Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DSP-Evalboard mit Mikrocontroller via JTAG live parametrieren


von Adrian Bergmann (Gast)


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Hallo miteinander!

Ich stehe bald vor meiner Bachelorthesis und habe bereits eine gute 
Idee, was ich machen möchte, namentlich Audiosignalverarbeitung auf 
einem DSP. Damit so eine Anwendung auch richtig Spaß macht, möchte ich 
einen Haufen Parameter live änderbar machen, also Dinge, wie 
Filterkoeffizienten, Nachhallzeit, Kompressionsrate... Deshalb will ich 
per Arduino, Display und Endlosencoder, Fader, Taster etc. eine 
Benutzerschnittstelle bauen. Der Arduino berechnet nach Eingabe durch 
den Benutzer neue Filterkoeffizienten etc... und überträgt diese auf den 
DSP, der dann mit den aktualisierten Werten weiterarbeitet.

Und hier ist mein Problem. Könnte ich mit SPI, I2C o.Ä. arbeiten, wäre 
alles wunderbar, doch das DSP-Kit, welches meine Hochschule mir für 
dieses Unternehmen zur Verfügung stellen kann, hat als einzige für so 
etwas nutzbare Schnittstelle JTAG ( http://www.ti.com/tool/TMDSDSK6713 
). Mit dieser Schnittstelle habe ich leider überhaupt keine Erfahrung 
und mein begrenztes Verständnis davon ist, dass sie für simple serielle 
Kommunikation kaum geeignet ist, da sehr hardwarespezifisch.
Jetzt wollte ich mal in die Runde fragen, bevor ich während der Thesis 
mein blaues Wunder erlebe: Ist mein Vorhaben realistisch? Oder wäre 
Kommunikation zwischen DSP und Arduino via JTAG ermöglichen bereits 
genug Stoff für eine Bachelorarbeit?

Danke vorab!

von Strubi (Gast)


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Adrian Bergmann schrieb:
> Oder wäre
> Kommunikation zwischen DSP und Arduino via JTAG ermöglichen bereits
> genug Stoff für eine Bachelorarbeit?

Von der Zeit her ja, vom Anspruch her...naja, das auf dich zukommende 
Reverse Engineering hat dann nicht mehr viel mit Audio DSP zu tun.
Du kannst bei der Art DSP-Interface auch nicht mal so eben wie bei einem 
UART/SPI etc Daten in den Prozessor streamen, das läuft über hässliche 
Polling-Umwege und ist somit nur fürs Debuggen gedacht.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du auf den Port Expandern nicht 
wenigstens einen UART findest um die Chose fernzusteuern. Allerdings 
fragt sich sowieso bei diesen Kalibern, ob du nicht statt 
Arduino-Gefrickel gleich ein kleines Embedded Modul mit TFT einsetzt, 
aber ich will dich von nix abbringen, was dir bestens bekannt ist (das 
Risiko des Verzettelns bei einer BA macht nur Stress).

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