Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Elektronische Schaltkreistester.


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von Jan H. (jan1980)


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Hallo.

Ich bin da im Netz auf etwas gestoßen, was mich fasziniert hat. Ein 
Tester, mit dem ich die Pins an einem IC bzw an einem Schaltkreis 
abtasten kann und das Teil sagt dann "ok" oder "defekt"...

https://www.electronicrepairegypt.com/uploads/3/9/0/1/3901930/_fados7f1_user_manual.pdf

Kann das wirklich funktionieren ? Es müssten doch sämtliche Daten von 
sämtlichen IC´s darin gespeichert sein in sämtlichen Konstellationen ?! 
Man misst im Schaltkreis ohne aus zu löten. Ich hab irgendwann mal 
gelernt, um ordentlich zu messen, muss man auslöten. Was haltet ihr 
davon ? Funktioniert so etwas wirklich ? Wenn ja, wie geht das von 
statten ?

Danke

Gruss Jan

von mahwe (Gast)


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von Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)


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Jan H. schrieb:
> Funktioniert so etwas wirklich ?

Wenn es da doch steht. Ich glaub nicht, dass jemand im Internet Lügen 
erzählt.

von Volker S. (sjv)


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Jan H. schrieb:
> Kann das wirklich funktionieren ? Es müssten doch sämtliche Daten von
> sämtlichen IC´s darin gespeichert sein in sämtlichen Konstellationen ?!

Nein, der Tester ist dumm und weiß garnichts. Es ist ein einfacher oder 
etwas besserer Kennlinienschreiber. Einige Hameg Oszilloskope hatten 
früher so einen "Komponenten Tester" eingebaut. Man kann Kurzschluß, 
Unterbrechung,Widerstand, Kapazität und Diodenkennlinien erkennen. Gugel 
hilft Dir für weitere 
Erkenntnisse:http://www.hobby-bastelecke.de/messen/oszi_komponententester.htm

MfG

: Bearbeitet durch User
von Michael L. (michaelx)


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Jan H. schrieb:
> Hallo.
>
> Ich bin da im Netz auf etwas gestoßen, was mich fasziniert hat. Ein
> Tester, mit dem ich die Pins an einem IC bzw an einem Schaltkreis
> abtasten kann und das Teil sagt dann "ok" oder "defekt"...

Das ist kein Schaltkreistester, sondern ein Bauteil- oder 
Komponententester!

Lerne bitte, Begriffe sprechend ihrer Bedeutung zu gebrauchen. Das 
erleichtert dir sowohl das Verständnis als auch die Verständigung mit 
anderen.

> Kann das wirklich funktionieren ? Es müssten doch sämtliche Daten von
> sämtlichen IC´s darin gespeichert sein in sämtlichen Konstellationen ?!
> Man misst im Schaltkreis ohne aus zu löten. Ich hab irgendwann mal
> gelernt, um ordentlich zu messen, muss man auslöten. Was haltet ihr
> davon ? Funktioniert so etwas wirklich ? Wenn ja, wie geht das von
> statten ?

Du stellst echt merkwürdige Fragen. Hättest du besser mal die 
Beschreibung gelesen, oder kannst du kein Englisch? Dann haste ein 
echtes Problem! Und schaue dir die von den anderen gegebenen Beispiele 
an.

PS: Du plenkst. https://de.wikipedia.org/wiki/Plenk

von Diodenes D. (diodenes)


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Jan H. schrieb:
> Ich bin da im Netz auf etwas gestoßen, was mich fasziniert hat. Ein
> Tester, mit dem ich die Pins an einem IC bzw an einem Schaltkreis
> abtasten kann und das Teil sagt dann "ok" oder "defekt"...

Ja, das ist alles schonmal dagewesen:
http://www.elv.de/ELV-IC-Tester/x.aspx/cid_726/detail_34660
http://www.elv.de/IC-Tester-ICT-95-Teil-13/x.aspx/cid_726/detail_34107
(http://www.nemetzpower.de/Forum64/ICTester.pdf)

Diverse "Alles-Programmer" chinesischer Herkunft, die auf ebay verhökert 
werden, können/konnten das auch oft - quasi "nebenbei".
Beispiel:
Ebay-Artikel Nr. 171008781232
(unter Punkt 10 der "Features" wird die Sache kurz angedeutet, und eine 
genaue Auflistung der unterstützten Teile findest Du ganz am Ende der 
folgenden Liste:
http://www.autoelectric.XX/minipro/MiniProSupportList.txt
, statt des "XX" musst Du "cn" einfügen, der Spamfilter will's so...)

Hier noch ein paar Beispiele für Bastellösungen:
http://www.8051projects.info/proj.php?ID=82
http://www.8051projects.info/proj.php?ID=73

: Bearbeitet durch User
von Ingolf O. (headshotzombie)


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Nachfolgenden IC-Tester für die Serien 74xx und 4xxx nutze ich, mit 
allerdings dem einen o. anderen fragwürdigen Resultat => 
Ebay-Artikel Nr. 161357671385
So habe z.B. mal ca. 50 St. neue MH7442 allesamt als <BAD> getestet 
bekommen...

Ingo

von Paul B. (paul_baumann)


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Ingolf O. schrieb:
> So habe z.B. mal ca. 50 St. neue MH7442 allesamt als <BAD> getestet
> bekommen...

Die waren bestimmt für Feuchtraum-Einsatz spezifiziert.

MfG Paul

von michael_ (Gast)


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Ingolf O. schrieb:
> So habe z.B. mal ca. 50 St. neue MH7442 allesamt als <BAD> getestet
> bekommen...

Ich hatte da auch 50% Fehler auf meinem China Programmer.
Vermutlich, weil der 7442 zu viel Strom zieht.

von Ingolf O. (headshotzombie)


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Nun, 50% sind deutlich besser als meine 100%! :D
Der gen. Grund könnte auch auf meine zuletzt als <BAD> getesteten 
nagelneuen 7407 hinweisen.

von oszi40 (Gast)


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Schaltkreistester hatte ich schon im letzten Jahrtausend. Deren Aussage 
war jedoch auf Grund von Kontaktproblemen und Zeitverhalten nie 100% 
zuverlässig.

von Joachim B. (jar)


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ich glaube das nennt sich ICT
https://de.wikipedia.org/wiki/In-Circuit-Test
und wurde in der Industrie immer verwendet, zu letzt in meiner Zeit auch 
als Kombitester von SPEA.

Zuerst wurden die Baugruppe auf einen Adapter gelegt mit vielen Nadeln
https://www.google.de/search?q=ICT+Adapter&client=firefox-b&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi78dKp04rQAhWLXBoKHUGnCPsQ_AUICCgB&biw=1280&bih=900

dann wurden die Bauteile alle getestet, manche dabei sogar schon 
programmiert und dann wurde ein Funktionstest gemacht welches die 
Umgebungsbedingungen an die Baugruppe legte, Power, Einschaltsequenz, In 
und Out Bedingungen.

https://www.spea-ate.de/index.php?id=318&L=0

: Bearbeitet durch User
von Rob (Gast)


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Ich nutze den ELV IC-Tester Modell 95 noch immer gerne, denn der ist 
voll programmierbar, d.h. kann man damit alles testen, was sich 
irgendwie digital beschreiben lässt!

Der Name ICT95 war und ist irreführend, denn es ist ein IC-Tester, KEIN 
In-Circuit-Tester, wie das Kürzel ICT unterstellen würde.

Da er leider nur unter den DOS-basierenden Windows-Varianten, also bis 
max. WinME funktioniert (persönlich getestet auf Win95b und Win 3.11 
wfw) und auch nur 5V Versorgung unterstützt, stellt sich natürlich die 
Frage nach einem Nachfolger etc.

Wie gesagt: ich finde an dem Ansatz genial, das man mit einer einfachen 
Makro-Sprache selbst neue Prüfdefinitionen hinzufügen oder die 
bestehenden bearbeiten kann.

Ein Manko für die Portierung in die Jetzt-Zeit ist allerdings sein 
Anschluss an die Parallel-Schnittstelle, die als solche wirklich 
physikalisch vorhanden und mit allen Zugriffsrechten verfügbar sein 
muss, da jedes Bit dieser Schnittstelle ausgenutzt wird, teils sogar 
mehrfach ;o)

Meine Herangehensweise wäre nun, eine neue, mit lokaler 
Eigenintelligenz, sprich Controller ausgestattete Version zu bauen und 
zu programmieren, die über USB zwar die Kommandos und Skripte bekommt, 
diese aber selbst ausführt.

(aus heutiger Ressourcensicht könnte man auch sagen: man embedded 
einfach ein Win3.11 und macht dieses über USB verfügbar, aber das wäre 
zu viel Aufwand ...)

Ich hätte die damalige HW einfach etwas modernisiert, um sie mit 
Spannungen ab ca. 2.5V aufwärts kompatibel zu machen und somit für die 
meisten heutigen Logikfamilien, Speicher etc. nutzbar zu halten. Am 
Parallelinterface hätte ich im Wesentlichen festgehalten, aber eben 
nicht mehr trickreich über den LPT-Port eines PC, sondern über entspr. 
Controllerports realisiert. Auf dem Controller liefe dann auch der 
Interpreter für die Testfälle, sowie eventuell ein kleines HMI für 
PC-unabhängige Nutzung, z.b. im Batch-Betrieb.

Vorteil wäre halt auch, das man die doch umfangreiche TTL- und 
CMOS-Typen nicht alle neu erfassen zu bräuchte!

Von den fernöstlichen Programmern und deren Fähigkeiten bin ich nicht so 
überzeugt, meist ist das ziemliche Vapor-Ware oder Wortspielereien mit 
den Specs.

Da stecke ich lieber etwas eigene Arbeit rein ;o)

Wenn sich Jemand berufen fühlt, mitzuhelfen oder was beizutragen (so 
sind z.b. weitere damals für den ELV ICT95 erstellte Testroutinen immer 
gern gesehen!), dann immer zu! Danke!

PS: Ihr merkt schon: der Winter naht, ich brauch ne Aufgabe ...

von Old P. (Gast)


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Du kommst genau ein Jahr zu spät ;-)

Old-Papa

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