Hallihallo hallöchen,
was gibts denn noch für diskrete Schmitttriggerschaltungen für UB um
1.3V, aber mit großer Hysterese und kleinem Ruhestrom?
Idee:
Meine Discokugel soll mittels 0.5V/20mA Getriebemotor und
NiMH-Mignonzelle gedreht werden, wenn die Akkuspannung durch die
parallel geklemmte Solarzelle über ca. 1.4V gestiegen ist. Dann soll der
Motor laufen, bis die Spannung unter ca. 1.2V abgesunken ist (Werte
verhandelbar).
Geht das mit Standardbausteinen aus der Kiste? Den
NPN-NPN-Standardschmitttrigger kann man bei den Anforderungen vergessen?
batman schrieb:> Hallihallo hallöchen,> was gibts denn noch für diskrete Schmitttriggerschaltungen für UB um> 1.3V, aber mit großer Hysterese und kleinem Ruhestrom?
Warum diskret?
> Idee:> Meine Discokugel soll mittels 0.5V/20mA Getriebemotor und> NiMH-Mignonzelle gedreht werden, wenn die Akkuspannung durch die> parallel geklemmte Solarzelle über ca. 1.4V gestiegen ist. Dann soll der> Motor laufen, bis die Spannung unter ca. 1.2V abgesunken ist (Werte> verhandelbar).
1. Eine Solarzelle reicht da nicht, muss schon ein Modul mit 3 oder mehr
Zellen sein.
2. Motorspannung 0,5V, Akkuspannung 1-1,5V? Spannungswandler hast du
schon vorgesehen, oder?
> Geht das mit Standardbausteinen aus der Kiste? Den> NPN-NPN-Standardschmitttrigger kann man bei den Anforderungen vergessen?
Nen LM358 mit Rück- und Mitkopplung beschalten?
Ja stimmt, das ist ein Solarmodul von einer Gartensolarlampe mit 1
Zelle.
Der Motor darf 0.4V bis 5.9V, soll aber möglichst langsam drehen.
Mal sehen was der LM358 mit 1.3V macht. Lt. Datenblatt will er min. 3V.
Hmm, wenn die minimale Versorgungsspannung eines 74HC14 nicht 2V wäre,
du also 2 Solarzellen (und 2 Akkus) verwendest, wäre das die Ein-Chip
Lösung, denn alle Gatter zusammen könnten etwa 100mA liefern (Ein
Triggergatter und 5 parallele Booster). Da die CMOS Ausgänge auch nahezu
die Betriebsspannungsgrenzen erreichen, gäbs da keine weiteren Verluste.
batman schrieb:> Mal sehen was der LM358 mit 1.3V macht. Lt. Datenblatt will er min. 3V.
Das stimmt, den kannst du so ohne weiteres nicht verwenden.
batman schrieb:> Ja stimmt, das ist ein Solarmodul von einer Gartensolarlampe mit 1> Zelle.
Die Gartensolarlampen haben meistens mehr als eine Zelle. Bei 0,5V
leuchtet keine LED.
> Der Motor darf 0.4V bis 5.9V, soll aber möglichst langsam drehen.
Dann brauchst du entweder nen Step-Down auf 0,5V (schwer, da meistens
1,25V Feedbackspannung), nen Linearregler (der dir dann über die Hälfte
des Solarstroms verbrät) oder nen Motor der bei 1,2V langsam genug dreht
(Getriebe).
THOR schrieb:> Die Gartensolarlampen haben meistens mehr als eine Zelle. Bei 0,5V> leuchtet keine LED.
Doch klar. In jeder dieser Gartenlampen ist ein Joule Thief, der mit den
1,2V des Akkus auch die 3V erzeugt, um eine weisse LED zum Leuchten zu
bringen. Geht meistens bis zu etwa 0,7V Minimum.
Das die Solarzellen es nicht schaffen, den Akku richtig zu laden, ist
aber bekannt.
Matthias S. schrieb:> THOR schrieb:>> Die Gartensolarlampen haben meistens mehr als eine Zelle. Bei 0,5V>> leuchtet keine LED.>> Doch klar. In jeder dieser Gartenlampen ist ein Joule Thief, der mit den> 1,2V des Akkus auch die 3V erzeugt, um eine weisse LED zum Leuchten zu> bringen. Geht meistens bis zu etwa 0,7V Minimum.>> Das die Solarzellen es nicht schaffen, den Akku richtig zu laden, ist> aber bekannt.
Es ging um die Zahl der Zellen, die meistens 3 beträgt. Zwischen
Solarzelle und Akku hab ich noch nie nen Spannungswandler sehen können.
Martin S. schrieb:https://www.mikrocontroller.net/topic/goto_post/4781167
So in etwa, hätte ich das auch vorgeschlagen, wobei man den mittleren
Transistor noch einsparen könnte, bzw hier wohl sogar müsste. Die
Sättigungsspannung des Ausgangstransistors von etwa 0,2-0,3V sollte auch
nicht sooo weh tun. Die LED als Referenzelement müsste natürlich auch
raus, Referenz ist dann nur die (etwas temperaturabhängige) Ube des
linken Transistors. Da Du hier aber die Schwellwerte und Hysterese dann
recht feinfühlig einstellen kannst, wird es dir wahrscheinlich auch
nicht wehtun, das es die Solarzellen(n) wohl nicht ganz schaffen wird,
den Akku auf 1,4V zu bringen - zummindest nicht um diese Jahreszeit -
brrr ;-)
THOR schrieb:> Es ging um die Zahl der Zellen, die meistens 3 beträgt.
Du hast vermutlich lange keine Solarlampe dieser Klasse mehr demontiert.
3 Zellen gibt es schon lange nicht mehr, es sind nur noch die mit einer
Zelle üblich.
Matthias S. schrieb:> Du hast vermutlich lange keine Solarlampe dieser Klasse mehr demontiert.> 3 Zellen gibt es schon lange nicht mehr ...
Hier hat es wohl ein Missverständnis gegeben. THOR meinte nicht die Zahl
der Akku-Zellen, sondern die Anzahl der in Reihe geschalteten
Solar-Zellen, die das Solarmodul bilden. 3 ist da noch knapp, 4 sind
es mindestens, es muß ja noch eine Entladeschutzdiode dazwischen. Für
Begriffsverwirrung sorgt, daß solche kleinen Solarmodule oft unter dem
Begriff Solarzelle verkauft werden, z.B. bei eBay, aber auch schon bei
Conrad so gesehen.
z.B.:
http://www.ebay.de/itm/6V-4-5W-Solarpanel-Solarmodul-Photovoltaik-Solarzelle-Monokristallin-/152231703667?hash=item2371b77473:g:Ri4AAOSwi0RXzoLX
@R. M. (restmuell): Ja so in der Art hätte ich das auch gemacht. Der
mittlere Transistor ist nur nötig, wenn man größere Ströme schalten
will, wie in dem Ursprungsthread.
Mit freundlichen Grüßen - Martin
Danke sehr gut, genau sowas habe ich gesucht. Bei Diskreten lernt man
doch viel mehr.
(Min.) 2 Sachen habe ich in der Schaltung von Martin nicht verstanden
und deshalb abgeändert:
1) Wozu dient genau der mittlere Transistor? Klar, er verstärkt Strom
aber wäre das nicht eher am Ausgang nützlicher? Hab ich entsprechend
umgestellt.
2) Warum ist die Rückkopplung mit 6,6M so extrem schwach
(störungsanfällig)? Habe ich geändert.
Der angehängte Emitterfolger Q3 verstärkt den Strom für den durch R1
repräsentierten Motor und reduziert nebenbei die Spannung (Drehzahl),
was hier auch erwünscht ist. Naja, Hauptsache dreht sich. :)
Hallo batman
Zu 1):
Im ursprünglichen Thread wurde, im Gegensatz zu hier, gefordert, daß die
Last möglichst viel Spannung bekommt, und es war auch ein gewisser
Laststrom gefordert, da ist die zusätzliche Stromverstärkung
erforderlich.
Zu 2):
Ein grosser Teil des Widerstandsnetzwerks führt auch schon unterhalb der
Schaltschwelle Strom, wenn nun gefordert ist, im AUS-Zustand möglichst
wenig Stromaufnahme zu haben, sollte man diese Widerstände halt so
hochohmig machen, wie es die, ausreichend stabile, Funktion erlaubt.
(Auf die Empfindlichkeit der Schaltung habe ich dort auch hingewiesen,
man könnte natürlich eine Abschirmung drum herum bauen.) Die
Aufgabenstellung im ursprünglichen Thread war halt auch etwas anders, da
wurde ein Supercap mit einem kleinen Strom geladen, deutlich kleiner als
der Strom bei aktiver Schaltung, und wenn die Spannung hoch genug ist
soll die Last zugeschaltet werden, die dann aber nur kurz läuft, bis die
Schaltschwelle unterschritten wird, und der Zyklus beginnt von vorne.
Mit freundlichem Gruß - Martin