isr=2.088n Nr=2 Bv={Delta_V} Ibv=.17098 Nbv=1.2072
+ Ibvl=2.002m Nbvl=1.1457 Tbv1=888.89u)
* Vz = 18 @ 14mA, Zz = 37 @ 1mA, Zz = 11 @ 5mA, Zz = 7.9 @ 20mA
.ends
*
*********************************************************************
Standard DIACs
*********************************************************************
*
*$
.subckt DB3TG DIAC_IN DIAC_OUT
X1 DIAC_IN DIAC_OUT DIAC params:
+Tr=0.342
+Vbo=13.6V
+Delta_V=19V
+Ibo=6uA
* 2008 ST Rev 1
.ends
*$
.subckt DB3 DIAC_IN DIAC_OUT
X1 DIAC_IN DIAC_OUT DIAC params:
+Tr=0.342
+Vbo=13.6V
+Delta_V=19V
+Ibo=10uA
* 2008 ST Rev 0
.ends
*$
.subckt DB4 DIAC_IN DIAC_OUT
X1 DIAC_IN DIAC_OUT DIAC params:
+Tr=0.342
+Vbo=21.6V
+Delta_V=19V
+Ibo=10uA
* 2008 ST Rev 1
.ends
*$
.subckt SMDB3 DIAC_IN DIAC_OUT
X1 DIAC_IN DIAC_OUT DIAC params:
+Tr=0.102
+Vbo=13.6V
+Delta_V=19V
+Ibo=4uA
* 2008 ST Rev 0
.ends
*$
bedeutet doch, dass die ich SMDB3, DB4, DB3 und DB3TG als Modell in
dieser Bibliothek habe oder?
des weiteren habe ich eine .asy-Datei, also das Symbol. bei diesem ist
am oberen Pin bei Label "+" und beim unteren Pin bei Label "-"
eingetragen.
Da ich hier keine Administratorenrechte habe, kann ich die Bibliothek
nicht in den lib ordner von LTSpice speichert und habe in einem Forum
gelesen wie man den subckt direkt einbinden kann.
Ich habe nun das Symbol eingefügt, und mit DB3TG (als Beispiel)
benannt,bei Prefix steht ein X.
und via "Edit -> Spice Directive" nur den Teil aus der lib eingefügt
der zum DB3TG gehört.
--> Fehlermeldung "undefinied subckt"
.asy und .lib sind im selben Ordner Abgelegt...
kann mir bitte jamnd helfen?
Irgendwie hast du es geschafft, die lib zu verändern - vor allem
Kommentarzeilen müssen mit '*' beginnen. Aber auch die originale Datei
aus http://www.st.com/resource/en/hw_model/diacs_pspice.zip enthielt
zumindest einen Fehler:
1
R_R1 N02098 TRG 1.462*{Tr}
also einen Zeilenumbruch eingefügt
1
R_R1 N02098 TRG 1.462
2
*{Tr}
Zusammen mit dem Symbol aus ..\misc\DIAC.asy funktioniert es ohne
offensichtliche Fehlermeldung - elektrische Parameter hab ich nicht
überprüft.
Simon schrieb:> und via "Edit -> Spice Directive" nur den Teil aus der lib eingefügt> der zum DB3TG gehört.
Und das funktioniert nicht, da dieser spezifische subckt den
allgemeinen, zuvor definierten subckt DIAC verwendet.
Ich habe ein vollständiges Modell auf physikalischen Effekten beruhen
entwickelt.
*model by Alexander Bordodynov
.subckt db3 C E Vk=32 Delta_V=19V Ibo=10uA Rs=10
.param bVce={Vk-Delta_V} bVcb={Vk} Re={Rs/2}
D1 bv P001 De0
D2 bv ev De
D3 bv ev Der
Vae P001 ev 0
D4 bv N001 Dc0
Vac N001 cv 0
D5 bv cv Dc
D6 bv cv Dcr
B2 ev bv I=(uramp(i(vac)*2)*af+ise)/MM(v(ev,bv),bVcb,nMc)-ise
B3 cv bv I=(uramp(i(vae)*2)*af+ise)/MM(v(cv,bv),bVcb,nMc)-ise
C2 ev bv 2p
C3 cv bv 2p
R1 C cv {re}
R2 ev E {re}
R3 C E {bVcb/Ibo}
.model De0 d is={is/2/af}
.model De d is={is/2/af} tt={2*tf}
.model Der d is={ise} n={ne}
.model Dc0 d is={is/2/af}
.model Dc d is={is/2/af} tt={2*tf}
.model Dcr d is={ise} n={ne}
.param af=bf/(bf+1)
.param nMc={log(1+Bf)/log(bVcb/(bVce-0.6))}
.func MM(x,y,z) {1+1f-(limit(x,0,y)/y)**z}
.param BF=5
.param is=10f ise=100p ne=2
.param tf=2n
.ends db3
Ich habe es nicht tiefgehend untersucht, aber die ST-Modelle scheinen
keinen Haltestrom zu kennen. (Strom > 0, dessen Unterschreitung zum
Verlöschen des Diacs führt.)
Vermutlich ist da das Teil von Alexander Bordodynov realistischer.
Danke an dieser Stelle – Peter
Als sinnvollen Test schlage ich vor die Schaltfrequenz zu prüfen. Bau es
bitte mal in Realität auf und berichte. In der Sim ergeben sich 5,8KHz.
Das Modell von STM schaltet zumindest nicht einwandfrei, das von Alex
dagegen geht.
Allerdings schaltet das Modell von Alex ganz ohne externem Kondensator
auch nicht. Müßte vielleicht an dieser Stelle noch überarbeitet werden.
Schwingt denn ein realer DIAC ganz ohne Kondensator?
Hm. Bei 2nF schwingt das Modell von Alex stabil, bei 1nF bricht die
Amplitude der Anfangsschwingung schnell zusammen. Man müßte die
frequenzabhängige innere Verstärkung kennen.
In einem YT-Video hat einer 15,2pF für den DIAC alleine gemessen.
Vielleicht habe ich noch ne alte Energiesparlampe zum Schlachten...
Peter M. schrieb:> Ich denke, dass es sich dabei eher um den Zündstrom handelt.
Da hat du recht. Ich bin davon ausgegangen, dass Ibo dem Latching
Current eines Triac entspricht und damit der Haltestrom wenn schon nicht
identisch, so doch in der selben Größenordnung wäre.
Abduls Testschaltung mit dem Bordodynov-Modell zeigt jedoch Ih~7.3mA
also drei Zehnerpotenzen Unterschied zum Ibo=6µA. Das erklärt auch die
mangelnde Schwingneigung des DB3TG.
Was mich dabei aber irritiert ist, dass im ST-Datenblatt keine Angaben
zum Haltestrom zu finden sind.
Oder habe ich auch hier Tomaten auf den Augen?
Ich hatte das bisher so verstanden, dass es keinen Haltestrom im
eigentlichen Sinne gibt. Ich dachte, dass die Spannung eine eindeutige
Funktion des Stroms ist, ohne irgendwelche Hystereseeffekte. Und diese
Funktion ist doch, um 90° gedreht, in den Datenblättern drin.
Ich habe mal versucht, diese Kurve mit LTSpice zu plotten. Dazu habe ich
in der Simulation einen Strom genommen, der von −50 µA auf +50 µA und
wieder zurück auf −50 µA geht. Siehe Bilder.
Gruß – Peter
Welche Funktion sieht eher wie das Ding im Datenblatt aus?
Da das ST-Modell offenbar keinen differenziellen negativen Widerstand
hat, vermute ich mal, dass die Schwingschaltungen damit in der
Simulation nicht funktionieren.
Oder ist die doch sichtbare Hysterese dafür verantwortlich?
Ciaoi – Peter
PS: Mit dem »bisher« zwei Beiträge weiter oben meinte ich natürlich die
Zeit nach meinem Beitrag vom 12. August ;)
Ich meinte, wenn man U über I aufträgt, dass die Steigung der Kurve beim
ST-Modell nicht stetig und negativ ist. Der Sprung hilft einem ja nicht,
das sich der Kondensator, einmal entladen, wieder auflädt, weil der
Sprung ja aus der Ferne nicht zu fühlen ist.
Ich verstehe gerade nicht, wo Ih beim Diac reinspielt.
Versteh ich das im Übrigen richtig? Sidac = Fünfschichtdiode, Diac =
Dreischichtdiode?
Ciaoi – Peter
PS: Der Button "Weitere Datei anhängen" war bei mir eher störrisch (aka.
zeigte keine Reaktion).
Diac ist symmetrisch, eine Lawine, einen bipolaren Transistor. Seine
npn-Struktur. Ich bin von den Dioden und gesteuerten Stromgeneratoren
aus symmetrischen Transistor und der Lawinenmultiplikationseffekt. Das
Ergebnis sehen Sie. Leider weiß ich nicht, Koka ein Transistor ist.
Horizontal oder vertikal. Ich bin geneigt, dass ein horizontaler
Transistor ist. Also dachte ich, dass der Gewinn BF = 5. Der eigentliche
Faktor ist bekannt, nur für Ingenieure, die den Herstellungsprozess zu
steuern. Wenn ich kein bedingtes Bild gehabt hätte, und recht
detaillierte Spezifikationen, dann machte ich das Modell genauer. Aber
ich denke, dass es Fortschritte bei meinem Modell gemacht hat.
Leider habe ich nicht studiert Deutsch und verwendet Google Übersetzer.
Überprüfen Sie die Übersetzung des Dolmetschers, kann ich nicht.
Alternativ mal das Modell der integrierten neonbulb aus LTspice in
grafischer Form. Mit passenden Parametern müßte das einen DIAC
simulieren können.
Und dann gäbe es noch das Modell DIAC32 von Helmut Sennewald.
Damit könnt ihr ja mal spielen.
Mir ist es nicht gelungen das STM-Modell zum Schwingen zu bringen. Habe
ne ganze Weile damit rumgespielt. Der schaltet einmal ein und das wars.
Zwischen dem Modell von Alex und dem von Helmut gibts auch große
Unterschiede. Wohlgemerkt, es sind Modelle für den DB3. Zumindest denke
ich so. Vielleicht schreibt Helmut selber was dazu.
Und als Ergänzung die Glimmlampe als Oszillator.
Ich war gerade im Lager an der Schrottkiste und fand zwei
Energiesparlampen mit DIACs. Einer ist ein STM blau
DB3 und der andere auch ein DB3 rot von irgendwas. Aber heute nicht
mehr.
Warum hast du ".param tf=2n" in ".param tf=28.0n" geändert?
Der LED-Flasher ist nett. Stellt sich sowieso die Frage, wo man DIAC
noch einsetzen kann. Energiesparlampen sterben langsam aus.
Ich habe versucht, den Wert des Parameters "tr = 0.5mks-2mks"
einzustellen. Wenn der Wert tf = 280ns Tr = 1 us. Daraus ergibt sich
eine gute Übereinstimmung Impulsstrom . Aber dieser Prozess wird sich
radikal verändert. Und das ich nicht mochte. Also nahm ich den Wert
10-mal kleiner. Insbesondere horizontal Transistor tf erreichen kann
einen solchen Betrag (kann aber mehr als 10-mal sein). Um
herauszufinden, ob ich Recht habe, müssen Sie die richtige Erholung
Oszillator mit unterschiedlichen Werten von Kondensatoren zu erkunden.
Praxis - Kriterium der Wahrheit!
Simpel schrieb:> Falls es in LTSpice ein Thyristormodell gibt, dessen Haltestrom man> entsprechend anpassen kann.
An sich geht es um die Frage, wie hoch dieser Haltestrom sein soll. Da
das Datenblatt nichts dazu aussagt, kann man nur messen.
Grundsätzlich gibt es zwei Typen von DIACS z.B. [1]:
Fünfschichtdioden - entsprechen antiparallelen Thyristoren ohne
Gateanschluß.
Dreischichtdioden - entsprechen Transistoren ohne Basisanschluß.
Zum Verhalten von Transistoren im Lawinendurchbruch findet man einiges
an Literatur, wobei z.B. eine Variation von "Miller's avalanche
multiplication coefficient" M [2] auch Bestandteil von Bordodynovs
Modell ist.
Es gibt aber Unterschiede [3] in Stärke und Dotierung der
Halbleiterschichten zwischen "echten" Transistoren und DIACs, zu denen
ich praktisch gar nichts finde, so dass auch hier nur die Messung
ausschlaggebend sein kann.
p.s. Die einzige Energiesparlampe, die ich schlachtete, enthielt nur
6x1N4007 und zwei DK50 in TO92 (einer geplatzt) aktive Bauelemente.
[1] http://www.mertech.de/le/le_02.html
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Avalanche_transistor
[3] S.8 http://www.nxp.com/documents/application_note/APPCHP6.pdf
Ist ja eine Dreischicht-Struktur und die Kennlinie sehr weich. Die
Herstellung also vermutlich spottbillig. p-Wafer zweiseitig n-dotieren,
fertig.
Ich frage mich, ob man die Charakteristik nur durch die Angabe von
Strömen relativ vollständig definieren kann. Beim BJT ist das so. Nur
für genauere Modelle brauch man die Spannungen. Da DIACs offensichtlich
stark streuen, ist eine genauere Modellierung vielleicht unsinnig.
LTspice hat eine erweiterte Implementierung des Transistormodells, wo
man Durchbruchspannungen zusätzlich definieren kann. Eventuell reicht
das dann bereits, wenn man die richtigen Werte für die Parameter findet.
Also bräuchte man dann kein komplexes Makromodell generieren.
Bordodynov schrieb:> Ich war ein wenig veränderte Modell. Und hier ist meine Testschaltungen> . Leider habe ich keine experimentellen Daten.
Hallo,
Alexander Bordodynov ist unser Held des Tages. Sein Modell entspricht
ziemlich genau dem realen DIAC DB3 von ST. Alle anderen Modelle (auch
meine in der Yahoo group) sind nicht richtig. Danke für dein Modell
Alexander.
Ich habe am Freitag beim Conrad ein paar DIACs DB3 gekauft und damit
eine Testschaltung aufgebaut - siehe angehängter Schaltplan. Wie man
sieht passt Alexanders Modell sehr gut zu meinen Messungen. Mit
Kondensatoren bis hinunter zu 2,2nF oszillierte die Schaltung. Mit
C=1,5nF war ein abreisendes Schwingen zu beobachten. Mit C=1nF und
kleiner wird die Spannung einfach auf ca. +/-14V begrenzt.
Gruß
Helmut
Natürlich werde ich diese Erkenntnisse auch in die LTspice Yahoo group
einarbeiten.
Abdul K. schrieb:> Vielleicht funzt das Modell von STM ja in PSPICE - wäre ja nicht das> erste Mal.
Das hatte ich schon getestet. Das ST-Modell oszilliert auch in PSPICE
nicht.
Sorry Alex, "Für kleine Behälter hängt Generation auf den Modus." is
undecodable. Is it possible that you write in English, please?
Maybe the meaning is "With a small capacitor value the circuit
stabilizes on a discrete DC voltage and won't oscillate" ?
The common language for serious work in electronics is simply englisch.
Hallo Abdul K: Ja, du hast Recht. Ich meine nur, dass. Meine
Deutschkenntnisse Null. Auf Englisch ist es einfacher für mich zu
schreiben. Auf jeden Fall eine solche Verlegenheit weniger. Aber dieses
Forum in deutscher Sprache!
Schreib einfach Englisch. Hier kann das fast jeder lesen. Der
Google-Übersetzer für deutsch-englisch ist viel besser als der für
russisch, weißrussisch oder was für ein Dialekt es immer ist.
Wenn ich aus dem Krankenhaus entlassen werde, baue ich mal eine
Meßschaltung auf.
Ich habe gerade diesen Thread gelesen, den ich über Google gefunden
habe. Hier sind wirklich nette Informationen, die mich dazu gebracht
haben, diesem Forum beizutreten. Da ich keine neuen Fragen habe, denke
ich, dass es in Ordnung ist, einfach zu kommentieren und zusätzliche
Informationen hinzuzufügen. Als Däne sind meine Deutschkenntnisse etwas
eingeschränkt und ich bitte um Ihr Verständnis.
Bis ich dies las, war mein Verständnis, dass Diacs den Kondensator auf
etwa 2 V entladen würden. Wenn ich physikalische Messdaten von Alexander
Bordodynov und mit Kommentar von Helmut sehe, sehen Sie eine Entladung
des Kondensators auf ca. 13 V bei Verwendung eines
10-Ohm-Vorwiderstands. Ich habe versucht, ähnliche Messungen mit meinem
alten Oszilloskop mit 0 Ohm, 10 Ohm, 100 Ohm und 1 kOhm durchzuführen.
(Ich habe gerade einen Dimmer aus China gekauft, wo 1 kOhm verwendet
wurde) Das Entladen des Kondensators an 0 Ohm dauert ca. 11 V und bei 1
kOhm ist es für ca. 25 V. Ich hänge die vier Oszilloskopbilder an.
Diese Details werden im Datenblatt nicht offengelegt und ich habe nicht
versucht zu überprüfen, ob LTspice-Modelle diese Messungen reproduzieren
können.
Jetzt habe ich versucht, LTspice mit dem neuesten DIAC-Modell von
Alexander Bordodynov zu verwenden. Es ist das beste Modell, das ich
kenne.
Messergebnisse für variierenden Serienwiderstand oben für Diac zeigen,
dass sich Delta_V mit jedem Spitzenstrom ändert, dem der betreffende
physikalische DB3-Diac ausgesetzt ist. Es kann auch mit Haltestrom zu
tun haben. Es ist eine Komponente, und es ist wirklich unmöglich zu
wissen, welche Variation Sie von dem Produkt in Bezug auf diesen
Parameter erwarten können. Aber jetzt habe ich ein Produkt gesehen, bei
dem ein Serienwiderstand von 1 kOhm zum Gate eines Triacs verwendet
wurde - und das ist ein ziemlich großer Widerstand.
Anbei ein Vergleich mit Alexanders Modell, das mit einem so großen
Widerstand Probleme hat. Sie können Delta_V für das Modell auf 8 V
ändern, was mit 1 kOhm zu sehen ist, aber das Modell lässt den Diac
nicht aufhören, Strom zu leiten, wie für das Messergebnis mit dem
physischen Diac zu sehen ist. Bis 200 Ohm Serienwiderstand funktioniert
das Modell einwandfrei, ab 300 Ohm gibt es aber Probleme beim Vergleich
mit physikalischen Messergebnissen.
Und was lernen wir daraus? Modelle sind bestenfalls die halbe Wahrheit,
man muss sie STÄNDIG hinterfragen bzw. deren Grenzen kennen oder
zumindest einkalkulieren.
Beitrag "Re: Phasenanschnittsteuerung ohne DIAC"
Ja, Modelle müssen gegen die reale Welt getestet werden.
Erfreulicherweise wurde das Modell auch mit Messergebnissen weiter oben
getestet, allerdings nur mit einem 10 Ohm Vorwiderstand. Und mein
Beitrag ist nun, wie Änderungen mit deutlich größerem Serienwiderstand
tatsächlich einen ziemlichen Unterschied zwischen einem beobachteten
Messergebnis und dem Modellergebnis machen. Vielleicht kann es also
jemand für etwas gebrauchen.
Ich habe versucht, ein bisschen mehr in der physischen Welt zu messen.
Hier ist die am Kondensator angezeigte Spannung sehr ähnlich der
Spannung am Diac mit R1=0, 10 und 100 Ohm, wo also nur ein kleiner
Spannungsabfall am Vorwiderstand auftritt. Bei 1000 Ohm ist ein etwas
anderer Verlauf zu sehen als auf dem beigefügten Foto, wo die Zeitachse
100 us/div ist. Hier sieht man den kurzzeitigen Spannungsabfall über
diesem Vorwiderstand. Das Modell zeigt jedoch keinen großen
Spannungsabfall über dem Serienwiderstand.
Wenn ich mir die alternativen Modelle für Diac mit NPN- und
PNP-Transistor ansehe, wie sie im Link vorgestellt werden, liefern sie
typischerweise Simulationsergebnisse, die ziemlich weit von der Realität
entfernt sind. Sie ziehen Spannung nahe Null, was bei diesem db3-Diac
überhaupt nicht der Fall ist. Die echten Diacs haben Schwierigkeiten,
weiterhin Strom zu ziehen, wenn die Spannung etwas von der Kippspannung
abgefallen ist.
Viggo schrieb:> Wenn ich mir die alternativen Modelle für Diac mit NPN- und> PNP-Transistor ansehe, wie sie im Link vorgestellt werden, liefern sie> typischerweise Simulationsergebnisse, die ziemlich weit von der Realität> entfernt sind. Sie ziehen Spannung nahe Null, was bei diesem db3-Diac> überhaupt nicht der Fall ist.
Hast du den 2. Beitrag gesehen? Da wird das korrigiert.
Beitrag "Re: Phasenanschnittsteuerung ohne DIAC"
Ok, da fehlt auch noch ne Z-Diode im rechten Zweig, um die relativ hohe
Klemmspannung zu simulieren.
In Link wird ein Model mit zwei oder vier antiparallelen Transistoren
aufgebauter Diac versucht, die typischerweise simulierte Thyristoren
sein können. Der allerletzte Beitrag im Link zeigt, wie die Spannung an
C2 auf eine Spannung von etwa 1 V heruntergezogen wird. 1 V
unterscheidet sich stark von den 11 V bis 25 V, auf die die Spannung
heruntergezogen wird, wenn Sie Messergebnisse für db3 sehen und das
Modell von Alexanders Modell produziert.
Mit Transistoren in der im Link gezeigten Weise können Sie eine Funktion
konstruieren, die wie ein Diac aussieht, aber nicht die gleichen
Eigenschaften wie die db3 aufweist, und ich vermute, dass andere Diacs
eine ungefähr ähnliche Funktion haben werden.
Als ich die neueste Version von LTspice XVII heruntergeladen habe, gab
es einige lehrreiche Beispiele mit unter anderem einem Dimmer, der ein
Modell für Diac enthält. Dieses Modell ist in ähnlicher Weise mit
antiparallelen Bipolartransistoren hergestellt und hat in ähnlicher
Weise ganz andere Ergebnisse als der db3-Diac. Ich habe versucht, dieses
Modell in demselben Modell zu verwenden, wie ich es oben gezeigt habe,
und erhalte wie erwartet völlig andere Ergebnisse als die physikalischen
Messungen. Dieses Lehrmodell ist einfach ungeeignet, um db3 zu
simulieren - aber das Ergebnis davon wird hier gezeigt.
Das wäre eine alternativer Ansatz. Mit den Werten ergibt sich eine
Triggerspannung von 25V und eine Abschaltspannung von 15V. Kann man
beliebig anpassen.
Abdul K. schrieb:> Das wäre eine alternativer Ansatz. Mit den Werten ergibt sich eine> Triggerspannung von 25V und eine Abschaltspannung von 15V.
Was schon mal falsch ist. Ein DIAC geht nicht bei 15V aus, sondern wenn
sein Haltestrom unterschritten wird.
> Kann man> beliebig anpassen.
Murks^3. Schnell, billig und planlos zusammengenagelt.
Guter Einwand mit dem Haltestrom:
Er schaltet ab, wenn 15V/10K erreicht ist.
Der meinige vorherige Beitrag funzt wohl nicht mit verschobenen
Groundpotential. Das hier ist besser.
Abdul K. schrieb:> Guter Einwand mit dem Haltestrom:> Er schaltet ab, wenn 15V/10K erreicht ist.
Was soll der Unsinn? Auch du weißt, daß so ein DIAC mal sicher NICHT
irgendwelche OHMSCHEN Kennlinien hat, eher die einer hochohmigen
Z-Diode. Also sollte man es auch entsprechend modellieren.
Beitrag "Re: Phasenanschnittsteuerung ohne DIAC"
Hier fehlt nur die Z-Diode für die Klemmspannung im rechten Zweig.
Es geht um ein vereinfachtes Modell, was hinreichend genau ist. Viggo
soll einfach mal mit seinen Meßergebnissen vergleichen.
Anbei der Innenwiderstand des DIAC.
Abdul K. schrieb:> Es geht um ein vereinfachtes Modell, was hinreichend genau ist.
Naja, die drei wesentlichen Eigenschaften sollte es schon abbilden:
Zündspannung, Brennspannung und Haltestrom.
Vielen Dank für die Versuche, ein besseres Modell zu finden.
Versuchen Sie, Messergebnisse zu sehen, die ich hier am 19.8.2022
gepostet habe 12.50. Die vier Oszilloskopbilder sind mit 2 ms/div und 10
V/div.
Ich finde, dass die Zündspannung konstant bei ca. 32 V. Aber
"Brennspannung" variiert je nach vielleicht sowohl Spannung, Strom und
ein wenig Speicher (interne Ladungen). Sie können dies daran erkennen,
dass es Änderungen im Durchfluss gibt, wenn R1 von 0, 10, 100 und 1000
Ohm geändert wird. Ich möchte, dass das Modell diese Prozesse
replizieren kann, ohne das Diac-Modell zu ändern.
Meiner Meinung nach sollte der Innenwiderstand von S1 weniger als 10
kOhm betragen, um realistischere Spannungskurven zu erhalten. Vielleicht
sollte auch eine bipolare Zenerdiode in Reihe geschaltet werden.
Der Diac wird sonst Teil einer komplizierteren Schaltung sein, die ich
simulieren möchte, bei der es zu großen Änderungen im Stromfluss des
Diacs kommt. Ich hoffe also, dass das Modell ohne Parameteränderungen
damit umgehen kann.
Ich habe zwei weitere physikalische Messungen mit R1 = 1,5 kOhm und R1 =
2,2 kOhm versucht. Bei 1,5 kOhm gibt es noch einen oszillierenden
Vorgang. Das Bild zeigt die Kondensatorspannung. Ab 2,2 kOhm scheint der
Diac nicht mehr abschalten zu wollen, sondern hält eine ziemlich
konstante Spannung darüber, wie eine Zenerdiode.
Es muss nicht unbedingt etwas sein, das das Model imitieren können muss,
aber es könnte dem Model zusätzliche Ideen geben. In gewisser Weise
widerspricht es der klassischen Sicht auf das Bauelement, wo erwartet
wird, dass das Bauelement abschaltet, wenn der Haltestrom einen
bestimmten Wert unterschreitet. Das sieht man hier nicht.
Auf Wunsch kann ich auch die Spannung am Diac selbst messen.
Schwierig das zu vergleichen.
Der DIAC schaltet vielleicht nur noch teilweise längs seines
Stromdurchflusses im Die. Oder heizt sich beim ersten Durchbruch schon
weit genug auf...
Probiere mal unterschiedliche, die nicht alle aus der gleichen Lieferung
sind. Die verhalten sich bestimmt relativ unterschiedlich. Dann würde
ein aufwendigeres Modell über einen bestimmten Punkt hinaus gar keinen
Sinn mehr nachen!
---
Sich in LTspice einzuarbeiten ist sinnvoll.
Ich habe versucht, von dem von Abdul K. vorgeschlagenen Modell
auszugehen und ein wenig mehr hinzuzufügen. Das Modell kommt den
physikalischen Messergebnissen etwas näher, ist aber nicht ganz genau.
Ich bin es auch nicht gewohnt, nichtlineare Modelle in LTspice zu
erstellen. Das Modell ist beigefügt.
Falk B. schrieb:> So ist es besser.
Hallo FalkB.
Danke für Ihren Vorschlag. Ich habe versucht, die Testschaltung und das
Modell ein wenig zu ändern, damit es den vorherigen Beispielen
entspricht, wo auch ein 47-nF-Kondensator enthalten ist. Es ist
angehängt.
Außerdem habe ich laut Anleitung die Zündspannung auf 32 V geändert,
indem ich ZD1 geändert habe. Aber ich erhalte von diesem Modell ganz
andere Simulationsergebnisse als die physikalischen Messergebnisse. Es
ist, als würde das Modell die Spannung auf ca. 3 V in nach der
Kommutierung Nr. 2. Mit R3=1 Ohm, was hier gezeigt ist, fällt die
Spannung nach der ersten Kommutierung auf 27 V ab, sollte aber auf 11 V
abfallen.
In diesem Modell ist der Vorwiderstand R3 und muss in jeder Simulation
die Werte 1, 10, 100 und 1000 Ohm haben. Dabei muss das DIAC-Modell
NICHT in jedem Versuch geändert werden. Das physikalische Messergebnis
für die Spannung an C2 unmittelbar nach der Kommutierung beträgt 11 V,
12 V, 17 V und 26 V - versuchen Sie, die Messungen und das von mir
gepostete Modell zu sehen (wo hier für die 4 Fälle keine Parameter
geändert werden).
Das Modell hat scheinbar noch ein Problem. Eigentlich sollte der linke
Pfad den rechten zünden und dann ausgehen, und der Laststrom nur über
den rechten Pfad laufen. Das passiert aber anscheinend nicht, das
Problem hatte ich auch schon bei der Simulation gestern abend. Da muss
man dran arbeiten.
Ich bin mir etwas unsicher, ob Sie mein Modell in der Praxis
ausprobieren dürfen. Also habe ich einfach die Kombination mit den
physikalischen Maßen fotografiert. Vielleicht ist es ja doch ok. Dies
sind die vier Beispiele mit angehängtem Serienwiderstand von 0, 10, 100
und 1000 Ohm. Das modifizierte Modell von Abdul, Dateiname
DIAC_behavioural_Viggo1.asc, wie oben angegeben, wurde verwendet.
Wenn ich den Kondensator von 47 nF auf 147 nF und den Eingangswiderstand
R1 auf 10 kOhm ändere, erhalte ich auch vernünftige Ergebnisse, aber die
Brummspannung wird im Modell etwas geringer als in der Realität mit
einem Serienwiderstand von 1000 Ohm.
Bei Gebrauch deines altertümlichen Scope könntest du ja wenigstens in
LTspice die Vertikalachse entsprechend gleichartig skalieren. Noch
eleganter wäre es, die Fotos (passend) übereinander zu legen.
Meß mal die Eigenkapazitat des DiAC bei ca. 20V und dann schalte die
parallel zum Modell.