Hallo, ich möchte gerne mit einem Controller Daten auf ein TFT-Bildschirm darstellen. Es gibt zwar viele leute, die selber ein Adapter (VGA) (z.B. für einen ATMega) gebastelt haben, aber nie komplett veröffentlicht haben (entweder es fehlte was von der Hardware oder die Software hat komplett gefehtl). Was wäre denn die "günstigste" Möglichkeit das Umzusetzen? Mit einem Raspberry Pi bin ich ja schon bei 40€. Oder hat jemand eine Anleitung wie man so einen Adapter bauen kann und wie man dann die Daten auf dem Bildschirm bekommt? Programmieren würde ich das dann ganz gerne in C/C++. Jens
Was für ein Display soll's denn sein? Wenn es ein vglw. kleines Display mit geringer Auflösung sein darf, kannst Du recht günstig davonkommen. Wenn Du ein paar Wochen warten kannst (wegen China-Import), dann bekommst Du bspw. einen 2.8"-Touchscreen mit 320x240 Pixel schon für 6 Euro incl. Porto: https://www.aliexpress.com/item/J34-F85-Free-Shipping-2-8-240x320-SPI-TFT-LCD-Serial-Port-Module-PCB-Adapter-Micro/32602444645.html Mit schneller Lieferung direkt aus Deutschland kostet das dann halt ein paar Euro mehr. Die Dinger sind vglw. leicht per SPI mit Mikrocontrollern zu benutzen. Nur die entsprechenden Leitungen verbinden, für die Ansteuerung gibt es fertige Libraries wie ucglib (https://github.com/olikraus/ucglib).
Schau dir das mal an. Ich habe das als Bausatz gekauft und bin sehr zufrieden. http://www.tvterminal.de/index1.html
Ich hatte vor einiger Zeit was ähnliches gesucht für die Visualisierung meiner Haustechnik die ich hier und da verteilt hab (Temperaturen, Briefkastenmelder, usw.). Ich suche allerdings immer gerne Lösungen, die ich, falls sie mal kaputt gehen, einfach wieder beschaffen kann. Da ich Softwareentwickler bin scheu ich meist auch nicht vor PC-Programmierung zurück. Erstmal kommt einem da der Raspberry Pi ins Auge. Da gibts ja sogar ein extra Display für. Und HDMI kann der auch. Aber ich will mir keinen 15" Monitor in meinen Flur hängen. Genauso wenig aber mit dem Pi und Display rumfummeln, da das ganze zusammen dann auch schnell teurer wird. Und das für eine Lösung die mir am Ende eh zu frickelig ist. Ich habe mich dann erstmal dafür entschlossen ein altes Smartphone wieder zu verwenden. Das will ich mit USB-Netzteil und ner Halerung an die Wand ballern. Dort drauf läuft dann im Browser eine kleine Web-Anwendung die mir div. Dinge visualisiert. Als (Web-)Server agiert dann entweder einer meiner ausrangierten Rechner oder ein Pi im Keller. Und erst dann kommt die Brücke zum Controller mit RS232<->TTL Wandler (ggf. On-Board mit FT232R). Ich geb zu, die Lösung klingt relativer Overkill. Aber da ich Beruflich eh Warenwirtschaftskram (u.A. mit Web-Anwendungen) programmiere, ist der Web-Anwendungskram für mich sehr einfach umzusetzen. Der Vorteil ist natürlich, dass man jederzeit auch übers VPN mal rein schauen kann, genauso aber auch über sein Smartphone via W-Lan. Und auch die Daueranzeige an der Wand kann schnell ersetzt werden durch ein anderes Smartphone. Die Dinger dürfen sogar alt sein. Ein paar Zahlen und ggf. ein Graph frisst ja keine Leistung.
Joachim S. schrieb: > (...) einen 2.8"-Touchscreen (...) Description: Type: without touch panel Size:2.8" SPI Serial (...)
>ich möchte gerne mit einem Controller Daten auf ein TFT-Bildschirm >darstellen Beitrag "Re: 2.2'TFT ILI9340 und Arduino"
Mehmet K. schrieb: > Joachim S. schrieb: >> (...) einen 2.8"-Touchscreen (...) > > Description: > Type: without touch panel > Size:2.8" SPI Serial > (...) Oops, da habe ich wohl nicht genau genug hingeschaut und versehentlich das falsche Angebot herausgesucht. Mit Touch kostet das Ganze vermutlich nochmal 1-2 Euro mehr, aber da der Threadstarter ja eh nicht nach einem Touchscreen gefragt hat, wäre das wohl auch nicht das Problem gewesen. @Threadstarter: Wenn ich Dich richtig verstehe, willst du also einen typischen Flachbildschirm für PCs verwenden, mit VGA, DVI oder HDMI-Eingang und vglw. hoher Auflösung? In diesem Fall dürfte die einfachste und günstigste Möglichkeit vermutlich wirklich sein, gleich ein vergleichsweise leistungsstarkes, linuxfähiges Board wie eben den Raspberry Pi zu nutzen, das direkt über einen HDMI-Ausgang verfügt. Wenn Dir die 40 Euro für einen neuen Raspberry Pi 3 zuviel sind, dann nimm doch stattdessen ein gebrauchtes älteres Raspberry Pi-Modell, einen Pi Zero, einen OrangePC oder Ähnliches.
Mit einem µC wird das nix gescheites. Die haben schon alleine zu wenig RAM, um das ganze Bild zu puffern. D.h. man muss aufwändige Klimmzüge machen, und z.B. Daten von einer SD direkt in das Display schreiben. Das lastet einen µC unnötig aus, und macht die Sache träge. Da gehört ein richtiger Prozessor rein mit Grafikeinheit. Der muss ja nicht die ganze Arbeit des µC machen, kann aber die Anzeige braucht schon mehr Dampf, als ein µC liefern kann. Also ein ARM9 oder ähnliches mit >200MHz und mehreren MByte RAM, vorzugsweise mit einer richtigen Grafikeinheit. Der hat auch die nötigen Schnittstellen wie LVDS, VGA oder DVI/HDMI oder paralle. Auch das hat ein µC meist nicht. Ich kann aus der Praxis sagen: Ein großes (!) GLCD mittels µC gesteuert ist mir noch nie untergekommen. Bei allen solchen Sachen die ich zerlegt verwendet gesehen habe war immer etwas "dickers" als ein µC din. Für µC kann man Monochrome mit z.B. 102x64 oder so nehmen. Aber keine riesigen Farbdisplays wie ein 15´´. Das mag möglich sein, ist aber immer nur eine Notlösung. Selbst mit einem STM32F7.
Joachim S. schrieb: > In diesem Fall dürfte die einfachste und günstigste Möglichkeit > vermutlich wirklich sein, gleich ein vergleichsweise leistungsstarkes, > linuxfähiges Board wie eben den Raspberry Pi zu nutzen, das direkt über > einen HDMI-Ausgang verfügt. Dann werde ich das wohl auch machen. Ist wohl wirklich die einfachste Möglichkeit. Dann kann ich wahrscheinlich auch grafiken darstellen. Dann werde ich mich mal damit beschäftigen, wie ich das ding Programmieren kann. Danke euch aber für eure Rückmeldungen.
Gab es nicht mal von FTDI diese EVE Geschichte? War das nicht genau für so etwas? Hab mir das nie genau angeschaut...
Frank schrieb: > Gab es nicht mal von FTDI diese EVE Geschichte? Gibt es, läuft. http://www.ftdichip.com/EVE/EVEApplications.htm Beitrag "FT800 / FT810 Library" Die sind wohl auch in diversen Produkten verbaut, leider konnte ich noch kein konkretes Produkt in Erfahrung bringen, irgendwelche Kaffeeautomaten und so. Das hier läuft mit 50 Bildern pro Sekunde auf einem AVR: https://www.mikrocontroller.net/attachment/314717/FT813_RVT70UQFNWC0x.jpg Ohne nennenswerte Last wohlgemerkt, so unter 10%, aber da ist in dem Sinne auch keine Applikation drunter. Allerdings, im Moment geht das "nur" bis 800x600 und die Auswahl an TFTs mit FT8xx Chips ist ziemlich dünn. Einzeln sind die dann auch ziemlich kostspielig, für das abgebildete 7" RVT70UQFNWC01 muss man schon 110 Euro rechnen. Wie das bei Komponenten so ist, bei kleinen Stückzahlen bezahlt man im wesentlichen denjenigen der zum Regal läuft und das Teil verpackt. Ein größeres TFT zu bekommen ist auch nicht so einfach, zum einen dreht das Marketing ziemlich frei bei der Pixel-Dichte, zum anderen möchte man ja kapazitiv-touch haben und da geht nicht jeder Touch-Chip am FT8xx. Dazu kommt noch, dass TFTs ohnehin nicht gehandelt werden wie andere Komponenten, die sind in aller Regel ja bei Bastlern nicht so gefragt, eben weil man die nicht "mal eben so" an einen µC klemmen kann oder konnte. Was man auch nicht unterschätzen sollte ist die Stromversorgung, ich setze da gerade noch einen 600mA Schaltregler ein der auf 5,1V regelt, der ist für das RVT70UQFNWC0x im Grunde aber schon unter-dimensioniert. Nur für das TFT wohlgemerkt, die Hintergrundbeleuchtung frisst reichlich Strom und FT8xx+Touch+TFT-Panel kommen auch noch mal so auf >110mA bei 3,3V. Ein OLED Panel hätte ja was, aber die Idee kann man gleich wieder vergessen. Das ist zwar technisch machbar, praktisch aber nicht zu bekommen. Auf jeden Fall sowieso nicht mit technisch sinnvoller Pixel-Dichte, heute muss ja alles mindestens 4k Full-HD haben. :-(
Jens schrieb: > Joachim S. schrieb: >> In diesem Fall dürfte die einfachste und günstigste Möglichkeit >> vermutlich wirklich sein, gleich ein vergleichsweise leistungsstarkes, >> linuxfähiges Board wie eben den Raspberry Pi zu nutzen, das direkt über >> einen HDMI-Ausgang verfügt. > > Dann werde ich das wohl auch machen. Ist wohl wirklich die einfachste > Möglichkeit. Dann kann ich wahrscheinlich auch grafiken darstellen. Ja, natürlich. > Dann werde ich mich mal damit beschäftigen, wie ich das ding > Programmieren kann. Damit stehst Du im Prinzip vor zwei Möglichkeiten. Entweder entwickelst Du eine ganz normale GUI-Anwendung in C, C++, Python, Perl, Pascal oder Ruby. Die läßt Du dann im Fullscreen-Modus als X-Client für einen automatisch eingeloggten User laufen, fertig. Etwas flexibler bist Du, wenn Du eine kleine Webanwendung schreibst, die Grafiken zum Beispiel mit flot, jqPlot oder jqWidgets dynamisch erzeugt. Zur Darstellung startest Du für den automatisch eingeloggten User einfach einen Browser als X-Client im Fullscreen-Modus. Diese Herangehensweise hätte den Vorteil, daß Du Deine Anwendung auch von externen Geräten wie Tablets, Smartphone, Desktop oder Laptop nutzen kannst. In beiden Fällen kannst Du natürlich auch einen Touchscreen verwenden, zum Beispiel das aktuelle RasPi-Display.
Sheeva P. schrieb: > zum Beispiel das aktuelle RasPi-Display. Das offizielle 7" RasPi-TFT hat allerdings den Makel, dass die Pixel nicht quadratisch sind. Mal davon ab, dass ich das Ding für ein "Massenprodukt" ziemlich teuer finde.
Für die Visualisierung benutze ich am liebsten ein android-Tablet dem ich per Bluetooth daten sende.
Sheeva P. schrieb: > Etwas flexibler bist Du, wenn Du eine kleine Webanwendung schreibst, die > Grafiken zum Beispiel mit flot, jqPlot oder jqWidgets dynamisch erzeugt. > Zur Darstellung startest Du für den automatisch eingeloggten User > einfach einen Browser als X-Client im Fullscreen-Modus. Diese > Herangehensweise hätte den Vorteil, daß Du Deine Anwendung auch von > externen Geräten wie Tablets, Smartphone, Desktop oder Laptop nutzen > kannst. Wenn ich persönlich so etwas umsetzen würde, würde ich persönlich auch eher zu dieser Option tendieren, aus den genannten Gründen. Wenn man nach "Raspberry Pi Kiosk Mode" googlet, findet man zahlreiche Anleitungen, wie man so etwas einrichtet.
Rudolph R. schrieb: > Sheeva P. schrieb: >> zum Beispiel das aktuelle RasPi-Display. > > Das offizielle 7" RasPi-TFT hat allerdings den Makel, dass die Pixel > nicht quadratisch sind. Für die meisten Anwendungen dürfte das kein Problem sein, ansonsten muß man seine Grafiken oder seine Anzeige eben skalieren. > Mal davon ab, dass ich das Ding für ein "Massenprodukt" ziemlich teuer > finde. Ach, weißte... Ich hab' gerade mal beim großen F hineingeschaut, da kosten 7"-Touchscreens 68,05 bis 103,76 Euro ab 10 Stück, bei Einzelabnahme sogar zwischen 79,38 und 121,04 Euro. Deswegen finde ich die 57,70 Euro für den offiziellen RasPi-Touchscreen keineswegs teuer, zumal solch ein primär an Bastler gerichtetes Angebot sicherlich kein Massenprodukt ist.
Joachim S. schrieb: > Wenn ich persönlich so etwas umsetzen würde, würde ich persönlich auch > eher zu dieser Option tendieren, aus den genannten Gründen. Wenn man > nach "Raspberry Pi Kiosk Mode" googlet, findet man zahlreiche > Anleitungen, wie man so etwas einrichtet. Es ist halt einiges an Technologie-Stack was man da beherrschen muss. Der Kiosk-Mode ist da fast noch das geringste Problem. Die Webanwendung wird natürlich um einiges einfacher, wenn man bspw. Python mit nem HTTP-Server-Modul als Backend nimmt. Dann braucht man nur noch bissl HTML+JavaScript+Ajax-Gewurschtel und man ist fast fertig.
Ich habe mich selber damit noch nicht so beschäftigt aber könnte man da z.B. Nicht so ein Amazon Fire Tablet für missbrauchen/modifiziert. 60 Euro für ein 7" Touch mir Rechner gleich dabei sind doch ein guter Kurs.
Poster schrieb: > Ich habe mich selber damit noch nicht so beschäftigt aber könnte man da > z.B. Nicht so ein Amazon Fire Tablet für missbrauchen/modifiziert. 60 > Euro für ein 7" Touch mir Rechner gleich dabei sind doch ein guter Kurs. Absolut, ich hab mir so ein TrekStor Wintron 7.0 für ~70€ gekauft. Leistungsmäßig kann das Ding nix, also nichmal FullHD, aber für eine Webseite mit ein paar Graphen reicht das um Welten aus. Leider hat so ein Tablet oder Smartphone naturbedingt nur W-Lan, und ich benutze ungern etwas im W-Lan, was einfach funktionieren soll.
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