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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED mit EM-Wellen zum Leuchten zu bringen


Autor: Fabian (Gast)
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Hallo zusammen,

im Rahmen einer Vertiefungsarbeit möchte ich den Versuch wagen eine LED 
nur mit EM-Wellen zum Leuchten zu bringen.
Ich bin Elektroniker Lehrling und deswegen dieses Projekt.
Das Ziel ist es, die ganze Sache ohne aktive Speisung durchzuführen.

Habt ihr Ideen wie das funktionieren könnte? Ich denke im Moment an eine 
Antenne/Spule welche einen Schwingkreis anregen könnte...

Bin dankbar über jede produktive Antwort.

Danke und Gruss
Fabian

Autor: Der Andere (Gast)
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Ein Stück Draht und in die unmittelbare Nähe eines starken 
Mittelwellensenders (Mist, die sind alle abgeschaltet)

Eventuell funktioniert das auch direkt unter einer 220 oder 380kV 
Freileitung.

Autor: Der Andere (Gast)
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Alternativ bastelst du damit:
Royer Converter

Autor: Fabian (Gast)
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Danke

Autor: Max707 (Gast)
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Es gab mal solche Handy Anruf erkenner... Mit LED.

Autor: Thomas Schaerer (thom45)
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Der Andere schrieb:

> Ein Stück Draht und in die unmittelbare Nähe eines starken
> Mittelwellensenders (Mist, die sind alle abgeschaltet)

Um zu so einem Sender zu gelangen, muss man heute weit reisen.

Der Abschaffungswahn geht um. Alles was nach AM riecht, kommt unter den 
Hammer.

D-D-D-D-DAB ist in. Funktioniert oft schlechter in Wohnungen als UW. 
Aber Hauptsache ist, man das DAB und man soll es gefälligst benutzen. 
Big Brother hat gesprochen! :-)

> Eventuell funktioniert das auch direkt unter einer 220 oder 380kV
> Freileitung.

Das muss dann aber schon recht nahe sein. Aber mit einem kleinen 
Neonlämpchen geht das locker. Da reichen auch 16 kV von der Bahnleitung.

Ich habe so ein Lämpchen mal in einem Regenschirm von aussen sichtbar 
montiert. Jedesmal wenn ich bei Regen den Bahnsteig neben dem Geleise 
ablief, konnten alle Leute das flackernde Neonlämpchen leuchten sehen. 
Es flackerte mit 33.333 Hz. Um es gut zu sehen, muss es schon recht 
dunkel sein.

Gruss
Thomas

Autor: Georg (Gast)
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Fabian schrieb:
> Habt ihr Ideen wie das funktionieren könnte?

Das ging früher mal. "Leider" haben heutige Sender viel zu geringe 
Leistungen, Radio Luxembourg hatte mal Megawatt Sendeleistung und hat 
die Atmosphäre über Luxemburg nichtlinear verzerrt, das gibt es nicht 
mehr. Du könntest auf einen Handymasten klettern und dein Konstrukt vor 
die Antennen halten, oder du stellst dich in die Sendekeule einer 
Radarstation. Ist beides wahrscheinlich verboten und möglicherweise auch 
ungesund.

Georg

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Fabian schrieb:
> Habt ihr Ideen wie das funktionieren könnte?
Komplett mit "freier Energie" wird das schwierig, irgendwer muss da 
schon aktiv was beisteuern.

> Habt ihr Ideen wie das funktionieren könnte?
Du könntest einen Induktionsherd nehmen. Oder die LED mit einer kurzen 
Leiterschleife in eine Mikrowelle legen.
Oder am sichersten: nimm eine alte elektrische Zahnbürste und zerlege 
die. Damit bist du nach 10 Minuten fertig...

Autor: Thomas Schaerer (thom45)
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Georg schrieb:
> Du könntest auf einen Handymasten klettern und dein Konstrukt vor
> die Antennen halten, oder du stellst dich in die Sendekeule einer
> Radarstation. Ist beides wahrscheinlich verboten und möglicherweise auch
> ungesund.

Ungesund wird es schon deutlich unter dem offiziellen SAR-Wert, aber 
beim Radar, da gibt es schnell mal Sendeleistungen, wo es für die Augen, 
thermisch bedingt, sehr gefährlich werden kann. Auch wenn sie 
geschlossen sind.

Ich weiss von so einem Fall mit einem Militärradar wo der "Proband" 
erblindete.

Gruss
Thomas

Autor: Anonymous (Gast)
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Der Handymast wird nur ungesund wenn man runterfällt oder vom Blitz 
getroffen wird.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Thomas S. schrieb:
> Jedesmal wenn ich bei Regen den Bahnsteig neben dem Geleise
> ablief, konnten alle Leute das flackernde Neonlämpchen leuchten sehen.
> Es flackerte mit 33.333 Hz. Um es gut zu sehen, muss es schon recht
> dunkel sein.

Du hast diesen Test also vor dem 16.10.1995 durchgeführt? Denn seit der 
dann erfolgten Umstellung hätte Dein Neonlämpchen mit 33,4 Hz 
geflackert. :-)

Autor: Thomas Schaerer (thom45)
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Andreas S. schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> Jedesmal wenn ich bei Regen den Bahnsteig neben dem Geleise
>> ablief, konnten alle Leute das flackernde Neonlämpchen leuchten sehen.
>> Es flackerte mit 33.333 Hz. Um es gut zu sehen, muss es schon recht
>> dunkel sein.
>
> Du hast diesen Test also vor dem 16.10.1995 durchgeführt? Denn seit der
> dann erfolgten Umstellung hätte Dein Neonlämpchen mit 33,4 Hz
> geflackert. :-)

Aha **grübel** **hirnkoch**

Und was hat sich da elephantöses verändert? Das würde also bedeuten, 
dass sich die Frequenz der Bahnspannung noch immer bei 16 2/3 Hz bewegt.

Zu Deiner Beruhigung, ich hatte unter dem Regenschirm kein 
Frequenzmessgerät
dabei. :-)

Gruss
Thomas

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Thomas S. schrieb:

>> Du hast diesen Test also vor dem 16.10.1995 durchgeführt? Denn seit der
>> dann erfolgten Umstellung hätte Dein Neonlämpchen mit 33,4 Hz
>> geflackert. :-)

> Und was hat sich da elephantöses verändert?

Ein echter Elektroniker wie Du Thomas, erkennt solch
einen Riesenunterschied doch auf den ersten Blick. :-)

Autor: Thomas Schaerer (thom45)
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Harald W. schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>
>>> Du hast diesen Test also vor dem 16.10.1995 durchgeführt? Denn seit der
>>> dann erfolgten Umstellung hätte Dein Neonlämpchen mit 33,4 Hz
>>> geflackert. :-)
>
>> Und was hat sich da elephantöses verändert?
>
> Ein echter Elektroniker wie Du Thomas, erkennt solch
> einen Riesenunterschied doch auf den ersten Blick. :-)

Jaja, der Unterschied ist riesengross bei der enormen Stabilität der 
SBB-Bahn-Netzfrequenz bei 16.66666666666 Hz und der Änderung vom 
16.10.1995 auf ganze 16.70000000Hz. Schliesslich hat das hier rein gar 
nix mit Aufrunden oder so zu tun.

Und wenn man noch bedenkt, atomuhrgenaue Bahnnetzfrequenz ob 
16.66666666666 Hz oder 16.70000000 Hz, da wundert es nicht auch mit der 
ultraexakten Einhaltung des Fahrplans. Sage und Schreibe auf die 
Nanosekunde.

So aber jetzt genug geplaudert, jetzt gehts zum TV um NANO im 3SAT zu 
schauen...

Gruss
Thomas

Autor: Ludwig (Gast)
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Lothar M. schrieb:

>> Habt ihr Ideen wie das funktionieren könnte?
> Du könntest einen Induktionsherd nehmen. Oder die LED mit einer kurzen
> Leiterschleife in eine Mikrowelle legen.

Führe bitte dieses Experiment vor und filme es. Das Ergebnis bitte hier 
posten.

> Oder am sichersten: nimm eine alte elektrische Zahnbürste und zerlege
> die. Damit bist du nach 10 Minuten fertig...

Das ist jetzt aber reine Satire?

Autor: Peter M. (r2d3)
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Hallo Fabian,

das Ziel Deines Versuchs wurde vor etwa 3 Wochen beim Tag der offenen 
Tür in der PTB in Braunschweig demonstriert.

In dem riesigen EMV-Bunker fanden halbstündlich Vorführungen zum Thema 
statt.

In der einen Ecke stand ein "EM-Strahler", der auf ein beliebiges 
Messgerät zielte. Bei eingeschaltetem Strahler veränderte das Messgerät 
seine Anzeige, was nicht sein darf.

Der PTB-Mitarbeiter aus dem Bereich zog dann das Kaninchen aus dem Hut:

Eine Dipol-Antenne, vielleicht so 60cm lang, mit einer alten 
?Skalenleuchte? in der Mitte.

Je nach Ausrichtung dieses Konstrukt im Raum im "Strahlengang" des 
Störers leuchtete die Lampe auf.

Eine LED hätte dafür eine zu hohe Stromaufnahme benötigt, erklärte mir 
der freundliche PTB-Mitarbeiter. Dieses Lämpchen mit minimalen 
Stromverbrauch war wohl einem altem Radio oder einem sonstigen Gerät 
entnommen worden.

Die Veranstaltung wurde übrigens mit einer Videokamera aufgenommen.

Bei der Gelegenheit möchte ich mich noch mal ausdrücklich bei Frau G. 
aus dem Bereich Gerätebau bedanken, die sich meiner erbarmte, als ich 
mich in der Dämmerung auf der Suche nach meinem Auto verlaufen hatte und 
mich in ihrem PKW zu meinem Parkplatz am Ende der PTB-Welt fuhr! :)

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Peter M. schrieb:

> Eine Dipol-Antenne, vielleicht so 60cm lang, mit einer alten
> ?Skalenleuchte? in der Mitte.

Der ganze Dipol stammt wohl aus dem letzten Jahrtausend.
Diese Vorführungen gibts regelmäßig zum Tag der offenen Tür.
Das Zählermuseum im gleichen Gebäude ist noch etwas jünger
und auch sehr interessant!

> als ich
> mich in der Dämmerung auf der Suche nach meinem Auto verlaufen hatte und
> mich in ihrem PKW zu meinem Parkplatz am Ende der PTB-Welt fuhr! :)

Da hast Du ja noch mal Glück gehabt. Am nächsten Tag wurde der
Parkplatz umgepflügt und Korn eingesäht. :-)

Autor: Peter M. (r2d3)
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War 1,5h nach Öffnung da (zu spät!), musste aufgrund unpassender 
Kleidung das Ende der Regenschauer abwarten.
Es war alles unglaublich interessant, aber die Zeit reichte nicht.
Vielleicht schreibe ich mal bei schlechtem Wetter mehr zum Thema...

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Peter M. schrieb:

> Es war alles unglaublich interessant, aber die Zeit reichte nicht.

In zwei Jahren gibts den nächsten TOT. Übrigens gibts auch eine
sehr interessante technische Bibliothek auf dem Gelände. Die kann
man während der Öffnungszeiten jederzeit besuchen. Vielleicht
sollte man beim nächsten TOT in Braunschweig mal ein Treffen der
µC.net-Freunde dort machen.

Autor: Peter M. (r2d3)
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Harald W. schrieb:
> In zwei Jahren gibts den nächsten TOT. Übrigens gibts auch eine
> sehr interessante technische Bibliothek auf dem Gelände. Die kann
> man während der Öffnungszeiten jederzeit besuchen.

Also bibliothekstechnisch sind wir hier in Hannover bestens bestückt.
Hat die PTB einen Online-Katalog?

> Vielleicht
> sollte man beim nächsten TOT in Braunschweig mal ein Treffen der
> µC.net-Freunde dort machen.

Gerne!
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Messtechnikfreunde vielleicht mal 
auf Heimatgebiet der PTB bedient werden - mit reduzierter Unsicherheit.

Dann könnte man sich zur Kalibrationsparty verabreden.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Thomas S. schrieb:
> Jaja, der Unterschied ist riesengross bei der enormen Stabilität der
> SBB-Bahn-Netzfrequenz

Nun, es gibt schon einen Grund für die Änderung der Nennfrequenz.
Kannst du im Netz nachlesen.

Wenn die Frequenz ohnehin stark geschwankt hätte, dann wären auch
die 16,67 Hz ja kein Problem gewesen.  Offenbar ist sie stabiler als
du denkst – was wiederum nicht groß verwunderlich ist, weil das heute
alles elektronische Umrichter sind, die dann sicher irgendeinen Quarz
als Frequenznormal besitzen.

BTT: wie lang war eigentlich deine „Antenne“ an der Glimmlampe?

Autor: Peter M. (r2d3)
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Jörg W. schrieb:
> BTT: wie lang war eigentlich deine „Antenne“ an der Glimmlampe?

Du meintest mich, oder?
Ich schrieb oben ganz grob "60cm".

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Peter M. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> BTT: wie lang war eigentlich deine „Antenne“ an der Glimmlampe?
>
> Du meintest mich, oder?

Nö, Thomas:

Beitrag "Re: Alternative: Neon-Lämpchen."

Autor: Axel R. (Gast)
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Alle, die was auf sich hielten, an der Spitze der CB-Funk Antenne solch 
ein Neon-Lämpchen (umgangssprachlich "glimmlampe" genannt). Diese 
leuchtete unübersehbar auch bereits bei 4Watt Sendeleistung.

StromTuner

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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"Lecherleitung" ist ein guter Suchbegriff. Glimmlämpchen mit kleiner 
Antenne und so eine Leitung mit Hochfrequenz gespeist, das funktioniert 
ohne Hokuspokus.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Axel R. schrieb:

> ein Neon-Lämpchen (umgangssprachlich "glimmlampe" genannt)

OT: Im Gegensatz zur "Neonröhre" statt "Leuchstofflampe"
sehe ich hier beide  Bezeichnungen als gleichwertig an.

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