Tobias Weber schrieb:
> klar will ich was lernen
OK, dann fange an:
1. schaff dir ein Grundgerüst. Dazu kann (nicht MUSS) z.B. ein
chinesischer ST-Link dienen, der enthält bereits einen µC, eine
Mini-USB-Buchse und ein paar Pins an einer Wannensteckleiste - UND: er
ist billig, so 2..4 Euro. Dessen Schaltung findet man per Google. Damit
hast du ne HW, ohne dich anstrengen zu müssen.
2. schaff dir ein Konzept. So ein Programmer braucht ja etwas, das ihm
gesagt werden muß, damit er was tut.
Also konzipiere das Interface zwischen Programmer und PC, also wer wem
auf welche Weise was sagt - und schreibe das Konzept auf, das ist der
Anfang aller weiteren Entwicklungsaktivitäten.
Du willst sowas sicherlich per USB betreiben, also überlege dir eine
USB-Schnittstelle, ob VCP oder was sonst, über die die Kommunikation
laufen soll.
2a. Hier kannst du im Prinzip schon mal dein Grundgerüst für deine
Firmware anfangen, also Pins und Takte aufsetzen, dann Interface zum PC
hin schreiben, dann Kommandoauswertung und dann Trockentest, ob deine
Firmware erstmal läuft und mit deinem PC-Programm zusammen läuft.
3. lies die JTAG-Dokumentationen und leg dir ein Konzept zurecht für den
Lowlevel-Betrieb, also wie Clock, Daten rein und raus und tms betrieben
werden müssen, um irgendwo irgendwas rein und raus zu bekommen. Da gibt
ein weiteres Papier als Grundlage für alles Weitere. Hier kanst du mit
dem Firmwareschreiben weitermachen, ein paar (temporäre) Kommandos in
die Kommandoauswertung rein, um auf Kommando ein oszillografierbares
JTAG-Datenspiel zu erzeugen und so.
4. Jetzt ist es Zeit, sich um die eigentlichen Programmieralgorithmen zu
kümmern, also der HiLevel-betrieb: Daten und Kommandos rein,
JTAG-Signalspiele raus.
Ungefähr so wäre die Vorgehensweise, also fang an und suche nicht nach
den gebratenen Tauben, die gibt's nicht wirklich.
W.S.