Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Stromversorgung Fernbedienung


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von Tony S. (tooony)


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Hallo in die Runde,

an einem Attiny84 verwende ich 5 Kurzhubtaster, werte den gedrückten 
Taster aus und sende mit einem 433 MHz Modul die Daten ab - ähnlich 
einer Fernbedienung für Funksteckdosen. Das ganze funktioniert auch 
wunderbar.

433 MHz Modul: 
http://gaertnerinnenblog.de/wp-content/uploads/2015/09/433mhz-wireless-transmitter-module-superregeneration-for-arduino-green_hhgihj1348814186444.jpg

Ein Problem besteht jedoch bei der Spannungsversorgung. Das ganze soll 
nun in ein Gehäuse eingebaut werden und zu einer richtigen Fernbedienung 
werden.

Ursprünglich hatte ich den Attiny84 und das Sendemodul direkt mit 4,5 
Volt aus 3 AA Batterien versorgt (testweise). Zu diesem Zeitpunkt 
natürlich ohne den 78L05. Da man das 433 MHz Modul mit bis zu 12 Volt 
betreiben kann, zu Gunsten der Reichweite (worauf es bei mir ankommt), 
bin ich auf eine 12 Volt Versorgung mit einer A23 Batterie umgestiegen.

Damit die Fernbedienung lange durchhält darf die Schaltung nicht viel 
Strom ziehen. Der Attiny84 ist mit Sleep Mode und Power Saving 
programmiert (Interrupt bei Druck einer Taste, danahc schläft er 
wieder), der zieht nichtmal 1µA. Beim Messen habe ich festgestellt das 
dennoch 2mA fließen, was bei einer Batteriekapazität von rund 50mAh 
nicht sehr gut ist. Da ich auf dem Standpunkt war, dass das Sendemodul 
so viel zieht, schalte ich dieses mit einem Transistor zum 
Sendezeitpunkt zu. Dennoch fließen die 2mA weiterhin, ich nehme an das 
diese durch den 78L05 gezogen werden.

Mein Wunsch ist es nun, das beim Druck eines Tasters die 
Spannungsversorgung der gesamten Schaltung aufgebaut wird und durch den 
Attiny84 gehalten wird bis dieser seine Daten gesendet hat - quasi eine 
Art Selbsthaltung. Ansonsten soll die Schaltung (nahezu) stromlos sein.

Im Forum habe ich dazu schon diesen Eintrag gefunden: 
Beitrag "Selbsthaltung mit Transistor"

Mein Problem ist jedoch, dass die gesamte Schaltung mit 12 Volt versorgt 
wird, die Eingänge des Attiny aber nur 5 Volt vertragen, sodass der 
Ansatz aus dem verlinkten Forumeintrag bei mir nicht nutzbar ist - denke 
ich zumindest?

Kann mir jemand weiterhelfen? Über Ansätze und Beispiele bin ich sehr 
dankbar :)

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Du brauchst einen extrem sparsamen Spannungsregler. Aber es dürfte 
schwer werden, einen zufriedenstellenden zu finden. Du solltest eher 
erwägen, den Atiny mit einer 3v Knopfzelle zu versorgen. Ist zwar nicht 
elegant aber technisch viel besser als jeder mir bekannte 
Spannungsregler.

Oder anders rum: Du machst aus 4.5v mit einem abschaltbaren Step-up 
Wandler 12v.

von Udo (Gast)


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Nimm einen MCP1702 500 statt den 78L05.

von Tony S. (tooony)


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Danke für eure Antworten! Den Artikel und die Schaltung hier habe ich 
auch schon gefunden: 
https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Transistortester

Allerdings kann ich daraus nicht ableiten, wie ich meine Schaltung 
entsprechend ausbauen muss. Kann da jemand weiterhelfen?

Der MCP1702 500 mit 2µA Stromverbrauch klingt sehr gut! Der wäre eine 
sehr gute Alternative, vielen Dank für den Hinweis. Die meisten 12 V 
Batterien bringen ja eine Kapazität von 50mAh mit. Damit wäre 25.000 
Stunden Laufzeit drin.

von Wolfgang (Gast)


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Tony S. schrieb:
> ... ich nehme an das diese durch den 78L05 gezogen werden.

Da hast du noch Glück. Das Datenblatt von TI spricht von typisch 3 bis 
max 5 mA (S.3, Fig.10 S.6).
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm78l05.pdf
Evtl. ist deiner von einem anderen Hersteller oder unter anderen, als 
den angegebenen, Bedinungen gemessen.

von baxel (Gast)


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Tony S. schrieb:
> Allerdings kann ich daraus nicht ableiten, wie ich meine Schaltung
> entsprechend ausbauen muss. Kann da jemand weiterhelfen?
>
> Der MCP1702 500 mit 2µA Stromverbrauch klingt sehr gut!

Wenn du den MCP oder einen ähnlichen Typ verwendest, kann der ständig an 
der Batterie hängen.
Beim Funkmodule ist das Trennen der GND-Leitung unnötig. Solange DATA 
auf Low gehalten wird (z.B. Pulldown) ist der Sender komplett aus.
Siehe http://danyk.cz/reverz21.html

Du benötigst also keine separate Abschaltung.

von Peter D. (peda)


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baxel schrieb:
> Beim Funkmodule ist das Trennen der GND-Leitung unnötig.

Nicht nur das. Der MC würde dadurch +12V an seinem Ausgang sehen.

von Manfred (Gast)


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Tony S. schrieb:
> Der MCP1702 500 mit 2µA Stromverbrauch klingt sehr gut!
Verlasse Dich nicht drauf, an einem MCP1702-1502 habe ich 4µA. Laut 
Datenblatt darf er die auch!

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