Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LM393 mittels uC ein-/ausschalten


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von Alex (Gast)


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Hallo,

bräuchte von euch Hilfe!

Ich möchte den Baustein LM393 mittels einem Mikrocontroller ein-/bzw. 
ausschalten, da ich nicht will, dass dieser IC permanent versorgt wird.

Da laut Datenblatt ein maximaler Strom von nur 1mA benötigt wird, wollte 
ich fragen, ob ich diesen Baustein einfach direkt an einen Output Pin 
des uCs verbinden kann (ohne Widerstand, da nur ein sehr kleiner Strom 
fließt)?
Die Spannungsversorgung beträgt +3V3!

Danke für eure Antworten!

LG

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Das dürfte klappen. Ich würde aber trotzdem noch einen Blockkondensator 
vorsehen...

von Alex (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Das dürfte klappen. Ich würde aber trotzdem noch einen Blockkondensator
> vorsehen...

Wie groß sollte dieser etwa sein (mit Begründung wie man auf den Wert 
kommt)...
Danke ;)

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

etwa 47nF, 100nF sollten schon parallel geschaltet sein. Besser noch ein 
kleiner Elko dazu. Allerdings würde ich dem AVR-Ausgang nicht mehr als 
1...2 uF direkt angeschlossen zumuten. Sollte es mehr Kapazität sein, 
kann ein mit dem Ausgang in Reihe geschalteter 10 Ohm-Widerstand den 
Einschaltstrom zum ELKO begrenzen.


Mit freundlichem Gruß

von Hp M. (nachtmix)


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Christian S. schrieb:
> Sollte es mehr Kapazität sein,
> kann ein mit dem Ausgang in Reihe geschalteter 10 Ohm-Widerstand den
> Einschaltstrom zum ELKO begrenzen.

Ich würde sogar generell einen solchen Widerstand vorsehen, auch wenn 
die Kapazität nur 100nF beträgt, sonst bricht im Moment des Einschaltens 
evtl. die Versorgung zusammen, und der µC macht einen Reset.
Da der 393 bis herab zu 2V arbeitet, erscheinen auch 100 Ohm oder mehr 
akzeptabel.

Bei der niedrigen Versorgungsspannung musst du etwas auf die 
Eingangspannung achten.
Wenn sie näher als 1,5V an die Versorgungsspannung herankommt, 
funktioniert die Eingangstufe des Komparators evtl. nicht mehr richtig.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Hp M. schrieb:
> auch wenn die Kapazität nur 100nF beträgt, sonst bricht im Moment des
> Einschaltens evtl. die Versorgung zusammen
Sehr wahrscheinlich nicht, denn der Widerstand des P-Kanal Mosfets im 
Pintreiber ist eh' schon mindestens 30 Ohm.

> Bei der niedrigen Versorgungsspannung musst du etwas auf die
> Eingangspannung achten.
> Wenn sie näher als 1,5V an die Versorgungsspannung herankommt,
> funktioniert die Eingangstufe des Komparators evtl. nicht mehr richtig.
Stichwort: Common Mode Input Voltage Range
Das ist der meist misachtete Parameter, der genauso meist zu kuriosem 
Verhalten (bis hin zu Phase Reversal) führt...

von Hp M. (nachtmix)


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Lothar M. schrieb:
> Sehr wahrscheinlich nicht, denn der Widerstand des P-Kanal Mosfets im
> Pintreiber ist eh' schon mindestens 30 Ohm.

Aber bei 3,3V Betriebsspannung könnten das theoretisch 100mA werden, und 
das wird eine vielleicht schon etwas schlappe Knopfzelle wohl nicht mehr 
schaffen.
Die Intention des TE durch Abschalten des Komparators Strom zu sparen, 
deutet ja auf einen Batteriebetrieb hin.

Viele µC enthalten übrigens schon einen Komparator, und vielleicht kann 
der Alex auf den LM339 ganz verzichten, wenn er mal das Datenblatt des 
µC sorgfältig liest.
Die eingebauten Komparatoren haben meist auch nicht die Einschränkung 
des LM339 hinsichtlich der Eingangsspannung, sondern funktionieren i.d.R 
über den gesamten Speisespannungsbereich.
Manche dieser eingebauten Komparatoren sind aber recht langsam im 
Vergleich zum LM339. Je nach Anwendung könnte das ein Thema sein.
----> Datenblätter gründlich lesen.

von Alex (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Viele µC enthalten übrigens schon einen Komparator, und vielleicht kann
> der Alex auf den LM339 ganz verzichten, wenn er mal das Datenblatt des
> µC sorgfältig liest.

Danke Hp M.

Damit mein Problem besser verstanden wird, möchte ich dieses etwas 
genauer erklären.
Ich möchte nämlich die Feuchtigkeit der Erde ermitteln und habe hierfür 
den Sensor "YL 69" gekauft. Da hier zwei leitende Stäbe in der Erde 
stekcken, soll nicht permanent ein Strom fließen (wegen Elektrolyse, 
Korrosion, etc...).
Das ist der Grund, warum ich mittels einem GPIO den Sensor versorgen 
möchte. So kann ich, wenn keine Messung durchgeführt wird, die 
Versorgung einfach abdrehen.

Habe im Internet auch eine Schaltung zu Platine des Sensors gefunden 
(siehe Anhang).

Eventuell ist es besser, einen Transistor zwischen Output des uC und 
dieser Schaltung??

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