Erfahrungen mit Lotpaste GC10

OP Persönliche Seite #4736403
GC10 ist eine bleifreie Lotpaste von Henkel[1], die nicht im Kühlschrank 
gelagert werden muss und eine lange Standzeit hat - man kann gerakelte 
Platinen auch mal einen halben Tag draußen stehen lassen und immer noch 
bestücken.
Nachdem einige User im EEVBlog-Forum damit gute Erfahrungen gemacht 
haben, habe ich inzwischen selbst einen 500g-Eimer davon angeschafft und 
mittlerweile die ersten Platinen damit aufgebaut.

Die Konsistenz ist etwas zäher als bei der bleihaltigen China-Lotpaste, 
die ich bisher verwendet hatte. Auffällig ist, dass sie deutlich stärker 
riecht als die chinesische Paste.

Ich drucke mit einem Schablonendrucker und Handrakel. Die Druckqualität 
ist gut, für den QFN mit 0,5er-Pitch reicht es jedenfalls dicke, siehe 
zweites Bild. Mit mehr Erfahrung und besserer Reinigung der Schablone 
(das nächste Mal blase ich sie mit Druckluft vorher aus) wird das 
Druckbild sicher auch noch gleichmäßiger.

Beim Bestücken fällt auf, dass die Paste sehr viel klebriger ist als 
das, was ich gewohnt bin. Hält die Bauteile besser fest, ist aber eher 
nachteilig, wenn man den TQFP mit Versatz bestückt hat und nun mit der 
Pinzette in Position schubsen will.

Gelötet habe ich mit dem Heißluftfön (Atten 858D) auf 280°C. Das ging 
ganz gut. Das Ergebnis ist im dritten Bild zu sehen. Die Lötstellen sind 
matter als bei bleihaltigem Lot, glänzen aber trotzdem leicht.

Ich bin bis jetzt zufrieden, allerdings wird aus dem Plan, das mit 
Galden 230 zu löten , nichts werden. Da muss ich mir noch was einfallen 
lassen.

Max

[Werbung] Wer das Zeug auch ausprobieren will, dem trete ich gerne etwas 
davon ab. Siehe Beitrag "[V] Lotpaste Loctite GC10 in Kleinmengen" [/Werbung]

[1] Loctite ist eine Marke von Henkel
Angehängte Dateien:
Gast
Ansicht der Dose: i.O.
Druck: so lala, wahrscheilich zuviel Lotpaste, gelötete Ansicht wäre 
hier interssant
Lötstellen: für den allerersten Versuch mag es angehen. Was ist das am 
rechten oberen Pad? Lotreste? Sehe ich da weggespritzte Zinnkügelein?
Die Lotstruktur sollte wesentlich besser aussehen - Lotpaste vor der 
Verwendung nicht ausreichend lange umgerührt?
Wir verwenden diese Paste auch seit kurzem und sind bisher auch sehr 
zufrieden mit dem Zeug. Kann bestätigen das man die schon richtig 
durchkneten muß damit ein Optimales Druckergebnis zustande kommt.

Gelötet wird mit industriellem Reflowofen, Grabsteine, Zinnspritzer oder 
Brücken zwischen QFN IC (kam bei einer Paste durch Zinnspritzer mitunter 
vor wenn der Druck nicht optimal war) gab es bisher nicht. Bisher die 
beste Paste die mir untergekommen ist. Auch angenehm, das Flussmittel 
lässt sich recht gut 'Wegreinigen'.

Bin gespannt ob das so bleibt wenn die Paste sich ihr MHD erreicht, das 
soll ja 1 Jahr betragen. Kühlschrankfreie Lagerung und lange Haltbarkeit 
war mein Grund diese Paste zu probieren.
Gast
Hi,

hört sich soweit gut an und sieht nicht schlecht aus. Das Lötergebniss 
ist zwar nicht perfekt, liegt aber an deinem Lötverfahren, mit einen 
Heißluftfön bekommt man das richtige lötprofiel nicht richtig hin. Es 
sieht so aus als ob das lösungsmittel nicht volständig verdunstet ist 
und so verbrannt ist.

Der Langzeit gebraucht würde mich sehr interessieren.

gruß

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