Forum: Platinen [KiCad] - Bibliotheken finden und einbinden


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von Ben (Gast)


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Hallo, ich bin KiCad-Neuling und wollte gerade mein erstes 
"Übungsprojekt" starten, die 10V-Referenz aus dem LM399-Datenblatt 
(http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/199399fc.pdf Seite 1).

Jetzt finde ich weder den LM399 noch den LT1001 in Eeschema (KiCad 
4.0.5). Das wundert mich, ich dachte bei wären die Libraries in einer 
Git-Repo und jeder kann beitragen? Da hätte ich dann vermutet, dass 
jemand schon längst diese beiden Bauteile eingepflegt hat.

Gibt es die beiden ICs wirklich noch nicht oder mache ich etwas falsch?

Viele Grüße
Ben

PS: Mir ist klar, dass ich sowieso lernen muss, eigene Bauteile zu 
erstellen. Nur wollte ich für ein erstes Übungsprojekt erst einmal die 
Basis-Features erkunden. Und man muss ja nicht ständig das Rad neu 
erfinden...

von VongEagleHer (Gast)


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Schließe mich der Frage mal an.

Ich bin auf der Suche nach Connector-Libs (con-molex, con-vg, 
con-harting-ml). Bisher habe ich leider nur etwas zu irgendwelchen 
Konvertern gefunden. Jemand eine Idee?

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Hast du denn externe Libraries eingebunden?
Wenn ja, welche?
Es gibt ja nicht "die eine Library". Und ja die Wahrscheinlichkeit ist 
sehr groß, dass du dir das Symbol anlegen musst.

https://github.com/KiCad/kicad-library

Hier ist eine sehr umfangreiche, offizielle Library, die sehr viele 
Symbole schon enthält. Auch Molex und Wago und dergleichen.

Das finde ich aber das gute an KiCad: Schaltplansymbole und Footprints 
sind nicht fest miteinander verbunden, daher reicht es - anders als bei 
Eagle - dir das reine Symbol anzulegen, wenn der zugehörigen Footprint 
schon existiert. Die Verknüpfung von Symbol und Footprint ist ja ein 
eigenständiger Schritt.

von Ben (Gast)


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Stefan S. schrieb:
> https://github.com/KiCad/kicad-library
>
> Hier ist eine sehr umfangreiche, offizielle Library, die sehr viele
> Symbole schon enthält. Auch Molex und Wago und dergleichen.

Vielen Dank für deine Antwort. Dieses Repo hab ich mir schon komplett 
nach lokal geklont und in KiCad eingebunden, hat leider nicht geholfen 
(zumindest im Hinblick auf LM399 und LT1001). Aber dann weiß ich 
schonmal, dass ich nichts falsch mache. Oder gibt es noch andere Repos, 
die zwar nicht offiziell, aber "Quasistandard" sind?

Das trennen von Symbol und Footprint finde ich auch klasse, aber warum 
gibt es dann zum Beispiel keine "generic opamp"-Symbole? Ich glaube ich 
habe die Intention hinter dieser Trennung, also wie man am besten damit 
arbeitet, noch nicht verstanden.

Ben

von VongEagleHer (Gast)


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Ich finde meine Symbole leider auch nicht.

- ML26 (harting)
- MAC64R (con-vg)
- molex (22-23-2071)

Weiß da jemand vielleicht was genaueres?

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Ben schrieb:
> Das trennen von Symbol und Footprint finde ich auch klasse, aber warum
> gibt es dann zum Beispiel keine "generic opamp"-Symbole? Ich glaube ich
> habe die Intention hinter dieser Trennung, also wie man am besten damit
> arbeitet, noch nicht verstanden.

Ein weiteres schönes Feature: Man kann von bestehenden Symbolen Klone 
erstellen, die einfach einen anderen Namen haben. Von daher gibt es 
schon generische Symbole mit VCC+ VCC- + und - sowie Ausgang.
Dann nimmt man einfach einen bestehenden Opamp, passt - falls notwendig 
- die Pinnummern an und kann es sonst einfach unter einem neuen Namen 
speichern.

Im Symbol muss ja festgelegt sein, was Pin 1, was Pin 2 ist und so 
weiter und so fort. Und nicht bei jedem Opamp ist beispielsweise Pin 1 
der Nichtinvertierende Eingang.

Ansonsten hilft alles nichts, einfach neu anlegen. Aber das geht bei 
KiCad wirklich spielend einfach ;)

: Bearbeitet durch User
von Claas (Gast)


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Moin,

wie Euren Anmerkungen ersichtlich ist, gibt es eine Blockade beim 
Arbeiten mit KiCad - so wie bei mir, als ich von Eagle umgestiegen bin.

Im Schaltplaneditor können x-beliebige Symbole für ein Bauteil verwendet 
werden. Wichtig ist nur, dass die PINs des Schaltplansymbols dem 
Footprint (i.w.S. Gehäuse) im Leiterplatteneditor entsprechend 
eindeutig zugeordnet werden können. So könnte beispielhaft eine Diode 
als Kasten mit zwei Anschlüssen im Schaltplaneditor dargestellt werden. 
In einem zweiten Schritt wird dann dem Symbol "Diode" ein 
Gehäuse/Footprint zugeordnet. Im Schritt drei wird eine Netzliste 
erzeugt, die dann beim Leiterplatteneditor eingelesen wird. Stefan hat 
es bereits geschrieben, fantastisches Clonen ist möglich, neue Bauteile 
anlegen simpel. Der Schaltplan braucht hierzu nicht verändert werden! 
Dieses eröffnet dem Entwickler von Leiterplatten eine ungeahnte 
Flexibilität - nur man muss es erstmal als Eagle-Nutzer verdaut und die 
Sinnhaftigkeit verstanden haben. ... hat bei mir auch erst gedauert ... 
also einfach rumspielen!

Gruß
Claas

von Ben (Gast)


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Hallo Claas,

vielen Dank für die Erklärung. Dann macht es also Sinn, wenn ich mir ein 
paar "Standardsymbole" für gängige Pinouts von ICs anlege? Also z.B. 
single op mit V+@Pin7, V-@Pin4, Trim@Pin1&&Pin8? Den kann ich dann mit 
nem generischen DIP8 oder SO8 oder sogar "metal can" verbinden? Cool.

Ich habe auch vorher Eagle genutzt, habe am Arbeitsplatz auch eine 
Lizenz für V6. Aber da ich privat immer mehr an die Grenzen der 
kostenlosen Version stoße, sowohl was Fläche als auch Lagenzahl 
betrifft, wollte ich so langsam mal umsteigen auf was Freies.

Ben

von il Conte (Gast)


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Claas schrieb:
> wie Euren Anmerkungen ersichtlich ist, gibt es eine Blockade beim
> Arbeiten mit KiCad

Tja es ist wie im richtigem Leben bei manchen lösen sich die Blockaden
bei anderen nicht ;-) :-)

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Ben schrieb:
> vielen Dank für die Erklärung. Dann macht es also Sinn, wenn ich mir ein
> paar "Standardsymbole" für gängige Pinouts von ICs anlege? Also z.B.
> single op mit V+@Pin7, V-@Pin4, Trim@Pin1&&Pin8? Den kann ich dann mit
> nem generischen DIP8 oder SO8 oder sogar "metal can" verbinden? Cool.

Exakt. Darauf wollte/n ich/wir hinaus.
Das macht das Hinzufügen so wunderbar einfach. Ich bin auch ein 
Ex-Eagle-User und war immer genervt, wie umständlich das Hinzufügen 
neuer Bauteile war.

So gab es beispielsweise den MCP3001 aber nicht den MCP3201. Selbes 
Pinout nur höhere Auflösung. Also flugs den MCP3001 genommen, geklont, 
neuen Namen und neue Beschreibung verpasst und fertig!

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