Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ausgänge vom Operationsverstärker zusammenhängen


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von Juerg F. (juerg_f)


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Ist es möglich die Ausgänge von mehreren Operationsverstärkern(16 Stück) 
zusammen zu schliessen?

Muss hierbei etwas spezielles beachtet werden?

Ich meinte irgendwo mal gelesen zu haben, man solle dies unterlassen. 
Ist dem so? Und wenn ja warum?

Konkret geht es um den LM324

von Bernhard (Gast)


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Ja, man sollte das lassen.

Wenn die einzelnen OPVs unterschiedliche Ausgangsspannungen erzeugen 
wollen (was meistens der Fall ist), dann fließen hohe Ausgleichsströme 
zwischen den Ausgängen.

von Juerg F. (juerg_f)


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Danke Dir! Okay, suche ich eine andere Möglichkeit (bin schon auf etwas 
gestossen) ;-)

von Joe F. (easylife)


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Juerg F. schrieb:
> Ist es möglich die Ausgänge von mehreren Operationsverstärkern(16 Stück)
> zusammen zu schliessen?

Was ist der Sinn dieser Maßnahme?
Wenn die Ausgänge über Widerstände verbunden sind, kann man das machen 
(z.B. um Signale zu mischen).
Direkt verbinden: nein. Wenn man mehr Strom am Ausgang braucht, kann man 
eine Transistor-Endstufe dahinter setzen.

von ach herrje (Gast)


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Juerg F. schrieb:
> Ist dem so?

Ja.

Juerg F. schrieb:
> Und wenn ja warum?

Was Frontalcrashs sind ist bekannt? Also wenn die
Energie aus beiden Richtungen kommt?


Für solche Ideen wurden OPVs mit open collector Ausgängen in den Markt 
gedrückt.

von Sebastian H. (pic_freak)


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Hochohmig sicherlich möglich unter Beachtung der Ausgangscharakteristik.

von Der Hocko (Gast)


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Wenn das eine Stromverstärkung bringen soll (und was könnte man sonst 
damit erreichen) dann geht das auch mit einem nachgeschalteten 
Transistor, der von einem OPV-out gesteuert wird.

von Juerg F. (juerg_f)


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Ja, es geht darum, verschiedene Impulse zusammenzumischen. Würden 1KOhm 
Widerstände ausreichen? Wie gross müsste der einzelne Widerstand sein 
wenn ich 16 OPV`s verbinden möchte? Gibts da eine Regel?

von THOR (Gast)


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Der Hocko schrieb:
> Wenn das eine Stromverstärkung bringen soll (und was könnte man
> sonst
> damit erreichen) dann geht das auch mit einem nachgeschalteten
> Transistor, der von einem OPV-out gesteuert wird.

Wenn man nen NPN in Emitterschaltung nimmt, ergibt das allerdings ne 
zusätzliche Invertierung und wenn man ne Kollektorschaltung nimmt, kommt 
man zusätzliche 0,7V von Vcc weg.

Das ist also auch mit Nachteilen behaftet, weshalb man sich gut 
überlegen sollte, was man überhaupt vorhat.

von Der Hocko (Gast)


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Sebastian H. schrieb:
> Hochohmig sicherlich möglich unter Beachtung der Ausgangscharakteristik.

Nein, sicher nicht, weil damit die Funktion des OPV nicht erreicht wird.

Entweder ist das Ganze so hochohmig, dass die OPVs es vertragen eund 
schalten können wie sie wollen, dann klappt die Rückführung nicht,

oder die Rückführung klappt, weil der Strom relevant ist, dann aber 
können sie gegeneinander arbeiten, wodurch die Rückführungen auch die 
anderen Ausgänge sehen und schwingen. Die Rückführung sieht also in 
erster Linie nicht den eigenen, sondern fremde Ausgänge.

Vielleicht gibt das ja einen neuartigen Schwingkreis mit interessanten 
Wellenformen.

Oder ein Rauschgenerator...

von ach herrje (Gast)


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Juerg F. schrieb:
> Ja, es geht darum, verschiedene Impulse zusammenzumischen.

Noch zwei OPV investieren: Addierer.
Funktioniert rückwirkungsfrei.

von Joe F. (easylife)


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Juerg F. schrieb:
> Ja, es geht darum, verschiedene Impulse zusammenzumischen. Würden 1KOhm
> Widerstände ausreichen? Wie gross müsste der einzelne Widerstand sein
> wenn ich 16 OPV`s verbinden möchte? Gibts da eine Regel?

Kannst du mal ein wenig präziser werden?
Um was für Signale (Impulse) handelt es sich dabei (Frequenz, Spannung, 
Pulslänge)?
Was soll nach dem "Mischen" rauskommen?
Sind es Digital-Pulse, und du möchtest am Ausgang jeweis einen Puls 
haben, wenn einer der 16 Eingänge einen Puls bekommt?
Was für Op-Amps benutzt du, und wie sind sie versorgt?

: Bearbeitet durch User
von THOR (Gast)


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Ne Schaltung die 16 OPVs braucht ist vielleicht auch einfach falsch 
konzeptioniert.

von Juerg F. (juerg_f)


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Es geht um die Entwicklung eines Step Sequenzers für ein 
Analog-Modularsystem.

Als Impusgeber verwende ich den CD4017. Für jede Stepsequenz möchte ich 
neben einem Gate-Signal ein zeitlich variables Triggersignal generieren.

Das ganze kriege ich hin. Jetzt wollte ich diese Triggersignale 
zusätzlich mit LED`s visualisieren. Leider kann ich die LED`s nicht vor 
dem OPV einkoppeln weil ich den OPV immer zur sättigung bringe und die 
LED Anzeige nicht der Trigger-Signallänge am OPV entspricht...

Es ist leider zuuu komplex dies zu erklären. Ich glaube, ich probier 
noch ein paar andere Wege... ;-)

von Joe F. (easylife)


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Juerg F. schrieb:
> Es ist leider zuuu komplex dies zu erklären.

Glaube ich nicht, man muss sich halt bemühen wollen.
Am gesprächigsten ist für uns Entwickler ja immer ein Stromlaufplan... 
;-)

Ich versuche es mal aus meiner Sicht:
Du hast also (vermutlich 2 hintereinandergeschaltete) CD4017, um eine 
Sequenz von 16 Gate-Signalen zu erzeugen.
Dahinter hängen vermutlich 16 Schalter, um die Sequenz zu programmieren.
Hinter den Schaltern bringst du das Signal der CD4017 dann vermutlich 
mit Op-Amps auf 10V?

Jetzt möchtest du eine LED Blinken lassen, und zwar immer bei den 
eingeschalteten Steps.
Richtig?

Das Folgende verstehe ich allerdings nicht:

Juerg F. schrieb:
> Leider kann ich die LED`s nicht vor
> dem OPV einkoppeln weil ich den OPV immer zur sättigung bringe und die
> LED Anzeige nicht der Trigger-Signallänge am OPV entspricht...

Wie gesagt, ein Stromlaufplan und eine genauere Beschreibung was die 
LED(s) machen sollen wäre sehr hilfreich.

: Bearbeitet durch User
von Juerg F. (juerg_f)


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Also für jeden Kanal die LED leuchten lassen ist nicht das Problem. Das 
Problem beginnt nachher:

Sagen wir mal das 16 Kanäle durchgeschaltet werden. Jeder Kanal hat zB. 
eine Gatesignal-Länge von 100ms. Jetzt möchte ich von jedem 100ms 
Gate-Signal separat ein Triggersignal generieren von 1ms bis 100ms 
(Länge via Poti regelbar). Der Takt ist zwar dann immer noch von Kanal 
zu Kanal die 100ms aber die Triggerlänge soll variabel sein.

Das ganze funzt mit einem R-C-R/Poti ganz gut. Danach gehts via Diode 
zum OPV. Diese Schaltung wird pro Kanal einmal via Diode zum OPV 
geführt. Nach dem OPV bekomme ich dann die Impulse. Zb. ein Impuls 30ms 
der nächste dann 80ms der übernächste dann 20ms - und diese Imulse sind 
immer im Abstand (Anfang zu Anfang) von genau 100ms.

Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass ich für jeden Kanal die 
Impulslänge via LED signalisieren möchte... Nicht nur so wie bereits 
umgesetzt die Gatelänge vom 4017er...

Das Schema kann ich gerne mal noch machen. Habe das ganze mal 
vereinfacht rein zum probieren mit EveryCircuit simuliert um zu sehen, 
in welche Richtung ich gehen müsste...

von Joe F. (easylife)


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Juerg F. schrieb:
> Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass ich für jeden Kanal die
> Impulslänge via LED signalisieren möchte...

Aber das heisst doch, du hast 16 Anzeige LEDs. Die kannst du doch 
jeweils direkt an die 16 Ausgänge der Op-Amps hängen (mit entsprechendem 
Vorwiderstand).
Wozu also die Op-Amp Ausgänge (über Widerstände) zusammenlegen?
Das würde man nur dann machen wollen (bzw. anders), wenn man alle 16 
Events auf nur einer LED anzeigen lassen wollte...

: Bearbeitet durch User
von Juerg F. (juerg_f)


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Wenn ich die LED an den Ausgang der OPV`s hängen würde um für jeden 
Kanal eine Signalisation zu erhalten müsste ich halt dann eben 16 OPV`s 
nachher wieder zusammenschalten um am Schluss ja wieder ein 
Impuls-Signal zu erhalten...

Darum eben meine Frage am Anfang ob ich 16 OPV-Ausgänge zusammenlegen 
kann.

Könnte mann u.U. auch hinter jedem OPV zwei Transistoren (NPN+PNP) 
schalten und diese Signale nach dieser Transistorenschaltung wieder 
zusammen verbinden?

von Joe F. (easylife)


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Juerg F. schrieb:
> Wenn ich die LED an den Ausgang der OPV`s hängen würde um für jeden
> Kanal eine Signalisation zu erhalten müsste ich halt dann eben 16 OPV`s
> nachher wieder zusammenschalten um am Schluss ja wieder ein
> Impuls-Signal zu erhalten...
>
> Darum eben meine Frage am Anfang ob ich 16 OPV-Ausgänge zusammenlegen
> kann.

OK, langsam kommen wir dem Ziel näher.
Du hast dann also 16 separate Gate Ausgänge, und ein 
Impuls-Signal-Ausgang.
Wenn ich es richtig weiss, ist die Ausgangsspannung dieser Signale immer 
0-10V, also 10V für dein Gate und Impuls-Ausgang.
Den CD4017 betreibst du dann direkt mit 10V, nehme ich an, und die 
Op-Amps sind als Komparator beschaltet.
Und ja, jetzt hängst du an jeden Op-Amp- (Komparator-) Ausgang jeweils 
die Anzeige LED, und schaltest alle Ausgänge über Widerstände (z.B. 33K) 
zusammen. An dem Punkt, an dem alle Widerstände zusammen kommen, legst 
du nochmal 33K nach GND. Jetzt hast du hier einen Punkt, der zwischen 0 
und 5V toggelt.
Dieses Signal geht wieder auf einen Op-Amp (als Komparator mit 2.5V am 
negativen Eingang), und damit bringst du es wieder auf 10V.

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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THOR schrieb:
> Wenn man nen NPN in Emitterschaltung nimmt, ergibt das allerdings ne
> zusätzliche Invertierung

Das kann man durch vertauschen der Eingänge des OPs aber wieder 
aufheben.
Im Übrigen invertiert auch eine Emitterschaltung mit PNP.


Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dem TO mit zwei 4051 mehr 
geholfen ist, als mit 4017 + OPs.

@TO: Mach doch mal ein Skizze von den Signalen, die Du hast und welche 
Du haben möchtest.


Gruß

Jobst

von MaWin (Gast)


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Juerg F. schrieb:
> Ja, es geht darum, verschiedene Impulse zusammenzumischen. Würden
> 1KOhm Widerstände ausreichen? Wie gross müsste der einzelne Widerstand
> sein wenn ich 16 OPV`s verbinden möchte? Gibts da eine Regel?

Impulse, das klingt wie an/aus, wie digital, was willst du da mit 
analogen Operationsverstärkern.

Ggf. passen Komparatoren wie LM393  besser, deren open collector 
Ausgänge kann man auch prompt zusammenschalten.

von Juerg F. (juerg_f)


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Jepp, so könnte es funktionieren! Danke Dir Joe! ...und ja, genau so ist 
es - ich benötige am Schluss in diesem Schaltungsteil nur EIN Trigger 
(Impuls) Ausgang. Den 4017er versorge ich jedoch nur mit 5V - die LM324 
jedoch mit 12V/0V..

Ich versuche morgen Abend mal die Schaltung mit weniger Kanälen 1:1 zu 
testen. Ich gebe Dir dann Bescheid ob es geklappt hat!

Gruss Juerg

von Joe F. (easylife)


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Juerg F. schrieb:
> Den 4017er versorge ich jedoch nur mit 5V

Und 5V reicht dir für die GATE Ausgänge?
Die LEDs würde ich dann mit der Anode direkt an die Op-Amp-Ausgänge 
hängen, und die Kathoden alle zusammen an einen gemeinsamen 
Vorwiderstand nach GND.
Es leuchtet ja zu jeder Zeit immer nur max. eine LED, daher kann man das 
so machen.
Zwischen LEDs und dem gemeinsamen Vorwiderstand kannst du dann direkt 
das Signal für den Trigger-Out Komparator abgreifen.

: Bearbeitet durch User
von Juerg F. (juerg_f)


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Habe mal versucht ein Schema meiner Vorstellung zu Zeichnen. Dabei habe 
ich mich mal auf 3 von 16 Kanälen beschränkt. Ich habe in der Simulation 
gesehen, dass es mit einem Mosfet und PNP Transistor klappen könnte. Was 
meint ihr?

Achtung; es ist mein erstes am PC erstelltes Elektronikschema überhaupt!

von Michael B. (laberkopp)


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Juerg F. schrieb:
> Habe mal versucht ein Schema meiner Vorstellung zu Zeichnen.

Welchen Sinn soll die Schaltung machen ?

Wenn du an einem Poti (R31-R33) drehst , veränderst du auch die Spannung 
der anderen.

Wenn ein Digitalsignal (Q1-Q3) aktiv ist, soll wohl kurz ein Impuls an 
Trigger Out entstehen, aber der OpAmp dort wird aus der nirmals 
negativen Eingangsspannung immer eine positive Ausgangsspannugn machen.

Alle deine PNP habe E und C vertauscht.

Warum man bei jedem Digitalsignal die Pulsdauer des Impulses einzeln 
einstellbar haben muss, erschliesst sich mir nicht.

Warum CV1 out und CV2 out bis auf einen Spannungsfolger identsich sind, 
ist unklar.

Wenn man die Impulsdauer von Trigger Out einfach an die Impulslänge des 
Taktsignals des CD4017 hängt, die Potis über Analogschalter umschaltet, 
und bloss wegen der LEDs die dauerleuchten udn aufblitzen am CD4017 
hängen bleibt
1
 
2
+5V +----+----+                CD4066
3
    |    |    |                 +---+
4
  Poti---)----)-----------------|   |--+
5
    |    |    |           +---+ +---+  |
6
    |  Poti---)-----------|   |---)----+-- analog out
7
    |    |    |     +---+ +---+   |    |
8
    |    |  Poti----|   |---)-----)----+    GND      GND
9
    |    |    |     +---+   |     |          |        |
10
GND +----+----+       |     |     |          1k      1nF
11
                      |     |     |          |        |
12
        +-------------(-----(-----(-----1k---(--------+-- Trigger 
13
        |             |     |     |          |        |   out TTL
14
        |             |     |     |  +--|>|--+        |
15
        |  +------+   |     |     |  |       |    /   |
16
        |  |      |---+-----(-----(--+--|>|--(--o/ o--+
17
  CLK --+--|CD4017|         |     |          |        |
18
           |      |         |     |  +--|>|--+        |
19
           |      |         |     |  |       |    /   |
20
           |      |---------+-----(--+--|>|--(--o/ o--+
21
           |      |               |          |        |
22
           |      |               |  +--|>|--+        |
23
           |      |               |  |            /   |
24
           |      |---------------+--+--|>|-----o/ o--+
25
           :      :                     LEDs
Die Shcaltung macht alles was dein Bauteilgrab hinbekommen will.

von Juerg F. (juerg_f)


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Hallo Michael

Vielen Dank für deinen Einsatz!

Zur Schaltung an sich:
Ich möchte damit ein modularer Synthesizer befeuern. Deshalb macht es 
auch Sinn, mehrere unabhängige CV Ausgänge zu haben um verschiedene 
Module anzusteuern (zB. Pitch, Filter-CutOff). Die Gate-Signale sollen 
wärend der ganzen Impulsdauer ein Spannungssignal von Einstellbar 0-5V 
liefern beziehungsweise im Low-Range bereich von ca. 0-2V. Das ganze hat 
eigentlich im Versuchsaufbau ganz gut funktioniert.

Zur variablen Impulsdauer:
Ich möchte mit den unterschiedlichen Impulslängen zB. den VCA ansteuern 
um ein: Tüüü, Tüüü, Tü, Tü, Tüüüüüüüü, Tüüüüüü, Tü
zu erhalten. Diese Impulslängen möchte ich gerne mit LED`s pro Kanla 
visualisieren. Hoffe es ist verständlich! ;-)

Als Clockeingang möchte ich den Triggerausgang eines Clockmoduls 
verwenden. Das ist jeweils nur eine kleine Impulsdauer (auf dem 
Oszilloskop kaum sichtbar zu machen, da so kurz).

von Juerg F. (juerg_f)


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Habe dein Vorschlag nochmals genauer studiert und gemerkt, dass es doch 
zum Problem wird, wenn ich die Potis an einen Strang hänge, da diese 
sich gegenseitig ja beeinflussen...

Darum finde ich die Idee mit den 4066er ganz gut. Habe das Datenblatt 
des CD4066 studiert und eine wichtige Frage sehe ich dort nicht heraus:

Für den Modularsynthesizer entspricht 1V = 1Oktave. Das heisst ich 
bewege teilweise nur grad 50mV bis ...

Kann der 4066er auch so kleine Spannungen durchschalten? Ich sehe das 
aus dem Datenblatt nicht heraus...

von Dietrich L. (dietrichl)


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Juerg F. schrieb:
> Kann der 4066er auch so kleine Spannungen durchschalten? Ich sehe das
> aus dem Datenblatt nicht heraus...

Das sind Analogschalter und Du "siehst" von Außen "nur" den Widerstand 
der MOSFETS, die den Analogkanal bilden.
Die Funktionsgrenze entsteht durch:
- Abhängigkeit der Kanalwiderstands von der Signalspannung,
- Restströme,
- Einkopplung aus Steuersignalen und Nachbarkanälen ("Crosstalk"),
- Einkopplung aus Versorgungsspannung (?),
- Rauschen (??, keine Ahnung),
- ??? (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

von Juerg F. (juerg_f)


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Wow, super! Tönt ja mal nicht schlecht um diese IC`s auch für kleine 
Steuerspannungen zu brauchen.

Habe mir mal 10 Stück bestellt und teste das ganze mal mit dem 
Oszilloskop durch...

Danke Dir!

von Dietrich L. (dietrichl)


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Juerg F. schrieb:
> kleine Steuerspannungen

??
unter "Steuerspannung" verstehe ich eigentlich die Spannungen an den 
Steuerleitungen. Und die müssen Logikpegel einhalten - sind also nicht 
wirklich klein...

von Juerg F. (juerg_f)


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Wie gesagt: 1V ist gleich eine Oktave (ist im Soundbereich schon eine 
riesen Tonhöhenänderung!!)

Darum sind auch Veränderungen von ein paar wenigen Millivolt durchaus 
sehr gut hörbar.

Es geht um das Doepfer Modularsystem:

http://www.doepfer.de/home.htm

von MaWin (Gast)


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Juerg F. schrieb:
> mehrere unabhängige CV Ausgänge zu haben

CV1 und CV2 sind doch gar nicht unabhängig sondern genau dasselbe 
Signal.

Juerg F. schrieb:
> unterschiedlichen Impulslängen zB. den VCA ansteuern um ein: Tüüü, Tüüü,
> Tü, Tü, Tüüüüüüüü, Tüüüüüü, Tü

Hmm, ja, dann geht mein Bauvorschlag nicht, der hat immer dieselbe 
Impulslänge.

Ich denke dann würde ich ganz andere Bausteine nehmen:

Einen (4-bit) Zähler, für Pitch und Duration je (2) 1 aus 8 
Analogmultiplexer CD4051, damit werden je 16 Trimmpotis an deren Ausgang 
geschaltet, für Duration dann ein ordentliches MonoFlop.

Da ich aber auch den Notenabstand und die Attac/Decay Time und die 
Filterwerte pro Note beeinflussen wollen würde, kämen für jeden zu 
beeinflussenden Wert an den Zähler noch CD4051 dazu dran.

von Zeno (Gast)


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@TO

Für so was gab es mal OPV mit offenem Kollektorausgang B611(DDR-OPV) 
kompatibel zum TCA311A.
Was Du da machen willst sieht ja wie eine Komperatoranwendung aus, also 
analog rein digital raus. Da würde sich z.B. auch der LM311 anbieten.

Ob die genannten Typen noch erhältlich sind kann ich nicht sagen.


Zeno

von Ahja (Gast)


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Mal am Rande, weil neben der vielen guten Antworten auch diverser Müll 
geschrieben wurde:

Man kann sehr wohl OPV-Ausgänge verbinden, solange man die 
"elektrotechnischen Grundregeln" beachtet (Strombegrenzung, etc.)
Man verbindet Ausgänge auch nicht nur um einen höheren Strom zu 
erzielen,  mit OPV in Komparatorschaltung und Open-Collector Ausgang, 
lässt sich zum Beispiel ein wunderbares Wired-And erzeugen.
Und das ist nur eines von vielen Beispielen, wo das zusammenschalten 
durchaus Sinn macht.

von Juerg F. (juerg_f)


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MaWin schrieb:
> Einen (4-bit) Zähler, für Pitch und Duration je (2) 1 aus 8
> Analogmultiplexer CD4051, damit werden je 16 Trimmpotis an deren Ausgang
> geschaltet, für Duration dann ein ordentliches MonoFlop.

Kann mir jemand kurz erklären wie man eine solche Schaltung aufbauen 
müsste? Ich habe schon via Google versucht dahinter zu kommen. Leider 
ist für mich das ganze mit Multiplexer und Co. nicht wirklich 
nachvollziehbar...

Oder gibt es ein empfehlenswertes Lernmittel das einfach verständlich 
ist das sich mit solchen "logischen" Abläufen befasst?

von Juerg F. (juerg_f)


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Jetzt ist doch noch der Knopf aufgegangen! ;-)

Im Grundsatz verstehe ich den Ablauf von 4Bit Zähler in Kombination mit 
dem CD4051.

Jetzt wollte ich das Ganze vereinfachen und grad einen CD4067 verwenden 
da ich am Schluss ja 16 Ausgänge haben möchte. Jedoch finde ich diesen 
Chip nirgens im DIP-Gehäuse. Ich bin jedoch darauf angewiesen, da ich 
das ganze zuerst auf dem Steckboard aufbauen möchte.

Die CD4051 müssten ja irgendwie kaskadierbar sein. Nur finde ich nichts, 
wie man dies anstellt. Wie müssten dann zwei CD4051 Angeschlossen 
werden, so dass wenn der erste fertig gezählt hat der zweite weiterzählt 
und das ganze wieder von vorn losgeht?

von Karl B. (gustav)


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Juerg F. schrieb:
> Wow, super! Tönt ja mal nicht schlecht um diese IC`s auch für kleine
> Steuerspannungen zu brauchen.

Hi,
im Bild noch ein Beispiel für Schalten von Analogsignalen durch den 4016 
der ja dem 4066 weitestgehend entspricht.

Die Schaltung dient dem schnellen Umschalten zwischen zwei analogen 
NF-Signalen mit Hilfe einer TTL-Ansteuerung, ohne dass dabei 
"Knack"-Geräusche entstehen.
Konnte dabei feststellen, dass die TTL-Steuersignale pegelmäßig mit 
Dioden "entkoppelt" werden müssen, und die NF-Ein- sowie -Ausgänge auf 
ein Gleichspannungspotenzial gelegt werden sollten. (Hier mit den 
100-kOhm-Widerständen nach Vcc gemacht.)
Die Analogschalter sind eben keine "echten" Schalter, auf die man 
beliebige Potenziale legen darf.
(In Appnote steht noch etwas davon, dass sich die zu schaltende Spannung 
am Ausgang aus Anteilen der Steuerspannung und der Betriebsspannung 
zusammensetzt.)

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.ferromel.de%2Ftr6%2Fana2.gif&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.ferromel.de%2Ftronic_275.htm&h=429&w=363&tbnid=jHo9kGc7bGi7uM%3A&vet=1&docid=yBQsY4R5j-Du7M&ei=T101WMX6EanLgAa6x6C4Dw&tbm=isch&client=firefox-b&iact=rc&uact=3&dur=809&page=0&start=0&ndsp=26&ved=0ahUKEwiF3qy4xL7QAhWpJcAKHbojCPcQMwgtKBAwEA&bih=775&biw=1440


ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Jobst Q. (joquis)


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Juerg F. schrieb:
> Die CD4051 müssten ja irgendwie kaskadierbar sein. Nur finde ich nichts,
> wie man dies anstellt. Wie müssten dann zwei CD4051 Angeschlossen
> werden, so dass wenn der erste fertig gezählt hat der zweite weiterzählt
> und das ganze wieder von vorn losgeht?

Über den ~Enable Eingang (Pin6).Beim ersten 4051 wird Bit 4 direkt daran 
angeschlossen, beim anderen invertiert.

Der 4067 ist natürlich vorzuziehen, auch weil die Pins besser sortiert 
sind.

von Juerg F. (juerg_f)


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Hmmm... Blöd dass ich diesen nur noch als SMD Bauteil finde. Obwohl es 
ein Datenblatt von TI gibt mit DIL-Gehäuse gibt.

http://www.ti.com/general/docs/lit/getliterature.tsp?genericPartNumber=cd4067b&fileType=pdf

Hat jemand einen Tipp parat? Gibt es ev. eine Alternative ausser zwei 
4051 zu kaskadieren? Oder kann man den 4067er irgendwo noch als DIL zu 
kaufen?

von Michael B. (laberkopp)


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Juerg F. schrieb:
> Die CD4051 müssten ja irgendwie kaskadierbar sein

Dafür gibt es deen Inhibit-Eingang
1
                     +-----
2
Q0 ---------------+--|A
3
                  |  |
4
Q1 ------------+--(--|B
5
               |  |  |  CD4051
6
Q2 ---------+--(--(--|C
7
            |  |  |  |
8
Q3 ------+--(--(--(--|INH
9
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         |  |        |  CD4051
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                     +-----
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           CD4069
Das sind aber nun wirklich die allergrundlegendsten Schaltungen der 
Digitaltechnik, wie wäre es, sich erst mal in einem Buch schlau zu lesen 
bevor du jeden einzelnen Anschluss erfragst ?

von Benedikt S. (benedikt_s)


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https://www.reichelt.de/ICs-74HC40-DIL/74HC-4051/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=2933&ARTICLE=3229

Da ist er doch

EDit:ähm ich möchte nicht weiter drüber sprechen, habe vergessen das es 
nicht um 8 sondern um 16 Kanäle geht.

: Bearbeitet durch User
von Jobst Q. (joquis)


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Juerg F. schrieb:
> Hat jemand einen Tipp parat? Gibt es ev. eine Alternative ausser zwei
> 4051 zu kaskadieren? Oder kann man den 4067er irgendwo noch als DIL zu
> kaufen?

Bei Ebay gibt es "Breakout Boards", kleine Platinen mit fertig 
verlöteten SMD HC4067 und Anschlüssen im DIP-Raster.

http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2047675.m570.l1313.TR0.TRC0.H0.XHC4067.TRS0&_nkw=HC4067&_sacat=0

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