Hallo,
ich habe einen Auf- und Abwärtswandler (Buck Boost Converter), der mit
dem Arduino gesteuert wird (Feedback, Eingaben usw.) gebaut. Beim ersten
einschalten ist mir aufgefallen das am MOSFET "M1" ca. 4V abfallen, und
das er bei Last am Ausgang (1A) logischerweise heiß wird. Es handelt
sich bei beiden MOSFETs um den IRLZ34N. An dessen Gate liegt dauerhaft
5V an, was ja eigentlich reichen müsste um ihn einzuschalten. Laut
Datenblatt ist bei 5V Rds bei 0,046 Ohm. Ist der MOSFET vielleicht
kaputt? Währe schön wenn jemand der eine Idee hat mir helfen, bin noch
Anfänger.
LG
E-Bastler schrieb:> Laut> Datenblatt ist bei 5V Rds bei 0,046 Ohm
Dazu muß das Gate 5 Volt positiver sein als der Source Anschluss. Ist
das in deiner Schaltung so???
erklärbär schrieb:> Dazu muß das Gate 5 Volt positiver sein als der Source Anschluss. Ist> das in deiner Schaltung so???
Müsste doch, oder? Spannung liegt ja nur am Drain an. Oder verstehe ich
da irgendwas falsch?
Alexander schrieb:> Sollte R1 nicht zwischen Gate und Source des Fets sein anstelle zwischen> Gate und GND?
Echt? R1 und R2 sind doch einfach Pull Down Widerstände, die müssen doch
auf Ground gehen? Ist übrigens alles Commom Ground also auch der Arduino
ist mit dem Ground auf dem Schaltplan verbunden.
E-Bastler schrieb:> Spannung liegt ja nur am Drain an.
Ja, das ist erst einmal richtig. Aber sobald der FET zu leiten beginnt
steigt ja auch die Spannung an Source.
Und damit die auf 12 Volt ansteigen kann benötigt das Gate 17 Volt, um 5
Volt positiver als S zu sein...
Außerdem frage ich mich, wie der high side fet angesteuert wird. Er
braucht am Gate 5V mehr als am Source. Wo ist das Bezugspotential für
den arduino?
Verwendet man nicht normalerweise einen pmos als high side Schalter oder
alternativ eine Potentialtrennung?
Alexander schrieb:> Er> braucht am Gate 5V mehr als am Source.Alexander schrieb:> Wo ist das Bezugspotential für> den arduino?
Zu späät... Viiiel zu spät... :-)))
Danke an alle für die Antworten!
Ok, wenn ich das richtig verstanden habe, ist der High Side N-MOSFET
nicht richtig durchgesteuert da ich 5V mehr als am Drain bräuchte, also
17V. Die Lösung des Problems währe jetzt einen Logic Level P Channel
Mosfet zu nehmen? Und den könnte ich dann direkt am Arduino betreiben?
E-Bastler schrieb:> Die Lösung des Problems währe jetzt einen Logic Level P Channel> Mosfet zu nehmen? Und den könnte ich dann direkt am Arduino betreiben?
Nein!
Du brauchst noch einen Pegelwandler, denn sonst kannst Du den P-MOSFet
nicht abschalten: dafür braucht Du Ugs=0, d.h. +12V gegen GND (Source
liegt ja an +12V)!
Dietrich L. schrieb:> Nein!> Du brauchst noch einen Pegelwandler, denn sonst kannst Du den P-MOSFet> nicht abschalten: dafür braucht Du Ugs=0, d.h. +12V gegen GND (Source> liegt ja an +12V)!
Kannst du das ein bischen erklären? Gibt es auch eine Möglichkeit das
Ich den N-MOSFET behalte, und ihn einfach anders ansteuere?
Hi,
währe das nicht die einfachste Lösung? Bei einem Low Signal vom uC ist
der P-MOSFET auf +12V, also ausgeschaltet, und bei einem High auf 0V
also eingeschaltet.
Geht das? Ich würde das gerne einfach, ohne externe Chips lösen, dafür
fehlt mir die Erfahrung für sowas.
LG
Die Schaltung ist so im Prinzip korrekt, aber je nach MOSFET-Typ wird
die zulässige Gate-Source-Spannung überschritten. Daher sollte diese
ggf. begrenzt werden.
Andreas S. schrieb:> je nach MOSFET-Typ wird> die zulässige Gate-Source-Spannung überschritten. Daher sollte diese> ggf. begrenzt werden.
Wenn ich die das Ganze mit 10-20V Betreibe dürfte das Doch passen oder?
@E-Bastler
Nein.
Du musst dir klarmachen:
Wenn ein n-Fet voll durchgesteuert ist, ist die Spannung an Source bis
auf ein paar mV gleich gross, wie an Drain. Das schliesst aus, dass du
deine Gatespannung einfach von V_Drain abzapfen kannst, da die
Gatespannung einige Volt höher als V_Source (=V_Drain) sein muss. :)
Dein M1 bekommt in obiger Schaltung am Gate soviel Spannung dass er sich
auf den von dir ganz oben festgestellten Spannungsabfall auf der
Drain-Source-Strecke einregelt. Nun ist V_drain etwa 4 Volt höher als
V_source und somit auch die Gatespannung gegenüber Source in dem
Bereich, in dem der Fet gerade ein wenig zu öffnen beginnt. Er arbeitet
jetzt im ohmschen Bereich um sich am Drain selbst die erforderliche
Gatespannungsdifferenz zur Source zu erzeugen... und verbrät als
Widerstand einige Watt an Verlustleistung.
Genau wieder das Ergebnis, was du oben geschildert hast.
Andreas S. schrieb:> Daher sollte diese> ggf. begrenzt werden.
Auf jeden Fall mit einer 12 oder 15 Volt Z-Diode parallel zu R3. So wie
das auch in dem schon weiter oben genannten Beispiel gemacht wurde:
http://www.trifolium.de/netzteil/kap6_1.html
Dort erkennt man nebenbei auch daß der P-MOSFET in deiner Schaltung noch
umgedreht werden muß. Source an die Eingangsspannung...
Kommando zurück. Sehe gerade, du hast als M1 nen p-mos drin. Prinzipiell
stimmt es schon was ich schrieb, aber nicht im Falle deines letzten
Schaltbildes. War etwas viel Sonne heute... ;-)
E-Bastler schrieb:> Andreas S. schrieb:>> je nach MOSFET-Typ wird>> die zulässige Gate-Source-Spannung überschritten. Daher sollte diese>> ggf. begrenzt werden.>> Wenn ich die das Ganze mit 10-20V Betreibe dürfte das Doch passen oder?
Ich würde es nicht darauf ankommen lassen, der ist plötzlich tot und du
weißt nicht einmal warum.
Am Gate genügen kürzeste Überspannungsimpulse um den FET ins jenseits zu
befördern. Und die können immer auftreten wenn Spulen in der Nähe
sind...
Hi,
Vielen Dank erstmal für die vielen Guten Erklärungen!
Ich habe jetzt mal alles Ergänzt, und den Schaltplan angehängt. Mit dem
P-MOSFET und einer Z-Diode (15V müssten passen oder?) müsste das ganze
ja jetzt funktionieren oder?
LG
E-Bastler schrieb:> Z-Diode (15V müssten passen oder?)
Genau genommen kommt es auf die Daten des FET an, aber für normale Wald-
und Wiesen Fets wie dem IRF9540 sollte das passen.
Was noch nicht so gefällt ist der Einbauort der Z-Diode.
Diese soll ja in jedem Fall verhindern daß die Spannung zwischen G und S
die im Datenblatt angegebene Grenze (z.B. 20Volt) überschreitet.
Und deshalb sollte sie auch wirklich parallel zu deinem R2(im letzten
Schaltbild) angeschlossen werden.
Damit liegt sie nämlich wirklich unmittelbar zwischen G und S und
begrenzt die maximale Spannung genau dort wo es erforderlich ist.
(Der Pfeil der Diode muß dabei in Richtung S zeigen.)
Ok, so war das gemeint oder? Und wie sollte ich R2 dimensionieren? 1k
Wird das ganze wohl beschleunigen. Und da der P-MOSFET ja über den
Widerstand R2 eingeschaltet wird, ist das ja langsamer als das
ausschalten durch den Transistor, oder? Soll ich an den Emiter des
Transistors den gleichen Widerstand wie R2 packen? Fragen über Fragen :)
Vielen Dank und LG
Simpel schrieb:> Er arbeitet jetzt im ohmschen Bereich um sich am Drain selbst die> erforderliche Gatespannungsdifferenz zur Source zu erzeugen...
Kommt mir gerade eine gute Idee.
Muss man mal die Spannung ein wenig senken und braucht einen
leistungsstarken Widerstand, so kann man das so machen.
@E-Bastler:
Ein kleiner Tipp am Rande: mit LTSpice kann man nicht nur Schaltpläne
malen, sondern die Schaltung auch simulieren und verschiedene
Modifikationen auf deren Auswirkung testen, bevor man aus den realen
Bauteilen den magischen Rauch entweichen lässt...
@e-Bastler: Von mir mein "kleiner" Tipp: Deine Schaltung war von Anfang
bis Ende (bis dato) völliger Schrott. D.h. auch die Zehnerdiode erfüllt
ihren Zweck überhaupt nicht (bemerkst du das nichtmal in der
Simulation????)
Du hast weder von Elektronik eine Ahnung noch kannst du anscheinend mit
LT-Spice mehr als Schaltungen zeichnen und den Startknopf drücken, aber
du weist es besser als der einzige mit Ahnung (Gerald M.), der dir einen
kleinen, einfachen doppel-Treiber-IC empfohlen hat, der beide Mosfets
ansteuern kann! Also weiterhin viel Spass...
Nur der Vollständigkeit halber:
Für das, was du vorhast, gibt es bereits fertige IC's die tatsächlich
und traumhaft (>90% Wirkungsgrad über großen
Spannungsbereich)funktionieren - nur leider ohne Arduino.
Es gibt einen Fachbegriff für das was du machst:
"Das viereckige Rad neu erfinden"
@Alexx
Alexxx schrieb:> Von mir mein "kleiner" Tipp: Deine Schaltung war von Anfang> bis Ende (bis dato) völliger Schrott.
Völliger Schrott? Ich habe nur einen P und einen N MOSFET vertauscht!
Alexxx schrieb:> auch die Zehnerdiode erfüllt> ihren Zweck überhaupt nicht
Das dachte ich auch schon, aber ich habe sie aber erstmal nach
erklärbär´s Anleitung eingesetzt, da ich meine er hat wohl mehr Ahnung
als ich. (Hat er wohl G und S vertauscht)
Alexxx schrieb:> Du hast weder von Elektronik eine Ahnung noch kannst du anscheinend mit> LT-Spice mehr als Schaltungen zeichnen und den Startknopf drücken
Wie gesagt bin ich Anfänger, und suche hier nur etwas Tips von Experten.
LTSpice verstehe ich mit den ganzen Simulationsvarianten nicht, aber zum
Schaltpläne zeichnen ist es ganz gut.
Alexxx schrieb:> du weist es besser als der einzige mit Ahnung (Gerald M.), der dir einen> kleinen, einfachen doppel-Treiber-IC empfohlen hat, der beide Mosfets> ansteuern kann!
Also wenn ich beides so vergleiche, dann ist die Zwischenlösung dieses
Posts günstiger, leichter anzusteuern und kommt mit weniger und
einfacheren Komponenten aus als dieser fertige IC.
Alexxx schrieb:> Also weiterhin viel Spass...
Danke! :)
Alexxx schrieb:> Für das, was du vorhast, gibt es bereits fertige IC's die tatsächlich> und traumhaft (>90% Wirkungsgrad über großen> Spannungsbereich)funktionieren - nur leider ohne Arduino.
Klar, z.b. von LinearTech. und so weiter, aber ich möchte eine
Selbstgebaute Lösung, und dabei noch was über das Thema lernen.
Bitte nicht die ganze Zeit rumnörgeln, wenn du keine Lust hast hier
konstruktiv Tipps zu geben, dann lass es doch einfach.
LG
Alexxx schrieb:> kleinen, einfachen doppel-Treiber-IC empfohlen hat, der beide Mosfets> ansteuern kann!
Evtl. insgesamt etwas unwirsch ausgedrückt, aber fachlich völlig
korrekt.
Gerald M. schrieb:> Du brauchst einen highside driver wie den IR2110.
Genau so ist es. Der IR2110 hat voneinander unabhängige Lo-in/out und
Hi-in/out Kanäle, wäre also perfekt - wenn man denn unbedingt den
Arduino verwenden will. Aber...
Alexxx schrieb:> Für das, was du vorhast, gibt es bereits fertige IC's
Also für Buck-Boost-Converter gibt es sowohl integrierte Controller, als
auch Komplett-ICs. Beides auch noch möglich als Synchronwandler, und
dann zusätzlich mit bidirektionalem Betrieb.
[Synchronwandler, "Synchronous Buck and/or Boost", bedeutet, genau wie
beim Synchrongleichrichter, daß Dioden durch gesteuerte/aktive
Bauelemente, nämlich MOSFETs, ersetzt werden.
Die dadurch ermöglichte weitaus geringere Verlustleistung (Diode: Vf x I
; FET: Rds(on) x I² - rechne selbst bei infragekommenden Bauteilen)
steigert teils recht stark die Wandlereffizienz, ganz besonders bei
niedrigen Spannungen und/oder höheren Strömen.]
Wenn Du also keinen zwingenden (oder wenigstens guten) Grund hast, den
Arduino zu verwenden, solltest Du genannte Lösungen ernsthaft
bevorzugen.
Hast Du diesen aber, dann nenne doch dessen Details.
Geht es Dir um möglichst viele diskrete Bauteile, oder "mit Arduino",
oder tatsächlich um "Lerneffekte", oder...
Vergiß mal die Kritik von Alexxx, Dein "will lernen" könnte ebenso die
Wahrheit, wie auch nur eine Rechtfertigung sein - Rechenschaft aber bist
Du nicht schuldig, nur Informationen... ;-)
E-Bastler schrieb:> Und wie sollte ich R2 dimensionieren? 1k> Wird das ganze wohl beschleunigen.
Das tut es. In dieser Schaltung schaltet ja der kleine NPN den MOSFet
durch und der Widerstand schaltet ihn wieder ab. Mit Hilfe des
Datenblattes (des P-Kanal) kannst du nun herausfinden, was für einen
Tiefpass R2 zusammen mit der Gatekapazität des MOSFet bildet und daraus
die Zeit ermitteln, in der Ugs unter die Schwellspannung Ugsth fällt.
Sinngemäss gilt das gleiche für den N-Kanal. Hier ist der begrenzende
Faktor der Strom, den der Arduino liefern kann. Wenn das Gate völlig
entladen ist, arbeitet der Arduino für einen kurzen Moment auf einen
Kurzschluss und wird dabei ans Limit des Ausganges getrieben. (das
bedeutet, der Arduino zieht den Strom aus seiner Betriebsspannung, die
dabei einbricht)
Das ist bei langsamer PWM nicht so schlimm, bei höherer Frequenz muss
der kleine MC ganz schön ackern.
Wieviel Strom soll die Anordnung denn liefern? Wie hoch liegt die PWM
Frequenz? Meine Einschätzung ist, das das Ganze so bis ein paar kHz gut
geht, dadrüber allerdings schalten die MOSFet zu weich.
Alexxx schrieb:> D.h. auch die Zehnerdiode erfüllt ihren Zweck überhaupt nicht
Ja, selbst wenn die irgendwann mal richtig angeschlossen wird, begrenzt
sie die Gate-Source-Spannung nur solange sie den Strom (-> die Leistung)
aushält. Den Strom, den der Q1 im eingeschalteten Zustand als Ic nach
Masse ableitet. Der ist zwar durch den mit 10k begrenzten Basisstrom
auch begrenzt (~0,5mA), kommt aber in die Größenordnung von 100mA. Das
bedeutet bei Ue=20V etwa 1,5W an der Z-Diode und 500mW am Transistor.
E-Bastler schrieb:> LTSpice verstehe ich mit den ganzen Simulationsvarianten nicht, aber zum> Schaltpläne zeichnen ist es ganz gut.
Als ich das erste mal das Programm gestartet habe, habe ich davon auch
noch nichts verstanden, noch nicht mal, wie man einen Schaltplan
zeichnet. Wenn man sich damit ein paar Stunden beschäftigt, kann man
aber die für einen selbst wichtigen Funktionen schnell lernen. Du musst
ja nicht alle Möglichkeiten verstehen - eine Fourier-Analyse Deiner
Signale z.B. brauchst Du erstmal nicht. Du wirst schnell sehen, daß es
nicht so kompliziert ist und das "Messen" von Spannungen und Strom in
der Simulation viel einfacher ist, als an der "echten" Schaltung.
(noch ein Tipp: es gibt auch eine Hilfe-Funktion, man muss nicht alles
durch blindes ausprobier-rumgeklicke lernen)
Alternative: Mach die Schaltung so wie ganz oben im allerersten Post,
mit einer kleinen Änderung:
Füge eine Verbindung "Arduino_GND" -> Mosfet-Source-Pin hinzu.
Erfordert natürlich, dass Arduino und 12V aus unterschiedlichen
("Galvanisch getrennten") Spannungsquellen versorgt werden.
Und erfordert etwas vorsicht beim erweitern/messen, denn jetzt hast du
zwei verschiedene "GNDs" im Schaltplan.
Planlos schrieb:> Füge eine Verbindung "Arduino_GND" -> Mosfet-Source-Pin hinzu.>> Erfordert natürlich, dass Arduino und 12V aus unterschiedlichen> ("Galvanisch getrennten") Spannungsquellen versorgt werden.
Und wie soll das gehen? Schau dir den Schltplan im ersten Post an. Da
gibt es noch M2 der auch vom Arduino angesteuert werden soll. Und dessen
Source liegt auf Massepotential der 12V.
@Homo Habilis
Ich wollte das ganze einfach nachvollziehbar machen, und den verhassten
Arduino wollte ich benutzen, weil der mit LC Display schon da ist, und
sich einfach programmieren lässt.
@ArnoR
Ok, danke! Dann keine Z-Diode.
@Thomas E.
Ja, ich muss mir mal die Zeit nehmen mich da reinzufuchsen, aber dieses
"Technische" Englisch ist echt schwer zu verstehen.
@Felsentreu
Danke, für den Schaltplan! Sorgen die ganzen Widerstände und die zwei
Transistoren nicht für eine größere Verzögerung? Und, fehlt da nicht
noch ein GND irgendwo? Oder verstehe ich da was falsch?
@Thomas E.
Das sieht ja einfach aus. R3 ist nur für die Simulation, oder? Durch die
niedrigen Widerstandswerte müsste die ansprechzeit ja auch recht niedrig
sein. Aber fehlt da nicht noch ein Basiswiderstand? Oder wird der durch
den am Emmiter ersetzt? Kann man da noch eine Z-Diode, wegen dem Flyback
der Spule unterbringen?
E-Bastler schrieb:> Arduino wollte ich benutzen, weil der mit LC Display schon da ist, und> sich einfach programmieren lässt
Falls es nur darum geht, den vorh. Arduino zu benutzen, kann man ja
trotzdem Gate-Treiber verwenden. Bei Einsatz von zwei IR2110 oder
äquivalenten ICs kann man sogar synchrone Wandler realisieren
(Wirkungsgrad). (Zumindest das wäre mit diskreten Treibern sehr
aufwendig.)
Außerdem haben solche Treiber-ICs keine extrem unterschiedlichen
Anstiegs- und Abfallzeiten, was aber die bisher genannten diskreten
Treiber, ohne weitere/veränderte Beschaltung, schon haben. Und weshalb
Du nur mit recht niedrigen Frequenzen sinnvoll arbeiten kannst. Man kann
ja die Pull-Up- oder Pull-Down-Widerstände nicht endlos verkleinern...
E-Bastler schrieb:> R3 ist nur für die Simulation, oder?
Ja, R3 simuliert die Last, die der FET schaltet. Es geht hier nur um
R1,R2,Q1 für die Ansteuerung des Gates. Ugs liegt damit bei ca. 8V im
eingeschalteten Zustand, egal, ob Vin 12V oder 20V ist. Eine Z-Diode zur
Begrenzung der Gatespannung ist deher nicht nötig.
Öffne einfach die ASC-Datei in Deinem LTSpice und modifiziere/erweitere
die Schaltung nach belieben. Klicke auf das rennende Männchen, um die
Simulation durchzuführen, danach klicke auf "Drähte" im Schaltlan, um
die Spannung dort anzeigen zu lassen, oder auf ein Bauteil, um den Strom
durch dieses Bauteil anzuzeigen. Klicke mit gedrückter ALT-Taste auf ein
Bauteil, um die (Verlust-)Leistung zu sehen. Nach jeder Änderug im
Schaltplan musst Du die Simulation erneut starten.
Thomas E. schrieb:> Öffne einfach die ASC-Datei
Achso, habe gar nicht gesehen das die auch angehängt ist. Danke für die
Hilfe und die gute Erklärung :)
Hi,
E-Bastler schrieb:> Danke, für den Schaltplan! Sorgen die ganzen Widerstände und die zwei> Transistoren nicht für eine größere Verzögerung? Und, fehlt da nicht> noch ein GND irgendwo?
Wichtige Verzögerung ist hier nur die Gatekapazität zusammen mit R5.
Der Eingangsteiler R1/R2 sorgt für korrektes Schalten, falls LOW größer
als 0,7 V ist.
Masse ist ist unten, Emitter von Q1.
Die Schaltung von Thomas Elger hat bei 10 V Eingangsspannung nur ca. 5,5
V Gatespannung, der FET muss also dazu passen.
Grüße
@Felsentreu
Danke für die Erklärung :)
@alle
Ich bin mir noch nicht sicher welche Schaltung ich nehme, werde aber
beide ausprobieren!
Kann mir jemand einen P Channel MOSFET empfehlen, der bei 5,5V
durchschaltet und einen niedrigen R_ds Widerstand hat? Der IRF9540 hat
extrem hohen Widerstand, und der IRF4905 hat zwar sehr niedrigen
Widerstand, im Datenblatt steht aber nichts vom Widerstand bei (-)5V
Gate Spannung.
LG E-Bastler
E-Bastler schrieb:> und der IRF4905 hat zwar sehr niedrigen> Widerstand, im Datenblatt steht aber nichts vom Widerstand bei (-)5V> Gate Spannung.
Schau dir mal Fig. 3 (Transfer Characteristics) an. Bei -5Vgs sinds
knapp über 20A (typ.) Um die maximale Ptot von 200W nicht zu
überschreiten, liegt Rds also grob bei 0,45 Ohm. Allerdings - die
Streuung ist bei MOSFets gross und die Grafik zeigt typische
Verhältnisse.
P-Kanaler sind nach wie vor etwas 'schlechter' als N-Kanaler.
Servus,
hinderlich für eine optimale Lösung ist auch die Spezifikation des
weiten Eingangsspannungs-Bereichs. Mit bis 20V kann man das Gate nicht
einfach direkt gegen Masse schalten, weil man dann an die abs.Maximum
Ratings stösst (Ugs i.d.R. +/- 20V). Würde man sich z.B. auf max. 18V
Vin beschränken, kann man G einfach mit einem NPN gegen Masse ziehen und
hat so bei Vin = 10V immer noch (fast) 10V Ugs zum Einschalten.
Vernünftiges Design fängt bei der sinnvollen Definition der
Betriebsgrenzen der Schaltung an!
E-Bastler schrieb:> Kann mir jemand einen P Channel MOSFET empfehlen, der bei 5,5V> durchschaltet
Brauchst du doch nicht. Der P Kanal hat dochbei QAnsteuerung über die
Treiberschaltung (oder einen integrierten Treiber) mehr als die 5V an
Spannungshub zur Verfügung, nämlich die 12V.
Matthias S. schrieb:> Schau dir mal Fig. 3 (Transfer Characteristics) an.
Danke für den Tip!
Thomas E. schrieb:> Vernünftiges Design fängt bei der sinnvollen Definition der> Betriebsgrenzen der Schaltung an!
Stimmt, 18V reichen eigentlich auch aus, und erspart Aufwand. Also habe
ich ja jetzt eine Gate-Spannnung von ca. 10V - 18V, und kann den IRF4905
nehmen?
Der Andere schrieb:> Brauchst du doch nicht. Der P Kanal hat dochbei QAnsteuerung über die> Treiberschaltung (oder einen integrierten Treiber) mehr als die 5V an> Spannungshub zur Verfügung, nämlich die 12V.
Achso? Hab ich in LTSpice jetzt auch mal nachgeschaut, stimmt. Ich
dachte das brauche ich weil Felsentreu das geschrieben hatte:
Felsentreu schrieb:> Die Schaltung von Thomas Elger hat bei 10 V Eingangsspannung nur ca. 5,5> V Gatespannung, der FET muss also dazu passen.
Hi,
E-Bastler schrieb:> Achso? Hab ich in LTSpice jetzt auch mal nachgeschaut, stimmt. Ich> dachte das brauche ich weil Felsentreu das geschrieben hatte:>> Felsentreu schrieb:>> Die Schaltung von Thomas Elger hat bei 10 V Eingangsspannung nur ca. 5,5>> V Gatespannung, der FET muss also dazu passen.
bei 5 V am Eingang fallen am Emitterwiderstand 4,3 V ab. 0,2 V nehme ich
für die Kollektor-Emitter-Strecke an. 10 V minus 4,3 minus 0,2 macht wie
viel?
Grüße
Servus,
mit Vin < 20V kann man die Schaltung weiter vereinfachen und hat auch
bei kleineren Versorgungsspannungen praktisch die volle Eingangsspannung
als Vgs(on): s.Bild
Felsentreu schrieb:> bei 5 V am Eingang fallen am Emitterwiderstand 4,3 V ab.
Das kann man noch etwas verbessern, indem man einen Basis-Widerstand
(z.B. 4k7) einbaut. Dann fallen am Emitter-Widerstand nur noch ca. 3,2V
ab. Außerdem kann man mit den R-Werten auch noch ein wenig spielen, z.B.
R1 = 100 Ohm.
Felsentreu schrieb:> bei 5 V am Eingang fallen am Emitterwiderstand 4,3 V ab. 0,2 V nehme ich> für die Kollektor-Emitter-Strecke an. 10 V minus 4,3 minus 0,2 macht wie> viel?
Sorry, stimmt :)
Thomas E. schrieb:> mit Vin < 20V kann man die Schaltung weiter vereinfachen und hat auch> bei kleineren Versorgungsspannungen praktisch die volle Eingangsspannung> als Vgs(on): s.BildThomas E. schrieb:> Außerdem kann man mit den R-Werten auch noch ein wenig spielen, z.B.> R1 = 100 Ohm.
Wenn ich das mache, verliere ich aber konstant 140mA. Bei höherem
Widerstand (z.b. 220 Ohm oder 470) verfälscht das aber mein PWM Duty
Cycle. Das macht dann aus 50% vom uC ca. 80% Duty Cycle am Mosfet. Ich
muss die Widerstände irgendwie so dimmensionieren, dass der Dutycycle
möglichst wenig verfälscht wird, ich aber trotzden keinen allzu riesigen
Verlust am Emitter des Transistors habe.
E-Bastler schrieb:> So war das doch gemeint?
Nein. Zwar sieht Dein Ausgangssignal besser aus, als mit der "lahmen"
Ansteuerschaltung, allerdings überlastest Du durch den niedrigen
Widerstand den Transistor und ggf. auch den 100 Ohm Widerstand (oder Du
musst da einen 2W Typ nehmen). Wenn Du eine schnellere Schaltung willst,
wäre ggf. eine bessere (aber auch aufwändigere) Treiberschaltung
vorteilhaft. Mit welcher Frequenz wolltest Du die reale Schaltung denn
betreiben?
Hi,
Bin gerade dabei die Schaltung zu bauen, mir ist bei LTSpice nur
aufgefallen, das der Strom der kurzzeitig aus den Emittern der
Transistoren bei dem MOSFET fließt bis zu ca. 330 mA kommt. Im
Datenblatt der Transistoren (und anderen Standart Transistoren, die ich
mir angesehen habe) ist aber ein maximaler Emitter Strom von 200mA
angegeben. Der 330mA Impuls ist sehr kurz, aber ich frage mich trotzdem
ob es ok ist die Transistoren auf diese Weise zu betriben. Ist ja doch
außerhalb von deren Spezifikationen.
LG
E-Bastler schrieb:> Hi,>> Bin gerade dabei die Schaltung zu bauen, mir ist bei LTSpice nur> aufgefallen, das der Strom der kurzzeitig aus den Emittern der> Transistoren bei dem MOSFET fließt bis zu ca. 330 mA kommt. Im> Datenblatt der Transistoren (und anderen Standart Transistoren, die ich> mir angesehen habe) ist aber ein maximaler Emitter Strom von 200mA> angegeben.
Dann solltest Du leistungsfähigere Transistoren nehmen.
Thomas E. schrieb:> oder den Gate-Serienwiderstand vergrößern.
Stimmt, wenn ich den auf 50 ohm vergrößere bin ich bei ca. 190 mA und
habe keine großen Verluste bei den Schaltzeiten. Danke :)
batman schrieb:> Wenn die Simulation alle realen Widerstände, inkl. Spannungsquelle,> Leitungen berücksichtigt, liegt man evt. schon wieder im grünen Bereich.
Da geh ich lieber auf nummer sicher :D
LG