Hallo, ich hätte ein paar Fragen. Vorweg: Seit 2004 arbeite ich mit ARM 7 Mikrocontrollern unter Linux/Eclipse/GDB/OpenOCD. Später bin ich dann von Linux auf Windows und Mac umgestiegen. Aber bei der Tool-Chain Eclipse-GDB-OpenOCD blieb es immer. Früher habe ich als OpenOCD-Hardware-Adapter den Amontec JTAGkey benutzt, spaeter dann den Amontec JTAGkey2. Als ich dann später einmal Mitarbeiter hatte und diese auch mit JTAGkey2 ausstatten wollte, um die vorhandene Toolchain einfach weiterzureichen, musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass es die Firma Amontec nicht mehr gab und man diesen weder dort noch sonstwo weiter beziehen konnte. Ich habe dann als Übungsprojekt für einen Embedded-Newbie einen eigenen Hardware-Adapter erst auf Lochrasterplatine und später als SMD-Board herstellen lassen. Wir haben ihm ein paar nette Features dazu gegeben, die der Amontec JTAGkey nicht hatte (vor allem die galvanische Trennung vom Target) und nun steht er über unsere Webseite als Bitrelle JTAGbox zum Verkauf. Mittlerweile arbeiten wir alle mit der JTAGbox, sowohl im Geschaeft als auch privat. Meinen Mitarbeitern schenke ich die JTAGbox natuerlich, aber sie kommt auch gut an, sie nutzen sie gerne. Man kann sie mit allen von OpenOCD unterstützten JTAG-Targets einsetzen. Mit dem JTAG-SWD Adapter von Olimex kann man sie (für 5 Euro extra) auch mit Targets verbinden, die ausschliesslich Serial Wire Debug einsetzen. Ich habe ein Bild hinzugefügt, wie wir mit einem aktuellen Experimental-Board von Freescale mit einem ARM cortex-m0+ Target Prozessor darauf arbeiten. Aber: NIEMAND interessiert sich für unsere JTAGbox. Ich habe keine einzige Bestellung. Ich meine, ich habe schliesslich ein paar Tausend Euro in die Entwicklung gesteckt. Nicht, dass ich darauf angewiesen wäre. Aber ich verstehe es nicht: Die JTAGbox ist zuverlässig, stabil, robust, liegt schön schwer auf dem Tisch und ist sehr vielseitig. Meine Fragen: Warum kauft keiner unsere JTAGbox. Liegt das fehlende Interesse am Preis? Sie kostet halt 99 Euro. Ist das zuviel? Der alte Amontec JTAGkey war aus billigem Plastik und der Schaltplan war - mit Verlaub - verbesserungswürdig. Er kostete damals auch 80 Euro rum. Vielen Dank im Voraus!
Ralf S. schrieb: > Meine Fragen: Warum kauft keiner unsere JTAGbox. Liegt das fehlende > Interesse am Preis? Sie kostet halt 99 Euro. Das wird ein Grund sein. Ein anderer ist, das alle Herstelle ihre Dev Kits mit Debugger ausliefern, die man dann ohne Probleme auch mit eigenen Boards verwenden kann. Beispiel: Silabs STK3800. Der on-board JLlink kann zwar "nur" SWO-Trace, aber dafür Debugging mit bis zu 12 MHz SWD Takt. Und nur die Lizenzbedingungen hindern dich daran das Teil mit anderen Chips zu verwenden. Kostst derzeit keine 30,-€ bei Mouser. STM Discovery oder NXP LPCExpresso sind teilweise noch billiger...
Was heisst on-board? Das man sich auf dem Demo-Board über USB mit dem Debug-Channel verbindet? So war es zumindest bei dem im Foto abgebildeten Board, bis wir den zweiten Support-Mikro überbrückten und direkt mit dem Target über unsere JTAGbox debuggen konnten.
Ralf S. schrieb: > Was heisst on-board? Das man sich auf dem Demo-Board über USB mit dem > Debug-Channel verbindet? Bei den EFM Teilen hat man einen JTAG(SWD) Stecker mit dem man externe Targets verbinden kann. In Software kann man verschiedene Debug Modi einstellen (in,out, MCU auf dem Board). Bei den Discoveries wird das IIRC über Jumper gelöst.
>>Liegt das fehlende Interesse am Preis? Sie kostet halt 99 Euro. Ist das zuviel?
Die Box ist (mir) völlig ungekannt.
In der Industrie hatte ich bisher nur mit Leuten zu tun, die KEIL oder
Attolic verwenden. Bei uns werden die Segger-Programmer verwendet, weil
sie von Attolic, Keil, DAVE & Co sofort unterstützt werden.
Der Preis ist super, ein Segger-JLINK-Pro kostet ca. 500€, aber davon
haben wir auch nur wenige, oft tut es der kleine Programmer von den
Eval-Boards (m.W. ein abgespeckter Segger-JLink) von ST, NXP oder
Infineon. Den abzubrechen und mit Flachbandkabel an das richtige Board
zu gehen (das ist oft sogar so vorgesehen) geht schneller als das
Bedarfsformular auszufüllen. :-)
Galvanische Trennung ist super, aber nur ein Pluspunkt, wenn du Werte
angibst wieviel Spannung zuverlässig isoliert wird.
Unsere Hardware-Leute debuggen manchmal mit geladenem Zwischenkreis,
weil es nicht anders geht. Da ist zwischen PC und Programmer dann ein
USB-Trenner für 1200 V.
Wenn du die Isolation so auslegst, dass ein zusätzlicher USB-Trenner
überflüssig wird, darf das Ding auch 200 € kosten.
Stephan
Hallo Ralf, ich höre heute auch zum Ersten mal von der JTAGbox sowie Deiner Firma und das obwohl ich nur ca 5 Autominuten weit weg lebe und arbeite. Für mich stellen sich nach dem Besuch Deiner Webseite einige fragen. Die Beschreibung der Technischen Daten ist doch schon etwas mager. z.B. I/O Spannungsbereich, Datenraten beim Flashen, USB Typ 1,1.1,2 oder (3)....?, Stromaufnahme. SWD nur über externen Adapter, das ist doch nicht mehr angebracht im blick auf die ARM Cortex Familien. Dann auch kein von ARM vorgegebener Stecker. Alleine das dürfte für viele ein NOGO sein. Ich selbst arbeite seit 1987 mit Keil Produkten, seit Ende 2003 mit den ARM Tools in Verbindung mit Chips von Philips/NXP oder wie immer sie jetzt heißen werden. Eine Nutzung unter den Kommerziellen Toolchains Wie Keil, IAR ... wäre dabei von großem Vorteil. Viel Erfolg und Grüße aus Siemensstadt Andreas
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