Operationsverstärker TL084CN

Gast #4767395
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Hallo Zusammen - Bin neu hier.. ;-)

Ich bin Hobby-Elektroniker und habe ein kleines Problem mit einem OPV 
TL084CN...

Von den 4 OPV`s wurde nur einer belegt. Die restlichen 3 sind offen auch 
meinem Steckboard.

Wenn ich als Stromversorgung +12V und 0V GND anschliesse sowie den 
invertierenden Eingang mit dem Ausgang kurzschliesse bekomme ich am 
Ausgang gemessen:

- Wenn der Nicht-Invertierende Eingang lose bleibt = +1.25V
- Wenn der Nicht-Invertierende Eingang gegen GND = +12V
- Wenn der Nicht-Invertierende Eingang gegen +5V = +5V

Meine Frage:
Warum ist wenn der Nicht-Invertierende Eingang gegen GND ist die 
Ausgangsspannung nicht 0V ????

Kann doch nicht sein...
#4767424
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Hallo,

TL084 hat Bifet-Eingänge. Offen gelassen fangen diese sich bestimmt 
irgendwas aus der Umgebung ein, wodurch ein Multimeter dann ungeachtet 
der Wellenform 1,2573V * Pi anzeigen kann.

Die 5V stellen normale Funktion dar. Spannungfolger.

Die 12V am Ausgang können von der Eingangs-Offsetspannung stammen, wenn 
der Ausgang nicht ganz auf 0V herunter kann. Wie weit er herunter kommt, 
steht im Dattelblatt.

MfG
Gast #4767425
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Salü Dani

Hab grad mal schnell statt 0V halt -12V angelegt. Siehe da - wenn kein 
Input am Nicht-Invertierenden bekomme ich -12V

Wenn ich aber dann 0V (GND) an diesen Port anschliesse sinds tatsächlich 
0V!!

Hmmm - danke Dir vielmals!

Aber grad die Folgefrage:
Einen OPV sollte man doch auch gegen 0V versorgen können? Welcher käme 
da in Frage? Ev. TL074?
#4767431
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Juerg F. schrieb:
> Warum ist wenn der Nicht-Invertierende Eingang gegen GND ist die
> Ausgangsspannung nicht 0V ????

Weil du ihn außerhalb seiner Spezifikation betreibst. Ausschlaggebend 
ist hier der "input common mode voltage range". Laut diesem musst du im 
schlechtesten Fall 4V Abstand zu den Versorgungsspannungen haben. Bei 0 
bis 15V heißt das also 4V bis 11V Eingangsspannungsbereich. Außerhalb 
dieses Bereiches kann das Verhalten undefiniert sein. Wenn ich mich aber 
recht erinnere leidet der TL084 an Phase reversal, sodass bei einer zu 
kleinen Spannung die Ausgangsspannung zur positiven Rail schießt. 
Natürlich erreicht er auch hier nicht die vollen 15V, denn der "maximum 
peak output voltage range" schließt Vcc nicht mit ein. Deine 12V 
erfüllen damit die typischen Specs. Im schlimmsten Fall werden es aber 
nur 10V.

Die ungenutzten OPVs würde ich als Spannungsfolger verschalten, wobei 
der nichtinvertierende Eingang mit einem Spannungsteiler auf 1/2 Vcc 
gelegt wird. Falls du den OPV außerhalb seiner Spec betreibst, dann kann 
das zu Effekten, wie einer erhöhten Stromaufnahme und der Gleichen 
führen.
Gast #4767467
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Hallo Christian

Also mein Problem:

Ich habe einen Sequenzer gebaut mit zwei 74HC4017 (16 Kanäle) - So quasi 
ein "Lauflicht" womit ich mein modularer Synthesizer ansteuere...

Dies läuft alles ohne Probleme.

Das Problem:
Ich möchte gerne von jedem Step einen kurzen Impuls erzeugen können und 
an das Modularsystem weitergeben. Je nach Geschwindigkeit der Sequenz 
möchte ich diesen Impuls zeitlich varieren können.

Also einfach gesagt:
Impuls da - Triggersignal ON - gewünschte Länge des Signals Variabel- 
Trigger OFF...

Diese Möglichkeit soll für alle 16 Kanäle einstellbar sein 
(Start-Signale kommen vom 4017er...)
Gast #4767471
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Juerg F. schrieb:
> Einen OPV sollte man doch auch gegen 0V versorgen können? Welcher käme
> da in Frage? Ev. TL074?
Kannst Du Datenblätter lesen?
TL064 -074 -084 haben einigermaßen ähnliche Eckdaten und sind allesamt 
für eine symmetrische (+/-) Versorgung gedacht.

Wenn es auf Genauigkeit und Drift nicht so sehr ankommt, kann der LM324 
kurz über 0 Volt arbeiten, sogar Pinkompatibel zum TL084.
Gast #4767519
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Ach ja zum LM324:

Ich habe mal in Freund Google eingegeben: "gängige Operationsverstärker"

Und bin auf das gestossen:
Vierfach-OP mit unsymmetrischem Aufbau. Speziell für den Betrieb mit 
einer einzigen Betriebsspannung. Die Eingangsspannung darf bis auf die 
negative Betriebsspannung (d.h. bei einer Betriebsspannung Masse) 
absinken. Intern kompensiert. Geringe Slew-Rate. Gut geeignet für 
Steuer- und Regelanwendungen, aber weniger für Audio. Auch als LM2902 
mit geringfügig schlechteren Werten und geringerer max. 
Versorgungsspannung erhältlich.

Darum habe ich gedacht dass dies eine Krüke ist... ev. zu schnell 
gelesen!
Gast #4767915
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Christian S. schrieb:
> TL084 hat Bifet-Eingänge.

Aha, der hat also im Eingangs-Diff links einen Fet und rechts einen 
Bipo, oder war es umgekehrt?

Das ist ein BiFet-OPV, d.h. der enthält sowohl Bipolartransistoren und 
Fets. Die Eingangsstufe bilden 2 JFet in einem Differenzverstärker.

> Die 12V am Ausgang können von der Eingangs-Offsetspannung stammen, wenn
> der Ausgang nicht ganz auf 0V herunter kann.

Aha, Eingangsoffsetspannung von 12V, ist ja ein toller OPV.

Der arbeitet als Spannungsfolger, da ist die Differenz zwischen Eingang 
und Ausgang nur so groß wie die Eingangsoffsetspannung, also im Bereich 
von 10mV, aber nicht 12V.

Die Spannung von +12V am Ausgang kommt daher, dass der TL08x Phase 
Reversal macht, wenn der Eingang an die negative Rail geht.

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