Hallo !
Beim Anschluss des Mikrofons ECM 8000 an mein Mischpult, zweks
Raumakustikmessung, habe ich festgestellt, dass es kaum Signalstärke
vorhanden ist. Noch dazu ist das Rauschen sehr ausgeprägt, die
Audiosignale (Sprache zum Test) sehr leise und verzerrt!
Also, Mikrofon ist defekt! Zuumal ein anderes an dem gleichen Eingang
tadellos funktioniert.
Kurzerhand Mikrofon zerlegt,und Eingangstransistor mit BC550 gewechselt.
Es gab keine Verbesserung. Danach habe ich den Doppeltransistor mit
2x 2N5401 getauscht. Auch keine Besserung. Danach den Mikrofonkapsel
getauscht. Kein Muks besser! Der Zehner liefert 6,2V.
Dann habe ich mit gleichen Bauteilen
die zweite Schaltung (siehe oben) auf Steckbrett aufgebaut, und die
funktioniert auf Anhieb einwandfrei!!!
Unglaublich! Jetzt stehe ich auf dem Schlauch, was ist wohl falsch bzw.
noch kaputt auf der Behringer-Platiene? Kann das ein Kondensator sein,
oder mehrere?
Kann mir jemand weiterhelfen, irgendwie die Behringerschaltung
analysieren?
Vielen Dank schon mal!!!
PS: Beide Schaltpläne fand ich im web. Die ECM800 Plan stimmt mit meinem
Mikrofon überein! Der T1 ist ein S9014.
Nach dem auslöten habe alle 3 Transistoren durchgemessen, die sind
nicht defekt!
Nachtrag:
C5 und C4 Elkos wurden auch ausgewechselt.
Das Mischpult liefert an XLR Pin2 und Pin3 48,6V
Schliesse ich die Behringerschaltung an, sinkt diese Spannung
auf 28V.
Schliesse ich die Ersatzschaltung an, dann sinkt die Spannung
auf 38V.
Bei beiden Schaltungen bleibt beim Spannungsversorgung(Pin2,3)
die Symmetrie erhalten.
Die Transistor Pinbelegungen habe ich natürlich kontrolliert,
die Stimmen!
Die Kerkos C6,C7,C9,C10 habe ich jetzt ausgelötet.
Keine Besserung, es rauscht und es gibt ganz leisen verzerrten Signal
ab.
Bin am verzweifeln :-/ :-(
Es können auch die Koppelkondensatoren C2 und C3 sein. Spannung an Pin1
des Mikros und an der Basis des ersten Transistor messen.
Oder einer der Widerstände ist hochohmig geworden. Du wirst da wohl
einen Oszi brauchen.
Spannungsteiler schrieb:> Nach dem auslöten habe alle 3 Transistoren durchgemessen, die sind> nicht defekt!
Transistoren haben mitunter sehr merkwürdige Fehlerbilder. Wenn du nur
nach dem Prinzip, das ein Transistor sich messtechnisch wie 2 Dioden
verhält, gemessen hast, kommt da evtl. nichts brauchbares raus. In der
Schaltung liegen bei einem arbeitenden Transistor immer etwa 0,6-0,7V
zwischen Basis und Emitter. Wenn das bei dir der Fall ist, kannst du
z.B. mal ein leises Signal injizieren (Audio über Spannungsteiler und
Koppelkondensator), oder auch nur mal mit dem nassen Finger an den Basen
hören, ob es da ungewöhnlich klingt (ich bin mir sicher, das du weisst,
wie es klingen sollte, das hat jeder mit einem Mischpult schon mal
gehört).
Zeichne dir auch mal die Spannungen an den Transistoren in den Plan ein.
Vielen Dank für euere Unterstützung!
C2 C3 C6 sind gleicher Bauform ca 2mm SMD perlen.
Hubert G. schrieb:> Es können auch die Koppelkondensatoren C2 und C3 sein.
Bingo!
Zwar habe ich sie beim herauslöten vermutlich (auch) zerstört, aber
habe alle 3 mit bedrahteten ausgewechselt, und die Schaltung
funktioniert wieder!!!
Zuvor hatte ich schon alles auf dem Platinchen ausgewechselt, ausser
diese 3 SMD Teile, wie blöd!!!!
Für mich eigentlich schon fast unglaublich! Habe schon immer gedacht,
aktive Bauteile geben ihren Geist eher auf als irgendwelche Kerkos....
Vermutlich habe ich Billigschrottserie erwischt... bei diesem
Behringer-Profi-Mikrofon ?!? :-)
Danke für die Hilfe!!!!
Nachtrag für die "Nachwelt" !!!
Nachdem das ECM8000 wieder funktioniert, habe die Signalstärke mit
dem Steckbrett-Mikrofon verglichen. Es ist etwa 40% schwächer.
Da ich im web noch diese Seite gefunden habe:
file:///C:/Users/hp-compaq/Downloads/Audio-compaq2/Behringer%20ECM8000/S
chaltungsfehler%20beim%20Behringer%20ECM8000.htm
kann ich jetzt aus der Praxis die dortige Behauptung bestätigen.
Nun hatte ich von der Behringer-Platine die hälfte der Bauteile
heruntergeputzt :-) und darauf die neue symmetrische Schaltung
aufgebaut.
Die neue Schaltung ist,fast so wie oben gepostet (auch auf meinem
Steckbrett)aufgebaut.
Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich hier den genauen Schaltplan
posten. (Bitte um Geduld :-) )
Dieser funktioniert eiwandfrei, und nach meinem Gehör ist sie etwas
weniger verrauscht!
Zum ECM8000 Auseinanderbau:
Das Mikrofon ist aus 4 Teilen zusammengeklebt!
1-Mikrofonkapsel mit Spitze
2-langer Halsrohr
3-Körperrohr
4-Platine mit Elektronik und XLR Stecker draufgelötet.
Nr1 ist fest mit Mikrofon verklebt, diese dann mit Nr2 verklebt
Diese Verbindung habe ich nicht lösen können.
Nr2-Halsrohr ist etwa 10mm lang in den Nr3 eingesteckt und dort
verklebt. Diese Verbindung habe ich mit etwas Drehkrafft lösen können.
Achtung beim auseeinanderziehen, innen laufen 2 dünne Adern zum
Mikro. Etwa 30mm Draht wurde sichtbar, habe dann beide in der Mitte
durchgetrennt (Beim zusammenbau werden sie dann wieder verlötet)
Nr3 Körperrohr, hier sind 3 mini Senkkopfschrauben eingedreht, die
den XLR Stecker festhalten. Die 3 herausdrehen, dann kann man die
Platine sammt XLR Stecker nach hinteen herausziehen.
Die Platine ist noch umhüllt mit Schrumpfschlauch. Den muss man
natürlich entlang der Platinenkante aufschneiden. Später kann
man den Schlauh wiederverwenden.
Danke für euere Aufmerksamkeit :-) ich hoffe, kann leuten, die in der
Zukunft Probleme mit diesem Mikro bekommen, brauchbare Tipps geben.
Schaltplan folgt noch !
Spannungsteiler schrieb:> file:///C:/Users/hp-compaq/Downloads/Audio-compaq2/Behringer%20ECM8000/S> chaltungsfehler%20beim%20Behringer%20ECM8000.htm
Hehehe, ich habe zwar auch eine Festplatte C: (und sogar einen
hp-compaq), weil ich zufällig hier Win32 laufen habe, aber der Link ist
so nicht brauchbar. Wir brauchen einen mit http:// am Anfang.
Übrigens ist ein S9014 zwar schon als rauscharm gekennzeichnet, aber bei
weitem nicht so gut wie z.B. sogar ein BC549. Da hätte Uwe 10ct mehr
ausgeben können und einen guten Transistor einbauen können. Sowas fällt
leider beim Behringman immer wieder auf und ist ärgerlich.
Matthias S. schrieb:
[..]
> Übrigens ist ein S9014 zwar schon als rauscharm gekennzeichnet, aber bei> weitem nicht so gut wie z.B. sogar ein BC549. Da hätte Uwe 10ct mehr> ausgeben können und einen guten Transistor einbauen können. Sowas fällt> leider beim Behringman immer wieder auf und ist ärgerlich.
Offensichtlich handelt es sich sowieso um Behringer gelabelte OEM Ware,
aber beim Transistorrauschen würde ich mich nicht so weit hinaus lehnen
Es ist sehr gut möglich das der S9014 am Eingang vorselektiert ist und
evtl. weniger als ein BC549/550 rauscht.
Was das mit der Schaltung soll weiß ich allerdings auch nicht, der unter
Koppel-C gehört an den Emitter des S9014 an das obere Ende von R6.
Gruß,
Holm
Hallo,
die Schaltpläne ;
1. Behringer ECM8000 original,
2. Umgebaute Schaltung auf Symmetrischen Signalausgang,
3. eine neue Schaltung mit OPV.
Letztere habe ich von hier;
http://sound.whsites.net/project93.htm
mit leichter Veränderungen in der Stromversorgung und Siebung.
Die Mikrofonverstärker funktionieren eiwandfrei, die OPV Version
ist sehr rauscharm und hat die größte Verstärkung.
Habe ihn aus Neugier nachgebaut, wollte einfach ein Vergleich zum
ECM8000 haben.
Messprotokolle kann ich leider keine liefern, die Qualitätsbeurteilung
erfolgt hier ganz empirisch nach meinem Gehör :-)
Viel Spaß beim Nachbau.....