Hallo Leute,
ich wollte mal eine realistische Einschätzung über meinen Marktwert
haben.
Bin jetzt so in der Endphase meines Studiums und bekomme öfters mal mit,
was ehemalige Studienkollegen so an Gehälter nun bekommen. Teilweise mit
Staunen, teilweise mit Entsetzen.
Drum mal kurz zu mir: Aktuell 23 Jahre alt, habe jetzt mein letztes
Mastersemester. Schreibe dann jetzt noch meine Masterarbeit.
Habe an einer TU9-Universität technische Informatik studiert.
Dann mal kurz zum beruflichen:
Arbeite jetzt insgesamt schon seit knapp 2 Jahren als Werkstudent.
War am Anfang bei einem Automobilzulieferer im Bereich Infotainment
unterwegs, habe dort ein halbes Jahr lang Softwareentwicklung gemacht,
hauptsächlich C++ für ein embedded Linux System.
Danach bin ich zu einem kleineren Mittelständler gewechselt und war dort
im Bereich Hardwareentwicklung unterwegs (bzw. bin es noch)
Allerdings werde ich dort jetzt aufhören, da ich meine
Masterabschlussarbeit (auch im Bereich Hardwareentwicklung) bei einer
anderen Firma schreiben werde (DAX-Konzern).
Auslandssemester habe ich keines gemacht. Allerdings würde ich mein
Englisch als recht brauchbar bezeichnen, zumindest war es so gut, dass
es in den Firmen in denen ich war, zur Kommunikation völlig ausreichend
war.
Mal Kurz zu meinen Fähigkeiten:
Hardwareentwicklung ist etwas, das mir ganz gut liegt.
Habe bisher schon so bis 6 Layer PCBs gemacht mit Impedanzkontrolle,
FPGAs, diversen Mikrocontrollern etc.
Kenne mich ebenfalls mit analoger Schaltungstechnik ganz gut aus.
Habe schon diverse Projekte u.a. mit Bluetooth, WLAN, Ethernet, SDRAM,
modernen Arm-Cortex Mikrocontrollern, Audio gemacht.
Von der Softwareseite her bin ich auf jeden Fall mit C/C++ und VHDL sehr
vertraut. So Sachen wie U-Boot Linuxkernel bauen DeviceTree anpassen
oder mal einen Character-Device Treiber für selbst geschriebene
Hardwarebeschleuniger schreiben bereiten mir auch keine Kopfschmerzen.
Natürlich ist es mir klar, dass das Gehalt am Ende auch etwas von der
Firmengröße und vom Standort abhängt. Und auch bin ich noch nicht mit
meiner Masterarbeit durch.
Aber ich denke es sollte für eine Einschätzung ca. reichen, sobald es
zum Berufseinstieg dann kommt.
Danke
Wichtigste Info, die noch fehlt: wo willst du anfangen?
Ansonsten wirst du wohl Gehälter zwischen 45 und 75k geboten bekommen.
Tipp: Entscheide dich für mehr Gehalt, da in Firmen, die besser zahlen,
normalerweise auch die Stimmung besser ist.
Standort wäre ich soweit erstmal flexibel. Ich würde für den Job ggf.
umziehen.
In Frage kämen für mich entweder die Speckgürtel rund um
München/Stuttgart/Frankfurt...
Ralf schrieb:> Ich würde für den Job ggf.> umziehen.
Viel Spaß beim Schlange stehen. Du wirst nicht allein sein
und wenns dann noch eine andere Stadt ist, musst du dir erst mal
eine Übergangslösung überlegen. Da ist die Jobsuche sogar eher
ein Klacks, wenn man es richtig macht.
nfet schrieb:> Wichtigste Info, die noch fehlt: wo willst du anfangen?> Ansonsten wirst du wohl Gehälter zwischen 45 und 75k geboten bekommen.
Angesichts des Umstandes, dass seöbst Entwicklern mit 5 Jahren Erfahrung
oft kein 75 angeboten werden, würde Ich seine Grenze auf 60k setzen.
Mehr muss keiner zahlen für einen Anfänger, der noch keine
Industrieentciklung gemacht hat. 80% von dem unterscheiden sich nämlich
von dem, was einer in Eigenstudium mit Platinen bastelt.
Das mussten schon einige lernen!
Ich würde 60k fordern und mich mit 55k zufrieden geben, wenn es eine
gute Firma ist. Mehr als 60k bekommen Anfänger nur, wenn sie wirklich
was Besonderes können und die Firma das unbedingt haben will.
Mein Beispiel war ein HF-Spezialist, der auf dem Gebiet promoviert
hatte, neben der Promo halbtags als Softwareentwickler tätig war. Der
ist mit knapp 70k angestellt worden.
Ein anderer hat 65k bekommen und zwar ohne jede Sonderbegabung in
Software oder Elektro, aber sie haben ihn genommen, weil er absolut gut
Spanisch konnte und so mit der Niederlassung kommunizieren konnte, wo
massenweise billige Elektronikintenieure rekrutieren.
Preisfrage: Ein billiger Elektroingenieur baut dir ein schlechtes Gadget
pro Jahr. Was bauen dir 10 billige Elektroingenieure?
Antwort: Nein, es ist nicht ein gutes Gadget pro Jahr. Es sind 10
schlechte Gadgets pro Jahr.
Claymore schrieb:> In Bayern würdest du in einem IGM-Betrieb mit EG9 eingestuft> werden. Bei> 40h-Woche wäre das schon über 60k.
Bei uns sogar EG10 (Junior Entwickler mit Masterabschluss)
Also jetzt mal ehrlich, Du willst mit 24 und TU-Master irgendwo arbeiten
und hast nebenbei schon mehrere Jahre Erfahrung: Wer soll denn überhaupt
noch einen Top-Job bekommen, wenn nicht Du.
Also Tarif-Ende sollte in den nächsten 3-4 Jahren drin sein.
Wichtig ist bei der ersten Stelle nur, dass du wirklich irgendwas
expressionistisch machst und nicht in mehrjährigen Prozessen zur
Änderung einer Zeile Code gefangen bist.
Du scheinst wohl alles richtig gemacht zu haben. Mit 23 im letzten
Master-Semester deutet darauf hin dass du mit ca. 18 den Bachelor
angefangen hast (bei 6 Semester Regelstudienzeit). Wie ist denn die
Bachelor-Note gewesen und wie wird die Master ungefähr? Ich denke wenn
du Glück hast könntest du dann in dem DAX-Konzern bleiben, aber ich
würde deinen Marktwert selbst nochmal weiter austesten: Bewerb dich mal
in verschiedenen Unternehmen. Lasse dich auf die Gespräche ein, übe und
wenn es dann am Ende zur Frage kommt, erwähnst du deine guten Leistungen
und Berufserfahrungen usw. und nennst dann einfach mal 60k oder 65k. Ich
würde große Unternehmen bevorzugen, aber versuch es doch mal auch bei
kleinen. Dort kannst du evtl. mit 70k anfangen. Du wirst schnell merken
wo dein Marktwert liegt -> jedes Unternehmen hat so seine eigenen
Vorstellungen. Da du aber den Anschein machst gut zu sein, werden die
versuchen dich zu bekommen und lassen sich evtl. darauf ein. Wenn der
erste dir zusagt mit 65k z.B. dann weißt du ungefähr wo es lang geht.
Lass dich hier nicht von Leuten entmutigen, nutze deine Chance jetzt und
teste es aus, denn sonst wirst du es nie erfahren was dein Marktwert
nach dem Studium war.
Absagen kannst du ja immer noch.
NurGast schrieb:> Du scheinst wohl alles richtig gemacht zu haben. Mit 23 im letzten> Master-Semester deutet darauf hin dass du mit ca. 18 den Bachelor> angefangen hast (bei 6 Semester Regelstudienzeit). Wie ist denn die> Bachelor-Note gewesen und wie wird die Master ungefähr? Ich denke wenn> du Glück hast könntest du dann in dem DAX-Konzern bleiben, aber ich> würde deinen Marktwert selbst nochmal weiter austesten: Bewerb dich mal> in verschiedenen Unternehmen. Lasse dich auf die Gespräche ein, übe und> wenn es dann am Ende zur Frage kommt, erwähnst du deine guten Leistungen> und Berufserfahrungen usw. und nennst dann einfach mal 60k oder 65k. Ich> würde große Unternehmen bevorzugen, aber versuch es doch mal auch bei> kleinen. Dort kannst du evtl. mit 70k anfangen. Du wirst schnell merken> wo dein Marktwert liegt -> jedes Unternehmen hat so seine eigenen> Vorstellungen. Da du aber den Anschein machst gut zu sein, werden die> versuchen dich zu bekommen und lassen sich evtl. darauf ein. Wenn der> erste dir zusagt mit 65k z.B. dann weißt du ungefähr wo es lang geht.> Lass dich hier nicht von Leuten entmutigen, nutze deine Chance jetzt und> teste es aus, denn sonst wirst du es nie erfahren was dein Marktwert> nach dem Studium war.> Absagen kannst du ja immer noch.
Erstmal danke für die Antworten.
Teilweise ist das ja deutlich mehr als ich erwartet hatte um ehrlich zu
sein.
Ja es war in etwa so: G8, Abi mit (ende) 17.
Danach direkt an die Uni.
Studium lief jetzt auch nich wahnsinnig perfekt. Habe für den B.Sc. 7
Semester gebraucht, hatte ihn aber mit 21 fertig.
Schnitt belief sich auch gar nicht so gut, nämlich auf 2,7.
Danach direkt den Master weiter jetzt. Werde hier voraussichtlich auch
wieder ein Semester länger brauchen.
Da ich ein Student bin, der dem Vorlesungsgehen nichts abgewinnen kann,
dachte ich, ich fülle die Zeit eben mit Werkstudententum auf (da viel
leere ungenutzte Zeit sonst unter der Woche).
Muss ehrlicherweise zugeben, dass mir das für meine Entwicklung aber
bedeutend mehr gebracht hat als die Uni, weil ich gut gemerkt habe, was
so meine Richtung werden wird und auch einen guten Eindruck bekommen
habe, was in der Industrie wirklich interessiert und relevant ist.
Dementsprechend habe ich mir deswegen die letzten zwei Semester auch
noch ein paar (Praxismodule) passend gewählt vertiefend Richtung
Schaltungstechnik/FPGAs und embedded Programmierung.
Davon abgesehen interessiere ich mich eben auch schon irgendwie mein
ganzes Leben lang für Elektronik und mache in meiner Freizeit als
Hobbyist auch hier und da mal ein paar Projekte..
Nun denn. Danke nochmals.
Das sind die üblichen Absolventeneinstufungen für Einsteigerpositionen
in einem IGM-Betrieb:
ERA BY 9a im ersten Jahr: 50k€ @ 35h
ERA BY 10a im ersten Jahr: 56k€ @ 35h
(Grundentgelt * 12,95; beide Werte mal 8/7 für 40h Werte)
Das sind die oberen Hausnummern an denen du dich orientieren kannst. Bei
nicht IGM-Betrieben, kannst du diese Werte für 40h annehmen. Als Master
sollte man 2017 nicht mehr für unter 50k€ @ 40h einsteigen, außer man
hat echt nichts zu bieten, dann nimmt man was man kriegt.
Ich biete zwei Ziegen 6 und ein Schaf..
Den Marktwert ist genau der Preis für den du dich verkaufst.
Als Anfänger solltest du eher darauf schauen dass du dazulernen und
Erfahrungen sammelst.
Hast noch genug Zeit um reich zu werden..
Ralf schrieb:> Natürlich ist es mir klar, dass das Gehalt am Ende auch etwas von der> Firmengröße und vom Standort abhängt.
Und auch die Branche bzw. der Geschäftsbereich ist wichtig ... +/- 10%
Stgt. EG 13, ab 1.4.17 4.580€/35h Grundgehalt, ca. 60.000 € p.a.
Mit deinen Erfahrungen kannst du 10% Leistungszulage (LZ) verlangen.
Also vom Start weg rund 65.000 €. Das sollte dein Ziel sein - fordere
67k.
München: EG 10, 55.000€/35h ... 60.000 € inkl. 10% LZ
Kleinere Firmen bezahlen meistens etwas weniger.
S: min. 55k
M: min. 52k
Fange 4 Monate vor deinem gewünschten Arbeitsbeginn an, dich bei den
großen Unternehmen zu bewerben.
Viel Erfolg!
Jo S
Mein Gott... hier werden wieder Zahlen geschmissen... Orientier dich an
Abradolf Lincler. Auch den großen Unternehmen ist es völlig egal, was du
jetzt schon kannst. Du wirst dich mit einer Forderung nach 65-67k selbst
rausschießen.
Wenn deine Fähiglkeiten wirklich so gut wie beschrieben sind, wirst du
schnell aufsteigen.
Bei den großen bist du aber einer von gaaaanz vielen, wenn du nur dein
Zeugnis (MA, BA) in der Hand hälst. Sobald du 67k sagst, kannst du
gehen.
Mein Tipp:
Sag 60k. Das liegt knapp über ner E10A(BY) und ist nicht unverschämt.
Wenn du beeindrucken willst (klappt bei Personalern), sagst du, dass du
aufgrund deiner bisherigen Erfahrungen an eine 10B denkst. Das zeigt
denen, dass du dir das Tarifsystem bereits angeschaut hast und genau
weißt wo du hin willst.
Ralf schrieb:> Schnitt belief sich auch gar nicht so gut, nämlich auf 2,7.
Das ist eher ein Problem. Langsam (mehr Semester) und sehr gut toppt
schnell und schlecht. Wird das beim Master besser? Siehst Du irgendeine
Möglichkeit da ein 1 vor dem Komma zu bekommen (oder wenigstens besser
als 2,5)? Früher was 2,5 bei Naturwissenschaftlern ein hartes
Ausschlusskriterium bei den richtig guten Stellen. Wo die Grenze heute
sitzt: k.A.
schubidu schrieb:> Das ist eher ein Problem. Langsam (mehr Semester) und sehr gut toppt> schnell und schlecht.
Das könnte schon stimmen, aber wenn du bereits ausreichend berufliche
Erfahrungen gesammelt hast, kannst du locker mit 60k beginnen als
Masterabsolvent. Wichtig ist, dass du das machst was dir Spaß macht und
dann ggf. mit etwas weniger einsteigst. Dann, im Laufe der nächsten
Jahre wirst du deinen Marktwert selbst herausfinden und wissen, was du
wert bist, wie du dich gut verkaufen kannst, auf was es ankommt. Wenn du
gut bist, kann es nur noch aufwärts gehen. Du bist noch so jung, du
könntest sogar mit 50k oder 48k einsteigen und nach 1-2 Jahren bei 70k
landen. Mach erstmal deinem Master und wie oben schon genannt wurde, 3-4
Monate vor Ende Bewerbungen schreiben...
Viel Glück und melde dich evtl. mal in paar Monaten wie es gelaufen ist
;)
Maxi Z. schrieb:> Wichtig ist, dass du das machst was dir Spaß macht und> dann ggf. mit etwas weniger einsteigst.
Der Tipp der Tipp`s!
Mach einfach was du willst, und du bekommst das was du verdienst!
Cha-woma M. schrieb:> Der Tipp der Tipp`s!>> Mach einfach was du willst, und du bekommst das was du verdienst!
Ich bekomme sogar deutlich mehr als ich verdiene! Ist das nicht toll?
Ralf schrieb:> Studium lief jetzt auch nich wahnsinnig perfekt. Habe für den B.Sc. 7> Semester gebraucht, hatte ihn aber mit 21 fertig.> Schnitt belief sich auch gar nicht so gut, nämlich auf 2,7.> Danach direkt den Master weiter jetzt. Werde hier voraussichtlich auch> wieder ein Semester länger brauchen.
Das ist in der Summe ein fettes MINUS.
> Da ich ein Student bin, der dem Vorlesungsgehen nichts abgewinnen kann
Das ist ein noch fetteres MINUS (von dem der potentielle Chef noch
nichts weiß, es mit ein bisschen Erfahrung aber ahnen kann), denn du
solltest die Sache, die du anfängst, auch zielstrebig fertig machen.
Immerhin war es deine eigene Wahl, sowas zu machen.
> dachte ich, ich fülle die Zeit eben mit Werkstudententum auf (da viel> leere ungenutzte Zeit sonst unter der Woche).
Und jetzt fängst du wieder was an (die Arbeit) und es ist schon wieder
deine Wahl. Lieferst du diesmal auch wieder nur "befriedigende"
Ergebnisse, weil du "nebenher" noch ein anderes Eisen im Feuer hast?
Und genau das wird sich der potentielle Chef denken:
Macht der Mann, das was er SOLL, oder lieber das was er WILL?
Kaum fertig gedacht legt er deine Bewerbung zur Seite und holt die
Nächste vom Stapel.
> dachte ich
Das bezweifle ich. Du hast tatsächlich nichts gedacht oder geplant,
sondern nur das gemacht, wozu du Lust hattest.
Und jetzt mal eine Gegenfrage: Wie schätzt du selber deinen Marktwert
ein?
Cha-woma M. schrieb:> Maxi Z. schrieb:>> Wichtig ist, dass du das machst was dir Spaß macht und>> dann ggf. mit etwas weniger einsteigst.> Der Tipp der Tipp`s!
Während des Studiums hat es genau so doch auch geklappt.
Lothar M. schrieb:> Das ist ein noch fetteres MINUS (von dem der potentielle Chef noch> nichts weiß, es mit ein bisschen Erfahrung aber ahnen kann), denn du> solltest die Sache, die du anfängst, auch zielstrebig fertig machen.> Immerhin war es deine eigene Wahl, sowas zu machen.
Hä, wo ist das Problem? Du wärst überrascht, wie viele Studenten zu
weniger als der Hälfte der Vorlesungen kommen, außerdem sind manche
Vorlesungen (das gilt wahrscheinlich für jede Universität mehr oder
weniger) einfach schlecht / langweilig und es bringt einem (persönlich)
nichts, wenn man hingeht.
Max M. schrieb:> Hä, wo ist das Problem?
Im Fall hier ganz klar die zweimal vrrlängerte Studiendauer und die
schlechte Note.
Oder andersrum: wenn du schon nicht zu den (schlechten und
uninteressanten) Vorlesungen und stattdessen Arbeiten gehst, solltest du
wenigstens gute Noten haben und zügig studieren.
Denn das ist das eigentliche Ziel des Studiums.
Für wenig Geld in Firmen arbeiten kannst du dann auch hinterher noch.
Denn eines dürfte klar sein: das eine Jahr, die das Studium durch die
Hiwi-Arbeiten länger gedauert hat, hätte Ralf früher zu arbeiten
anfangen können...
Ich hätte auch mal gerne eure Einschätzung zu meinem Marktwert. Mein
Werdegang: Schule, Technische Ausbildung, Arbeit als Programmierer, dann
mit Mitte/Ende zwanzig Lebenskrise/depression, erst mit Anfang 30 da
heraus gekommen und e-Technik Studium angefangen (TU) und jetzt 5 Jahre
später und gegen Ende 30 bin ich mit den Bachelor fertig, habe länger
gebraucht, da nebenbei Lebensunterhalt verdient und ein paar
interessante Kurse mitgemacht, die nicht zum Pflichtprogramm gehören,
Noten durchweg sehr gut.
Hallo Jürgen,
ich bin kein Personaler und auch kein Chef. In welcher Region lebst du?
Ich würde dir aber ausreichend gute Chancen geben, wenn du am Anfang
evtl. mit weniger einsteigst (35-40k). Wenn du dich beweisen tust,
kannst du dann nach mehr schauen. Bewirb dich einfach und schau wie die
Resonanz ist
Tobi schrieb:> mit weniger einsteigst (35-40k)
Wieso das? Es liegt doch einige Berufserfahrung vor dem
Bachelorabschluß vor, eben eine nicht untypische zweiter
Bildungsweg-karriere. Da sollte man mit dem marktüblichen Gehalt für
einen Senior ET-Bachelor einsteigen, was m.E. nicht unter 45k liegt.
Manche Personaler werden misstrauisch, wenn sich einer mit sehr guten
Noten unter Marktpreis verkauft. Das deutet man als Zeichen für
"versteckte Mängel".
Halt wie beim Warenkauf - da versucht einer nicht über die Qualität
sondern über den Preis an den Käufer zu kommen. Da zahlt man als Käufer
öfters drauf.
Ordner schrieb:> Manche Personaler werden misstrauisch, wenn sich einer mit sehr guten> Noten unter Marktpreis verkauft. Das deutet man als Zeichen für> "versteckte Mängel".
Der Preis muss angemessen sein, nicht zu niedrig, nicht zu hoch.
Ordner schrieb:> Gehalt für> einen Senior ET-Bachelor einsteigen, was m.E. nicht unter 45k liegt.
Mit Bachelor als Senior einzusteigen ist doch eher unrealistisch. Ich
meinte mit meinem Beispiel eigentlich dass er mit 35-40k einsteigen
könnte, später kann er ja dann Senior werden. Da kann er natürlich mit
45k Wunschgehalt anfangen, aber auch 40k akzeptieren, wenn so ein
Angebot kommt. Nach dem Bachelor zählt erstmal Erfahrung. Er hat zwar
welche, aber wohl nicht die, die ein Senior nach 3-5 Jahren haben sollte
Tobi schrieb:> Ordner schrieb:>> Gehalt für>> einen Senior ET-Bachelor einsteigen, was m.E. nicht unter 45k liegt.>> Mit Bachelor als Senior einzusteigen ist doch eher unrealistisch.
Im Normalfall (Abi->Bac->Job) ist Sen. auch m.E. unrealistisch, hier
haben wir aber einen Lebenslauf mit Berufsausbildung und Berufspraxis
(Schule->Ausbildung->Job-> Bac) vor dem formalen HS-Abschluß. Das
rechtfertigt meines Erachtens eine "Erfahrungszulage" im Vergleich zum
Frischling-Bac..
Vielleicht erzählt uns Jürgen nochmal was er als Programmierer so
gemacht hat. Ich bin der Auffassung dass man nur für einen bestimmten
Bereich ein Senior sein kann, z.B. Embedded Systems oder
PHP-Programmierer. Ein Senior in Java ist kein Senior in Embedded
Systems (C/C++) oder liege ich da falsch? Er hat ET studiert, was möchte
er jetzt machen? Hat das ein Verbindung mit seiner Tätigkeit als
Programmierer? In welchen Bereich möchte Jürgen hin?
Donnerwetter was Ralf angeblich alles geschafft hat in 5 Jahren. An der
TU in der Regelstudienzeit abgeschlossen, also komplexe Theorie
gebüffelt ohne direkten Bezug zur Industrieentwicklung.
Ihm wurde es langweilig, so hat er gleich den Spitzenentwickler bei der
Werkstundentätigkeit (bis zu 24 h / Woche) gegeben, Hardware und
Software gleichzeitig, vertiefte C++ Kenntnisse auf Embedded-Linux.
Wenn er so weiter macht, wird er bald eine neue Ariane-Rakete im
Alleingang entwickeln. Chaupeau!
Damals habe ich C und etwas C-like C++ gemacht, auf Windows.
Wo es hingehen soll, darüber denke ich selber noch nach,
Softwareentwicklung wäre naheliegend, mich interessiert aber auch
Regelungstechtik, da habe ich aber nur Grundkenntnisse, wahrscheinlich
also SE im embedded Bereich.
Mein Gott ist das wieder eine Quasselbude hier mit "wertvollen" Tipps.
Du willst deinen Marktwert wissen? Dann bewirb dich und schau was du für
unterschriftsreife Verträge bekommst, dann hast du es schwarz auf weiss,
das Gesülze hier kannst du in die Tonne klopfen.
Trollometer schrieb:> Donnerwetter was Ralf angeblich alles geschafft hat in 5 Jahren. An der> TU in der Regelstudienzeit abgeschlossen, also komplexe Theorie> gebüffelt ohne direkten Bezug zur Industrieentwicklung.> Ihm wurde es langweilig, so hat er gleich den Spitzenentwickler bei der> Werkstundentätigkeit (bis zu 24 h / Woche) gegeben, Hardware und> Software gleichzeitig, vertiefte C++ Kenntnisse auf Embedded-Linux.>> Wenn er so weiter macht, wird er bald eine neue Ariane-Rakete im> Alleingang entwickeln. Chaupeau!
Der typische Absolvent. Wir haben jeden Tag 40 solche als Bewerber.
Standard.
Uhrmacher schrieb:> Dann bewirb dich und schau was du für> unterschriftsreife Verträge bekommst, dann hast du es schwarz auf weiss,> das Gesülze hier kannst du in die Tonne klopfen
Der erste vernünftige Satz hier :-)
Tobi schrieb:> ich bin kein Personaler und auch kein Chef.
Ich bin auch kein Personaler, sondern Landwirt und bei uns hängt der
Marktwert allein vom Gewicht ab.
Richard H. schrieb:> Ich bin auch kein Personaler, sondern Landwirt und bei uns hängt der> Marktwert allein vom Gewicht ab
Ja, das hilft :-) - mir zumindest :-)
Für die Untergrenze halte ich das, was der öffentliche Dienst (also
Unis, DLR, MPI, Fraunhofer...) bezahlt - das ist bei Bachelorabschluss
meist EG10-EG12, bei Masterabschluss EG13. In Zahlen sind das aktuell
für Einsteiger 36k (EG10) bis 46k (EG13) brutto im Jahr (TVöD Bund) -
immer aktuell unter www.oeffentlicher-dienst.info zu finden.
Selbst in Rostock oder Flensburg sollte zu den Konditionen ein Job zu
finden sein. In München müssen nur die schlechtesten zu den Konditionen
arbeiten.
MfG, Arno
Jürgen schrieb:> Ich hätte auch mal gerne eure Einschätzung zu meinem Marktwert.
Den kannste ja nach der Meldung bei der Agentur f. A schon mal machen
und dir die Jobbörse anschauen.
> Mein> Werdegang: Schule, Technische Ausbildung, Arbeit als Programmierer, dann> mit Mitte/Ende zwanzig Lebenskrise/depression, erst mit Anfang 30 da> heraus gekommen und e-Technik Studium angefangen (TU) und jetzt 5 Jahre> später und gegen Ende 30 bin ich mit den Bachelor fertig, habe länger> gebraucht, da nebenbei Lebensunterhalt verdient und ein paar> interessante Kurse mitgemacht, die nicht zum Pflichtprogramm gehören,> Noten durchweg sehr gut.
Na und?
Isss wie beim Gebrauchtwagen:
Vormodell?
Mehr wie 100000km auf der Uhr?
Älter als 10 Jahre?
Will keiner!!!!!!!!!!!!!!!!
Aktenhengst schrieb:> Trollometer schrieb:>> Donnerwetter was Ralf angeblich alles geschafft hat in 5 Jahren. An der>> TU in der Regelstudienzeit abgeschlossen, also komplexe Theorie>> gebüffelt ohne direkten Bezug zur Industrieentwicklung.
Gläubig an den Lippen seiner Dozenten konnte er jede Minute seinen Traum
bestätigt bekommen.
"Sie werden ein gesuchter "SW-Entwickler X.XX sein!"
>> Ihm wurde es langweilig, so hat er gleich den Spitzenentwickler bei der>> Werkstundentätigkeit (bis zu 24 h / Woche) gegeben, Hardware und>> Software gleichzeitig, vertiefte C++ Kenntnisse auf Embedded-Linux.
Wie es so oft in den Stellenanzeigen der Ing.-DL zu lesen ist!
>> Wenn er so weiter macht, wird er bald eine neue Ariane-Rakete im>> Alleingang entwickeln. Chaupeau!
Jaaa, solche Geschichten gibt`s auf den "Hochschultagen" am Fließband zu
hören! Da leuchten dann die Augen von Papi und Omi!
> Der typische Absolvent. Wir haben jeden Tag 40 solche als Bewerber.> Standard.
Ned vergessen TU9!
Teutsche Tugend Uni 9.0!
Jo S. schrieb:> Fange 4 Monate vor deinem gewünschten Arbeitsbeginn an, dich bei den> großen Unternehmen zu bewerben.>> Viel Erfolg!> Jo
Wozu?
Wer stellt einen ein, der noch keinen Abschluß hat?
Vorallem, warum sollte man sich einen Angeln, wenn man die Möglichkeit
hat andere im Vorfeld über Praktika oder Abschlußarbeit ins Unternehmen
zu integrieren?
In meinen Augen sind Absolventen die sich so bewerben einfach "suspekt"!
Cha-woma M. schrieb:> genervt schrieb:> Wie stellst du dir das sonst vor?>> Wie ich es beschrieben habe.
Für einen Uni-Absolventen ist es keinesfalls zwingend ein Praktikum oder
eine Abschlussarbeit in der Industrie zu machen.
Zudem haben die Praktikanten oder Diplomanten nicht immer Lust im
jeweiligen Drecksladen weiter zu arbeiten.
genervt schrieb:> udem haben die Praktikanten oder Diplomanten nicht immer Lust im> jeweiligen Drecksladen weiter zu arbeiten.
Lust????
Auch Nutten haben nicht unbedingt "Lust", wenn sie "anschaffen" gehen!
Cha-woma M. schrieb:> genervt schrieb:> udem haben die Praktikanten oder Diplomanten nicht immer Lust im> jeweiligen Drecksladen weiter zu arbeiten.>> Lust????> Auch Nutten haben nicht unbedingt "Lust", wenn sie "anschaffen" gehen!
Manche können sich aussuchen, mit wem sie ins Bett steigen.
Tut mir ja leid für dich, dass du dir das nicht aussuchen kannst.
Lasst euch nicht ausnutzen als Praktikant, auch einmal nein sagen ist
wichtig.
Das verschafft sogar mal Respekt, wenn man nicht zu allem ja und Amen
sagt.
genervt schrieb:> Zudem haben die Praktikanten oder Diplomanten nicht immer Lust im> jeweiligen Drecksladen weiter zu arbeiten.
Hmm, und andere Firmen sollen solche "Edel-absolventen" mit ´Handkuss
nehmen?
Ich erinnere mich immer noch an eine Bewerbung von einen Absolventen
(Kein vorläfiges Zeugnis, keine Praktikantenzeugnis), der hatte im
Anschreiben sein Praktikum bei BMW dick erwähnt. Was er da gemacht hat,
das hat er aber nicht "erwähnt"!
Bei sowas fragt man sich dann:
"Warum will den kurz vor Abschluß BMW nicht?"
klausi schrieb:> Lasst euch nicht ausnutzen als Praktikant, auch einmal nein sagen ist> wichtig.>> Das verschafft sogar mal Respekt, wenn man nicht zu allem ja und Amen> sagt.
Genau, Da haut man beim Cheff gegen die Klo-Tür und schreit "Hey du
Arsch, leck mich!".
Steigert die Übernahmechancen übermäßig!
Klaus L. schrieb:> 80% von dem unterscheiden sich nämlich> von dem, was einer in Eigenstudium mit Platinen bastelt.>> Das mussten schon einige lernen!>> Ich würde 60k fordern und mich mit 55k zufrieden geben, wenn es eine> gute Firma ist. Mehr als 60k bekommen Anfänger nur, wenn sie wirklich> was Besonderes können und die Firma das unbedingt haben will.
Quatsch. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ausbildung die ich
vorher gemacht habe und meine Basteleien 80% abdecken und der Rest nur
gelaber ist :-)
BaWü 40 h und EG12 oder EG13 sind schon weit mehr als 60 k...
ABV schrieb:> Quatsch. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ausbildung die ich> vorher gemacht habe und meine Basteleien 80% abdecken und der Rest nur> gelaber ist :-)
Wozu haste dann studiert?
Da hättest doch gleich im Keller bleiben können!
genervt schrieb:> Cha-woma M. schrieb:>> "Warum will den kurz vor Abschluß BMW nicht?">> Auch BMW hat mehr Praktikantenstellen, als Einsteigerstellen.
Och, hat der Gute wohl ned gewust.
Und ist wohl für andere Arbeitgeber aber noch "gut" genug.
Oder?
Mal ehrlich.
Der Bubi hat über einen Verwandten (IGM-Gewerkschaftler aka "Malocher")
bei BMW die Praktikumsstelle (Pflichtpraktikum) bekommen.
Hat aber eine typische "Bubi" Performence hingelegt, die so "super" war,
dass sie denn ned wollten.
Und so einer glaubt mit der Erwähnung seines Praktikums bei "BMW"
könnte er bei einem berufserfahrenen Ingenieur punkten?
Cha-woma M. schrieb:> Und so einer glaubt mit der Erwähnung seines Praktikums bei "BMW"> könnte er bei einem berufserfahrenen Ingenieur punkten?
Das kommt immer drauf an, wie er das verkaufen kann.