Hallo, ich wollte mal fragen warum der aktuellste Raspberry 3 immer noch auf DDR2 setzt?
Falls es dir auf hohe Geschwindigkeit ankommt, war das Raspberry Pi schon immer die falsche Wahl.
Nein ich meine jetzt mal unabhängig von der Geschwindigkeit oder so. Warum hat ein SBC, auf dem immerhin ein Quad-Core Cortex A53 drinnen ist nur ein DDR2-Interface? DDR3 ist ja schon seit Jahren standard eigentlich für SoCs. Was denken sich Designabteilungen, die ein SoC mit so einer dicken CPU machen dabei, dass sie nicht ein aktuelles Speicherinterface verbauen. Das war so mein Gedanke. Ich selber nutze den Raspberry nicht, ich habe das eben nur zufällig gelesen und will wissen, warum sich irgendwelche Leute bewusst dafür ausgesprochen haben? Preisgründe, dass DDR2 günstiger wie DDR3 ist? Naja denke eher nicht oder?
Weil Restbestände von DDR2 billig verfügbar und IP-Core für Speichercontroller billiger als bei DDR3?
>Was denken sich Designabteilungen, die ein SoC mit so einer dicken CPU >machen dabei, dass sie nicht ein aktuelles Speicherinterface verbauen. Die "dicke" CPU ist so langsam dass sich DDR3 nicht lohnt.
Robert schrieb: > Preisgründe, dass DDR2 günstiger wie DDR3 ist? Naja denke eher nicht > oder? Doch, genau das. Deswegen musst du die Lizenzen fuer den MPEG-2 und VC-1 Codec extra kaufen (zusammen ca. 5 Euro). Das wurde extra so gemacht, mit der Begruendung, dass das ganze ja sonst "zu teuer" waere.
Ist alles Quatsch. Das ist LPDDR2. Das hat mit normalem DDR2 nur am Rande zu tun. DDR2 ist wesentlich teurer als DDR3 weil es fast nur noch für Industrielle Anwendungen nachgefragt wird.
Ich zitiere gerade mal aus folgendem Thread: Beitrag "VGA Anschluss bei "modernen" Geräten" -------Zitat von 2⁵ (Gast)------- Rufus Τ. F. schrieb: > Nö, das ist ein Smartphone-SOC. Nein, ist es nicht. Der ursprüngliche SOC war wohl mal für SetTop Boxen oder für Smartphones gedacht. Das Hauptproblem, dass der SOC kein GBit Ethernet, SATA oder mehr Hauptspeicher bekommt, liegt daran, dass es in Wirklichkeit ein Videoprozessor (VideoCore) mit angeflanschtem ARM Prozessor ist. Der ARM Prozessor konnte problemlos aktualisiert werden (-> Cortex-A7 im Pi2 bzw. Cortex-A53 im Pi3), aber die Entwicklung vom Video Prozessor, der nebenbei die Schnittstellen und den Pfad zum Hauptspeicher bereitstellt, liegt brach. Ein neuer Cortex kommt direkt von ARM, aber den VideoCore müsste Broadcom selbst aktualisieren. Nur wurde das Entwicklerteam schon vor Jahren aufgelöst, da sich Broadcom aus dem Smartphone Markt zurückgezogen hat. Irgendwo auf den rpi.org Foren hat Eben Upton geschrieben, dass es wohl eine ziemliche Arbeit war, die Brodcom Manager zu überzeugen, den RPi3 SOC zu produzieren. Der wird wohl mehr oder weniger nur im RPi3 eingesetzt. https://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-8-Wie-es-mit-...
Danke fürs Zitat. Leider ist der Link verstümmelt: https://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-8-Wie-es-mit-dem-Raspberry-Pi-weitergeht-3150082.html
sysbench --test=memory --num-threads=4 run sysbench --test=cpu --num-threads=4 run liefert nachvollziehbare ergebnisse auf raspberry und pc-hardware. in der performance mit einem alten dual core und 6mb caches ist es so, dass der schnellere prozessor in single-core die show macht. ddr3 oder ddr4 dual-channel ram oder interleaved bringt bei grossem speicherbedarf manchmal faktor 2 oder faktor 3 in der ausführungsgeschwindigkeit. bei durchschnittsanwendungen spielt es keine rolle. so ein amd-kabini für 70 euro alles zusammen ist im extremfall 50 mal schneller als ein raspi 3 bei vergleichbarem preis. 90% der zugriffe spielen sich in den caches ab, der schnellere speicher ist "praktisch wurscht".
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