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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik TL494 peak current protection mit 3 Transistoren


Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

hat jemand mit dem TL494 peac current protection gemäß dieser Schaltung 
aus dem Datenblatt von TI realisiert?

Ich habe es so aufgebaut wie im Datenblatt und es funktioniert nicht. 
Das IC wird immer gesperrt, da die Halteschaltung immer aktiv bleibt. 
Fehlt da noch ein RC-Filter vor der Basis des Eingangs? Ist die 
Verstärkung der Halteschaltung zu hoch?


Schon mal danke für die Antworten.

Mit freundlichem Gruß

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Bild vergessen...

Autor: hinz (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Datenblatt von TI

Welches genau?

Autor: Nautilus (Gast)
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meinst Du die Applikationsschrift von TI?

Autor: lustich.p (Gast)
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hinz schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Datenblatt von TI
>
> Welches genau?

Nautilus schrieb:
> meinst Du die Applikationsschrift von TI?

Lass die Deppen ruhig noch ein wenig suchen, selbst schuld wenn sie 
unbedingt helfen wollen...

Autor: ichbin (Gast)
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lustich.p schrieb:
> hinz schrieb:
>> Christian S. schrieb:
>>> Datenblatt von TI
>>
>> Welches genau?
>
> Nautilus schrieb:
>> meinst Du die Applikationsschrift von TI?
>
> Lass die Deppen ruhig noch ein wenig suchen, selbst schuld wenn sie
> unbedingt helfen wollen...

Hohlschädel!
Es gibt hier auch Leute die lesen aus Interesse mit und sind froh um 
solche Hinweise.

ichbin

Autor: Homo Habilis (Gast)
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ichbin schrieb:
> Es gibt hier auch Leute die lesen aus Interesse mit und sind froh um
> solche Hinweise.

Für ebendiese, und jeden anderen, hier eine mögliche Quelle (Bildnummer 
stimmt überein, natürlich auch der Rest): slva001e

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&sou...

Autor: Klaus R. (klara)
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Christian S. schrieb:
> Ich habe es so aufgebaut wie im Datenblatt und es funktioniert nicht.
> Das IC wird immer gesperrt, da die Halteschaltung immer aktiv bleibt.
> Fehlt da noch ein RC-Filter vor der Basis des Eingangs? Ist die
> Verstärkung der Halteschaltung zu hoch?

Der TL494 kommt von TI. TI bietet das kostenlose TINA. So wie es 
aussieht stellt TI ein Modell zur Verfügung. Damit kannst Du den TL494 
und die Schaltung untersuchen.
mfg klaus

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

ich habe trotz einiger Suche den Link nicht wieder gefunden zum 
Datenblatt. Wenn die PDF-Datei erst mal in meiner 
Datenverarbeitungsanlage residiert, spielt er für meine persönlichen 
Gebrauch keine Rolle mehr.

Gut, ich schaue mir Tina mal an.

Aber mit dieser Halteschaltung hatte wohl noch niemand das Vergnügen und 
die Pulse am Vierstrahl-Oszi oder am Dual-Beam beobachtet!? Mir ist beim 
Suchen jedenfalls kein Schaltbild mit dieser Zusatzschaltung begegnet.

Mit freundlichem Gruß

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Die Frage nach dem RC- Filter rührt von der Beobachtung großer 
Nadelpulse am Source-Widerstand des FETs. Falls Die Nadeln immer > 0,6 V 
wären, würde der Transistor bei jeder Periode durchgeschaltet, falls die 
Nadel breit genug ist. Und selbst direkt auf der GND-Leitung findet man 
leicht große Pulse einfach nur zwischen Eingangs- und Ausgangs-Elkos.

Autor: hinz (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Und selbst direkt auf der GND-Leitung findet man
> leicht große Pulse einfach nur zwischen Eingangs- und Ausgangs-Elkos.

Die sind aber meist weit kleiner als gemessen, einfach weil man sich mit 
der Probe schnell zusätzlich was einfängt.

Ein Filter zwischen Shunt und Basis ist aber sicher nötig, ganz so wie 
bei den UC384x.

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Ich habe es so aufgebaut wie im Datenblatt und es funktioniert nicht.
> Das IC wird immer gesperrt, da die Halteschaltung immer aktiv bleibt.
> Fehlt da noch ein RC-Filter vor der Basis des Eingangs? Ist die
> Verstärkung der Halteschaltung zu hoch?

Du hast auch den Anschluß nach CT gemacht? Falls ja, welche Transistoren 
und welche Diode hast du genommen? Dort muss eine ganz kleine Schottky 
rein, sonst schaltet die den Q3 über ihren Reststrom bzw. ihre 
Sperrschichtkapazität ein. Ein µA reicht dort ggfs. schon. Dabei spielt 
auch die Schaltfrequenz und damit die Spannungssteilheit an der 
Sperrschichtkapazität eine Rolle. Sind es die 300kHz aus deinem 
Schottky-Dioden-Thread?

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo.

Gut, im nächsten Anlauf werde ich da ein kleines RC-Filter mit einbauen.

Transistoren sind 2N3904 und 2N3906. 50 KOhm und 1 MOhm, die Frequenz 
kann ich zwischen ca 15 kHz (Kern pfeift hörbar) bis naja, 300 kHz (1nF 
und 2,2 kOhm) einstellen. Die Schaltung läuft über 100 kHz mit den 
geringsten Verlusten. Der FET erwämt sich nur gering.

Achtung: Nicht steinigen bitte! Im ersten Anlauf habe ich keine 
Schottky-Diode eingebaut, sondern eine normale, sowas wie 1N4148, aber 
kleiner. Schottky wird ja gefordert, um durch die geringere Flußspannung 
den Transistor abschalten zu können.Daß die Sperrschichtkapazität eine 
Rolle spielen könnte, hätte ich allerdings nicht gedacht. Eventuell 
müßte man den 50 kOhm Widerstand vergrößern, da die Transistoren recht 
hohe Stromverstärkung haben. Ich weiß gar nicht, ob ich so eine kleine 
Schottky da habe. 1N914 hätte ich noch im Fundus. Was wäre denn da der 
richtige Typ? 1N5819 wäre wohl schon zu groß?

Die Verbindung zu CT habe ich gemacht, aber nicht mit Schottky. Wenn CT 
entladen wird, soll dem Q3 der Basisstron weggenommen werden.


Ich hätte aber erwartet, daß bei geringer Leistung, wenn also an den 50 
mOhm Sourcewiderstand zum FET nur ganz wenig Spannung abfällt, nicht 
gleich diese Halteschaltung anspringt. Das meinte ich mit: Es 
funktioniert gar nicht oder wird von Spitzen immer eingeschaltet.

mit freundlichem Gruß

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> die Frequenz
> kann ich zwischen ca 15 kHz (Kern pfeift hörbar) bis naja, 300 kHz (1nF
> und 2,2 kOhm) einstellen

Faktor 20. Was sagt denn die Speicherdrossel oder der Trafo dazu?

Von was für einer Schaltung reden wir hier eigentlich?

> Im ersten Anlauf habe ich keine
> Schottky-Diode eingebaut, sondern eine normale, sowas wie 1N4148, aber
> kleiner.

Na wie sinnvoll, so kann die Schaltung nicht rückgesetzt werden. Noch 
kleiner als 1N4148, also auch noch mehr Flussspannung. Und das wo doch 
gerade die geringe Flussspannung der Sinn der Übung ist:

> Schottky wird ja gefordert, um durch die geringere Flußspannung
> den Transistor abschalten zu können.

> Was wäre denn da der richtige Typ?

BAT81 würde ich vorschlagen.

> Eventuell müßte man den 50 kOhm Widerstand vergrößern

Ich habe Zweifel, dass die Schaltung mit der Dimensionierung überhaupt 
funktioniert. Die Freiwerdezeit des 2N3906 mit 100µA/0µA Basisstrom und 
1M in der Kollektorleitung ist etwa 1ms. 10µA/0µA ändern nur wenig an 
der Zeit. Besser wäre es, mehr Kollektorstrom fließen zu lassen (10k 
nach Masse ergeben 50µs) oder einen B-E-Nebenschluß einzubauen, oder 
beides.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo nachmals,

so, ich habe die Schaltung mit dem TL494 nochmal untersucht.

Die Halteschaltung mit den drei Transistoren habe ich vom Rest 
abgekoppelt. Nur noch +5V und GND sind dran. Somit bleibt der Zustand, 
egal ob low oder high stabil erhalten, egal, was der Schaltregler gerade 
macht. Man kann durch GND an Basis von Q3 low erzielen und durch bloßes 
Berühren der anderen Basis high bekommen. Das gelingt auch dann, wenn 
man mit einer freien Extremität GND berührt. Die andere Basis ist sehr 
empfindlich. Also entweder man muß an der Basis eine Spannungsteiler 
vorsehen oder die Mitkopplung vermindern. Sie ist noch zu stark.

Die Grundschaltung stammt von hier: (Bild 6.2 D)
http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap6_2/Kapitel6_2.html

Von mir stammen einige Änderungen siehe Fotos.

Die Schaltung läuft mit 35 Watt Ausgangsleistung mühelos von 13 kHz bis 
250 kHz. Bei 250 KHz wird der FET schon etwas unnötig warm und bei fmax 
= 360 kHz macht das für den FET keinen Sinn mehr. Geht aber auch noch. 
die Signalform am Gate sieht gut aus. Die Flanken sind aber nicht ideal 
steil.
Die Diode und den Kern juckt das alles überhaupt nicht.

Diese Drei-Transistor-Schaltung wird vermutlich viel experimentiereei 
mit den Widerstandwerten erfordern, bis sie genau die erforderliche 
Empfindlichkeit aufweist. Bin mal gespannt, ob das klappt...

mit freundlichem Gruß

Autor: eProfi (Gast)
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Zitat von Jörgs Beschreibung:
> Beim Design, bzw. Aufbau der Schaltung ist darauf zu achten,
> dass insbesondere die Verbindungsleitungen zwischen D 1 , T 1
> und C 8 sehr kurz und induktionsarm sind.  ...

So wie in deinem Aufbau...

Autor: Ashoka (Gast)
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Welche Speicherdrossel verwendest Du ? Wie sind ihre Daten ?

VG Ashoka

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

zu Q1, Q2, Q3 möchte sich niemand äußern?
Jörg hat aber peak current protection im Gegebenen Schaltbild nicht 
realisiert.

Kern:
http://www.farnell.com/datasheets/1571239.pdf

Material N41
http://en.tdk.eu/blob/528876/download/4/pdf-n41.pdf

6 Windungen 1,5mm Drahtstärke.


Die Speicherdrossel kommt in keinem Betriebszustand in die Sättigung.

Mit freundlichem Gruß

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> zu Q1, Q2, Q3 möchte sich niemand äußern?

Die sind noch lange nicht dran.

Dein Aufbau ist eine Katastrophe. Die Stromkreise mit großen 
Stromsteilheiten haben alle viel zu große Induktivitäten. Beispielsweise 
erlaubt der Gate-Ansteuerkreis so keine saubere Ansteuerung des Mosfet; 
die lange Leitung zum Drain macht Überspannung beim Abschalten, ...

Einen LED-Wandler im Spannungsregelmodus zu betreiben ist Blödsinn. Die 
Schaltung ist viel schwieriger stabil zu bekommen und man braucht eine 
deutlich höhere Ausgangsspannung als eigentlich nötig.

Christian S. schrieb:
> Die Speicherdrossel kommt in keinem Betriebszustand in die Sättigung.

Glaube ich nicht, meine Rechnung ergibt was anderes; kann man mit deinen 
unvollständigen Angaben aber nicht abschließend prüfen. Wie ist der 
AL-Wert des Kerns?

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

der AL Wert des Kerns ist im Datenblatt ohne Luftspalt angegeben. In 
meiner Anwendung jedoch ist ein Luftspalt nötig. Sein Maß kann ich nicht 
beziffern. Wie soll ich da einen Wert angeben können? Der 
Spannungsverlauf am 50mOhm Widerstand war immer eine linear ansteigende 
Rampe.

Man könnte mit dem Oszilloskop Spannung und Strom an der Drossel messen 
und somit L erhalten.

Der Aufbau des Leistungsteils soll das einfache Austauschen der 
Komponenten ermöglichen. Bei Aufbauten mit direkt eingelöteten Bauteilen 
lassen sich diese nur umständlich auswechseln, falls Anlaß dazu besteht. 
Ich habe mich nur aus mechanischen/Handhabungsgründen für diese Draht 
und Lüsterklemmenaufbauten entschieden. Daß die langen Drähte nicht im 
Sinne des Erfinders sind, ist mir auch klar.

Mit freundlichem Gruß

Autor: Homo Habilis (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Jörg hat aber peak current protection im Gegebenen Schaltbild nicht
> realisiert.

:-) Worauf soll Deine Äußerung hin deuten? Daß die Integration dieser 
Schaltung alles einfacher machen würde? Was den "Aufbau" (Verzeihung) in 
der Form dann eher zuläßt?

Christian S. schrieb:
> Daß die langen Drähte nicht im
> Sinne des Erfinders sind, ist mir auch klar.

Sie (und praktisch sämtliche Deiner Modifikationen) sind vor allem nicht 
im Sinne der reibungslosen Funktion.

Christian S. schrieb:
> Der Aufbau des Leistungsteils soll das einfache Austauschen der
> Komponenten ermöglichen. Bei Aufbauten mit direkt eingelöteten Bauteilen
> lassen sich diese nur umständlich auswechseln, falls Anlaß dazu besteht.
> Ich habe mich nur aus mechanischen/Handhabungsgründen für diese Draht
> und Lüsterklemmenaufbauten entschieden.

Ein geschlossener Kreis ("sich selbst erfüllende Prophezeiung"). Du 
sorgst mit Deiner Art des Aufbaus erst dafür, Leistungsbauteile wohl 
weit öfter "als normal" wechseln zu müssen.

Ich will Dir da nicht zu nahe treten, aber denkst Du, Generationen von 
Entwicklern liegen mit Ihrer Art der Konstruktion falsch?

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> der AL Wert des Kerns ist im Datenblatt ohne Luftspalt angegeben. In
> meiner Anwendung jedoch ist ein Luftspalt nötig. Sein Maß kann ich nicht
> beziffern. Wie soll ich da einen Wert angeben können?

Du bist also nichtmal in der Lage die Dicke deiner Zwischenlage zu 
messen? Damit könnte man durch Vergleich mit den lieferbaren Luftspalten 
den ungefähren Al-Wert schätzen. Wäre besser als nichts. Alternativ kann 
man natürlich auch die Induktivität ermitteln und rückrechnen.

Christian S. schrieb:
> Man könnte mit dem Oszilloskop Spannung und Strom an der Drossel messen
> und somit L erhalten.

Heißt wohl, dass du die Induktivität (und auch die anderen 
Eigenschaften) deiner Speicherdrossel selbst nicht kennst. Wie willst du 
dann den Wandler sinnvoll dimensionieren? Ach so, brauchst du ja nicht, 
einfach die Frequenz um Größenordnungen variieren und schauen was aus 
der Schrottschaltung rauskommt.

Sowas hattest du doch schon mal vorgestellt, jetzt wieder so.
Viel Erfolg noch.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Mann Arno, muß Du Dich so drastisch ausdrücken? Ich baue nicht Stunden 
lang eine Schrottschaltung, um daran zu experimentieren aus purer 
Neugier. Die Dinger gehen allesamt besser als erwartet. Und die 
Dreitransistorgeschichte bekomme ich auch noch hin.

Du hast es schon richtig erkannt: Die Drossel ist das größte Mysterium 
an dieser ganzen Schaltwandlergeschichte.

Der Luftspalt wird bestimmt durch eine Lage Tesafilm in der runden Mitte 
im Kern.

So, und vom Thema sind wir inzwischen weit genug ab gekommen.

Danke für die Wünsche.

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Mann Arno, muß Du Dich so drastisch ausdrücken?

Drastisch ist anders, hatte ich schon im Textfeld stehen...

> Ich baue nicht Stunden
> lang eine Schrottschaltung, um daran zu experimentieren aus purer
> Neugier.

Warum dann?

> Die Dinger gehen allesamt besser als erwartet.

Ja, man muss die Erwartungen nur tief genug ansetzen.

> Die Drossel ist das größte Mysterium
> an dieser ganzen Schaltwandlergeschichte.

Nö, das ist eine ganz einfache Sache. Man darf nur keine Angst davor 
haben und ein Problem draus machen.

Autor: ArnoR (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Der Luftspalt wird bestimmt durch eine Lage Tesafilm in der runden Mitte
> im Kern.

Ganz vergessen:

Der Kern dürfte dann einen AL-Wert um 1500 haben (50µm Tesafilm 
angenommen, 40µm Luftspalt ergeben AL=1600 laut DB). Damit schafft die 
Drossel niemals die 12A Abschaltstrom (0,6V/50mR).

Autor: ArnoR (Gast)
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Ähh, 50µm Tesafilm auf dem Mittelbutzen eines luftspaltlosen Kerns 
ergeben ja insgesammt 100µm Luftspalt. Der AL ist dann bei etwa 1000 und 
Imax etwa 4,5A.

Autor: Homo Habilis (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Mann Arno, muß Du Dich so drastisch ausdrücken?

Hm. "Muß" er? Vielleicht ja nicht...

Christian S. schrieb:
> Die Dinger gehen allesamt besser als erwartet.

Allesamt? Reines Glück. Besser als erwartet? Wenn man solch einen Verhau 
irgendwie und irgendwann zur leidlichen Funktion überredet, ist man 
verständlicherweise stolz - ist aber kein Grund, es nicht bessser / 
richtig zu machen.

Dann kann man nämlich theoretisch auf jedes Detail stolz sein 
(sinngemäß), und nicht nur darauf, daß es "trotz allem halbwegs geht. 
Und man kann die Schaltung auch wirklich für den vorgesehenen Zweck 
benutzen, wenn es einen gibt...

Christian S. schrieb:
> Ich baue nicht Stunden lang eine Schrottschaltung,
> um daran zu experimentieren aus purer Neugier.

...warum/wozu genau dann? Experimente macht man für gewöhnlich, um ein 
Konzept zu verbessern. Oder das Verständnis dafür zu verbessern. Oder... 
Alles mit dem Ziel (oder einem zumindest ähnlichen), irgendwann 
bestmöglich funktionierende, und auch nutzbare Schaltungen zu bauen.

Du aber schlägst (scheinbar schon frühere) Ratschläge in den Wind, 
bleibst bei Deinem (rein fachlich gesehen) groben Unfug, und verteidigst 
das auch noch mit mehr als fadenscheinigen Behauptungen.

Irgendwie etwas "spleeny". Innere Abneigung gegen gute Layouts?

Wie schon gesagt, ich meine das nicht böse - aber ich verstehe, warum 
Arno solch "evolutionären Stillstand" - bezogen natürlich auf Deine 
Basteleien - nach dessen fast sicherer Erkennung nicht mehr weiter 
unterstützen will.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo ihr Elektronikbegeisterten,

so, nach weiterer Optimierung an der 3-Transistor-Schaltung funktioniert 
sie jetzt! In figure 27 war eben nicht die ganz vollständige Schaltung 
abgebildet.

Da es sich ja um eine "Halteschaltung" handelt, geht es also darum, die 
Verstärkung derartig einzustellen, daß sie durch das Signal von Ct auch 
wieder ausgeschaltet werden kann. Der entscheidende Hinweis war die 
Verwendung einer Schottky-Diode an dieser Stelle.

Danke dafür. Durch Verminderung der Verstärkung ließ sich eine 
Einstellung erreichen, bei der die Schaltung leicht in den 
eingeschalteten Zustand springt und auch wieder über die BAT85 
zurückgesetzt werden kann. Im Schaltbild erkennt man, daß ich einen 10 
kOhm und einen 100 kOhm-Widerstand hinzu gefügt habe. Diese beiden 
Widerstände gilt es anzupassen bei neuen Aufbauten oder bei Verwendung 
anderer Transistortypen. Das 1 kOhm-Poti macht eine Anpassung zwischen 
dem Niveau der Pulse vom Shunt an die Ube-Spannung, bei der der linke 
Transistor genügend leitet, um die Halteschaltung anspringen zu lassen. 
Für den gesamten Schaltwandler hat sich etwa 50 kHz als günstigste 
frequenz heraus gestellt. Die Bildschirmfotos sind bei dieser Frequenz 
aufgenommen. Die Zuleitungen zum FET habe ich kürzer gemacht als zuvor 
aufgrund euerer Hinweise. Der Effekt war feststellbar.

Das erste Bildschirmfoto zeigt die gerade einsetzende Wirkung der 
Strombegrenzung, indem bei voller Leistung am 1 kOhm-Poti geringfügig 
gedrosselt wird.

Das zweite Foto zeigt die Strombegrenzung bei starker wirkung. Man kann 
die Helligkeit feinfühlig herunter stellen bis die LED komplett aus ist.

oberer Strahl: Kollektoren der beiden NPN  2V/Teil
unterer Strahl: Kollektor des PNP    1V/Teil



______________________________________________________________________ 
_

Es ist immer wieder erstaunlich, wie hemmungslos und auch beleidigend 
sich manche Leute äußern müssen, wenn sie mal einen Angriffspunkt 
gefunden haben, um ihre Totschläger auszupacken. Hauptsache, man hat 
Gelegenheit, um mal auszuteilen. Der Angriffspunkt waren die Fotos der 
realen Schaltung. Hier habe ich mal die Beispiele zusammen getragen, die 
ich im geschätzten Fachforum so nicht erwartet hätte und nur eine 
Blindleistung darstellen:


"So wie in deinem Aufbau..."

"Dein Aufbau ist eine Katastrophe."

"Was den "Aufbau" (Verzeihung) in der Form dann eher zuläßt?"

"sorgst mit Deiner Art des Aufbaus erst dafür, Leistungsbauteile wohl 
weit öfter "als normal" wechseln zu müssen."

"Ach so, brauchst du ja nicht, einfach die Frequenz um Größenordnungen 
variieren und schauen was aus der Schrottschaltung rauskommt.
Sowas hattest du doch schon mal vorgestellt, jetzt wieder so."


"Ja, man muss die Erwartungen nur tief genug ansetzen."


"Allesamt? Reines Glück. Besser als erwartet? Wenn man solch einen 
Verhau irgendwie und irgendwann zur leidlichen Funktion überredet, ist 
man
verständlicherweise stolz..."


"Du aber schlägst (scheinbar schon frühere) Ratschläge in den Wind,
bleibst bei Deinem (rein fachlich gesehen) groben Unfug, und verteidigst
das auch noch mit mehr als fadenscheinigen Behauptungen."



"Irgendwie etwas "spleeny". Innere Abneigung gegen gute Layouts?"


Bei mir gibt es nur Aufbauten auf Lochraster und diese sollen möglichst 
platzsparend sein.

Die Sticheleien wegen dem nicht angeführten Link zum Datenblatt waren 
auch unnötig, da außer der herauskopierten Schaltung sich dort keine 
weiteren Hinweise finden lassen. Aus Gewohnheit poltert man erstmal los, 
ohne später etwas weiterführendes beitragen zu können. Es ging um nicht 
mehr als diese 3-Transistor-Schaltung.

Als Gegenbeispiel möchte ich mal diese Arbeit hier

Beitrag "Re: Gegentaktwandler SG3524 Spannung sackt zusammen"

anführen immerhin auf Platine. Solche speziellen Kommentare blieben hier 
aus. Denn nur wegen dem "schönen" Aufbau und dem berechneten und 
gekauften Trafo ist der Experimentator noch immer nicht bei voller 
Zufriedenheit angekommen trotz mehrfacher Anläufe. Aber er ist auf dem 
besten Weg.

_____________________________________________________________

Und danke für diese qualifizierte Hinweise hier:


"Dort muss eine ganz kleine Schottky rein, sonst schaltet die den Q3 
über ihren Reststrom bzw. ihre Sperrschichtkapazität ein. Ein µA reicht 
dort ggfs. schon.


BAT81 würde ich vorschlagen.


Ein Filter zwischen Shunt und Basis ist aber sicher nötig,..."



mit freundlichem Gruß

Autor: Homo Habilis (Gast)
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Christian S. schrieb:
> Denn nur wegen dem "schönen" Aufbau und dem berechneten und
> gekauften Trafo ist der Experimentator noch immer nicht bei voller
> Zufriedenheit angekommen trotz mehrfacher Anläufe.

Mal davon abgesehen, daß von einem "berechneten und gekauften Trafo" gar 
keine Rede sein kann - man kann selbstverständlich auch Platinen-Layouts 
(und resultierende Aufbauten) falsch machen.

Allerdings (nach einem Lern- und Erfahrungsprozeß) auch richtig. (Ist 
übrigens auch eine meiner "schwächsten Seiten", in dem Bereich habe 
ich noch viel zu lernen.)

Und spätestens dann ist eine "richtige" Platine einem Lochrasteraufbau 
überlegen - manchmal nur ein wenig, in den meisten Fällen stärker bis 
hin zu "über wohl und wehe entscheidend"...

Freilich kommt es dabei auf Art und Betriebsparameter der geplanten 
Schaltung an, wie weit diese Überlegenheit geht. Allerding profitiert 
fast jede Schaltung von der freieren Platzierung der Bauteile und deren 
Verbindungen, kombiniert mit der Wahlmöglichkeit der Leiterbahnbreite, 
und in Grenzen auch der Dicke.

Leider bleibt deshalb der Aufbau von Schaltwandlern auf Lochraster auch 
mit Erfahrung immer schwierig - bis hin zu sinnlos. Das liegt einfach an 
den hohen dU/dt und dI/dt der Kommutierungsvorgänge.

Und ist bei steigender Frequenz und Leistung immer problematischer.

Christian S. schrieb:
> Bei mir gibt es nur Aufbauten auf Lochraster und diese sollen möglichst
> platzsparend sein.

Kann man machen (obwohl ich die Platzeinsparung anzweifle) - allerdings 
sind, wie gesagt, Schaltwandler nicht gerade "die optimale Wahl", um auf 
Lochraster realisiert zu werden.

Da das hier jeder weiß, mußt Du Dich über Ratschläge bis hin zu offener 
Kritik nicht wundern - und bei "offener Beratungsresistenz" werden 
manche (auch ich) teils auch unhöflich(er).

Natürlich hat Du recht: Wenn jeder hier zuerst mal genauer lesen würde, 
was - an genannten "Unhöflichkeiten" - schon von anderen geschrieben 
wurde, den exakten Verlauf, und kurz überlegen

(falls - bei einigen ja gar nicht der Fall - überhaupt Interesse daran 
vorhanden),

wie verletzend alles in der Gesamtheit wirkt/en kann/könnte, würde 
manches gar nicht so geschrieben... (Aber allgemein ist die Kunst der 
Höflichkeit sowieso im Verfall - woanders oft noch sehr viel stärker als 
hier.)

Die meisten aber (o.g. Ausnahmen) machen sich zwar keine besonderen 
Gedanken darüber --- aber schreiben trotzdem "nach bestem Wissen und 
Gewissen", meinen es also nur gut.

Christian S. schrieb:
> Hier habe ich mal die Beispiele zusammen getragen,
> die ... nur eine Blindleistung darstellen:

Damit wirst Du wohl also leben müssen. Ist nicht immer schön, und gibt 
genügend Kritikpunkte, aber denk bitte auch Du daran, daß, wie bemerkt, 
nun mal kaum jemand darüber nachdenkt - wehalb es auch (ich wiederhole: 
bi auf Aunahmen, von den meisten hier) weder böse noch persönlich 
gemeint ist, sondern "Dich mit sanfter Gewalt in die richtige Richtung 
lenken will".

Auflistungen aus dem Zuammenhang gerissener Auszüge von (manchmal also 
"nur Deiner Meinung nach"

- bitte auch immer nur die Aussagen von Einzelpersonen im Zusammenhang 
mit sich selbst verstehen, und keine "Kollektivangriffe" hinein- miß- 
interpretieren -

zu heftigen Sprüchen ... sind 1. Vergangenheit und 2. bringen Dir 
selbst auch nix.

Oder willst Du absichtlich (manchmal(!) sogar mißverstandene) "seelische 
Verletzungen" noch tiefer in Dein Gedächtnis graben?

Oder, zweite "Interpretation": Hier Leute "an den Pranger stellen" zu 
wollen, die es zum Großteil nur gut meinen, ist... (ohne Worte) ...und 
das auch, ohne deren Nicknames mit hin zu kopieren.

Christian S. schrieb:
> nach weiterer Optimierung an der 3-Transistor-Schaltung funktioniert
> sie jetzt!

> (...)

> Das erste Bildschirmfoto zeigt die gerade einsetzende Wirkung der
> Strombegrenzung, indem bei voller Leistung am 1 kOhm-Poti geringfügig
> gedrosselt wird.
>
> Das zweite Foto zeigt die Strombegrenzung bei starker wirkung. Man kann
> die Helligkeit feinfühlig herunter stellen bis die LED komplett aus ist.
>
> oberer Strahl: Kollektoren der beiden NPN  2V/Teil
> unterer Strahl: Kollektor des PNP    1V/Teil

Freut mich - sowohl für Dich, als auch alle daran Interessierten - daß 
das jetzt so klappt. Frohes Schaffen, mfG

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