Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik „Selbst“-Stromstoß-Schaltung (plus Dimmer) – möglich?


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von Kai R. (blubstar)


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Hallo,

Ich suche eine Möglichkeit, über EINE Leitung ZWEI Lampen (bzw. zwei 
Lampen-Hälften) abwechselnd ein- und auszuschalten und dabei auch zu 
dimmen. Und bevor ich den Fachhandel fragt, frage ich mal die Fachleute, 
und die sind ja hier.

Mein Problem: ich habe nur EINE Leitung zur Verfügung und kann auch 
keine zweite verlegen.

Meine Idee: eine Art „Selbst“-Stromstoßschalter.

Bevor ich‘s lang erkläre, hier die Schaltbilder.

a) Heute: ein Dimmer, eine Lampe. Logo!

b) Ich kann beide Lampen-Hälften Dimmen, muss aber an der Lampe 
umschalten.

c) Hier nun die Idee: Beim „Einschalten“ geht eine Hälfte an und wenn 
ich z.B. über einen Punkt X dimme, schaltet der Stromstoßschalter auf 
die andere Hälfte um.

d) Alternative Frage: Würde denn hier bei jedem Einschalten die jeweils 
andere Hälfte angehen? Also so: aus…ein-1…aus…ein-2…aus…ein-1…



Was meint ihr, geht der Ansatz nach c) ?
Welche Alternativen möglichkeiten habe ich, das über die EINE Leitung zu 
realisieren?

Liebe Grüße und vielen Dank vorab,

Kai

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von Cyborg (Gast)


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Kai R. schrieb:
> c) Beim „Einschalten“ geht eine Hälfte an und wenn ich z.B. über einen
> Punkt X dimme, schaltet der Stromstoßschalter auf die andere Hälfte um.

Der Eltako (so heißt das Stromstoßrelais umgangssprachlich) wird mit
dem Dimmer nicht arbeiten und unter permanenter Spannung würde ich den
auch nicht betreiben.

> d) Alternative Frage: Würde denn hier bei jedem Einschalten die jeweils
> andere Hälfte angehen? Also so: aus…ein-1…aus…ein-2…aus…ein-1…

Wenn der Schalter ein Taster ist, würde nach dem Umschalten des Eltakos
die jeweilige Lampe wieder ausgehen, wenn man den Taster wieder los 
lässt. Bei einem Schalter hast du wieder das Problem mit dem ständig 
unter Strom stehenden Eltakos. Geht also auch nicht. Könnte man nur 
lösen wenn man
einen Eltako hätte, der auch unter Strom stehen darf.

von Kai R. (blubstar)


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Hallo Cyborg,

ja genau, das mit dem "langen Tasten" ist das Problem.

Habe jetzt einen Schritt "zurück" gedacht, weg vom Tasten, hin zum 
Schalten. Die Lösung lautet: ein Eltako, der ständig unter Strom stehen 
darf ist ein ... Relais. Na gut, näherungsweise.

Z.B. das hier: 
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/0a65/0900766b80a6526c.pdf

Spulenspannung 230V~
Max. Impulse Duration: 1h -- na immerhin.

Aber mit nur einer Leitung wird das trotzdem nix.
Vielleicht kann ich über einen kleinen Trafo (eine Wicklung primär, 
direkt das Lampenkabel -- 20 Wicklungen sekundär) irgendwie direkt ein 
Relais ansteuern, das dann hoffentlich über eine geeignete 
Hysterese-Kurve verfügt. Wirkt aber komplex und arg bastlerisch. Ist ja 
immerhin 230V.
Funk ist eine Alternative, aber TEUER.


Hab außerdem gemerkt, dass das hier evtl. das falsche Forum ist. Es 
heißt ja "Mikrocontroller" und bei mir ist gar keiner dabei.

Trotzdem vielen Dank,

Kai

von oszi40 (Gast)


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Kai R. schrieb:
> ein Eltako

Im letzten Jahrtausend habe ich das so gelöst: Eltako mit mehreren 
Schaltzuständen Knopfdruck Aus->Ein links-> Beide-> Ein rechts -> AUS. 
Heute würde ich an der Decke wahrscheinlich ein Funkmodul montieren und 
den alten Schalter lassen. Bei ELV.de könnte was zu finden sein.

von Hubert M. (hm-electric)


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Bei Eltako gibt es so ein Stufenrelais: Bei Jedem Tasten passiert das: 
(Ausgangsstellung Aus)
Tast: linker Kanal an, rechter aus
Tast: rechter Kanal an, linker aus
Tast: beide Kanäle an
Tast: aus

von posti (Gast)


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Hi

Was aber nicht hilft, da der Tastdraht gleichzeitig der Versorgungsdraht 
ist.
Oder man müsste eine Art FlipFlop aufbauen: Schaltzustand ändern, in 
Selbsthaltung gehen und Verbraucher durch schalten.
Nach AUS müsste der Alt-Zustand bekannt sein, da ich sonst nicht 
'um'schalten kann - dafür scheint mir ein 'Eltako' durchaus brauchbar.

Vor den Eltako kommt ein Multi-Funktionsrelais, Anzugverzögert.
Nach einer Sekunde wird die Spule des Eltako getrennt.
So haben wir beim Einschalten ggf. den Effekt, daß eine Lampe 
'aufblitzt' und dann die Andere angeht, aber die Grundfunktion wäre 
gegeben.

Wenn das Multi-Relais 2 Kontakte hat, könnte man die 'Durch-Schaltung' 
auch um ne halbe Sekunde verzögert erst frei geben - dadurch hat der 
Eltako Zeit umzuschalten und die 'Alt-Lampe' bekommt keinen 
Vorher-Strom.

MfG

von Chris K. (kathe)


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2 Lampen über eine Draht hatten wir schon mal
Beitrag "Re: 2 Lampen über 2-Draht Leitung schalten"
und hier
Beitrag "Re: Zwei Lampen über ein L"
Eltako ESR61M-UC
entspricht deiner  01_02 D Verkabelung.

Ob es mit dem universal Phasendimmer auch funktioniert kann ich dir 
nicht sagen da die Steuerspannung 8-230V UC (AC oder DC egeal) ist.
Einfach mal die Anleitung dazu lesen.

oder den
Eltako Universaldimmer EUD61NPN-UC
noch dazu passend verkabeln und fertig.


Gruss Chris

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von Chris K. (kathe)


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Hab nochmal nachgeschlagen:
ESR61M-UC ist nicht geeignet aber deine Lösung wird erwähnt
Dieses Relais ist nicht zur Rückmeldung mit der Schaltspannung eines 
Dimmschalters geeignet.
Hierzu nur die Relais ESR12DDX-UC, ESR12NP-230 V+UC oder ESR61NP-230 
V+UC verwenden.

Irgendwie ist da nicht das passende dabei, aber genauere Details darfst 
du gerne Selber nachschlagen vielleicht ist ja doch irgendetwas Möglich 
mit den Vorgeschlagenen Komponenten.

Gruss Chris

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von Jobst Q. (joquis)


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Mit einem Einschaltwischer Zeitrelais, das beim Einschalten einen Impuls 
für das Stromstoßrelais erzeugt, müsste es funktionieren.

https://www.reichelt.com/Zeitrelais/FIN-80-21/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=74904&GROUPID=7649&artnr=FIN+80.21&SEARCH=%252A

von Chris K. (kathe)


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Hallo joquis

super Idee an so was hab ich noch nicht gedacht.

Ich bin gespannt welche Lösung blubstar findet.
Auch interessant ist das Feedback des Fachhandels.
Hoffentlich bekommen wir Rückmeldung wie die Lösung aussieht.

So was könnte ich bei mir zu Hause auch vorstellen denn ich muss noch 
ein Raum auf Normal / Nachtlich umrüsten und manchmal ist halt das 
Nachtlicht doch noch zu hell und in der Lampen Zuleitung ist halt nur 
ein L also muss die Umschaltung und Dimmung in der Lampe erfolgen.

In meiner aktuellen Lösung Lampe für normale Zimmerbeleuchtung und 
einfachem RGB Led Strip muss ich halt die Fernbedienung in die Hand 
nehmen und dimme damit die Helligkeit für die Nachtbeleuchtung herunter 
die Helligkeitsänderung für das Taglicht ist nicht Möglich.

Gruss Chris

: Bearbeitet durch User
von Kai R. (blubstar)


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Hey Jobst Quis,

das mit dem Zeitrelais ist eine SUPER-Idee. Das probiere ich aus ...

... und werde berichten. Aber gedultet Euch, ich hab nicht viel Zeit.

Liebe Grüße,

Kai

von Kai R. (blubstar)


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So,

heute Nacht gegrübelt, heute früh gezeichnet (PowerPoint):

Schaltbild mit

1x Finder Zeitreiais "Einschaltwicher" 80.01.0.240.0000 
(http://www.finder-relais.net/de/finder-relais-serie-20.pdf)

1x Finder Stromstoßrelais 20.23.8.230.0000 
(http://www.finder-relays.net/de/finder-relais-serie-80.pdf)

So in etwa müsste das dann ja aussehen, oder?


Fraglich noch, wann die Releais anspringen. Dazu zwei 
"Stromverlaufskurven" über die Zeit bei verschiedenen Dimmerstelungen.
Bei "früh" kann ich den unteren Bereich nicht dimmer, bei "spät" den 
oberen nicht. Schlimmstenfalls ist es in der Mitte und es springt immer 
hin und her. Noch schlimmerenfalls springen die Relais unterschiedlich 
an, d.h. der Stromstoß vom EInschaltwischer kommt zu einem Zeitpunkt, da 
das Stromstoßrelais noch gar nicht genug Power (vom Dimmer) hat und es 
passiert ... gar nichts.

Best Case: die springen erst "ganz oben" an, da wo Lampen sowieso viel 
zu hell sind. Aber das muss ic wohl ausprobieren.


Noch irgendwelche Tipps, bevor ich loslege?


Liebe Grüße und schonmal allerbesten Dank,

Kai

von Jobst Q. (joquis)


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Die Zeitrelais haben ja laut Datenblatt einen Multispannungseingang von 
24-240V AC/DC. Das heißt, sie passen sich der Spannung, die geliefert 
wird an. Da es für AC geeignet ist, wird es einen Gleichrichter und eine 
Siebung geben, dass nicht gleich jeder Nulldurchgang als AUS gewertet 
wird.

Der einstellbare Zeitbereich fängt bei 0,1 sek an, dass wären immer noch 
10 spannungsführende Impulse beim Dimmen. Sinnvoll für den Betrieb des 
Stromstoßrelais wären 1-2 Sekunden.

Die Chancen, dass es funktioniert, stehen also garnicht so schlecht. 
Höchstens in der Minimalstellung beim Dimmen könnte es beim Start 
Probleme geben. Ich würde es einfach mal ausprobieren. Notfalls musst du 
dir halt angewöhnen, zum Umschalten den Dimmer hochzudrehen.

von Kai R. (blubstar)


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Habe soeben beide Relais bestellt. Melde mcih wieder ...

von Kai R. (blubstar)


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Hey Jobst Quis,

das ist ja genial. Du beschreibst ja die Situation, die ich als 
schlimmste aller Möglichkeiten nannte.

Aber natürlich ist es die BESTE. Weil nämlich vmtl. die Relais bei 
unterschiedlichen Dimmstufen schalten, passiert beim normalen Dimmen GAR 
NICHTS, außer dass es natürlich normal dimmt. Das Umschalten geht dann 
einfach: Dimmer voll aufdrehen, aus, an, fertig.

Wie gesagt, ich wer'd probieren und mich wieder melden.

Danke,

Kai

von Chris K. (kathe)


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Ich bin gespannt auf deine Antwort und Lösung.

Vielleicht sollten wir die verschiedenen Lösungen für das
Szenario 2 Lampen über ein L schalten mal in einem Artikel festhalten.

Ich bin mit meinem Eltako ESR61M-UC auf jedenfall dabei.
Auch wenn ich mal die verschieden Stellungen welche in der Anleitung 
nicht ganz ersichtlich sind durchteste.

Gruss Chris

: Bearbeitet durch User
von Kai R. (blubstar)


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So, der Enthusiasmus schwindet, die Fragen kommen.

Vor allem diese: Wie verhält sich denn der Finder Stromstoß-Schalter 
20.23.8.230.0000 bei Spulen-Nenn-Spannungen unterhalb des 
Arbeitsbereiches von 0.85 x Un? Macht er dann gar nichts oder MAG er es 
gar nicht? Fängt das Relais evtl. sogar an zu oszillieren, wenn ich bei 
einer bestimmten Dimmstufe einschalte? Fackelt dann alles ab? Dazu sagt 
das Datenblatt nichts.

Ich hab die "zulässige Spulen-Nennspannung" mal bei Eltako und Finder 
angefragt. Mal sehen, ob und was von dort kommt.

von Harald W. (wilhelms)


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Chris K. schrieb:

> Vielleicht sollten wir die verschiedenen Lösungen für das
> Szenario 2 Lampen über ein L schalten mal in einem Artikel festhalten.

In einem anderen (älteren) Thread habe ich mal gelesen, das in
der DDR "Serienschalter-Stromstossrelais" weit verbreitet waren.
Eigentlich sollten ein paar von diesen Dingern in irgendwelchen
Kellern die "Wende" doch überlebt haben. Falls irgendwer da noch
Restbestände hat, wäre ich auch an ein oder zwei solcher Relais
interessiert.

von Jobst Q. (joquis)


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Kai R. schrieb:
> Fängt das Relais evtl. sogar an zu oszillieren, wenn ich bei
> einer bestimmten Dimmstufe einschalte? Fackelt dann alles ab? Dazu sagt
> das Datenblatt nichts.

Die 1-2 Sekunden Impuls werden nicht reichen zum Abfackeln.

Wenn sich nichts tut: Ausschalten - Hochdimmen - Einschalten - 
Runterdimmen. Bei einfachen Lösungen für komplizierte Probleme muss man 
manchmal Kompromisse machen.

von Chris K. (kathe)


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Harald W. schrieb:
> In einem anderen (älteren) Thread habe ich mal gelesen, das in
> der DDR "Serienschalter-Stromstossrelais" weit verbreitet waren.
> Eigentlich sollten ein paar von diesen Dingern in irgendwelchen
> Kellern die "Wende" doch überlebt haben. Falls irgendwer da noch
> Restbestände hat, wäre ich auch an ein oder zwei solcher Relais
> interessiert.

Mich wundert nichts das es das dort auch gab.

Wo ist der Thread?

Ich hab auch Interesse an solch einem Relais.

Alleine schon für die Dokumentation in einem Artikel.

Da die Bestellung von blubstar sicherlich noch nicht angekommen sein 
kann ist warte ich auf jedenfall auf die Rückmeldung
und keine Sorge die paar zusätzlichen Relais Klapper machen nichts aus
und unter der Nennspannung sollte doch auch nichts passieren außer das 
ein paar ma die Spule etwas erwärmen und das Relais noch nicht anzieht.

Vielleicht spielen die Relais ja einfach nur eine Melodie. ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=bmGg3NWhfN8

von Kai R. (blubstar)


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Ich habe Antwort von Finder, aber eigentlich weisen Sie nur auf 
Fertigungstoleranzen im Arbeitsbereich hin, während ich ja nach der 
"Robustheit im Nicht-Arbeits-Bereich" fragte. Hier der Text:

"Der Arbeitsbereich ist der Bereich in dem Finder garantiert, dass die 
Spule unter Berücksichtigung der Umgebungstemperatur zuverlässig 
betrieben werden kann.
Es kann aber sein, das der Bereich größer ist. Vor allem wenn die 
Temperatur niedriger ist. Das können wir aber nicht garantieren, da wie 
gesagt das von Gerät zu Gerät abweichen wird."

Damit wird meine Frage genau nicht beantwortet. Aber egal.


Heute Abend habe ich hoffentlich Zeit und werde einen Testaufbau machen. 
Da werde ich auch mal das Stromstoßrelais bei verschiedenen Dimmstufen 
beobachten und den Spulenstrom messen.

Melde mich wieder. Liebe Grüße,

Kai

von Kai R. (blubstar)


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Ich habe heute einen Testaufbau gemacht. Und was soll ich sagen? 
Zweierlei:

1. ES GEHT

2. Es ist SEHR LAUT (*)

Normalerweise sagen Bilder ja mehr als 1000 Worte, aber diese Schaltung 
hat ja eine eigene Dynamik. Daher gibt es Videos.

mit Licht: https://youtu.be/P64UyLX6U7w
(Zeitrelais sehr laut)

ohne Licht: https://youtu.be/oZlVZvrB0D8
(Zeitrelais stumm)

(*) Info: Ich habe jeweils 1 LEDs mit 4,5 Watt dran. Dafür auch der 
schöne neue Dimmer.

Kommentar: Den einen "Aussetzer" bei 55 Sekunden im "Licht-Video" konnte 
ich nicht noch einmal reproduzieren. Vmtl. konnte der Stromstoß das 
Relais genau "zur Hälfte" schalten, also die eine Seite aus, die andere 
nicht an.



Fragen:
* Wie bekomme ich das Zeitrelais leise? Warum ist es so laut? Liegt das 
an den LEDs?
* Muss der Stromstoßschalter so fürchterlich "schnackeln"? Das hat ja 
nun mit den LEDs nix zu tun, weil der ja auch schnackelt, wenn gar keine 
Lampen dran sind (dazu das Video ohne Licht)
* Ist das ganze vielleicht doch nicht so Dimmer-Kompatibel bzgl. der 
Lautstärke? Kann man den Phasenan/abschnitt irgendwie "glätten"?

Jaja, ich weiß: von "soll leise sein" habe ich ganz am Anfang nichts 
geschrieben. Aber so nimmt mir das meine Frau nicht ab.

Ich könnte jetzt noch mehr LEDs anschließen oder eine Glüh-Birne 
(irgendwo im Keller), etc., aber das schaffe ich heute nicht mehr. Für 
die angekündigte Strommessung hat es auch nicht gereicht. Aber ich denke 
bei der eingestellten 1 Sekunde kann nix abrauchen.


Was, glaubt ihr, bringt den besten Effekt?

Liebe Grüße,

Kai

: Bearbeitet durch User
von Cyborg (Gast)


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Kai R. schrieb:
> Aber ich denke
> bei der eingestellten 1 Sekunde kann nix abrauchen.

Und dafür willst du deine Hand für ins Feuer halten?

Kai R. schrieb:
> * Wie bekomme ich das Zeitrelais leise? Warum ist es so laut? Liegt das
> an den LEDs?
Da darin wohl auch nur ein Relais verbaut ist und die nun mal brummen
(Luftspalt vom Eisenkern) wird das kaum gelingen, aber ein Wunder würde
ich nicht ausschließen.
> * Muss der Stromstoßschalter so fürchterlich "schnackeln"? Das hat ja
> nun mit den LEDs nix zu tun, weil der ja auch schnackelt, wenn gar keine
> Lampen dran sind (dazu das Video ohne Licht)
Das wird das gleich Problem mit einem Luftspalt sein und wenn die
Spule ständig unter Strom steht, dann schnackelt es eben. Der
Phasenanschnitt ist vom Signalverlauf auch recht hart, statt des
weichen Sinus. Das verschlimmert das Problem leider.
> * Ist das ganze vielleicht doch nicht so Dimmer-Kompatibel bzgl. der
> Lautstärke? Kann man den Phasenan/abschnitt irgendwie "glätten"?
Durch die Dauerbestromung wird man das schnackeln nicht weg bekommen.
Allerdings könnte eine Lösung wäre, wenn man eine inverse Logik 
verwendet
und davor geschaltete Relais, denen eine Dauerbestromung nichts aus 
macht.
Mit ist kein Verfahren bekannt, eine Phasenanschnittsteuerung so zu 
pimpen, dass sie deinen Wünschen entspricht.

Anmerkung: Den gelb-grünen Draht wirst du, wie im Video, doch wohl
nicht so nachher benutzen? Als Schaltdraht ist der Tabu.

von Jobst Q. (joquis)


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Kai R. schrieb:
> (Zeitrelais sehr laut)

Da hätt ich ja eher getippt, dass es das Stromstoßrelais ist, das 
schnarrt.
Wenn ja, könnte man vielleicht eins mit 24V DC nehmen und ein Netzteil 
dazwischen, das auch bei gedimmtem Eingang genug liefert.

von Kai R. (blubstar)


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OK, ich war nicht ganz präzise:
Das STROMSTOSS-Relais "schnackelt" in beiden Videos während des 
Stromstoßes.
Das Zeitrelais brummt nur im Video mit angeschlossener Last. Im 
"dunklen" ist es stumm.


Langform:

Klar, das Stromstoß-Relais ist das, was sehr laut schnackelt. Damit kann 
ich aber leben, weil es immer nur diese eine Sekunde schnackelt, weil 
die Spule ja immer nur 1 Sekunde unter Strom steht. Daher passt Cyborgs 
Kommentar zum Stromstoßrelais auch nicht.

Was viel mehr stört ist das dauerhafte Brummen bzw. Surren des 
Zeitrelais. Auch hier passt Cyborgs Kommentar zum Eisenkern in der Spule 
insofern nicht, als dass es ja ohne angeschlossene Lampen NICHT brummt, 
obwohl der Eisenkern immer noch da ist :-)

Und zur SIcherheit dazu: NATÜRLICH würde ich NIEMALS ein gelb-grünes 
Kabel in der finalen Installation so verbauen. Aber für den Test hatte 
ich gerade kein anderes.

: Bearbeitet durch User
von Kai R. (blubstar)


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So, jetzt noch ein Test OHNE Dimmer (darauf bin ich gestern nicht mehr 
gekommen): https://youtu.be/cmZA2hFY6_8

Ohne Dimmer ist es so:
* Zeitreleis (ZR) brummt nicht
* Stromstoßrelais (SSR) schnackelt nicht ...
* ... und schaltet quasi sofort (es gibt eine minimale 
Einschaltverzögerung, die aber auf dem Video kaum zu sehen ist)

Fazit: ohne Dimmer ist es schön leise und schön schnell.

Anbei noch eine Tabelle (kann man hier formatierten Text einbringen?)

Interessant: Der vollaufgedrehte Dimmer verhält sich NICHT wie ein 
geschlosseren Schalter.


Ich müsste also irgendwie den Relais den Phasenschnitt "vorenthalten". 
Aber wie?


Kai

: Bearbeitet durch User
von Kai R. (blubstar)


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Update: natürlich brummt ZR am Dimmer immer, also auch bei 25% --> höre 
hier bei ab Sekunde 32: https://youtu.be/P64UyLX6U7w

Hier nun aktualisiert als ASCII-Tabelle:

-----------------------------------------
|Umsch. |   ZR brummt   |SSR schnackelt |
|       | offen |  LED  | offen |  LED  |
-----------------------------------------
|Schalt |  n    |  n    |  n    |  n    |
|D ~25% |  n    |  ja   |  n ** |  n ** |
|D ~70% |  n    |  ja   | jn ***| jn ***|
|D 100% |  n    |  ja   |  ja   |  ja   |
-----------------------------------------

* Schnackeln nur beim Umschalten (Dimmer aus-ein) durch Impuls vom ZR, 
danach natürlich nicht mehr weil Spule stomlos

** beim Dimmer ~25 schnackelt das SSR nicht, schaltet aber auch nicht

*** jn = jain heißt: SSR schnackelt zwar, schaltet aber nicht um
(0,7 Dimmer reicht nicht ganz)


Also: Womit kann man die harten Sprünge beim Phasenschnitt für die 
Relais glätten, filtern, drosseln, etc.?


Danke,

Kai

: Bearbeitet durch User
von Kai R. (blubstar)


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Hmm, hab ich was falsch gemacht? Eine Woche und keiner meldet sich.

Na gut, irgendwie ist ja zumindest eines gezeigt: die Kombi aus 
Zeitrelais und Stromstoßrelais funktioniert grundsätzlich und ist 
praktisch für alle, die mehrere Lampen über eine Leitung schalten wollen 
bzw. müssen. Nur ist es wegen des harten Ab/Anschnitts nicht 
dimmer-geeignet.

Aber vielleicht hat jemand von Euch doch noch eine Idee?

von Zeno (Gast)


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Harald W. schrieb:
> In einem anderen (älteren) Thread habe ich mal gelesen, das in
> der DDR "Serienschalter-Stromstossrelais"

Serienschalterstromstoßrelais gibt es jetzt auch noch, sogar mit 
verschiedenen Steuerspannungen - habe ich auch bei mir verbaut.

von Kai R. (blubstar)


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OK, ich will noch einen Versuch wagen mit einem Gleichstrom-Relais 
hinter einem einfachen Kondensatoretzteil.

Ich nehme das Finder mit 110V= und bemesse das Netzteil mit dem Tool von 
hier: http://www.electronicdeveloper.de/SpannungKondRV.aspx. Die 110V 
und 47mA nehme ich aus dem Finder-Datenblatt.

Aufbau und Werte im Anhang.

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